Formel-1-Ausstieg: Ecclestone versteht Red Bulls Ärger

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Formel-1-Ausstieg: Ecclestone versteht Red Bulls Ärger

Beitrag von Redaktion » 16.03.2015, 14:52

Bernie Ecclestone zeigt Verständnis für die Ausstiegsgedanken von Red Bull aus der Formel 1 und fordert die FIA auf, das Mercedes-Team einzubremsen © xpb.cc Dietrich Mateschitz wird von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone sehr geschätzt (Motorsport-Total.com) - Grand-Prix-Promoter Bernie Ecclestone kann verstehen, dass Red Bull momentan ernsthaft über einen Ausstieg aus der Formel 1 nachdenkt. Nach der erneuten Mercedes-Dominanz beim Saisonauftakt 2015 in Melbourne hatte Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko angedeutet: "Es gibt das Risiko, dass Herr Mateschitz seine Formel-1-Leidenschaft verliert."Red Bull stört sich nicht nur an der (vor allem motorischen) Überlegenheit von Mercedes und den Problemen mit dem eigenen Antriebspartner Renault, sondern vor allem auch daran, dass Renault aufgrund des komplizierten Token-Reglements nur bedingt dazu in der Lage ist, den technischen Rückstand aufzuholen. Auch das Reglement insgesamt mit V6-Hybrid-Turbomotoren und engen Restriktionen im Chassisbereich passt dem Energydrink-Hersteller nicht ins Konzept. Stattdessen solle man wieder Kreativität fordern und etwa teure Testläufe im Windkanal komplett verbieten.Vor allem aber wünscht sich Teamchef Christian Horner einen gleichmachenden Mechanismus, damit ein Rennstall wie Mercedes nicht allen davonfahren kann. Schließlich seien in der Vergangenheit auch Innovationen wie etwa der Doppeldiffusor verboten worden, bei denen Red Bull einen Wettbewerbsvorteil hatte. Ecclestone zeigt für diese Kritik an der Formel 1 Verständnis: "Sie haben damit zu 100 Prozent recht", sagt er gegenüber 'Reuters'.Der frühere FIA-Präsident Max Mosley habe eine Regel eingeführt, die man jetzt anwenden müsse: "Wenn ein bestimmtes Team oder ein bestimmter Motorenhersteller etwas Magisches findet, wie es jetzt bei Mercedes der Fall ist, dann kann die FIA ausgleichend eingreifen. Wir hätten den Mercedes-Motor einfrieren und allen anderen erlauben sollen, zu tun, was sie wollen, damit sie aufholen können. Wir sollten die FIA darin unterstützen, solche Änderungen zuzulassen."Ecclestone erkennt die hervorragende Leistung der Mercedes-Ingenieure an, fürchtet aber, dass die Dominanz der Silberpfeile der Produkt Formel 1 schadet. Ob das rechtfertigt, Mercedes gezielt einzubremsen, sei dahingestellt - in Stuttgart, Brackley und Brixworth wird dieser Vorschlag sicher nicht auf offene Ohren stoßen. Andererseits würde es Ecclestone bitter schmerzen, mit Red Bull einen der besten Partner der vergangenen Jahre zu verlieren. Und die Gefahr besteht. Fotostrecke: F1 Backstage: Melbourne © Fernando Alonso (Twitter) Er ist der große Abwesende beim Saisonauftakt: Fernando Alonso spart sich den Flug nach Australien und bringt sich stattdessen in seiner Wahlheimat Dubai für Malaysia in Schuss. Sein Testunfall bleibt rätselhaft. Und Ron Dennis sagt trotz McLaren-Krise in Melbourne: "Fernando hat mir viele SMS geschrieben. Er freut sich auf die Herausforderung." Vielleicht war der Spanier aber insgeheim ganz froh, dass er sich das Rennen mit der McLaren-Honda-Gurke nicht antun musste. Beim B-Team Toro Rosso war kürzlich schon eine Renault-Delegation zur Werksbesichtigung, und das A-Team Red Bull hat Dietrich Mateschitz laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' für rund 300 Millionen Euro Audi angeboten. "Wer weiß, ob sie aussteigen werden?", sagt Ecclestone. "Dietrich ist ein Sportsmann. Ich glaube nicht, dass er aufhört, weil er besiegt wird. Viel wahrscheinlicher wäre ein Ausstieg, wenn er gewinnen würde."Per Concorde-Vertrag ist Red Bull bis Ende 2020 zur Teilnahme an der Formel 1 verpflichtet. Dies kann jedoch umgangen werden, wenn das Team verkauft und unter neuen Eigentümern weiterbetrieben wird. Bei Audi sieht es derzeit aber nicht so aus, als würde man die von Stefano Domenicali ausgearbeitete Machbarkeitsstudie zum Thema Formel 1 umsetzen. Volkswagen-Konzernchef Ferdinand Piëch steht dem Grand-Prix-Sport weiterhin skeptisch gegenüber.
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Re: Formel-1-Ausstieg: Ecclestone versteht Red Bulls Ärger

