Hamilton kritisiert britische Ex-Fahrer, die nicht für ihn sind

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Argestes
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Re: Hamilton kritisiert Landsmänner, die nicht für ihn sind

Beitrag von Argestes » 04.11.2014, 14:02

Ich glaube niemandem hier, dass er wirklich so frei davon ist, Leute nach der Nationalität zu beurteilen auf internationaler Ebene einem Landsmann etwas anders gegenüber zu treten, als anderen Leuten und davon beeinflusst zu werden, ob ein Sportler diese oder jene Nationalität hat.

Das legt man nicht so einfach ab. Das ist auch gar nicht so verwerflich, wie manche hier tun. Auch wenn man, historisch bedingt, schon mit dem Gefühl aufwächst, man müsse sich daür schämen, wenn man als Deutscher oder Österreicher Patriotismus empfindet.

Ich kann Hamilton verstehen, auch wenn er sich leider wieder mal nicht besonders wortgewandt ausdrückt und etwas weinerlich rüber kommt.
Es freut sich doch jeder, wenn er nach einer Reise wieder heim kommt. Dorthin, wo alles vertraut ist, wo er die Leute versteht, wo man weiß, wie die Menschen ticken. Klar wünscht man sich dass diese Leute einen unterstützen. Aber man muss eben auch mit den anderen Meinungen umgehen können.

Das muss er vielleicht noch lernen. Es mag auch nicht jeder Spanier Alonso und Vettel wird in Deutschland von vielen Leuten kritisiert. Ist halt so.
Und wenn Lewis mal 60 ist und ein junger Brite steht im Licht der Öffentlichkeit, dann unterstützt er den hoffentlich auch nicht nur weil es ein Landsmann ist, unabhängig von seinem Auftreten und seinen Ansichten. Dann blickt er vielleicht zurück und versteht besser, warum ihn nicht jeder liebt.
Darkpoodlez hat geschrieben:
Redaktion hat geschrieben:"Warum wollt ihr mich nicht unterstützen, wir haben doch die gleiche Herkunft?"

Ich möchte sehen, wie der nächste Brite seinen Weg geht
Schade, dass es immer noch Leute gibt, die Nationalität benutzen, um sich von anderen zu separieren und in denen etwas anderes sehen als in Leuten die eine andere Nationalität haben. Aber so kennen wir die Briten, europafreundlich sind sie ja eher nicht. :lol:
Mhm. Man sollte also nur Individuen unterschiedlicher Nationalität sehen, aber man kann ruhig mal alle Briten in einen Topf werfen, weil es Briten sind...
Ich meine das ernst.
Ich bin eben so blöd.

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JPM_F1
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Re: Hamilton kritisiert Landsmänner, die nicht für ihn sind

Beitrag von JPM_F1 » 04.11.2014, 14:03

Fernastian Vettonso hat geschrieben:Top Fahrer, aber geistig zurückgeblieben.
so drastisch hätt ichs ja nicht gesagt, aber langsam glaube ich, bei 16 war schluss bei ihm :lol:

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Darkpoodlez
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Re: Hamilton kritisiert Landsmänner, die nicht für ihn sind

Beitrag von Darkpoodlez » 04.11.2014, 14:08

Argestes hat geschrieben:Ich glaube niemandem hier, dass er wirklich so frei davon ist, Leute nach der Nationalität zu beurteilen auf internationaler Ebene einem Landsmann etwas anders gegenüber zu treten, als anderen Leuten und davon beeinflusst zu werden, ob ein Sportler diese oder jene Nationalität hat.

Das legt man nicht so einfach ab. Das ist auch gar nicht so verwerflich, wie manche hier tun. Auch wenn man, historisch bedingt, schon mit dem Gefühl aufwächst, man müsse sich daür schämen, wenn man als Deutscher oder Österreicher Patriotismus empfindet.

