Handfestes zum Weltgeschehen

Die Plauderecke des Forums. Passt ein Thema nirgendwo rein, könnt Ihr es hier unterbringen.

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Gummii
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Re: Handfestes zum Weltgeschehen

Beitragvon Gummii » 22.02.2018, 18:12

Digger Stubble hat geschrieben:Für mich sind Flüchtlinge Menschen. Ganz unabhängig davon, wovor sie geflüchtet sind und Menschen sollte man immer wie Menschen behandeln. Das findet in Deutschland und Europa aber immer weniger statt, auch wenn sich die Mitarbeiter der öffentlichen Meinungsprägung die Münder fusselig quatschen, um eine andere Ansicht als die Wahre zu etablieren.


Laut ernstzunehmender Experten bezahlen wir an die 50 Milliarden im Jahr für unsere Neubürger. Was wäre denn noch wünschenswert? Die meisten Länder dieser Erde haben nicht mal einen Haushalt in dieser Höhe und allein dies zeigt den Irrsinn. Trotzdem sind wir in aller Munde, wie es Gunnar Heinsohn prophezeite. Den Flüchtlingen kann man nichts recht machen und nicht genug bezahlen. Integration funktioniert meist nicht, wie man am Bsp. des Sunniten mit zwei Ehefrauen sieht. In Syrien kann er seinen Islam so nicht ausleben und schon gar nicht verbreiten. Hier ist sein Schlaraffenland. Wie Heinsohn sagte, wer wie Japan nur bezahlt, ist fein raus. Über die spricht in Bezug auf Flüchtlinge kein Mensch. Wir hingegen kriegen es kräftig um die Ohren. Wir können nur verlieren. Das Geld ist weg, das soziale Gefüge gerät durcheinander, bunter wird dadurch nichts, eher Parallel. Gestern wurde vermeldet, dass allein in Berlin 55000 Verbrechen nicht bearbeitet werden konnten, die liegen in der Ecke und kommen in keiner Statistik vor. Da kann man sich ausmalen, wie die wahre Statistik aussehen würde.

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Illuminati
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Re: Bitcoins für alle

Beitragvon Illuminati » 23.02.2018, 09:06

Digger Stubble hat geschrieben:
Illuminati hat geschrieben:...Bitcoin, Ethereum und co...


Ich sage nur: "Investieren, investieren und noch mehr investieren. Dafür werden Dir die Banken auf ewig dankbar sein."


Du hast dich mit der Materie nicht im Ansatz auseinander gesetzt, höchstens in den Medien mal irgendwas darüber gelesen/geschaut.
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Re: Bitcoins für alle

Beitragvon Digger Stubble » 23.02.2018, 19:10

Illuminati hat geschrieben:Du hast dich mit der Materie nicht im Ansatz auseinander gesetzt, höchstens in den Medien mal irgendwas darüber gelesen/geschaut.


Kannst Du Deine Aussage auch begründen oder ist meine Aussage für Dich zu komplex?
Deine Argumentation ist um so richtiger, je plötzlicher sie zu ignorieren versucht wird.
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Wettrüsten bringt viel, viel Kohle. Auch für das Volk?

Beitragvon Digger Stubble » 24.02.2018, 09:45

Aber ja! Je mehr Bomben gebaut werden, desto mehr werden auch explodieren und je mehr Bomben expoldieren, desto mehr Menschen sterben. Unterm Strich müssen sich also weniger Menschen das Vermögen dieser Welt teilen. Aber was, wenn man selbst zu den Opfern gehört?

Die Zeit hat geschrieben:Demnächst überm Westerwald?[...]Warum sollten sich Europäer für Floppy Disks in Wyoming und für Eisenbahn-Pritschenwagen im südwestrussischen Kapustin Yar interessieren? Weil aus beiden eine atomare Bedrohung dieses Kontinents erwächst, wie es sie seit den 1980er Jahren nicht mehr gab. Alles kommt gerade wieder: Ost-West-Spannungen, Raketen, nukleare Angriffsszenarien und Präsidenten, deren Rationalität schwer einzuschätzen ist. [...]

