Stallorder

Was läuft in der Formel 1 Szene?

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Tifoso
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Re: Stallorder

Beitragvon Tifoso » 14.07.2018, 14:48

Stallorder ist in der F1 erlaubt weil es schwer zu regulieren ist. Funkverkehr kann die FIA ja noch nachvollziehen, aber was außerhalb des Cockpits besprochen wird kann man i.d.R. gar nicht nachvollziehen. Somit ist ein Verbot zwar durchaus möglich, aber schwer zu kontrollieren.

Das interessante an Teamorder ist doch das es erlaubt ist, aber Teams wissen dass die Zuschauer nur unter bestimmten Bedingungen damit auch einverstanden sind. Die mediale Auswirkung beim anwenden von der TO ist in sich eine gute Police um die Teams in der Hinsicht zu bremsen, und nur dann durchzuführen wenn es einen guten Grund dafür gibt. Das hat zb. Ferrari 2010 in Hockenheim am eigenen Leib erfahren, und im Umkehrschluss McLaren 2007. Das I-Tüpfelchen war dann RBR 2010 als man vor Brazilien RB beschimpfte und Vettel unerwartet doch siegen durfte - was am Ende auf Unverständnis stieß aber dann sogar den WM-Titel gewann.

Das eigentliche Problem besteht in der modernen F1 eher wie oben angeschrieben bei Team-übergreifenden Strategien. Das konnte man zb. in Australien super sehen, als Haas im Kreuzfeuer stand weil Ferrari siegen konnte und sogar von Aufopferung die Rede war. Hier besteht tatsächlich die Regel "Geld regiert die Welt". Gleichzeitig kann man Teams nicht anhalten jede Position unnötig zu verteidigen wenn doch erwiesen ist dass es besser für das Rennen ist auch mal Motor, Reifen und Sprit zu schonen.
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Re: Stallorder

Beitragvon Carol Krause » 16.07.2018, 12:21

Tifoso hat geschrieben:Stallorder ist in der F1 erlaubt weil es schwer zu regulieren ist. Funkverkehr kann die FIA ja noch nachvollziehen, aber was außerhalb des Cockpits besprochen wird kann man i.d.R. gar nicht nachvollziehen. Somit ist ein Verbot zwar durchaus möglich, aber schwer zu kontrollieren.

Das interessante an Teamorder ist doch das es erlaubt ist, aber Teams wissen dass die Zuschauer nur unter bestimmten Bedingungen damit auch einverstanden sind. Die mediale Auswirkung beim anwenden von der TO ist in sich eine gute Police um die Teams in der Hinsicht zu bremsen, und nur dann durchzuführen wenn es einen guten Grund dafür gibt. Das hat zb. Ferrari 2010 in Hockenheim am eigenen Leib erfahren, und im Umkehrschluss McLaren 2007. Das I-Tüpfelchen war dann RBR 2010 als man vor Brazilien RB beschimpfte und Vettel unerwartet doch siegen durfte - was am Ende auf Unverständnis stieß aber dann sogar den WM-Titel gewann.

Das eigentliche Problem besteht in der modernen F1 eher wie oben angeschrieben bei Team-übergreifenden Strategien. Das konnte man zb. in Australien super sehen, als Haas im Kreuzfeuer stand weil Ferrari siegen konnte und sogar von Aufopferung die Rede war. Hier besteht tatsächlich die Regel "Geld regiert die Welt". Gleichzeitig kann man Teams nicht anhalten jede Position unnötig zu verteidigen wenn doch erwiesen ist dass es besser für das Rennen ist auch mal Motor, Reifen und Sprit zu schonen.


An sich verstehe ich deine Argumentation ja und sie gibt durchaus Sinn.

Was ich allerdings nicht verstehe ist der letzte Punkt: Was hätte Ferrari davon gehabt, dass Haas ausscheidet?
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Re: Stallorder

Beitragvon Tifoso » 16.07.2018, 14:21

Carol Krause hat geschrieben:An sich verstehe ich deine Argumentation ja und sie gibt durchaus Sinn.

Was ich allerdings nicht verstehe ist der letzte Punkt: Was hätte Ferrari davon gehabt, dass Haas ausscheidet?


F1 ist Verschwörungen nicht fremd, und eine der absurdesten in letzter Zeit war Australien. Angeblich soll Haas mit Absicht einen Haufen Punkte in den Sand gesetzt haben um so ein SC/VSC für Ferrari auszulösen. Ist natürlich vollkommener Quatsch, da selbst gewollt weder Ferrari noch Haas auf die Sekunde antizipieren können wann genau die SC Phase ausgerufen wird und wie Mercedes darauf reagiert, ganz zu schweigen davon dass man eigentlich schon im Vorfeld die Strategie aller Konkurrenten genau kennen muss.

Der eigentliche Punkt soll aber hervorheben dass wen selbst bei solchen Situationen Theoretiker-Spezialisten aus Ihren Löchern kriechen ist es schier Unmöglich echte Überholmanöver von Schiebung zu unterscheiden. Somit ist selbst bei verschiedenen Teams eine Hersteller-Order durchaus erdenkbar - aber halt nicht einfach zu beweisen. Hamilton als auch Vettel haben vor kurzem gezeigt dass man vom 20. auf den 6. Platz innerhalb weniger Runden kommen kann. Da gab es auch fragwürdige Überholmanöver, aber bei dem Geschwindigkeitsunterschied ist das eigentlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Punkt bleibt dass man Teamorder nur schwer beweisen kann, und bei verschiedenen Teams erst recht nicht. Somit kann es auch nur schwer ein Regelwerk geben wo die Unterbindung auch fair durchgesetzt wird.
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Edit 2015: Hab meine Sig schon so lange nicht geändert dass Raikönnen mittlerweile auch schon wieder ein paar Jahre fährt. Von dem bin ich natürlich auch ein Fan :D


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