Ich kann Hamilton verstehen, auch wenn er sich leider wieder mal nicht besonders wortgewandt ausdrückt und etwas weinerlich rüber kommt.
Es freut sich doch jeder, wenn er nach einer Reise wieder heim kommt. Dorthin, wo alles vertraut ist, wo er die Leute versteht, wo man weiß, wie die Menschen ticken. Klar wünscht man sich dass diese Leute einen unterstützen. Aber man muss eben auch mit den anderen Meinungen umgehen können.

Das muss er vielleicht noch lernen. Es mag auch nicht jeder Spanier Alonso und Vettel wird in Deutschland von vielen Leuten kritisiert. Ist halt so.
Und wenn Lewis mal 60 ist und ein junger Brite steht im Licht der Öffentlichkeit, dann unterstützt er den hoffentlich auch nicht nur weil es ein Landsmann ist, unabhängig von seinem Auftreten und seinen Ansichten. Dann blickt er vielleicht zurück und versteht besser, warum ihn nicht jeder liebt.
Darkpoodlez hat geschrieben:
Redaktion hat geschrieben:"Warum wollt ihr mich nicht unterstützen, wir haben doch die gleiche Herkunft?"

Ich möchte sehen, wie der nächste Brite seinen Weg geht
Schade, dass es immer noch Leute gibt, die Nationalität benutzen, um sich von anderen zu separieren und in denen etwas anderes sehen als in Leuten die eine andere Nationalität haben. Aber so kennen wir die Briten, europafreundlich sind sie ja eher nicht. :lol:
Mhm. Man sollte also nur Individuen unterschiedlicher Nationalität sehen, aber man kann ruhig mal alle Briten in einen Topf werfen, weil es Briten sind...
Zum Einen war es durch den Smiley nicht wirklich ernst gemeint, zum Anderen auf die Regierung bezogen. Wenn du dir ansiehst wie Cameron gegen Ausländer wettert (will ALG und Sozialwohnungen nicht an Ausländer abgegen, vor allem nicht an die aus den ärmeren EU Staaten wie Rumanien oder Bulgarien), in Sachen EU überhaupt nicht mitspielt und am liebsten wieder aus der EU raus wollen würde, dann würdest du meinen Kommentar vielleicht verstehen.
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Re: Hamilton kritisiert Landsmänner, die nicht für ihn sind

Beitrag von Vaastdreiwer » 04.11.2014, 14:12

JPM_F1 hat geschrieben:
Fernastian Vettonso hat geschrieben:Top Fahrer, aber geistig zurückgeblieben.
so drastisch hätt ichs ja nicht gesagt, aber langsam glaube ich, bei 16 war schluss bei ihm :lol:
Also wenn ich mich an so manch anderen Spruch von ihm zurückerinnere (Geld drucken gegen den Welthunger), ist das schon eine ziemliche Beleidigung für die meisten 16-Jährigen.
Mingo hat geschrieben:Ihr müsst ja alle die absoluten Intelligenzbestien sein
Ja schon. Gut, kein zweiter Einstein, aber ich bin mit meinem IQ im Bereich 130-135 ganz zufrieden. IQ schützt übrigens nicht davor, ein Ars**loch zu sein.
Mingo hat geschrieben:dass ihr es euch erlaubt über einen Menschen solche abwertenden Kommentare abzugeben wegen einer Aussage die sowieso von der Presse wieder völlig verdreht wiedergegeben wurde
Laut Originalinterview hat er das ziemlich genau so abgelassen, wie es hier auch stand.
Mingo hat geschrieben:Schaut ihr eigentlich ab und zu auch in den Spiegel :eh:
Ja. Und? Meinst Du etwa, ich produziere genauso viel verbalen Schrott wie Hamilton? Also wenn Du mir das vorwerfen willst: Schaust Du eigentlich ab und zu auch in den Spiegel?!?
Wenn die anderen nach Hause gehen und sich das Auto in den Pool hängen, sind wir noch da, arbeiten an unseren Eiern und versuchen, noch mehr herauszuquetschen

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Re: Hamilton kritisiert Landsmänner, die nicht für ihn sind

Beitrag von toddquinlan » 04.11.2014, 14:18

kaum den Manager gefeuert, und schon geht es los :lol:

Hollywood Hamilton wird 2015 noch ganz gross aufdrehen

Plauze
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Re: Hamilton kritisiert Landsmänner, die nicht für ihn sind

Beitrag von Plauze » 04.11.2014, 14:19

Argestes hat geschrieben:Ich glaube niemandem hier, dass er wirklich so frei davon ist, Leute nach der Nationalität zu beurteilen auf internationaler Ebene einem Landsmann etwas anders gegenüber zu treten, als anderen Leuten und davon beeinflusst zu werden, ob ein Sportler diese oder jene Nationalität hat.