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Sputnik hat geschrieben:GroKo spricht sich für Atomwaffen in Deutschland aus - Russland als Vorwand[...]Die Unionspolitiker haben mehrfach als Grund für die bestehende nukleare Teilhabe Deutschlands das aggressive Verhalten Russlands genannt. Der Sport- und Finanzexperte der CDU/CSU-Fraktion, Dr. Frank Steffel, eröffnete die Aussprache und sagte: „So lange Länder wie Nordkorea, der Iran, Pakistan, aber auch Russland mit Kriegsrhetorik und Ankündigung über die Ausweitung ihrer Atomprogramme drohen, wäre ein einseitiger Verzicht der freien Demokratie dieser Welt gefährlich und verantwortungslos.“[...]

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Alles gut in Deutschland!
Unser bewährtes Parteiensystem wird es schon richten. Wie immer!


Es gibt zwar schon lange keinen Grund mehr dazu, von einer Partei etwas demokratisches im Interesse des Volkes zu erwarten, aber dennoch kann man nicht so einfach sein gewohntes und überzeugtes Wahlverhalten ändern, ohne dabei indirekt zugeben zu müssen, dass man in den Jahren zuvor genau die gewählt hat, die Deutschland ruinieren. Aber solange es genügend Menschen gibt, die in den sozialen Medien behaupten, wir würden noch in Frieden leben, werden es auch noch genügend glauben. Hilfreich, dass die Bomben des Kapitalismus nur in anderen Ländern fallen!
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Re: Wettrüsten bringt viel, viel Kohle. Auch für das Volk?

Beitragvon RossoPerSempre » 24.02.2018, 18:36

Digger Stubble hat geschrieben:
Aber ja! Je mehr Bomben gebaut werden, desto mehr werden auch explodieren und je mehr Bomben expoldieren, desto mehr Menschen sterben. Unterm Strich müssen sich also weniger Menschen das Vermögen dieser Welt teilen. Aber was, wenn man selbst zu den Opfern gehört?

Die Zeit hat geschrieben:Demnächst überm Westerwald?[...]Warum sollten sich Europäer für Floppy Disks in Wyoming und für Eisenbahn-Pritschenwagen im südwestrussischen Kapustin Yar interessieren? Weil aus beiden eine atomare Bedrohung dieses Kontinents erwächst, wie es sie seit den 1980er Jahren nicht mehr gab. Alles kommt gerade wieder: Ost-West-Spannungen, Raketen, nukleare Angriffsszenarien und Präsidenten, deren Rationalität schwer einzuschätzen ist. [...]

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Sputnik hat geschrieben:GroKo spricht sich für Atomwaffen in Deutschland aus - Russland als Vorwand[...]Die Unionspolitiker haben mehrfach als Grund für die bestehende nukleare Teilhabe Deutschlands das aggressive Verhalten Russlands genannt. Der Sport- und Finanzexperte der CDU/CSU-Fraktion, Dr. Frank Steffel, eröffnete die Aussprache und sagte: „So lange Länder wie Nordkorea, der Iran, Pakistan, aber auch Russland mit Kriegsrhetorik und Ankündigung über die Ausweitung ihrer Atomprogramme drohen, wäre ein einseitiger Verzicht der freien Demokratie dieser Welt gefährlich und verantwortungslos.“[...]

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Es gibt zwar schon lange keinen Grund mehr dazu, von einer Partei etwas demokratisches im Interesse des Volkes zu erwarten, aber dennoch kann man nicht so einfach sein gewohntes und überzeugtes Wahlverhalten ändern, ohne dabei indirekt zugeben zu müssen, dass man in den Jahren zuvor genau die gewählt hat, die Deutschland ruinieren. Aber solange es genügend Menschen gibt, die in den sozialen Medien behaupten, wir würden noch in Frieden leben, werden es auch noch genügend glauben. Hilfreich, dass die Bomben des Kapitalismus nur in anderen Ländern fallen!

