was aus "let them drive" wurde...

Was läuft in der Formel 1 Szene?

Moderator: Mods

Benutzeravatar
daSilvaRC
Formel1.de-Legende
Formel1.de-Legende
Beiträge: 27604
Registriert: 06.02.2010, 22:04
Lieblingsfahrer: Sokadem, M.Button
Lieblingsteam: Team X-Ray
Wohnort: Niedersachsen

was aus "let them drive" wurde...

Beitragvon daSilvaRC » 02.07.2019, 14:57

Nachdem in Kanada eine Strafe für Vettel ausgesprochen wurde, eine Strafe die man zweifellos geben kann, aber auch nicht muss, und meiner Meinung fehl am Platze war, geht die FIA scheinbar wiedermal in die Richtung: Let them drive. So geschehen in Österreich Leclerc vs Verstappen. Hier hat man davon abgesehen, Verstappen eine 5Sek. zeitstrafe zu geben.


Witzig ist, das nach Kanada hier im Forum viele von überregelementierung sprachen, und nach Spielberg, teilweise die gleichen User, eine Strafe herbeigerufen haben.
Subjektiv wohl auch einige weil es eben der böse Verstappen, und der Saubermann Leclerc waren. Zumindest ist das mein Eindruck.

Ich frage mich daher: Was ist richtiger gewesen?

Muss man jede Berührung bestrafen? Oder muss man das eben nicht und die Jungs sollen wieder rennen fahren?
Ich will keine vergleiche von von 1, 10, oder 70Jahren, ich will wissen wie ihr es gerne hättet.

Weniger Strafen (Vettel und Verstappen) straffrei?

Oder lieber beide mit z.B. einer 5Sek Zeitstrafe belegen?
Früher war alles besser... auch die Zukunft!

„Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung. Ich glaube an das Pferd“

Benutzeravatar
evosenator
Formel1.de-Legende
Formel1.de-Legende
Beiträge: 29613
Registriert: 23.03.2008, 23:51
Lieblingsfahrer: Lec,Vet,Ham
Lieblingsteam: Ferrari
Wohnort: Zürich
Kontaktdaten:

Re: was aus "let them drive" wurde...

Beitragvon evosenator » 02.07.2019, 17:17

Lieber Beide keine Strafe !!!! (Aber eben auch Vettel nicht)

Benutzeravatar
turbocharged
Rekordchampion
Rekordchampion
Beiträge: 13859
Registriert: 04.10.2009, 11:06
Wohnort: Bayern

Re: was aus "let them drive" wurde...

Beitragvon turbocharged » 02.07.2019, 17:37

Ich hätte gerne Fahrer, welche schlicht und ergreifend saubere Zweikämpfe führen. Welche dem Gegner nicht einfach vor's Auto fahren oder ihn von der Strecke drängen. Dann müsste auch nichts mehr bestraft werden.

Vorallem in den letzten fünf Jahren fand in dieser Hinsicht eine ganz schlechte Entwicklung statt.

Benutzeravatar
eifelbauer
Pole-Sitter
Pole-Sitter
Beiträge: 3949
Registriert: 16.02.2009, 14:06

Re: was aus "let them drive" wurde...

Beitragvon eifelbauer » 02.07.2019, 18:30

Die FIA sollte einen anderen weg gehen, das ganze muss Öffentlicher werden.
Kurzes aber doch deutliches Video von den Stewards selber, während des Rennens oder eben direkt nach dem GP oder Training.
Dann eine Komplette Aufarbeitung mit allen Videobildern Telemetrie Daten, werden Fahrer gehört veröffentlichen mit Video was die sagen. Die Entscheidung sollte dann auch von den Stewards erklärt werden, ähnlich wie am Skypad nur sollten da eben auch die Bilder gezeigt werden die wir normal nicht sehen.
Dann würden viele besser mit Strafen leben können, klar nicht alle aber das ist auch nicht wichtig. Die Zeit wo Mr. E. mit seinem Kumpel bei der FIA noch alles durchwinken konnte ist vorbei, über Strafen willkürlich entscheiden auch.
Wird schon, brauchen einfach Zeit nach dem langen Winter in den uns der alte gehalten hat.
Also Strafen ja diese halt richtig mit dem nötigen Material erklären, es könnte so einfach sein.

