Handfestes zum Weltgeschehen

Die Plauderecke des Forums. Passt ein Thema nirgendwo rein, könnt Ihr es hier unterbringen.

Moderator: Mods

Antworten
Benutzeravatar
F1-Opa
Rookie
Rookie
Beiträge: 1475
Registriert: 04.11.2013, 18:03
Lieblingsfahrer: Jonah und Hannah, meine Enkel
Lieblingsteam: Familie
Wohnort: Da wo es mal schön war

Re: Handfestes zum Weltgeschehen

Beitrag von F1-Opa » 13.10.2017, 00:02

pilimen hat geschrieben:
MarM hat geschrieben:Ich denke eine gewaltsame russische Annexion mit einer Scheinabstimmung kann genauso wenig anerkannt werden wie die Abstimmung in Katalonien.
Dann ist also die Familie des Mannes meiner Cousine auch nur Schein? Sie wohnen da und sie meinen es gab eine.

Ja, Schmierentheater
@Rosso per Sempre

So ist es! Alle Seiten haben ihre Daseinsberechtigung, und sollten entsprechend ihrer Weltanschauung berichten dürfen. Da ist die USA keineswegs besser als Russland oder sonst jemand anderes. Da muss man es auch akzeptieren, dass manche Länder möglichst wenig mit den USA zutun haben wollen (mir fallen da u.a. Kuba, Bolivien oder eben Russland ein), und damit teils auch besser fahren als andersrum.
So viele Länder, tatsächlich, wow.
Erklär doch mal warum es diesen Ländern ohne den Handel mit den USA und Europa so richtig Supertoll geht?
"Metaphysik ist der Versuch, in einem verdunkelten Zimmer eine schwarze Katze zu fangen, die sich gar nicht darin befindet"

"Heute ist die gute, alte Zeit von morgen."

Benutzeravatar
RedBull_Formula1
Vize-Weltmeister
Vize-Weltmeister
Beiträge: 6383
Registriert: 04.01.2010, 23:05
Wohnort: Deutschland

Re: Handfestes zum Weltgeschehen

Beitrag von RedBull_Formula1 » 13.10.2017, 01:01

F1-Opa hat geschrieben:Und was spielt das ganze für eine Rolle? Das meiste was du schreibst ist korrekt, aber der Wähler hat eben so entschieden.Wie die sich jetzt im Parlament verhalten werden wir sehen, glaube aber alles wird nur aufgebauscht.
Am Aufbauschen ist ja die AFD selber schuld. Es gab zahlreiche zwiespältige Aussagen vom Führungspersonal. Die Basis rutscht auch immer mehr nach rechts. Ich glaube nicht, dass alles aufgebauscht wird. Vielmehr sind das wirkliche Sorgen von 87% der Wähler. Dennoch wird sich bald zeigen, ob die AFD wirklich auch ihren Worten folgt.
F1-Opa hat geschrieben: Viel gefährlicher ist aber das Tante Merkel und Konsorten den Schuss vor den Bug nicht gehört haben.
Ja, Merkel hat Wähler verloren. Ich verstehe aber irgendwo auch Ihre Argumentation, dass die Wähler Sie für ihr Parteiprogramm gewählt haben und nicht alles an der Flüchtlingskrise festmachen. Es gibt in Deutschland nun mal nicht nur das „Problem“ Flüchtlinge. Wie bereits mehrmals gesagt: Die AFD hat nicht einmal ein Rentenprogramm. Wieso soll ich so jemanden jemals wählen? Zudem hat Merkel zum Teil ihren Kurs korrigiert. Genau das hat sie den Wähler versprochen. Anscheinend kann Sie mit ihrem Wahlergebnis leben. Es geht halt nicht nur um die Flüchtlingskrise. Mich stört es gewaltig, dass vor und sogar nach der Wahl sich alles nur um Flüchtlinge dreht. Nervt gewaltig und gibt der AFD Aufwind, obwohl sie zu Realolitik gar nicht in Lage ist.
F1-Opa hat geschrieben: Ich glaube vielmehr das die Problematik mit den Flüchtlingen unser Land und die Bevölkerung noch weiter spalten wird.
Mir persönlich fehlt immer noch die Erklärung warum mit einem mal 40 Milliarden für diese Leute ausgegeben werden kann und unsere Schulen, Straßen usw. vernachlässigt werden. Wo kommt mit einem mal diese Kohle her?
Ein Großteil dieser Kosten ist Fluchtprävention. Sprich Ursachenbekämpfung. Man kann sich den Problemen unserer Zeit nicht entziehen. Ein drastisches Beispiel: Entweder wir zahlen Milliarden oder wir sehen zu, wie Menschen auf bestialische Weise getötet werden. Genau das passiert in Syrien und dem Irak. Aber auch in vielen Regionen weiterer Länder. Ich halte viel von Menschen, die sich in die Lage Anderer versetzen können: Wer würde nicht flüchten vor dem Tod? Wie würde man sich fühlen, wenn man dem Teufel entkommen ist, nur um festzustellen, dass man doch wieder zurück muss? Wie gesagt, ich helfe Menschen gerne mit meinem Steuergeld. Denjenigen die wirklich Hilfe benötigen.
Wichtig wäre hier, dass man diese Kosten auf die EU verteilt, sodass nicht nur Deutschland sie stemmen muss. Hier bräuchte es eine härtere Linie gegen Verweigerer (Polen und vorallem Ungarn).
Zudem siehst du hier auch nur Schwarz-Weiß. Das Ganze Geld wandert ja nicht in die Tasche des Flüchtlings, sondern in deutsche Wirtschaft.

