Modellautos

Die Plauderecke des Forums. Passt ein Thema nirgendwo rein, könnt Ihr es hier unterbringen.

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Re: Modellautos

Beitrag von bolfo » 25.11.2015, 14:40

Mal eine Frage: Minichamps hatte damals (bis vor kurzem) angekündigt, dass die Mercedes der Malaysian GP Edition auf 750 Stück (Hamilton) bzw. 350 Stück (Rosberg) limitiert sein würden. Jetzt sind sie draussen - aber von einer Limitierung liest man auf den Packungen nun plötzlich nichts mehr. Ebenso wurde die Beschreibung auf der Homepage geändert. Eine Limitierung wird nicht mehr genannt. Weiss jemand, ob man diese Limitierung aufgehoben hat? Ist ja doch recht wichtig, bei einem Modell, dass es (angeblich) nur 350 mal geben sollte.

Übrigens hat sich Minichamps einen hanebüchenen Fehler erlaubt. Bei Hamilton steht Winner Malaysian GP 2015. Ja, da hab ich wohl was verpasst..... :rotate:
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Re: Modellautos

Beitrag von timotool » 30.11.2015, 15:47

bolfo hat geschrieben:Bei Hamilton steht Winner Malaysian GP 2015. Ja, da hab ich wohl was verpasst..... :rotate:
Und das Auto ist rot??? :lol:
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Re: Modellautos

Beitrag von cp89 » 18.12.2015, 22:09

Hallo zusammen

Gerade kam der neue Wagen von Lewis Hamilton aus dieser Saison im Massstab 1:18 von Minichamps heraus.
Ich bin enttäscht, dass die Preise dieser Modelle im Verlaufe der Jahre so in die Höhe schossen.

Beispiel:
Lewis Hamilton, McLaren 2008 89 Euro
Lewis Hamilton, McLaren 2014 137 Euro
Lewis Hamilton, McLaren 2015 180 Euro

Dieser Preiszuwachs ist unglaublich. Könnt ihr euch das erklären?
Die Qualität der drei Autos ist in meinen Augen vergleichbar.

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Re: Modellautos

Beitrag von bolfo » 20.12.2015, 16:54

An alle, die es interessiert: Auf Facebook hab ich nun eine eigene F1 Collector Gruppe eröffnet. Wer kommen mag, ist herzlich willkommen.

https://www.facebook.com/groups/198684587140885/" target="_blank
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Re: Modellautos

Beitrag von cp89 » 29.12.2015, 14:56

grazer88 hat geschrieben:[ Bild ]
[ Bild ]
[ Bild ]
[ Bild ]

Das ist aber eine sehr schöne Sammlung! Woher hast du deine Vitrine?

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Re: Modellautos

Beitrag von Formel1Fan » 30.12.2015, 07:37

cp89 hat geschrieben:Hallo zusammen

Gerade kam der neue Wagen von Lewis Hamilton aus dieser Saison im Massstab 1:18 von Minichamps heraus.
Wo kam denn der bereits raus?

Mich stört es mittlerweile ziemlich, dass viele Händler kreuz und quer lauter unterschiedliche Modelle haben. Da verliert man mittlerweile den Überblick (so geht es zumindest mir).

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Re: Modellautos

Beitrag von cp89 » 30.12.2015, 14:30

Formel1Fan hat geschrieben:
cp89 hat geschrieben:Hallo zusammen

Gerade kam der neue Wagen von Lewis Hamilton aus dieser Saison im Massstab 1:18 von Minichamps heraus.
Wo kam denn der bereits raus?

Mich stört es mittlerweile ziemlich, dass viele Händler kreuz und quer lauter unterschiedliche Modelle haben. Da verliert man mittlerweile den Überblick (so geht es zumindest mir).

auf ck-modelcars ist der beispielsweise erhältlich. :thumbs_up:

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Re: Modellautos

Beitrag von Formel1Fan » 30.12.2015, 17:51

cp89 hat geschrieben:auf ck-modelcars ist der beispielsweise erhältlich. :thumbs_up:
Okay, danke :D Ich hab´s mir nun auch angeschaut. Vielleicht ist dieses Modell wegen der besonderen Verpackung teurer.