Benutzeravatar
Forza_Ferrari
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 2229
Registriert: 25.07.2010, 19:23
Lieblingsfahrer: M. Schumacher; Der Spanier
Lieblingsteam: Die Mythosmarke aus Maranello
Wohnort: Modena

Re: was aus "let them drive" wurde...

Beitragvon Forza_Ferrari » 02.07.2019, 19:31

Am liebsten keine Strafe, für beide. Wenn ich aber sehe, dass Vettel der Sieg dadurch genommen wird - für eine Situation, die viel weniger eindeutig ist - dann sollte Verstappen ebenso eine 5 Sekunden Strafe reingedrückt werden, wenn ich mir ansehe, dass er Leclerc einfach verhungern lässt.

Wie Zweikämpfe gehen, hat er doch die Runden davor gezeigt. Nur kam er so eben nicht am Ferrari vorbei und ihm gingen die Runden aus. Da macht man es sich eben einfach und drückt den Kollegen etwas nach außen, um sicherzugehen, dass kein Konter mehr erfolgen kann.

Klar kann man auch sagen, wenn da Kies gewesen wäre, hätte Leclerc schon früher nachgegeben, in dem Falle wäre es aber auch so gewesen, dass Verstappen ihn ebenso bewusst abgedrängt hätte. Sowas wie damals mit Vettel und Alonso in Monza war/ist für mich an der Grenze und das, was ich sehen möchte. Sowas, wie es Schumacher und Räikkönen 2006 in Brasilien gezeigt haben, ist brilliantes Racing. Hartes Racing. Faires Racing. Lustigerweise wiederholte sich genau dieses Duell nochmal im Jahre 2012, nur war es diesmal Kimi, der Schumacher da überholte.

Von mir aus soll es gelockert werden, aber dieses Messen mit zweierlei Maß geht mir auf den Wecker. Und da es hier auch um "Let them race" geht, braucht keiner anfangen, dass die "Situationen nicht vergleichbar wären". Muss ich nämlich gar nicht. Die Formel 1 muss generell von ihrem Mimosen-Image weg. Und es muss wieder so werden, dass "Gleiches Recht für alle" gilt und auch nach den Kriterien bewertet wird "Entweder dürfen es alle, oder gar keiner".
Bild

Benutzeravatar
evosenator
Formel1.de-Legende
Formel1.de-Legende
Beiträge: 29613
Registriert: 23.03.2008, 23:51
Lieblingsfahrer: Lec,Vet,Ham
Lieblingsteam: Ferrari
Wohnort: Zürich
Kontaktdaten:

Re: was aus "let them drive" wurde...

Beitragvon evosenator » 02.07.2019, 19:37

Forza_Ferrari hat geschrieben:
Klar kann man auch sagen, wenn da Kies gewesen wäre,


:thumbs_up:

eh eine Aussage, die ich nicht mehr hören kann..Wenn meine Tante ein Schniedl hätte, wäre es mein Onkel usw.

Benutzeravatar
daSilvaRC
Formel1.de-Legende
Formel1.de-Legende
Beiträge: 27604
Registriert: 06.02.2010, 22:04
Lieblingsfahrer: Sokadem, M.Button
Lieblingsteam: Team X-Ray
Wohnort: Niedersachsen

Re: was aus "let them drive" wurde...

Beitragvon daSilvaRC » 03.07.2019, 09:21

eifelbauer hat geschrieben:Die FIA sollte einen anderen weg gehen, das ganze muss Öffentlicher werden.


nein muss es nicht, nach den entscheidungen sind die Urteile öffentlich einsehbar. Ich weiss nicht wieso das jetzt per Video öffentlich gemacht werden soll- die Fans die rumheulen, haben eh soviele tränen in den augen das sie das nicht sehen können/ wollen.

Dann würden viele besser mit Strafen leben können, klar nicht alle aber das ist auch nicht wichtig.

das bezweifle ich sehr stark, weil dafür müsste man sich mit den urteilen und den Vergehen und vor allem mit den sehr komplexen regeln vertraut machen, das rumheulen in nem Forum ist doch viel einfacher.


Also Strafen ja diese halt richtig mit dem nötigen Material erklären, es könnte so einfach sein.


nicht praktikabel. dann haste nach dem Rennen/ Qualy/ Training nochmal ne stunde Video material, um zu verstehen warum wieso weshalb?
Unnötig.
Früher war alles besser... auch die Zukunft!

„Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung. Ich glaube an das Pferd“

Benutzeravatar
eifelbauer
Pole-Sitter
Pole-Sitter
Beiträge: 3949
Registriert: 16.02.2009, 14:06

Re: was aus "let them drive" wurde...

Beitragvon eifelbauer » 03.07.2019, 21:50

daSilvaRC hat geschrieben:nein muss es nicht, nach den entscheidungen sind die Urteile öffentlich einsehbar. Ich weiss nicht wieso das jetzt per Video öffentlich gemacht werden soll- die Fans die rumheulen, haben eh soviele tränen in den augen das sie das nicht sehen können/ wollen.

Ist der Strafen Katalog den die Stewards gebrauchen Öffentlich?
Also den brauchen wir und auch die Teams, alle Entscheidungen weder in der Gruppe nieder geschrieben mit dem Bildmaterial dazu. Den will ich sehen mit einer gesprochenen Erklärung des Hauptverantwortlichen Steward.
das bezweifle ich sehr stark, weil dafür müsste man sich mit den urteilen und den Vergehen und vor allem mit den sehr komplexen regeln vertraut machen, das rumheulen in nem Forum ist doch viel einfacher.

Auch sind die Regeln komplex gut erklärt versteht man diese besser, wenn das dann bedeutet das 30% weniger im Forum heulen perfekt. Dann heulen die Betreiber der Seite das weniger los ist, kann ich mit leben denn dann arbeiten die vielleicht auch mal ordentlich.
nicht praktikabel. dann haste nach dem Rennen/ Qualy/ Training nochmal ne stunde Video material, um zu verstehen warum wieso weshalb?

Dafür haben wir YT etwas Werbung mit einbauen und es bringt gutes Geld für die FIA, ob das praktikabel ist sollte man überprüfen die Bildrechte liegen ja nicht bei ihnen. Aber ansehen werden sich das Millionen, einfaches Geld für die FIA&LM.
Unnötig

Sicher nicht Unnötig, Transparent solche Entscheidungen verkünden. Zeigen das die F1 ein ehrlicher Sport werden will. Glauben noch viele das es wie bei Mr E. abgeht der mal eben zum Telefon greift und denen sagt welche Strafe es geben soll.

Benutzeravatar
daSilvaRC
Formel1.de-Legende
Formel1.de-Legende
Beiträge: 27604
Registriert: 06.02.2010, 22:04
Lieblingsfahrer: Sokadem, M.Button
Lieblingsteam: Team X-Ray
Wohnort: Niedersachsen

Re: was aus "let them drive" wurde...

Beitragvon daSilvaRC » 04.07.2019, 09:14

Tut mir leid, ich will keine stundenlangen Videos warum wieso weshalb da was bestraft wurde, ich will mehr racing, und es nicht noch komplizierter machen.


Zu den öffentlichen Strafen, und erklärungen:

Hier hast du z.B. eine Erklärung die für den laien verständlich niedergeschrieben wurde, ich weiss nicht was dadran falsch sein soll?
viewtopic.php?f=106&t=62087


Das Regelbuch ist ebenfalls öffentlich einsehbar:
https://www.motorsport-total.com/formel ... ent-regeln
Früher war alles besser... auch die Zukunft!

„Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung. Ich glaube an das Pferd“

Benutzeravatar
eifelbauer
Pole-Sitter
Pole-Sitter
Beiträge: 3949
Registriert: 16.02.2009, 14:06

Re: was aus "let them drive" wurde...

Beitragvon eifelbauer » 04.07.2019, 15:36

daSilvaRC hat geschrieben:Hier hast du z.B. eine Erklärung die für den laien verständlich niedergeschrieben wurde, ich weiss nicht was dadran falsch sein soll?
viewtopic.php?f=106&t=62087

Alles klar :rofl:
Viel Spaß :thumbs_up:

Schöner Tag zum Rasenmähen, das Unkraut muss auch wieder zwischen den Steinen raus.

Benutzeravatar
daSilvaRC
Formel1.de-Legende
Formel1.de-Legende
Beiträge: 27604
Registriert: 06.02.2010, 22:04
Lieblingsfahrer: Sokadem, M.Button
Lieblingsteam: Team X-Ray
Wohnort: Niedersachsen

Re: was aus "let them drive" wurde...