Hier ein paar Artikel dazu:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-12/k ... ise-konsum
https://www.tagesschau.de/inland/fluech ... n-103.html

F1-Opa hat geschrieben: Wie soll man dem Bürger erklären das jeder dieser ungebildeten Goldklumpen, denn nur diese sind in unserem Land gelandet (zumindest 90% der Flüchtlinge) pro Monat mindestens 3500 Euro kostet, inkl. aller Integrationsmaßnahmen.?
Sorry, aber auf eine solche Wortwahl und Pauschalisierungen werde ich erst garnicht antworten.


Während ein Biodeutscher der meinetwegen 30 Jahre Steuern und alle andere Kosten bezahlt hat in Hartz4 rutscht und mit ein paar Eurönchen aus kommen muß?
Man hört immer wieder dieses Argument. Halte ich ehrlich gesagt für Schwachsinn. Viele dieser Hartzler sind selbst schuld an ihrem Glück. Das an Flüchtlingen festzumachen, ist grober Unfug. Es gilt den wirklich hilfsbedürftigen zu helfen. Leute die arbeitsunfähig sind oder bereits ihren Dienst geleistet haben. Achja, die AFD liefert hier keinerlei Lösungsansätze. Es braucht mir in Deutschland aber keiner sagen, er findet keine Arbeit.
F1-Opa hat geschrieben: Und bitte nur nebenbei der Wohnraum, viele Flüchtlinge wurden in Braunschweig aufgenommen, echt toll.
Meine jüngste Tochter beginnt gerade ihr erstes Semester im Maschinenbau und findet kein Wohnraum und muß täglich 3 Std. pendeln, warum? Gilt natürlich überall in Deutschland.
Gibt es kein Studentenwohnheim in Braunschweig oder Studenten-WGs? Ansonsten ist der Wohnungsmangel in vielen Regionen Deutschlands auch schon vor der Flüchtlingskrise ein Problem gewesen. Desweiteren müssen viele Flüchtlinge integriert werden. Das geht nur, wenn sie halt irgendwann aus dem Heim kommen. Zudem leben dann mehrere Flüchtlinge oder eine Flüchtlingsfamilie in kleineren Unterkünften und nicht in Saus und Braus. Wird ja gerne immer behauptet. Ich verstehe das Problem deiner Tochter, aber Menschen in Not helfen, heißt nun mal leider auch Kompromisse eingehen.
F1-Opa hat geschrieben: Ach ja zum Schluss, Leute die wirklich Hilfe benötigen helfe auch ich gern.
Bloß leider sind 80% nur Schmarotzer die in unser Land gekommen sind.
Wer läßt denn seine Kinder und seine Frau im Krieg allein? Du?
Woher hast du deine Zahlen? Und du pauschalisierst wieder. Wer hat seine Kinder und seine Frau im Krieg alleine gelassen? Soweit ich weiß, sind die meisten Flüchtlinge eher Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene. Ich glaube jeder Mensch liebt seine Verwandten. Vor allem Geschwister, Eltern und eben seine Kinder. Niemand macht so etwas gerne. Jeder hat seine eigenen Gründe. Hier zu pauschalisieren ist einfach falsch und auch unfair. Du und Ich sind nicht mehr Mensch wie ein Syrer. Zudem ist die Flucht mit vielen Gefahren verbunden. Einer der Gründe wieso zunächst ein Elternteil flüchtet, um dann seine Familie sicher nachzuholen.
F1-Opa hat geschrieben: Ganz zum Schluß, es ist momentan in den wenigsten Regionen Syriens noch Krieg, das gleiche gilt für den Irak, schickt sie zurück, die werden für den Wiederaufbau gebraucht, allerdings nicht für den deutschen Arbeitsmarkt.
Damit die USA mithilfe ihrer Freunde wieder Weltpolizist spielt, wieder versagt und das Land wieder zerstört wird? So masochistisch ist Niemand.
"Vision without action is merely a dream. Action without vision just passes the time. Vision with action can change the world." -Joel A. Barker

