Drivers to watch

Was läuft in der Formel 1 Szene?

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1984
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Re: Drivers to watch

Beitragvon 1984 » 25.06.2014, 18:34

Super Thread! :thumbs_up:

Was hältst du im Moment von Kirchhöfers Leistung in der GP3? :)

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scott 90
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Re: Drivers to watch

Beitragvon scott 90 » 27.06.2014, 14:40

1984 hat geschrieben:Super Thread! :thumbs_up:

Danke :)
Was hältst du im Moment von Kirchhöfers Leistung in der GP3? :)

Er macht einen guten Job, er ist der beste ART(sein Tam) Pilot mit Platz 5. Die Leute vor ihm haben zudem alle mehr Erfahrung im Formelsport als er womit man davon ausgehen kann dass da durchaus Potenzial nach oben da ist.
Kann mir durchaus vorstellen das Kirchhöfer im Laufe der Saison noch besser wird und am Ende gar wie Daniel Abt noch um den Titel fährt.
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scott 90
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Re: Drivers to watch

Beitragvon scott 90 » 25.08.2014, 17:24

Die Saison der Nachwuchsfahrer neigt sich langsam zu Ende und die Titelentscheidungen stehen unmittelbar vor der Tür, wenn sie denn nicht schon gefallen sind. Es wird also Zeit ein vorletztes Mal, bevor man ein Resümee über die gesamte Saison zieht, die besten fünf sowie auch andere entscheidende Ereignisse zu bestimmen und zu benennen.
Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen


:arrow: Max Verstappen FIA European Formula 3 Championship

Beim letzten Mal hatte ich ihn noch unter „zu beobachten“ mit dem Kommentar versehen
In Spa ein Dreifachsieg, ansonsten auch sehr schnell unterwegs wenn auch etwas inkonstant.

Inzwischen kamen vier weitere Siege hinzu sowie Platz 2 in der Meisterschaft. Allerdings bei 150 zu vergebenen Punkten und einem 77 Punkte Vorsprung von Ocon auf ihn, ist es reichlich unwahrscheinlich, dass er mit dem zusätzlichen Nachteil folgender Rückversetzungen durch einen Motorschaden, eben diesen Ocon noch gefährden kann.
Trotz alledem deutete sich nach dem Moskau Rennen an, die Förderprogramme balgen sich um ihn. Helmut Marko war in Spielberg vor Ort um sich ein Bild zu machen, aber auch Mercedes soll an ihm dran gewesen sein. Wobei er kurioserweise bei van Amersfoort mit Volkswagen Aggregaten antritt.
Am Ende entschied er sich für Red Bull und trat dann am Nürburgring auch in deren typischer Lackierung auf.
Was dann passierte war nicht mehr von dieser Welt, zwar spekulierte man im Vorfeld darüber ob der Wechsel nicht auch bedeuten würde, er könne 2015 schon F1 fahren. Es wurde abgetan, denn wie ihr in der Top five, waren erstens alle drei RB Junioren die doch eigentlich das getan haben, was man von ihnen erwartet. Dennoch kam es anders, Helmut Marko hatte wohl von Anfang an im Sinn der Junge ist was besonders, schließlich kommt es wirklich selten vor, dass ein Rookie im Formelsport gleich in der Formel 3 besteht. (Es ist sehr unüblich gleich in der Formel 3 einzusteigen, egal ob in der stark besetzten EM oder früher in der etwas schwächer besetzten britischen oder Euroserien Variante, alle legten Zwischenschritte ein. Wie zum Beispiel Formel BWM, Formel Renault 2.0 oder eben einer nationalen „Formel 4“ Serie) Womit es bisher in der neueren Zeit nie vorkam, strittig natürlich ob es manche geschafft hätten wenn sie gleich F3 gefahren wären.
Diesen Weg sind alle Weltmeister der letzten Zeit gegangen und nicht mal Kimi Räikkönen und Fernando Alonso, welche sich zwei Jahre im Formelsport aufhielten, verfügte über ähnlich wenig Erfahrung wie er. (Hier die Anzahl der Rennen her ran zu ziehen, halte ich für wenig hilfreich, da sie einfach in Serie fuhren, die dem Fahrer weniger Streckenzeit zugestehen, aber dafür waren die Rennen länger und intensiver. Für mich strittig ob da viele kurze Rennen in kurzer Zeit, mehr für den Fahrer bringen)
So gesehen symbolisiert allein die Tatsache, dass ich diese Namen hervorkramen muss die Tragweite dieser Leistung. Mir selbst war dies von Anfang an ehrlich gesagt auch nicht bewusst. Man kann allerdings danach sehr wohl nachvollziehen, was Marko hier erkennen will. Und die Wahrscheinlichkeit dass er einschlägt ist wohl auch hoch. Eine Garantie dafür gibt es freilich deswegen noch lange nicht.
Somit steht uns im nächsten Jahr wohl eine mehr als interessante F1 Saison bevor und bevor. Der interessanteste Nachwuchsfahrer der neueren Zeit, wird unter großer Beobachtung und auch großem Druck seine ersten Versuche in der F1 wagen.
Ich schließe nun damit, er ist absolut verdient unter den Top 5. Mal sehen ob er nicht vielleicht doch noch um den Titel in der F3 fährt. Ocons letzter Sieg liegt sechs Rennen zurück.

:arrow: Marco Wittmann DTM

Es fällt mir etwas schwer nach diesem Post normal weiter zu machen aber um ehrlich zu sein, Marco Wittmann ist auch alles andere als normal.
Es ist außergewöhnlich mit welchem Vorsprung und welcher Souveränität er die DTM momentan anführt. Mit Sicherheit war es schon stark als er 2013 als Neuling drittbester BMW und Gesamtachter wurde. Auf Augenhöhe mit des gesamten Establishment. Doch es war nicht absehbar dass er so weitermacht. Man mutmaßt bei 75 Punkten die es noch gibt und 64 Vorsprung, sei der Titel nur noch Formsache.
So gesehen könnte man ihm fast schon gratulieren, aber das soll ja Unglück bringen somit wollen wir es nicht provozieren.
Mit Sicherheit kommt nun nach der Bewertung der Leistung die Frage auf, Perspektive um in die F1 zu kommen, gibt es die noch??
In der Tat schwierig, wenn man sich di Resta ansieht so hat dieser sogar länger zum DTM Titel gebraucht als Wittmann. Allerdings war er sich auch der Förderung eines Herstellers sicher, der in der F1 vertreten ist. Womit man dann zur These gelangen könnte, würde er für Mercedes fahren dann könnte man davon ausgehen aber da das ja nicht der Fall ist, wohl eher nicht.
Dennoch sollte man so fair sein, Leistungstechnisch hat er es verdient in Betracht gezogen zu werden ob es realistisch sein mag steht erst einmal auf einem anderen Blatt. Aber vorher wird es auch erst noch Zeit den DTM Titel nach Hause zu holen.

:arrow: Richie Stanaway GP3/Formula Renault 3.5

Meine Damen und Herren, ich stelle ihnen nun den Grund vor warum die GP3 Meisterschaft noch offen ist. Er heißt Richie Stanaway, ist 22 Jahre alt und kommt aus Neuseeland.
Manch einer erinnert sich noch, 2011 war er richtig stark unterwegs und gewann die deutsche Formel 3 sehr souverän und stieg dann während der Saison noch in ein GP3 Auto, in dem er sofort Punkte und im Sprint Rennen einen Sieg holte.
Die Bewerbung für höheres war abgegeben und er trat 2012 dann in der Formel Renault an, doch da wurde er nicht glücklich. Er holte zwar ein mal Punkte aber in Spa, hatte er einen Unfall welcher eine Rückenverletzung verursachte und die führte dazu das er 2012 nirgendwo mehr starten konnte.
Auf dem langem Weg zurück verschwand er mit mäßigem Erfolg im Porsche Supercup und im GT Sport.

Dieses Jahr ist nun zurück und wie. Zwei Siege und drei weitere Podien bisher, sorgen dafür das er einigermaßen mit Lynn mithalten kann. Der war eigentlich schon enteilt aber mit 32 Punkten Vorsprung bei noch 120 Punkten zu vergeben, ist alles noch möglich. Natürlich nicht wenn man wie in Spa mit Regenreifen losfährt wenn es fast trocken ist. Glücklicherweise machte man bei Carlin/Lynn den gleichen Fehler. Somit duellierten sich beide sowohl Samstags um Platz 7 bzw. 8 und am Sonntag um Platz 1/2 dank der umgekehrten Startaufstellung.
Einmal hieß der Sieger Stanaway einmal Lynn und so blieb der Vorsprung erstmal bestehen.

Ob das so bleibt wird sich zeigen, aber es ist unwahrscheinlich dass der Titelträger der GP3 2014 nicht Lynn oder Stanaway heißt.

Ach und fast hätte ich es vergessen, man muss auch noch erwähnen er ist dieses Jahr auch noch als Ersatzmann für den verletzten Lotus Piloten Matthieu Vaxivière eigesprungen. Und man kann sagen er hat seinen Frieden mit der Serie gemacht, starke Quali Performance aber in Spa hat er noch zu wenig daraus gemacht.
Das änderte sich in Moskau da holte er sogar sein erstes Podest und das völlig verdient.

Grund genug also ihn zu nennen, auch wenn er sich in der zweiten Saisonhälfte nur marginal von Alex Lynn abhebt. Man muss aber sagen insgesamt ist er doch deutlich konstanter und in Ungarn hat er gezeigt, er kann auch Hauptrennen gewinnen.

:arrow: Stoffel Vandoorne GP2

Seine Einstellung nur Punkte holen zu wenn er dabei auch auf das Podium fahren darf hat ihn am Saisonanfang viel Boden gekostet, doch seit Deutschland hat er es endlich geschafft konstant Punkte zu holen und seine Präsenz auf dem Podium noch auszubauen.

Sieben mal ist er da nun schon aufgetaucht, einmal stand er dabei auch ganz oben. Allerdings hat er knapp den Heimsieg im Regen von Spa verpasst, der Ferrari Junior Marciello vermieste ihm am Ende knapp die Tour. Aber er kann sich im Wohnzimmer von Ferrari sicher rächen.
Klar um den Titel fahren wird schwer, denn 70 Punkte auf Palmer sind eine Menge Holz und die Konkurrenz in Form von Nasr schläft auch nicht aber es bringt eh nichts auf die Konkurrenz zu schauen. Wichtig ist jetzt so viele Punkte wie möglich zu holen und dann kann man immer noch schauen was die Konkurrenz macht.

Man muss ehrlich sein, er ist der beste GP2 Rookie seit langem, seit Bianchi 2010 war keiner mehr unter den Top 3.
Und die GP2 Meister, haben seit dem Hülkenberg es im ersten Jahr schaffte auch immer mindestens 4 Jahre Anlauf gebraucht. McLaren weiß seine Leistung mit Sicherheit einzuschätzen, womit er sich voll auf die Aufgabe konzentrieren kann Platz 3 abzusichern. Und wer weiß ob sich dann noch was ergibt.

:arrow: Roberto Merhi Formula Renault 3.5

Hier müssen wir Roberto Merhi loben, der nach seinem erfolglosen Ausflug in die DTM, sich in der Formel Renault 3.5 eindrucksvoll zurückgemeldet hat. Mit drei Podestplätzen in Folge ist aus ihm Sainz Jäger Nummer eins geworden. Mit einer realistischen Chance ihn noch abzufangen, falls er denn etwas schwächelt.
Dies kann vor allem gelingen wenn er seinen Aufwärtstrend aufrechterhält. In den letzten vier Rennen der Formel Renault 3.5 zwei Siege, ein zweiter und ein vierter Platz sprechen eine deutliche Sprache und da kann auch Sainz nicht mithalten.

Dennoch hat der andere Spanier in der Serie welcher zugleich auch Red Bull Junior ist, noch 39 Punkte Vorsprung. Merhi hat viel am Saisonbeginn verloren und es wird schwer dies aufzuholen. Nachteile hat er auch noch auf seiner Seite, denn Sainz fährt für das Topteam DAMS während Merhi bei Zeta Corse fährt und nebenbei noch einen Teamkollegen hat, welcher als einziger Vollzeitfahrer noch keinen Punkt geholt hat. Sicherlich der Spanier selbst hat viele Erwartung so oder so übertroffen. Aus dem DTM Rambo und dem Quali "Versager"(er bliebt meistens in Q1 hängen), wurde wieder ein ernstzunehmender Formel Pilot. Klar hat er auch in der DTM bei seinem letzten Rennen dort in Hockenheim Qualität beweisen, schließlich wurde er zweiter aber dies war eher glücklich und zu wenig um den Job zu behalten.

Von alle dem hat er sich frei gefahren und soll sich anscheinend auch mit Sainz um das Caterham Cockpit für den Rest der Saison streiten. Sicherlich nur Spekulation aber man sollte es zumindest mal erwähnt haben, einen solchen Karrieresprung hätte sicher keiner erwartet. Doch er hätte ihn sich irgendwie auch verdient.

Zu beobachten:


:arrow: Esteban Ocon
Auch wenn er aus den Schlagzeilen verdrängt wurde, den Titel in der Formel 3 hat er fast schon sicher.

:arrow: Nyck de Vries
Hat sich zwar seit dem letzten Bericht wenig getan, nichts desto trotz er Titelfavorit im Eurocup der Formel Renault

:arrow: Raffaele Marciello
Schwierige GP2 Saison bisher aber nach Pleiten, Pech und Pannen geht es langsam aufwärts. Erster GP2 Sieg in Spa, vielleicht folgt mehr.

:arrow: Felipe Nasr
Man hat das Gefühl er hat noch mal was dazu gelernt und ist Reif für den Titel, ob sich das bewahrheitet wird sich zeigen.

:arrow: Joylon Palmer
Alle erwarten das er schwächelt bisher aber könnte man sowas kaum erkennen. Scheint damit auf dem Weg zum GP2 Titel

Härtefall

:arrow: Kimiya Sato Auto GP/GP 2
Warum ich ihn nenne?? Nun hat halt die Auto GP gewonnen. Zwar im zweiten Anlauf, aber dafür immerhin sehr souverän. Er ließ ein Wochenende aus und ist ein weiteres vorher Meister. Man könnte natürlich jetzt auf die Idee kommen die Frage aufzuwerfen: „Na und? hat er eben diese komische Auto GP gewonnen, das macht seine null Punkte in der GP2 auch nicht weg“
Das hat absolut seine Berechtigung, doch auch hier ist nicht alles schwarz weiß. Die Gegner in der Auto GP sind mit Sicherheit nicht so schwach wie sie gemacht werden, doch sie zu schlagen ist natürlich noch lange keine Berechtigung Anspruch auf mehr zu stellen.
Dennoch dass er in Ungarn urplötzlich vorne in der Startreihe aufgetaucht ist(P4 ein hundertstel Rückstand auf Pic), macht Hoffnung auf mehr. Im Rennen selbst wurde er dann Saisontypisch abgeschossen und zu all dem dazu, gewann sein Teamkollege auch noch das Rennen.
Nach dem Spa Rennen verdichtet sich die Tatsache, es war ein Rückfall in vor Hockenheim auch wenn er mit seinem Teamkollege mithalten konnte.
Trotzdem der Fakt das er der einer der wenigen GP2 Fahrer ohne einen einzigen Punkt ist. Das spricht nicht für ihn.


Pechvögel:

:arrow: Carlos Sainz

Ja mei wen außer Carlos Sainz jr. soll man hier aufführen. Ich kann nachvollziehen das Verstappen Marko mehr überzeugt hat, doch mit den Leistungen in der Formula Renault 3.5 hat er sich doch eigentlich schon eine F1 Chance verdient. Ob ihm das nun gelingt steht in Frage. Eine schlagkräftige Sponsorenbasis hat er als RB Junior der nicht berücksichtigt wird, eigentlich nicht.
Allerdings ist nicht klar ob RB nicht doch ein erbarmen hat und ihm nicht doch hilft etwas zu finden. Hat man schließlich bei da Costa auch, vielleicht vermitteln sie ihm zumindest ein Cockpit bei einem schwächeren Team. Es wäre nur ein Trostpreis aber besser als nichts.
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Re: Drivers to watch

Beitragvon scott 90 » 23.09.2014, 16:56

Das "neue" Unterhaus der Formel 3

Es wird Zeit neben den Fahrer auch einmal den Fokus auf die Serien zu verschieben. Zumal sich nach den Reformen von Gerhard Berger einiges verändert hat.
Schließlich gab es neben der Gründung einer von der FIA ausgetragenen europäischen Formel 3 Meisterschaft (EM) andere Reformen und Folgen daraus, welche ich gerne genauer erläutern möchte.

Die Formel 3 Landschaft hatte sich bisher immer durch ihre Vielfalt ausgezeichnet, es gab viele Serien die sich aber eigentlich schon längst von ihrem Status als nationale Meisterschaft verabschiedet hatten.
Die Euroserie (der Zusammenschluss aus französischer und deutschen Formel 3), die britische, die spanische(European F3 Open), italienische und am Rande auch der Sonderfall des deutschen Formel 3 Cups, waren laut FIA Statuten alle keine nationalen Serien mehr, weil sie auch Rennen in anderen Ländern fuhren.

Selbst wenn sie dabei auf besondere Winkelzüge setzten und trotzdem einen nationalen Meister kürten indem sie in dieser Wertung das Rennen im Ausland ausklammerten.

Das gefiel der FIA nicht, man hatte schon mehrere Versuche unternommen eine europäische Meisterschaft(Trophy) ins Leben zu rufen. Insgesamt sah man jetzt die Zeit gekommen für eine Reform die endlich Ordnung in den Flickenteppich bringt. Schon war aus der Euroserie die FIA European Formula Three Championship entstanden allerdings stellte daraufhin nur die italienische ihren Betrieb ein.

Die "British Formula Three International Series", European F3 Open und der Deutsche Formel 3 Cup machten erstmal weiter. Das Ziel war also soweit noch nicht erreicht, wobei besonders die britische Meisterschaft einen regelrechten Aderlass erlebte. 2012 hatte man noch 14 Fahrer welche die ganze Saison bestritten, 2013 waren es nur noch 10 und dieses Jahr verblieben noch fünf.
Dem deutschen F3 Cup blieben 2014 immerhin noch 9 (2012 und 2013 waren es noch an die 15).

Lediglich die F3 Open welche sich 2014 noch radikaler International ausgerichtet hatten blieb ein konstant großes Starterfeld um die 16 Fahrer.
[Anmerkung bei all den Zahlen beziehe ich mich nicht auf die Gesamtanzahl sondern eher auf die Autos welche mehr als 3/4 der Saison eingesetzt wurden.]

Ein Verdrängungswettbewerb der auch noch andere Züge annahm, die FIA stellte klar alle drei Serien dürften den Begriff F3 nur im Namen behalten wenn die Autos mit denen man fährt den Formel 3 Spezifikationen der FIA entsprechen. Am Ende sah sich aber nur die F3 Open gezwungen ihren Namen in Euroformula Open zu ändern.
Was natürlich auch einen Einfluss darauf hat wie billig ein Cockpit dort zu haben ist.

Ist wird sich weißen ob sich allerdings der deutsche F3 Cup und die britische aber zu gleich Internationale Formel 3 Serie noch halten können. Zumal in GB ja auch noch der "MotorSport Vision Formula Three Cup" existiert.

Allerdings war das ja noch nicht alles was sich die FIA ausgedacht hat, denn 2013 wurde eine neue Kategorie etabliert und zwar die Formel 4.
Klingt sicher nach einer absoluten Neuheit ist es aber nicht, denn diese neuen nationalen Formel 4 Serien (welche schon in Italien, England und Südamerika einen Meister suchen) sind vergleichbar mit der Formel BMW (welche aber nicht mehr existiert) oder eben der ADAC Formel Masters. Im weitesten Sinne irgendwie auch mit der Formel Renault 2.0.

Die Idee dahinter ist klar, man möchte Fahrern welche nicht aus dem Kartsport direkt in die Formel 3 aufsteigen können oder wollen eine Möglichkeit bieten die ersten Schritte im Formelsport zu vollziehen.

Somit nimmt der Druck von oben als auch von unten auf die anderen "Formel 3" Klassen weiter zu.
Zumal auch die ADAC Formel Masters reagieren 2015 unter Formel 4 Regularien fahren.

Es wird also interessant sein was hier in Zukunft passiert.


Dabei möchte ich im übrigen noch auf zwei Fahrer verweise die sich momentan in der Formel 4 bewegen und zwar Lance Stroll als auch Arjun Maini.
Ersterer hat sich den Meistertitel schon gesichert der andere kämpft noch darum. Dabei überzeugen beide nicht nur fahrerisch in ihrer ersten Formel Saison, nein als Sohn eines Milliardärs der ein F1 Team kaufen möchte und als derjenige der durch VJ Mallya als Zukunftshoffnung gecastet wurde stimmen mehre Faktoren um es irgendwann in die F1 zu schaffen. Deshalb würde ich beide auch in die Liste aufnehmen.
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Re: Drivers to watch

Beitragvon scott 90 » 25.11.2014, 13:31

Drivers to watch Saisonbetrachtung 2014

Es ist mal wieder soweit, die Saison ist vorbei alle Meister wurden gekürt und nun ist es auch wieder für mich an der Zeit einen genaueren Blick auf die Saison der Nachwuchspiloten zu werfen.
Dabei bleibe ich dem letztjährigen System treu, ich bestimme die, meiner Meinung nach, fünf besten Nachwuchsfahrer der Saison 2014 und schreibe zu jedem der in der Liste ist noch etwas.
Am Ende wird es wieder mit meiner subjektiven Einschätzung garniert wie groß die Chance ist, dass wir den betreffenden irgendwann in der F1 sehen.


Top 5 2014:

Hierbei sei gesagt selten war es so schwer fünf raus zu picken, besonders wenn man dazu geneigt ist nicht immer den Sieger der jeweiligen Sieger der Meisterschaft zum Besten zu erklären. Das vorweg.

:arrow: Stoffel Vandoorne

Es ist schon beeindrucken wie gut sich der Belgier anpassen kann, sowohl in der WSbR als auch in der GP2 war er in der ersten Saison sofort da und gewann nicht nur Rennen sondern fuhr im weitesten Sinne auch um die Meisterschaft. Magnussen hatte dabei sicherlich einen nicht so großen Vorteil durch seine Saison mehr Erfahrung als Palmer durch seine drei mehr.
Dabei gelang Vandoorne auch etwas mehr als ungewöhnliches, er gewann sein erstes GP2 Rennen. Dies gelang neben Kovalainen (gleichzeitig der erste Sieger der GP2), Nelson Piquet, Alvaro Parente, Charles Pic. Und im Gegensatz zu Pic und Parente folgten in derselben Saison noch zwei weitere Siege.
Leider verliefen die nächsten 5 Rennen alles andere als gut, denn es gab keine Punkte zu den 25 mehr hinzu, bis er in Österreich einen starken zweiten Platz holte. Insgesamt dauerte es aber dann och bis zum Rennen in Ungarn, bis sich Stoffel dafür entschied neben den Podestplätzen auch andere Punkteränge einzunehmen. Dabei war dieser sogar noch recht bitter, schließlich war das SC für ihn so unglücklich, dass es ihn nach hinten spülte.
Letztendlich war am Ende genau das sein Problem, denn wenn er neben den Podestplätzen auch noch solide gepunktet hätte, könnte er jetzt GP2 Meister sein oder er hätte zumindest ernsthaft darum kämpfen können. Das fällt besonders auf wenn man Palmers Saisonplatzierungen über die von Stoffel legt. Betrachtet man nur die Hauptrennen, also bei denen bei denen sich die Startaufstellung nach der Quali richtet.
Stoffel hat neben 4 Poles 3 Siege erzielt. Dazu 3 zweite und 2 dritte plus jeweils einen 5 und 7 Platz. Palmer hält dem 2 Siege, 3 zweite, 3 dritte und jeweils ein 4, 5, 6, 8 Platz.
Wenn man die Punkte daraus betrachtet hat Stoffel dort mit 175 zu 183 nur noch 8 Punkte weniger.
Versteht mich nicht falsch, Palmer ist unumstritten der verdiente Meister der GP2 Meister der Saison 2014 und der Ansatz die Punkte anders zusammen zu rechnen schmälert seine Leistung nicht, sie soll nur aufzeigen woran es Stoffel noch gefehlt hat.
Irgendwo muss es auch einen Grund haben warum nach 2009 kein GP2 Meister weniger als 2 Saisons dafür gebraucht hat. Es ist diese Cleverness aus beiden Rennen das Maximum herauszuholen ohne dabei eine zweite Qualifikation zu bestreiten, dies haben im Übrigen die GP2 und die GP3 exklusiv. Der reversed Grid wurde von mir immer wieder kritisiert besonders wegen der Reifenregel, ohne diese fällt ein großer Punkt weg. Von dem her lernt man auch hier etwas fürs spätere Rennfahrerleben, die Frage ist nach der Gewichtung.