Beitrag von Zed Yago » 16.03.2015, 15:11

Ja, der gute Bernie. Der wünscht sich doch gar keinen freien Wettbewerb.
Und Ecclestone ist auch die Antwort auf die Frage aus einem anderen Thread hier:
http://www.formel1.de/news/business/201 ... m-sinkflug

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Re: Formel-1-Ausstieg: Ecclestone versteht Red Bulls Ärger

Beitrag von plastikschaufel » 16.03.2015, 15:19

Mich kotzt das auch an. Ich weiß, dass die Saison grottenlangweilig wird. Trotzdem werde ich als großer Fan jedes Rennen gucken wenn möglich.

Aber ein nicht so eingefleischter Fan, der seit Jahren dabei ist, wieso soll er sich das angucken? Viele denken schon, dass es langweilig ist, wenn ein Team alles gewinnt, den anderen wird zu wenig gekämpft, Fahrer gehen oft kein Risiko ein, da viel zu viel taktisches Gehabe drin steckt. Die werden doch nach wie vor zu 90% aus der Box gesteuert.

Da muss echt mehr Action her.

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Re: Formel-1-Ausstieg: Ecclestone versteht Red Bulls Ärger

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 16.03.2015, 15:26

"Wenn ein bestimmtes Team oder ein bestimmter Motorenhersteller etwas Magisches findet, wie es jetzt bei Mercedes der Fall ist, dann kann die FIA ausgleichend eingreifen. Wir hätten den Mercedes-Motor einfrieren und allen anderen erlauben sollen, zu tun, was sie wollen, damit sie aufholen können. Wir sollten die FIA darin unterstützen, solche Änderungen zuzulassen."
Balance of power nach Bernie-Art.
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Re: Formel-1-Ausstieg: Ecclestone versteht Red Bulls Ärger

Beitrag von Zed Yago » 16.03.2015, 15:38

Die Lösung ist doch ganz einfach:

Zusatzgewichte für den ersten, zweiten und dritten fürs nächste Rennen.

Dann klappt´s auch mit dem Zuschauerschwund besser. Der geht dann noch schneller :lol:

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Re: Formel-1-Ausstieg: Ecclestone versteht Red Bulls Ärger

Beitrag von Typ17 GTI » 16.03.2015, 15:40

Was will man da machen? Durchflußmenge begrenzen oder nur noch 80Liter Sprit mitgeben? Langsam wird es immer lächerlicher, dieses Eingreifen ins Kräfteverhältnis oder künstliche Spannungserzeuger. :thumbs_down:

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Re: Formel-1-Ausstieg: Ecclestone versteht Red Bulls Ärger

Beitrag von SchumiÄra » 16.03.2015, 15:58

So ist es eben mahl, alles nur ein Zirkus :thumbs_down: und umso mehr Menschen es durchschauen, umso weniger Zuschauer.
Genauso wie im Fußball, es ist kein Zufall wer WM wird, war es auch nicht in 2014…

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Re: Formel-1-Ausstieg: Ecclestone versteht Red Bulls Ärger

Beitrag von Googlhupf » 16.03.2015, 15:58

Das wird die traurigste und totlangweiligste Saison aller Zeiten. Solang nicht mal Mercedes seine Fahrer frei fahren lässt, sehen wir jetzt noch gut 19 Australien GPs.

