Mercedes-Benz will mehr Mitspracherecht bei McLaren-Mercedes

Was läuft in der Formel 1 Szene?

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Desmodromisch
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Mercedes-Benz will mehr Mitspracherecht bei McLaren-Mercedes

Beitrag von Desmodromisch » 03.01.2008, 21:56

In einer sehr seriösen argentinischen Tageszeitung von heute (03.01.2008) steht, dass sich Mercedes einen Großteil der Aktien von McLaren aneignen will, um mehr Gewicht bei Entscheidungen zu bekommen. Als Grund wird angeführt, dass Mercedes sich den Prestigeverlust von 2007 nicht mehr leisten kann/möchte.


Text auf Spanisch:

Mercedes busca más acciones en McLaren

Mercedes-Benz busca adueñarse de una buena parte de las acciones del equipo McLaren de F.1 con el fin de ejercer un mayor dominio sobre éste, tras los escándalos que rodearon al team en el espionaje a Ferrari. Así, la casa alemana pretende tomar distancia de los hechos de corrupción que la salpicaron.

Link:
http://www.lanacion.com.ar/edicionimpre ... _id=975727
Besser einen Focus in der eigenen Garage,
als einen Lamborghini in der des Nachbarn.

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Beitrag von Argestes » 04.01.2008, 10:49

Bin ja immer skeptisch, wenn eher "exotische" Quellen sowas berichten, während die heimischen Medien noch nicht viel zu verlautbaren haben.

Andererseits sehe ich da keine besonders neue Entwicklung. Ich glaube das also sehr wohl, da Mercedes sich seit langer Zeit zunehmend stärker bei Mclaren einkauft und irgendwann eine komplette Übernahme die logische Folge sein wird, wenn das Interesse an der F1 bestehen bleibt und Mclaren nicht andere Pläne hat.
Nur der Grund, den sehe ich nicht so, weil eben die Entwicklung nicht neu ist.
Ich meine das ernst.
Ich bin eben so blöd.

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Beitrag von SonnyQ » 05.01.2008, 18:46

Das Gerücht existiert schon seit Dezember letzten Jahres. Mercedes wird sich früher oder später dem Trend anschließen und dasTeam zumindest in der Mehrheit kaufen, so wie es auch BMW getan hat.
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass man dort dann alles umkrempeln und völlig neu strukturieren würde.
Allerdings wären dann die Chancen für einen deutschen Piloten im Team riesengroß, fast schon zwangsläufig damit verbunden.
Der 22. Oktober 2006.

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Beitrag von Argestes » 05.01.2008, 19:10

SonnyQ hat geschrieben:Allerdings wären dann die Chancen für einen deutschen Piloten im Team riesengroß, fast schon zwangsläufig damit verbunden.
Sicher ein Trugschluss. Wer's nicht glauben will, der soll mal die Ruhmreichen italienischen Namen im Dienste von Ferrari begutachten.

Das Hauptargument ist ja immer der Werbeeffekt, aber zum Einen ist Deutschland für die Autoindustrie kein Wachstumsmarkt, zum Anderen reicht ja ein deutsches Unternehmen um in Deutschland gut dazustehen.

Werbetechnisch wäre wohl interessanter den ersten chinesischen Weltmeister in den eigenen Reihen zu haben, aber das ist ja sowieso noch eine Utopie.

Also, ein deutscher Fahrer wäre leicht möglich, wenn er die beste Wahl aus sportlicher Sicht ist. Ansonsten denke ich nicht, dass die Chancen der deutschen Piloten auf ein Mercedes-Cockpit steigen, falls Mclaren weniger zu sagen hat. Es sei denn deutsche Sponsoren machen sich dafür stark.
Ich meine das ernst.
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Beitrag von SonnyQ » 05.01.2008, 19:26

Argestes hat geschrieben:
SonnyQ hat geschrieben:Allerdings wären dann die Chancen für einen deutschen Piloten im Team riesengroß, fast schon zwangsläufig damit verbunden.
Sicher ein Trugschluss. Wer's nicht glauben will, der soll mal die Ruhmreichen italienischen Namen im Dienste von Ferrari begutachten.

Das Hauptargument ist ja immer der Werbeeffekt, aber zum Einen ist Deutschland für die Autoindustrie kein Wachstumsmarkt, zum Anderen reicht ja ein deutsches Unternehmen um in Deutschland gut dazustehen.