Wir haben auf der einen Seite mit Leimer, Valsecchi und Palmer den dritten GP2 Meister nach 4 Jahren GP2 und auf der anderen Stoffel Vandoorne welcher eben die beste Endplatzierung für einen Rookie seit 2009 herausgefahren hat.

Nicht nur vom Potenzial her würde ich deswegen die Leistung des McLaren Juniors der von Palmers, zumindest in dieser Beurteilung vorziehen, denn er hebt sich eben von anderen ab und das scheint in den Nachwuchsserien ein Patentrezept zu sein.
Von dem her bin ich mir fast sicher, wir werden ihn früher oder später in der F1 sehen. Dieses Jahr scheint es noch nicht soweit, zumindest darf er zwar bei McLaren testen aber Boullier scheint andere Pläne für ihn zu haben. Eine weitere GP2 Saison wäre einer, wobei es beim ihm ja fast nur noch schlechter werde kann. Dennoch würde ich ihm da absolut den Titel zutrauen.

Meine Einschätzung: 90%


:arrow: Esteban Ocon

Der Franzose ist im Gegensatz zu Verstappen kein unbeschriebenes Blatt gewesen, schließlich hatte er schon die Formula Renault 2.0(Eurocup) gewonnen, was an und für sich schon eine Leistung ist. Trotzdem konnte ja keiner damit rechnen, dass der Junge so einschlägt. Denn man muss eines ganz klar sagen er hat die FIA Formel 3 EM souverän für sich entschieden und mit den 21 Podest Platzierungen in 33 Rennen ein klares Statement abgegeben, welches sogar noch besser ausgesehen hätte wenn er zum Schluss nicht etwas eingebrochen wäre.
Ein schwarzes Wochenende hatte er beim Rennen in Österreich, da holte er in drei Rennen null Punkte. Doch auch das verhinderte seinen Titel nicht.
Letztendlich ist es schwer zu sagen inwiefern 2 Jahre mehr Formelsport ihm da gar schaden, wenn es darum geht ein „Jahrhunderttalent“ zu bestimmen. Zumal es durchaus etwas Besonderes ist die F3 im ersten Jahr zu gewinnen. Ich würde mir da allerdings weniger den Kopf zerbrechen, der Lotus Junior ist dort aufgehoben wo er ist. Sicher wenn er die Chance bekommen würde, sofort F1 fahren zu können, er würde sicher auch annehmen aber es braucht auch nicht immer so schnell gehen. Selbst wenn sich Ferrari und Lotus sehr positiv zu seinem Debüt in einem F1 Boliden geäußert haben und er dieses Jahr wie Verstappen nicht zum letzten Mal dort Platz nimmt.
Er wird seinen Weg sicher gehen, selbst wenn seine Auftritte in der WSbR nicht sonderlich erwähnenswert sind für einen der so einen Titel gewonnen hat. Die GP2 ist für 2015 im Gespräch bei seinen Landsmännern DAMS, die wohl das bestmögliche Team dort sind.
Wenn es ihm dort auch gelingt auf Anhieb den Titel zu holen, hätte er im Übrigen auch Geschichte, selbst wenn dies anderen auch schon gelungen ist. Der Weg in die F1 wäre dann spätestens auch gebucht und dort trifft er seinen „Freund“ Verstappen wieder, ich persönlich glaube ja letzteres passiert so oder so, selbst wenn man sich da etwas weiter aus dem Fenster lehnt.

Meine Einschätzung: 70%

:arrow: Max Verstappen

Die Worte Jahrhunderttalent sind schnell daher gesagt, aber wenn jemand nach nur einer Saison im Formelsport im Alter von 17 Jahren in die F1 befördert muss der Junge doch außergewöhnlich gut sein??
Jedenfalls hat Helmut Marko mehr als nur Vertrauen in sein Talent, wenn er Verstappen den anderen Leuten im RB Nachwuchsprogramm vorzieht. Wie man noch lesen wird, haben diese dieses Jahr auch exzellente Leistungen gebracht. Wenn Verstappen dann nicht liefert wird er sich trotz seines unbestrittenen Sachverstandes im Motorsport, Fragen stellen lassen müssen.

Worauf stützt sich also dieses Vertrauen?? Nun wie oben genannt war diese F3 Saison seine erste im Formelsport, was ungewöhnlich ist denn die meisten seiner Kollegen, sind vor der F3 noch in anderen Formelserien unterwegs gewesen wie zum Beispiel der Formula Renault 2.0, der deutschen F3, Formel Abarth oder wie die anderen Serien am Übergang Kartsport und F3 befinden.
Doch Verstappen schien es eilig zu haben, hatte er doch gerade erst das Mindestalter für den Formelsport(16) erreicht. Das ist allerdings nicht alles, denn er war dazu noch außergewöhnlich erfolgreich. Man hat in der Vergangenheit ja gesehen, es kam im F3 Sport höchst selten vor, dass jemand in der ersten Saison gleich um die Meisterschaft kämpft, ich verweise da nur auf die Hamiltons und Vettels. Eine Kombination aus beidem, was eh schon ungewöhnlich ist, ist dann mehr als was Besonderes und vermutlich auch der Grund warum ihn jemand sofort in der F1 haben will. Klar den Titel hat er am Ende nicht geholt, obwohl seine Siegesserie vom ersten Rennen in Spa bis zum letzten Rennen am Norisring(6 Rennen am Stück) auch den letzten auf sich aufmerksam machte, konnte er dieses Niveau nicht halten. Er war teilweise auch zu aggressiv, wollte dabei zu viel und wenn dir dann noch ein Motor hochgeht und du dann eine Rückversetzung mit dir rumschleppst, fängst du einen stark in die Saison gestarteten Ocon nicht mehr ein und musst wohl oder übel noch einen Blomqvist vorbei lassen.
Insgesamt wirkte die Beförderung als sie bekannt gegeben wurde eher wie eine zusätzliche Last, es lief nicht mehr so leicht. Dennoch er war danach keineswegs schlecht unterwegs. In Macau fuhr er ebenfalls mit einer Rückversetzung durch einen Crash im Training von 24 auf 7. Die Luft war wohl etwas raus, irgendwo verständlich wenn der Fokus auf das nächste Ziel geht. Ob er dem gewachsen ist??

Schwer zu sagen wir werden es sehen, denn es wird schwer genug die Feuerprobe in der F1, beäugt von einem Millionenpublikum zu bestehen. In den freien Trainings hat es schon mal gut geklappt und wie man an Kvyat sieht, kann man durchaus aus der F3 gleich in die F1, selbst wenn der junge Russe nur nebenher in der Formel 3 unterwegs war. Rückschläge wird es sicherlich geben und sie wäre auch vollkommen normal, trotzdem kann für ihn nicht Anspruch sein hinterher zu fahren. Es wird hart aber wenn es er nicht packt wer dann.
Vermutlich wird das schwierigste zu sein unter den Druck nicht zusammen zu klappen, was passiert wenn er einen Fehler macht, hat man bei einem Demoevent schon gesehen(Haben die meisten wohl wieder vergessen.). Zumindest ging das schon mal an ihm vorbei.

„Meine Einschätzung“ ist an dieser Stelle natürlich witzlos.



:arrow: Dean Stoneman

Ich gebe es unverhohlen zu, den Engländer, welcher den Hodenkrebs zwar besiegt hatte aber scheinbar den Kampf um ein Budget für die Fortsetzung seiner Formelsportkarriere verlor, hatte ich schon abgeschrieben. Er war ja nach seiner Genesung im Porsche Cup gelandet und dann beim Power Boat fahren.
Da war im Traum nicht mehr an F1 zu denken, doch beim GP3 Rennen in Abu Dhabi 2013 kam dann sein Comeback. Und wie Platz 6 und 2 nach fast 4 Jahren Pause im Formelsport.
Es wäre eine Schande gewesen, wenn es dabei geblieben wäre und tatsächlich 2014 ging er für Marussia Manor wieder an Start und dieses Mal war mehr als ein Rennwochenende geplant.

Und gleich im zweiten Rennen gab es dann den ersten Stoneman Sieg in der GP3, klar es war von P2 im Reversed Grid nicht mehr so schwierig, vor allem auch weil überholen in der GP3 sehr schwer ist, trotzdem verdient dies seine Würdigung.
Zwar versackten seine Leistungen dann eher im Mittelfeld doch in Spa war es dann soweit. Sein zweiter Sieg beim verrückten Rennen in Spa, welches unter Mischverhätlnissen sehr chaotisch war. Stoneman hatte sich für die richtigen Reifen entschieden und brachte den Sieg dann nach Hause. In Monza folgte dann ein weiterer allerdings nur im zweiten Rennen.
Doch sein Team Marussia Manor musste dann kurz vor Sotchi bekannt geben, auf weitere Rennen zu verzichten. Glücklicherweise durfte er wie schon 2013 wieder für Korainen ran und es schien als hätte für sich die letzten beiden Rennen gefunden was zusammen gehört.
Carmen Jorda hatte zuvor mit der Startnummer 7 keinen Punkt geholt, Stoneman gelangen 2 Siege bei den Hauptrennen und einen zweiten Platz in Sotchi von Startplatz beim zweiten Rennen.
Dies brachte ihn überraschenderweise vor dem letzten Rennen in Abu Dhabi auf Meisterschaftsrang zwei. Gerade mal 2 Punkte getrennt von Marvin Kirchhöffer. Man hatte auf einen spannenden Kampf gehofft, doch stattdessen kam Marvin zur Einführungsrunde nicht weg. Es schien entschieden doch Stoneman wurde in Runde eins mehr oder weniger unschuldig aus dem Rennen genommen. Kirchhöffer gab nach einer zusätzlichen SC Phase vom letzten Platz nochmal alles. Er überholte in der GP3, in welcher man eigentlich nicht überholen kann, eine Menge Autos. Doch mehr als P12 wurde es nicht.

Somit war Stoneman GP3 Vizemeister, eine verrückte Geschichte doch dem Briten mehr als zu gönnen. Wir hoffen auf eine Fortsetzung in der GP2 aber das Budget zu besorgen wird wohl nicht einfach. Ganz zu schweigen von der F1, dennoch mit seiner Leistung gehört er klar unter die Top 10.

Meine Einschätzung: 50%

:arrow: Alex Lynn

Kann man ihm eigentlich etwas vorwerfen, wenn der Brite nach 8 Rennen GP3 mehr Punkte geholt hatte als der Vorjahresmeister Daniil Kvyat??
Klar der Russe hätte im neunten Rennen mit der Maximalpunktzahl wieder vorbei ziehen können, doch selbst das wäre eng geworden.
Aber um auf die Frage zu antworten, eigentlich nicht man hätte vielleicht nach dem Saisoneinstand mehr erwarten können, schließlich gewann er nach Österreich kein Hauptrennen mehr.
Insgesamt macht dies aber wenig, denn dafür fing er an auch in den Sprintrennen(reversed Grid) Punkte zu holen und kam damit auch nie wirklich ernsthaft in Gefahr, den Titel noch abgeben zu müssen. Und klar auch er hatte es nicht immer einfach, in Spa traf das Team die falsche Reifenwahl, da ging es aus der Boxengasse auf P8 und im Sprint Rennen ließ er sich den Sieg nicht mehr nehmen.
Mag sein dass das im Großen und Ganzen auch für Carlos Sainz jr. gilt, doch sowohl beim Übereinanderlegen der GP3 und F3 Resultate der beiden, sticht Lynn hervor.
Zumal ist man sich 2012 auch schon auf der Strecke begegnet ist, lediglich eindeutig kann man dieses Duell nicht bewerten.
In der britischen F3 war es ein enger Kampf zwischen beiden, der durch das Nichtantreten von Sainz beim letzten Rennen entschieden wurde, aber zumindest in Macau hatte Lynn die Nase vorne. Beim Masters of F3 in Zandvoort war es hingegen umgekehrt. Und geht man noch weiter zurück wird man noch weitere Beispiele finden
Klar durch den Erfahrungsvorsprung von Sainz ist die Sache nochmal schwieriger zu beurteilen, genauso wie der weitere Verlauf der Karrieren. Letztendlich stellt sich die Frage für Helmut Marko bringt Sainz der Titel in der WSbR mehr als ihm die Resultate in der F3 und der GP3 schaden.

Schwierig keine Frage zumal ja alle RB Junioren Leistung abgeliefert haben, in meinen Augen hat Lynn 2014 leicht die Nase vorne und da auch die Ergebnisse von früher für ihn sprechen, würde ich ihn in den TR für die Saison 2015 setzen.
Zumal eine Entscheidung pro Sainz auch für die anderen, wir setzen die normale TR Halbwertdauer von 2 Jahren voraus, eine Problem wäre. Sie müssten sich wohl noch zwei weitere Jahre in Nachwuchsserien aufhalten ohne dass die Ergebnisse nachlassen und Verstappen 2.0 ihnen einen Strich durch die Rechnung macht.

Mal sehen wie es letztendlich kommt, da ich wie gesagt auf Lynn tippe bekommt er auch eine relativ gute Einschätzung.

Meine Einschätzung: 75%


Das war es erstmal, der Rest folgt Stückweise in den nächsten Wochen.
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Re: Drivers to watch

Beitragvon scott 90 » 01.12.2014, 18:36

Teil 2:

:arrow: Carlos Sainz Jr.

Bei der letzten Zwischenbewertung war er noch unter der Kategorie Pechvogel gelistet, was ja auch seine Gründe hatte. Taucht da plötzlich dieser Verstappen auf und deine Ambitionen in Richtung F1 sind dahin egal was du in der WSbR abliefern wirst (gar ein Alonso tröstete auf Twitter Carlos). Womit ja eigentlich klar war 2015 wird ein Aufbruch zu neuen Ufern, lediglich die GP2 hätte sich dann noch als Alternative im Nachwuchssport angeboten und plötzlich kam doch alles anders als man denkt.
Vettel geht und Kvyat übernimmt und damit ist die Restchance wieder da. Als dann Vergne nach der Saison bekanntgab nicht mehr bei TR zu fahren war klar entweder er oder Lynn.
So fuhren dann schließlich auch beide nach Abu Dhabi. Carlos hatte seinen Titel in der WSbR schon sicher wobei Lynn am Freitag auch seinen GP3 Titel klarmachte.

Beim nach Saison Test gab es das letzte aufeinander treffen, Carlos fuhr im RB und Lynn durfte einen plötzlich einen halben Tag im Lotus ran. Die Entscheidung wer nun das letzte verbliebene TR Cockpit bekommt fiel nur ein paar Tage später, es war jener Carlos Sainz der ja eigentlich schon fast weg vom Fenster war. Absolut verdient wobei ich persönlich mit einem anderen Ausgang gerechnet habe. Zu meiner Verteidigung, es schien am Ende bei weitem nicht so klar zu sein wie es scheint. Zwar durfte Franz Tost immer wieder verkünden wer noch alles im Rennen war, doch die Presse war sich wie bei Felix da Costa sicher wer der neue wird
Letztendlich gibt ein Interview mit Marko den Eindruck als hätte man bewusst so lange gewartet um mit dem Test in Abu Dhabi die letzten Zweifel auszuräumen.

Aber gab es 2014 überhaupt Gründe zum Zweifeln, klar 2012 und 2013 gab es welche aber wenn man die Formel Renault 3.5 mit sieben Siegen und am Ende mit 30 Punkten Vorsprung gewinnt??
Nicht auf den ersten Blick was aber auffällt, sind Kleinigkeiten. Roberto Merhi hatte zur Mitte der Saison den Druck deutlich auf Sainz erhöht und den Anfangs großen Vorsprung wirklich stark verringern können, es sah bis Le Castellet nicht danach aus als würde der Titel deutlich an Sainz gehen, es wirkte eher als würde es sich auf einen engen Zweikampf zuspitzen.
Was auch auffiel war die Aussage von DAMS Teamchef Dirot, der einem dort nach dem Sieg in Lauf eins und vor Rennen zwei, erklärte das man dem „lahmenden“ Sainz mit psychologischer Hilfe aus dem Tief geholt habe, schien geklappt zu haben denn er gewann dann auch Rennen zwei und hatte damit einen komfortablen Vorsprung mit in die letzten beiden Rennen genommen, allerdings lag der unter 50 Punkten.

Scheinbar kein Problem, doch es wurde zu einem Desaster, zum guten Glück für Sainz, für beide Konkurrenten, aber unter unterschiedlichen Vorzeichen. Merhi wurde abgeschossen und schied mit einem Defekt aus, während Sainz im Mittelfeld in einen Konkurrenten rumpelte und in der Folge auch nichts mehr abliefern konnte. Souverän zum Titel?? Mitnichten wobei auch Lynn in der Hinsicht nicht wesentlich besser war. So wurde nach einigen eher markigen Interviews und nach überzeugender Testfahrt in Abu Dhabi ist er nun doch der Teamkollege des Mannes, den man ihm vorzog. Motiviert wird er 2014 sein, das steht außer Frage aber den Niederländer darf er genauso wenig unterschätzen, wie die Tatsache das Lynn und Gasly 2015 von hinten Druck ausüben. Vermutlich gar beide in der GP2. Wird somit nicht einfacher, genauso muss für eine ganz große Perspektive auch erstmal was bei RB frei werden. Aber jetzt soll er natürlich erstmal fahren.

Auch hier bringt eine Einschätzung nach der Einstellung nichts mehr.



:arrow: Roberto Merhi

Auch so ein starkes Comeback, ich habe es ja schon ein paarmal gesagt und mache es gerne nochmal, nach dem Waterloo in zwei Jahren DTM bei dem er wirklich kaum bis gar nicht überzeugt hat, war dies ein starkes Comeback. Er hatte wie gesagt ganz schön Druck auf Sainz ausgeübt und das auch noch mit einem Zeta Corse Team, welches man nicht wirklich auch in nur irgendwie als ein Team ansah mit dem man um den Titel kämpfen kann. Sainz selbst machte dort ja seinen eigenen Erfahrungen und mehr als 22 Punkte durch zwei sechste und einen siebten Platz kam nicht dabei raus. Auch erstaunlich Merhi brachte das Team im Alleingang auf Rang 4 in der Teammeisterschaft, dabei fehlte ihm aber am Ende doch noch einiges um Sainz zu schlagen. Klar auch wenn mit etwas mehr Glück mehr drin gewesen wäre, explizit in den letzten beiden Rennen, so hat er den Titel auch anderswo verloren. In Spa wusste er sich zum Beispiel nicht zu empfehlen auch wenn das Scharmützel in Rennen 1 nicht gänzlich auf seine Kappe geht(Startgetümmel), immer vorne dabei war im ersten Saisonabschnitt auch nicht.

Trotzdem er kam wirklich stark zurück und wäre am Ende vielleicht fast mit einem F1 Renneinsatz belohnt worden, doch selbst wenn ihm das verwehrt blieb er hat bewiesen dass in dem DTM Rambo eben doch ein guter Rennfahrer steckt, haben ihm viele, darunter auch ich, nicht wirklich zugetraut. Die Frage wie es weitergeht ist allerding eine sehr gute, eine weitere Saison WSbR oder ein Neueinstieg in die GP2 scheinen zwar naheliegend aber ob sie auch Budgettechnisch greifbar sind, ist so eine Sache. Das trübt die Sache ein wenig, weil ja auch nicht klar ist wie viel Unterstützung er von Mercedes noch bekommt.

Deswegen auch eine Einschätzung unter 50 %, wobei man ja nie weiß was sich noch ergeben könnte siehe Will Stevens.

Meine Einschätzung: 45%




:arrow: Pierre Gasly

Also er ist zwar nicht mal der schlechteste Red Bull Kaderfahrer mit seinem zweiten Platz in der Formel Renault 3.5, tatsächlich war Verstappen mit Rang 3 drei der von der Position schlechteste, und trotzdem wurde über den jungen Franzosen am wenigstens geredet. Was nicht ganz gerecht ist, weil er nicht nur von der Position her eine wirklich starke Saison hingelegt hat.
Was ihm aber letztendlich gefehlt hat war ein Sieg.
Denn diesen hat er nicht erreicht, zwar war er mit sechs zweiten Plätzen oft nah dran doch eben nicht nah genug um Sainz dauerhaft zu gefährden.
Da haben sich am Ende wohl auch die Konkurrenten gegenseitig die Punkte weggenommen, dazu hat ihm oft genug die Konstanz gefehlt.
Zu oft gingen die Leistungen von Samstag auf Sonntag oder umgekehrt zu weit auseinander, dazu noch den ein oder anderen Fehler und plötzlich hatte man das Gefühl er hängt etwas in der Luft.

Er kam dann aber nochmal zurück und holte sich am Ende zwar glücklich P 2 von Merhi zurück. Dennoch schien recht früh klar zu sein, dass es für ihn in der GP2 weitergeht. Seine Gastauftritte dort waren nicht vom Erfolg gekrönt, eher gerade zu unglücklich. Die Null Punkte sehen zwar schlimmer aus als sie waren, denn immerhin hat er sich von Wochenende zu Wochenende gesteigert und sich in Abu Dhabi gar auf P6 qualifiziert hatte er im Rennen aber weniger Glück. Schon nach dem Start ging es weit zurück und am fand er sich auf P21 wieder. Lehrgeld hat er da sicher bezahlt, überzeugender waren seine Auftritte bei DAMS bei den Testfahrten nach der Saison.

Sehr wahrscheinlich wird er 2015 zusammen mit Esteban Ocon dort fahren, was mit Sicherheit sehr interessant wird. Ein Lotus gegen einen RB Junior, dazu zwei Franzosen in einem französischen Team, dazu geht es für beide wohl um ein F1 Cockpit wo fast nur der Titel der Türöffner ist.
Da allerdings bei TR 2016 allem Anschein nach nix frei wird, sieht die Situation für beide künftigen Förderkaderfahrer eher mau aus.

Meine Einschätzung: 50 %

:arrow: Joylon Palmer

Was will man dem Briten 2014 vorwerfen?? Eigentlich kann man da nichts nennen, denn er hat in dieser langen Saison nur zweimal keine Punkte geholt und so wirklich nur in Abu Dhabi gepatzt als eigentlich alles schon durch war und er zum ersten ml zu übermütig wurde.
Er verstand es diese Saison einfach perfekt in beiden Rennen das Maximum mit zunehmen und bei seinen ansehnlichen Überholmanöver die richtige Balance zwischen Aggressivität und Vorsicht zu finden, wobei das Risiko besonders in Barcelona schon enorm war. Da hätten ihm auch Leute die Tür zuhauen können und er wäre raus gewesen.
So aber markierte er mit zwei zweiten Plätzen aus Sprit und Hauptrennen eines der Highlights dieser Saison.

