"Lästige" Fakten

Was läuft in der Formel 1 Szene?

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Re: "Lästige" Fakten

Beitragvon Arestic » 13.11.2018, 14:09

Formel-1-Fan hat geschrieben:
Arestic hat geschrieben:
Formel-1-Fan hat geschrieben:Ein solcher wäre zum Beispiel, dass Alonso so viele Teamduelle verloren (=in der Fahrer-WM am Ende hinter dem Teamkollegen stehend) hat wie Vettel und Hamilton zusammen:
Alonso 3: 2001 gegen Marques, 2007 gegen Hamilton, 2015 gegen Button
Hamilton 2: 2011 gegen Button, 2016 gegen Rosberg
Vettel 1: 2014 gegen Ricciardo

Daraus ergibt sich ebenfalls, dass Vettel von den 2018 antretenden Weltmeistern die wenigsten Teamduelle verloren hat.

Alonso verlor die Teamduelle insgesamt um 6 Punkte.
Hamilton um 48 Punkte.
Vettel um 61 Punkte.

Daraus ergibt sich, dass Vettel in einem Jahr komplett unterging im Teamduell, während Alonso stehts auf Augenhöhe war.

Zudem auch noch bei gleichem Punktesystem.
Welche Variante einem als Fahrer lieber ist, ist widerum jedem selbst überlassen.
Ginge es um die WM, so würde ich wohl lieber in 9 von 10 Fällen knapp die WM gegen meinen Teamkollegen gewinnen und in dem einen Jahr komplett untergehen, als zehnmal nur knapp zu verlieren. Aber wie gesagt: Jedem selbst überlassen. :wink:

Ich weiß natürlich was du meinst. Meine Absicht hinter dem Beitrag war nur zu zeigen, wie man Fakten ganz geschickt verdrehen kann um plötzlich ein anderes Ergebnis zu bekommen. :wink:

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Re: "Lästige" Fakten

Beitragvon Formel-1-Fan » 15.11.2018, 11:36

Arestic hat geschrieben:Ich weiß natürlich was du meinst. Meine Absicht hinter dem Beitrag war nur zu zeigen, wie man Fakten ganz geschickt verdrehen kann um plötzlich ein anderes Ergebnis zu bekommen. :wink:

Sicher doch, aber genau darum geht es ja in diesem Thread. Fakten zu nennen, die unumstößlich so sind, jedoch immer wieder zwanghaft - ob zurecht oder nicht - relativiert werden, weil sie ansonsten, obwohl sie unumstößlich so sind, etwas suggerieren könnten, das dem Relativierenden nicht passt. :wink:

Aus meinem Ursprungsbeitrag ebenfalls festzuhaltende Fakten wären:
:arrow: Hamilton hat doppelt so viele Teamduelle verloren wie Vettel
:arrow: Alonso sogar dreimal so viele
:mrgreen:

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Re: "Lästige" Fakten

Beitragvon daSilvaRC » 15.11.2018, 15:53

turbocharged hat geschrieben:
daSilvaRC hat geschrieben:Das ist aber kein aktuell neues problem, sondern eigentlich schon immer so- nur das man früher nur ein oder 2 Teams vorne hatte. Heute drei.

Keine Ahnung welche Formel 1 du früher angeschaut hast, aber so schlimm war es definitiv noch nie.



1998 und 1999 waren die McLaren extrem domninant.

2000 bis 2004 dann die Ferraris (teilweise)

2010 bis 2014 die redBulls (teilweise)

1988 oder 89 glaube ich war DAS McLaren Jahr überhaupt.
1996 gewann Williams alles was es gab.

1992 Williams und Mansell.

1995 Benetton und Schumacher.

wir haben derzeit 2 bis 3 siegfähige teams, aus eigener Kraft. und das seid einigen Jahren. wann gab es das zuletzt, über mehrere Jahre?
Früher war alles besser... auch die Zukunft!

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Re: "Lästige" Fakten

Beitragvon Costigan » 15.11.2018, 16:52

daSilvaRC hat geschrieben:wir haben derzeit 2 bis 3 siegfähige teams, aus eigener Kraft. und das seid einigen Jahren. wann gab es das zuletzt, über mehrere Jahre?

