Verstappen: Die Lektion seines Lebens

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Verstappen: Die Lektion seines Lebens

Beitrag von Redaktion » 03.11.2014, 17:53

Jos Verstappen erinnert sich an seine härteste Erziehungsmaßnahme, um seinem Sohn Max die Augen zu öffnen und ihn auf die Formel 1 bzw. das Leben vorzubereiten © xpbimages.com Max Verstappen hat durch die Lektion seines Vaters Jos etwas gelernt... (Motorsport-Total.com) - Max Verstappen hält seit dem Japan-Wochenende den Rekord des jüngsten Formel-1-Fahrers der Geschichte, und in wenigen Monaten wird er als Stammpilot bei Toro Rosso auch zum jüngsten Grand-Prix-Teilnehmer. Der kometenhafte Aufstieg des 17-Jährigen, der gerade mal ein Jahr im Formelsport absolviert hat, kommt nicht von irgendwo her. Als Sohn des ehemaligen Formel-1-Fahrers Jos Verstappen hatte Max von jüngster Kindheit an mit Motorsport zu tun. Darüber hinaus scheint sein alter Herr in der Erziehung die eine oder andere Lektion parat gehabt zu haben.Ein Kart-WM-Lauf im süditalienischen Sarno sollte sich als wichtiger Eckpunkt in der Entwicklung des Jünglings entpuppen. Verstappen jun. rief seinen gewohnt überwältigenden Speed ab und qualifizierte sich zunächst als Schnellster, bevor er das Vorfinale mit einigen Sekunden Vorsprung gewann. Im Finale selbst verlor er seine Führung am Start und setzte in Runde zwei zu einem Kamikaze-Manöver an, das sein akribisch vorbereitetes Kart sowie sein Rennen zerstörte.Die meisten Väter hätten ihren am Boden zerstörten Filius in diesem Moment vermutlich in den Arm genommen und getröstet. Nicht so Jos Verstappen. Der Niederländer konnte und wollte seinen Ärger nicht verbergen entschied sich zu einer Lektion, die ihre Wirkung erzielen sollte. "Ich war so wütend auf ihn", erinnert er sich gegenüber 'Daily Telegraph'. "Ich habe den Park verlassen, bin zum Van gegangen und habe begonnen, das Zelt abzubauen."Jos, der harte HundDer schwer enttäuschte Sohnemann suchte Trost bei seinem Vater, bekam ihm aber nicht: "Er hat geheult wie ein Baby. Er meinte: 'Daddy, wir müssen das Kart holen, es war das letzte Rennen des Tages.' Ich antwortete nur: 'Nein, ich werde es nicht holen. Wenn du dein Kart mitnehmen willst, musst du gehen und es dir selbst holen.' Er schaute mich an und wusste, wie wütend ich war." Der Junior fand schließlich jemanden, der das Kart mit ihm holte."Ich habe sieben Tage lang nicht mit ihm gesprochen."Jos Verstappen"Dann haben wir die Strecke verlassen, und er hat versucht, mit mir zu sprechen", denkt der Senior zurück. "Ich habe kein Wort zu ihm gesagt, außer: 'Sprich nicht mit mir, ich habe die Nase voll davon. Ich bin sehr enttäuscht, wie du heute gefahren bist, also sprich bitte nicht mit mir." Das Schweigegelübte des mittlerweile 42-Jährigen sollte aber nicht nur ein paar Stunden dauern: "Ich habe sieben Tage lang nicht mit ihm gesprochen", erklärt Verstappen. © LAT Max Verstappen durfte in dieser Saison bereits zweimal für Toro Rosso ran "Ich habe ihn vollkommen ignoriert, ich war wirklich sauer", erklärt er und erinnert sich daran, wie er das Kart wochenlang für seinen Sohn vorbereitet hatte. Ich wollte ihm wirklich eine Lektion erteilen, die ihm auch wehtat. Er war ebenfalls am Boden zerstört, aber erst nach einer Woche habe ich wieder mit ihm gesprochen." Jos Verstappen, der bis heute mehr als 640.000 Euro in die Karriere seines Sohnes gesteckt hat, bereut seine drakonische Strafe in keinster Weise, würde sie sogar heute noch wiederholen.Rückblickend eine gute Entscheidung"Aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass alles, was damals passiert ist, so gut war", erklärt der Ex-Rennfahrer. Dadurch habe Max plötzlich so viel mehr nachgedacht als noch zuvor. "Meiner Meinung nach war es der entscheidende Wendepunkt, seit dem er auch seinen Kopf einsetzt. Ich habe ihm sonst nie so etwas Schlimmes angetan, aber ich wollte ihm damit etwas klarmachen." Max' Sprung in die Formel 1 und seine Leistungen in Japan und den USA legen nahe, dass der Rookie aus seiner Lektion gelernt hat.Heutzutage muss Verstappen sen. sich eher schützend vor seinen Sprössling stellen. "Ich bin sein Vater und denke, dass all die Leute, die gern über andere sprechen, erst maldiejenigen kennenlernen sollten, über die sie urteilen. Keiner kann behaupten, er sei zu jung, denn jeder Mensch ist anders." Seine Vaterschaft und der Rennsport gehen ihm nach schon immer einher: "Ich bin immer verantwortlich für ihn und ein Vater, der immer das Beste für sein Kind will. Da musst du auch mal hart sein, um ihn auf das echte Leben vorzubereiten", so der 107-fache Grand-Prix-Pilot.
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Re: Verstappen: Die Lektion seines Lebens