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Re: Modellautos

Beitrag von grazer88 » 02.06.2016, 20:16

cp89 hat geschrieben:
grazer88 hat geschrieben:[ Bild ]
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[ Bild ]
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Das ist aber eine sehr schöne Sammlung! Woher hast du deine Vitrine?
Danke :-)

Das ist eine bora 9 Vitrine gibt es bei Amazon.

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Re: Modellautos

Beitrag von Engineer » 15.06.2016, 15:13

Bild

Hallo zusammen -
ich bin "der Neue" hier im Forum und natürlich ganz auf die Formel 1 fixiert... :)
Meine Leidenschaft sind damit natürlich auch Formel 1-Modelle (Maßstab 1:43 ),welche ich
mittlerweile seit über zwanzig Jahren sammle.
Mein "Archiv" umfasst mittlerweile an die 700 Modelle und ich musste mich aufgrund akuten
Platzmangels schon größtenteis auf Modelle der Rennsaison 1950 bis 1990 beschränken.
Einen kleinen Ausschnitt seht ihr oben - dies sind zwei von mehreren Vitrinen.......

Natürlich interessieren mich auch die Geschichten zur Geschichte der einzelnen Wagen,
denn größtenteil kann ja jedem Modell ein Grand Prix zugeordnet werden.
Ich hatte schon versucht, in einem speziellen Modellauto-Forum meine Sammlung und die Stories
zu den einzelnen Wagen mit vielen Bildern und Hintergrundinfos vorzustellen,
aber die User dort sind mehr auf Modelle von anderen Motorsportklassen bzw. Serienwagen fixiert
und das Feedback blieb größtenteils aus... :cry2:

Ich hoffe nun, dass ich "hier richtig bin" und möchte gerne ein paar Modelle und Neuerscheinungen
von MINICHAMPS, SPARK und Co. präsentieren.

Ich steige mal ein mit dem MINICHAMPS- Modell des Tyrrell von Jackie Stewart aus der Rennsaison 1971.
Die Aachener Firma bringt zur Zeit Neuauflagen der älteren und längst vergriffenen 1:43er Wagen der "World Champion"- Serie heraus -
hier nach dem 76er Mc Laren von James Hunt der Tyrrell 003 von Jackie Stewart.

Bild

Modellversion:
Großer Preis von Deutschland - 7.WM-Lauf 1971
Nürburgring, 01. August 1971


Zur Halbzeit der Formel 1-Saison 1971 führt der Schotte Jackie Stewart auf Tyrrell
überlegen mit 42 WM-Punkten vor Jacky Ickx auf Ferrari mit mageren 19 Zählern.
Von sechs bisher gefahrenen Grand Prix hat "the flying scotsman" vier gewonnen...

Der Tyrrell 003 ist wie sieben andere Rennteams in diesem Jahr mit dem Achtzylinder-Ford Cosworth DFV im Heck unterwegs,
welcher in dieser Ausbaustufe ca.450 PS auf die Straße bringt.
Der Wagen aus Maranello dagegen hat 4 Zylinder und fast 20 PS mehr,
aber Verfolger Jacky Ickx konnte mit dem Ferrari 312B2 bisher nur einen Sieg einfahren.

Bild

Bild
Mein Original-Programm aus 1971

Nach dem britischen Grand Prix zieht der F1-Troß am ersten Augustwochende 1971
zum Nürburgring, welcher ein "neues Gesicht" bekommen hat.
Ausgelöst durch den Boykott der F1-Piloten wenige Wochen vor dem "Großen Preis von Deutschland" im Vorjahr
sieht sich die Nürburgring GmbH zu umfangreichen Bauarbeiten gezwungen.