Tja, solange die Bomben halt "nur" woanders fallen, ist es immer bequem. Aufgrund der feindlichen Außenpolitik der meisten (imperialistischen) Staaten ist es leider aber nur eine Frage der Zeit, bis es auch uns betrifft. Unser System frisst sich ohnehin irgendwann selbst auf, wenn man so weitermacht wie bisher.

Bezüglich Bitcoins, bzw. sonstiger Kryptowährungen sehe ich damit mittlerweile sogar interessante Möglichkeiten damit den Kapitalismus der Oberen zu überwinden. Mit einer Kryptowährung könnte sich ein daran beteiligender Staat sogar mehr Souveränität im eigenen Finanzhaushalt zurückholen, ohne dabei sofort aus dem Euro aussteigen zu müssen. Natürlich wird es dann langfristig den Euro nicht mehr geben, aber der Ausstieg aus dem einheitlichen Euro ist wohl in ferner Zukunft ohnehin nötig, wenn man auf eine funktionierende, solidarische Gesellschaft statt auf das Wohl der Banken, Multikonzerne und Superreichen abzielt. Ein nationalisierter Bitcoin nach staatlicher Gestaltungsmöglichkeit wäre zumindest eine Chance, zumindest wenn vor allem die unteren und mittleren Schichten davon profitieren.
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Re: Wettrüsten bringt viel, viel Kohle. Auch für das Volk?

Beitragvon Digger Stubble » 25.02.2018, 10:53

RossoPerSempre hat geschrieben:[...]Bezüglich Bitcoins, bzw. sonstiger Kryptowährungen sehe ich damit mittlerweile sogar interessante Möglichkeiten damit den Kapitalismus der Oberen zu überwinden.[...]


Wie kommst Du zu dieser Annahme?
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Re: Wettrüsten bringt viel, viel Kohle. Auch für das Volk?

Beitragvon RossoPerSempre » 25.02.2018, 17:39

Digger Stubble hat geschrieben:Wie kommst Du zu dieser Annahme?


Hab ich ja eh schon im Beitrag erläutert. Die Möglichkeit von Parallelwährungen zum supranationalistischen Euro, der mehr trennt als verbindet, ermöglicht eine eigene, unabhängige Finanzierung des Staatshaushaltes, eigene Regulierungsmöglichkeiten auf die Bedürfnisse des eigenen Volkes, der Umwelt und der nationalen Ökonomie. Natürlich braucht es dafür Kontrolle, halte ich allerdings bei einem nationalisierten Bitcoin für einfacher als wenn Spekulanten oder Heuschrecken sich über Bitcoins hermachen.
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Der Bitcoin ist kapitalistisch und nicht antikapitalistisch

Beitragvon Digger Stubble » 26.02.2018, 16:26

RossoPerSempre hat geschrieben:Die Möglichkeit von Parallelwährungen zum supranationalistischen Euro, der mehr trennt als verbindet, ermöglicht eine eigene, unabhängige Finanzierung des Staatshaushaltes, eigene Regulierungsmöglichkeiten auf die Bedürfnisse des eigenen Volkes, der Umwelt und der nationalen Ökonomie. Natürlich braucht es dafür Kontrolle, halte ich allerdings bei einem nationalisierten Bitcoin für einfacher als wenn Spekulanten oder Heuschrecken sich über Bitcoins hermachen.


Businessinsider hat geschrieben:Einer der Mitgründer von „Bitcoin.com“ hat alle Bitcoins verkauft[...]Doch „Bitcoin.com“-Mitgründer und technischer Vorstand Emil Oldenburg, der gebürtig aus Schweden kommt, ist extrem skeptisch, was die Zukunft von Bitcoin angeht. „Ich denke, dass eine Investition in Bitcoin inzwischen die riskanteste Geldanlage ist, die man machen kann.[...]


