"Ferrari ist auseinandergefallen": Villeneuve sieht Schuld bei Leclerc

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"Ferrari ist auseinandergefallen": Villeneuve sieht Schuld bei Leclerc

Beitrag von Redaktion » 03.12.2019, 20:04

Jacques Villeneuve analysiert das interne Ferrari-Duell 2019: Er sieht die Schuld eindeutig bei Charles Leclerc - "Das hat Vettel wehgetan"
Sebastian Vettel, Charles Leclerc

Vettel vs. Leclerc: Das Duell wird auch 2020 weitergehen

Die Saison 2019 war bei Ferrari von internen Spannungen zwischen Sebastian Vettel und Charles Leclerc geprägt. Der viermalige Weltmeister und der aufstrebende Rookie kamen sich mehrfach in die Quere, zuletzt beim Grand Prix von Brasilien. Formel-1-Experte Jacques Villeneuve gibt vor allem dem 22-jährigen Monegassen die Schuld an der durchwachsenen Saison der Scuderia."Ferrari ist in diesem Jahr auseinandergefallen", schreibt der Kanadier in seiner Kolumne für 'Formule1.nl'. "Vieles hängt von den beiden Fahrern ab. Die Chemie im Team hat einfach nicht gestimmt." Während Vettel seinen Nummer-1-Status verteidigen wollte, rebellierte Leclerc auf.Im Qualifying zum Heim-Grand-Prix in Monza kam es schließlich zur ersten ernsteren Auseinandersetzung. Leclerc zögerte so lange, Vettel Windschatten zu geben, sodass dieser nicht mehr rechtzeitig über die Ziellinie fahren konnte. Der Deutsche fühlte sich daraufhin betrogen.In der zweiten Saisonhälfte gab es weitere Ungereimtheiten. In Russland ärgerte sich Leclerc über Vettels Verhalten, in Brasilien krachte es schließlich zum ersten Mal im direkten Duell der beiden. Und auch das Qualifying in Abu Dhabi sorgte wieder für Ärger, diesmal kam Leclerc hinter Vettel nicht mehr rechtzeitig über den Zielstrich.Villeneuve kritisiert in seiner Kolumne vor allem, wie die Scuderia selbst mit den Fahrern umgegangen ist. Zu Saisonbeginn hieß es von der Teamführung noch, Vettel würde Priorität gegenüber dem unerfahrenen Leclerc genießen. Aber schon in Bahrain widersetzte sich der Jungspund der Teamanweisung - und fast hätte er das Rennen auch gewonnen.Spätestens nach der Sommerpause und den ersten beiden Siegen von Leclerc war klar, dass es keine klare Nummer 1 mehr bei den Roten gibt. "Ferrari hat nie zu Leclerc gesagt: 'Entspann dich und lerne von Vettel'. Das hätte das Team weiter gebracht."

Rosberg analysiert den Ferrari-Crash

Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg schildert den Ferrari-Crash in Brasilien aus seiner Sicht! Weitere Formel-1-Videos

Statt sich als Schüler des viermaligen Weltmeisters zu positionieren, wollte Leclerc von Beginn an im Konzert der Großen mitspielen. "Er wollte sofort zeigen, wer hier der Boss ist und das Vettel der Vergangenheit angehört. Er sei die Zukunft", analysiert Villeneuve.Die Stimmung und Unterstützung der Tifosi habe ihn zusätzlich angetrieben, denn spätestens im Italien-Grand-Prix wurde Leclerc als neuer Messias gefeiert, kritisiert der Weltmeister von 1997. "Ich denke, das hat Vettel wehgetan."Dieser Umschwung habe Ferrari nicht geholfen, meint Villeneuve, da Leclerc "einfach noch nicht bereit war für diese Rolle". Zwar habe er mit sieben Pole-Positionen sein Talent gezeigt, er sei aber noch nicht konstant genug, um um die Weltmeisterschaft zu fahren."Diese ganze Situation hat Ferrari beschädigt." Einen Rat für Teamchef Mattia Binotto hat er nicht bei der Hand: "Ich weiß auch nicht, was er jetzt tun kann." Aber er erinnert zurück an jene Jahre von Michael Schumacher bei den Roten: "Damals war die Situation mit Irvine und Barrichello klar. Wer weiß, wie es diesmal ausgeht."

