"Verträge für Marko": McLaren-Junior schießt gegen Red Bull

Kommentiere hier die aktuellen News aus der Formel 1

Moderator: Mods

Antworten
Redaktion
Weltmeister
Weltmeister
Beiträge: 8721
Registriert: 12.09.2007, 17:33

"Verträge für Marko": McLaren-Junior schießt gegen Red Bull

Beitrag von Redaktion » 13.03.2017, 08:16

Nachwuchstalent Lando Norris schildert, wieso er sich für das McLaren-Programm entschieden hat: Red Bull ist ihm zu unsicher und zu stark auf Helmut Marko fixiert © LAT Lando Norris gilt als eine der heißesten Formel-1-Aktien der Zukunft Die Wahl des richtigen Juniorprogrammes ist Nachwuchstalent Lando Norris nicht wirklich schwergefallen. Der 17-jährige amtierende Champion der Formel Renault 2.0 NEC und des Formel-Renault-2.0-Eurocups gehört seit dieser Saison dem Nachwuchsteam von McLaren-Honda an und könnte sich keinen besseren Partner vorstellen. Zwar hat es laut ihm auch Gespräche mit Red Bull gegeben, doch er habe keine Lust darauf, die Marionette von Helmut Marko zu spielen.

"Bei Red Bull kann alles passieren. Die Verträge scheinen komplett auf Helmut Marko zugeschnitten zu sein, und nicht auf die Fahrer", kann der Brite dem Programm bei 'Motorsport.Radio' nicht viel abgewinnen. Marko hat die Oberhand über die Red-Bull-Junioren und gilt als harter Hund: Wenn ihm ein Fahrer nicht passt, dann ist dieser auch gerne schneller raus, als ihm lieb ist.

Zuletzt hatte die Degradierung von Daniil Kwjat zu Toro Rosso hohe Wellen geschlagen - und genau das ist die Unsicherheit, wegen der sich Norris gegen Red Bull entschieden hat. Zwar gibt er zu, dass es sich aus Red-Bull-Sicht als richtige Wahl entpuppt hat, aber "es sind solche Dinge, die mir nicht die Zuversicht geben. Sie haben viele Fahrer und man könnte einfach zu jedem Zeitpunkt rausgenommen oder irgendwo hingesteckt werden." Fotostrecke: Red-Bull-Junioren in der Formel 1 © xpbimages.com Daniil Kwjat hat noch einmal Glück gehabt: Weil sich seine Leistungen 2016 stabilisierten, darf er seinen Toro-Rosso-Platz behalten. Andere hatten nicht so gute Karten. Von den zwölf Talenten, die die Österreicher bisher in die Formel 1 brachten, sind sieben aus den Renncockpits verschwunden. Wir zeigen ihre Schicksale und die Erfolgsstorys. Dennoch muss der Teenager zugeben, dass das Red-Bull-Programm auch eine gute Wahl sein kann, weil schon zahlreiche Fahrer darüber den Aufstieg in die Formel 1 geschafft haben. "Es gibt eine starke Unterstützung", weiß er. Und dass es funktionieren kann, das hat man mit Sebastian Vettel, Daniel Ricciardo oder eben zuletzt auch Max Verstappen eindrucksvoll bewiesen.

Das habe aber auch McLaren, wirft Norris ein. Mit Kevin Magnussen und Stoffel Vandoorne konnte man jüngst zwei Piloten die Leiter nach oben bringen, Norris könnte einer der nächsten sein. Chancen darauf rechnet sich Norris auf jeden Fall aus, denn neben ihm sind mit den Formel-2-Piloten Nobuharu Matsushita und Nyck de Vries nur zwei weitere Piloten im Programm, und sollte Honda in Zukunft noch weitere Teams mit Motoren ausrüsten, könnten sich weitere Optionen ergeben © xpbimages.com Mercedes parkete seine beiden Junioren zuletzt sogar im selben Team "Es ist ein wenig wie bei Mercedes, die Wehrlein und Ocon bei Manor platziert haben", meint Norris, der 2017 in der Formel-3-Europameisterschaft fahren wird. "Oder es gibt Force India und Williams. Das ist gut für sie, weil es viele Teams gibt, in die man gesetzt werden kann." Ferrari hat dies über Sauber und Marussia (zuletzt Jules Bianchi) auch versucht, doch bei den Roten war Norris skeptisch: "Sie haben nicht gerade die beste Statistik, was den Aufstieg von jungen Fahrern in die Formel 1 angeht. Sie haben ein paar unterstützt, aber niemanden so wirklich hochgebracht."