Versteht mich nicht falsch, ich gönn es Mercedes von Herzen, aber RedBull hat man auch immer und immer wieder eingebremst, das gleiche gilt für Ferrari während der MSC-Dynastie (nur hat es da nicht so funktioniert, wie sie wollten) und jetzt wäre dann wohl auch mal Mercedes dran. Selbst wenn die Silbernen dann mit Ausstieg drohen, von mir aus, lieber ein Team als alle. :facepalm:

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Re: Formel-1-Ausstieg: Ecclestone versteht Red Bulls Ärger

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 16.03.2015, 16:03

Typ17 GTI hat geschrieben:Was will man da machen? Durchflußmenge begrenzen oder nur noch 80Liter Sprit mitgeben? Langsam wird es immer lächerlicher, dieses Eingreifen ins Kräfteverhältnis oder künstliche Spannungserzeuger. :thumbs_down:
Steht doch da, man friert die Merc-PU einfach ein und lässt die anderen Hersteller ohne Begrenzung weiterentwickeln.
Williams und die übrigen Kundenteams freut das natürlich ungemein und die sind ja auch sooo überlegen.

Einfach (mal wieder) nicht zu Ende gedacht.
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Re: Formel-1-Ausstieg: Ecclestone versteht Red Bulls Ärger

Beitrag von Shogun » 16.03.2015, 16:04

Googlhupf hat geschrieben:Das wird die traurigste und totlangweiligste Saison aller Zeiten. Solang nicht mal Mercedes seine Fahrer frei fahren lässt, sehen wir jetzt noch gut 19 Australien GPs.

Versteht mich nicht falsch, ich gönn es Mercedes von Herzen, aber RedBull hat man auch immer und immer wieder eingebremst, das gleiche gilt für Ferrari während der MSC-Dynastie (nur hat es da nicht so funktioniert, wie sie wollten) und jetzt wäre dann wohl auch mal Mercedes dran. Selbst wenn die Silbernen dann mit Ausstieg drohen, von mir aus, lieber ein Team als alle. :facepalm:
Schlimmer als 2004 kann es auch nicht werden.

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Re: Formel-1-Ausstieg: Ecclestone versteht Red Bulls Ärger

Beitrag von moinemann » 16.03.2015, 16:07

Eine Farce ist das ganze. Ich bin bei Gott kein Red Bull Fan und mir geht der Herr Marko wirklich massiv auf den Sack - vom Bernie ganz zu schweigen...

Aber wenn die beiden Helden Recht haben, haben sie Recht. Mercedes hat einen tollen Job gemacht, gar keine Frage und die Saison wird sich auch nichts mehr ändern, jedoch für 2016 wäre es gut, Mercedes in irgendeiner Form etwas einzubremsen. Wenn alls GPs so werden wie Australien, na dann sag ich nur gute Nacht Formel 1...
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Re: Formel-1-Ausstieg: Ecclestone versteht Red Bulls Ärger

Beitrag von Ajantis » 16.03.2015, 16:07

SchumiÄra hat geschrieben:So ist es eben mahl, alles nur ein Zirkus :thumbs_down: und umso mehr Menschen es durchschauen, umso weniger Zuschauer.
Genauso wie im Fußball, es ist kein Zufall wer WM wird, war es auch nicht in 2014…
genau :rotate: :rotate: :rotate: :rotate: :rotate:
Einen verschwörungstheoretiker haben wir jetzt hier noch gebaucht.