Die Frage habe ich mir heute auch gestellt, aber nicht unbedingt im positiven Sinne. Ich habe heute zufällig einen Satz gelesen, dessen Information mir zwar eigentlich bekannt ist, der mir aber nochmal vor Augen geführt hat, wie lange diese drei Teams die Formel 1 nun schon dominieren:

Der letzte GP-Sieg, der nicht von Mercedes, Ferrari oder Red Bull eingefahren wurde, datiert aus dem Jahr 2013. Damals gewann Kimi Räikkönen im Lotus den Großen Preis von Australien.


https://www.sport.de/news/ne3431701/ser ... mel-1-ist/

Das sind nun schon fast 6 Jahre, in denen kein anderes Team als Mercedes, Ferrari und Red Bull ein Rennen gewonnen hat.
Hat zufällig jemand auf dem Schirm, wann es sowas zuletzt gab? Dass über so einen langen Zeitraum maximal drei Teams siegfähig waren und zwar immer die selben drei (oder weniger)?
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Re: "Lästige" Fakten

Beitragvon DC21 » 15.11.2018, 18:05

Costigan hat geschrieben:
daSilvaRC hat geschrieben:wir haben derzeit 2 bis 3 siegfähige teams, aus eigener Kraft. und das seid einigen Jahren. wann gab es das zuletzt, über mehrere Jahre?

Die Frage habe ich mir heute auch gestellt, aber nicht unbedingt im positiven Sinne. Ich habe heute zufällig einen Satz gelesen, dessen Information mir zwar eigentlich bekannt ist, der mir aber nochmal vor Augen geführt hat, wie lange diese drei Teams die Formel 1 nun schon dominieren:

Der letzte GP-Sieg, der nicht von Mercedes, Ferrari oder Red Bull eingefahren wurde, datiert aus dem Jahr 2013. Damals gewann Kimi Räikkönen im Lotus den Großen Preis von Australien.


https://www.sport.de/news/ne3431701/ser ... mel-1-ist/

Das sind nun schon fast 6 Jahre, in denen kein anderes Team als Mercedes, Ferrari und Red Bull ein Rennen gewonnen hat.
Hat zufällig jemand auf dem Schirm, wann es sowas zuletzt gab? Dass über so einen langen Zeitraum maximal drei Teams siegfähig waren und zwar immer die selben drei (oder weniger)?

Das ist eine Statistik, der ich nicht besonders viel Aussagekraft zusprechen möchte. Früher war es deutlich einfacher mal einen Zufallssieg zu ergattern. Panis 1996 in Monaco oder Herbert 1999 am Nürburgring. Zudem kommt hinzu, dass durch die Einschränkungen der Tests und Weiterentwicklungen die Kräfteverhältnisse länger über eine Saison konstant bleiben. Früher konnten auch kleinere Teams über eine Saison hinweg größere Sprünge machen und auch mal einen Glückstreffer landen. Ebenso sind die Konzepte der Teams alle recht ähnlich. Früher gab es noch "Spezialisten". So hat Renault 2003 und 2004 konsequent auf einen leichten, aber schwachen Motor gesetzt, wo man dann auf fast allen Strecken Nachteile hatte, aber dann Siege in Monaco und Budapest holen konnte.
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Re: "Lästige" Fakten

Beitragvon scott 90 » 15.11.2018, 18:54

Costigan hat geschrieben:
Das sind nun schon fast 6 Jahre, in denen kein anderes Team als Mercedes, Ferrari und Red Bull ein Rennen gewonnen hat.
Hat zufällig jemand auf dem Schirm, wann es sowas zuletzt gab? Dass über so einen langen Zeitraum maximal drei Teams siegfähig waren und zwar immer die selben drei (oder weniger)?

Das was DC sagt stimmt natürlich. Um dem Rechnung zu tragen muss man vermutlich das große Ganze betrachten. Oder einzelne "Glückstreffer" nicht berücksichtigen weil sie nur Ausreißer sind. Trotzdem finde ich jetzt keine Epoche in der das so extrem war. Dafür waren die Epochen und Umstände auch nicht konstant genug.