Link zum gesamten Artikel

Deine Ansichten zum Bitcoin kann ich nicht nachvollziehen; denn für mich ist der Bitcoin nichts weiter als ein anderes Mittel der Hardcore-Finanz-Faschisten, um Geld von unten nach oben zu transferieren. Auf dem Weg nach oben gibt es ein paar Glückliche, welche von dieser Masche profitieren, dass kann ich nicht bestreiten, aber unterm Strich läuft es wie mit den uns altbekannten Finanzblasen, welche trotz besseren Wissens immer soweit aufgebläht werden, bis sie platzen. Danach trennt sich bekanntlich die Spreu vom Weizen und eine Menge Geld ist von unten nach oben geflossen!

Noch viel weniger glaube ich, dass diese digitale "Währung" in irgendeiner Form dem Kapitalismus etwas entgegensetzen wird oder überhaupt kann. Die D-Mark war wesentlich nationalistischer als der €uro, aber nach dem Niedergang der D-Mark und dem Aufstieg des €uros, hat man den wahren Wert der D-Mark erkannt und man hat auch erkannt, dass der €uro, summa summarum, nur noch die Hälfte wert ist. Das Problem dabei ist aber weniger die D-Mark, der €uro oder das Bitcoin selbst, sondern es sind die Kontrolleure, die dahinter stecken!

Aber warten wir doch einfach ab, bis es zu spät ist. Das macht man doch heute so!
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Re: Der Bitcoin ist kapitalistisch und nicht antikapitalistisch

Beitragvon RossoPerSempre » 26.02.2018, 18:31

Digger Stubble hat geschrieben:
Businessinsider hat geschrieben:Einer der Mitgründer von „Bitcoin.com“ hat alle Bitcoins verkauft[...]Doch „Bitcoin.com“-Mitgründer und technischer Vorstand Emil Oldenburg, der gebürtig aus Schweden kommt, ist extrem skeptisch, was die Zukunft von Bitcoin angeht. „Ich denke, dass eine Investition in Bitcoin inzwischen die riskanteste Geldanlage ist, die man machen kann.[...]


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Deine Ansichten zum Bitcoin kann ich nicht nachvollziehen; denn für mich ist der Bitcoin nichts weiter als ein anderes Mittel der Hardcore-Finanz-Faschisten, um Geld von unten nach oben zu transferieren. Auf dem Weg nach oben gibt es ein paar Glückliche, welche von dieser Masche profitieren, dass kann ich nicht bestreiten, aber unterm Strich läuft es wie mit den uns altbekannten Finanzblasen, welche trotz besseren Wissens immer soweit aufgebläht werden, bis sie platzen. Danach trennt sich bekanntlich die Spreu vom Weizen und eine Menge Geld ist von unten nach oben geflossen!

Noch viel weniger glaube ich, dass diese digitale "Währung" in irgendeiner Form dem Kapitalismus etwas entgegensetzen wird oder überhaupt kann. Die D-Mark war wesentlich nationalistischer als der €uro, aber nach dem Niedergang der D-Mark und dem Aufstieg des €uros, hat man den wahren Wert der D-Mark erkannt und man hat auch erkannt, dass der €uro, summa summarum, nur noch die Hälfte wert ist. Das Problem dabei ist aber weniger die D-Mark, der €uro oder das Bitcoin selbst, sondern es sind die Kontrolleure, die dahinter stecken!

Aber warten wir doch einfach ab, bis es zu spät ist. Das macht man doch heute so!

Die von dir angesprochenen Probleme betreffen hauptsächlich private Bitcoins oder Bitcoins am internationalen Finanzmarkt. Dort halte ich auch nichts von Bitcoins, weil eben viel zu riskant. Würde aber ein Staat damit eine eigene Währung aufbauen, kann die Währung auch besser kontrolliert werden. Das Problem von heute sind nicht nur die Kontrolleure selbst, vielmehr dass es schlicht viel zu wenig Kontrolle gibt. Der Staat will sich ja am besten gar nicht mehr in den Finanzmarkt einmischen, deshalb haben wir den heutigen, ungezügelten Kapitalismus. Die Intensität der Währungskontrolle muss einfach wieder erhöht werden, genauso wie die Möglichkeit dass jeder Staat wieder selbst die Hoheit über die Finanzen hat. Als Zwischenschritt dorthin ist ein nationaler, vom Staat kontrollierter Bitcoin eine Grauzone langfristig aus den EU-Verträgen rauszukommen. Nebenbei wäre es eine Art "Plan B", falls die dort in Brüssel es noch fertig bringen das Bargeld vollständig abzuschaffen.