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denverbroncos
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Re:

Beitrag von denverbroncos » 03.12.2019, 20:15

Wo genau steht jetzt, dass er Leclerc die Schuld gibt? Ich bitte um Aufklärung und entschuldige mich, falls ich blind war.

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Re:

Beitrag von Formula_1 » 03.12.2019, 20:21

In diesem Fall stimme ich Villeuve absolut zu, ziemlich genauso sehe ich die "Misere" bei Ferrari auch. Die Ansage, dass Vettel Nr. 1 sein solle, kam ja aus dem Grund, weil man ihm eigentlich den Rücken stärken wollte. Aber wie hier auch geschrieben, hat Leclerc das ganze von vornherein torpediert (und auch die Medien), somit klappte das schonmal nicht. Anschließend beide gleich zu setzen war prinzipiell richtig, und letztendlich ist es auch völlig egal gewesen, da das Auto über die ganze Saison eh nicht gut genug war.
Eventuell wären manche Fehler seitens des Teams aber auch nicht passiert, wenn es bei den Fahrern diese Unruhe nicht gegeben hätte... Ist schwer zu sagen im Nachhinein, und jetzt ist es zu spät, Leclerc nochmal ganz klar zu sagen "Deine Zeit wird kommen, halte dich erstmal zurück.". Ich bin nachwievor der Meinung, dass der eigentliche "Fehler" war, Leclerc dieses Jahr schon in den Ferrari zu setzen.

Ich freue mich aber auch darauf, nächstes Jahr zu sehen, ob Ferrari WM fähig sein wird, und wenn ja, wer sich durchsetzt.

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Re:

Beitrag von JPM_F1 » 03.12.2019, 20:34

der phantasie sind hier keine grenzen gesetzt :rotate:

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Aldo
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Re: Re:

Beitrag von Aldo » 03.12.2019, 20:38

Formula_1 hat geschrieben:
03.12.2019, 20:21
In diesem Fall stimme ich Villeuve absolut zu, ziemlich genauso sehe ich die "Misere" bei Ferrari auch. Die Ansage, dass Vettel Nr. 1 sein solle, kam ja aus dem Grund, weil man ihm eigentlich den Rücken stärken wollte. Aber wie hier auch geschrieben, hat Leclerc das ganze von vornherein torpediert (und auch die Medien), somit klappte das schonmal nicht. Anschließend beide gleich zu setzen war prinzipiell richtig, und letztendlich ist es auch völlig egal gewesen, da das Auto über die ganze Saison eh nicht gut genug war.
Eventuell wären manche Fehler seitens des Teams aber auch nicht passiert, wenn es bei den Fahrern diese Unruhe nicht gegeben hätte... Ist schwer zu sagen im Nachhinein, und jetzt ist es zu spät, Leclerc nochmal ganz klar zu sagen "Deine Zeit wird kommen, halte dich erstmal zurück.". Ich bin nachwievor der Meinung, dass der eigentliche "Fehler" war, Leclerc dieses Jahr schon in den Ferrari zu setzen.

Ich freue mich aber auch darauf, nächstes Jahr zu sehen, ob Ferrari WM fähig sein wird, und wenn ja, wer sich durchsetzt.
Lass mich raten? 2014 ist Red Bull auch auseinandergefallen?
Man kann sich auch alles zurechtbiegen. Ferrari hat sich diese Saison fürchterlich dumm angestellt, das hat sich aber bereits schon 2017 und 2018 angedeutet - Binotto ist aus meiner Sicht komplett überfordert was das Management betrifft. Das ist der tatsächliche Grund.