Benutzeravatar
Danny McNamara
Rookie
Rookie
Beiträge: 1594
Registriert: 09.06.2014, 15:50
Lieblingsfahrer: Super Mario
Lieblingsteam: Spreewalder Gurken Trabant F1

Re: Handfestes zum Weltgeschehen

Beitrag von Danny McNamara » 13.10.2017, 17:39

Ich habe persönlich gar keine Lust mehr auf diese ganze Thematik und den damit verbundenen (beidseitig) vergifteten Diskurs, jedoch nur zu einer Sache...
RedBull_Formula1 hat geschrieben:Wie gesagt, ich helfe Menschen gerne mit meinem Steuergeld. Denjenigen die wirklich Hilfe benötigen.
Wichtig wäre hier, dass man diese Kosten auf die EU verteilt, sodass nicht nur Deutschland sie stemmen muss. Hier bräuchte es eine härtere Linie gegen Verweigerer (Polen und vorallem Ungarn).
Erkennst Du da nicht möglicherweise einen Widerspruch?
Wenn Du doch so gerne mit Deinem Steuergeld hilfst, dann verstehe ich nicht, wieso Du diese Kosten im Satz darauf unbedingt verteilen willst.

Wenn Du diese bereits bröckelnde EU schnellstens abreißen willst, dann ist dies nämlich die perfekte Forderung.

Es ist nämlich ein eklatanter Unterschied, ob ich von einem Land fordere, dass es sich an der Aufnahme von (echten) Flüchtlingen (im Rahmen seines jeweiligen Sozialsystems) beteiligt oder, wie Du, eine gemeinsame Kostenübernahme einfordert.

Ich weiß ja nicht wie oft Du ab und an in Osteuropa bist (Polen, Baltikum), doch ich stelle ein ziemlich großes "Vermittlungsproblem" fest, wenn diese Länder das deutsche All-Inclusive-Sozialsystem (für jeden der die Grenze übertritt) mitfinanzieren sollen, welches bei den Pro-Kopf-Kosten nicht nur meilenweit über ihren jeweils eigenen Sozialleistungen liegt, sondern bei vollständiger Betrachtung der Kosten sogar das Median-Einkommen der dortigen Erwerbsbevölkerung übersteigt.
"The ultimate measure of a man is not where he stands in moments of comfort and convenience, but where he stands at times of challenge and controversy."

- Martin Luther King, Jr.

Digger Stubble
Testfahrer
Beiträge: 876
Registriert: 25.04.2016, 10:01

Re: Handfestes zum Weltgeschehen

Beitrag von Digger Stubble » 13.10.2017, 18:27

Danny McNamara hat geschrieben:Ich habe persönlich gar keine Lust mehr auf diese ganze Thematik und den damit verbundenen (beidseitig) vergifteten Diskurs, jedoch nur zu einer Sache...
Vielleicht reagierst Du ja auf etwas allergisch. Ich habe auf jeden Fall bisher noch keine Vergiftungserscheinungen bei mir bemerkt!
Steve Warson hat geschrieben:Ich danke dir für die spannende Diskussion.
Danke gleichfalls! Obwohl das Netz voller Diskutanten ist, findet man nur seltend welche, die auch mit nichtmainstreamkonforme Meinungen und Ansichten umgehen können oder wollen. Für mich ist es immer eine Bereicherung, meine eigenen Meinungen und Ansichten mit anderen Meinungen und Ansichten abzugleichen!

Zu Deinem Beitrag, speziell zur Auslegung einer Gesetzesnorm, hätte ich auch noch was zu ergänzen, aber im Augenblick fehlt mir die Zeit. weil bei uns ein großer Umbau im Gange ist. Ich antworte aber definitiv noch!
Zensur und Propaganda sind Werkzeuge des Faschismus. - Isaac Steinberg

Benutzeravatar
Danny McNamara
Rookie
Rookie
Beiträge: 1594
Registriert: 09.06.2014, 15:50
Lieblingsfahrer: Super Mario
Lieblingsteam: Spreewalder Gurken Trabant F1

Re: Handfestes zum Weltgeschehen

Beitrag von Danny McNamara » 13.10.2017, 19:18

Digger Stubble hat geschrieben:
Danny McNamara hat geschrieben:Ich habe persönlich gar keine Lust mehr auf diese ganze Thematik und den damit verbundenen (beidseitig) vergifteten Diskurs, jedoch nur zu einer Sache...
Vielleicht reagierst Du ja auf etwas allergisch. Ich habe auf jeden Fall bisher noch keine Vergiftungserscheinungen bei mir bemerkt!
Na aber klar doch...