Jetzt kommt allerdings ein aber, ja es war wie bei Valsecchi und Leimer seine vierte volle Saison und dazu hat er sich in der ersten Saison einen kompletten Nuller erlaubt. Danach ging es mit Rang 11 und 7 zwar stetig bergaufwärts, doch so konnte er sich nie in ein Förderprogramm eines Teams fahren. Der Test bei Force India war zwar ein Anfang doch ohne das nötige Kleingeld wäre dies nicht möglich gewesen, genauso wenn er ein Stammcockpit will. Da ich nicht davon ausgehe, dass McLaren ein Auge auf ihn geworfen hat scheint 2015 alles voll außer bei Caterham ergibt sich noch was. Nur ist das ja ein Lotteriespiel, niemand weiß überhaupt ob das Team überlebt. Für die Zukunft sieht es nicht besser aus und so wird auch der dritte GP2 Champ in Folge, nicht direkt in die F1 austeigen. Was auch einfach am zu geringen Geld liegt, wobei er sich ja da kaum beschweren kann. Nicht jeder bringt für 4 teure GP2 Saison genügend Geld auf, obwohl er schon viel früher bessere Ergebnisse hatte.

Meine Einschätzung: 40%

:arrow: Felipe Nasr

Das Gefühl täuscht einen zum zweiten Mal, es schien wirklich als könnte er es dieses Mal schaffen doch trotz seines ersten Sieges in der GP2 und drei weiteren die folgten war er nicht in der Lage dauerhaft mehr Punkte zu holen als Palmer. Am Ende wurde er dann noch von Vandoorne überflügelt, womit er sich zu 2013 nur um einen Platz verbessert hat. Schon damals konnte er in der entscheidenden Phase einfach nicht zulegen und so ging es Stück für Stück weiter nach hinten. Schon damals kam dann so ein ART Pilot der ihn im letzten Rennen noch P 3 wegnahm, wohl klug das er jetzt schon in die F1 geht und es nicht nochmal probiert. Er schien am Limit zu sein wobei es auch erstaunlich ist wie er 2013 Palmer als Teamkollege noch so klar im Griff und der ihn dafür 2014 regelrecht vorführte. Auf das DAMS Team kann man es allein nicht schieben, nicht nur weil Nasr dort auch mal fuhr, sondern da Richelmi nicht im Stande war ähnliches abzurufen.

So stellt sich aber auch zwangsläufig die Frage, ist Nasr bereit für die F1, nun Ergebnistechnisch hat er sich nicht als Supertalent aufgedrängt doch er gehört dennoch zu den besten GP2 Piloten die über einen längeren Zeitraum sehr gute Ergebnisse abgeliefert haben. Das er zusätzlich bei Williams überzeugt hat als Freitagstester und zudem noch genügend Sponsoren auf seiner Seite weiß schadet sicher nicht. Es ist verdient warum er etwas bekommt und Palmer nicht, dennoch darf er sich darauf nicht ausruhen.
Ericsson muss er fast schon schlagen, wenn er weiter nach oben will.

Klar auch hier bringt eine Einschätzung nix.



:arrow: Maximilian Günther

Wenn man in seiner ersten Saison als Rookie den zweiten Platz in der Gesamtwertung holt ist und sich entscheidend im Folgejahr in der selben Serie weiter zu machen gibt es nur ein Ziel, eben jenes nachzuholen was man im ersten Jahr verpasst hat, den Titel.

Leider muss man nach dieser Saison mit dem Fazit schließen, er hat dieses Ziel leider nicht erreicht. Er wurde wieder nur zweiter und wurde ausgerechnet von Mikkel Jensen geschlagen, welchen er anno 2013 noch mehr als deutlich im Griff hatte. Gegen Anfang der Saison schien es als würde es auf einen Zweikampf hinauslaufen, doch ab dem Red Bull Ring war ihm der Däne enteilt.
Am Ende wird es nicht viel bringen sich mit dieser „Enttäuschung“ aufzuhalten, er ist trotzdem reif für den Aufstieg in eine höhere Serie. Die Formel 3 würde sich da anbieten, wobei es sicherlich auf das vorhandene Budget ankommt wohin letztendlich die Reise genau geht.
Er hat Potenzial und es wird spannend zu beobachten sein wie er sich weiter entwickelt, Bemerkung am Rande, bei der Speed Academy hat er den ersten Platz belegt. Dabei hat sich meiner Meinung nach wenig bei der Einschätzung zum letzten Jahr verändert.


Meine Einschätzung: 15%


:arrow: Felix Rosenqvist

In dieser Saison wurde er zum Sinnbild des ewigen Formel 3 Fahrers, nach seiner stärksten Saison dort 2013 kam eigentlich nur ein Aufstieg in Frage, doch er musste in der F3 bleiben. Richtig er musste, man kann sich nicht vorstellen er kann diese Entscheidung nicht aus eigenem Antrieb gefällt haben. Vielleicht erklärt diese Ernüchterung auch seine etwas Blutleere Leistung 2014. Eigentlich war er ja als zweiter der Vorsaison der Topfavorit für den Titel, dass er dann am Ende mit nur einem Sieg nur achter wurde und sich dabei auch vom Teamkollegen Auer und den anderen jungen Wilden dermaßen düpieren ließ, war mehr als bitter.
Dabei war auch sehr unauffällig, man hatte fast das Gefühl die Saison lief an ihm vorbei. Nebenher hatte er sich auch in der FA1 versucht, welche man salopp als Resttanten Formel Liga bezeichnen darf, von den Leuten die anders wo nicht unterkommen. Die zwei Siege die er dort holte reißen es jetzt auch nicht mehr raus.
Auch der Sieg beim F3 Rennen in Macau nicht, dass war vermutlich wieder der alte Rosenqvist dennoch die Saison rettet es nicht mehr. Er muss 2015 auf jeden Fall in eine höhere Serie aufsteigen oder sich umorientieren. Bitter wohl auch das sich bisher nicht mal Mercedes erbarmt hat ihn in die DTM zu holen. Es bleibt mir ihm nur das Beste zu wünschen aber die Einschätzung fällt sehr ernüchternd aus.

Meine Einschätzung: 15%

:arrow: Lucas Auer

Der Neffe von Gerhard Berger ging 2014 in seine zweite Saison, dabei durfte er sich auch berichtige Hoffnungen auf den Titel machen, selbst wenn er vom unumstrittenen Topteam der F3 Prema zur deutschen Mannschaft Mücke wechselte, welche sicherlich bis dato auch immer den lästigsten Konkurrent für die Italiener darstellten.
Auch wenn sich die Sache anfangs schwierig gestaltete wurde auch er mehr als nur überrascht von den „jungen Wilden“. Man wähnt sich ja im Vorteil gegenüber Rookies wenn man schon eine Saison auf dem Buckel hat. Doch scheinbar nützte es ihm nichts, er schlug zwar seinen ambitionierten Teamkollegen klar, doch insgesamt blieb auch eher unauffällig. Was nicht heißt das er schlecht unterwegs war, aber die Tabelle lügt nicht wenn man zur letzten Saison stagniert und dann sogar zwei Rookies ziehen lassen muss. In Macau vervollständigte er dabei den Mücke Doppelsieg, allerdings war es eines der seltenen Male in denen er Rosenqvist den Vortritt lassen musste.

Nicht schlimm denn es kommt wohl darauf an ob er im weiteren Verlauf seiner Karriere glänzen kann aber wie bei Rosenqvist gesehen muss es auch erstmal weiter gehen. Verschiedene Optionen gibt es, mal sehen wo wir ihn in Zukunft sehen, sicherlich wäre auch er fällig für einen Aufstieg.

Meine Einschätzung: 35%

:arrow: Tom Blomqvist

Der Brite mit schwedischer Rennlizenz ist ein abschreckendes Beispiel für den Förderprogrammwahnsinn. Aus dem Förderprogramm von McLaren in das von Red Bull nur um ein Jahr später gänzlich ohne Förderer dazustehen. Dabei war der gute auch mal „VW Factory Driver“ Zu allem hinzu wurde er 2014 noch „KFC Werkspilot“ und war bei Carlin auch endlich in einem Topteam. Er schien das auch ganz gut umzusetzen, nach Platz 7 im Vorjahr ohne einen einzigen Sieg, war der gleich im ersten Rennen fällig. Leider war er in der Folge immer wieder in Scharmützel verwickelt, sowohl Kollisionen als auch ein Motortausch und die folgende Strafversetzung von 10 Positionen über 3 Rennen behinderten ihn. Besonders seine Ergebnisse am Norisring waren fatal, aber richtig „tough“ war es auch deswegen weil er wenig dafür konnte.
Es wären am Ende wohl mehr als 6 Siege drin gewesen und vermutlich hätte er auch eher den späteren Meister Ocon herausfordern können. Letztlich hat er sich trotzdem gut verkauft.
Platz zwei am Ende vor F1 Pilot Verstappen, lediglich in Macau blieb ihm ein Happy End verwehrt. Nachdem er dort 2013 eine solche starke Aufholjagd gezeigt hatte, als ein Mitauslöser des Startscrashes war in Kurve eins schon Schluss.
Dabei ging es zwischen ihm und Ocon um die Führung. Macht aber letztendlich nichts, er hat zu Genüge bewiesen was ihn ihm steckt aber wie bei Auer kommt es jetzt darauf an aufzusteigen. Eine weitere F3 Saison wäre sicher kein Beinbruch aber es bringt ihn eigentlich nicht weiter.
Es kommt letztendlich an inwiefern er dafür ein Budget auftreiben kann. Da es davon abhängt kann man auch momentan wenig zu seiner Zukunftsperspektive sagen.

Meine Einschätzung: 40 %

:arrow: Antonio Fuoco

Es kann manchmal schon hart sein, besonders für den Italiener mit dem wohl größten Fanclub in der F3. Keine Ahnung wer diese Gruppe war die ihn bei jedem Rennen unterstützt hat, aber sie werden dieses Saison sicher ein Wechselbad der Gefühle erlebt haben.
Der Ferrari Junior war insgesamt ein sehr wankelmütiger Gesell. Nach dem ersten Wochenende hatte man das Gefühl, der Junge kann um den Titel kämpfen. Das verflog allerdings schnell, denn nach zweitweise doch sehr mäßigen Resultaten fragte man sich eher warum ist der noch so weit vorne in der Tabelle dabei.
Vermutlich fiel eben bei ihm doch auf, es fehlt noch etwas an Erfahrung um dauerhaft Topleistungen abzurufen. Auch weil ich ihn mit ein paar unüberlegten Aktionen in Verbindung bringt.
Und gäbe es Ocon und Verstappen nicht würde man ihm zu einem doch eher positiven Einstand gratulieren. Da die Jungs aber die Latte so hoch legen sieht er im Verhältnis nicht so gut aus.
Dennoch nicht verrückt machen lassen, mit dem Vertrauen von Ferrari, welches zumindest laut Aussagen des FDA Bosses ungebrochen ist, kann er in Zukunft noch einiges leisten. Meiner Meinung wäre es auch verrückt ihn fallen zu lassen, wie es RB vielleicht tun würde.
Sicherlich einen so großen Schritt wie Ocon oder Verstappen traue ich ihm noch nicht zu, GP3 oder noch ein Jahr F3, das wäre realistische Optionen. Da er GP3 testen wird, scheint dies auch die realistischste Option, mit dem gezeigten Potenzial werden wir auch nicht zum letzten Mal von ihm gehört haben.

Meine Einschätzung: 30 %
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Re: Drivers to watch

Beitragvon scott 90 » 07.12.2014, 15:07

Teil 3

:arrow: Marvin Kichhöfer

Auch hier ist es vielleicht nicht schlecht erstmal zurück zu blicken, Ende 2013 Anfang 2014, als frisch gebackener Meister des deutschen Formel 3 Cups, schien eigentlich schon klar dass er GP3 fährt und zwar in dem vom Motopark betreuten Team Russian Time. Doch der Tod von Igor Mazepa schaffte neue Fakten und das Projekt wurde nicht weiterverfolgt. In diesen Wirrungen bleiben einige Piloten auf der Strecke doch Marvin kam immerhin bei ART unter.
Keine schlechte Entscheidung für beide Seiten, der Rookie fuhr eine starke erste Saisonhälfte den er mit einem Sieg beim Heimrennen krönte.
Doch die folgenden Rennwochenenden in Ungarn und Spa waren ein Rückschlag. Null Punkte, in Ungarn nicht schnell genug und in Spa in der Einführungsrunde in die Leitplanke gerutscht. Dabei muss man dazu sagen, die Mischbedingungen waren für alle schwer, dennoch darf sowas nicht passieren. Alles in allem war er nach einer guten Ausgangsposition nun plötzlich weit zurückgefallen, wobei er sich Zug um Zug zurückkämpfte. Neben Stoneman der beste Fahrer des letzten Saisondrittel, dabei war besonders beeindruckend wie er fünf Rennen in Folge (trotz Reversed Grid) auf dem Podium stand.

Er hätte dadurch sicherlich auch P2 in der Meisterschaft verdient gehabt aber letztendlich sollte es trotz starker Aufholjagd nicht sein. Insgesamt ging dieses Jahr auch zu oft etwas schief, egal ob Team oder Fahrer, weswegen man auch gut damit leben kann.
Zum Saisonabschluss gab es dann noch eine GP2 Testsession mit dem Hilmer Team, vermutlich ist das auch sein Weg für die Zukunft. Er könnte sicher noch ein Jahr GP3 fahren, aber genauso ist er sicherlich auch bereit für höhere Aufgaben, aber klar auch die Geldfrage redet da mit.
Letztendlich wird es interessant weiter zu beobachten was Marvin macht, er mag nicht die große Unterstützung eines Automobilkonzerns hinter sich haben, und der Wirbel um ihn hält sich noch in Grenzen, aber das Potenzial dies zu ändern ist da.

Meine Einschätzung: 45%


:arrow: Richie Stanaway

Wenn es bei zwei anderen stark bergauf geht, dann muss ein anderer auch zurückfallen, derjenige war Richie Stanaway. Platz 8 spiegelt so gar nicht wieder, das sich Stanaway die längste Zeit um die Top 3 in der Meisterschaft aufgehalten hat. Klar er hatte das ganze Jahr auch Probleme, vor allem in der Quali und musste deswegen in Hockenheim von 13 in Rennen 1 in Rennen 2 alles riskieren um noch zwei Punkte zu holen. Bei anderen Rennen lag er gut, fiel aber wegen sichtbaren Problemen mit den Reifen noch zurück und in Spa verpokerte sich das Team auch mit diesen. Aus dem Grund starte er aus der Box und jagte zusammen mit Alex Lynn dem Feld hinterher. Er entschied diesen packenden Zweikampf zwar für sich, doch P7 hat in dem Fall wenig gebracht. Lynn setze in Rennen 2 sein Pole um und machte dann an diesem Wochenende sogar einen Platz gut.

Nicht verschweigen darf man auch, dass er in Monza als auch Abu Dhabi scheinbar zu langsam war, dennoch Sotchi toppte so ziemlich alles an Unglück welches man haben kann. Im ersten Rennen musste er aus der Boxengasse starten, weil sein Auto in der Quali das Wiegen verpasste, so war P6 futsch. Er stürmte zwar noch auf P12 vor, doch für Rennen 2 brachte ihm das nichts. Der Startunfall dort, machte ihn zum unschuldigen Mitopfer.
Es fehlte wohl einfach auch Glück und Abgebrühtheit um seine eigentliche gute Leistung diese Saison in Resultate umzusetzen, ziemlich bitter da er diese ja auch braucht um das Budget für die Fortsetzung seiner Karriere zusammen zu bekommen.
Ich würde es ihm wirklich wünschen, dass er die GP2 Chance oder eine in der WSbR (in der er dieses Jahr in vier Rennen auch einen starken Eindruck hinterlassen hat) Vielleicht entwickelt sich der Aufstieg seiner GP3 Mannschaft Status auch zum Glücksfall.

Meine Einschätzung: 40 %

:arrow: Jimmy Erikson

Eigentlich steht er seinem Rivalen von früher, Kimiya Sato um nichts nach. Unbeständig Potenzial und wieder keines zu zeigen. Sinnbildlich war es diese Saison wieder das Potenzial, im letzten Jahr erzielte er null Punkte für Status, wobei am Ende sogar Adderly Fong mehr Punkte als er hatte. Und dann plötzlich bei den skandinavischen Kollegen Korainen, macht der denselben Typen gerade zu nass (Fong holte keinen). P4 am Ende, wobei man das Gefühl nicht loswird, da war sogar noch mehr drin. Schließlich hat er auch zwei Hauptrennen für sich entschieden, aber dem Endspurt von Kirchhöfer und Stoneman hatte er nichts entgegen zu setzen. Punktgleich mit Bernstroff halfen ihm die zwei Siege aber immerhin Platz 4 zu sichern, wobei auch die Frage ist was bringt das dem 23 Jährigen Schweden eigentlich. Die Aufstiegsperspektive ist nicht so rosig, wobei man nie weiß wie es sich schlussendlich entwickelt, aber scheinbar hat er mit seinem Ausflug in die Europäische Le Mans Series schon mal vorgesorgt, falls es denn nicht klappt.

Meine Einschätzung: 17 %


:arrow: Patric Niederhauser

Noch mehr Frust als bei Stanaway hat sich sicher bei unserem Schweizer Kollegen Niederhauser aufgestaut. Es lief echt wenig zusammen, sinnbildlich nach dem Rennsieg im Sprint Rennen in Abu Dhabi nachträglich aberkannt wurde. Der Flügel wurde bei der FIA Untersuchung beanstandet.
Er weiß das er auch selbst den ein oder anderen Bock geschossen hat wie zum Beispiel in Spa und auch zu oft nicht schnell genug war aber wenn sich das jetzt in drei Jahren GP3, immer wieder ähnlich wiederholt tut eine DSQ oder ein Abschuss durch einen Kollegen doppelt weh.
Es gab immer wieder Momente wo man dachte jetzt hat er es gepackt, zum Beispiel nach dem ersten Rennwochenende 2013, doch dass er an sein Endresultat aus der ersten Saison (P7) nicht mal kratzen konnte.

Es ist verflixt und die Frage nach dem wie weitermachen stellt sich nun mal auch. In der GP3 wird er wohl nicht mehr glücklich, also hilft nur die Flucht nach vorne. Die Frage ist halt ob er auch nach vorne fliehen kann.

Meine Einschätzung: 15 %

:arrow: Matheo Tuscher

Es ist jetzt zwei Jahre her als sein Name durch die Gazetten geisterte, denn der damals 16 Jährige war sowas wie der Verstappen Vorgänger. Dabei wurde aber auch vergessen, die letzte Saison der Formel 2, nicht unbedingt der qualitätsstärkste war, dennoch sollte man den Kopf nicht in den Sand stecken.
2013 war er auf Dauercockpitsuche, wobei er letztlich nur für ein Rennwochenende fündig wurde, womit man von einem verloren Jahr sprechen kann. Immerhin bekam er jetzt bei Jenzer seine Chance und war auch bester Pilot seines Teams, wobei nicht mehr als Rang 12 raussprang, was trotzdem noch geht für ein erstes Jahr. Leider muss man aber auch sagen, es war sogar mehr drin. In Spa lag er im Regen in Führung vor dem späteren Sieger Stoneman, als er sich spektakulär in der Eau Rouge wegdrehte und dabei den Wagen sogar noch so abfing, dass schlimmeres verhindert wurde. Doch der Erfolg, den er auch gebraucht hätte, war damit weg.
Dennoch wenn er ein zweites Jahr bekommt, glaube ich das sich der Schweizer noch mal steigern kann.

Meine Einschätzung: 10 %

:arrow: Daniel Abt

Die Hoffnung war so groß 2014 alles so viel besser zu machen als 2013. Er war weg vom ART Team, bei dem er immer wieder über sonderbare Probleme klagte, und sein neues Team Hilmer, welches 2013 trotz viele Fahrerwechsel immerhin 4 Siege erzielte und dazu in Force India Lackierung antrat. Scheinbar kein Glücksbringer, denn das Team legte einen unglaublichen Abstieg hin. Abt war dabei sogar noch ganz gut unterwegs, seinen Teamkollegen erging es noch übler.
Aber selbst wenn in Barcelona mehr drin war, bevor er abgeschossen wurde (er lag nur knapp hinter dem späteren Sieger Cecotto mit derselben Strategie) aber auch eigene Fehler gab es natürlich. Die falsche Boxencrew in Bahrain angesteuert zu haben zum Beispiel. Am Ende kann er höchstens die Punkte in Spa, GB und Ungarn mitnehmen, die am Ende Platz 16 in der Gesamtwertung bedeuten.

Sicherlich zu wenig und der Verweis auf Pirelli und deren Reifenpolitik helfen da auch nur bedingt. Am Ende passt dazu, dass er sich dann gegen eine Teilnahme am letzten GP2 Rennen in Abu Dhabi aussprach und lieber Formel E fuhr. Dort mag er zwar die größere Perspektive gesehen haben, aber P 14 momentan zeigt zumindest viel besser läuft es dort auch nicht.
Es ist da schon etwas verzwickt, zumal eine volle Konzentration auf die FE schon fast zu wenig Rennen für einen Rennfahrer sind. Also auf zu neuen Ufern, für Andretti ging es in der Indy Car testen und scheinbar hat er sich dort gut präsentiert. Also warum nicht FE und Indy Car, wobei die F1 so oder so weit weit weg ist.

Meine Einschätzung: 15 %

:arrow: Mitch Evans

Das ich ihn jetzt fast vergessen hätte, passt schon fast zu seiner GP2 Saison. Er setzte sich zweimal stark in Szene als er in Silverstone und im Chaosrennen am Hockenheimring jeweils auf die oberste Stufe des Podests kletterte. Beides mal waren es die wohl spannesten GP2 Rennen der Saison, wobei der Undercut gegen Palmer bei dessen Heimrennen, wohl am bemerkenswertesten war. Etwas Glück mit der Reifenwahl am Hockenheimring und eine SC Phase halfen ihm zwar, dennoch musst du erstmal durch diese schwierigen Bedingungen durchkommen.
Doch sonst war er eher der unauffällige Punkt und Podiumsammler, zu wenig in diesem starken Feld um über P4 hinaus zu kommen, doch warum grämen. Die Kiwi hat das Vertrauen von Mark Webber mehr als gerechtfertigt. Und es war schon überraschend genug, mit dem ebenfalls durch den Tod von Igor Mazepa umstrukturierten und gebeutelten GP2 Projekts, so gut ab zu scheiden. Zumindest bei Evans wirkte es so als sei iSport nie weg gewesen und in alter Stärke (also vor den Schwierigkeiten) zurückgekehrt.

Allerdings ist die Frage nach der Zukunft ist auch hier nicht so offensichtlich. Mark Webber wird für ihn bei Porsche sicher ein gutes Wort einlegen und wer weiß ob er dann nicht gar beim 24 H Rennen neben Nico Hülkenberg den dritten Porsche pilotiert, dennoch bliebe dann noch die Frage ob er weiter mit der GP2 machen soll oder doch sich eine andere Option überlegen sollte. Viel übrig bleibt allerdings auch nicht, außer er kommt als Testfahrer noch irgendwo unter. Es ist deswegen schwierig zu beurteilen wie es weiter geht.