Und warum bist du der Meinung dass man Leclerc hätte nicht holen sollen? Nur damit sich Vettel noch fünf Jahre gegen ein alternden Räikkonen behaupten kann? Leclerc hat oft gezeigt was mit dem Auto möglich ist. Mit Vettel/Räikkonen hätte Ferrari vermutlich diese Saison maximal drei Siege und eine Pole feiern dürfen. Würde mich nicht wundern, wenn Leclerc auch schon 2018 sehr nah an Vettel dran gewesen wäre.

Über nächste Saison brauchen wir gar nicht diskutieren. Wenn sich Vettel nicht steigert, war’s das aus meiner Sicht. Leclerc lernt und steigert sich mit jedem Rennen. Der wird nicht langsamer sondern eher schneller und konstanter, siehe Max Verstappen. Um genauer zu werden:


https://www.auto-motor-und-sport.de/for ... hn-elkann/
Es ist schon ein paar Wochen her. Doch Italiens Sportzeitschrift Gazzetta dello Sport elektrisierte alle Ferrari-Fans erst diese Woche mit der Meldung. Fiat-Chef John Elkann trifft Lewis Hamilton. Das Thema liegt auf der Hand. Elkann wollte ausloten, ob der Champion 2021 an einem Wechsel zu Ferrari interessiert ist. Das allein regt die Phantasie der Tifosi an. Und sorgt im Fahrerlager für reichlich Zündstoff.
(..)



Viele verstehen den Vorstoß des obersten Dienstherrn des Fiat-Chrysler-Konzerns auch als ein erstes Misstrauensvotum gegen Sebastian Vettel. Wenn Hamilton käme, müsste er gehen. Vettel zählt wie Hamilton zur älteren Generation. Er ist wie der Engländer einer der Großverdiener in dem Geschäft.

Charles Leclerc ist für Ferrari die Zukunft. In seine Karriere hat man viel Geld investiert. Und das soll sich jetzt auszahlen. Es wäre aus Sicht von Ferrari das falsche Signal, zwei Fahrer anzustellen, die bereits im zweiten Abschnitt ihrer Karriere fahren. Vettel versuchte, die Geschichte mit einem Scherz wegzudrücken: „Lewis ist doch schon Ferrari-Fahrer. Er hat ein paar Ferrari in seiner Garage stehen.“
Edit:

Im Grunde genommen kann Vettel froh sein, dass in der Ferrari Teamführung aktuell ruhigere Genossen sitzen. Marchionnes letzter Wunsch war es, Leclerc zu holen. Der wollte Räikkonen bereits 2018 ersetzen durch Leclerc. Mit Marchionne an der Macht hätte Vettel in Maranello nur noch wenig zu melden. Denn Marchionne war Leclerc Fan.
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Re: Re:

Beitrag von rbrrb10 » 03.12.2019, 21:18

Aldo hat geschrieben:
03.12.2019, 20:38
Formula_1 hat geschrieben:
03.12.2019, 20:21
In diesem Fall stimme ich Villeuve absolut zu, ziemlich genauso sehe ich die "Misere" bei Ferrari auch. Die Ansage, dass Vettel Nr. 1 sein solle, kam ja aus dem Grund, weil man ihm eigentlich den Rücken stärken wollte. Aber wie hier auch geschrieben, hat Leclerc das ganze von vornherein torpediert (und auch die Medien), somit klappte das schonmal nicht. Anschließend beide gleich zu setzen war prinzipiell richtig, und letztendlich ist es auch völlig egal gewesen, da das Auto über die ganze Saison eh nicht gut genug war.
Eventuell wären manche Fehler seitens des Teams aber auch nicht passiert, wenn es bei den Fahrern diese Unruhe nicht gegeben hätte... Ist schwer zu sagen im Nachhinein, und jetzt ist es zu spät, Leclerc nochmal ganz klar zu sagen "Deine Zeit wird kommen, halte dich erstmal zurück.". Ich bin nachwievor der Meinung, dass der eigentliche "Fehler" war, Leclerc dieses Jahr schon in den Ferrari zu setzen.