Dennoch waren manche Teams extrem dominant, wenn man jetzt die erfolgreiche Zeit von McLaren Mitte der 80er Anfang der 90er nimmt dann hat man von 84 bis 93 in den 10 Jahren immer mindestens den zweiten Platz der KWM geholt, davon sechs mal den Titel.
Auf dem Papier ist das sehr dominant, vor allem wenn man weiß, dass die vier verlorenen KWM Titel von Williams (93,92, 86,87) errungen wurden. Sieht bei den Weltmeistertiteln selbst nicht anders aus, die waren auch alle aus diesen zwei Teams. (Wenn nächstes Jahr Red Bull oder Mercedes den KWM oder Weltmeister stellen wird das eingestellt.)

Denn in dieser Ära haben nun mal neben Williams und McLaren auch Benetton, Ferrari als auch Lotus (bis 87) und Brabham (85) Rennen gewinnen können. Als selbst wenn man erst ab 88 zählt waren es in sechs Jahren zumindest vier Teams.

So gesehen ist die Art und Weise wie sich die Siege so konstant auf drei Teams verteilen ein Novum. Realistisch lässt sich das auch kaum auflösen, außer Renault holt auf.
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Re: "Lästige" Fakten

Beitragvon Costigan » 15.11.2018, 21:19

DC21 hat geschrieben: :chat:

Nun, die Erklärungen sind mir schon bekannt, aber genau das zeigt doch, inwiefern sich die Formel 1 hier im Vergleich zur Vergangenheit verändert hat und wo die Probleme liegen. Während es früher (selbst 2012 noch mit Williams in Barcelona oder eben die zwei Lotus Siege) immer wieder mal Ausreißer nach oben von kleinen Teams gab oder andere Teams es geschafft haben, sich in die Spitze zu katapultieren, ist die Formel 1 seit mittlerweile 6 Jahren an einem Punkt angelangt, wo es kein Team mehr schafft, mal einen Sieg zu holen, weil drei Teams den Rest meilenweit abgehängt haben. Und sollte es keine massiven Regeländerungen geben, ist diesbezüglich auch keine Veränderung in Sicht. Allein dieser Zeitraum von 6 Jahren ist ja schon eine Ansage.
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Re: "Lästige" Fakten

Beitragvon Aldo » 15.11.2018, 21:27

Costigan hat geschrieben:
DC21 hat geschrieben: :chat:

(..)ist die Formel 1 seit mittlerweile 6 Jahren an einem Punkt angelangt, wo es kein Team mehr schafft, mal einen Sieg zu holen, weil drei Teams den Rest meilenweit abgehängt haben. Und sollte es keine massiven Regeländerungen geben, ist diesbezüglich auch keine Veränderung in Sicht. Allein dieser Zeitraum von 6 Jahren ist ja schon eine Ansage.

Es ist ja mittlerweile so, dass vorne sich selbst drei Autos rausdrehen können. Die stoppen halt dann mal kurz und fahren dann das Feld wieder von hinten nach vorne. Selbst beim größten Chaos Rennen gewinnt niemand anderes als die drei bekannten Topteams. Das war 2010-2013 zum Beispiel ganz anders.
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Re: "Lästige" Fakten

Beitragvon bolfo » 15.11.2018, 23:05

Costigan hat geschrieben:
daSilvaRC hat geschrieben:wir haben derzeit 2 bis 3 siegfähige teams, aus eigener Kraft. und das seid einigen Jahren. wann gab es das zuletzt, über mehrere Jahre?

Die Frage habe ich mir heute auch gestellt, aber nicht unbedingt im positiven Sinne. Ich habe heute zufällig einen Satz gelesen, dessen Information mir zwar eigentlich bekannt ist, der mir aber nochmal vor Augen geführt hat, wie lange diese drei Teams die Formel 1 nun schon dominieren:

Der letzte GP-Sieg, der nicht von Mercedes, Ferrari oder Red Bull eingefahren wurde, datiert aus dem Jahr 2013. Damals gewann Kimi Räikkönen im Lotus den Großen Preis von Australien.


https://www.sport.de/news/ne3431701/ser ... mel-1-ist/

Das sind nun schon fast 6 Jahre, in denen kein anderes Team als Mercedes, Ferrari und Red Bull ein Rennen gewonnen hat.
Hat zufällig jemand auf dem Schirm, wann es sowas zuletzt gab? Dass über so einen langen Zeitraum maximal drei Teams siegfähig waren und zwar immer die selben drei (oder weniger)?