Das legt man nicht so einfach ab. Das ist auch gar nicht so verwerflich, wie manche hier tun. Auch wenn man, historisch bedingt, schon mit dem Gefühl aufwächst, man müsse sich daür schämen, wenn man als Deutscher oder Österreicher Patriotismus empfindet.
Doch. Das legt man so einfach ab. Für mich gilt das zumindest. Zumindest in einer Sportart, in der die eigenen Kenntnisse weit genug reichen, um darin antretende Sportler nach anderen Kriterien oder auch ggf. einfach nach allgemeiner Sympathie zu beurteilen.

Für Patriotismus muss man sich nicht schämen. Habe ich auch als Deutscher noch nie so empfunden. Für blinden, andere Nationen herabwürdigenden und aggressiven Patriotismus hingegen schon, aber nicht aufgrund der deutschen Geschichte, sondern aufgrund der Dummheit seiner Vertreter, die es heute leider immer noch gibt.
Die Begeisterung für bzw. das besondere Verhältnis zu Sportlern des eigenen Landes wird davon natürlich nicht zwingend berührt, ist aber bei weitem nicht so naturgegeben wie von dir suggeriert, wenn du sagst, dass niemand frei davon ist.
Kennt ihr die Geschichte von der Gemeindeschwester und der Kuh?

Vaastdreiwer
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Re: Hamilton kritisiert Landsmänner, die nicht für ihn sind

Beitrag von Vaastdreiwer » 04.11.2014, 14:21

Plauze hat geschrieben:Für Patriotismus muss man sich nicht schämen. Habe ich auch als Deutscher noch nie so empfunden. Für blinden, andere Nationen herabwürdigenden und aggressiven Patriotismus hingegen schon, aber nicht aufgrund der deutschen Geschichte, sondern aufgrund der Dummheit seiner Vertreter, die es heute leider immer noch gibt.
+1...ach, was schreib ich... +20
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Re: Hamilton kritisiert Landsmänner, die nicht für ihn sind

Beitrag von pilimen » 04.11.2014, 14:25

Ich finde es sehr interessant zu beobachten, wie hier einige Menschen über die Intelligenz anderer lustig machen, dabei aber selbst nicht genug Intelligenz haben, um über solche Dinge überhaupt urteilen zu können.

Der Kerl ist vielleicht nicht der intelligenteste (was die meisten von uns ebenfalls nicht sind) - alleine schon, weil er nicht immer aufpasst was er so in einem Interview erläutert. Aber er ist intelligent genug, um in einer Position zu sein, in der er Interviewt wird und zig Tausend Menschen über ihn lesen und urteilen. Davon seid ihr alle meilenweit entfernt, verdient ein Bruchteil von ihm und lacht ihn für Dinge aus, in denen ihr anscheinend kein deut besser seid.

Da merkt man sehr gut, wie sich einige verzweifelte Seelen eine Masse brauchen um sich überhaupt spüren zu können. :wink2:
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Re: Hamilton kritisiert Landsmänner, die nicht für ihn sind

Beitrag von Nebur » 04.11.2014, 14:31

Vaastdreiwer hat geschrieben:
Nebur hat geschrieben:Ich werde diesen ganzen Nationalstolz Ding sowieso nicht ganz verstehen. Warum soll ich auf etwas Stolz sein was ich nicht beeinflusst habe.
Ach, Nebur, Du bist manchmal so süss. Du hast vollkommen Recht: Du kannst natürlich keinen Nationalstolz empfinden, wenn Du auch nichts für diese Nation tust[1]. Du kannst ja auch nicht stolz für eine Arbeitsleistung empfinden, die Du selbst gar nicht erbracht hast.[2]

Da musst Du Dich schon selber ein bisschen einbringen! Mach mal gemeinnützige Arbeit[3], tritt einem Verein bei [3]oder bring Dich ehrenamtlich ein[3]. Dann kommt auch nach und nach der Stolz auf.
1. Was ist diese Nation? Bzw. welche soll das sein?
2. Richtig.
3. Und du weisst, dass ich dies nicht tue weil?