Ich freue mich aber auch darauf, nächstes Jahr zu sehen, ob Ferrari WM fähig sein wird, und wenn ja, wer sich durchsetzt.
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Man kann sich auch alles zurechtbiegen. Ferrari hat sich diese Saison fürchterlich dumm angestellt, das hat sich aber bereits schon 2017 und 2018 angedeutet - Binotto ist aus meiner Sicht komplett überfordert was das Management betrifft. Das ist der tatsächliche Grund.

Und warum bist du der Meinung dass man Leclerc hätte nicht holen sollen? Nur damit sich Vettel noch fünf Jahre gegen ein alternden Räikkonen behaupten kann? Leclerc hat oft gezeigt was mit dem Auto möglich ist. Mit Vettel/Räikkonen hätte Ferrari vermutlich diese Saison maximal drei Siege und eine Pole feiern dürfen. Würde mich nicht wundern, wenn Leclerc auch schon 2018 sehr nah an Vettel dran gewesen wäre.

Über nächste Saison brauchen wir gar nicht diskutieren. Wenn sich Vettel nicht steigert, war’s das aus meiner Sicht. Leclerc lernt und steigert sich mit jedem Rennen. Der wird nicht langsamer sondern eher schneller und konstanter, siehe Max Verstappen. Um genauer zu werden:


https://www.auto-motor-und-sport.de/for ... hn-elkann/
Es ist schon ein paar Wochen her. Doch Italiens Sportzeitschrift Gazzetta dello Sport elektrisierte alle Ferrari-Fans erst diese Woche mit der Meldung. Fiat-Chef John Elkann trifft Lewis Hamilton. Das Thema liegt auf der Hand. Elkann wollte ausloten, ob der Champion 2021 an einem Wechsel zu Ferrari interessiert ist. Das allein regt die Phantasie der Tifosi an. Und sorgt im Fahrerlager für reichlich Zündstoff.
(..)



Viele verstehen den Vorstoß des obersten Dienstherrn des Fiat-Chrysler-Konzerns auch als ein erstes Misstrauensvotum gegen Sebastian Vettel. Wenn Hamilton käme, müsste er gehen. Vettel zählt wie Hamilton zur älteren Generation. Er ist wie der Engländer einer der Großverdiener in dem Geschäft.

Charles Leclerc ist für Ferrari die Zukunft. In seine Karriere hat man viel Geld investiert. Und das soll sich jetzt auszahlen. Es wäre aus Sicht von Ferrari das falsche Signal, zwei Fahrer anzustellen, die bereits im zweiten Abschnitt ihrer Karriere fahren. Vettel versuchte, die Geschichte mit einem Scherz wegzudrücken: „Lewis ist doch schon Ferrari-Fahrer. Er hat ein paar Ferrari in seiner Garage stehen.“
Edit:

Im Grunde genommen kann Vettel froh sein, dass in der Ferrari Teamführung aktuell ruhigere Genossen sitzen. Marchionnes letzter Wunsch war es, Leclerc zu holen. Der wollte Räikkonen bereits 2018 ersetzen durch Leclerc. Mit Marchionne an der Macht hätte Vettel in Maranello nur noch wenig zu melden. Denn Marchionne war Leclerc Fan.

BILD sprach mit den Toten.
ALDO war am Sterbebett von marchionne.

Das Niveau dieses Beitrages in zwei Sätzen zusammengefasst... :rofl:
"Das ist ja auch eine Art Auszeichnung. Die Fans wollten Fernando vorne sehen. Je mehr gepfiffen wird, desto besser war der Tag."