Generell muss natürlich klar sein, dass man diese Art von Bitcoin definitiv vor jeglicher Spekulation schützen muss, damit er als Zahlungsmittel auch für weniger am Finanzmarkt versierten Bürger verwendbar ist. Kapitalisten sind damit sicher alles andere als glücklich.

Wenn ich aber wirklich die Wahl hätte und es keine EU-Verträge oder Privatbanken gäbe, würde ich weiterhin bei normalen analogen Währungen bleiben, und so langfristig trotzdem rein auf nationale Zahlungsmittel setzen.
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Re: Der Bitcoin ist kapitalistisch und nicht antikapitalistisch

Beitragvon Digger Stubble » 28.02.2018, 09:56

RossoPerSempre hat geschrieben:[...]Würde aber ein Staat damit eine eigene Währung aufbauen, kann die Währung auch besser kontrolliert werden. Das Problem von heute sind nicht nur die Kontrolleure selbst, vielmehr dass es schlicht viel zu wenig Kontrolle gibt. Der Staat will sich ja am besten gar nicht mehr in den Finanzmarkt einmischen, deshalb haben wir den heutigen, ungezügelten Kapitalismus. Die Intensität der Währungskontrolle muss einfach wieder erhöht werden, genauso wie die Möglichkeit dass jeder Staat wieder selbst die Hoheit über die Finanzen hat.[...]


Das Problem ist also nicht die Währung in D-Mark, Euro, Schilling oder Bitcoin sondern, dass der Staat sich nicht mehr in den Finanzmarkt einmischen will. Das wiederum dürfte dann auch der Grund dafür sein, warum es zuwenig Kontrolleure gibt, die den Finanzmarkt kontrollieren.

Wer mischt sich denn stattdessen in den Finanzmarkt ein?
Wie konnte es dazu kommen, dass nicht mehr der Staat den Finanzmarkt kontrolliert?
Wer bestimmt die Anzahl, Qualität und Neutralität der Kontrolleure?
Ist die Lösung in einer neuen Währung oder eher in einer ausreichenden Kontolle des Finazmarktes zu finden?

Die Kontrolle einer digitalen Währung scheint auf dem ersten Blick leichter, aber wird dieses System erst einmal gehackt, wäre das mehr oder weniger einem vollständigen Kontrollverlust gleichzusetzen. Ein analoges Finanzsystem ist deutlich schwieriger zu kontrollieren, aber in einem demokratischen Regierungssystem mit demokratischen Gesetzen könnte das ganz wunderbar funktionieren ohne gehackt werden zu können. Bzw. es schon ganz wunderbar funktioniert! Erst mit der zunehmenden Privatisierung und Digitalisierung konnte es zu den Problemen kommen, die wir heute ausbaden müssen.

Ich denke nicht, dass es etwas gibt, was man unserem Regierungs- oder Finanzsystem überstülpen kann, um langfristige demokratische Verbesserungen zu erwirken. Demokratischer wird es in den demokratischen Ländern nur, wenn sich das GESAMTE Volk an die demokratische Verfassung ihres Landes hält. Da darf es KEINE Ausnahme für "Staatsdiener" oder "Leistungsträger" geben. Die Umsetzung dessen, gewährleistet in einem Rechtsstaat die Legislative, Judikative und Exekutive. Es wird höchste Zeit, dass das Volk diese Institutionen wieder unter ihre Kontrolle bringt. Nur dann könnte aus einem Kapitalismus auch ein Demokratismus entstehen!
Deine Argumentation ist um so richtiger, je plötzlicher sie zu ignorieren versucht wird.
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Danny McNamara
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Re: Handfestes zum Weltgeschehen

Beitragvon Danny McNamara » 03.03.2018, 13:57

Ein sehr lesenswerter Kommentar zur unfassbaren Dreistigkeit und Verlogenheit unserer Granden.