Beitrag von Darkpoodlez » 03.11.2014, 18:12

So sympatisch und talentiert Max auch sein mag, für mich kommt das ganze so rüber, als wenn Jos das aus seinem Sohn machen will, was er nie erreicht hat: Einen Formel 1 Weltmeister.
Es kommt so rüber, als hätte der Junge gar keine Wahl gehabt, sich für etwas anderes zu entscheiden, als für den Motorsport. Wenn es wirklich so sein sollte, dann kann ich nur sagen: Schade, das viele Eltern versuchen, aus ihren Kindern das zu machen, was sie gerne hätten, anstatt sie das tun zu lassen, was sie mögen. Das sieht man heutzutage ja immer mehr, mit den amerikanischen Eltern die ihre Kinder mit 5 oder 6 Jahren auf die Bühne schicken um Schönheitswettbewerbe zu gewinnen, anstatt sie Kind sein zu lassen.
Nichts desto trotz freu ich mich, den Jungen nächstes Jahr fahren zu sehen.
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Re: Verstappen: Die Lektion seines Lebens

Beitrag von Tifoso » 03.11.2014, 18:45

So hart es auch klingen mag, aber wenn Herr Sohnemann schon so viel Geld aus eigenen Taschen finanziert bekommen hat, dann muss man sich auch dahinter stellen und schauen das es in eine gute Richtung läuft. Als Vater war das ein ziehmlicher Grenzfall, aber es gibt viele aktuelle Fahrer bei denen eine solche Lektüre gefehlt hat. Als Familie kann man (und sollte, hoffe ich) das auch wieder gerade Bügeln, aber andere wie zb. Maldonado und Grosjean hätten mit solchen Situationen schon fast die ganze Karriere zunichte gemacht. Zumindest bei einem der beiden hatte es auch anschliessen im Kopf klick gemacht, aber erst nach vielen Wochen Kritik ;)

@ Darkpoodelz
ganz unrecht hast du nicht, aber Motorsport auf hohem Niveau ist oftmals durch Gegebenheiten auch Familiensport. Es ist halt immer am einfachsten wenn man Interesse, Ahnung und Geld innerhalb der eigenen Familie ausschöpfen kann. Leider führt dies auch oftmals dazu, das B-Klasse Fahrer viel weiter mit ihrer Karriere kommen als richtige, talentierte Neuspunte. Aber, neuer Verstappen, neues Glück. Max muss ja nicht zwingen auch ein zweitklassiger Fahrer sein, aber er hat noch viel zu lernen, und das ab nächstem Jahr ohne Vitamin B von Papa, sondern von Red Bull, wo viele andere auch auf eine Gelegenheit warten.
Fan von: Vettel - Alonso - Hamilton - Massa
Edit 2015: Hab meine Sig schon so lange nicht geändert dass Raikönnen mittlerweile auch schon wieder ein paar Jahre fährt. Von dem bin ich natürlich auch ein Fan :D

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Re: Verstappen: Die Lektion seines Lebens

Beitrag von cugar » 04.11.2014, 11:39

Na das nenn ich mal falschen Ehrgeiz beim Vater. Sorry das ist einfach der falsche Weg - auch wenn Verstappen sen. heute meint etwas gutes getan zu haben - es ist der komplett falsche Erziehungsansatz....

Mir tut der Filius irgendwie auch leid - 7 Tage nicht mit dem Vater - seinem Vorbild - reden zu können ist an seelischer Grausamkeit nicht zu überbieten. Pfui

sorry, mich würds nicht wundern wenn der jun. an den Erwartungen des sen. zerbricht und spätestens mit 20 aus der F1 wieder draussen ist...

so Long

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Re: Verstappen: Die Lektion seines Lebens

Beitrag von Darkpoodlez » 04.11.2014, 11:52

cugar hat geschrieben:Na das nenn ich mal falschen Ehrgeiz beim Vater. Sorry das ist einfach der falsche Weg - auch wenn Verstappen sen. heute meint etwas gutes getan zu haben - es ist der komplett falsche Erziehungsansatz....