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Aldo
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Re:

Beitrag von Aldo » 03.12.2019, 21:23

rbrrb10 hat geschrieben:
03.12.2019, 21:18
Das Niveau dieses Beitrages in zwei Sätzen zusammengefasst...
Von fehlenden Niveau zu sprechen und so ein sinnfreien Zweizeiler hinzurotzen bzw. mir Worte im Mund umzudrehen hat schon was von Selbstironie, da muss mein Beitrag ja ein Nerv erwischt haben. Netter Versuch. Informiere dich doch das nächste mal einfach besser.

https://www.carscoops.com/2018/09/ferra ... raikkonen/

https://www.auto-motor-und-sport.de/for ... raikkonen/

https://www.tagesanzeiger.ch/sport/moto ... y/13013791

Willkommen auf meiner Ignoreliste.
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Re: Re:

Beitrag von Spocki » 03.12.2019, 21:54

rbrrb10 hat geschrieben:
03.12.2019, 21:18
Aldo hat geschrieben:
03.12.2019, 20:38
Formula_1 hat geschrieben:
03.12.2019, 20:21
In diesem Fall stimme ich Villeuve absolut zu, ziemlich genauso sehe ich die "Misere" bei Ferrari auch. Die Ansage, dass Vettel Nr. 1 sein solle, kam ja aus dem Grund, weil man ihm eigentlich den Rücken stärken wollte. Aber wie hier auch geschrieben, hat Leclerc das ganze von vornherein torpediert (und auch die Medien), somit klappte das schonmal nicht. Anschließend beide gleich zu setzen war prinzipiell richtig, und letztendlich ist es auch völlig egal gewesen, da das Auto über die ganze Saison eh nicht gut genug war.
Eventuell wären manche Fehler seitens des Teams aber auch nicht passiert, wenn es bei den Fahrern diese Unruhe nicht gegeben hätte... Ist schwer zu sagen im Nachhinein, und jetzt ist es zu spät, Leclerc nochmal ganz klar zu sagen "Deine Zeit wird kommen, halte dich erstmal zurück.". Ich bin nachwievor der Meinung, dass der eigentliche "Fehler" war, Leclerc dieses Jahr schon in den Ferrari zu setzen.

Ich freue mich aber auch darauf, nächstes Jahr zu sehen, ob Ferrari WM fähig sein wird, und wenn ja, wer sich durchsetzt.
Lass mich raten? 2014 ist Red Bull auch auseinandergefallen?
Man kann sich auch alles zurechtbiegen. Ferrari hat sich diese Saison fürchterlich dumm angestellt, das hat sich aber bereits schon 2017 und 2018 angedeutet - Binotto ist aus meiner Sicht komplett überfordert was das Management betrifft. Das ist der tatsächliche Grund.

Und warum bist du der Meinung dass man Leclerc hätte nicht holen sollen? Nur damit sich Vettel noch fünf Jahre gegen ein alternden Räikkonen behaupten kann? Leclerc hat oft gezeigt was mit dem Auto möglich ist. Mit Vettel/Räikkonen hätte Ferrari vermutlich diese Saison maximal drei Siege und eine Pole feiern dürfen. Würde mich nicht wundern, wenn Leclerc auch schon 2018 sehr nah an Vettel dran gewesen wäre.

Über nächste Saison brauchen wir gar nicht diskutieren. Wenn sich Vettel nicht steigert, war’s das aus meiner Sicht. Leclerc lernt und steigert sich mit jedem Rennen. Der wird nicht langsamer sondern eher schneller und konstanter, siehe Max Verstappen. Um genauer zu werden:


https://www.auto-motor-und-sport.de/for ... hn-elkann/
Es ist schon ein paar Wochen her. Doch Italiens Sportzeitschrift Gazzetta dello Sport elektrisierte alle Ferrari-Fans erst diese Woche mit der Meldung. Fiat-Chef John Elkann trifft Lewis Hamilton. Das Thema liegt auf der Hand. Elkann wollte ausloten, ob der Champion 2021 an einem Wechsel zu Ferrari interessiert ist. Das allein regt die Phantasie der Tifosi an. Und sorgt im Fahrerlager für reichlich Zündstoff.
(..)



Viele verstehen den Vorstoß des obersten Dienstherrn des Fiat-Chrysler-Konzerns auch als ein erstes Misstrauensvotum gegen Sebastian Vettel. Wenn Hamilton käme, müsste er gehen. Vettel zählt wie Hamilton zur älteren Generation. Er ist wie der Engländer einer der Großverdiener in dem Geschäft.