6,5 Millionen D-Mark werden zum Baubeginn Anfang Februar 1971 bereitgestellt und
in nur drei Monaten Bauzeit wird wahrhaft Gigantisches geleistet:
Zehntausend Bäume werden gefällt, 20.000 LKW-Ladungen Erdreich abgefahren, einige der berüchtigten Sprunghügel verschwinden,
sechs Kilometer neuer Fahrbahnbelag werden aufgetragen und über 18 Kilometer neue Leitplanken sind neu installiert worden.

Bild
Aus dem Rennprogramm zum Deutschland-GP des Jahres 1971

Schon die ersten Runden beim Freitagstraining zeigen jedoch, dass der
Nürburgring seine wesentlichen Charakterzüge trotz Umbau behalten hat -
die Fahrgestelle müssen nach wie vor einiges an Belastungen aushalten...
Trotz der abgetragenen Sprunghügel verlieren die Räder noch oft den Bodenkontakt und Federung,
Aufhängung Antrieb und Chassis werden dadurch einem
systematischen "Vernichtungswerk" ausgesetzt.

Die Parole im Qualifying lautet Jackie gegen Jacky,
aber Stewart im blauen Tyrrell kommt mit der 22,83 langen Strecke am besten zurecht.

Jacky Ickx steht neben ihm in der ersten Startreihe;
gefolgt vom Ferrari-Teamkollegen Regazzoni und dem Schweizer Siffert auf BRM.
Tyrrell's zweiter Mann Francois Cevert steht in Startreihe drei neben dem ersten Mc Laren von Denny "the bear" Hulme.

Bild

Am 1. August säumen 250.000 Zuschauer trotz einer umfangreichen Fernsehübertragung die Eifel-Strecke;
sie kommen wider der vielen Argumente für den Hockenheimring und der Kürzung des Rennens von vierzehn auf zwölf Runden bzw. 274 Kilometer...

Der 33.Große Preis von Deutschland beginnt schon nach der Einführungsrunde spannend:
Nachdem alle Fahrer ihre Startposition eingenommen haben,
signalisiert plötzlich Graham Hill im Brabham ein Problem - das Gaspedal fällt ohne Resonanz bis zum Anschlag durch
und das erwartete "Hochfahren" des Motors bleibt aus...

Weiter hinten im Feld hat Reine Wisell im Lotus 72 keinen Benzindruck mehr und
somit setzen sich nur zwanzig von zweiundzwanzig Boliden nach dem Fallen der Starflagge in Bewegung.
Jacky Ickx gewinnt das Beschleunigungsduell und muß kurze Zeit später in der Nordkurve hilflos mitansehen,
wie Stewart aus dem Windschatten geht, sich links vorbeischiebt und ihm die Führung entreisst.

Bild

Jackie hat bereits nach der ersten Runde drei Sekunden Vorsprung auf Ickx -
Teamkollege Cevert kommt nicht so gut in Fahrt und belegt Platz sieben nach den ersten 22,8 Kilometern.

Jacky Ickx kämpft gleich von Anfang an gegen Stewarts Überlegenheit wie ein Löwe -
in Runde zwei räubert der Ferrari über Randsteine, dreht sich dann schließlich
und kracht mit dem Heck in die Leitplanke am Streckenabschnitt "Wippermann".
Der Belgier "strandet" mit verbogener linker Hinterradaufhängung....

Damit ist das Duell Jackie gegen Jacky schon zu Beginn des Rennens entschieden und Stewart ist ungefährdeter Spitzenreiter.

Nun folgt Siffert's BRM dem blauen Tyrrell, aber auch Cevert kommt mit der Strecke mittlerweile immer besser zurecht
und attackiert verbissen Ferrari Nummer 2 mit Regazzoni am Steuer.

Bild

Der Wagen von Joseph "Jo" Siffert kommt plötzlich in's Stottern und tönt absolut nicht mehr gesund -
die Zündspule hat sich aufgrund von Reifen-und Motorvibrationen regelrecht "kaputtgerüttelt" !
Regazzoni und Cevert nutzen die Chance,überholen den "lahmenden" BRM
und belegen in der zweiten Hälfte des Rennens Platz 2 und 3.
Siffert kämpft nun kurzzeitig um Platz 4,aber ein teilweise gelöster Vorderachsquerlenker
bringt dann kurze Zeit später das endgültige Aus für den Eidgenossen....