Mal als kleiner tipp, wenn die übermächtigen illuminati, das alles so schön steuern könnten, wären die Abstände dann letzte Saison nicht wesentlich keiner? Wäre das nicht für ausnahmslos ALLE die an diesem Sport Geld verdienen und/oder Spass haben besser? Oder wollen die Illuminaten die F1 zerstören? oh mein gott ich hab angst :surprised:

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Re: Formel-1-Ausstieg: Ecclestone versteht Red Bulls Ärger

Beitrag von SchumiÄra » 16.03.2015, 16:13

Ajantis hat geschrieben:
SchumiÄra hat geschrieben:So ist es eben mahl, alles nur ein Zirkus :thumbs_down: und umso mehr Menschen es durchschauen, umso weniger Zuschauer.
Genauso wie im Fußball, es ist kein Zufall wer WM wird, war es auch nicht in 2014…
genau :rotate: :rotate: :rotate: :rotate: :rotate:
Einen verschwörungstheoretiker haben wir jetzt hier noch gebaucht.

Mal als kleiner tipp, wenn die übermächtigen illuminati, das alles so schön steuern könnten, wären die Abstände dann letzte Saison nicht wesentlich keiner? Wäre das nicht für ausnahmslos ALLE die an diesem Sport Geld verdienen und/oder Spass haben besser? Oder wollen die Illuminaten die F1 zerstören? oh mein gott ich hab angst :surprised:
Also, die Begrifflichkeiten dazu hast Du Dir jetzt einfallen lassen, aber Recht hast Du schon, etwas spannender hätte man das gestalten können.
Fakt ist aber auch eines, es gibt Teams welche mehr bzw. weniger Einfluss haben, was sicher auch eine Rolle dabei spielt.

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Re: Formel-1-Ausstieg: Ecclestone versteht Red Bulls Ärger

Beitrag von Typ17 GTI » 16.03.2015, 16:14

reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:
Typ17 GTI hat geschrieben:Was will man da machen? Durchflußmenge begrenzen oder nur noch 80Liter Sprit mitgeben? Langsam wird es immer lächerlicher, dieses Eingreifen ins Kräfteverhältnis oder künstliche Spannungserzeuger. :thumbs_down:
Steht doch da, man friert die Merc-PU einfach ein und lässt die anderen Hersteller ohne Begrenzung weiterentwickeln.
Williams und die übrigen Kundenteams freut das natürlich ungemein und die sind ja auch sooo überlegen.

Einfach (mal wieder) nicht zu Ende gedacht.
Bis Ferrari oder hauptsächlich Renault das Niveau der Mercedes-Motoren erreichen, kann aber auch eine ganze Weile vergehen. Wenn man sieht, daß Porsche beim 919 auch ein halbes Jahr gebraucht hat um eine neue Kurbelwelle zu entwicken, als nach Testfahrten Vibrationen aufgetreten sind.
Außerdem weiß man gar nicht, wo der Vorteil des Mercedes überhaupt ist.

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Re: Formel-1-Ausstieg: Ecclestone versteht Red Bulls Ärger

Beitrag von moinemann » 16.03.2015, 16:18

Typ17 GTI hat geschrieben:
Bis Ferrari oder hauptsächlich Renault das Niveau der Mercedes-Motoren erreichen, kann aber auch eine ganze Weile vergehen. Wenn man sieht, daß Porsche beim 919 auch ein halbes Jahr gebraucht hat um eine neue Kurbelwelle zu entwicken, als nach Testfahrten Vibrationen aufgetreten sind.
Außerdem weiß man gar nicht, wo der Vorteil des Mercedes überhaupt ist.
Also ich bin mir sicher, dass die Herren der FIA, die alle Motoren abnehmen und Einblick in alle Daten haben sehr genau wissen, wo der Vorteil von Mercedes liegt...
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