Brawn: MotoGP um 30 Sekunden langsamer - und wen juckt's?

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Brawn: MotoGP um 30 Sekunden langsamer - und wen juckt's?

Beitragvon Redaktion » 02.03.2018, 13:38

Die MotoGP-Bikes sind in der Regel rund 30 Sekunden langsamer als die Formel-1-Boliden - Ross Brawn hält die Geschwindigkeit aber für nebensächlich
Ross Brawn

Brawns Kehrtwende? Jetzt, wo die Autos schnell sind, sind Duelle doch wichtiger

Die Formel-1-Boliden sind deutlich schneller als die Bikes der MotoGP. In der Regel fehlen den Motorradfahrern rund 30 Sekunden auf die Piloten der Königsklasse. Formel-1-Motorsportdirektor Ross Brawn hält aber andere Faktoren wie die Ästhetik und die Spannung im Rennen für viel wichtiger als das Tempo der Boliden.

Gegenüber 'Auto motor und sport' sagt der Funktionär: "Es ist wichtiger, Autos zu haben, mit denen man gut gegeneinander antreten kann. Das Auto muss auf der Strecke gut aussehen." Dass die Fahrzeuge zwei oder drei Sekunden langsamer sind, würden die Zuschauer gar nicht bemerken. Deshalb wäre das Tempo zweitrangig, da die Formel 1 weiterhin die schnellsten Autos auf der Welt stellen würde.

"Eine MotoGP-Maschine ist 30 Sekunden langsamer als ein Formel-1-Auto, sieht aber wahnsinnig schnell aus", erklärt Brawn. Kaum ein Fan wisse, dass der Geschwindigkeitsunterschied so groß ist. Im Gegensatz zu den Formel-1-Piloten würden die MotoGP-Fahrer aber ohne Rücksicht auf Reifen, Bremsen und Motor ans Limit gehen können. Das würde viel mehr ausmachen als das Tempo eines Fahrzeugs.

Laut Brawn liefert die Formel 1 vor allem im Regen besonders gute Rennen. "Hat sich einer beschwert, dass die Rundenzeiten 15 Sekunden langsamer waren?", fragt sich der Motorsportdirektor. Guter Rennsport und ästhetische Autos sind für Brawn der Weg, um die Formel 1 auf ein neues Level zu heben.


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harakduru
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Re: Brawn: MotoGP um 30 Sekunden langsamer - und wen juckt's?

Beitragvon harakduru » 02.03.2018, 14:00

Noch weniger Leute wissen, dass die Moto GP langsamer in den Kurven ist als die Moto 3. Auf der Geraden ist Moto GP aber etwa auf Formel 1 Niveau. Beim Bremsen und den Kurven haben sie aber aufgrund der fehlenden Aerodynamik keine Chance.

Bei der Moto GP hat der hinterherfahrende immer einen Vorteil durch den Windschatten und da Motorräder viel kürzer sind gibt es auch deutlich mehr Überholmanöver.

Ich denke aber den wichtigsten Punkt hat Brawn erkannt, nämlich dass die Fahrer fast das ganze Rennen über Pushen können. Außerdem entscheidet nicht nur die Performance des Motorrads, der Fahrer selbst kann noch viel gut machen durch seine Fahrweise. Auf die Punkte sollte die Formel 1 sich bei der weiteren Entwicklung konzentrieren.

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Re: Brawn: MotoGP um 30 Sekunden langsamer - und wen juckt's?

Beitragvon F1_Surfer » 02.03.2018, 14:07

Wieder leichtere Autos, sage ich schon immer, wäre etwas (woran es eigentlich hapert).
Mehr agile Zweikämpfe und auch optische + nachgefühlte Agilität hätten die Autos dann wieder.. .
Wie es auch Ham in dem vor ein paar Tagen veröffentlichten Artikel ansprach.

Wenn sie schwer bleiben, dann müssen Reifen und Bremsen im Grunde immer geschont werden.
Die Autos werden ausserdem immer 'langsam' wirken - egal wie schnell sie je auf der Uhr noch werden -, wenn sie so schwer bleiben wie jetzt.. .

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Re: Brawn: MotoGP um 30 Sekunden langsamer - und wen juckt's?

Beitragvon Sportsmann » 02.03.2018, 14:17

Immerhin ist Brawn daran gelegen echte Spannung zu liefern und nicht so gekünstelte Show, wie angeblich Chase C. sie dem Postillion schmackhaft macht ;) http://www.der-postillon.com/2018/03/formel-1-gegenverkehr.html
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Re: Brawn: MotoGP um 30 Sekunden langsamer - und wen juckt's?

Beitragvon theCraptain » 02.03.2018, 14:39

Und wen juckt's wenn Brawn das feststellt dass die F16 mehrfach schneller als die F1 ist? Oder wäre ein Vergleich mit Tunnelbohrmaschinen interessant?

Sportsmann hat geschrieben:Immerhin ist Brawn daran gelegen echte Spannung zu liefern und nicht so gekünstelte Show, wie angeblich Chase C. sie dem Postillion schmackhaft macht ;) http://www.der-postillon.com/2018/03/formel-1-gegenverkehr.html

Danke für den Link, köstlich :thumbs_up: *LOL*
Früher war gar nix besser, ausser der Motorsport.

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Re: Brawn: MotoGP um 30 Sekunden langsamer - und wen juckt's?