Von daher ist der Brite glücklich bei McLaren. Das Team könne zudem mit seinen Anlagen, dem Personal und den Ressourcen punkten und sei in Sachen Juniorprogramm besser als alle anderen: "McLaren war die beste Wahl und konnte mir am meisten bieten. Sie haben bessere Dinge gesagt und ich bin zuversichtlich, dass die Bedingungen besser als bei den anderen Teams sind", so Norris. "Bei McLaren ist alles ein wenig freier und einfacher. Es ist das Team, in das ich am meisten Vertrauen habe."
Link zum Newseintrag
Zuletzt geändert von Redaktion am 13.03.2017, 10:27, insgesamt 26-mal geändert.
Grund: EXT TRIGGER

Sportsmann
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 2228
Registriert: 28.11.2016, 00:12
Lieblingsfahrer: Einige
Lieblingsteam: Einige

Re: "Verträge für Marko": McLaren-Junior schießt gegen Red Bull

Beitrag von Sportsmann » 13.03.2017, 11:31

Mclaren Junior erklärt RedBull den Krieg. Bereits 10 Tote
Während eines bereits Monate dauernden Schlagabtauschs gelang es uns Kriegsreportern von F1.de ...Schei ße, Kopf runter, ...Oh mein Gott es hat ....ah ja live.... So ein Junior ...äh dingens, bei dem Stress hier kann man schonmal den Namen vergessen, unten bleiben Jungs .... findet dass total blöd dass eine teure Förderung nicht immer nur gute Seiten hat, ja wahrhaftig voll blöd ey. Die Situation eskalierte nach dem ..., rattatttatat... ja, es ist kein Wunder das das Fahrerlager für heute in Barcelona geräumt werden musste. Hier herrscht nur noch Menschenleere. Schreckliche Szenen, wir hoffen auch weiterhin für sie von Kriegstreibereien...äh Kriegsgeschehen berichten zu können.

ernsthaft gemeint:
So sind Verträge nun schon mal. Allein das Glück zu haben gefördert zu werden muss man schätzen können. Und als Verantwortlicher kann man nicht jeden glücklich machen - ansonsten wäre heute womöglich kein Ricciardo und Verstappen und Sainz bei RedBull, sondern Buemi, Speed, Vergne. Buemi und Vergne halte ich eigentlich für solide Fahrer, so ist es aber nunmal. Magnussen ist angeblich auch nicht gut mit Renault klar gekommen und gegangen (???).

Im Grunde genommen schießt der Junior nicht, er sagt nur - Mclaren find ich besser. Da sind nach Alonsos Rücktritt in wenigen Jahren die Chancen auf einen Startplatz auch besser.

Falls Marko irgendetwas dazu sagen sollte heisst die Überschrift vermutlich: Marko ätzt zurück ...usw. egal was der sagt.
Gesundheitstipp: Nach dem (30s) Händewaschen, wenn ihr vom Kühlen ins Warme kommt, reibt euch Hals, Ohren, Nase warm. (Nachfragen -> PN).
Suche Mäzen/in zur gemeinsamen Weltverbesserung - ebenfalls PN an mich ;)

Benutzeravatar
theCraptain
GP-Sieger
GP-Sieger
Beiträge: 4686
Registriert: 29.04.2016, 14:46
Lieblingsfahrer: Rex Racer, Speed Racer
Wohnort: HB

Re: "Verträge für Marko": McLaren-Junior schießt gegen Red Bull

Beitrag von theCraptain » 13.03.2017, 14:01

Sportsmann hat geschrieben: .
.
.
Falls Marko irgendetwas dazu sagen sollte heisst die Überschrift vermutlich: Marko ätzt zurück ...usw. egal was der sagt.
"Marko schiesst zurück...."
"Marko zündet Bombe..."
"Marko befiehlt grossflächiges Bombardement"
https://www.auto-motor-und-sport.de/for ... toren-hat/
Sebastian Vettel Sochi 2019: "Wir brauchen wieder *** V12-Motoren"

Benutzeravatar
reiskocher_gtr_specv
Formel1.de-Legende
Formel1.de-Legende
Beiträge: 26570
Registriert: 07.06.2012, 14:19

Re: "Verträge für Marko": McLaren-Junior schießt gegen Red Bull

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 13.03.2017, 15:13

Der will ja nur nicht eingezogen werden ^^
Bild

Benutzeravatar
Argestes
Formel1.de-Legende
Formel1.de-Legende
Beiträge: 23995
Registriert: 23.03.2005, 17:51

Re: "Verträge für Marko": McLaren-Junior schießt gegen Red Bull

Beitrag von Argestes » 14.03.2017, 19:10

"Sie haben viele Fahrer und man könnte einfach zu jedem Zeitpunkt rausgenommen oder irgendwo hingesteckt werden."
Konkurrenz darf man nicht scheuen, wenn man eine große Chance bekommt.