Charles Leclerc ist für Ferrari die Zukunft. In seine Karriere hat man viel Geld investiert. Und das soll sich jetzt auszahlen. Es wäre aus Sicht von Ferrari das falsche Signal, zwei Fahrer anzustellen, die bereits im zweiten Abschnitt ihrer Karriere fahren. Vettel versuchte, die Geschichte mit einem Scherz wegzudrücken: „Lewis ist doch schon Ferrari-Fahrer. Er hat ein paar Ferrari in seiner Garage stehen.“
Edit:

Im Grunde genommen kann Vettel froh sein, dass in der Ferrari Teamführung aktuell ruhigere Genossen sitzen. Marchionnes letzter Wunsch war es, Leclerc zu holen. Der wollte Räikkonen bereits 2018 ersetzen durch Leclerc. Mit Marchionne an der Macht hätte Vettel in Maranello nur noch wenig zu melden. Denn Marchionne war Leclerc Fan.

BILD sprach mit den Toten.
ALDO war am Sterbebett von marchionne.

Das Niveau dieses Beitrages in zwei Sätzen zusammengefasst... :rofl:
Dass Marchionne ein Vettelfan und Befürworter war, das hast du einfach vergessen nehme ich an.
Auch dass er es war, der Vettel einen unbefristeten Vertrag anbot.

Ansonsten kann ich Formula_1 nur zustimmen. Ich vermute eher, dass er bei dir einen Nerv getroffen hat, weil alles, was er sagt, eigentlich richtig ist. Das ganze wird von dir nur irgendwie in eine contra-Vettelrichtung gedreht.
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turbocharged
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Re:

Beitrag von turbocharged » 03.12.2019, 22:06

Redaktion hat geschrieben:
03.12.2019, 20:04
Ferrari hat nie zu Leclerc gesagt: 'Entspann dich und lerne von Vettel'. Das hätte das Team weiter gebracht.
Was hätte er von Vettel lernen können? Wie man sich am besten dreht?
Redaktion hat geschrieben:
03.12.2019, 20:04
Zwar habe er mit sieben Pole-Positionen sein Talent gezeigt, er sei aber noch nicht konstant genug, um um die Weltmeisterschaft zu fahren.
Stimmt. Vettel hingegen ist die Konstanz in Person.


Leclerc ist durchaus ein Grund, warum es bei der Scuderia etwas chaotisch abläuft. Aber er trägt nicht die Schuld dafür. Er ist einfach zu schnell für Vettel und die Teamführung kann das nicht handeln.

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Re:

Beitrag von Simon667 » 03.12.2019, 22:17

Meine Meinung:

Leclerc ist der Grund für den Zwist im Team.

Es war richtig Leclerc zu holen. Das zeigen seine Ergebnisse.

Leclerc kam wie es einem zukünftigen Weltmeister würdig ist; natürlich fährt er nicht einfach nur für Vettel, sondern weil gleich zeigen, was er kann. Das hat er getan.

Vettel hatte gleichzeitig jedenfalls bis zur Mitte der Saison arge Probleme mit dem Fahrzeug. Es ist aber sein Job besser als sein Teamkollege zu sein. Das hat er nicht geschafft.

Ferrari hat es an mehreren Stellen nicht geschafft, die Fahrer vernünftig zu führen. Das gilt sowohl für Vettel, als auch für Leclerc.

Ergo: Leclerc ist der Grund, aber da von Schuld zu sprechen halte ich für falsch. Er hat nicht viel falsch gemacht. Die Schuld liegt bei allen etwas. Insgesamt müssen sie als Team zusammenwachsen.

D-Zug
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Re:

Beitrag von D-Zug » 03.12.2019, 22:47

Schuld im Sinne von "Leclerc nicht langsam/unambitioniert/unehrgeizig genug" ist gemeint, oder?

Sonst macht alles keinen Sinn.
Zuletzt geändert von D-Zug am 03.12.2019, 22:48, insgesamt 1-mal geändert.