Francois dreht mit 7.20,1 = 186,8 km/ im zehnten Umlauf die schnellste Runde des Wochenendes
und überholt vorher fast mühelos den roten Renner von Regazzoni.
Somit gelingt der Tyrrell-Crew nach knapp neunzig Minuten Fahrzeit in der "Grünen Hölle" ein Doppelsieg
und Cevert reift dadurch vom "Rookie" zum vollwertigen Partner der Nummer 1 im Team, Jackie Stewart.

Claudio "Clay" Regazzoni fährt als Dritter mit über einer halben Minute Rückstand zum Erstplazierten über die Ziellinie des Nürburgrings;
dicht gefolgt vom Teamkollegen Mario Andretti und dem March-Piloten Peterson.

Bild

Bild

Stewart kann zwar in der zweiten Hälfte der Saison nur noch einmal ganz oben auf dem Treppchen stehen (1.Platz in Kanada),
aber Francois Cevert fährt beim letzten Lauf in Watkins Glen seinen ersten Sieg ein
und wird durch diese neun WM-Punkte sogar noch Dritter in der Endwertung.

Jackie "the hair" wird überlegen mit 62 Punkten zum zweiten Male Weltmeister;
gefolgt von Ronnie Peterson auf March mit abgeschlagenen 33 Zählern.

Der Vergleich mit der "First Edition" des Modells

Bild

Dies ist also die "alte" Version des mittlerweile geupdateten Tyrrell 003 -
das Modell dürfte jetzt über zwanzig Jahre alt sein und kostete damals keine 50 D-Mark...

Bei der Neuauflage für fast 70 Euro hat man jetzt ein paar kleine, aber feine Änderungen vorgenommen:

Bild
MINICHAMPS-Modell / Jackie Stewart / Tyrrell 003 / First Edition

1 - die Auspuffrohre (hier in grau) haben jetzt ein dezentes mattschwarzes Aussehen
2 - der Rennanzug von Stewart ist jetzt nicht mehr mit weißer,sondern realitätsnah mit blauer Farbe versehen
und man erkennt nun auch die Sicherheitsgurte
3 - die Cockpitverglasung ist nicht mehr so wuchtig wie hier, sondern deutlich filigraner gestaltet
4 - der Sponsoraufkleber rechts unten auf dem Frontflügel fehlt hier bei der ersten Version und ist nun bei der Neuauflage vorhanden -
dies ist aber sekundär, denn Stewart fuhr im Training auf dem Nürburgring mit beiden Versionen

Bild

Wer also nicht schon diesen "alten" Tyrrell 003 in seiner Vitrine stehen hat,
sollte bald zuschlagen,
denn erfahrungsgemäß ist das neue Modell schnell ausverkauft und wird dann schätzungsweise über 100 Euro kosten..

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So, Freunde -
wie gefällt euch meine Vorstellung der F1-Modelle in 1:43 ??? :?:
Wenn's passt, würde ich diese Art und Weise der "Rezension" gern noch ein wenig ausbauen....

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Re: Modellautos

Beitrag von bolfo » 15.06.2016, 23:06

Engineer hat geschrieben: Wer also nicht schon diesen "alten" Tyrrell 003 in seiner Vitrine stehen hat,
sollte bald zuschlagen,
denn erfahrungsgemäß ist das neue Modell schnell ausverkauft und wird dann schätzungsweise über 100 Euro kosten..