Und zumindest hat ja Kvyat noch ein Cockpit bei Toro Rosso bekommen. Während Magnussen bei Mclaren...

Na gut, nach den Testfahrten muss man sich eine Entscheidung für Mclaren eben doch ein wenig schön reden.
Ich meine das ernst.
Ich bin eben so blöd.

Benutzeravatar
scott 90
Rennsportlegende
Rennsportlegende
Beiträge: 16646
Registriert: 01.11.2010, 17:39
Wohnort: So weit im Süden-schon fast wieder im Norden

Re: "Verträge für Marko": McLaren-Junior schießt gegen Red Bull

Beitrag von scott 90 » 14.03.2017, 23:52

Argestes hat geschrieben:
"Sie haben viele Fahrer und man könnte einfach zu jedem Zeitpunkt rausgenommen oder irgendwo hingesteckt werden."
Konkurrenz darf man nicht scheuen, wenn man eine große Chance bekommt.

Und zumindest hat ja Kvyat noch ein Cockpit bei Toro Rosso bekommen. Während Magnussen bei Mclaren...

Na gut, nach den Testfahrten muss man sich eine Entscheidung für Mclaren eben doch ein wenig schön reden.
Da Rennfahrer auch immer sehr selbstbewusst sind scheuen sie mit Sicherheit auch nicht die Konkurrenz an sich, doch insgeheim erweckt es schon den Eindruck als wären die Nachwuchsfahrer auch nachdenklich und fragen sich, was passiert mit mir wenn es mal nicht so läuft?

Da sich das Red Bull Programm in der Vergangenheit vor allem durch harte Entscheidungen hervor getan hat, könnte man da schon auch von einem Imageproblem sprechen. Denn gefühlt kümmern sich Ferrari, Mclaren/Honda, Mercedes oder Renault besser um ihre Fahrer und haben dann auch schon mal länger Geduld bzw. lassen einen nicht gänzlich fallen.

Der Realität entspricht dies nicht unbedingt, zwar wird aus Marko keiner mehr der nach außen als "Kümmerer" rüberkommt und man kann ihm auch Willkür unterstellen, doch am Ende erscheint man doch längst nicht mehr knallhart wie vielleicht früher.
Bei da Costa war man in der ersten DTM Saison weiter als Sponsor auf dem Auto vertreten und auch Gasly bekam wieder zwei Jahre GP2 sowie jetzt die Super Formula mehr oder weniger finanziert.
Da haben die zwei Buemi etwas vorraus, denn er war bei Red Bull nur (damals vielleicht eher immerhin) noch dritter Fahrer.

Nun hat das alles aber auch wenig mit Romantik zu tun, denn man hatte immer auch gute Gründe so zu handeln, auch bei Kvyat, denn wenn man ihn zwar schlechter als Verstappen einschätzt aber besser als Gasly, warum ihn nicht im Toro Rosso belassen.

So gesehen erscheint es einem aber trotzdem so, als wolle man sich bei Red Bull etwas anders präsentieren während McLaren Magnussen fallen ließ und Ferrari Marciello.
Auf der anderen Seite hadert vielleicht ein Alex Lynn oder ein Hülkenberg ob es wirklich gut war dem Red Bull Programm den Rücken zu kehren bzw. abzusagen (wobei man nicht so genau weiß wie das ablief).

Grundsätzlich bleibt es aber dabei, wenn man Wert legt auf Selbstbestimmung, dann ist das Red Bull nicht die richtige Option, ebenso wenn man nicht zwingend auf die Förderung angewiesen ist, denn je nach Zeitpunkt in der Karriere ist das Risiko rauszufliegen womöglich zu groß.
Und bei Norris ist das der Fall, denn obwohl er schon einiges gewonnen hat, ist er noch ziemlich weit weg von der F1, womit ihn die Leistung von McLaren am Ende auch wenig jucken sollte.

Denn in der F3 EM muss er jetzt auch erstmal weiter liefern, wenn ihm dies gelingt und ihm Red Bull ein besseres Angebot macht kann er sich die Sache ja nochmal überlegen^^
Die Sache ist schlussendlich gar nicht so schwer, sollte er Erfolg haben und Titel gewinnen dann hat er es egal wo nicht sehr schwer. Nur müsste man das am besten schon vorher wissen XP
Bild
RIP #77DW #17JB #25JW

Benutzeravatar
Argestes
Formel1.de-Legende
Formel1.de-Legende
Beiträge: 23995
Registriert: 23.03.2005, 17:51

Re: "Verträge für Marko": McLaren-Junior schießt gegen Red Bull

Beitrag von Argestes » 15.03.2017, 11:03

scott 90 hat geschrieben:Denn gefühlt kümmern sich Ferrari, Mclaren/Honda, Mercedes oder Renault besser um ihre Fahrer und haben dann auch schon mal länger Geduld bzw. lassen einen nicht gänzlich fallen.
Also das Gefühl kommt bei mir nicht wirklich auf.