Meine Einschätzung: 55%

:arrow: Alex Rossi

Wenn da nicht die Hoffnung wäre beim F1 Team von Haas 2016 in der Poleposition für ein Cockpit zu sein, es sähe ganz schon trostlos aus.
Die GP2 Saison die er zur Hälfte bestritten hatte, war gelinde gesagt wirklich schlecht. 2013 hatte er noch das letzte Rennen in Abu Dhabi gewonnen und bei den Testfahrten sah das GP2 von Caterham wirklich gut aus, doch die Verluste so mancher tragender Stützen im Team, führten wohl schnell zu einer unsanften Landung. Dauernd Probleme mit den Reifen, ein Motorschade in Barcelona(in der GP2 sehr sehr selten) und dann noch die folgenschwere Entwicklung um den Caterham Verkauf, nach dem Silverstone Rennen.
Er verkündete nach dem Rennen, seinen Rückzug bei Caterham sowohl als GP2 Pilot als auch als Ersatzfahrer beim F1 Team, warum war nicht ganz er sichtlich.
Das er immerhin beim GP von Deutschland kurzfristig für Campos fahren durfte, änderte wenig. Denn er lag zwar wirklich gut nach der Quali aber nach der Parabolica zur Spitzkehre fuhr im wunderbar jemand gegen die Aufhängung. Wie gewonnen so zerronnen, da hilft auch die Aufholjagd im zweiten Rennen von ganz hinten wenig.

In der Folge war er plötzlich Ersatzfahrer bei Marussia und wäre beinahe auch zweimal zum Einsatz gekommen, doch scheinbar hatte Chilton für Spa doch die besseren Argumente und die Rolle als Ersatz für den verunglückten Bianchi konnte er ebenfalls nicht wahrnehmen weil das Team vorher Pleite ging.
Hier von einem bitteren Szenario zu reden wäre aber taktlos, eher muss man das im Gesamtkontext sehen, denn die Saison 2014 war wohl die schlimmste in seiner Karriere und die Frage wie es weitergehen soll ist schwer zu beantworten. Daheim warten ob Haas anruft ist sicher die allerschlechteste Option, aber eine Rückkehr in die GP2 scheint ebenso wenig realistisch wie ein umschwenken in die Indy Car, was er ja auch angekündigt hat. Es hilft nichts, die Hoffnung bleibt zwar aber sie ist getrübt. Vielleicht aber hat er noch einen anderen Weg gefunden diese zu erhellen.

Meine Einschätzung: 45 %

:arrow: Rio Haryanto

Wesentlich besser erging es dem Teamkollegen von Alex Rossi bei Caterham auch nicht, zwar durfte er trotz des Chaos um den Besitzer des Rennstalls die ganze Saison bestreiten, doch wirklich mehr Glück hatte er auch nicht. Er holte mit Unterstützung des Reversed Grid in Monaco zwar einen dritten Platz und damit das einzige für sein Team, aber damit kann er kaum zufrieden sein, selbst wenn in Barcelona mit P5 noch ein weiteres gutes Ergebnis dabei war. Auch in Jahr drei kommt er nicht an seine Resultate aus seinem ersten GP2 Jahr heran, wo er immerhin Gesamt 14 wurde.
Dabei waren Ansätze wieder mal sichtbar, nur das nützt nichts wenn du es nicht dauerhaft umsetzen kannst egal aus welchem Grund.
Sicher wenn ihm seine Geldgeber treu bleiben, wird er auch 2015 eine GP2 Saison bestreiten können, doch selbst wenn er dann endlich das abliefert was man erahnen könnte, wird das allein nicht für die F1 reichen. Man weiß zudem auch nicht so genau wie finanzstark seine Geldgeber sind, aber da er außer in seinem ersten Jahr keine F1 Test bestritten hat sind das wohl auch nicht diejenigen die ihm diesen großen Schritt ermöglichen könnten.

Meine Einschätzung: 25 %

:arrow: Adrian Quaife-Hobbs

Irgendwie erinnert einen der Brite an Joylon Palmer, wobei der Brite diese Saison eher stagniert ist als das er sich verbessert hat. Das lag auch an seiner Nackenverletzung, die ihn für 4 Rennen außer Gefecht setzte, aber eben nicht nur.
Es war insgesamt zwar eine Saison bei der er etwas konstanter unterwegs war und ebenfalls auf Top 8 Platzierungen in Rennen 1 gebaut hat um das zweite dann mit dem reversed Grid auf dem Podium zu beenden. Dies gelang ihm allerdings nicht mehr wie 2013, dabei profitierte er in Ungarn von dem Chaos und brachte dann Platz 2 nach Hause. Das war aber auch schon das Highlight der Saison, womit man sagen muss 2015 wird er vermutlich wieder GP2 fahren aber dann muss schon mehr kommen. Um es dann Palmer nach zu machen muss er vermutlich auch zu einem besseren Team kommen und für die F1 muss dann noch mehr passen. Wird mehr als schwierig.

Meine Einschätzung: 25 %

:arrow: Kimiya Sato

Der designierte Auto GP Champ hat es am Ende doch noch geschafft, die Saison nicht punktelos zu beenden. Im Sprint Rennen in Sotchi von Startplatz 13 aus reichte es am Ende noch zu Platz 7 und zwei Punkten. Es ist bezeichnet das er ausgerechnet die am wenigsten naheliegende Chance zum Punkte holen genutzt hat. Er hat seine Performance nachdem er das Rennen in Deutschland ausließ in der Quali zwar deutlich verbessert aber umsetzen konnte er es wirklich nie.
In Ungarn half da zwar noch der Gegner mit, aber das meiste muss er sich schon selbst ankreiden. Unerklärlich wie da manchmal im Rennen einfach der Speed fehlte um sich nicht der Reihe nach, von den anderen Piloten aufschnupfen zu lassen. Bitter dazu wenn Arthur Pic zeigt, was mit so einem Campos möglich ist.
So hat er 2015 einiges nachzuholen, scheinbar steht auch ein Teamwechsel zur Diskussion, da er beim Test nach der GP2 Saison in Abu Dhabi für Russian Time fahren durfte.
Mal abwarten wie es letztendlich kommt, einiges gut zu machen hat er ja.

Meine Einschätzung: 20 %

:arrow: Facu Regalia

Wie bei Daniel Abt bereits beschrieben für Hilmer war die Saison 2014 ein gehöriger Reinfall, besonders für Facu Regalia der wirklich kein Bein auf den Boden bekam. Alle Hauptrennen in denen er startete konnte er nicht beenden, dann ist natürlich auch völlig klar, von ganz hinten kann man auch in Rennen zwei nichts retten.
Woran das lag ist schwer zu sagen, es lief bei Daniel zwar nicht wesentlich besser und später bei Regalias Nachfolger Lancaster ebenfalls nicht, doch ob seine schlechten Ergebnisse wirklich nur am Team lagen, lässt sich daraus schlicht nicht schließen. Und genauso so argumentierte der Argentinier als er nach dem Rennen in Österreich erklärte, er könne keine weiteren Rennen mehr für Hilmer bestreiten.
Das Team kündigte an dagegen rechtliche Schritte einzuleiten, wobei bisher nicht klar ist was dabei rauskam.
Der Argentinier selbst ist zudem wie vom Erdboden verschluckt und bisher nirgends mehr in Erscheinung getreten, dabei wird ihm die schlechte Lage der Argentinischen Wirtschaft sicher auch nicht helfen. All das macht es schwierig einzuschätzen ob der Überraschungszweite der GP3 2013, nochmal GP2 oder ähnliches fahren kann/wird.

Meine Einschätzung: 10 %

:arrow: Raffaele Marciello

Es klingt fies aber der Name Pannen Lello trifft den Nagel dieses Jahr so ziemlich auf den Kopf. Auch dass er auf dem offiziellen Twitter Account der Ferrari Nachwuchs Akademie, mehr oder weniger harsch denunziert wurde passt da ins Bild.
Es war unglaublich viel Potenzial sichtbar und es frustrierend wie wenig der Italiener letztendlich an Punkten davon geholt hat.
Ganz stark war er in Spielberg unterwegs, besonders in Rennen 2 als von 6 sich noch durch perfekt platzierte Überholmanöver durchs Feld pflügte.
Zuvor hatte er sich im Teaminternen Duell in Rennen 1 gegen Coletti und Palmer durchgesetzt.
Im Regen von Spa kam dann die nächste Sternstunde, eigentlich hatte Stoffel Vandoorne alles im Griff, denn nach der Pole bestimmte er vorne das Tempo, doch bei etwas zunehmenden Rennen drehte Raffaele so richtig auf verkürzte den Abstand. Beim Boxenstopp hatte dann Stoffels Stündlein geschlagen und der Italiener schlug zu, mit den schnellsten Runden im Feld entfernte er sich immer weiter und vermieste Vandoorne tatsächlich das Heimspiel.
Dabei darf man seine Pannen auch nicht vergessen, sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien war deutlich mehr drin, er stand auf dem achten Platz respektive auf Pole und nahm am Ende gar nichts mit. Grund war der Safety Mod der in der Box zuschlug und in GB rollte sein Auto in Führung aus.
Beim Heimspiel blieb zudem das Auto am Start stehen, womit ein Startplatz 4 futsch war.
Bei so viel Pech sind natürlich eigene Fehler besonders hart, was ihm in Barcelona passierte und am Ende der Saison ging ihm etwas die Puste aus, der dritte Platz in Sotchi im Duell gegen Pic war das letzte Highlight.
Überraschend dabei, dass alles reichte am Ende trotzdem noch für Gesamtrang 8.

Letztlich kann man dem Italiener und Ferrari nur empfehlen, gebt dem Jungen noch ein Jahr. Ich glaube in diesem wäre er mit Sicherheit einer der Kandidaten für die Meisterschaft, dafür muss er nicht mal unbedingt das Team wechseln. Mit der vollen Unterstützung Ferraris sollte er es dann auch in die F1 schaffen, vielleicht ist er auch der lang ersehnte Tifosi im roten Auto, der in Zukunft für die Scuderia um Siege fährt. Zum guten Glück gibt er der Mannschaft noch Zeit um das Auto auf Vordermann zu bringen ;)

Meine Einschätzung: 65%

:arrow: Stefano Coletti

Der Spruch vom ewigen Talent Coletti passt sicherlich gut zu seiner momentanen Situation. Seit 2010 bewegt er sich im Dunstkreis der F1, sprich in WSbR und GP2. Das sind jetzt 5 Jahre davon nun schon 4 in der GP2.
Und wirklich nach vorne geht seit dem Blackout im letzten Jahr auch nicht, dort war er auf dem Weg zu Meisterschaft, startete dann aber eine Null Punkte Serie die ihn noch auf P5 zurückwarf. Den Platz konnte er dieses Jahr nicht unterbieten, P6 dieses mal ohne dabei wirklich geglänzt zu haben.
Der Monegasse muss sich langsam fragen wie es weitergehen soll, er kann in sein fünftes GP2 Jahr gehen nur was soll das bringen, er wird selbst wissen wenn er Meister wird geht es ihm kaum besser als Valsecchi oder Palmer. Es wird wohl Zeit sich um zu orientieren, ob er das auch so sieht ist die Frage. Die F1 ist sicherlich mehr als weit weg.

Meine Einschätzung: 25 %

:arrow: Takuya Izawa

Dafür dass er mit 29 in die GP2 eingestiegen ist, hat er sich doch ganz gut geschlagen, schlecht nur wenn sich das alles andere als positiv anhört.
Das Podium in Ungarn, was er sicher selbst weiß, war wohl mehr Glück als Verstand und obwohl er in Sotchi um die Früchte seiner Arbeit gebracht wurde, am Ende bleibt wirklich wenig stehen.
P18 ist als Teamkollege des zweiten (Vandoorne) viel zu wenig und selbst wenn Honda ihn wirklich in die F1 bringen will, es wird schwer andere Teams von ihm zu überzeugen, außer man baut ihm sein eigenes Team, doch das ist nicht vorstellbar.

Ich glaube fast das wars für den Japaner, er wird wohl höchstens im nächsten Jahr ein paarmal bei McLaren an der Box stehen, während sich in der GP2 andere Honda Zöglinge versuchen. Beim Test nach der Saison durften diese schon ran.

Für Takuya bleibt am Ende lediglich das er zumindest bester Japaner war. Nur das war auch nicht wirklich ein Kunststück.

Meine Einschätzung: 10 %

:arrow: Robin Frijns

Es ist bei ihm nicht wirklich anders als bei Alex Rossi, es war vermutlich ganz schön bei Caterham zumindest hin und wieder einspringen zu können, doch mit deren Übernahme durch Kolles war er abgemeldet. Auch wurde er nicht wie Stevens berücksichtigt als man einen Fahrer für das letzte Rennen suchte, schließlich hatte er wohl auch das Auto gekannt. Aber damit war er ja nicht allein.
Dass dieses Jahr 2014 ihm weiterhin nicht nach vorne gebracht hat, ist damit auch selbsterklärend. Vermutlich wird er sich dann auch langsam vom Ziel F1 verabschieden, immerhin soll er dieses Jahr noch für BMW ein DTM Fahrzeug testen, was zwar noch gar nichts heißt, aber dort unterzukommen wäre immerhin etwas.
Es ist ja schon ziemlich bitter was aus ihm geworden ist, denn er ist ja so ziemlich unter dem Radar durchgeflogen.

Meine Einschätzung: 15 %

:arrow: James Calado

Immerhin hat er im Gegensatz zu Frijns einen Arbeitsplatz, selbst wenn der wohl ganz klar unter seinen Möglichkeiten ist. Aber auch er hat das gleiche Problem, bei den großen nicht ins Förderprogramm gekommen und für die kleinen hat er zu wenig Geld, also gibt es wohl nicht besseres als bei Ferrari GT in der WEC zu fahren, wobei er sich ja nicht schlecht angestellt hat. Das Schwesterauto mit Bruni und Vilander schnitt zwar viel besser ab, dennoch war man oft genug auf dem Podium. Nur das man bei Le Mans ausschied und Calado gar nicht antreten konnte war wirklich bitter.
Doch was solls, 2015 wird er allem Anschein weiterhin die 71 pilotieren, da gibt es jede Menge Möglichkeiten, dass verpasste nachzuholen.
Schade nur das sich die F1 damit immer weiter entfernt.

Meine Einschätzung: 15%

:arrow: Sam Bird

Wenn wir schon dabei sind, hier der dritte im Bunde derjenigen die wirklich gute Leistungen in den Nachwuchsserien gebracht haben, aber dennoch als es um ein F1 Cockpit ging, übrig blieben.
Im Gegensatz zu Calado und Frijns kann er aber wenigstens dem Formelsport treu bleiben. In der FE bei Virgin holte er neulich gerade erst seinen ersten Sieg und ist prompt zweiter in der Meisterschaft, da er auch in China auf das Podium fuhr.

Nebenher war er dann auch noch in der WEC unterwegs, allerdings eher aushilfsmäßig bei zwei Rennen. Insgesamt scheint er auch ohne F1 recht glücklich und das wird er wohl auch bleiben müssen, denn mit 27 und der momentanen Lage, ist da auch nichts anderes mehr zu erwarten.

Meine Einschätzung: 15 %

:arrow: Kevin Ceccon

Mit 21 schon fast am Ende zu sein wurde bei Verstappen als düstere Perspektive beschrieben, doch warum braucht man da ihn. Kevin Ceccon schlägt sich auch großen Sponsor damit rum, denn er kommt einfach nicht weiter. 2013 war in der GP2 plötzlich Schluss weil ihm das Geld ausging.
2014 bekam er immerhin genug zusammen um ab Spa wieder zurück in die GP3 zu dürfen.
Er holte zwar ein paar Punkte aber was bringt das schon. Letztendlich scheint es kaum eine Perspektive zu geben um aus dieser Situation rauszukommen und das hat er eigentlich nicht verdient. Es ist zwar nicht so, als gäbe es keine Möglichkeit als Rennfahrer weiter zu machen, doch in dem Alter will man eigentlich noch nicht alle Hoffnungen begraben, doch scheinbar bleibt ihm wenig übrig.
Die nächste Frage ist aber, wo kann ein chronisch klammer Fahrer wie er überhaupt unterkommen. Auf der anderen Seite hat sich anderswo oft genug plötzlich doch noch eine Tür geöffnet.

Meine Einschätzung: 10%

:arrow: Nigel Melker

So langsam komme ich mir vor, als würde ich die Fahrer auflisten deren Träume scheinbar zerbrochen sind. Nigel Melker ist der nächste. Dabei ist es auch hier weniger die Leistung die nicht stimmt, sondern das vorhandene Geld.
2011 war er noch mitten im Zweikampf um den Titel in der GP3 zwischen Bottas, Calado und ihm.
Aber in der GP2 blieb er dann etwas stecken, nachdem er beim Hinterbänklerteam Ocean nur selten glänzen konnte. In der WSbR lief es dann wesentlich besser, doch von besten war dann doch etwas weg. Letztlich geht es hier nicht darum, dass er in der F1 nichts gefunden hat (darüber kann sich hier kaum einer beschweren), sondern wie Rosenqvist 2014 in der Formula Acceleration 1 gelandet ist.
Leider kann er sich den dominanten Titel dort, höchstens in den Briefkopf schreiben, aber eine wirkliche Perspektive sieht anders aus.

Meine Einschätzung: 5%

:arrow: Jazeman Jaafar

Der junge Malaie scheint zwar ein Monaco Spezialist zu sein, hat dort sein zweites Podium in Folge geholt, aber leider besteht der Rennkalender nicht nur aus Monaco. Er hat sich zwar sichtbar gesteigert nur am Ende ist P 10 recht dürftig. Sicherlich neben Monaco war noch erwähnenswert wie er sich in Spa durch das Feld gepflügt hat, klar das Podium war dank dem Startzwischenfall und dem in Les Combes durchaus glücklich, aber er hatte schon einige mal die Pace um hinter direkten Spitze dran zu bleiben. Mehr war da aber nicht, sicherlich hat nicht geholfen dass sein Team nur einen Wagen einsetzt, bzw. einsetzen konnte und sich nach dieser Saison auch aus der WSbR zurückzieht, doch allein darauf kann man es nicht reduzieren. Es fehlt da einfach ein wenig die Linie, die Konstanz und sicherlich auch mal Ergebnis bei dem er alle im Feld schlägt.

Sein Glück scheint zumindest sein Sponsor Petronas zu sein, wenn er weiter hinter ihm steht wird er ihm auch eine dritte respektive eine GP2 Saison ermöglichen. Und wenn dann die Erfolge stimmen kann dieser Sponsor auch in die F1 hieven. Vorher muss er aber sicher noch mehr leisten, wo und ob ihm das gelingt wird man sehen.

Meine Einschätzung: 25%

:arrow: Sergei Sirotkin

Eigentlich hätte er ja schon längst im Sauber sitzen sollen, doch seit dem Herbst 2013 hat sich einiges verändert. Er stand zwar bei Sauber ein paarmal in der Box und fuhr in Sotchi das freie Training aber scheinbar hatten seine Unterstützer nicht die schlagfertigen Argumente und so gab es 2014 eben noch eine Saison Formel Renault 3.5.
Dabei hat er sich auch zu 2013 verbessert und holte sogar den Heimsieg in Moskau doch eines wog schon ziemlich schwer, die Pech/Ausfall Serie über Aaragon, Monaco und Spa(4 Rennen in Folge) in denen er ausfiel. Vermutlich fehlten ihm genau hier gute Ergebnis um den Kontakt zu seinem Teamkollegen Rowland. Aber zur Spitze fehlte so oder so noch ein ganzes Stück und jetzt stellt sich natürlich die Frage wie weiter machen. GP2 hat er zumindest schon getestet, was die Serie für 2015 zu einer ernsthaften Alternative macht. Fraglich ist ob er dafür die Mittel hat, sein Sponsor SMP ist ja betroffen von den europäischen Sanktionen gegen Russland. Kollege Aleshin zittert um seine Weiterbeschäftigung und in Langstreckenbereich mussten schon Projekte eingestellt werden.
Macht die Sache nicht einfacher und so steigt man vom potenziellen F1 Piloten ziemlich schnell ab.
Er wäre nicht der erste russische Rennfahrer dessen Karriere dann langsam vor sich hin vegetiert und ausläuft. Von den Ergebnissen her wäre es aber dieses Mal nicht verdient, genauso wie bei Aleshin. Man kann schwer abschätzen inwiefern es weiter geht.

Meine Einschätzung: 20 %


:arrow: Oliver Rowland

Er wurde zwar wie 2013 von Gasly geschlagen aber insgesamt war seine Rookie Saison doch recht gut. Platz 4 am Ende vor Teamkollege Sirotkin und wie gesagt lediglich hinter Sainz, Gasly und Merhi. Auf letzteren fehlten zum Schluss nur zwei Punkte.
Das lag im Besonderen daran das er in Jerez sein bestes Wochenende hatte, ein zweiter Platz und ein Sieg sprang dort heraus. Am Ende fehlte dem Briten, welcher wie ein Calado auch von der Racing Steps Foundation unterstützt wird, aber die Konstanz um weiter vorne mit mischen zu können. Zudem kam neben den 3 Ausfällen, die wie bei Sirotkin eher unglücklich waren, noch der Zwischenfall in Le Castellet hinzu. Vermutlich hat er sich dort am Start zum optimistisch verhalten und war dann prompt mit einem platten Reifen unterwegs. Die verlorenen Punkte fehlen dir halt am Ende, weswegen es durchaus interessant wie er sich im zweiten Anlauf 2015 schlägt. Er bleibt bei Fortec und ist sicher jetzt schon einer der Favoriten für den Titel.
Wenn er den holt stellt sich aber immer noch die Frage, ob das Racing Steps Programm hilfreich ist um junge Talente in die F1 zu bringen. Denn man hilft den Fahrern zwar in den Serien darunter, aber beim entscheidenden Schritt in die F1 hinein, haben sie eben niemanden mehr.
Schwer vorstellbar das es dieses Mal anders ist, zumal bisher noch kein Team auf ihn aufmerksam wurde und ihn in ihr Föderprogramm aufgenommen hat.

Meine Einschätzung: 45 %


:arrow: Antonio Felix da Costa

Man würde es wohl am besten mit Jahr 1 nach dem großen Schock bezeichnen, er war eigentlich der designierte Nachfolger von Daniel Ricciardo bei Red Bull, doch es kam alles anderes.
Er verpasste den Titel in der Formel Renault 3.5, Kvyat aber holte ihn in der GP3 und plötzlich war es nichts mehr mit der F1.
In Portugal war man wohl wütend um einen F1 Fahrer gebracht worden zu sein, nur so ist es nun mal, wenn du ein wenig schwächelst zieht schon jemand an dir vorbei.

So war es Zeit für neue Aufgaben und in der DTM sowie später in der Formel E gab es eine für ihn.
Doch wirklich zufriedenstellend war die Saison dort nicht für ihn. Er fing zwar furios mit einem starken ersten Quali Ergebnis an, doch danach kam nicht mehr so viel. Im Rennen mit drin statt nur dabei, wobei ich mir nicht mehr ganz sicher bin wo er mit wem zusammengerumpelt ist. Endergebnis klar, war ein Ausfall. Später gab es insgesamt noch sechs Punkte, womit er in der Endabrechnung schlechtester BMW Pilot war. Dennoch stehen wohl die Zeichen für eine weitere Zusammenarbeit nicht gar so schlecht.
In der FE gab es zudem gleich im ersten Rennen Punkte, doch natürlich spielt am Ende des Jahrs 1 das Thema F1 keine Rolle mehr und das würde es auch nicht wenn seine erste DTM Saison besser verlaufen wäre.