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So, Freunde -
wie gefällt euch meine Vorstellung der F1-Modelle in 1:43 ??? :?:
Wenn's passt, würde ich diese Art und Weise der "Rezension" gern noch ein wenig ausbauen....
Brilliant, spektakulär, genial :!: :!: :!:

Hat mir sehr gut gefallen - und natürlich würden wir gerne mehr davon sehen. Als "Hardcore-Sammler" ticke ich da genau gleich. Falls du Interesse hast, diese Beiträge künftig (nebst hier) auch in einer Facebook-Gruppe (Falls du dort registiert bist), bist du natürlich ebenfalls herzlich eingeladen - parallel zu hier läuft dort eine Gruppe, auch wenn wir dort erst knapp 50 Leute sind. Ausbaufähig also das Ganze. Aber ein weiterer Hardcore-Sammler würde auch dort gut tun.

Die sehr ausführliche Vorstellung des Modells hat mir gut gefallen. Habe mir nämlich überlegt, dies zu kaufen - und habe die "Originalversion" dieses Modells und dachte bislang, dass sich ein Kauf kaum lohnt. Aber aufgrund deiner Ausführungen werde ich es mir mal überlegen.

Also bitte.... mehr davon :!:
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Re: Modellautos

Beitrag von Engineer » 16.06.2016, 13:53

Vielen Dank für die motivierenden Worte -
denke, hier bin ich dann wohl richtig.
Facebook ist zwar (noch) Neuland für mich, aber diese "Hardcore-Gruppe" wäre schon für mich ein Grund,
sich damit mal zu beschäftigen !
In meinem letzten Modellautoforum hab' ich mich ziemlich "abgestrampelt",
aber mit Formel 1 wollte da keiner so richtig zu tun haben.. :x
Schön, hier endlich gleichgesinnte "Verrückte" zu finden !!

Ich "schieb'" noch einen Beitrag von mir nach, den ich schon im Vorgängerforum hatte...
mit anschließend null Feedback war's schon deprimierend... :roll:

Der Matra MS9 aus der GP-Saison 1968 fuhr nur ein einziges Rennen
und ist schon allein wegen seiner Farbgebung ein sehr exotischer Renner...
Marktführer SPARK hat vor einiger Zeit ein sehr detailreiches 1:43er Modell
auf den Markt gebracht, welches einer näheren Betrachtung wert ist. :thumbs_up:

Großer Preis von Südafrika -
1.WM-Lauf in Kyalami; 01. Januar 1968


Bild
SPARK-Modell /Jackie Stewart / Matra MS9 / GP Südafrika 1968

Der Kurs von Kyalami dient 1968 zum zweitenmal dem Auftakt einer Formel-1-Fahrerweltmeisterschaft -
diesmal beginnt das Grand Prix-Wochenende schon an den letzten Tagen des Jahres 1967 und
das Rennen selbst wird an einem Montag gefahren...

Der 4,07 Kilometer lange Kurs ist mittlerweile breiter als im Vorjahr und wurde mit einem neuen, reifenschonerden Fahrbahnbelag
versehen.
Doch die eigentliche Herausforderung dieses Rennens liegt in der geographischen Lage der Strecke -
1900 Meter über dem Meer herrschen Verhältnisse, auf die Mensch und auch Maschine speziell abgestimmt sein müssen.

Ein britischer Holzhändler namens Ken Tyrrell ist zum Ende der 50er Jahre zu Wohlstand gekommen und
fährt selbst mehr oder weniger erfolglos einige Zeit in der 500-cm³-Klasse der Formel 3.
Er knüpft Kontakte zum Rennstall der französischen Firma Matra und 1965 leitet er dort
bereits das Formel-2-Team mit den Fahrern Jackie Stewart und Jacky Ickx.

1968 sieht er die Zeit gekommen, in die Königsklasse mit einem eigenen Team einzusteigen
und hat auch schon einen für ihn altbekannten Fahrer unter Vertrag genommen....

Jackie Stewart wechselt von B.R.M. zu Tyrrell's Matra International-Team ,
dass im Gegensatz zum französischen Matra-Werksteam (mit Jean-Pierre Beltoise als Stammfahrer) für die komplette Saison
den Einsatz des Ford-Cosworth-Motors beabsichtigt.

Mécanique Avion TRAction beteiligt sich 1968 mit seiner Tochterfirma "Matra Sports"
demzufolge mit zwei Mannschaften in der Formel 1...

