Ferrari: Drohung kein "Bluff", Präsentationstermin 2018 steht

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Ferrari: Drohung kein "Bluff", Präsentationstermin 2018 steht

Beitragvon Redaktion » 20.12.2017, 15:46

Ferrari-Präsident Sergio Marchionne bekräftigt noch einmal, dass die Scuderia 2021 aus der Formel 1 ausstiegen könnte - Das neue Auto wird im Februar vorgestellt
Maurizio Arrivabene

Formel 1 ohne Ferrari? Laut Sergio Marchionne nicht unmöglich

Auch in der Winterpause kehrt in Maranello keine echte Ruhe ein. Auf dem traditionellen Ferrari-Mediendinner kurz Weihnachten verlieh Präsident Sergio Marchionne der Ausstiegsdrohung der Scuderia noch einmal Nachdruck. "Einige Leute behaupten, dass unsere Drohung bezüglich der Regeln für 2020/2021 ein Bluff sind - aber da spielen sie mit dem Feuer", so Marchionne.

Ferrari ist mit dem geplanten Motorenreglement ab der Formel-1-Saison 2021 nicht zufrieden. Erst Anfang Dezember erneuerte Marchionne seine Drohung noch einmal, doch diese wird trotzdem nicht von allen Seiten ernst genommen. Schließlich drohte die Scuderia in der Vergangenheit bereits mehrfach mit dem Ausstieg aus der Königsklasse, letztendlich konnte aber immer eine Lösung gefunden werden.

Ist die Drohung also auch dieses mal nichts als heiße Luft? "Die Situation hat sich seit 2015 verändert", warnt Marchionne, der damit auf seinen Vorgänger Luca di Montezemolo anspielt, der die Zügel bei Ferrari bis Ende 2014 in der Hand hielt. Anschließend übernahm Marchionne, und der versichert, dass es unter seiner Führung keine leeren Drohungen aus Maranello mehr geben wird.

"Wenn wir mit etwas drohen, dann ziehen wir es auch durch", stellt er klar und erklärt, dass man die Möglichkeiten habe, "etwas ähnliches wie die Formel 1" auf die Beine zu stellen. Eine Piratenserie also, wie sie 2009 bereits einmal im Raum stand? "Es gibt die Möglichkeit, ab 2020/2021 eine alternative Meisterschaft zu erschaffen", bestätigt Marchionne. Allerdings erklärt er auch, dass er dieses Szenario gerne "vermeiden" würde.


Fotostrecke: Die zehn denkwürdigsten F1-Regeländerungen

#10: Fahren dürfen nur die Hinterbänkler - Sie ist der große Trumpf der Williams-Mannschaft. Doch nicht nur deshalb will die FIA der aktiven Radaufhängung beim Kanada-Grand-Prix 1993 einen Riegel vorschieben. Die fortschrittliche, aber unglaublich kostenintensive Technik wird von den Kommissaren bei der technische Abnahme als Fahrhilfe eingestuft und bei allen Teams für nicht-regelkonform befunden worden. Gleiches gilt für die Autos, die auf eine Traktionskontrolle setzten.Hintergrund: Die Systeme beeinflussen hydraulisch die Aerodynamik respektive entziehen dem Piloten teilweise die Kontrolle über den Vortrieb. Es entsteht die Drohkulisse, dass die Scuderia-Italia-Hinterbänkler Michele Alboreto und Luca Badoer die einzigen Starter in Montreal sind. Das Verbot wird bis Anfang 1994 aufgeschoben, dann aber durchgesetzt.

#10: Fahren dürfen nur die Hinterbänkler - Sie ist der große Trumpf der Williams-Mannschaft. Doch nicht nur deshalb will die FIA der aktiven Radaufhängung beim Kanada-Grand-Prix 1993 einen Riegel vorschieben. Die fortschrittliche, aber unglaublich kostenintensive Technik wird von den Kommissaren bei der technische Abnahme als Fahrhilfe eingestuft und bei allen Teams für nicht-regelkonform befunden worden. Gleiches gilt für die Autos, die auf eine Traktionskontrolle setzten.Hintergrund: Die Systeme beeinflussen hydraulisch die Aerodynamik respektive entziehen dem Piloten teilweise die Kontrolle über den Vortrieb. Es entsteht die Drohkulisse, dass die Scuderia-Italia-Hinterbänkler Michele Alboreto und Luca Badoer die einzigen Starter in Montreal sind. Das Verbot wird bis Anfang 1994 aufgeschoben, dann aber durchgesetzt.

"Ich würde gerne in der Formel 1 weitermachen, aber wir müssen Kompromisse finden, die es Ferrari ermöglichen, seine DNA in jedem Rennen zu präsentieren. Wenn wir die finden, dann muss Ferrari auch nicht gehen", stellt Marchionne klar. Interessant: Sorgen macht er sich vor allem wegen des neuen Formel-1-Sportchefs Ross Brawn. Dieser versuche, "eine Richtung vorzugeben, die nicht der DNA des Sports entspricht."