Das Hauptproblem ist zudem, dass der Vorsprung dieser Teams noch nie so gross war wie jetzt. Früher waren die Zeitabstände teilweise ähnlich. Aber die Autos waren extrem unzuverlässig. Das wahre Bild bekommt man meiner Meinung nach, wenn man sich nicht nur auf die Siege konzentriert, sondern insbesondere auf die Podiumsplatzierungen und die Tatsache, wie "lange" ein Mercedes oder Ferrari braucht, um von ganz hinten auf P6 nach vorne zu fahren. Sowas gabs definitiv noch nie! Wie krass die Überlegenheit ist, könnte man demnach ganz einfach zeigen: Einfach mal in den Jahren 2014-2018 das Punktesystem aus den 90ern anwenden. Hülkenberg, aktuell Best of the Rest, würde gerade mal auf 7 Punkte kommen!!!!!!! Perez hätte immerhin noch 6 Punkte dank seinem 3. Platz, Magnussen käme ebenfalls auf 6.

Jetzt vergleiche man mal mit den 90ern.

Das Problem sind die glasklaren Konstellationen. Kein Team wird jemals so viel wie Ferrari, Red Bull oder Mercedes ausgeben können, weil die einfach potente Geldgeber in Form von Herstellern oder eines Weltkonzerns hinter sich haben. Das war in den 80ern und 90ern nun mal anders. Man hatte ja quasi nur Privatteams. Und die hatten alle ähniche Chancen, an Sponsorengelder ranzukommen. Diese Chancengleichheit existiert heute nicht mehr.
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Re: "Lästige" Fakten

Beitragvon scott 90 » 16.11.2018, 23:46

bolfo hat geschrieben:Wie krass die Überlegenheit ist, könnte man demnach ganz einfach zeigen: Einfach mal in den Jahren 2014-2018 das Punktesystem aus den 90ern anwenden. Hülkenberg, aktuell Best of the Rest, würde gerade mal auf 7 Punkte kommen!!!!!!! Perez hätte immerhin noch 6 Punkte dank seinem 3. Platz, Magnussen käme ebenfalls auf 6.

Jetzt vergleiche man mal mit den 90ern.

Könnte man auch mal generell mit allen Saisonzeiten der F1 vergleichen. Hat mich nämlich interessiert, wie oft das schon vorkam, dass der Siebte nur eine einstellig Anzahl Punkten geholt hat. (Ist ja dieses Jahr höchstwahrscheinlich, da Hülkenberg 4 werden muss oder Perez nochmal Dritter usw.)

Da kam heraus 2017 (Perez mit 9 siehe https://formula1.markwessel.com/season/ ... ion/2017/3) und dann erst wieder 1956, 1955, 1954, 1952, 1951 und 1950. Das ist tatsächlich eindrucksvoll und schon auch lästig.

Am nähesten dran in näherer Vergangenheit an der Schallmauer waren im Übrigen 2011 mit 11 und 1993 mit 13.
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Re: "Lästige" Fakten

Beitragvon bolfo » 17.11.2018, 02:05

scott 90 hat geschrieben:
bolfo hat geschrieben:Wie krass die Überlegenheit ist, könnte man demnach ganz einfach zeigen: Einfach mal in den Jahren 2014-2018 das Punktesystem aus den 90ern anwenden. Hülkenberg, aktuell Best of the Rest, würde gerade mal auf 7 Punkte kommen!!!!!!! Perez hätte immerhin noch 6 Punkte dank seinem 3. Platz, Magnussen käme ebenfalls auf 6.

Jetzt vergleiche man mal mit den 90ern.

Könnte man auch mal generell mit allen Saisonzeiten der F1 vergleichen. Hat mich nämlich interessiert, wie oft das schon vorkam, dass der Siebte nur eine einstellig Anzahl Punkten geholt hat. (Ist ja dieses Jahr höchstwahrscheinlich, da Hülkenberg 4 werden muss oder Perez nochmal Dritter usw.)

Da kam heraus 2017 (Perez mit 9 siehe https://formula1.markwessel.com/season/ ... ion/2017/3) und dann erst wieder 1956, 1955, 1954, 1952, 1951 und 1950. Das ist tatsächlich eindrucksvoll und schon auch lästig.