Der Matra MS9 Ford trifft in Kyalami noch unlackiert ein,
denn eigentlich ist dieses Fahrzeug ein Testwagen der Franzosen aus Montlhery.

Das Fahrgestell besteht aus einem vom Matra MS7 abgeleiteten Schalenrumpf,
welcher hinter dem Feuerschott regelrecht abgeschnitten wurde
und eigentlich den hauseigenen V12-Motor in einem angesetzten Stahlrohrgerüst aufnehmen soll...

Bild

Bild


Doch Ken Tyrrell besteht auf den Ford-Cosworth V8-Motor mit seinen 410 PS bei 9200 U/min.

Der "MS9" muss demzufolge umgebaut werden,
da das DFV-Aggregat ein mittragendes Element des leichten Gitterrohrrahmens sein muss,
welches das Monocoque mit der Hinterradaufhängung verbindet.

Hektisch muss der Wagen in Kyalami "endgefertigt" werden und
langwierige Abstimmungsarbeiten bestimmen die ersten Training-Sessions.
Bei mäßigen Temperaturen für südafrikanische Verhältnisse kocht auch schnell das Kühlwasser und
Dampfblasenbildung in den Kraftstoffleitungen bereitet so manchen Ärger...

Als der erste Trainingstag zu Ende geht und es mittlerweile durch einsetzenden Regen etwas kühler wird,
ist Jackie Stewart mit seinem Arbeitsgerät Zweitschnellster hinter Jim Clark auf Lotus.

Bild

Der Matra MS9 bringt den Reifenhersteller DUNLOP in das Grand-Prix-Geschehen zurück und
auch am vom Werksteam eingesetzte "MS7" mit Beltoise am Steuer befinden sich Reifen des gleichen Fabrikats.

Der Trainingsschnellste Jim Clark wechselt während des Trainings zwischen FIRESTONE -und DUNLOP-Bereifung (!!!)
und entscheidet sich letztendlich für das "schwarze Gold" der Firestone Tire & Rubber Company im Rennen.

Teamkollege Graham Hill stellt seinen brandneuen Lotus 49 auf Platz 2 der Startaustellung und
auch ein überglücklicher Jackie Stewart kommt mit Platz 3 in die erste Startreihe des Südafrika-Grand Prix.

Bild

Die Hitze am Neujahrstag ist auf dem Kyalami Grand Prix Circuit fast unerträglich -
Messungen auf der Straßenoberfläche kurz vor dem Rennen ergeben bis zu 60 Grad Celsius !

80.000 Zuschauer sehen nach dem Start einen meisterlichen Jackie Stewart,
der seinen Matra sofort überraschenderweise an die Spitze katapultiert
und somit Jim Clark die Möglichkeit eines Start-Ziel-Sieg nimmt...

Bild
QUARTZO-Modell / Jim Clark / Lotus 49 / GP Südafrika 1968

Bild
Der Kurs von Kyalami 1968 bis 1985
(Quelle:wikipedia.de)

Rad an Rad gehen die beiden Schotten zu Beginn des Rennens durch die Crowthorne Corner,
aber schon nach der zweiten Runde setzt sich Jim Clark an die Spitze des Fahrerfeldes.

Nach zehn Runden liegt er bereits sieben Sekunden vor Stewart -
auch Jochen Rindt auf Brabham und Graham Hill auf dem zweiten Lotus machen mächtig Druck auf Jackie.

Die aussergewöhnlichen klimatischen Bedingungen fordern gleich in den ersten Runden ihre Opfer:
Lodovico Scarfiotti erwischt es zuerst.
Eine Kühlwasserleitung im Cockpit des Coopers bricht und kochendes Kühlmedium übersprüht Hüfte und Beine des Italieners -
dieser beisst die Zähne zusammen und lenkt seinen Wagen noch ein gutes Stück weiter,
um den Nachfolgeverkehr nicht zu behindern.
Mit schweren Verbrühungen muss der Fahrer sofort in's Krankenhaus eingeliefert werden...