Beitragvon daSilvaRC » 04.07.2019, 18:00

eifelbauer hat geschrieben:
daSilvaRC hat geschrieben:Hier hast du z.B. eine Erklärung die für den laien verständlich niedergeschrieben wurde, ich weiss nicht was dadran falsch sein soll?
viewtopic.php?f=106&t=62087

Alles klar :rofl:
Viel Spaß :thumbs_up:

Schöner Tag zum Rasenmähen, das Unkraut muss auch wieder zwischen den Steinen raus.


klar wenn einem die argumente ausgehen, oder man zu faul zum lesen ist, dann kann man mal so antworten.
Früher war alles besser... auch die Zukunft!

„Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung. Ich glaube an das Pferd“

Benutzeravatar
eifelbauer
Pole-Sitter
Pole-Sitter
Beiträge: 3949
Registriert: 16.02.2009, 14:06

Re: was aus "let them drive" wurde...

Beitragvon eifelbauer » 04.07.2019, 22:58

daSilvaRC hat geschrieben: :chat:

Der Strafen Katalog den nicht mal die Teams sehen und verstehen, kommst da mit dem Regelwerk. Die Berichte und Videos der Stewards die sie für sich selber behalten, die müssten Öffentlich werden.
Interessiert dich nicht gut, dann nicht.
Kommst mit einem Artikel der in der Überschrift schon mit 6 setzen abgehakt werden kann, Oh Strafe für VER ah doch nicht. Bitte wer so einen Müll braucht. Gut jedem das seine bin im Forum ja, nur muss ich dann auch diese Artikel lesen nein.
Eine saubere Erklärung mit allen beteiligten kann gerne auch ne Stunde dauern, denn damit würde man auch den Vorfall in diesem Rennen erklären zwischen VET und NOR in derselben Kurve. Leider wurde der nicht einmal Untersucht, aber gut das dauert dir zulange und ist deiner Meinung nach im Regelwerk umschrieben. „Let them race“ kann man in Worten nicht in den Regeln genau umschreiben, daher wäre es wichtig zuhören wie man dazu kam.


Ps Der Rasen ist gemäht und das Unkraut darf sich wieder seinen weg suchen

Benutzeravatar
daSilvaRC
Formel1.de-Legende
Formel1.de-Legende
Beiträge: 27604
Registriert: 06.02.2010, 22:04
Lieblingsfahrer: Sokadem, M.Button
Lieblingsteam: Team X-Ray
Wohnort: Niedersachsen

Re: was aus "let them drive" wurde...

Beitragvon daSilvaRC » 05.07.2019, 09:05

ich verstehe dein Problem gar nicht. das regelbuch usw sind alle öffentlich zugänglich:

https://www.motorsport-total.com/formel ... ent-regeln

Was würde daran besser werden, wenn da nen Video aufgenommen wird?

Nix! Warum?
Weil du dir das anguckst das verstehst und gut. Aber die breite masse der fans eben nicht- sieht man ja super am frühstart Magnussen/ verstappen. Wurde sauber erklärt, wollte aber dennoch keiner verstehen- und du glaubst echt das wird besser wenn man darüber nen Video macht? Hab selten so gelacht..
Früher war alles besser... auch die Zukunft!

„Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung. Ich glaube an das Pferd“

Benutzeravatar
Plauze
Mehrfacher Champion
Mehrfacher Champion
Beiträge: 12056
Registriert: 15.06.2011, 03:02

Re: was aus "let them drive" wurde...

Beitragvon Plauze » 06.07.2019, 19:24

daSilvaRC hat geschrieben:Witzig ist, das nach Kanada hier im Forum viele von überregelementierung sprachen, und nach Spielberg, teilweise die gleichen User, eine Strafe herbeigerufen haben.
Subjektiv wohl auch einige weil es eben der böse Verstappen, und der Saubermann Leclerc waren. Zumindest ist das mein Eindruck.

[...]

Oder lieber beide mit z.B. einer 5Sek Zeitstrafe belegen?

Dein Eindruck mag vielleicht bei manchen Usern zutreffen, ich glaube aber eher, dass du einen Aspekt der Argumentation derer, die meinten, dass Verstappen hätte bestraft werden sollen, nicht richtig verstanden hast.
Der Punkt ist: Mit den Maßstäben, die in Montreal an Vettels Fahrweise angelegt wurden, konnte es in Spielberg nur ein richtiges Urteil geben. Dieses Urteil kam meines Erachtens nur deshalb nicht zustande, weil es sonst für die Formel 1 richtig problematisch geworden wäre. Für dieses Dilemma können sich alle herzlich bei Pirro und Co. bedanken - die ich zwar um keinen Preis bedroht und belästigt wissen möchte, die der Formel 1 insgesamt aber eben einfach einen Bärendienst erwiesen haben.