Werbetechnisch wäre wohl interessanter den ersten chinesischen Weltmeister in den eigenen Reihen zu haben, aber das ist ja sowieso noch eine Utopie.

Also, ein deutscher Fahrer wäre leicht möglich, wenn er die beste Wahl aus sportlicher Sicht ist. Ansonsten denke ich nicht, dass die Chancen der deutschen Piloten auf ein Mercedes-Cockpit steigen, falls Mclaren weniger zu sagen hat. Es sei denn deutsche Sponsoren machen sich dafür stark.
Natürlich spielt es auch eine Rolle, dass der Fahrer auch eine Ausstrahlung nach außen bestitzt, dass die Verbraucher sich eher ein Modell der betreffenden Marke holen als eins einer anderen Marke.
Würde unter der Leitung von Mercedes tatsächlich ein Chinese Weltmeister werden oder auch ein Inder, würden die Produkte von Daimler sich dort wie warme Semmeln verkaufen und man würde sich dum und dusselig verdienen.
Trotzdem muss der Fahrer auch absolute Spitzenklasse sein und in eutschland gibt es halt vergleichsweise viele von denen. Norbert Haug hat sich ja auch selber darum gekümmert, Rosberg von Williams loszueisen. Dies scheiterte aber an der exorbitanten Ablöseforderung von Seiten Williams.
Ich wäre mir nicht so sicher, dass sich McLaren ohne Mercedes in solchem Maße um Rosberg bemüht hätte.
Der 22. Oktober 2006.

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Beitrag von Seven » 06.01.2008, 00:06

Tja, Mercedes hat es beizeiten verpasst, mit weiteren Anteile von Ojjeh und Dennis die Mehrheit zu übernehmen.

Jetzt sind die Anteile in den Händen von potenten "Investoren" die sicher einen "kleinen" Gewinnaufschlag haben möchten.

Andererseits traue ich der Quelle nicht so sonderlich. Warum sollten hiesige Zeitungen das nicht wissen, oder die Quelle nicht zitieren wollen?

Die Frage, die sich stellt ist, was kann das bringen? Will Mercedes Ron Dennis absetzen? Wie würde das "Team" darauf reagieren.

Erinnert Euch, die Übernahme von Ilmor und die Ausbootung von Mario Ilien endete für Mercedes in endlosen Machtkämpfen und im organisatorischen Chaos. Es gibt stellen, da sind meines Erachtens Engländer und Deutsche absolut nicht kompatibel, anders als Deutsche und Schweizer. Ich habe lange genug in England gearbeitet, meine Meinung ist an dieser Stelle sehr verfestigt.

Dennist lässt sich nicht weiter reinreden. Wie weit es mit der Loyalität der Paragon-Mitarbeiter zu Mercedes bestellt ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Die WM-Losigkeit seit 1999 ist ein internes, organisatorisches Problem, wie der Spionage-Skandal im letzten Jahr eindeutig gezeigt hat. Ein paar Köpfe rollen lassen, mit Deutschen besetzen, das bringt nichts, siehe Ilmor.

Dazu kommt dann auch noch ein Kommunikationsproblem. Jetzt kann Haug sich schön darauf ausruhen, dass die bösen Spione und unfairen Gestalten ja aus dem Hause McLaren kommen und keine Mercedes-Angestellten waren: Die machen so was nicht, die sind fääähre Sportsleite.
Wenn Mercedes sich weiter engagiert, größere Anteile übernimmt, gibt es keine Ausrede. Dann sind sie am Haken.
Sollte wider Erwarten McLaren doch 2009 oder 2010 die WM gewinnen, wird Haug schon der Öffentlichkeit zeigen, wer für den Titel verantwortlich ist: Mercedes. :D

Also, ich glaube, die Daimler AG kann viel verlieren aber wenig gewinnen, wenn sie die Oberhoheit an McLaren übernehmen.
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Beitrag von Argestes » 06.01.2008, 11:42