Und inwiefern hat das irgendetwas mit Nationalstolz zu tun? Unabhängig davon ob ich dies tue oder nicht, ändert dass nichts daran, dass ich nicht beeinflussen konnte wo ich geboren wurde. Ich hätte genau so gut in Rumänien, Nord Korea oder Australien geboren sein. Also soll ich stolz auf etwas sein, was reiner Zufall ist? Soll ich auch stolz auf meine braune Haare sein? Und meine 10 Finger?
Endlich, der Chef ist wieder da. Ron führ uns wieder zum Titel.

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Re: Hamilton kritisiert Landsmänner, die nicht für ihn sind

Beitrag von Mingo » 04.11.2014, 14:39

Vaastdreiwer hat geschrieben:
Mingo hat geschrieben:Schaut ihr eigentlich ab und zu auch in den Spiegel :eh:
Ja. Und? Meinst Du etwa, ich produziere genauso viel verbalen Schrott wie Hamilton? Also wenn Du mir das vorwerfen willst: Schaust Du eigentlich ab und zu auch in den Spiegel?!?
Gut dass sich immer die angesprochen fühlen, die ich am wenigsten angesprochen habe ... sry dass mein post gleich nach deinem kam, aber momentan les ich hier nur bullshit und es macht eigentlich gar keinen Spass mehr. Ich werd mich wieder mehr zurück nehmen. :chat:
'94-'95-'00-'01-'02-'03-'04-'10-'11-'12-'13 ... to be continued!
... Forza Ferrari... keep fighting Michael ... keep racing Seb ... further up Mick

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Re: Hamilton kritisiert Landsmänner, die nicht für ihn sind

Beitrag von pilimen » 04.11.2014, 14:42

Nebur hat geschrieben:Und inwiefern hat das irgendetwas mit Nationalstolz zu tun?
Bist du nicht mal stolz auf dich, weil du etwas erreicht hast in deinem Leben was etwas mit deinem Land zutun hat? Auf deine Arbeitsstelle? Auf deine Position in dieser? Das sind alles Dinge, die mit deinem Land und Nation zutun haben. Jeder Bürger ist ein Teil der Nation und wenn man gemeinsam etwas erreicht hat, dann kann man auf etwas stolz sein.
Zum Beispiel bin ich stolz darauf, dass Deutschland in vielen Danken viel sozialer denken kann als es in sehr vielen Ländern der Fall ist. Und da ich ebenfalls dazu in der Lage bin diese Meinung zu vertreten oder sogar meine, dass mir meine Nation geholfen hat so denken zu können, bin ich in der Hinsicht stolz auf mich und auf meine Nation.
In gewissen anderen Ländern würde ich vielleicht Steinigen wollen weil sie ihre Haare zeigen. Und wäre vielleicht auch noch stolz darauf...
Nebur hat geschrieben: Unabhängig davon ob ich dies tue oder nicht, ändert dass nichts daran, dass ich nicht beeinflussen konnte wo ich geboren wurde. Ich hätte genau so gut in Rumänien, Nord Korea oder Australien geboren sein. Also soll ich stolz auf etwas sein, was reiner Zufall ist? Soll ich auch stolz auf meine braune Haare sein? Und meine 10 Finger?
Man hat dennoch Möglichkeiten seine Heimat zu wechseln. Ich bin auf Deutschland stolz, bin stolz ein Deutscher zu sein, obwohl nich nicht in Deutschland geboren bin.