Der Chef der Essener Tafel wird belehrt und angefeindet. Angela Merkel will es besser wissen – SPD-Politiker und eine Fernsehmoderatorin auch. Wem spielen die politischen Tugenddarsteller wohl in die Hände? Ein Kommentar.

[...]

Jörg Sartor ist 61, er war dreißig Jahre lang Bergmann, seit er mit 49 in Ruhestand ging, arbeitet er ehrenamtlich für die Essener Tafel. Einen Ausländerfeind wird man so leicht nicht jemanden nennen können, der sieben Mal in der Woche dafür sorgt, dass Alte, Migranten, Kinder, Obdachlose und eben überhaupt Bedürftige etwas von dem zu essen bekommen, was andernfalls weggeworfen würde oder unverteilt bliebe. Oder sagen wir es mal so: Welche Leistungen zugunsten von Bedürftigen haben diejenigen vorzuweisen, die Jörg Sartor jetzt darüber belehren, wie er und die Seinen mit den Lebensmitteln umzugehen haben, die sie in privater Initiative verteilen?

Jetzt sind wir bei den Vorwürfen gegen Jörg Sartor. Sie spotten jeder Beschreibung, weswegen sie im Originalton wiedergegeben werden sollten. Man solle „nicht solche Kategorisierungen vornehmen“, mahnt die Bundeskanzlerin, womit sie die Unterscheidung von Ausländern und Deutschen meint, ohne sich vorher kundig gemacht zu haben, ob es überhaupt Herr Sartor und die Seinen waren, die so kategorisiert haben, oder es nicht vielmehr die Wirklichkeit war, in der die jungen männlichen Migranten gedrängelt haben und die Rentnerinnen und Mütter ins Hintertreffen gerieten.

Weshalb wird einem Menschen, der in gemeinnütziger Arbeit jahrelang bewiesen hat, kein sozialer Dummkopf und nicht herzlos zu sein, ohne weitere Prüfung unterstellt, er handele unsachgemäß und „nicht gut“ (Merkel)? Weshalb nimmt sich das ausgerechnet eine Politikerin heraus, deren Entscheidungen, vorsichtig formuliert, mit zu den Schwierigkeiten beigetragen haben, die es der Essener Tafel nicht mehr ermöglichen, unschuldig und jedem gerecht werdend soziale Hilfe zu leisten? Damit ist nicht nur die Einwanderungspolitik gemeint, sondern auch die Sozialpolitik. In den Regierungsjahren welcher Kanzler sind denn die Zahlen der Tafelbedürftigen dramatisch in die Höhe gegangen?

Die Kanzlerin hat mitgeteilt, sie werde nach Essen kommen, um sich ein „realistisches Bild“ von der Lage dort zu machen. Ist ihr schon einmal der Gedanke gekommen, dass man sich besser zuerst ein realistisches Bild machen sollte, bevor man über RTL denen, die in dieser Wirklichkeit leben, Zensuren erteilt? Oder an die Adresse der CDU-Vorsitzenden mehr als an die Kanzlerin gerichtet: Sollte nicht in die Analysen der Gründe für das Abschmelzen der Volksparteien in den vergangenen Wahlen miteinbezogen werden, dass diese Reihenfolge – erst ein realistisches Bild, dann erst Belehrungen – auch für viele Wähler wünschenswert wäre? Kurz: Kann Jörg Sartor noch CDU wählen, wenn man ihm so kommt?