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Re:

Beitrag von borsti01 » 03.12.2019, 22:47

Nein, Leclerc hat nicht Schuld, sondern die Teamleitung. Ferrari hat die ganze Saison über einen absolut chaotischen Eindruck gemacht. Nicht nur, dass man das Temperament der Fahrer nicht in den Griff bekam, auch passierten immer wieder Fehler in der Rennstrategie und technisch ging zuviel schief. Kurz gesagt: Es brennt an allen Ecken und Enden. Das einzige was man hatte, war ein über weite Strecken wirklich schnelles Auto. Diesen Vorteil hat man aber so gut wie nie zu etwas sinnvollem umgemünzt.

Der Beweis: Das Ein-Mann-Team Red Bull hat genausoviele Siege und Verstappen steht in der Wertung vor beiden Ferrari-Fahrern. Von Mercedes will ich gar nicht reden. Hamilton und sein Team sind weder vom Material her, noch vom fahrerischen Talent völlig unbesiegbar - aber sie funktionieren wie eine unbarmherzige Siegesmaschine und leisten sich über eine ganze Saison ungefähr so viele Schnitzer, wie Ferrari an einem Wochenende.

Sorry aber die Scuderia war 2019 ein einziger Saftladen und ich glaube, wenn wir ehrlich sind, es gibt keinen, der Binotto nach dieser Saison noch für den richtigen Mann hält, diesen Haufen ordentlich zu managen. Seine Fahrer nehmen ihn zumindest offensichtlich nicht besonders ernst.

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Re:

Beitrag von xMercedesx » 03.12.2019, 23:02

Leclerc hat einen guten Job gemacht und das im ersten Jahr bei Ferrari. :thumbs_up:
Man darf nicht vergessen er ist noch sehr jung und wird sich steigern und reifen genauso wie ein Max. Beide sind Fahrer die kein Interesse haben sich hinten Anzustellen.

GenauDer
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Re: Re:

Beitrag von GenauDer » 03.12.2019, 23:10

Aldo hat geschrieben:
03.12.2019, 20:38
Formula_1 hat geschrieben:
03.12.2019, 20:21
In diesem Fall stimme ich Villeuve absolut zu, ziemlich genauso sehe ich die "Misere" bei Ferrari auch. Die Ansage, dass Vettel Nr. 1 sein solle, kam ja aus dem Grund, weil man ihm eigentlich den Rücken stärken wollte. Aber wie hier auch geschrieben, hat Leclerc das ganze von vornherein torpediert (und auch die Medien), somit klappte das schonmal nicht. Anschließend beide gleich zu setzen war prinzipiell richtig, und letztendlich ist es auch völlig egal gewesen, da das Auto über die ganze Saison eh nicht gut genug war.
Eventuell wären manche Fehler seitens des Teams aber auch nicht passiert, wenn es bei den Fahrern diese Unruhe nicht gegeben hätte... Ist schwer zu sagen im Nachhinein, und jetzt ist es zu spät, Leclerc nochmal ganz klar zu sagen "Deine Zeit wird kommen, halte dich erstmal zurück.". Ich bin nachwievor der Meinung, dass der eigentliche "Fehler" war, Leclerc dieses Jahr schon in den Ferrari zu setzen.

Ich freue mich aber auch darauf, nächstes Jahr zu sehen, ob Ferrari WM fähig sein wird, und wenn ja, wer sich durchsetzt.
Lass mich raten? 2014 ist Red Bull auch auseinandergefallen?
Man kann sich auch alles zurechtbiegen. Ferrari hat sich diese Saison fürchterlich dumm angestellt, das hat sich aber bereits schon 2017 und 2018 angedeutet - Binotto ist aus meiner Sicht komplett überfordert was das Management betrifft. Das ist der tatsächliche Grund.

Und warum bist du der Meinung dass man Leclerc hätte nicht holen sollen? Nur damit sich Vettel noch fünf Jahre gegen ein alternden Räikkonen behaupten kann? Leclerc hat oft gezeigt was mit dem Auto möglich ist. Mit Vettel/Räikkonen hätte Ferrari vermutlich diese Saison maximal drei Siege und eine Pole feiern dürfen. Würde mich nicht wundern, wenn Leclerc auch schon 2018 sehr nah an Vettel dran gewesen wäre.