Wir haben in Montreal gesehen, wie Vettel infolge eines Manövers, mit dem er sich selbst mehr geschadet hat als seinem Kontrahenten, eine 5-Sekunden-Zeitstrafe auferlegt wurde. Wir haben lang und breit drüber diskutiert und ich will es jetzt nicht neu aufrollen. Jeder darf es meinetwegen so interpretieren wie er will. Die Kommissare und die FIA haben klare Kante gezeigt (wenigstens etwas) und standen zu ihrer Entscheidung.

So, jetzt gehen wir nach Spielberg. Wieder ein Ferrari, diesmal Leclerc, im Verteidigungsmodus, doch diesmal ist er es, der vom angreifenden Verstappen von der Strecke gedrängt wird. Dabei kommt es sogar zu einer Berührung. Die Fraktion, die meint, dass Leclerc hätte nachgeben müssen (wie er es bei Kiesbett gemacht hätte), muss dann aber bitte auch sagen, dass Hamilton in Montreal ja auch früher hätte bremsen können statt reinzustechen. Leider machen wir hier nicht zum ersten Mal die Erfahrung, dass der Angreifer (in Montreal Hamilton, in Spielberg Verstappen) immer mehr Macht zugesprochen bekommt zu Ungunsten des Verteidigers (Vettel/Leclerc), der immer engere Spielräume abgesteckt bekommt, seine Position zu behaupten.

Meine persönliche Meinung ist: Weder Vettel noch Verstappen gehören bestraft. Ganz recht, lasst sie fahren. Leider wird dabei keiner mitmachen, da alle nur aufheulen, wenn sie selbst betroffen sind, aber niemand bereit ist, beim Rivalen auch mal fünfe gerade sein zu lassen, wenn's im Zweikampf mal enger wird. Das ist eben Politik.

Das große Aber: Wenn man Vettel in Montreal bestraft, gibt es keinen Grund mehr dafür, Verstappens Manöver durchzuwinken. Für den Holländer gab es keinen Grund, sich so weit nach außen tragen zu lassen, dass Leclerc von der Strecke fahren muss - genauso, wie man Vettel vorwarf, in Montreal nach der Rückkehr auf die Strecke nicht einfach die Innenseite befahren zu haben.
Warum wird wohl die Beratung über das Verstappen-Manöver so lange gedauert haben? Mit Sicherheit nicht, weil glasklar einzuschätzen war, dass der Vorgang nicht bestrafungswürdig ist, sondern vermutlich vielmehr, weil intensiver darüber nachgedacht wurde, was wohl passieren würde, wenn man Verstappen im Red Bull vor einem Mix aus österreichischen Red-Bull- und holländischen Verstappen-Fans bei Didi Mateschitz' Heimspiel den Sieg am grünen Tisch entreißt.
Diese Vorsicht macht ja auch Sinn, denn ab einem bestimmten Punkt und im Zweifel über Richtigkeit und Verhältnismäßigkeit der angedachten Strafe müssen die Kommissare eine Rennszene laufen lassen. Diese Vernunft hätte schon in Montreal einsetzen müssen, denn die Strafe aus Montreal machte die Überlegungen zum Verstappen-Manöver garantiert nicht einfacher. Wie gesagt: Mit den Maßstäben der Kommissare aus Montreal hätte Verstappen letzten Sonntag nicht gewinnen dürfen.
Alles kann passieren. Und das ist auch gut so.

Benutzeravatar
Turbo79
Simulatorfahrer
Beiträge: 651
Registriert: 26.03.2013, 16:04
Lieblingsfahrer: Niki Lauda, N.Piquet, S.Vettel
Lieblingsteam: Red Bull Honda
Wohnort: Mainhattan

Re: was aus "let them drive" wurde...

Beitragvon Turbo79 » 06.07.2019, 21:48

Ich bin generell für weniger Strafen wie in den wilden 70ern. In Kanada wars lächerlich und in Österreich wäre es genauso lächerlich gewesen eine Strafe ausszusprechen. Thats Racing!


Zurück zu „Paddock“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 8 Gäste