Meine Einschätzung: 10 %

:arrow: Edoardo Mortara

Es sah kurz mal so aus als ständen seine Chancen nicht schlecht in der F1 unterzukommen, in der DTM fuhr er stark, dazu durfte er für Lotus testen.
Doch um aus dieser Chance mehr zu machen hätte er sich eben zur zweiten Saison steigern müssen. Stattdessen fiel er 2013 ein Loch, aus dem er 2014 wieder rauskam, doch wenn du mit dem Audi eigentlich das beste Auto hast, muss mehr drin sein als P5. Für höhere Ziele muss es der Titel sein, dazu das nötige Glück, aber das ist reichlich unwahrscheinlich geworden.
Somit ist er ein guter DTM Pilot aber eben nicht mehr und wenn Audi nicht doch noch in die F1 wechselt, kommt er dort wohl nie an.

Aber wer weiß die Restchance bleibt, wie man ja beim Andre Lotterer gesehen hat.

Meine Einschätzung 10%


Der vierte und letzte Teil folgt nächste Woche.
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Re: Drivers to watch

Beitragvon scott 90 » 12.12.2014, 17:38

So nun Teil 4.

:arrow: Marco Wittmann

Der DTM Champion ging am Ende etwas unter obwohl man gar nicht oft genug sagen kann wie gut seine Leistung 2014 war. Letztendlich wenn die DTM eher als Nachwuchskategorie für die F1 akzeptiert wäre, würde er mit Sicherheit auch in meinen Top 5 stehen.
Allerdings zeigt das einzige Beispiel eines solchen Aufstiegs, Paul di Resta, wie schwer es ist diese Möglichkeit zu bekommen und sich dann durchzubeißen.
Dazu müssen eben auch die Rahmenbedingungen stimmen, welche einfach bei Mercedes viel eher gegeben sind als bei Audi oder eben BMW. Das er trotzdem, quasi als Belohnung, von BMW einen F1 Test in einem Torro Rosso geschenkt bekam, deutet wohl weniger auf Ambitionen der Münchner auf ein F1 Comeback hin. Vielmehr scheint es ein einmaliges Erlebnis für Wittmann zu sein, welches ja letzte Woche durch Regen in Imola erstmal aufgeschoben wurde.
Wie dem auch sei man weiß ja trotzdem nie was BMW plant oder was sich kurzfristig noch ergibt, dennoch ist auch Fakt, mit 25 hat man nicht unbedingt massenhaft Zeit für diesen Schritt.

Dass er sich vermutlich mehr verdient hätte steht außer Frage. Die Geschichte seine Saison umfasst vier Siege, ein zweiter Platz, ansonsten außer in Oschersleben (Ausfall) immer unter den Top 6. Damit mit Abstand der beste Pilot von BMW und souverän Meister weil es auch die anderen Piloten nicht hinbekommen haben, auch nur ansatzweißen eine solch gute und konstante Saison hinzulegen.

Am Ende holt ihn obiges wieder ein, die Chancen auf eine F1 Karriere sind trotz wesentlich mehr Erfolg dieses Jahr nicht größer als die der anderen DTM Piloten.

Meine Einschätzung: 15 %

:arrow: Christian Vietoris

Was für eine Saison für Christian Vietoris, der Mercedes war sicherlich am Anfang der Saison erstmal total chancenlos und dennoch stand im dritten Rennen der Saison plötzlich einer mit dem Stern auf der Haube ganz oben auf dem Podest.
Klar ohne dieses unglaubliche Rennen in Oschersleben durchzogen von Mischbedingungen und einem SC welches den schnellsten Mann auf der Strecke den Sieg kostete, wäre sowas nicht möglich gewesen. Aber er hat es eben auch umgesetzt und sich mit seinem ersten Sieg belohnt.
Als der Mercedes dann langsam doch mithalten konnte, hatte er zwar am Norisring richtig Pech das seine Radmutter nicht richtig festgezogen war, doch in der Folge holte er immer wieder gute Punkte ohne dabei groß zu aufzufallen. Die Show gehörte auch im Regen am Lausitzring Pascal Wehrlein dennoch brachte er Platz 2 souverän nach Hause.
Letztlich hatte er damit sogar Chancen auf Meisterschaftsplatz 2, aber auch nur weil alle Audi Fahrer mehr oder weniger es einfach nicht fertig gebracht haben ihr Potenzial umzusetzen.

Am Ende schafften diese aber immerhin noch die Schadensbegrenzung und verdrängten Vietoris auf P4 in der Meisterschaft, genau der gleichen Position wie im Vorjahr. Zwar fragte man sich schon damals, wie er da eigentlich hingekommen ist aber wen interessiert es ob er auffällt oder nicht die Ergebnisse scheinen zu stimmen und mit einem besseren Mercedes ist sicherlich noch mehr möglich.

Allerdings geht es hier nicht nur um die Frage ob er DTM Meister werden kann, sondern auch ob er noch realistische Chancen auf eine F1 Karriere hat. Eher nicht, denn obwohl die bei Mercedes besser scheinen, setzen diese eher auf Wehrlein und somit sieht es auch bei ihm in der Beziehungen, auch nicht rosig aus.

Meine Einschätzung: 10 %

:arrow: Robert Wickens

Vieles was für Christian Vietoris gilt, gilt auch für Robert Wickens wobei der im Gegensatz zum Kollegen auffällt. Leider nicht immer nur positiv, auch er war in Oschersleben sehr gut unterwegs bis er schließlich im Regen zu weit rauskam und in den Reifenstapel krachte. Sein Pech war bald darauf aber Glück für Vietoris der dank des SC plötzlich Chancen auf den Sieg hatte.

Am Norirsring lief dagegen nichts mehr schief, dieses Mal fuhr ihm auch kein Ekström vor der Nase rum, alles in allem ein souveräner Sieg. Nach einem weiteren enttäuschenden Wochenende in Moskau war er in Spielberg auch wieder im Kampf um den Sieg, doch ein vermeintliches Unsafe Release und die Tatsache das der Kommandostand lieber eine DSQ riskierte als sichere Punkte mitzunehmen, machten diese Wochenende mehr als bitter für den Kanadier.
Danach gelang es ihm auch nicht mehr zu glänzen und am Ende war er nur drittbester Mercedes Pilot auf Rang 12. Es war in vielerlei Hinsicht ein bitteres Jahr, trotz des einen oder anderen Erfolgserlebnisses. Letztlich kann auch er mit Sicherheit mit einem besseren Mercedes und einem guten Lauf DTM Champ werden, doch ob ihm das viel nützen würde.
Wie gesagt Wehrlein ist im Fokus obwohl Mercedes einen ausgezeichneten Fahrerkader hat.

Meine Einschätzung 10 %

:arrow: Daniel Juncadella

Irgendwie könnte man den Spruch von oben wiederholen aber so ganz stimmt es für den Spanier ja nicht. Besonders das er bisher eben auch noch nicht so glänzen konnte. Am Lausitzring hatte er mit Sicherheit seinen Moment bei denen er Platz 4 und 5 herausfahren konnte, aber letztlich ist er zwar nicht so wild wie ein Roberto Merhi dennoch nicht zwingend erfolgreicher.
Die Steigerung von 2013 auf 2014 ist daher auch nur mit einem Punkt messbar. Nicht sonderlich viel, wenn auch der Mercedes 2013 konkurrenzfähiger schien.
Nebenher war er noch Testfahrer bei Force India, er schien seine Sache doch recht unauffällig zu machen bis er in Brasilien sein Fahrzeug zerlegte. War nicht so schlimm, dennoch kam er wohl zum Schluss das es nichts bringt auf zwei Hochzeiten zu tanzen, entweder das eine oder das andere. Letztendlich wurde es wohl nichts mit einem Stammcockpit bei einem F1 Team, also gilt jetzt wohl die volle Konzentration der DTM.
Sicherlich nicht unvernünftig so muss er auch dort durch Leistung sich rechtfertigen.
Das eine bedingt aber natürlich auch, es sieht mit der Einschätzung nicht besser aus als bei den anderen.

Meine Einschätzung: 10%

:arrow: Pascal Wehrlein

Es überrascht nicht unbedingt, dass dem Testfahrer des Weltmeisterteams die besten Chancen aller DTM Piloten für eine Zukunft in der F1 eingeräumt werden. Natürlich nicht nur weil man ihm scheinbar vertraut, denn sowohl in der DTM als auch im Simulator (Um Philipp Sohmers Mantra zu wiederholen: Mit dieser Tätigkeit auch Anteil am Erfolg des F1 Teams hat.) überzeugt er nun. Ja es mag sein, die letzte Saison war wirklich eher zäh, aber was bitteschön erwartet man von einem Rookie der erst kurz vor der Saison das Cockpit von Ralf Schumacher übernehmen darf. Dieser hatte bis in den Januar mit seiner Entscheidung gewartet und sich letztendlich für eine Beendigung seiner Karriere entschieden.
Wehrlein der bis dahin noch Formel 3 fahren sollte fand sich am Ende plötzlich in der DTM wieder, sicher nicht unvorbereitet aber es hatte eigentlich schon seinen Grund warum man ihn eben nicht sofort in der DTM sah. So zeigte er in der F3 noch ein sehr starkes Wochenende in Monza, wobei es so aussah als könne er mit Marciello(dieser gewann am Ende mehr oder weniger souverän den Titel) mitgehen. In der DTM selbst war es am Ende der letzte Platz.

Doch 2014 hat sich die DTM Bilanz aufgehellt, besonders durch seinen Auftritt am Lausitzring. Er fuhr wie Jamie Green in Oschersleben in einer anderen Welt, brachte es aber im Gegensatz zum Briten auch nach Hause. Ansonsten war er am Ende nicht immer so gut dabei, am Norisring als der Mercedes nachweislich auch ging, wurde er noch fünfter (Zweitbester mit dem Stern) aber ansonsten ging und kam auch nicht mehr. Verwunderlich war das nicht, schließlich fiel er beim dritten guten Mercedes Rennen aus. Ansonsten nahm er mit was es mitzunehmen gab und wurde am Ende achter in der Gesamtwertung, womit am Ende auch nur Vietoris aus dem eigenen Lager vor ihm lag.
2015 wird er vor allem an das Rennen in der Lausitz anknüpfen müssen, wobei der Mercedes das auch hergeben muss. Hoffentlich auch wesentlich konstanter als dieses Jahr. Es wird dabei interessant zu sehen sein wie Wehrlein sich weiter entwickelt, zumal er sich klar gegen eine Doppelbelastung oder einem Wechsel in die GP2 entschieden hat.
Ob ihn das am Ende auch in die F1 spülen wird?? Die Chancen könnten besser sein aber in der DTM hat niemand bessere.

Meine Einschätzung: 35 %

:arrow: Nico Müller

Tja was will man sagen er saß wohl im besten DTM Auto 2014, wurde er 19ter von 23 Piloten.
Klingt nicht so gut aber unter dem Strich war es nicht mal so schlimm wie es aussieht. Dabei ist schon mal positiv das er trotz einer Scharmützel eher unscheinbar blieb, aber in der Summe fiel er damit auch zu wenig positiv auf. Es bleibt das natürlich dieser fünfte Platz in Moskau und seine bis zur Kollision unglaubliche Fahrt in Zandvoort. Ohne das SC wäre er wohl auch nicht in den Zweikampf geraten der am Ende den Rest besorgte.
So gesehen war er gar nicht so weit weg von zum Beispiel einem Miguel Molina, der seit seiner ersten DTM Saison Potenzial zeigt, es aber nie wirklich voll umsetzen kann.

Alles andere als eine Weiterbeschäftigung wäre somit eine Überraschung. Allerdings dass wir hier das zuerst erwähnen, zeigt nun mal auch seine Ambitionen wobei es auch vermessen wäre mehr zu fordern. Erstmal die zweite Saison angehen dann weiter sehen.

Meine Einschätzung: 10 %

:arrow: Alice Powell

Es ist recht still geworden um sie, wobei es gab einen Moment 2014 als sie plötzlich in den Schlagzeilen stand. Es ging um Caterhams Start an Abu Dhabi und der Möglichkeit dort als Freitagsfahrer mitzuwirken. Daraus wurde bekanntlich nichts und so kann man nicht wirklich behaupten, dass 2014 viel passiert ist. Das Geld für eine weitere GP3 fehlte und scheint auch jetzt noch nicht vorhanden womit die Karriere in einer Sackgasse ist.
Sie scheinbar nur not zu finden wo preiswerter Motorsport möglich ist und das ist kein Fortschritt besonders wenn es sich dabei auch hauptsächlich um Kurzeinsätze handelt.
Es war zwar Anfang an klar, dass sie es nur bei einer unglaublichen Steigerung weit bringen kann aber das sie sich mit solchen Finanzierungsproblemen rumschlagen muss…
So wird es sicher nichts mehr und man kann eigentlich nicht mehr machen als sie zu streichen.

Meine Einschätzung: 0%

:arrow: Stefan Wackerbauer

Da wir es gerade von in der Sackgasse stecken haben, dem ehemaligen Red Bull Junior ging es lange auch so doch die Entscheidung weg vom Formelsport hin zu neuen Ufern scheinen ihn befreit zu haben. Der Test bei Audi im DTM Wagen scheint mehr gebracht zu haben als man auf den ersten Blick sah. Schließlich landete er doch im Förderkader der Ingolstädter oder eher gesagt in dem von Abt. So ging es 2014 erstmal wieder richtig los und zwar in der ADAC GT Masters bei Prosperia C. Abt Racing. Allerdings wurde er während der Saison durch Christer Jöns ersetzt, aber nicht wie jetzt naheliegend aus Leistungsgründen sondern weil er wegen des Abiturstress erst 2015 einen neuen Anlauf nehmen soll.
Irgendwo mehr als verständlich und auch schön dass er bei Abt weiter die Chance bekommt. Vielleicht gelingt ihm dann ähnliches wie Calvin van der Linde der in derselben Serie auch alle mit seinem jungen Alter überraschte. Zusammen mit Teamkollegen Rene Rast holte man gar den Titel.
Vielleicht ist dann auch noch das Fernziel DTM erreichbar, aber die F1 ist eigentlich mehr als unrealistisch. Und falls es Pierre Gasly oder Esteban Ocon in die F1 schaffen wird’s noch richtig bitter, denn mit denen war er 2012 noch auf Augenhöhe bevor man ihn aus dem RB Kader warf…

Meine Einschätzung: 5 %


:arrow: Nyck de Vries

Ehrlich gesagt er passt in diese Reihenfolge nicht wirklich rein, denn bei ihm geht es nicht wie bei den oben genannten um Umorientierung, Sackgasse usw…, nein der Niederländer ist voll im Saft. Darf er sich seit neusten doch Meister nennen und zwar in der Formel Renault 2.0 (Eurocup).
Nach starkem Einstieg 2012 gelang ihm 2013 nur nochmal dasselbe Ergebnis zu wiederholen und so stand er 2014 unter Druck. Alles erwartete den Meistertitel und der wurde es dann auch. Mehr als doppelt so viele Punkte wieder zweite dürfen aber auch nicht darüber hinwegtäuschen das es ihm der Norweger Olson nicht von Anfang einfach machte.
Erst gegen Ende zeigte sich wie hart umkämpft die Serie eigentlich ist und nur der de Vries nach fast nach Belieben aufs Podium fuhr.
Zum Schluss mit einem „4“ fach Sieg, der es zwar nur Punktemäßige war, aber dennoch ein starkes Zeichen.

Schließlich weiß ja jeder was die drei letzten Meister dieser Serie im Folgejahr in der Formel Renault abgezogen haben. (Meister, P2, P2)
Eine Ansage also, eigentlich schwer zu toppen doch der designierte DAMS Fahrer wird schon wissen wie das funktioniert. Bei McLaren wird man es sicher auch gerne sehen wobei wenn er da gleich Meister wird, würde es langsam aber sicher ein Luxusproblem geben.

Meine Einschätzung: 50%


:arrow: Diego Menchaca

Die Escuderia Telmex hat wohl auch schon mal bessere Tage gesehen, nach Sergio Perez und Esteban Gutierrez kam nicht wirklich jemand nach, der auch nur um Ansatz das Talent gehabt hätte um auch eine ähnliche Karriere hinzulegen.

Auch Diego Menchaca nicht, selbst wenn man so langsam eine Tendenz nach oben erkennen kann, überzeugt es nicht nachhaltig die britische Formel 4 als siebter zu beenden. Und so wirklich wer anderes drängt sich momentan auch nicht auf. Wie es weiter geht ist schwer zu sagen, so manchem Kollegen aus demselben Kader ging schon die „Unterstützung“ aus und das scheint momentan wahrscheinlicher als eine große Karriere.

Meine Einschätzung: 3 %


:arrow: Arjun Maini

Einen aus der Escuderia Telmex zu schlagen ist erstmal nichts Besonders, vermutlich hat ihn das auch gar nicht interessiert, befand er sich ja im Meisterschaftskampf um den Titel in derselben Serie.
Er und Teamkollege George Russel lieferten sich einen harten Kampf, wobei der Inder mit Vorteilen in das letzte Rennwochenende nach Snetterton fuhr. Doch am Ende wurde er trotzdem geschlagen und ganze drei Punkte.
Bitter ja, aber auch nicht wirklich schlimm. Nicht jeder hat an den Sinn geglaubt, in einer Castingshow drei Kartfahrer auszuwählen und sie weiter zu unterstützen, und doch hat dieses Programm, einen indischen Fahrer erfolgreich in den Formelsport gebracht.
Allerdings darf das ja nur der Anfang gewesen sein, 2015 wird es Zeit für eine neue Herausforderung. Die FIA Formel 3 würde sich anbiete, wobei bisher noch nichts perfekt ist. Aber es wäre der erste Härtetest um herauszufinden wie gut dieses Talent nun wirklich ist.

Meine Einschätzung: 30 %

:arrow: Kevin Korjus

Von Hoffnungsvoll wieder zu einem Fahrer bei dem es gar nicht mehr läuft. Der Este war kometenhaft aufgestiegen und stand 2011 nach Rang 6 seiner ersten Saison in der Formula Renault 3.5 vor dem Punkt an dem es entweder in die eine, also Richtung F1, oder in die anderen also weg von derselben geht. Nach seinem Test bei Lotus war es unwirklich zu glauben, es könnte anders als Bergauf gehen, zumal er ja zu diesem Zeitpunkt noch sehr jung war.
Doch es kam ein herber Rückschlag 2012 lief nicht viel zusammen, 2013 der Schritt zurück in die GP3 brachte auch wenig und nun mit 21 steht er vor den Trümmern seines F1 Traumes.

Er ist weiter weg als denn je, doch das hilft alles nichts denn es muss ja weitergehen und das geht es auch. Die European Le Mans Series kennen zwar kaum welche aber bei ART immerhin einen McLaren MP4-GTC GT3 fahren zu dürfen ist besser als nichts. Großer Erfolg kam dabei nicht rum aber so läufts halt. Mehr als ihn von der Liste zu nehmen bleibt mir auch nicht.

Meine Einschätzung: 0%

:arrow: Richard Bradley

Er kann sich eigentlich nicht wirklich beklagen, der Rennstall KCMG scheint an ihm festzuhalten egal was kommt. Und es lohnt sich, die Super Formula Saison 2013 war ein Desaster aber 2014 in der WEC zeigten beide ansprechende Leistungen.
Im Regen Chaos von Austin war ihr Moment gekommen und man stand in der zugegeben ausgedünnten LMP2 ganz oben auf dem Podest. In Bahrain und Sao Paulo war das noch mal der Fall, womit es mir scheint als habe jemand seine Heimat gefunden. Die F1 wird das aber wohl niemals sein.

Meine Einschätzung: 0%

:arrow: Aaro Vainio

Es war ein ehrgeiziger Plan den Nicolas Todt da für den Finnen hatte, er wollte ihn noch 2010 2014 in der F1 unterbringen.
Nun haben wir 2014 und der Finne ist wohl weiter weg von der F1 als jemals zuvor. Es hat sich eigentlich wenig zu 2013 verändert, dort hatte er das letzte Rennen wegen Budgetproblemen verpasst. Das war die Chance für Dean Stoneman seine Karriere wieder neu zu starten, während der Leidtragende in der Bedeutungslosigkeit versank.

Es fehlte das Geld für den Aufstieg und immer wenn das so ist und man stagniert, geht es meistens nicht lang bis es vorbei ist. Zumal das Momentum war 2012 da, allerdings reichten nach P4 in der GP3 auch die wirklich guten Auftritte in der Formel Renault 3.5 nicht weiter.
Was bleibt, nicht viel Ernüchterung vielleicht und damit muss ich ihn aus der Liste austragen, wünsche ihm aber dass er zumindest in einer anderen Serie eine neue Heimat findet.

Meine Einschätzung: 0%

:arrow: Felix Serralles

Eigentlich war 2012 noch alles in bester Ordnung, als Rookie in der britischen F3 ging es gleich um die Meisterschaft und obwohl es am Ende doch nicht dafür reichte, war er immerhin bester Fortec Pilot sogar noch vor einem Mann namens Alex Lynn.
2013 hat sich die Sache allerdings schon deutlich verändert, Lynn wurde in der neuen F3 EM dritter er trotz so manchem Glanzlicht nur 11ter. Inwieweit ihn die als Mitursache angegebene Nackenverletzung ihn nun tatsächlich behinderte ist nicht zu klären aber es wird keine Hilfe gewesen sein. Wobei er auch den einen oder anderen Moment hatte bei dem man sich die Haare raufen konnte.
Also versuchte er sich 2014 eben noch mal in der F3, nun aber mit einem neuem Team, dem Neueinsteiger West Tec. Er holte mit ihnen zwar immer konstant kleine Punkte doch das war nicht wirklich die erhoffte Steigerung. Und so muss der Puerto Ricaner einsehen wie bitter das Geschäft doch sein kann. Platz 12 und die Rückkehr in die Heimat schienen dann ausgemachte Sache. Er ist dabei nicht der einzige Amerikaner der nach Europa ging und dort am Ende nicht glücklich wurde.

Aber immerhin steht das Programm für 2015 schon, die Indy Lights werden es sein bei Belardi, dem Team des Meisters von 2014. Wobei mit dem neuen Auto ist vieles möglich, dabei wird es interessant sein wie er sich auf Ovalen schlägt. Insgesamt ist jetzt eher das Nahziel Indy Car, was dann sein wird kann man nicht absehen.

Meine Einschätzung: 10%


:arrow: Jack Harvey

Den Schritt in die USA hat der Brite schon ein Jahr früher gemacht als Serralles und schlug sich wirklich beachtlich. Seine Stärke auf den Rundkursen war ja bekannt aber auch auf den Ovalen war konkurrenzfähig. Kein Ausfall, ein dritter Platz sowie zwei fünfte, sind beachtlich für jemaden der vorher keine Oval Erfahrung hatte.
Am Ende wurde es ein richtig „heißer“ Tanz um die Meisterschaft, zwischen ihm und Gabby Chaves. Dabei kann er die letzten vier Rundkursrennen in Serie und gestaltete die Sache am Ende punktgleich.
Am Ende hatte aber Gabby Chaves aufgrund mehr zweiter Plätze die Nase vorne. Besonders bitter für ihn das ihm das Preisgeld durch die Lappen ging aber ansonsten kann er trotzdem zufrieden sein.
Das Problem bleibt aber sicher wie geht es 2015 weiter. Die Indy Car wäre der logische Aufstieg, bei Schmidt Peterson scheint er aber nur Außenseiter zu sein und ansonsten ist er nicht im Gespräch wobei er sich sicher für Bryan Hertha anbieten würde. Zumal die ja auch schon gute Erfahrungen mit einem Briten gemacht haben. Außenseiter bei Coyne ist er womöglich auch, wobei da noch nicht sicher ist was passiert. Alle warten wohl darauf was die großen Teams nach Weihnachten verkünden.
Aber bis jetzt muss er erstmal weiter warten und hoffen, dabei wird ihn die F1 erstmal nicht jucken.