Oder fragen wir analog Frau Ministerin Barley (SPD), die erklärte, Menschen pauschal auszuschließen fördere Vorurteile: Werden die Vorurteile nicht mindestens so sehr von denen befördert, die als junge männliche Migranten sich in jenen Schlangen rüpelhaft benehmen? Wäre es nicht wenigstens geboten, sich in Essen zu erkundigen, worauf dort der Eindruck gründet, der Zulassungsstopp für Ausländer sei die Ultima Ratio, bevor man Jörg Sartor einer Vergiftung der Einstellung zu Migranten bezichtigt? „Der Ausländerhass“ sei jetzt „sogar bei den Ärmsten angekommen“, fällt ihrem Parteigenossen Karl Lauterbach zu Essen ein. Es ist derselbe Karl Lauterbach, der von 2005 bis 2009 und seit 2013 im Bundestag einer Regierungsmehrheit angehörte, die nicht verhindert hat, dass jetzt die Armen die Lasten der Zuwanderung tragen, wie es Sahra Wagenknecht (Linke) formulierte. Nicht Jörg Sartor hat den Konflikt in die Gruppe der Hilfesuchenden hineingetragen, nicht Jörg Sartor hat sich Hartz IV ausgedacht und auf Parteitagen den Kanzler bejubelt, der es sich mitausgedacht hat, nicht Jörg Sartor hat es verabsäumt, etwas gegen Wohnungsknappheit und hohe großstädtische Mieten und zu geringe Bedarfssätze zu tun.

[...]


Das sich als Repräsentanten der Mitte dieser Gesellschaft fühlende Personal rauft sich die Haare und ringt die Hände, weil der rechte Rand erstarkt. Weil der größte Unsinn, den die AfD verzapft, und die rohesten Einstellungen, die sie pflegt, manche Wähler nicht abhalten, dort ihr Protestkreuz zu machen. Weil die Wahlbeteiligung beklagenswert ist. Weil, wie man sagt, die Eliten in Misskredit geraten sind. Und man zieht die Globalisierungsängste, den Rassismus, den Kapitalismus, einen Mangel an Aufklärung, Westbindung, Christlichkeit und Wertebewusstsein heran, um es zu erklären. Mag alles sein. Doch wie wäre es, sich einen Moment lang dem Gedanken zu nähern, dass Jörg Sartor, der erklärtermaßen von links und rechts nichts wissen will, vor einem echten Problem steht, wenn übermorgen Neuwahlen sind? Nicht wegen der Globalisierung und nicht wegen der Flüchtlinge, um die er sich kümmert. Sondern wegen des wohlfeilen Geredes von politischen Tugenddarstellern, die lieber ihre Urteile und maßlosen Bilder twittern, bevor sie, wenn überhaupt, dazu bereit sind, sich ein realistisches Bild von dem zu machen, was nicht zuletzt von ihnen hervorgebracht wurde.


Hier die Quelle und der vollständige Kommentar:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/essener-tafel-zur-verlogenen-kritik-an-joerg-sartor-15472214.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0
"The ultimate measure of a man is not where he stands in moments of comfort and convenience, but where he stands at times of challenge and controversy."

- Martin Luther King, Jr.

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Gift für den manipulierten Mainstreamler...

Beitragvon Digger Stubble » 03.03.2018, 15:08

... und Antidot für den künftigen Mainstreamfeind.

Danny McNamara hat geschrieben:[...]


Ich bin ja so dankbar dafür, dass mir die Teilnehmer dieses Threads unbedingt glaubhaft machen konnten, dass es keine zunhemende Komplikationen mit den Flüchtlingen gibt. Hätte man mit mir diese Erkenntnis nicht geteilt, würde ich immer noch glauben, dass die Einwanderungspolitik zur europäischen Krux heranwachsen könnte. Offensichtlich sind die Deutschen doch noch schnell geistig gereift und verstehen nun endlich, ihr Hab und Gut mit den Flüchtlingen auf Gedeih und Verderb im Sinne der Menschlichkeit zu teilen. Der Flüchtlingshass ist tot. Lange lebe der Flüchtlingshass!