Dennoch kann ich deine Denkweise nachvollziehen, auch wenn ich es eher in die philosophische Schublade stecken würde. Wie viel Einfluss haben wir selbst auf unsere Person und wie viel Einfluss hat unsere Umgebung auf uns? Sind wir nur ein Werkzeug unseres Umfelds und handeln zu 100% danach, oder ist da doch noch ein Kern, der unabhängig davon handeln kann?
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Re: Hamilton kritisiert Landsmänner, die nicht für ihn sind

Beitrag von RealRacing » 04.11.2014, 14:47

Da bringt er auf der Strecke wieder so eine überragende Leistung und liefert dann so ein Interview. Im Grunde wollte er Mansell loben, da dieser ihn anscheinend unterstützt hat. Will dann einen Vergleich aufzeigen mit jemanden, den er wohl nicht so mag. Insgesamt kommt er bei den Aussagen schlecht weg. Nun gut, er ist Rennfahrer und fahren kann er. Rosberg ist in Bezug auf Interviews auch nicht besser, da er so redet als müssten die deutschen Fans für ihn sein.

Ich persönlich empfinde dieses Denken in Nationalitäten kleingeistig. Warum sollte ich stolz sein, dass ich Deutscher bin? Habe ich eine besondere Leistung dafür erbracht? Ich meine ich liebe das Land, die Menschen und die Sprache, aber es erfüllt mich nicht mit besonderem Stolz, dass ich dazu gehöre. Ich bin stolz auf meine persönlichen Leistungen, auf die Leistungen meiner Freunde und meiner Familie. Wieso sollte ich stolz sein auf die Leistung eines Sportlers den ich nicht persönlich kenne und dem ich total egal bin? Menschen die selbst nicht viel haben bzw. die nicht viel erreicht haben neigen vielleicht dazu, sich in solche Situationen reinzusteigern.

Die Formel 1 Fahrer sind ohnehin nur ein Bestandteil eines großen und multinationalen Teams. Wieso soll man als Deutsche Schumacher oder Vettel feiern, wenn diese für ausländische Unternehmen die Erfolge einfahren? Wie grenzt man solche Sachverhalte vernünftig ein, damit es in den Patriotismus passt? Ein Unternehmen ist wohl größer als ein Fahrer.

Wenn jemand einen Fahrer aufgrund von Sympathien unterstüzt, dann kann ich das nachvollziehen, aber nicht wenn er einen Fahrer aufgrund seiner Nationalität unterstützt. Das ist dann wirklich sehr kleingeistig gedacht.
-Highlander- hat geschrieben:Die meisten Leute, und da gehöre ich auch dazu, können sich eben mit Fahrern die aus dem eigenen Land stimmen viel besser identifizieren als mit anderen.
Und das ist in praktisch allen Sportarten so. Überleg mal was bei der Fußball WM los war auf den Straßen nachdem Deutschland den Titel geholt hat.
Ich persönlich finde es bei der Fußballweltmeisterschaft nervig, wenn auf einmal alle möglichen Leute anfangen sich für Fußball zu interessieren und dann meinen sie könnten auch Diskussionen darüber führen. Frauen sind genervt, wenn man an den Wochenenden oder in der Woche so oft Fußball spielt bzw. schaut, aber bei der WM sind die auf einmal total begeistert. Ich kann das ganze nicht ernst nehmen. Götze wird in Dortmund gnadenlos ausgepfiffen und beleidigt. Ich wette mit dir einige von den Leuten haben sein Tor bei der WM gefeiert. Das sind für mich alles Heuchler. Ich werde Spieler die ich nicht leiden kann nicht anfeuern, nur weil sie bei den Länderspielen das Nationaltrikot tragen.

Anhand deiner Signatur vermute ich, dass du Bayernfan bist. Kommst du aus München? Wenn nicht, gibt es nicht einen Verein in deiner Nähe? Warum bist du Bayernfan? Bayern München hat deutschlandweit so viele Fans, aber wenn jeder Lokalpatriotismus zeigen würde, dann würde die Situation anders aussehen.