Über nächste Saison brauchen wir gar nicht diskutieren. Wenn sich Vettel nicht steigert, war’s das aus meiner Sicht. Leclerc lernt und steigert sich mit jedem Rennen. Der wird nicht langsamer sondern eher schneller und konstanter, siehe Max Verstappen. Um genauer zu werden:


https://www.auto-motor-und-sport.de/for ... hn-elkann/
Es ist schon ein paar Wochen her. Doch Italiens Sportzeitschrift Gazzetta dello Sport elektrisierte alle Ferrari-Fans erst diese Woche mit der Meldung. Fiat-Chef John Elkann trifft Lewis Hamilton. Das Thema liegt auf der Hand. Elkann wollte ausloten, ob der Champion 2021 an einem Wechsel zu Ferrari interessiert ist. Das allein regt die Phantasie der Tifosi an. Und sorgt im Fahrerlager für reichlich Zündstoff.
(..)



Viele verstehen den Vorstoß des obersten Dienstherrn des Fiat-Chrysler-Konzerns auch als ein erstes Misstrauensvotum gegen Sebastian Vettel. Wenn Hamilton käme, müsste er gehen. Vettel zählt wie Hamilton zur älteren Generation. Er ist wie der Engländer einer der Großverdiener in dem Geschäft.

Charles Leclerc ist für Ferrari die Zukunft. In seine Karriere hat man viel Geld investiert. Und das soll sich jetzt auszahlen. Es wäre aus Sicht von Ferrari das falsche Signal, zwei Fahrer anzustellen, die bereits im zweiten Abschnitt ihrer Karriere fahren. Vettel versuchte, die Geschichte mit einem Scherz wegzudrücken: „Lewis ist doch schon Ferrari-Fahrer. Er hat ein paar Ferrari in seiner Garage stehen.“
Edit:

Im Grunde genommen kann Vettel froh sein, dass in der Ferrari Teamführung aktuell ruhigere Genossen sitzen. Marchionnes letzter Wunsch war es, Leclerc zu holen. Der wollte Räikkonen bereits 2018 ersetzen durch Leclerc. Mit Marchionne an der Macht hätte Vettel in Maranello nur noch wenig zu melden. Denn Marchionne war Leclerc Fan.
Naja: das ganze war aber vorhersehbar: das habe ich nach dem Rausschmiss von RAI alles schon gedacht. FALLS LEC tatsächlich so schnell sein sollte wie VET, dann hat Ferrari 2019 und F ein Teaminternes Duell und einige Probleme

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Re: Re:

Beitrag von Warlord » 03.12.2019, 23:18

Simon667 hat geschrieben:
03.12.2019, 22:17
Meine Meinung:

Leclerc ist der Grund für den Zwist im Team.

Es war richtig Leclerc zu holen. Das zeigen seine Ergebnisse.

Leclerc kam wie es einem zukünftigen Weltmeister würdig ist; natürlich fährt er nicht einfach nur für Vettel, sondern weil gleich zeigen, was er kann. Das hat er getan.

Vettel hatte gleichzeitig jedenfalls bis zur Mitte der Saison arge Probleme mit dem Fahrzeug. Es ist aber sein Job besser als sein Teamkollege zu sein. Das hat er nicht geschafft.

Ferrari hat es an mehreren Stellen nicht geschafft, die Fahrer vernünftig zu führen. Das gilt sowohl für Vettel, als auch für Leclerc.

Ergo: Leclerc ist der Grund, aber da von Schuld zu sprechen halte ich für falsch. Er hat nicht viel falsch gemacht. Die Schuld liegt bei allen etwas. Insgesamt müssen sie als Team zusammenwachsen.
Die Aktion in Monza von Leclerc war asozial hoch 3.
Er hat es nicht verstanden, das man bei Ferrari, für Ferrari fährt.
Bei dem Rest von dir, stimme ich zu.

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