"Wir sind ein Teil der Geschichte der Formel 1. Daher wissen wir, was Bullshit ist, und was die Formel 1 ist", findet er klare Worte und erklärt: "Wir müssen versuchen, die Interessen (von Liberty Media; Anm. d. Red.) mit unseren in Einklang zu bringen." Er zeigt sich zuversichtlich, dass das auch "rechtzeitig" gelingen wird, "um den Ausstieg von Ferrari aus der Formel 1 zu verhindern."

Bis 2020 ist Ferrari ohnehin noch an die Formel 1 gebunden. Für die Saison 2018 hat man währenddessen das Präsentationsdatum für das neue Auto bekanntgegeben. Die "Rote Göttin" des Jahres 2018 soll am 22. Februar vorgestellt werden. Wie auch in den vergangenen Jahren wird es sich um einen Online-Launch handeln. Vier Tage später beginnen in Barcelona die Testfahrten für die neuen Saison.


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Re: Ferrari: Drohung kein "Bluff", Präsentationstermin 2018 steht

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 20.12.2017, 15:56

Wie oft denn noch?
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Re: Ferrari: Drohung kein "Bluff", Präsentationstermin 2018 steht

Beitragvon Schramm » 20.12.2017, 16:03

Bei Daimler laufen wahrscheinlich schon 10 Prüfstande mit 4 verschiedenen Motoren rund um die Uhr, während man in Italien auf dem Boden liegt und beleidigt mit der Faust um sich schlägt und schreit: NEIN, ICH WILL NICHT!!!!

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Re: Ferrari: Drohung kein "Bluff", Präsentationstermin 2018 steht

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 20.12.2017, 16:08

Schramm hat geschrieben:Bei Daimler laufen wahrscheinlich schon 10 Prüfstande mit 4 verschiedenen Motoren rund um die Uhr, während man in Italien auf dem Boden liegt und beleidigt mit der Faust um sich schlägt und schreit: NEIN, ICH WILL NICHT!!!!

Das ist schlecht möglich oder wäre zumindest unklug, solange man noch nicht weiß, was es am Ende wird.
Bei diesem Thema ist die letzte Messe noch lange nicht gelesen, es genügt, wenn man das Reglement Ende 2018/Mitte 2019 verabschiedet.
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Re: Ferrari: Drohung kein "Bluff", Präsentationstermin 2018 steht

Beitragvon Osmium » 20.12.2017, 16:29

Ganz ehrlich, mir wäre eine Formel 1 ohne Ferrari lieber, als eine, in der sie sich mit solchen Drohungen einen Fortbestand ihrer Vetorrechte und gigantischen Bonuszahlungen erpressen.

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Re: Ferrari: Drohung kein "Bluff", Präsentationstermin 2018 steht

Beitragvon niehoff » 20.12.2017, 16:47

Dann haut ab.

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Re: Ferrari: Drohung kein "Bluff", Präsentationstermin 2018 steht

Beitragvon LoK-hellscream » 20.12.2017, 16:52

Ferrari steigt sowieso nicht aus, alle Verantwortlichen werden noch kleine Kompromisse eingehen und im Endeffekt kommt dann sowieso ein ähnlicher Motor, wie jetzt schon im Gespräch ist.

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Re: Ferrari: Drohung kein "Bluff", Präsentationstermin 2018 steht

Beitragvon evosenator » 20.12.2017, 17:28

LoK-hellscream hat geschrieben:Ferrari steigt sowieso nicht aus, alle Verantwortlichen werden noch kleine Kompromisse eingehen und im Endeffekt kommt dann sowieso ein ähnlicher Motor, wie jetzt schon im Gespräch ist.


Amen, denn ein Ferrariausstieg kann sich die F1 gar nicht leisten.

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Re: Ferrari: Drohung kein "Bluff", Präsentationstermin 2018 steht

Beitragvon jrsfa » 20.12.2017, 19:21

evosenator hat geschrieben:
LoK-hellscream hat geschrieben:Ferrari steigt sowieso nicht aus, alle Verantwortlichen werden noch kleine Kompromisse eingehen und im Endeffekt kommt dann sowieso ein ähnlicher Motor, wie jetzt schon im Gespräch ist.


Amen, denn ein Ferrariausstieg kann sich die F1 gar nicht leisten.


Hi evo, ich glaube das kann man heute nicht mehr aufrecht halten! Wenn Ferrari Ende 2020 ginge, würde die F1 weiterleben und ich prophezeihe schon Mitte der Saison 2021 würde Ferrari seine Nennung für 2022 abgeben um wieder mitzuspielen.
Die Gleichung F1=Ferrari stimmt schon lange nicht mehr!
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Re: Ferrari: Drohung kein "Bluff", Präsentationstermin 2018 steht

Beitragvon evosenator » 20.12.2017, 19:38

jrsfa hat geschrieben:Die Gleichung F1=Ferrari stimmt schon lange nicht mehr!