Mir tut der Filius irgendwie auch leid - 7 Tage nicht mit dem Vater - seinem Vorbild - reden zu können ist an seelischer Grausamkeit nicht zu überbieten. Pfui

sorry, mich würds nicht wundern wenn der jun. an den Erwartungen des sen. zerbricht und spätestens mit 20 aus der F1 wieder draussen ist...

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cugar
Genau das mein ich. Ich denke, dass Sen. viel mehr Junior in der F1 sehen will, als der Junior selbst dort sein möchte.
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Re: Verstappen: Die Lektion seines Lebens

Beitrag von Vaastdreiwer » 04.11.2014, 12:11

cugar hat geschrieben:sorry, mich würds nicht wundern wenn der jun. an den Erwartungen des sen. zerbricht und spätestens mit 20 aus der F1 wieder draussen ist...
Ich glaube, man kann froh sein, wenn er sich dann nur aus der Formel 1 verabschiedet und nichts schlimmeres passiert.
Wenn die anderen nach Hause gehen und sich das Auto in den Pool hängen, sind wir noch da, arbeiten an unseren Eiern und versuchen, noch mehr herauszuquetschen

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Re: Verstappen: Die Lektion seines Lebens

Beitrag von redadeg » 04.11.2014, 12:32

Widerlich.

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Argestes
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Re: Verstappen: Die Lektion seines Lebens

Beitrag von Argestes » 04.11.2014, 13:41

War sicher für Jos auch hart, dasdurchzuziehen.

Erziehung ist nunmal ein zweischneidiges Schwert. Man möche die eigenen Kinder immer schützen, aber wenn man ihnen etwas beibringen, sie auf etwas vorbereiten will, dann geht das nicht immer auf die nette Art.

Leider wird im Artikel nicht gesagt, wie alt der Junge damals genau war und wie er diese Lektion heute sieht. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn scheint aber keinen Schaden genommen zu haben.

Übertriebenen Ehrgeiz des Vaters, der das Kind zu etwas drängt, was es nicht will, sehe ich da noch nicht. Der Junge war talentiert, konnte sich im Motorsport versuchen und hat früh durch sein Umfeld gelernt, dass es eben nicht immer einfach sein wird, wenn er wirklich diesen Weg gehen möchte.
Anzeichen dafür, dass Max gar nicht selbst in die Formel 1 möchte, zeigen sich da nicht. Wenn er das aber selbst will, dann hat er Menschen um sich, die ihn unterstützen und darauf vorbereiten, statt ihn nur mit Samthandschuhen anzufassen.
Ich meine das ernst.
Ich bin eben so blöd.

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Re: Verstappen: Die Lektion seines Lebens

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 04.11.2014, 13:59

Das wird wohl 2012 gewesen sein:
http://verstappen.nl/?locatie=over&lang=en&pid=Max&id=9" target="_blank
Da war er 15 nun ja...
Meine 40. F1 Saison in Folge. Ich war auch schon mal jünger. :eh:
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Re: Verstappen: Die Lektion seines Lebens

Beitrag von Jerom∃ » 04.11.2014, 15:42

Jetzt habe ich noch einen Grund Verstappen sen. nicht zu mögen !
Zuerst das dauerhafte bashen gegen Schumacher , und jetzt gesellen sich seine komischen Erziehungsmethoden dazu !
(Y)

Abartig der Kerl !
Genuinely entertaining .

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Re: Verstappen: Die Lektion seines Lebens

Beitrag von Vaastdreiwer » 04.11.2014, 15:53

Argestes hat geschrieben:War sicher für Jos auch hart, dasdurchzuziehen.
Nöö, sowas schüttelt man als Ars**loch eigentlich sehr locker aus dem Handgelenk. Vielleicht hat er auch nur mal einen Vorwand gebraucht, um den Jungen eine Woche lang ignorieren zu können.
Wenn die anderen nach Hause gehen und sich das Auto in den Pool hängen, sind wir noch da, arbeiten an unseren Eiern und versuchen, noch mehr herauszuquetschen

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Haben schon einen Ruf

Beitrag von Crossi71 » 05.11.2014, 09:04

Schon bevor die Verstappens in die F1 zurückkehren, haben sie schon einen sehr schlechten Ruf weg.

Zumindest wenn man sich die Kommentare zu Verstappen-Themen ansieht.