SonnyQ hat geschrieben:Trotzdem muss der Fahrer auch absolute Spitzenklasse sein und in eutschland gibt es halt vergleichsweise viele von denen.
Aha? Na wenn es soviele gibt und nicht die Nationalität zählt, sondern die Klasse, dann ist es doch schon seltsam, dass noch nie einer im Mclaren saß. Dennis sucht auch nach den besten Piloten. Vor einigen Jahren war da ein Finne vielversprechender als ein Deutscher und jener Finne ist nun Weltmeister. Später schien ein Kolumbianer die beste Wahl zu sein, mal abgesehen vom bei Ferrari fest verankerten Schumacher. Aktuell ist ein Brite der sensationellste F1-Zugang überhaupt und ein weiterer Finne war der hoffnungsvollste Neuzugang, den man sich holen konnte.
Also das Argument zieht nicht. Wenn es 20 Deutsche in der F1 gäbe, aber zwei Leute aus anderen Nationen wären stärker, dann nutzt die Quantität eben auch nichts, falls ein Team die stärksten Piloten einstellt.
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Beitrag von alleswirdgut » 07.01.2008, 04:26

Argestes hat geschrieben:
SonnyQ hat geschrieben:Trotzdem muss der Fahrer auch absolute Spitzenklasse sein und in eutschland gibt es halt vergleichsweise viele von denen.
Aha? Na wenn es soviele gibt und nicht die Nationalität zählt, sondern die Klasse, dann ist es doch schon seltsam, dass noch nie einer im Mclaren saß. Dennis sucht auch nach den besten Piloten. Vor einigen Jahren war da ein Finne vielversprechender als ein Deutscher und jener Finne ist nun Weltmeister. Später schien ein Kolumbianer die beste Wahl zu sein, mal abgesehen vom bei Ferrari fest verankerten Schumacher. Aktuell ist ein Brite der sensationellste F1-Zugang überhaupt und ein weiterer Finne war der hoffnungsvollste Neuzugang, den man sich holen konnte.
Also das Argument zieht nicht. Wenn es 20 Deutsche in der F1 gäbe, aber zwei Leute aus anderen Nationen wären stärker, dann nutzt die Quantität eben auch nichts, falls ein Team die stärksten Piloten einstellt.
McLaren hat immer wieder gezeigt das sie nicht nach Nationalitäten entscheiden, sondern die Qualitäten eines Fahrers den Ausschlag geben.
Deswegen kann ich auch die Argumentation einiger hier nicht nachvollziehen - die immer wieder betonen müssen - ein Brite in einem britischen Team, ist doch klar das der bevorzugt wird. Dann wäre heute sicher David Coulthard Doppelweltmeister und eben kein Finne.

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Beitrag von Argestes » 07.01.2008, 10:49

alleswirdgut hat geschrieben:McLaren hat immer wieder gezeigt das sie nicht nach Nationalitäten entscheiden, sondern die Qualitäten eines Fahrers den Ausschlag geben.
Deswegen kann ich auch die Argumentation einiger hier nicht nachvollziehen - die immer wieder betonen müssen - ein Brite in einem britischen Team, ist doch klar das der bevorzugt wird. Dann wäre heute sicher David Coulthard Doppelweltmeister und eben kein Finne.
Da sollte man aber schon einen Unterschied machen. Coulthard war nunmal Schotte in einem Englischen Team und sobald man auf der Insel ist sind eben nicht mehr alle Briten Briten. :wink:
Hamilton ist derzeit DIE Hoffnung der Engländer wieder einen neuen Star und Weltmeister zu haben. Der erste nach Hill. Da ist der englische - nicht der britische - Nationalstolz sicher nicht zu vernachlässigen und er steht auch wegen seiner Nationalität und nicht nur wegen der Leistung und dem mit Mclaren verbundenen Werdegang im Mittelpunkt des Teams.

Allerdings ist es doch überall, oder zumindest bei allen starken Teams so, dass erstmal die Leistung stimmen muss um überhaupt ins Auto zu kommen. Sitzt man dann drinnen, dann gibt's doch immer einen emotionalen Favoriten. Nicht nur für die Zuschauer, sondern auch um Team. Das wird zwar meist abgestritten, aber daran kann man meiner Meinung nach nichts ändern. Und dass dann der Landsmann von den Leuten im Team schneller als "einer von uns" angenommen und entsprechend unterstützt wird, das ist doch klar. Da muss ein anderer Fahrer schon deutlich stärker sein um sich in den Vordergrund zu spielen.
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Beitrag von SonnyQ » 07.01.2008, 14:10