Red Bull setzt seine Nachwuchspiloten hartem Wettbewerb aus, was auch absolut nachvollziehbar ist. Ob der Druck jetzt aus den eigenen Reihen kommt, oder von der Konkurrenz, ist ja letzten Endes egal. Nur gibt's hier den direkten Vergleich ohne Ausreden.

Andere Förderprogramme scheinen vielleicht zunächst mehr Zeit zur Entwicklung zuzugestehen, aber sie bieten keine vergleichbaren Chancen.
Im Mercedes sitzt kein geförderter Nachwuchsfahrer, sondern Bottas. Währenddessen muss Wehrlein vom nicht mehr vorhandenen schwächsten Team der Vorsaison zum zweitschwächsten wechseln.
Bei Ferrari fahren Leute, die anderswo zu Stars wurden und der letzte Nachwuchsfahrer, bei dem man jetzt so tut, als wäre er nahezu sicher befördert worden, verstarb, ehe eine Entscheidung getroffen werden musste. Zu dem Zeitpunkt saß er in einem Auto am Ende des Feldes.
Renault fährt mit Palmer, der wie ein Platzhalter wirkt und hat sich gerade Hülkenberg geholt. Kein selbst geförderter Nachwuchspilot. Der nimmt den Platz von Magnussen ein, der auch aus einem anderen Förderprogramm kam.
Und Mclaren hat jetzt halt Vandoorne, aber man muss mal schauen, wie viel Zeit der bekommt und ob nach Ron Dennis' Abgang ein anderer Eindruck entsteht, als der zuletzt gewonnene. Die jungen Fahrer haben dort kaum Zeit bekommen. Der letzte Mclaren-Nachwuchsfahrer, der den Durchbruch geschafft hat, war Hamilton und der ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie viel Leistung verlangt wurde und wie sehr zugleich seine persönliche Entwicklung den Wünschen des Teams unterzuordnen war.

Mehr Geduld herrscht anderswo doch nur, bis man dann wirklich eine Chance bekommt, falls man sie überhaupt erhält. Wenn es dann passiert, dann ist man auch nicht in einer geschützteren Umgebung, als bei den Bullen.
Bei denen wiederum weiß man, dass man eine Chance erhält, aber auch von Beginn an abliefern muss. Etwas, was sich eigentlich jeder junge Fahrer zutraut.

Aktuell spricht doch gegen Red Bull höchstens die Leistung von Verstappen und Ricciardo, die die Frage aufwirft, wann die nächste Chance auf eine Beförderung ins Nr.1-Team kommt. Da mag dann Mclaren interessanter wirken, weil Alonso nicht mehr ewig fahren wird und auch Buttons mögliche Rückkehr ein Ablaufdatum hat. Aber mal ehrlich, wenn die wieder zu den Topteams stoßen sollten, dann steht jeder Nachwuchsfahrer auch wieder in Konkurrenz zu den etablierten Topfahrern.

Ich bin mir sicher, Verstappen wäre heute bei keinem anderen Förderprogramm GP-Sieger. Der würde noch beobachtet und säße nicht im Topauto.
Und ob Kvyat bei Mclaren, Mercedes oder Ferrari ins Topauto gekommen wäre, bzw. ob er nach den Ereignissen, die zu seiner Degradierung führten, noch ein Cockpit hätte, ist auch fraglich.

Die Ergebnisse der Wintertests würde ich zudem nicht einfach übersehen. Klar sagen die Nichts darüber aus, wie Mclaren da steht wenn Norris bereit für den Schritt in die F1 ist. Aber der hätte sich nicht für dieses Programm entschieden, wenn er darin nicht den Weg zu einem Topauto sehen würde und da nun wieder die Steigerung auszubleiben scheint und Harmonie zwischen Mclaren und Honda nicht zu erkennen ist, gerät sicher auch er ins Grübeln, ob er richtig gewählt hat. Als braver Junge wird er aber sicher vor keinem Mikrofon und keiner Kamera einen Zweifel daran lassen, dass er felsenfest davon überzeugt ist, genau am richtigen Ort zu sein.
Ich meine das ernst.
Ich bin eben so blöd.

Antworten