Meine Einschätzung: 20%

:arrow: Matthew Brabham

Der Grund warum wir seinen Nachnamen mit Rennsport in Verbindung bringen ist leider dieses Jahr von uns gegangen, trotzdem wird sich der Enkel auf den Namen nicht verlassen können.
Was er letztendlich auch nicht tat, nur lief es auch nicht wirklich. Im ersten Rennen wohl nich mit Anpassungsschwierigkeiten hat er sich letztendlich reingebissen doch zwei folgenschwere Ausfälle, ein Crash und ein technischer Defekt meines Wissens kosteten ihn am Ende den Kontakt zu den Top drei.
Dennoch dass er zumindest den ehemaligen GP2 Fahrer und Vize Meister Luiz Razia hinter sich lassen konnte, hinterlässt immerhin irgendwie noch einen positiven Eindruck. Wie es jetzt aber 2015 mit Matty Brabs weitergeht ist noch nicht klar. Der sofortige Einstieg in die Indy Car scheint unwahrscheinlich aber noch wurde auch noch keine zweite Saison in der Indy Lights angekündigt. Dafür durfte er in der Formel E für Charles Pic ran, der lieber bei der F1 weilte.
Es lief ganz gut in der Quali leich den Teamkollegen geschlagen und am Ende auf Rang 10, im Rennen ging es dann nicht mehr so gut und es blieb nur noch Rang 13 unter dem Strich stehen.

Am Ende gilt für ihn ähnliches wie für Jack Harvey, solange seine nahe Zukunft nicht geklärt brauchen wir nicht weiterdenken, zumal selbst dann noch der durchschlagende Erfolg fehlt. Dieser kann aber durchaus kommen.

Meine Einschätzung: 15 %

:arrow: Spencer Pigot

Stark begonnen, etwas nachgelassen aber am Ende doch noch den Titel geholt. So lässt sich seine Saison kurz zusammenfassen, wobei ich ehrlich bin von der Pro Mazda Championship habe ich wenig mitbekommen. Lediglich auf Youtube die Videos die von Anders Krohn und Tristan Vautier begleitet werden und ein paar Rennhighlights zeigen. In Sonoma gab es mal Aufregung als er ein Scharmützel mit seinem Rivalen Scott Hargrove hatte, von dem der dieser stark profitierte. Aus P1 von Pigot wurde ein DNF wobei Hargrove auf P3 ins Ziel kam.
Großartig kann ich mir da aber kein Urteil bilden wie viel hinter dem Titel steckt, denn Matthew Brabham im letzten Jahr noch wesentlich souveräner geholt hatte und eben auch Pigot geschlagen. Für ihn spricht auch er, hatte einen Brasilianer der aus Europa kam, in den gemeinsamen Rennen im Griff. Selbst wenn Pipo Derani dort keine Bäume ausgerissen hat, er war immerhin unter den Top 8 der F3 EM.
Den Rest muss man abwarten, er steigt 2015 mit seinem Rennstall Juncos in die Indy Lights auf und dann wird man schon sehen wie viel Talent er mitbringt.
Wenn es für die Indy Car reicht und er sich dort gut schlägt wer weiß ob dann nicht Gene Haas auf ihn zukommt.

Meine Einschätzung: 10 %

:arrow: Henrik Furuseth

Der Norweger in den USA hat wohl den Rückwärtsgang drin, nachdem er 2013 noch gut bei der Sache war und vierter in der US F2000 wurde war es 2014 nur noch P10.
Keine Ahnung was das für ihn nun bedeutet aber wirklich weiter gekommen ist er nicht, schon schwer zu beantworten ob er 2015 eine Zukunft hat. Schließlich schien er es Budgettechnisch auch nicht gerade dicke zu haben. Somit ist jetzt schon die Frage ob es noch Sinn hat ihn hier weiter zu führen.

Meine Einschätzung: 0%

:arrow: Vicky Piria

Es sollte ein Neustart in den USA werden, doch wie bei ihren Leidensgenossen Ghirelli und Derani war der von kurzer Dauer. Vier Rennen durfte sie bestreiten, sie blieb aber ohne Nennenswerte Erfolge womit nun jetzt klar scheint es macht auch bei ihr keinen Sinn sie weiter durchzuschleppen.
Dabei fehlt es schlussendlich an Budget und auch an Talent.

Meine Einschätzung: 0%

:arrow: Eddie Cheever Jr. III

Rennfahrersöhne haben es wohl nicht immer einfacher, ein Beispiel neben den Mansells und Damon Hills Sohn ist Eddie Cheever Jr.
Die F3 Saison 2013 war wie gesagt dürftig und so wurde aus dem Formelsport erstmal NASCAR. Allerdings nicht in Amerika, also die Heimat seines Vaters, sondern die europäische die sich Whelen Euro Series nennt.
Lief auch gar nicht mal so schlecht, in der Gesamtwertung Dritter mit drei Siegen. Aber wenn man sich die Ergebnis Liste sich so anschaut und den Namen Lauda entdeckt ist das nicht unbedingt positiv besonders wenn dieser dort auch ein Rennen gewinnen konnte.
In dem Fall handelt es sich um Mathias Lauda aber scheinbar spiegelt das die Qualität der Serie wieder.
Und das ist nichts gegen Laudas Sohn, der mit Sicherheit ein guter Rennfahrer ist aber für ganz oben reicht es halt nicht. Und so wird es Cheever auch ergehen. Auch der Meister der Serie Anthony Kumpen(der Onkel von Max Verstappen) hilft da nicht.

Meine Einschätzung: 0 %

:arrow: Marco Soerensen

Hätte ihn fast vergessen, aber Jean Gilles hatte ihn vorgeschlagen also habe ich mir auch seine Saison angeschaut.
Der Däne hatte eine durchwachsene Saison in der Formel Renault 3.5, er fiel mehr dadurch auf in Monza Jaafar spektakulär in einen Überschlag geschickt zu haben aber ansonsten war da wenig, was für ihn spricht. Scheinbar geht es seit Platz sechs in Saison eins Ergebnistechnisch nur noch abwärts.
Obwohl er dank seines Sponsors zumindest Testfahrer bei Lotus sein durfte und in Silverstone in ein GP2 Fahrzeug steigen durfte. Dort zeigte sich das er erstaunlich schnell verstanden hatte den Reversed Grid für sich zu nutzen. In Rennen 1 war oft nur gerade so die Top 10 drin aber im zweiten ging es teilweise weit nach vorne. Zweimal P4 und der Sieg in Sotchi zeigen einen erstaunlich cleveren Fahrer der es scheinbar versteht in der GP2 Rennen zu fahren. P 11 obwohl er nur 14 von 22 Rennen bestritten hat sind sicherlich beachtlich.
Wenn er 2015 eine weitere Saison bestreitet kann ich mir vorstellen, das er durchaus fähig ist die Top 5 zu entern. Ob das für eine F1 Zukunft reicht, hängt aber weniger daran als an der Finanzstärke der Saxo Bank und in wieweit sie diese einsetzen.

Meine Einschätzung: 20 %

:arrow: Lance Stroll

So zum Schluss haben wir noch einen hoffnungsvolles Talent. Wobei das natürlich relativ ist aber der Kandier ist sowas ein Geheimtipp für die nächste Saison. Dabei darf man ihn nicht darauf reduzieren das sein Vater sehr sehr reich ist und sich bei einem F1 Rennstall einkaufen wollte. Nein die Leistung stimmt bisher auch. Die italienische F4 hat er fast schon problemlos gewonnen, klar auch ich kann nicht einschätzen was das bedeutet, das wird die Zukunft zeigen aber an sich ist es nicht selbstverständlich scheinbar nach Belieben die Konkurrenz vorzuführen.
Es war nicht mal nötig die letzten drei Rennen zu bestreiten um den Vorsprung über 100 Punkte zu halten.

Einzige eines macht stutzig Brandon Maisano, einst ein großes Talent, war zwar von der Wertung ausgeschlossen da er über 21 ist, dennoch hat er nach Ergebnissen den Kanadier geschlagen. Also doch nicht souverän und hier wurden Ergebnisse geschönt??
Na ja nicht wirklich, denn der Franzose ist 21 und wirkt nun doch schon seit 2010 in den Gefilden der italienischen F4(Formel Abarth) und der italienischen F3 mit. Dabei ist lediglich erstaunlich wie er sich verkauft, wobei das ja anscheinend nichts heißt.
Letztendlich ist das für Lance erstmal nicht schlimm, Ferrari hat ihn erstmal in sein Förderprogramm aufgenommen und wirklich zählt es erst 2015 in der Formel 3 EM. Dabei hat er gleich mal die Chance die Verstappen Altersrekorde einzustellen. In die F1 wird sein Weg aber sicher nicht so schnell führen, da hat die FIA jetzt vorgesorgt.
Aber vorher muss er erstmal das Umsetzen was sich die Leute von ihm erwarten. So manch einer meint er sei Titelfavorit, ich würde nicht so weit gehen.
Wenn er der beste Rookie wird hat er schon viel gewonnen, der Rest wird sich weißen. Im Gegensatz zu manch anderem wird ihm sicher nicht so schnell das Geld ausgehen.

Meine Einschätzung: 25%

Sonderfall:
:arrow: Nick Cassidy

Der Moment war auf jeden Fall etwas Besonderes, ganz speziell für den jungen Neuseeländer selbst. Aber beginnen wir von vorne, Nick Cassidy gehört auch zu dieser „goldenen“ Generation neuseeländischer Rennfahrer die sich aufmachen um Europa zu erobern. Wie Mitch Evans wusste er in der heimischen Toyota Racing Serie, in dem auch namhafte europäische Nachwuchsfahrer teilnahmen(z. B. Alex Lynn), da sie günstig im Frühjahr stattfindet. Er hat dort immer wieder sein Talent gezeigt und die Serie zweimal gewonnen. Doch der Sprung nach Europa gelang ihm nicht so gut wie Brendon Hartley, Richie Stanaway oder eben Mitch Evans. Er hatte es immer wieder versucht besonders in der Formel Renault 2.0. Dabei durfte er dank limitierter Mittel nur für unterfinanzierte Rennställe ran und auch nie über eine ganze Saison. Teilweise änderte sich das, als er in der Formel 3 EM als Gastfahrer ran durfte. Doch trotz guter erster Auftritte und der Tatsache dass er dann für Daniil Kvyat sein Intermezzo auf ein paar Rennen ausbauen konnte, ändert wenig an der Tatsache: Potenzial ja, aber so richtig umsetzen konnte er es nicht. Immerhin schien es als hätte er 2014 endlich ein Cockpit für eine ganze Saison ergattert und Korainen auch bei einem absoluten Topteam der Formula Renault 2.0. Dennoch die wohl umkämpfteste Nachwuchsformelserie, bei der teilweise mehr als 30 Starter dabei sind, fordert nun mal auch alles ab. Er wäre nicht der erste Fahrer der in diesem Haifischbecken erstmal untergeht. So kann es dann auch, zwar holte dennoch wie 2012 Punkte und war in der verregneten Eifel wirklich gut unterwegs und blieb mit seinem 5 Platz sogar unter seinen Möglichkeiten.
Doch viel mehr kam nicht und wie so oft in seiner Karriere waren dann auch seine finanziellen Mittel am Ende. Wieder einmal stand er vor dem aus, wobei ihn immerhin der Hinterbänkler Rennstall T-Sport(2 Punkte 2014, dazu aus finanziellen Gründen nicht zum Sotchi Rennen antrat) wieder als Gastfahrer für die F3 EM anstellte.
Dennoch auch hier waren teils passable Leistungen drin aber eben auch nicht mehr.
Dann gab es 2014 noch ein Rennen für ihn und zwar den Klassiker in Macau, bei dem er zum ersten Mal antrat, große Erwartungen waren vermutlich überzogen umso überraschte er mit starken Trainingsleistungen. Als er dann nach dem Quali Rennen auf P5 ins Rennen gehen durfte musste er sich sicher die Augen reiben. Doch es kam sogar noch besser, direkt nach dem Start hatten die beiden Piloten die von 3 und 4 ins Rennen gingen ein Scharmützel was eine Massenkollision auslöste. Sicherlich glück erstens den dritten Platz zu erben und gleichzeitig nicht unschuldiges Opfer zu werden. Doch er gab den dritten Platz auch nicht mehr her und nun kommen wir zu dem Moment der wohl etwas ganz besonderes war, er durfte rauf aufs Treppchen. Vermutlich war das eine der größten Überraschungen bei der diesjährigen Auflage des F3 Klassikers. Zumal er den Mücke Wagen auch einen echten Kampf lieferte, dabei gab es dann auch einen Wandkontakt der vermutlich gar ein noch bessere Abschneiden verhinderte.
Es liegt an ihm daraus mehr zu machen, wobei man ihm auch nur das Beste für die Sponsorensuche wünschen. Ein Fulltimecockpit in der F3 EM wäre ein Anfang.
Leider holt einen aber auch schnell die Realität wieder ein, sein Teamkollege in der F3 darf jetzt schon für Force India einen F1 Wagen testen, zumindest in Macau war dieser aber hoffnungslos unterlegen.





So das war es für diese Saison, ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und habt etwas mitgenommen. Selbst wenn es nur einzelne Fahrer betraf. Ich muss zugeben die Liste ist über die Jahre sehr umfangreich geworden, wobei es durchaus interessant zu sehen war, wie sich die einzelnen Fahrer in ihrer Formelsportkarriere entwickelt haben. Dabei sticht nur Max Verstappen heraus, der hatte als einziger keine Lust sich länger als eine Saison dort rumzuschlagen. Ansonsten hatte die 2014 noch viele andere schöne Sachen hervorgebracht, darunter auch viele spektakuläre Rennen in der F3, GP3. GP2 und der Formel Renault 2.0/3.5.

Es wird in der Zukunft sicher weiter spannend ob jemand ähnliches nochmal gelingt. Ansonsten kann ich nur zum Vorschlagen anregen ebenso besonders wenn ihr anderer Meinung seid als ich.

Ach jetzt ist zwar Winterpause aber, es wird dennoch nicht langweilig weil im Hintergrund an den Plänen für 2015 gearbeitet wird. Es ist mit Sicherheit auch spannend was die Flut aus Testfahrten und Bekanntgaben hervorbringt. Auch das werde ich weiter beobachten und dann von Zeit zu Zeit den Opener aktualisieren.
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Re: Drivers to watch

Beitragvon scott 90 » 05.01.2015, 00:30

Wenn es wen interessiert, die Jungs von PaddockScout beschäftigen sich auch sehr intensiv mit dem Thema Nachwuchsfahrer und haben für 2014 eine Top 50 Liste erstellt.

http://www.paddockscout.com/paddockscout-top-50-drivers-of-2014-50-41/

Unterscheidet sich von meiner Top 5 schon, insgesamt haben sie Palmer(5) und Sainz(4) besser bewertet und dafür Stoneman(10) und Lynn(6) schlechter. Der Begründung kann man sicherlich folgen, denn Palmer hat sich tatsächlich in der Art und Weise von den vorherigen GP Champs abgesetzt, genauso hat man Sainz wohl eher verziehen das er neben den unglaublich dominanten Rennen auch welche hatte in denen er sich fast im nirgendwo wieder fand.

Unter den Top 30 sind dazu noch ein paar Namen die man sich vermutlich auch merken sollte.

Ben Barnicoat (McLaren Junior)
Charles Leclerc
Dennis Olsen

Hab nun den Opener aktualisiert, wobei die spannendende Phase in der die Cockpits vergeben werden, gerade erst beginnt.
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Re: Drivers to watch

Beitragvon scott 90 » 12.01.2015, 18:29

So die Winterpause ist eigentlich schon wieder vorbei, denn wie in jedem Jahr beginnt die Saison eigentlich jetzt schon und zwar im schönen Neuseeland.

Auch dieses Jahr sind wieder zahlreiche prominente Namen in der Toyota Racing Series vertreten.

http://en.wikipedia.org/wiki/2015_Toyota_Racing_Series

Artem Markelov zum Beispiel sollte zumindest jedem der die GP2 verfolgt ein Begriff sein.
Dazu gesellen sich zwei Leute aus unserer LIste Arjun Maini(Force India Junior) und Lance Stroll (Ferrari Junior), ebenso wie den Formel 3 Fahrer Ferrucci und den ehemaligen Ferrari Junior Bradon Maisano(durfte zumindest mal einen F1 Wagen testen). So wie Sam MacLeod(4 der deutschen F3) und Alfonso Celis Junior aus der GP3.
Ansonsten noch viele Neulinge darunter auch ein Habsbuger.


Man sollte aber bei der Jagd nach dem ersten Titel im Jahr 2014 auch auf die Lokalmatadoren achten. Damon Leitch und James Munro fahren hier nicht zumn ersten mal mit und haben dementsprechend neben dem "Heimvorteil" auch einen Erfahrungvorsprung.

Ich werde das mal beobachten wird spannend wer letztendlich das Rennen macht.
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Re: Drivers to watch

Beitragvon scott 90 » 16.02.2015, 16:07

So schnell kanns gehen und das Spektakel in Neuseeland ist wieder vorbei.

Auf dem Wikipedia Link vom Post drüber kann auch jeder sich die Tabelle mit den Ergebnissen anschauen. Auf dem Youtube Kanal der Serie gibt es zudem ein paar spärliche Highlights.

https://www.youtube.com/user/ToyotaRacingSeries/videos

Ansonsten gibt es für mich nicht soviel zu sagen, außer das der Kanadier Lace Stroll auch verdient gewonnen hat. Der 16 Jährige war einfach der kompletteste Fahrer, was Schnelligkeit, Konstanz und Abgebrühtheit angeht. Für die kommende F3 Saison ist er damit eine ganz heiße Aktie.

Der schnellste Pilot war er meiner Meinung nach aber nicht, dass war der viert platzierte Arjun Maini. Kann man sowohl von den meisten Pole Positions (zusammen mit Maisano) ablesen als auch daran das er bis zum letzten Wochenende der einzige war der Stroll wirklich im Nacken hing. Leider verlor er wegen zwei falschen Restarts zwei eingefahrene Siege und schien beim letzten Rennwochenende alles auf eine Karte zu setzen, womit am Ende nur Rang vier blieb.

Der angesprochene Maisano wurde zweiter und ist mit seinen 21 Jahren, im Verhältnis zu den ganzen 16 Jährigen ganz schön alt. Auch er ließ einfach zu viel liegen um Stroll zu gefährden auch wenn das zwischezeitlich enger aussah als man nun am Endergebnis ablesen kann. Als dritter gesellt sich noch Santino Ferrucci dazu welcher insgesamt auch einen konstanten Eindruck hinterließ.
Hoffentlich sehen wir dieses Vierkampf dieses Saison nochmal und zwar in der FIA F3.


Enttäuscht hat hingegen der Russe Artem Markelov, als GP2 Fahrer der dort zwar keine Bäume ausriss aber immerhin punktuell glänzen konnte, hätte man sicher mehr erwartet als den achten Platz. Dazu war wieder kein Neuseeländer in der Lage der internationalen Konkurrenz zu ärgern.

Anmerkung am Rande, der neue Red Bull Junior Callum Ilott hielt sich noch vornehm zurück. Frisch aus dem Kartsport bei seiner ersten Open Wheel Erfahrung kam er nur auf Rang 16. Mit drei vierten Plätzen hat er aber vorsichtig schon mal Potenzial angedeutet. Ob er aber in der diesjährigen F3 Saison, Max Verstappen nacheifern kann ist für mich fraglich.
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Re: Drivers to watch

Beitragvon scott 90 » 09.04.2015, 15:27

Der Frühling ist da, die F1 hat ihre Motoren schon längst wieder gestartet und auch anderswo geben die Rennfahrer unseres Planeten mächtig Gas/Strom.
Auch im Nachwuchssport wurde schon getestet und auch die meisten Piloten haben nach einer anstrengenden „Off-Season“ einen Vertrag für eine neue Saison in der Tasche und werden in den nächsten Wochen dann auch endlich loslegen können.
Vorher blicken wir nochmal auf das gesamte Spektrum, welches sich dem interessierten Beobachter bietet. Dabei können wir auch oft auf Threads im Motorsport allgemein Unterforum verweisen, in denen auch prima diskutieren bzw. sich informieren kann. Andere Serien gehen dabei etwas unter, die versuche ich dann hier etwas genauer zu beleuchten.

GP2
Allein vom Starterfeld die „Königsklasse“ im Nachbereich des Formelsports, die Saison beginnt in Bahrain gleichzeitig wenn dort die F1 gastiert.
McLaren Zögling Stoffel Vandoorne ist allein wegen dem Ergebnis aus dem letzten Jahr Topfavorit, ansonsten rechnen sich neben ein paar gestandenen Fahrern (Mitch Evans, Alex Rossi, Pic, Marciello Sörensen) auch zwei „Neulinge“ aus dem DAMS Team Chancen auf den Titel aus.
Bei einem engen Starterfeld wie in der Vergangenheit ist aber auch einiges möglich was man nicht kommen gesehen hat.
Zum Thread geht’s hier, schwarzfahrer94 hat alles Wichtige zusammengetragen dazu gibt es auch andere Einschätzungen zur Serie.
viewtopic.php?f=9&t=40501

Formel Renault 3.5
Die Nummer zwei, vom Starterfeld gesehen war sie durchaus schon attraktiver aufgestellt dennoch besser als die Einstufung im FIA Superlizenz Punkteschlüssel ist sie auf jeden Fall.
Man startet genau eine Woche später als die GP2 und zwar in Aragon (Spanien).
Leider gibt es keinen Thread zu dieser Serie, doch alle nötigen Infos gibt es auch auf Wikipedia.
http://de.wikipedia.org/wiki/Formel-Ren ... aison_2015
Am auffälligsten ist vielleicht die Rückkehr von Carlin, die als gelb rote KFC über den Asphalt heizen. Der Indonesier Sean Galael ermöglicht mehr oder weniger durch seine Präsenz die Finanzierung eines Cockpits für die „französische Allzweckwaffe im Motorsport“ Tom Dillmann.
Für ihn scheint es eine unglaubliche Chance nochmal angreifen zu können und ganz klar, wenn Carlin die letzte schlechte Saison 2013 hinter sich lassen kann wird er ein Mitfavorit um den Titel sein.
Vorbei muss er aber an dem Fortec Duo sowie den beiden DAMS Fahrer. Die Racing Steps Foundation, Petronas, Red Bull und wenn man so will McLaren lassen ihre Junioren hier um den Titel kämpfen.
Es kann da auch kaum eine andere Zielsetzung geben. Beginnen wir mit Dean Stoneman, es ist ähnlich schön wie bei Tom Dillmann dass er dieses Jahr hier antreten darf. Noch dazu in Red Bull Farben und im Auto des Vorjahresmeisters. Den heftigen Crash im Pre Season Test, scheint er verarbeitet zu haben und so greift er nach dem zweiten Platz in der GP3 letztes Jahr, nach der obersten Stufe. Oliver Rowland hat da aber ein Wort mitzureden, die Racing Steps Foundation ermöglicht ihm eine zweite Saison bei Fortec und nach dem guten Platz vier letztes Jahr, bleibt nicht viel Raum nach oben.
Eher mit Außenseiterchancen kommen die Teamkollegen der beiden daher, es mag zwar stimmen seit 2009 hat der Meister der Formel Renault 2.0, wenn er in die Formel Renault 3.5 aufgestiegen ist, mindestens Platz 6 in der Endabrechnung erreicht. Darunter waren auch zwei Vizetitel und mit Robin Frijns einer, der sofort nach den Sternen griff. Gute Voraussetzungen für Nyck de Vries, Statistikliebhaber könnten jetzt noch darauf verweisen wie gut die McLaren Junioren dort in der Vergangenheit abgeschnitten haben.
So oder so den Niederländer sollte man nicht abschreiben, genauso wie Jazeman Jaafar. Er hat die meiste Erfahrung mit zwei Jahren FR 3.5, die Frage bleibt ob die ihm etwas nützt. Er hat immer wieder Potenzial angedeutet, in Saison zwei auch außerhalb von Monaco die Frage ist kann er es wie in der britischen F3 auch hier endlich zu mehr umsetzen. Fraglich mit Sicherheit, doch im Fortec Team scheint für ihn einiges möglich wie viel wird sich zeigen.
Es gäbe ansonsten durchaus noch weitere Geheimtipps für Highlights(z.b. Tio Ellinas), doch wir beschränken uns auf einen letzten und zwar Roberto Merhi. Der ist zwar durch sein F1 Intermezzo abgelenkt und es ist auch nicht ganz klar, ob er nicht doch ein Rennen deswegen verpassen wird, ebenfalls fährt er für Pons, die als Team in der Vergangenheit eher durch Fahrerwechsel aufgefallen sind. Das letzte Podium liegt zudem 2011 zurück, unter diesen Umständen wird es für den Spanier alles andere als einfach, aber das war es im letzten Jahr auch nicht wirklich und er landete am Ende auf P3.