alleswirdgut hat geschrieben:
Argestes hat geschrieben:
SonnyQ hat geschrieben:Trotzdem muss der Fahrer auch absolute Spitzenklasse sein und in eutschland gibt es halt vergleichsweise viele von denen.
Aha? Na wenn es soviele gibt und nicht die Nationalität zählt, sondern die Klasse, dann ist es doch schon seltsam, dass noch nie einer im Mclaren saß. Dennis sucht auch nach den besten Piloten. Vor einigen Jahren war da ein Finne vielversprechender als ein Deutscher und jener Finne ist nun Weltmeister. Später schien ein Kolumbianer die beste Wahl zu sein, mal abgesehen vom bei Ferrari fest verankerten Schumacher. Aktuell ist ein Brite der sensationellste F1-Zugang überhaupt und ein weiterer Finne war der hoffnungsvollste Neuzugang, den man sich holen konnte.
Also das Argument zieht nicht. Wenn es 20 Deutsche in der F1 gäbe, aber zwei Leute aus anderen Nationen wären stärker, dann nutzt die Quantität eben auch nichts, falls ein Team die stärksten Piloten einstellt.
McLaren hat immer wieder gezeigt das sie nicht nach Nationalitäten entscheiden, sondern die Qualitäten eines Fahrers den Ausschlag geben.
Deswegen kann ich auch die Argumentation einiger hier nicht nachvollziehen - die immer wieder betonen müssen - ein Brite in einem britischen Team, ist doch klar das der bevorzugt wird. Dann wäre heute sicher David Coulthard Doppelweltmeister und eben kein Finne.
Das McLaren nach Nationen entscheidet habe ich nicht gesagt.
Ich habe auch nicht gesagt, dass alle Deutschen Fahrer besser sind als andere.

Um das einmnal am Beispiel Kovalainen klar zu machen:
Ursprünglich war er zweite Wahl hinter Rosberg. Soweit ich das aber mitbekommen habe, war Rosberg für Dennis zu teuer. Haug, repräsentativ für Mercedes, hätte als dominante Person im Team wohl eher bezahlt, weil er ein Deutscher ist.

Haug hat auch immer gesagt, dass sie gerne einen Deutschen Piloten geholt hätten, was aber nicht ging da Dennis das das sagen hat, weil er Boss des Teams ist.
Ich bin mir sicher, hätte Mercedes die Mehrheit am Rennstall und das alleinige Entscheidungsrecht, würde Rosberg anstelle von Kovalainen fahren.
Wenn hier also eher einer nach Nationen entscheiden würde, wäre es Haug. Da er aber nicht die Mehrheit besitzt, kann er das knicken.

So sehe ich es zumindest aus meinen Augen, kann mir aber vorstellen und akzeptiere es auch wenn andere es anders sehen.
Der 22. Oktober 2006.

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Beitrag von Argestes » 07.01.2008, 16:00

Moment, Moment.

Rosberg war schon abgehandelt, als noch gar nicht klar war, ob Renault an Kovalainen festhalten würde. Rosberg war nicht zu teuer, sondern "unverkäuflich". Der steht bei Williams unter Vertrag und dort hat man sich ganz klar festgelegt.
So einfach geht's nun eben auch nicht, dass Mclaren einfach mit dem Scheckbuch wedelt und jeden beliebigen Fahrer bekommt.

Daneben gäbe es einen Sutil, der zwar im Gespräch war, aber wohl doch nicht so interessant. Den hätte man für Geld sicher holen können.
Oder einen Vettel, von dem man eigentlich gar nicht geredet hat.
Ein Ralf Schumacher, der für ein Butterbrot gefahren wäre und schon Siege erringen konnte.

Keiner ist's geworden und einen De la Rosa hat man auch nicht ins Auto gesetzt um den spanischen Sponsoren was zu bieten.
Da denke ich doch, dass man mit Kovalainen die beste Möglichkeit aus fahrerischer Sicht nahm und Mercedes wird sich nicht gesträubt haben, als man ihn bekommen konnte.
Ich meine das ernst.
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Beitrag von don michele » 07.01.2008, 16:05

Argestes hat geschrieben:Moment, Moment.

Rosberg war schon abgehandelt, als noch gar nicht klar war, ob Renault an Kovalainen festhalten würde. Rosberg war nicht zu teuer, sondern "unverkäuflich". Der steht bei Williams unter Vertrag und dort hat man sich ganz klar festgelegt.
So einfach geht's nun eben auch nicht, dass Mclaren einfach mit dem Scheckbuch wedelt und jeden beliebigen Fahrer bekommt.
Du sagst es Moment, Moment!!