Wie kannst du Bayernfan sein? Der Trainer ist ein Spanier. Wenn alle Spieler fit sind, dann stehen in der Startformation nur 4 deutsche Spieler. Wo bleibt dann da der Nationalpatriotismus? Verstehst du worauf ich hinaus möchte? Für solche Differenzierungen muss man kleingeistig sein. Wir leben in einer multikulturellen Welt. Nationalität und Herkunft sollten kein Thema sein.

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Re: Hamilton kritisiert Landsmänner, die nicht für ihn sind

Beitrag von Calcium » 04.11.2014, 14:50

Stell dich nicht immer als den Grössten und Besten hin (denn das bist Du nicht) sondern zeig ein bisschen mehr Bescheidenheit und vor allen Dingen, bleib bei der Wahrheit und dann wird das vielleicht auch etwas mit der Unterstützung deiner Landsleute.
L. Pauling: "Wenn der Mensch so viel Vernunft hätte, wie Verstand, wäre vieles einfacher."

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Re: Hamilton kritisiert Landsmänner, die nicht für ihn sind

Beitrag von Nebur » 04.11.2014, 14:50

pilimen hat geschrieben:
Nebur hat geschrieben:Und inwiefern hat das irgendetwas mit Nationalstolz zu tun?
Bist du nicht mal stolz auf dich, weil du etwas erreicht hast in deinem Leben was etwas mit deinem Land zutun hat? Auf deine Arbeitsstelle? Auf deine Position in dieser? Das sind alles Dinge, die mit deinem Land und Nation zutun haben. Jeder Bürger ist ein Teil der Nation und wenn man gemeinsam etwas erreicht hat, dann kann man auf etwas stolz sein.
Zum Beispiel bin ich stolz darauf, dass Deutschland in vielen Danken viel sozialer denken kann als es in sehr vielen Ländern der Fall ist. Und da ich ebenfalls dazu in der Lage bin diese Meinung zu vertreten oder sogar meine, dass mir meine Nation geholfen hat so denken zu können, bin ich in der Hinsicht stolz auf mich und auf meine Nation.
In gewissen anderen Ländern würde ich vielleicht Steinigen wollen weil sie ihre Haare zeigen. Und wäre vielleicht auch noch stolz darauf...
Nebur hat geschrieben: Unabhängig davon ob ich dies tue oder nicht, ändert dass nichts daran, dass ich nicht beeinflussen konnte wo ich geboren wurde. Ich hätte genau so gut in Rumänien, Nord Korea oder Australien geboren sein. Also soll ich stolz auf etwas sein, was reiner Zufall ist? Soll ich auch stolz auf meine braune Haare sein? Und meine 10 Finger?
Man hat dennoch Möglichkeiten seine Heimat zu wechseln. Ich bin auf Deutschland stolz, bin stolz ein Deutscher zu sein, obwohl nich nicht in Deutschland geboren bin.

Dennoch kann ich deine Denkweise nachvollziehen, auch wenn ich es eher in die philosophische Schublade stecken würde. Wie viel Einfluss haben wir selbst auf unsere Person und wie viel Einfluss hat unsere Umgebung auf uns? Sind wir nur ein Werkzeug unseres Umfelds und handeln zu 100% danach, oder ist da doch noch ein Kern, der unabhängig davon handeln kann?
Ich bin auch nicht in dem Land aufgewachsen (ab dem 8. Lebensjahr) in dem ich geboren wurde. Ändert aber nichts daran dass ich das Konstrukt nicht verstehe.
Endlich, der Chef ist wieder da. Ron führ uns wieder zum Titel.

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Re: Hamilton kritisiert Landsmänner, die nicht für ihn sind

Beitrag von meanmc » 04.11.2014, 14:58

RealRacing hat geschrieben:Götze wird in Dortmund gnadenlos ausgepfiffen und beleidigt. Ich wette mit dir einige von den Leuten haben sein Tor bei der WM gefeiert. Das sind für mich alles Heuchler. Ich werde Spieler die ich nicht leiden kann nicht anfeuern, nur weil sie bei den Länderspielen das Nationaltrikot tragen.
Hmm, seltsames Beispiel! Das eine hat ja mit dem anderen nichts zu tun :wink:
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