GP3
Wie der Namen schon beinhaltet, kann man die GP3 getrost als Nummer 3 der Nachwuchsserien im Formelsport bezeichnen, selbst wenn die Grenze zur F3 eher verschwimmt als klar zu erkennen ist.
Die Serie startet selbst erst im Mai, es ist also gut ein Monat später als die meisten anderen.
Einen Thread gibt es hier im Forum auch nicht, da die Rennen aber im Rahmen der F1 stattfinden (nur acht Strecken) ist die Informationslage recht gut.
Wie in der FR 3.5 liefert Wikipedia alle wichtigen Informationen.
http://de.wikipedia.org/wiki/GP3-Serie_2015

Favoriten für den Titel muss man nicht lange suchen, ganz oben auf der Liste ist Marvin Kirchhöfer. Der Dritte der letzten Saison hängt noch ein Jahr dran, bleibt auch beim selben Team doch zusätzlich möchte er auch noch in der Formel 3 antreten. Ein unübliches Programm, welches allerdings schon von Danil Kvyat praktiziert wurde. Ob es ihn in irgendeiner Weise beeinflusst bleibt abzuwarten. Seine Konkurrenten allen voran der Italiener und Ferrari Protegé Antonio Fuoco, fährt keine Doppelbelastung genauso wie der letztjährige Formel 3 Europameister Esteban Ocon. Für beide ist die Serie neu, doch sie haben schon einmal bewiesen, dass sie sich sofort in einer neuen Serie zurechtfinden.
Eher Außenseiter, aber nicht zu unterschätzen, sind andere Piloten mit GP3 Erfahrung, allen voran Emil Bernstorff. Neben dem Briten darf man den Schweden Jimmy Eriksson nicht unterschätzen, beide waren im letzten Jahr konstant gut unterwegs, doch es wird schwer nochmal eine Schippe draufzulegen. Weniger schwer hat es ein Jan Mardenborough, teilweise beeindruckend aber besonders in Sachen Konstanz müsste er zulegen um weiter nach vorne zu fahren.
Bei so manchen wirklich talentierten Jungs die im Starterfeld dabei sind, wären zudem durchaus Überraschungen möglich, doch die meisten sind wirklich schwer einzuschätzen.

Formel 3 EM
Die Formel 3 EM startet als erste der großen vier in die Saison und zwar in Silverstone, wenn die F1 in Shanghai gastiert.
Bei potenziellen 36 Autos die nun auch ins Rennen gehen sollen, kann einem zudem auch schwindlig werden.
Es gibt im Motorsport allgemein Unterforum auch einen Thread dazu, dort hat uns TripleCrown alles Wissenswerte zusammengefasst.
viewtopic.php?f=9&t=40648
Letztendlich ist es bei so vielen Startern unseriös die Meisterschaftskandidaten auf drei vier Fahrer einzugrenzen, besonders wenn sich dort auch eine ziemlich hohe Qualitätsdichte findet, auch wenn sich das teilweise auch ziemlich breit darstellt, was die einzelnen Fahrer für Erfolge mitbringen.
Dennoch an die 10 Leute könnte man dennoch benennen, die alle vorrausichtlich um den Titel kämpfen werden. Ich würde meinen 11 aus dem Thread wenig hinzufügen.

Formel Renault 2.0 Eurocup
Man kann schon sagen die zwei Liter Klasse hat sich durchaus als Klasse zwischen dem Kartsport und der Formel 3 etabliert, wobei durchaus schon Fahrer direkt Renault intern in die 3.5 Liter Klasse aufgestiegen sind und dort ohne Anlaufschwierigkeiten mitmischten.
Dennoch wurde das Starterfeld in den vergangenen Jahren leicht kleiner, die Gründung der Formel 4 sowie der starken F3 EM haben daran sicher ihren Anteil, dennoch über 30 Fahrer im Starterfeld wird man dennoch noch kommen. Mit dem einen oder anderen Gaststarter könnten es auch noch mehr werden, doch haben diese weniger Einfluss auf den Meisterschaftsausgang.
Der wird Schlussendlich auch nur über den zweiten aus dem letzten Jahr Dennis Olsen gehen, doch genauso gut kann der nächste McLaren Junior zuschlagen. Ben Barnicoat wird auf der Insel hoch gewettet, doch auch der Schweizer Louis Deletraz sowie der Russe Isaakyan waren in den nach europäisch aufgesplitterten anderen Formel Renault 2.0 Klassen erfolgreich unterwegs und können ein Wort mitreden. Ansonsten fahren dort viele Unbekannte mit, wenn sich mancher in seiner zweiten Saison stark steigert ist er ebenso wenig der erste wie wenn er frisch aus dem Kartsport oder einer anderen Serie vorne mitfährt. Zum Meister wäre es dennoch ein weiter Weg.


Das Unterhaus der der Formelnachwuchsserien bildet die F4 und obwohl es noch manch andere exotische Serie darüber gibt, beschäftigen wir uns nur noch kurz mit den verschiedenen nationalen Ablegern der F4. Wir beschränken uns dabei auf die deutsche und den britischen.

Die ADAC Formel 4, welche im Unterforum auch ihren eigenen Thread hat, ist allem Anschein nach auch die Formel 4 mit dem größten Starterfeld.
viewtopic.php?f=9&t=41119
Scheinbar ist sogar ein Pre Qualifying vorgesehen, in dem man sich für das eigentliche Quali erst qualifizieren muss. Ein ziemlich großer Druck für die jungen Fahrer, die am Ende dann zum Zuschauen verdammt wären.
Meinungen zu den Favoriten scheint es viele zu geben, alles in allem für jemanden der den Kartsport nicht verfolgt ziemlich schwierig ein Urteil zu fällen. Doch scheinbar muss man neben den Namen und dem Vorjahresdritten Zimmermann (eigentlich Formel Masters und nicht F4) noch auf David Beckmann(laut F1Fan2004). Ansonsten wird man sich überraschen lassen müssen, es wird hier auch durchaus kritisch sein wie so mancher mit dem gestiegenen Medieninteresse zurechtkommt.
Laut eines Zeitungsartikel sind die Journalistenakkreditierungen für den Medientag der GT Masters von 65 auf 100 gestiegen, in wie weit es da einen Kausalzusammenhang gibt weiß man zwar nicht, aber es fällt einem schwer zu glauben das es diesen Effekt nicht gibt.

In Großbritannien gibt es wie oben angemerkt nicht nur eine F4 sondern sogar zwei. Die MSA und dir BRDC. Die eine wird im Rahmen der BTCC ausgetragen die andere des britischen Rennfahrer Clubs(frei übersetzt) findet nicht im Rahmen einer großen Serien statt.
Beide haben zudem schon ihre Saison gestartet, auf Wikipedia lässt sich ein erster Eindruck darüber gewinnen. Zugegeben größer verfolgen tue ich sie persönlich auch nicht. Es wäre aber durchaus möglich die BRDC als auch die MSA sollen auf itv 4 „Free on Air“ übertragen werden, ob man sie in Deutschland auch reinbekommt kann ich leider nicht beantworten.
http://en.wikipedia.org/wiki/2015_MSA_Formula_season
http://en.wikipedia.org/wiki/2015_BRDC_ ... hip_season

Dazu gebe es noch italienische Formel 4, die japanische, chinesische, die SMP(Finnland, Russland Estland), die südamerikanische sowie die australische F4. Es lohnt sich in meinen Augen auch nicht wirklich sich da groß zu informieren, da die Serien lange nicht so viele Starter haben wie die anderen bzw. auch erst später starten und deswegen ersteres auch nur temporär zutrifft. Man wird in den Fällen wohl am besten bedient sein abzuwarten wer gewinnt und wohin er aufsteigt.
Wobei es auch gut sein kann, dass man so manchen in vielen verschiedenen Serien antreffen wird.

Das wars eigentlich bis hierhin mit meinem Überblick, wenn ich dazu kommen möchte ich wie die letzten Jahre auch zwei Zwischenupdates vor einem Fazit nach der Saison posten, dieses Jahr wird dann auch besonders spannend zu sein, wie sich die neuen Superlizenzregeln auswirken.
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Re: Drivers to watch

Beitragvon scott 90 » 17.07.2015, 21:11

Ein sehr interessanter Artikel bezüglich dem Weg in die F1 und die Kosten die dabei entstehen.

http://raconteur.net/business/the-8-million-cost-of-the-road-to-formula-one

Interessant fand ich die Statistik wo die aktuellen F1 Fahrer herkommen, auch die Zahlenspiele sind interessant wobei dei 3 Mio für den Sprung in die F1 sind sehr konservativ. Zumindest wenn man dem glaubt was in den Medien steht, aber von außen lässt sich das schwer einschätzen, vor allem wenn es darum geht ein Mittel zu finden aus dem was große Schlagzeilen macht und dem was nur nebenbei passiert, ebenso was genau damit gemeint war.

Die Aussagen von Mitch Evans hingegen sind zwar nicht weniger interessant aber auch mehr als überraschend, ein Rundumsorglos Paket bei Red Bull so hatte man geglaubt scheint es nicht zu geben.
Dazu ist seine Lage, an dem Punkt wo er jetzt ist, mit den nicht wirklich sehr guten Resultaten in der GP2, alles andere als gut.

Schön finde ich auch den Verweis darauf dass das alles zwar frustrierend ist aber kein herausstellendes Merkmal für unsere Zeitepoche, mit dem Verweis auf Fangio der von der Argentinischen Regierung "gesponsort" wurde

Der Schlussfolgerung auf Stewarts Aussage kann ich hingegen nicht wirklich zustimmen, denn in meinen Augen wird verdrängt das die Masse an Qualität in allen Formel Serien zugenommen. Vermeintliche "Pay Driver" waren und sind nämlich schon in den Nachwuchsserien gut dabei und bringen gute Leistungen. In Kombination mit ihren Mitteln, sind eben andere ohne einfach Chancenlos und das ist wohl weniger einfach zu lösen, wenn gar nicht.



Ach und wegen meinen Mittsaisonbericht, der kommt bald hab meine Top 5 schon bestimmt.
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Re: Drivers to watch

Beitragvon scott 90 » 28.07.2015, 17:58

Saisonzwischenfazit:

Viele Rennen sind nun schon gefahren worden, wobei man sich in fast allen Serien daran macht das erste Drittel der Saison abzuschließen, wenn es nicht gar mit großen Schritten in Richtung letztes Saisondrittel geht.
Wie gewohnt habe ich nach mehr oder weniger seriösen Kriterien eine Top 5 zusammengestellt, welche die besten bis dato Land auf Land ab in den Nachwuchsserien wiederspiegeln sollen. Dazu ein Verweis auf Leute die man im Auge behalten sollte und den ein oder anderen der negativ überrascht.

Top 5:

:arrow: Charles Leclerc
Der Monegasse fährt bisher eine blitzsaubere Saison in der F3, er ist mit Abstand der Beste Neuling und neben Antonio Giovannzzi (dritte Saison) sowie Felix Rosenqvist (je nach Auslegung vierte oder fünfte Saison) ein Meisterschaftskandidat.
Bis vor Zandvoort sah das als Führender sogar sehr gut aus, aber dort haben sich die Ereignisse überschlagen. Keine überragende Quali, am Start eine Kollision mit Lance Stroll, durch die sich erst kein Schaden bemerkbar machte, später aber dann ein Abflug in einer Hochgeschwindigkeitskurve plus ein harter Einschlag. Der Start im dritten Rennen war dann nicht sicher, am Ende trotz Rückversetzung noch ein zehnter Rang. Besser wurde es nicht, denn aus der Perspektive als Beobachter von außen, ging im der Tod seines Freundes Jules Bianchi ein paar Wochen später sehr nah, er war auch bei der Beerdigung.

Schwierig zu sagen in welcher Verfassung er nun die letzten vier Rennwochenenden bestreiten wird, abschreiben darf man ihn sicher nicht. Und an Esteban Ocon haben wir gesehen, diese Jungs aus der Formel Renault 2.0 sind in der Lage in ihrem ersten Jahr in der F3 den Titel zu holen, selbst wenn die Gegner so viel mehr Erfahrung besitzen.
Allein deswegen für mich einer der besten dieses Jahr, auch von der Art wie er Rennen fährt, da ist keine Spur von dieser Über¬dreht¬heit eines Lance Stroll, doch trotzdem gelingt ihm die Balance deswegen nicht langsam zu sein. Fehler macht er auch selten, das beeindruckt.

Mal sehen wo es ihn am Ende hin spült, es wäre auch keine Schande nicht Meister zu werden.

:arrow: Stoffel Vandoorne
Es fällt einem nicht schwer den Führenden der GP2, in Person des Belgiers und McLaren Juniors Stoffel Vandoorne, in diese Top fünf aufzunehmen. Es wäre ja fast schon ein Verbrechen es nicht zu tun.
Die Superlative gehen einem aus wenn man den Saisonstart beschreiben soll, bis Österreich hat er alle vier Hauptrennen am Stück gewonnen. Saisonübergreifend gar eine Serie von fünf Rennen(Maldonado hält den Rekord mit sechs am Stück), dazu war er auch in den Sprintrennen stark. Durch den Reversed Grid in den Sprintrennen muss der Sieger des ersten Rennens immer von P8 starten, doch das hielt ihn nur in Monaco auf, sonst pflügte er durchs Feld auf Platz zwei. Teilweise hat da aber auch gar nicht mal so viel gefehlt zum Doppelsieg.

Danach hat er etwas geschwächelt, wenn man ihn danach behandelt was er für Ansprüche durch seinen Saisonstart geweckt hat. Kein Sieg nur zwei Podien, doch obwohl das teilweise schon sehr schwierige Situationen waren (schlechte Pitstops/Strategien), verfiel er nicht in Panik sondern nahm das mit was mitzunehmen war. Leidglich im Sprintrennen in Silverstone gab es nichts zu holen, doch in der Meisterschaft hat sich das nicht ausgewirkt.
Man kann sagen es gibt auch keinen starken Konkurrenten, sondern drei inkonstante die sich gegenseitig die Punkte klauen.
Selbst bei einem „Meltdown“ müssen die erst mal 94 Punkte oder mehr wettmachen. Doch daran denkt momentan keiner wieso auch, wahrscheinlich wird er in Monza seinen Titel besiegeln und danach wäre genug Zeit sich um ein F1 Cockpit zu kümmern, vorher reizt ihn aber sicher noch ein Heimsieg in Spa.


:arrow: Oliver Rowland
Der Brite der durch die Racing Steps Foundation gefördert wird, bestätigt wieder einmal die hervorragende Auswahl dieses Programms, leider kam bisher noch keiner bis in die F1. Vielleicht weil am Ende den Geförderten das besondere Etwas fehlte, mit Sicherheit aber Geld um ihren Traum von der F1 weiter zu verfolgen.
Hilft aber alles nichts, im zweiten Jahr für Fortec in der Formel Renault 3.5 steht er jedenfalls wesentlich öfter auf dem Podest, auch ganz oben selbstverständlich und führt nach etwas mehr als der Hälfte der Saison das Tableau dort auch an. Nachdem es anfangs nach einem Dreikampf mit seinem Teamkollegen(erste Kurve in Monaco als Jafaar in verhungern lies, er sich einen Platten einhandelte und eine furiose Aufholjagd startet die mit P6 endete und nicht in der Mauer, eine der besten Monaco Fahrten die ich je gesehen habe) und dem Lotus Junior Vaxiviere aussah, ist jetzt der Franzose sein ärgster Verfolger mit 26 Punkten Rückstand.
Ausruhen kann man sich dort nicht aber wenn er so weiter macht wird Vaxiviere sich die Zähne ausbeißen, doch der hat seinerseits durchaus noch Potenzial nach oben.
Es wird mit Sicherheit nicht langweilig, im Übrigen wusste Oliver Rowland bei seine Intermezzo in der GP2 bei MP in Silverstone zu überzeugen. Von Anfang an bei der Musik, kam er zweimal in die Punkte und man wurde das Gefühl nicht los da war sogar noch mehr drin.


:arrow: Luca Ghiotto
Irgendwie bitter die besten Italiener, zumindest Ergebnistechnisch, sind wiedermal nicht im Förderprogramm der Scuderia. Das soll keine Kritik sein, denn vom Standpunkt des Jahres 2013 als Fuoco die Formula Renault 2.0 Alps einen Platz für Ghiotto beendete war es ja logisch den besseren zu nehmen. Und im letzten Jahr als sein Jahr in der Formel Renault 3.5 bei Draco zu einer einzigen Katastrophe wurde, gab es auch keine Argumente ausgerechnet ihn dort aufzunehmen. Sein Intermezzo bei Trident in der GP3 (4 Rennen) war ebenfalls Punktelos.
Doch ausgerechnet im Jahr 2015 führt er Luca Ghiotto die Gesamtwertung der GP3 an und verweist Antonio Fuoco klar auf P8. Kommt da eine Leistungsexplosion plötzlich aus dem Nichts??
Teilweise doch so mancher „Experte“ oder auch nur Beobachter hatte ihn nach den Testfahrten und dieser Pole in seinem ersten GP3 Einsatz in Spa durchaus auf dem Zettel.
Persönlich muss ich mich da ausschließen, zudem zweifle ich auch ob dieses Niveau wirklich bis zum Saisonende halten kann. Aber warum eigentlich nicht, die GP3 hat in den letzten Jahren schon einige Überraschungen hervorgebracht. Selbst wenn es ihm mit Kirchhöfer und Ocon an starken Konkurrenten nicht mangelt.

:arrow: Sergey Sirotkin
Diesen Namen dürften wohl überdurchschnittlich vielen reinen F1 Fans etwas sagen. Nach dem Motto war das nicht der Russe den Sauber 2014 ins Cockpit setzen wollte, ebenso tauchte sein Name wieder auf als es bei FI Zahlungsschwierigkeiten gab, die angeblich daran lagen, weil Sirotkin als Testfahrer im Gespräch war und seine versprochene Mitgift nicht liefern konnte.
Seinen Ruf hat er schon mal weg und auch wenn mir unterstellt wurde ich würde den Mann als kommendes Supertalent halten, war dahinter lediglich die Aussagen versteckt, jetzt wartet doch mal ab.
Man musste in der Tat lange warten, dass bei Sauber wurde nichts und 2014 in der Formel Renault 3.5 stand unter dem Motto Pleiten, Pech und Pannen, am Ende noch P5 aber wohl kaum seinen Ansprüchen genug. Und als er in die GP2 bei Rapax unterkam, dachte man das ist ein Kandidat für die Top 10, wenn es gut läuft. Es lief aber zuerst nicht wirklich gut, bis es nach Monaco ging.
Dort musste irgendwas passiert sein, denn Sirotkin fuhr in Rennen eins erst mal in die Punkte und nach einem famosen Start in Rennen zwei aufs Podium. Und es kam noch besser im Hauptrennen in Österreich war er Vandoornes ärgster Verfolger, um in Silverstone noch einen drauf zusetzen. Pole, schnellste Runde und ein ungefährdeter Sieg. Wohlgemerkt war er der erste der Vandoorne 2015 in einem Hauptrennen schlagen konnte. Auf dem Hungaro Ring kam dann noch ein Doppelpodium hinzu und er ist nun mittendrin im Kampf um Platz zwei der Gesamtwertung.
Wenn das so weiter geht war es vielleicht gar nicht mal so blöd wie es bis dahin gelaufen ist.

Zu beobachten:
:arrow: Alex Rossi und Rio Haryanto: Kämpfen ebenfalls um P2 in der GP2, bisher latent inkonstant

:arrow: Alex Lynn: Tut sich in der GP2 als Rookie schwer, doch Highlights kann er durchaus setzen, wenn das konstant möglich ist, geht da noch mehr in Richtung Platz 2.

:arrow: Mathieu Vaxiviere: Rowlands ärgster Konkurrent

:arrow: Antonio Giovinazzi: Kommender F3 Meister ??

:arrow: Marvin Kirchhöfer und Esteban Ocon: Werden es Ghiotto genauso wenig einfach machen wie sich Gegenseitig, der GP3 Titel ist für beide das klare Ziel.

:arrow: Louis Delétraz: Wird seinem Namen nicht „gerecht“, führt die Formel 2.0 Eurocup an

Wer die F4 vermisst, verfolge selten Rennen und wenn ist es doch recht unübersichtlich und eng um einen herauszugreifen. Wenn sich das jemand zutraut kann er ja dazu etwas sagen.
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Re: Drivers to watch

Beitragvon scott 90 » 08.12.2015, 17:59

Wir haben Anfang Dezember 2015 und mit der GP2/3 sowie dem Macau GP ist nun eine bewegte Formelsport Saison, für unsere Nachwuchstalente, vorüber gegangen.

Es gab hierbei auch wieder einiges zu beobachten und festzustellen. Selbstverständlich, wie in den vergangenen Jahren auch, werde ich meine Eindrücke mit euch teilen. In derselben Form (Top 5, Berichte zu einzelnen Fahrern aus der „Liste“) versteht sich, wobei bevor es dazu kommt, gibt es einen Ausblick auf die Zukunft all dieser Fahrer.
Zeitlich bin ich momentan (auch schon vorher dieses Jahr) etwas limitiert, deswegen insgesamt in etwas komprimierter Form. Mir war aber wichtig diese Spielerei für dieses Jahr abzuschließen, was die Zukunft bringt werden wir dann sehen. Hoffentlich hat so mancher Spaß beim Lesen.