Woher wissen wir wann Rosberg Mclaren eine Absage gegeben hat??
Ich denke Kovalainen war eine "Notlösung" das muss man einfach sagen.
Vollgas ist die Sprache die ich kenne. Michael Schumacher

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Beitrag von Argestes » 07.01.2008, 16:26

don_michele hat geschrieben:Du sagst es Moment, Moment!!

Woher wissen wir wann Rosberg Mclaren eine Absage gegeben hat??
Ich denke Kovalainen war eine "Notlösung" das muss man einfach sagen.
Behaupte ich, das Rosberg eine Absage erteilt hat? Nein. Ich sage, dass Williams immer ganz eindeutig klargestellt hat, dass eine vorzeitige Vertragsauflösung nicht in Frage kommt. Denen war egal wieviel Geld womöglich als Ablöse geflossen wäre.

Rosberg hat auch immer gesagt, dass er bei Williams bleiben will, aber selbst wenn der zu Mclaren gewollt hätte wäre er nicht ohne die Einwilligung des Vertragspartners frei geworden.

Also, er stand nicht ernsthaft zur Debatte. Er war gar nicht zu bekommen.
Ich meine das ernst.
Ich bin eben so blöd.

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Beitrag von don michele » 07.01.2008, 16:32

Argestes hat geschrieben:
don_michele hat geschrieben:Du sagst es Moment, Moment!!

Woher wissen wir wann Rosberg Mclaren eine Absage gegeben hat??
Ich denke Kovalainen war eine "Notlösung" das muss man einfach sagen.
Behaupte ich, das Rosberg eine Absage erteilt hat? Nein. Ich sage, dass Williams immer ganz eindeutig klargestellt hat, dass eine vorzeitige Vertragsauflösung nicht in Frage kommt. Denen war egal wieviel Geld womöglich als Ablöse geflossen wäre.

Rosberg hat auch immer gesagt, dass er bei Williams bleiben will, aber selbst wenn der zu Mclaren gewollt hätte wäre er nicht ohne die Einwilligung des Vertragspartners frei geworden.

Also, er stand nicht ernsthaft zur Debatte. Er war gar nicht zu bekommen.
Das Rosberg dann in Interviews anschließend sagt er möchte mit Williams den Titel gewinnen ist doch glasklar. Oder würdest Du das nicht sagen wenn du von deinem Team keine Freigabe bekommen hättest.

Ich bin mir sicher Rosberg wollte weg, nur man lies ihn nicht gehen. Ich denke mir eins, hätte man für Rosberg genug Geld bekommen von Mclaren dann hätte man Alonso holen wollen. Da aber dann Alonso Williams eine Absage erteilt hat lies man auch Rosberg nicht gehen.


Ich bleibe dabei, Kovalainen ist nur eine "Notlösung" gewesen.
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Beitrag von Argestes » 07.01.2008, 16:40

Ach und der Alonso wäre für Geld zu Williams gegangen, wo man seit 1997 keinen Titel und seit 2004 keinen Sieg mehr holen konnte, statt zu Renault, wo man 2005 und 2006 beide Weltmeisterschaften gewonnen hat? Na ich hab ja so meine Zweifel.
Und Williams hätte den Bückling vor Alonso gemacht und für viel, viel Geld seinen Vertragsbedingungen zugestimmt, dafür das Talent Rosberg ziehen lassen? Tja, das widerspricht zwar komplett der Fahrerpolitik von Williams, aber wenn Du meinst...

Komm schon. Williams hat nein gesagt und damit ist gar nicht relevant was Rosberg wollte. Der fühlt sich offenbar bei Williams ziemlich wohl und wird kaum unbedingt weg gewollt haben.

Und wenn so ohnehin klar ist, dass der Deal zumindest an Williams scheitert, dann ist eben Rosberg gar keine ernsthafte Option. Im Übrigen war der in der GP2 auf einem Level mit Kovalainen. Hat gewonnen, aber geschenkt haben die sich nix. Da ist der Finne vermutlich in Anbetracht der Leistungen im letzten Jahr eine ebenbürtige Wahl und da er zu haben war ist ein ablösefreier Kovalainen vermutlich sogar interessanter als ein teurer Rosberg.
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