Nach einem Viertel des Rennens befinden sich noch 16 von 23 gestarteten Piloten im Wettbewerb und
noch hält sich Stewart auf dem zweiten Platz mit sechzehn Sekunden Rückstand hinter Jim Clark.

Doch dann beendet in der 43. Runde ein Pleuelbruch im Motor das vielversprechende Renndebüt des ersten Dreiliter-Matra,
nachdem Jackie Stewart bereits auf den dritten Rang zurückgefallen ist.

Bild

Bild

Den Ford-Motoren in den Wagen von Jim Clark und Graham Hill
scheint die Hitze nichts anhaben zu können - das Resultat ist ein Lotus-Doppelsieg .

Nach fast zwei Stunden Fahrzeit siegt Clark vor Hill;
Jochen Rindt's Brabham folgt unmittelbar dahinter auf Platz 3.

Es ist Jimmy's 25.Grand Prix-Sieg und leider auch sein Einziger im Jahr 1968 -
nur wenige Wochen später fährt der Schotte in Hockenheim sein letztes Rennen.

Bild

Bild
Der Lotus 49 von Jim Clark in der QUARTZO-Version

Jackie Stewart verunglückt im April bei einem Formel-2-Rennen im Jarama schwer und erleidet dabei Verletzungen,
die ihn zu einer einmonatigen Pause zwingen.
Erst zum vierten Rennen der Saison in Spa/Belgien ist Stewart wieder dabei und
stellt den neuen Matra MS 10 sofort in die erste Startreihe...

....doch das ist eine andere Geschichte, denn SPARK hat mittlerweile auch eine Modellversion des "MS 10" auf dem Markt, die es lohnt, extra vorgestellt zu werden !

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Re: Modellautos

Beitrag von bolfo » 16.06.2016, 21:56

Spark macht schon geile Modelle. Gerade in den 60ern sind sie aktuell einsame Spitze. Auch wenn man - und das darf man sagen - von den damaligen Quartzo-Modellen beeindruckt sein darf. Wenn man bedenkt, dass die nur einen Bruchteil der heutigen Spark-Modelle kosteten (Verhältnis 1:3 bis 1:4), kann sich die Qualität schon sehen lassen, wie auch dieses Modell von Jim Clark schön belegt.. Auch wenn Spark insbesondere den Fahrer um Welten besser hinkriegt. Was man aber bei diesem Preis schon erwarten MUSS.

Schade, dass Minichamps da noch gar nichts gemacht hat. Diesbezüglich hinken sie - wie so oft - um Jahre hinterher.
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Re: Modellautos

Beitrag von Engineer » 16.06.2016, 22:57

SPARK ist derzeit schon die Referenz und es ist mir unverständlich,
was man gegen Resin haben kann - manche Sammler lehnen diese Ausführungen ja komplet ab
und schwören auf die "gute alte Gußversion"... :surprised:

Ein kluger Schachzug übrigens von MINICHAMPS,
die alten Formen noch einmal herauszukramen und die "World Champion" Collection wiederzubeleben...
Den Endverbraucherpreis kann man bei der Gelegenheit auch gleich kräftig anheben ! :thumbs_down:
Als ich vor über 20 Jahren anfing, Modelle zu sammeln, lag MC-soweit ich mich noch erinnere-bei 29,95 DM .
Okay,okay...die Rückspiegel fehlten, die Radaufhängung war eine Katastrophe und die Fahrerfigur ne' Zumutung.
Aber die Neuauflage wie der schon erwähnte 71er Tyrrell von Jackie Stewart gleich auf knappe 70 Euronen (und das ist der offizielle Verkaufspreis...liegt in diversen shops teilweise schon bei 90 ) hochzuschrauben,
das tut uns als Sammler schon richtig weh..

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Re: Modellautos

Beitrag von Engineer » 16.06.2016, 23:01

Der Bug vom Lotus 77...nur ein Beispiel von SPARK-Perfektion..
Kriegt man die aussenliegende Scheibenbremse auch aus Metall so hin ...???? :lol:

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