Sputnik hat geschrieben:USA haben in Europa Aufmarschgebiet für massenhafte Truppenverlegung parat.
Die USA haben in Europa Sicherungsvorräte für die Schnellstationierung einer bis zu 300.000 Mann starken Zusatzgruppierung geschaffen, wie der stellvertretende russische Verteidigungsminister Alexander Fomin sagte.[...]


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So wie sich das darstellt, bereiten sich die USA darauf vor, die europäischen Grenzen vor Flüchtlingshasser zu schützen, welche das friedliche Leben zwischen den europäischen Bürgern und den nach Europa geflüchteten Flüchtlingen gefährden könnten. Endlich haben sich die USA Humanismus auf die Fahne geschrieben. Jetzt kann es nicht mehr lange dauern, bis auch der Rest der Welt befriedet ist.

Herrlich, wie sich die Realität einfach weg leugnen lässt.

Ich persönlich glaube ja immer noch, dass sich die Flüchtlingsproblematik in Deutschland als auch in Europa drastisch zuspitzt und ich glaube auch immer noch, dass die Stationierúngspläne der USA vielmehr einem bevorstehenden Krieg, als einer bevorstehenden Humanität dienen. Ist ja eigentlich auch logisch, aber wenn man die Wahrheit nicht sehen soll, dann behauptet man einfach was anderes!
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Re: Handfestes zum Weltgeschehen

Beitragvon MarM » 04.03.2018, 09:51

Tja, und so wird es wieder eine GroKo... leider wundert mich das kein bisschen. Die ganzen Querelen um den "Gottkanzler" (Kevin wird maximal zum Jesus, versprochen) haben der Basis sowas von dermaßen Angst gemacht, vor allem weil die Parteiführung die Ansgt auch noch zusätzlich schürt. Aber was in 4 jahren ist- och das wird schon irgendwie. Bravo. Und an uns bleibt der Job hängen diesen Scherbenhaufen wieder aufzuräumen (falls es bis dahin noch was zum aufräumen gibt). Ihr merkt es schon, ich bin leicht frustriert. Aber was soll man machen, die Mehrheit entscheidet, jetzt müssen wir NoGrokos das Ergbnis leider akzeptieren.
Ich bin ja jetzt mal gespannt wie die Partei diesen radikalen Neuanfang umsetzen will- wenn überhaupt! Ich bezweifle dass die das richtig hinbekommen. Und selbst wenn es programmatisch doch klappen soll- auch das beste Programm hilft nicht wenn die Glaubwürdigkeit vollkommen am Arsch ist, und wie die das wieder hinbekommen wollen... Für mich stellt sich zum Beispiel die Frage: Wenn die Linken oder die Grünen zum Beispiel einen Antrag für ein Lobbyistregister einbringen, eines der Anliegen der SPD welches mir persönlich extrem wichtig wäre, dann sind wir jetzt gezwungen dagegen zu stimmen. Mit Glaubwürdigkeit hat das hat leider nichts zu tun.

hier noch der FB-Post von unserem Oberjusos. Hoffentlich hinterlassen die ihm noch ne Partei, und keinen Scherbenhaufen..
https://www.facebook.com/KuehnertKevin/ ... 4140193152
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Die Autorennen von heute haben kaum noch etwas mit jenem Sport zu tun, den ich seit 60 Jahren vertrete.
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Re: Handfestes zum Weltgeschehen

Beitragvon floydpink » 04.03.2018, 12:05

Besser kann man es nicht beschreiben:
http://www.der-postillon.com/2018/03/willy.html

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Re: Handfestes zum Weltgeschehen

Beitragvon Typ17 GTI » 04.03.2018, 15:41

MarM hat geschrieben:Ich bin ja jetzt mal gespannt wie die Partei diesen radikalen Neuanfang umsetzen will- wenn überhaupt! Ich bezweifle dass die das richtig hinbekommen.

Wenn man mit solchen Vorschlägen kommt, arbeitet man nur weiter am Niedergang.https://www.n-tv.de/politik/Rose-Moehring-will-Deutschlandlied-aendern-article20318694.html


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