Am nähesten dran in näherer Vergangenheit an der Schallmauer waren im Übrigen 2011 mit 11 und 1993 mit 13.


Und noch viel lästiger, da es 1993 noch "nur" 16 GPs gab und damit 4 Gelegenheiten weniger, um Punkte zu sammeln. Damit lassen sich ja dann auch die 50er Jahre erklären. Diese "paar" GPs... reichten eben nicht, damit viele Leute viele Punkte sammeln konnten. Sei mit 6 (bzw. 7 Rennen, doch Indy war einige Jahre lang Streichresultat) verziehen. Dass wir dies aber in einer 20-Rennen-Saison erleben, ist schon krass.

Was ja dann auch noch für 1993 spricht: In der Tat kratzte man da am "Negativrekord". Erwähnenswert ist aber auch, dass doch immerhin die ersten 10 Fahrer mindestens 10 Punkte erreichten und am Ende - trotz der wenigen Punkte, die verteilt wurden - nicht weniger als 22 Fahrer Punkte einfahren konnten. Das heisst, alle 22 sind mindestens einmal unter die Top-6 gefahren. Und mit Prost, Hill, Senna, Andretti, Schumacher, Patrese, Blundell, Brundle, Alesi, Berger und Häkkinen kamen immerhin 11 Personen mindestens einmal aufs Podium. Heuer schaffte es nur Perez zufällig einmal aufs Podest neben den Top-6-Fahrern.

Und wir reden hierbei doch von einer Saison 1993, wo es eine "Dominanz" gab. Die war aber um Welten nicht so ausgeprägt, wie es heute der Fall ist. Eigentlich fahren Mercedes, Ferrari und Red Bull in einer eigenen Liga. Alle anderen Fahrer eine Formel-2-Meisterschaft. Langfristig wird das einfach zum Problem. Denn niemand gibt 300+ Millionen langfristig aus, damit man um P7 fahren kann. Deshalb denke ich, dass spätestens 2022 entweder Renault oder Honda aussteigen. Jener, der das neue Reglement verpatzt.
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Re: "Lästige" Fakten

Beitragvon Jason-Bourne » 12.09.2019, 05:01

Charles Leclerc liegt nach Punkten gegen Vettel, in seinem Rockie-Jahr bei Ferrari, vorne und liegt ebenfalls im Qualiduell gegen Vettel vorne, obwohl Leclerc in der ersten Saisonhälfte benachteiligt wurde und 3 Mal eine Teamorder bekam und das obwohl er schneller als Vettel war.
Ein lästiger Fakt dürfte für Vettel-Fans auch sein, dass Leclerc die letzten beiden Rennen gewinnen konnte und Vettel nach langer Zeit immer noch sieglos ist.

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Re: "Lästige" Fakten

Beitragvon Formel-1-Fan » 12.09.2019, 09:46

Jason-Bourne hat geschrieben:Charles Leclerc liegt nach Punkten gegen Vettel, in seinem Rockie-Jahr bei Ferrari, vorne und liegt ebenfalls im Qualiduell gegen Vettel vorne, obwohl Leclerc in der ersten Saisonhälfte benachteiligt wurde und 3 Mal eine Teamorder bekam und das obwohl er schneller als Vettel war.
Ein lästiger Fakt dürfte für Vettel-Fans auch sein, dass Leclerc die letzten beiden Rennen gewinnen konnte und Vettel nach langer Zeit immer noch sieglos ist.

Und nur das Fettmarkierte sind wirklich unstreitige Fakten.

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Re: "Lästige" Fakten

Beitragvon BruderimHerrn » 12.09.2019, 11:17

Daniel Ricciardo liegt nach Punkten gegen Hulk, in seinem rookie-Jahr bei Renault vorne. :mrgreen:

trotzdem schön, wenn der Faden mal wieder hochgeholt wird.
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Re: "Lästige" Fakten

Beitragvon daSilvaRC » 12.09.2019, 14:56

etwas was ich viel lästiger finde:

Kubica führt eindeutig vor Russel, obwohl Russel die stärkeren leistungen zeigte- bis auf einmal.
Früher war alles besser... auch die Zukunft!

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