Das sehen wir dann, falls Ferrari 2021 nicht mehr dabei ist. Schön für Alle, wenn es so wäre.
Ich behaupte das nicht, weil ich Ferrari Sympathisant bin, aber wer die F1 versteht, weiss, dass eine F1 ohne Ferrari einfach keine Zukunft oder es ganz schwer haben wird.

Ich behaupte mal, dass sämtliche Quoten um mindesten 30% in den Keller sinken würden. Bin mir dann nicht mehr so sicher, ob das die Geldgeber einfach so hinnehmen würden. Ob es Du oder Andere trotzdem noch verfolgen, interessiert Die nämlich nicht.

Ich weiss, dass viele damit Mühe haben, den Ferraristatus in der F1 zu akzeptieren, aber es ist halt nun mal so.
Zuletzt geändert von evosenator am 20.12.2017, 19:44, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Ferrari: Drohung kein "Bluff", Präsentationstermin 2018 steht

Beitragvon Hoto » 20.12.2017, 19:42

reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:Wie oft denn noch?

So lange bis wirklich jeder genervt sagt "dann verpisst euch doch!". Sie sind auf einem guten Weg dahin, wenn er es noch zig mal in den nächsten Wochen/Monaten wiederholt. ;)

Ich zumindest gehöre bereits zu diesen Leuten, die so denken. Nervt nur noch und Erpresser mag Niemand.

Osmium hat geschrieben:Ganz ehrlich, mir wäre eine Formel 1 ohne Ferrari lieber, als eine, in der sie sich mit solchen Drohungen einen Fortbestand ihrer Vetorrechte und gigantischen Bonuszahlungen erpressen.

Und das kommt noch oben drauf.

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Re: Ferrari: Drohung kein "Bluff", Präsentationstermin 2018 steht

Beitragvon KeepFighting123 » 20.12.2017, 20:31

Ich mag die Idee mit der Piratenserie. Das wär cool.

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Re: Ferrari: Drohung kein "Bluff", Präsentationstermin 2018 steht

Beitragvon evosenator » 20.12.2017, 20:45

KeepFighting123 hat geschrieben:Ich mag die Idee mit der Piratenserie. Das wär cool.



Kann gut sein, dass es doch irgendwann mal ne Piratenserie gibt. Ich denke nicht, dass Mercedes oder Renault sich die F1 nachdem möglichen Abgang Ferraris noch antun würden.

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Re: Ferrari: Drohung kein "Bluff", Präsentationstermin 2018 steht

Beitragvon turbocharged » 20.12.2017, 20:59

:cry2: :cry2: :cry2:

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Re: Ferrari: Drohung kein "Bluff", Präsentationstermin 2018 steht

Beitragvon modellmotor » 20.12.2017, 21:23

evosenator hat geschrieben:
LoK-hellscream hat geschrieben:Ferrari steigt sowieso nicht aus, alle Verantwortlichen werden noch kleine Kompromisse eingehen und im Endeffekt kommt dann sowieso ein ähnlicher Motor, wie jetzt schon im Gespräch ist.


Amen, denn ein Ferrariausstieg kann sich die F1 gar nicht leisten.

Signore Marchionne es reicht jetzt ! Sie sind sich offensichtlich dessen,was ein Ausstieg aus der Formel 1 für das Image von Ferrari bedeuten würde nicht bewusst.Obwohl die Scuderia das einzige Team ist , dass ohne Pause von Anfang an dabei ist, würden mir die roten Autos nicht unbedingt fehlen, wenn dadurch die Vielfalt einen Schub erhält.Auf keinen Fall darf es so wie es augenblicklich läuft ewig weitergehen.Im übrigen ist das Argument mit möglicherweise fehlender Ferrari- DNA bei der Verwendung von Gleichteilen in den neuen Antrieben zwecks Kostenreduzierung nicht verständlich.Was heute bei den Serienantrieben Gang und Gäbe ist, wird auch der Formel 1 nicht schaden.
Grüße vom
modellmotor
Edit: Marchionne installiert jetzt die Neuauflage der Participation von Alfa Romeo in der Formel 1 über Sauber. O Ton für die Presse : " Zunächst mit Ferrari-Motoren " Das ganze Theater soll nur für 3 Jahre gelten ? Oder geht dann Ferrari in Alfa Romeo auf ? Mister / Signore Marchionne führt schon damit seine Ausstiegsdrohung ad absurdum.
modellmotor
Zuletzt geändert von modellmotor am 22.12.2017, 20:08, insgesamt 1-mal geändert.


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