Ein Thema das ich, entgegen dem gewohnten Ablauf, nochmal ansprechen möchte, sind die Änderungen bei der Superlizenz, welche zur Saison 2016 in Kraft treten werden.
Jeder Nachwuchsfahrer der mit dem Traum oder dem Ziel lebt irgendwann einmal in die Formel 1 zu kommen, wird sich damit zukünftig auseinander setzen müssen. Auch wenn das mediale Interesse sich momentan nicht darauf konzentriert, möchte man doch meinen dass die FIA diese Änderungen nicht aus Jux und Tollerei verabschiedet hat, Stichwort Gummiparagraph.

Denn die Absicht die dahinter steckt, ist doch ziemlich klar. Man wollte die alte Regelung, welche recht frei, unpräzise und schwammig formuliert war – zur Erinnerung: Vorrausetzungen für eine Superlizenz waren „nennenswerte“ Erfolge in einer Nachwuchsklasse oder 300 km (innerhalb von 2 Tagen) in einem F1 Wagen zu absolvieren – , durch eine präzise und klarer ersetzen.

Sicherlich stecken dahinter noch weitere Überlegungen, beispielsweise die Qualität des Fahrerfeldes in der F1 zu heben, schließlich kommt man jetzt nur noch mit vorzeigbaren Erfolgen in den höchsten Nachwuchsserien in den Genuss der begehrten Lizenz.
Man kann darüber diskutieren ob dieses Problem überhaupt bestand, es also überhaupt erst behoben werden musste. Genauso wer davon nun überhaupt profitiert und ob der Maßstab überhaupt gerecht ist. Aber das soll hier jetzt nicht das Thema sein.
Im Detail sieht die „Lösung“ so aus, man muss Punkte sammeln um sich dafür zu qualifizieren, genauer gesagt 40 Punkte.
Diese 40 Punkte muss man innerhalb von drei Jahren erreichen, dann bekommt man die Lizenz erteilt.
Genauer, also mit einer Tabelle der einzelnen Serien, steht das hier
Hintertüren wurden dabei nicht genau festgelegt, möglich ist aber wie immer vieles. Und es ist auch egal was man davon nun letztendlich halten mag, man muss sich nun damit beschäftigen. Interessant für uns wird auch wie konsistent bleibt die FIA. Gerade bei Pascal Wehrlein käme diese Frage auf, besonders wenn er 2016 in der F1 fahren möchte, ob er dann denn auch dürfte.

Dabei wird es sehr interessant ob dies die Karrieren der jungen Mädchen/Jungen bzw. Frauen und Männer beeinflussen wird. Es gibt da ja durchaus einige Denkbeispiele, man wechselt in eine Serie in der man sich die höchste Punktzahl erhofft, man fährt sogar mehrere Serien in einem Jahr schließlich wurde das von der FIA nicht begrenzt. Und wann ist die Zeit reif für den Aufstieg, schließlich verfallen die Punkte auch wieder, dabei werden Jahre in denen man an keiner Serie teilnimmt bzw. teilnehmen kann nicht berücksichtig.

Viele Fragen die da aufgeworfen werden, auf die es alles in allem Antworten geben muss und auch wird. Eines ist so gesehen sicher, die FIA hat das Geschäft kräftig durcheinander gewirbelt.
Deswegen werden ich hier bei jedem Fahrer auch die Punkte für die Lizenz berechnen und kennzeichnen wofür diese Punktzahl reichen würde.
Da kann man sich auch schon fast überlegen, ob man sich die Einschätzung in Prozentzahlen in Zukunft spart, aber ich werde sie trotzdem noch hinzufügen.

So nun genug vorne weg jetzt geht’s es um die einzelnen Fahrer, angefangen bei meiner Top 5 2015.

:arrow: Stoffel Vandoorne

Bei McLaren herrscht momentan eher Katerstimmung, angesichts der Leistung in der F1 auch kein Wunder, doch es gibt einen Fahrer aus dem Nachwuchskader, der hat wirklich allen Grund zum Feiern.
Schon zwei Rennwochenenden vor Schluss stand sein Meistertitel in der GP2 fest, eingefahren in einer womöglich unnachahmlichen Art. Die ersten zwei Rennen in Bahrain und Barcelona waren eindrucksvoll, Pole, Sieg in Rennen 1, zweiter in Rennen 2. Nah dran an der Maximalausbeute.
So konnte es ja fast nicht weiter gehen, trotzdem folgten noch zwei weitere Hauptlaufsiege in Folge. Bevor es so mancher Konkurrent wohl zu bunt wurde. In Silverstone und einem sehr komischen Hauptrennen am Hungaro Ring, rangen sie in quasi nieder.

Doch der Belgier ließ sich davon nicht nervös machen, denn er fuhr trotzdem bis Sotchi mindestens einmal pro Rennwochenende auf das Podium. Wenn dann deine Konkurrenten bzw. ein Konkurrent nicht beständig/ konstant sind bzw. ist, dann rückt dir zwangsläufig auch keiner auf die Pelle, was dann auch heißt: Die Sache im Anblick auf den Punktestand deutlich wird deutlich.

Er wirkte stets so als habe er die richtige Mischung zwischen Aggressivität und Zurückhaltung gefunden, zum Schluss hatte man schon ein wenig das Gefühl, da ginge noch mehr, doch warum unnötig viel riskieren, dazu war trotzdem noch sehr sehr schnell. Wie zum Beispiel beim zweiten Bahrain Wochenende, als er nochmal das ganze Feld quasi vorführte.
Auch in den wirklich immer schwierig zu fahrenden Reversed Grid Rennen, schließlich kam besonders hier die angesprochene Mischung zum Tragen, denn auch hier nahm er trotz Erwartungsgemäß schlechter Startposition viel mit.

Eine Überraschung ist das alles freilich nicht, er hat schon 2013 in der Formel Renault 3.5, sowie 2014 in seiner Debütsaison in der GP2, großes Potenzial gezeigt. Die Ruhe und Konstanz hat ihm da zeitweise noch etwas gefehlt, die hat er aber nun eindeutig bewiesen.
Eigentlich wäre er jetzt bereit für die Formel 1, doch wie es aussieht wird er nicht aufsteigen. Da lässt sich wieder darüber lamentieren, dass dies ein klares Zeichen für das „Pay Driver“ Problem der F1 sei, doch insgesamt wäre ein solcher Gedanke wohl etwas zu kurzgefasst.
Schließlich hat kaum ein Team etwas davon, einen McLaren Fahrer die Rookie Saison absolvieren zu lassen, wenn er in Zukunft womöglich zurück zu McLaren muss. Andersherum warum sollte McLaren viel Geld für ein Cockpit bei Manor investieren?

Es scheint sich die Super Formula (ehemals Formel Nippon) als Alternative anzubieten, bevor er vermutlich 2017 Stammfahrer bei McLaren werde würde. Vermutlich dann auch mit konkurrenzfähigen Material, klar dies stellt den bestmöglichen Fall dar. Aber warum dafür nicht dieses Jahr zu warten, zumal die Formel Nippon nochmal eine ganz andere Herausforderung bietet. Hier werden verhältnismäßig wenige Rennen im Jahr gefahren, das Fahrerfeld hat durchaus Qualität und die Rennen folgen ihren ganz eigenen Gesetzen (sehr harte Reifen mit viel Grip, große Verschiebungen am Start und schwer durchzuführenden Überholmanövern), alles in allem genug Möglichkeit alle nochmal von seinem außergewöhnlichen Talent zu überzeugen. Selbst wenn den Honda Teams ein Nachteil gegenüber den Toyota Teams nachgesagt wird.

Es gäbe sicher einiges zu gewinnen und wenn der beste Fall am Ende nicht eintritt, hätte es nicht besser laufen können. Es wäre das Risiko sicher wert und es besteht auch nicht unbedingt der Zwang, sofort in die F1 zu kommen.
Kurz gesagt, ich bin mir sicher: Stoffel wird F1 fahren (100% Einschätzung) und vermutlich auch sehr erfolgreich.

Superlizenzpunkte: (2013: 25 2014: 40 2015: 40) = 105 erfüllt

:arrow: Charles Leclerc

Nein hier kommt nicht der Meister der Formel 3 Europameisterschaft, auch nicht der Zweite oder der Dritte. Immerhin ist er der beste Rookie, doch hier geht es nicht allein um Ergebnisse.
Seine erste Saisonhälfte in der Formel 3 war ein Traum, da hat er an Max Verstappen erinnert, unglaublich wie er sich als Rookie sofort vorne eingeordnet hat. Klar im Gegensatz zum Niederländer, fuhr der Monegasse 2014 schon Formel Renault 2.0, was lediglich heißt das er mit einem anderen Hintergrund in die F3 aufstieg.
Es ist hier auch nicht meine Aufgabe dies zu bewerten, es geht hier unabhängig um die Leistung von Leclerc 2015. Und diese Leistung verhalf ihm bis in Zandvoort zu einer Menge Podiumsplatzierungen und Siegen, in der Konsequenz gar zur sensationellen Meisterschaftsführung.

Doch im zweiten Lauf in Zandvoort drückte ihn Lance Stroll direkt nach dem Start in die Boxenmauer. Der Schaden entstand zuerst aber nur beim Kanadier, der in Folge der Kollision ausschied. Leclerc konnte auf P5 weiterfahren, zunächst zumindest, denn leider hatte sein Auto einiges abgekommen und in einer der schnellen Rechtskurven brach irgendwas, wodurch er in Folge nicht unerheblich in die Mauer einschlug. Er blieb unverletzt und konnte am nächsten Tag sogar in Rennen drei an den Start gehen, wobei es für ihn gar möglich war noch einen Punkt mitzunehmen.
Doch ein Knick war unübersehbar, in den folgenden zwölf Rennen gelang ihm kein einziges Podium mehr. Was letztendlich bedeutete, von Platz eins sogar noch auf Platz vier zurückzufallen.
Ob das jetzt vor allem am Unfall in Zandvoort lag oder anderen Dingen, ist für einen Beobachter von außen, der wirklich ein sehr beschränktes Bild der Lage hat, kaum zu beurteilen. Es ließe sich spekulieren, wie sehr ihn den Tod von Jules Bianchi getroffen hat oder aber ob es andere Probleme gab, bspw. persönlich Natur, bei der Set Up Suche mit dem Renningenieur usw.

Da das recht schnell unseriös wird, belassen wir es dabei und stellen fest, Charles Leclerc ist eine sehr gute Rookie Saison in der Formel 3 gefahren und muss in diese Top fünf. Der Saisonabschluss in Macau war im Übrigen dann wieder von einer ganz anderen Qualität, sicher wenn sich Juncadella und Giovinazzi einig sind, wäre es schwerer geworden um den Sieg zu kämpfen, doch das ist auch relativ. Denn im Rennen gab es sonst keinen der so klar in der ersten Kurve außenherum überholen konnte. Er war kurzzeitig in Führung und wer weiß ob ihn der Rosenqvist ohne das SC wieder bekommen hätte. Aber Platz zwei ist auch beeindruckend genug.

Für die Zukunft muss man dann sehen, sicher muss er erstmal wieder zu dieser ersten Saisonhälfte 2015 zurückfinden, zumindest ich persönlich glaube aber daran, zudem ist sein Macau Auftritt ein klares Indiz dafür. Und egal ob er nun noch eine Saison in der Formel 3 anhängt oder möglicherweise in die GP3 aufsteigt, für den Meisterschaftstitel hätte ich ihn sicher auf dem Zettel.

Meine Einschätzung: 60 %

Superlizenzpunkte: (2014: 7 2015: 20) = 27 nicht erfüllt

:arrow: Oliver Rowland

Mit dem Meister der Formel Renault 3.5 (welche ab 2016 nur noch Formel 3.5 V8 heißen wird), kann man prinzipiell wenig falsch machen, zumal Oliver Rowland wirklich abgeliefert hat.
Keine Frage schon 2014 war gut unterwegs, zur Erinnerung dort wurde er am Ende Vierter hinter Sainz, Gasly und Merhi, doch 2015 hat er sich nochmal gesteigert. Es war zeitweise ein offener Kampf mit Matthieu Vaxivière, den die beiden dann auch auf der Strecke austrugen. Zeitweise legte der eine in Rennen eins vor, nur damit der andere in Rennen zwei zurückschlug.

Für den Beobachter gab es dann fairen und guten Motorsport zu sehen, in Erinnerung bleiben da ganz klar Budapest und Silverstone. Schlussendlich war Rowland doch der bessere, die acht Siege suchen seinesgleichen und auch bezüglich der Konstanz muss er sich nicht vorwerfen lassen.
Sein wohl bestes Rennen lieferte er in Monaco ab, als ihn am Start in Kurve eins sein Teamkollege Jaafar außen verhungern ließ. Resultat Plattfuß hinten links und eine extrem beeindruckende Aufholjagd. Es ist bekannt wie schwer überholen in Monaco ist und wenn es einem dann doch gelingt, dann nur mit viel Selbstbewusstsein und großem Vertrauen in die eignen Fahrkünste. Das hat er dort eindeutig unter Beweis gestellt und wenn man ehrlich ist, kann man das auch nicht nur auf ein Rennen beschränken. Man findet viele Beispiele unter anderem der Sieg bei Mischverhältnissen in Jerez oder einem seiner anderen Siege.

Unter dem Strich bleiben 73 Punkte Vorsprung stehen und keine schlechte Zukunftsperspektive.
Das hat er auch dem vorbildlichen Programm der Racing Steps Foundation zu verdanken, welches britische Motorsporttalente unterstützen. Das einzige Problem, bisher hat es noch keiner dieser gefördertenTalente in die Formel 1 geschafft, womöglich war bisher keiner gut genug um ein Top Team restlos zu überzeugen, die vielleicht auch lieber auf ihren eigenen Förderkader zurückgreifen, zudem haben diese Piloten naturgemäß keine große Sponsorenbasis, mit der sie es auch in die F1 schaffen könnten.

Ob das hier anders ist weiß man nicht, aber es wäre durchaus möglich. Dennoch ein sofortiger Aufstieg in die Formel 1 scheint utopisch, deshalb bietet sich auch eher die GP2 an. Doch auch hier würde alles mit dem Budget stehen oder fallen, selbst wenn er in einem kurzen Intermezzo für MP Motorsport in Silverstone zu überzeugen wusste, später in Spa und Bahrain dann nicht mehr so ganz, aber das sollte man nicht überbewerten. Man sollte dort mit ihm rechnen können, wofür ebenso spricht dafür, dass sein ehemaliger Teamkollege Sirotkin auch keine Schwierigkeiten hatte sich umzustellen.

Meine Einschätzung: 60 %

Superlizenzpunkte: (2013: 7 + 3 2014: 15 2015: 35) =60 erfüllt


:arrow: Sergey Sirotkin


Gerade noch erwähnt, darf auch der Russe hier nicht fehlen. Wie in den Zwischenberichten bereits beschrieben, ist er für mich eine der großen Überraschungen 2015. Es war nun nicht unbedingt damit zu rechnen, dass er sofort um Siege mitfährt oder gar ganz vorne in der Meisterschaft.
Denn so gut lief seine Zeit in der Formel Renault 3.5 nun wahrlich nicht. Doch eines darf man einfach nicht vergessen, dieser junge Mann ist erst 20 Jahre alt. Somit lässt sich so manches relativieren, ebenso muss man natürlich sagen, 2014 wurde er klar unter Wert geschlagen.

Aber so wirklich überrascht war man dann doch nicht, als er 2015 recht bescheiden anfing. Keine Punkte in Bahrain und Barcelona, obwohl gerade in Bahrain der Teamkollege glänzen konnte. Das war nicht gerade gut, doch ab Monaco lief es dann. Er war auch der erste der Stoffel Vandoorne in einem GP2 Hauptrennen schlagen konnte, nämlich in Silverstone mit einer überragenden Leistung.

Eindrucksvoll war sicher auch in beiden Rennen in Ungarn auf das Podium zu fahren, sowie in Monza, nach einem Ausfall im Hauptrennen (abgeschossen von Lynn beim Kampf ums Podium), im darauf folgenden Sprintrennen von Rang 19 noch auf fünf zu fahren. Er wurde also sowohl in Monza als auch Spa (seine Strategie wurde durch ein SC stark behindert) sogar noch unter Wert geschlagen. In Sotchi wollte er dann vermutlich zu viel, womit er zwar mit Platz vier gut wegkam aber in Rennen zwei geriet er zwischen die Fronten, mit dem Resultat eines Ausfalls. Womit das Duell mit Haryanto um Meisterschaftsplatz drei doch nochmal Fahrt aufnahm. In Bahrain musste er dann auch noch nach einer vermurksten Quali von P14 ins Rennen, dafür hat er dann aber das Maximum herausgeholt und Rio sogar in der Meisterschaft überholt, die endgültige Entscheidung fiel dann aber in Abu Dhabi. Es war am Ende glücklich für Sirotkin, das muss man zugeben denn es lief in der Quali gar nicht, Rennen eins war ein Reinfall und bei dem Startunfall im zweiten Rennen, wurde er in Folge von Pic auf die Hörner genommen. So gesehen war für Haryanto und Evans alles angerichtet ihn sogar noch auf P5 durchzureichen, doch da das Rennen gar nicht mehr gestartet wurde und nicht genügend Runden für halbe Punkte gefahren wurden, blieb ihm P3 im Endklassement.

Womit wir nun zu seiner Zukunftsperspektive kommen. Sein Name ist in der Formel 1 ja schon recht bekannt, er war ja auch schon als „jüngster“ Fahrer aller Zeiten bei Sauber vorgestellt worden. Daraus wurde bekanntlich ebenfalls nichts, ebenso aus der wilden Spekulation die ihn bei Force India sah. Ob diese Vorbelastung schadet? Eine gute Frage auf die man keine qualifizierte Antwort geben kann, wenn man denn nicht selbst Entscheidungsträger bei einem Team ist.
Sicher werden die Teamchefs bei potenziell versprochener Mitgift (Stichwort SMP), ganz genau hinschauen, doch ob er die überhaupt nötig hat? Denn Fahrerisch wird er nun doch alle überzeugt haben, die vorher noch berechtigte Zweifel hatten. In der Tat wäre die F1 2014 wohl zu früh gekommen, aber es ist schwer zu sagen ob er da nicht doch reingewachsen wäre. Allerdings für 2016 winkt nicht wirklich ein F1 Cockpit, womit ihm eigentlich nur ein weiteres Jahr GP2 bleibt, getestet hat er sowohl für sein altes Team Rapax als auch Racing Engineering.

Dies kann ein Risiko sein, aber vermutlich wäre alles andere, inklusive Sabbatjahr, auch. Sicher es kann nicht immer wie bei Stoffel laufen, doch Gründe wieso nicht drängen sich eigentlich nicht auf, selbst wenn man zweifeln könnte. Beweisen muss er sich aber so oder so, immer wieder aufs Neue.

Meine Einschätzung: 65%

Superlizenzpunkte (2013: 2 2014: 10 2015: 30) = 42 erfüllt

:arrow: Esteban Ocon

Der Formel 3 Meister hing lange in der Luft was seine Zukunft anging. Der Grund war, dass die Geldmittel knapp wurde, dem Lotus Förderprogramm ging es wie dem Formel 1 Team, womit wohl oder übel nicht viel Hilfe für seinen weiteren Karriereverlauf zu erwarten war.
Zwar durfte er einen GP2 Wagen testen, doch zu dem Zeitpunkt als dort die Top Cockpits vergeben wurden, war bei ihm eigentlich wenig bis gar nichts geklärt. Schlussendlich nahm sich dann aber doch Mercedes seiner an und wenig später war auch klar, dass er in die GP3 aufsteigt. Wenn man den Vergleich zu Verstappen ziehen will, dann fällt es schwer von Aufstieg zu reden aber unter diesen Umständen, fährt er doch recht gut damit. Es können bekanntlich auch mehrere Wege zum Ziel führen.

So wirklich einfach wurde es in der GP3 dann aber nicht, er gewann zwar gleich sein erstes Rennen in Barcelona, doch mit dem weiteren Saisonverlauf etablierten sich zwei starke Gegner neben ihm. Erstens sein Teamkollege Marvin Kirchhöfer, mit dem allein schon wegen der letzten Saison zu rechnen war, aber auch der Italiener Luca Ghiotto.
Am Ende blieb es auch dem Italiener vorbehalten, ständig das Gefühl zu vermitteln der schnellste zu sein (Gerade was Pole Positions und Schnellste Runden angeht, lag er vorn), doch Ocon lieferte andere Dinge. Vor allem eine beindruckende Konstanz.

Klar man kann über seine neun zweite Plätze in Folge (zehn insgesamt) schon spotten, doch gerade mit dem Reversed Grid ist das sowohl wertvoll für den Punktestand als auch nicht gerade einfach zu realisieren. Es gelingt bei diesem System den wenigstens so kompromisslos das bestmögliche herauszuholen. Zumal Platz sieben als Startplatz bedeutet, jedes Mal fünf Plätze aufzuholen um als zweiter durchs Ziel zu fahren. Was auch alles andere als einfach ist, vor allem auch wegen der Kollisionsgefahr mitten im Getümmel. Es fehlten teilweise ja auch wirklich nur wenige Sekunden zum Double, also Sieg in Rennen eins und zwei.
Damit hat er seinen Teamkollegen Kirchhöfer auch erstmal abgehängt und Kontakt zu Ghiotto gehalten. In der entscheidenden Phase der Saison, also in den letzten drei Wochenenden legte er dann auch so richtig los. Die drei Poles sprechen für sich (diese werden mit vier Punkten belohnt), doch auch wenn ihm daraus kein einziger Sieg gelang (eine latente Schwäche bei den Starts kann man ihm schon vorwerfen) machte er stetig Punkte auf Ghiotto gut, übernahm dann die Führung in der Gesamtwertung und gab sie auch nicht mehr ab.

Acht Punkte Vorsprung waren es am Ende, so gesehen Maßarbeit. Im Übrigen aber kein Grund zu übertreiben, die GP3 war auch schon für viele hochgewettete vor ihm ein ganz eigenes Pflaster, doch das schmälert die Leistung von Ghiotto nur bedingt, der eben auch wirklich nur knapp von Ocon geschlagen wurde.
Was die Zukunft angeht, so scheint es wohl die DTM zu werden. Seine Aussagen deuten stark darauf hin, zudem hat er auch, im Gegensatz zum letzten Jahr, keinen GP2 Wagen getestet.

Mit seinem Werdegang wäre es aber eine Überraschung wenn er sich nicht auch dort beweisen würde, eben gerade wenn man darauf schaut wie die Meisterschaft in F3 und GP3 zustande kamen.
Und dann wird Mercedes sicher auch dafür sorgen, ihn an die F1 heranzuführen. Reservefahrer im F1 Team ist er ja schon mal, für Force India hat er auch schon getestet.

Meine Einschätzung: 70%

Superlizenzpunkte (2013: 5 2014: 40 2015: 30) = 75 erfüllt

Normalerweise wäre jetzt mindestens schon Alexander Rossi gekommen, doch da er schon offiziell ein Formel 1 Fahrer ist, hat er die Liste schon verlassen. Somit hätte man ihn zwar trotzdem nennen können, doch irgendwie wirkt es auf mich komisch. Schließlich geht es hier primär um die Zukunftsperspektive puncto Formel 1, wenn dieses Ziel schon erreicht wurde, ist es gerade zu witzlos diesen Teil zu beleuchten. Also sei nur so viel dazu gesagt, Alex Rossi hat 2015 eine wirklich gute GP2 Saison absolviert und sich über seine Leistung eine Beförderung sichtlich verdient.

So das waren die Top 5, hoffentlich schaffe ich es noch vor Jahresende die anderen nachzuliefern. Wird aber sich nicht so lang bzw. ausführlich wie hier, was ja nicht unbedingt schlecht sein muss, wenn man denn dann auch schneller zum Punkt kommt.
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