Beitragvon besser.is.sicher » 03.03.2018, 07:12

Sie können die Autos doch einfach um 50% verkleinern, dann sehen die Dinge auch dreimal so schnell aus bei 300Km/h..
Ich weiß genau was ich will, wenn was ich will, weiß was es will.

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Re: Brawn: MotoGP um 30 Sekunden langsamer - und wen juckt's?

Beitragvon sego » 03.03.2018, 08:38

Herr je ... wie lächerlich wollen die sich noch machen ? Seit Jahren versuchen die die Leute zu verblöden, indem sie immer wieder andere nutzlose Änderungen bringen damit es nach Außen so aussieht als würden sie was tun. Die entscheidenden Punkte packt man aber nicht an: Die zu starke Differenz der Autos und den aerodynamischen Abtrieb. Die Performance der Autos muss viel näher zusammenrücken damit wieder Nuancen (z.B. Streckencharakteristik, persönliches Befinden, Abstimmungsdetails usw...) den Ausschlag geben damit auch mal mehr Leute gewinnen als immer nur ne Hand voll Fahrer aus 2 Top Teams, oft > 60% sogar nur aus einem Top-Team ...
Dann muss die Aerodynamik massiv beschnitten werden damit die dirty air verschwindet damit wieder vernünftig gefightet werden kann. Die F1 ist ein RENNSPORT. Kein Ingenieurswettbewerb und auch kein Strategiespiel.
Dann muss die Ästhetik der Autos wiederhergestellt werden. Weg mit Dildo-, Wurmfortsatz- und Höckernasen. Weg mit Halo. Weg mit allem, was scheiße aussieht.
Dann muss der Fahrer immer volle Power geben können. Nix mit Bremsen schonen, Reifen schonen, Sprit sparen. Was soll das ? Was hat dieser Quatsch im Rennsport verloren ? Wenn man die Umwelt schonen will, sollen die halt Erdgas oder Ethanol fahren. Müssen se halt alle 10 Runden tanken. Na und ?

Die tun in der F1 geradezu so als sei guter Rennsport in einer Rennserie zu bieten so schwer wie das Finden des heiligen Grals. Das einzige Problem, was die haben, ist, dass sie ihren Finanz-basierten Marionettenzirkus nicht aufgeben wollen. Ich hätte kein Problem damit, wenn ein Force India oder Williams WM wird.

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Re: Brawn: MotoGP um 30 Sekunden langsamer - und wen juckt's?

Beitragvon Iceman24 » 03.03.2018, 14:53

harakduru hat geschrieben:Noch weniger Leute wissen, dass die Moto GP langsamer in den Kurven ist als die Moto 3. Auf der Geraden ist Moto GP aber etwa auf Formel 1 Niveau. Beim Bremsen und den Kurven haben sie aber aufgrund der fehlenden Aerodynamik keine Chance.

Bei der Moto GP hat der hinterherfahrende immer einen Vorteil durch den Windschatten und da Motorräder viel kürzer sind gibt es auch deutlich mehr Überholmanöver.

Ich denke aber den wichtigsten Punkt hat Brawn erkannt, nämlich dass die Fahrer fast das ganze Rennen über Pushen können. Außerdem entscheidet nicht nur die Performance des Motorrads, der Fahrer selbst kann noch viel gut machen durch seine Fahrweise. Auf die Punkte sollte die Formel 1 sich bei der weiteren Entwicklung konzentrieren.


Genauer gesagt sind die MotoGP schneller als die Formel 1 auf der Geraden. Wenn man sich die Strecken anschaut, auf denen beiden fahren, kann man sagen, dass die MotoGP 10 bis 15 km/h schneller ist.

Ich war jetzt dreimal an einem MotoGP Rennen und werde wohl auch dieses Jahr wieder live vor Ort sein. Die Kurvengeschwindigkeiten sind meiner Meinung nach auch nicht so wichtig. Wichtig ist, dass der Top Speed stimmt. Das ist beeindruckend. Darum mag ich den Weg der F1 im Moment auch nicht, die Top Speed zugunsten von Kurvengeschwindigkeit einbüsst. Mir ist es mehr oder weniger egal, ob die mit 150 oder 170 durch die Kurve ziehen, aber die Tatsache, dass die F1 auf einigen Strecken kaum mehr auf über 300 kommt (ohne DRS), ist doch etwas gewöhnungsbedürftig.
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Re: Brawn: MotoGP um 30 Sekunden langsamer - und wen juckt's?

Beitragvon h00bi » 04.03.2018, 14:12

sego hat geschrieben:Dann muss der Fahrer immer volle Power geben können.


grundsätzlich sehe ich das so wie du.
Ich befürchte aber fast dass wenn MAMG und Ferrari das ganze Rennen über volle Power geben könnten die Abstände eher noch größer werden und es komplett langweilig wird.

Mein Konzept wäre:
Tank auf 30% verkleinern. So muss man mind. 2x (mit SC oder sparend), eher 3x zur Box. Macht die Karre auch leichter.
Reifen so bauen dass man eine drittel Renndistanz durchballern kann, die Boxenstopps kommen durch die Spritmenge.
Frontflügel vom Cockpit aus verstellbar, so dass in der Dirty Air weniger Untersteuern ensteht.
Mindestgewicht für Fahrer + Sitz + volles Trinksystem zusätzlich zum Mindestgewicht des Autos.
plastikschaufel hat geschrieben:Aber Toto hat gesagt, dass [absurden Schwachsinn hier einfügen] :lol:


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