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Re: Verstappen: Die Lektion seines Lebens

Beitrag von Argestes » 05.11.2014, 09:05

Vaastdreiwer hat geschrieben:
Argestes hat geschrieben:War sicher für Jos auch hart, dasdurchzuziehen.
Nöö, sowas schüttelt man als Ars**loch eigentlich sehr locker aus dem Handgelenk. Vielleicht hat er auch nur mal einen Vorwand gebraucht, um den Jungen eine Woche lang ignorieren zu können.
Aha. Und gehen wir nun generell davon aus, dass Menschen A...löcher sind, oder nur speziell im Falle Jos Verstappen?
Ich meine das ernst.
Ich bin eben so blöd.

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Re: Verstappen: Die Lektion seines Lebens

Beitrag von Vaastdreiwer » 05.11.2014, 09:29

Argestes hat geschrieben:Aha. Und gehen wir nun generell davon aus, dass Menschen A...löcher sind, oder nur speziell im Falle Jos Verstappen?
Hm, ich soll mich jetzt entscheiden ob alle Menschen oder nur Jos Verstappen ein AL ist? Ich glaube die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Denn wahrscheinlich gibt es noch ein paar mehr ALs als nur ihn. 8)

Ich bin zwar absolut kein Fan antiautoritärer Erziehung, aber eine Strafe sollte immer klar begrenzt sein. Ohne Ankündigung über die Länge des Zeitraumes einfach mal eine Woche lang nicht mit dem Kind reden ist weder pädagogisch wertvoll noch sonderlich einfallsreich. Das ist einfach nur kindisch und zeigt, dass sich Jos selbst nicht im Griff hat.
Je nachdem wie stark die Bindung zwischen Max und Jos war, wird Max dadurch wahrscheinlich einen mehr oder weniger großen Knacks erlitten haben.

Außerdem kann man auch ruhig einmal hinterfragen, was alles hinter verschlossenen Türen passiert ist, wenn er so einen Klopper wie selbstverständlich fast als kleine Heldentat a la "so brachte ich meinen Sohn auf Kurs" berichtet!
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Re: Verstappen: Die Lektion seines Lebens

Beitrag von Argestes » 05.11.2014, 09:59

Vaastdreiwer hat geschrieben:Hm, ich soll mich jetzt entscheiden ob alle Menschen oder nur Jos Verstappen ein AL ist? Ich glaube die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Denn wahrscheinlich gibt es noch ein paar mehr ALs als nur ihn. 8)
Aer bei Jos Verstappen können wir uns da ganz sicher sein? Das ist so einer? Schlägt vermutlich auch seine Frau und quält kleine Tiere. A...löcher tun sowas doch, oder?
Vaastdreiwer hat geschrieben:Ich bin zwar absolut kein Fan antiautoritärer Erziehung, aber eine Strafe sollte immer klar begrenzt sein. Ohne Ankündigung über die Länge des Zeitraumes einfach mal eine Woche lang nicht mit dem Kind reden ist weder pädagogisch wertvoll noch sonderlich einfallsreich. Das ist einfach nur kindisch und zeigt, dass sich Jos selbst nicht im Griff hat.
Je nachdem wie stark die Bindung zwischen Max und Jos war, wird Max dadurch wahrscheinlich einen mehr oder weniger großen Knacks erlitten haben.

Außerdem kann man auch ruhig einmal hinterfragen, was alles hinter verschlossenen Türen passiert ist, wenn er so einen Klopper wie selbstverständlich fast als kleine Heldentat a la "so brachte ich meinen Sohn auf Kurs" berichtet!
Du interpretierst ziemlich viel in diesen Bericht hinein. Du baust Dir da ein Bild auf, das aus der Geschichte so nicht wirklich herauszulesen ist. Eben das vom schlechten Menschen, der das einfach so macht, ohne Gemütsregung, der stolz darauf ist und der seinem Kind womöglich hinter verschlossenen Türen richtig schlimme Dinge antut.

Denkst Du nicht, dass Du damit etwas übers Ziel hinaus schießt? Kannst Du Dir nicht auch vorstellen, dass es sich anders abgespielt hat? Dass hier ein Vater eine Maßnahme gesetzt hat, die ihm selbst nicht leicht fiel, die er aber für wichtig ansah? Dass vielleicht der Junge wirklich etwas gelernt und keinen Schaden davongetragen hat? Und dass der Vater eventuell nicht stolz darauf ist, aber zu seiner damaligen Entscheidung steht?

Zwischen diesen Ansichten ist noch viel Spielraum.

Warum denkst Du von Verstappen so schlecht? Was für einen Grund hast Du dafür? Außer einer Erziehungsmaßnahme, die Du als zu streng betrachtest?
Ich meine das ernst.
Ich bin eben so blöd.

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