*Ironie ON*
der ganze gesellschaftliche Diskurs bezüglich dieser Thematik ist ein Paradebeispiel höchster Sachlichkeit,
in der von beiden (Extrem-)Seiten zu keinem Zeitpunkt Zerrbilder eingestreut wurden und werden.
Auch begegnet man sich immer respektvoll und gleitet nie in beleidigende (persönliche) Ebenen ab.

Wenn doch nur alle Diskurse so fruchtbar wären...
*Ironie OFF*
"The ultimate measure of a man is not where he stands in moments of comfort and convenience, but where he stands at times of challenge and controversy."

- Martin Luther King, Jr.

Benutzeravatar
RedBull_Formula1
Vize-Weltmeister
Vize-Weltmeister
Beiträge: 6383
Registriert: 04.01.2010, 23:05
Wohnort: Deutschland

Re: Handfestes zum Weltgeschehen

Beitrag von RedBull_Formula1 » 13.10.2017, 19:23

Danny McNamara hat geschrieben:Ich habe persönlich gar keine Lust mehr auf diese ganze Thematik und den damit verbundenen (beidseitig) vergifteten Diskurs, jedoch nur zu einer Sache...
RedBull_Formula1 hat geschrieben:Wie gesagt, ich helfe Menschen gerne mit meinem Steuergeld. Denjenigen die wirklich Hilfe benötigen.
Wichtig wäre hier, dass man diese Kosten auf die EU verteilt, sodass nicht nur Deutschland sie stemmen muss. Hier bräuchte es eine härtere Linie gegen Verweigerer (Polen und vorallem Ungarn).
Erkennst Du da nicht möglicherweise einen Widerspruch?
Wenn Du doch so gerne mit Deinem Steuergeld hilfst, dann verstehe ich nicht, wieso Du diese Kosten im Satz darauf unbedingt verteilen willst.

Wenn Du diese bereits bröckelnde EU schnellstens abreißen willst, dann ist dies nämlich die perfekte Forderung.

Es ist nämlich ein eklatanter Unterschied, ob ich von einem Land fordere, dass es sich an der Aufnahme von (echten) Flüchtlingen (im Rahmen seines jeweiligen Sozialsystems) beteiligt oder, wie Du, eine gemeinsame Kostenübernahme einfordert.

Ich weiß ja nicht wie oft Du ab und an in Osteuropa bist (Polen, Baltikum), doch ich stelle ein ziemlich großes "Vermittlungsproblem" fest, wenn diese Länder das deutsche All-Inclusive-Sozialsystem (für jeden der die Grenze übertritt) mitfinanzieren sollen, welches bei den Pro-Kopf-Kosten nicht nur meilenweit über ihren jeweils eigenen Sozialleistungen liegt, sondern bei vollständiger Betrachtung der Kosten sogar das Median-Einkommen der dortigen Erwerbsbevölkerung übersteigt.
Nein, ich erkenne keinen Widerspruch! Wieso sollte da auch einer sein?

Natürlich will ich meinen Beitrag leisten, aber dass einige Länder (Italien, Griechenland, Deutschland) finanziell stärker betroffen sind als andere, sollte eigentlich jedem klar sein. Die Flüchtlingskrise ist zurzeit ein europäisches Problem und kein rein Deutsches oder Italienisches. Deswegen gilt es die Last zu verteilen. Heißt ja nicht, dass mein Steuergeld dann garnicht mehr mit einfliesst, sondern nur zu einem geringeren Teil.

Wenn die EU an so einem Problem scheitert, dann ist sie letztendlich auch nichts wert. Ich fordere eine gemeinsame Kosterübernahme, sowie eine gerechte Verteilung und eben Aufnahme in das Sozialsystem des jeweiligen Landes.

Ich bin ab und zu im Baltikum (Estland, Talinn), aber schwer vom Verstand sind die Leute dort nicht. Die Esten sind in ihrem Verhalten ähnlich zu Finnen und Schweden. Und auch dort hört man von den Leuten, dass sie gerne Leuten in Not helfen wollen. Zudem profitieren sie stark von der EU und ihren Fördergelder. Wenn sich Polen und Ungarn weigern, dann Fördermittel kürzen. Denke kaum, dass sie aus der EU austreten wollen, denn deren Wirtschaftswachstum ist stark gekoppelt mit der EU und ihrem Binnenhandel.

Ich will die Leute in das Sozialsystem des dortigen Landes integrieren. Es lässt sich auch in anderen europäischen Ländern gut leben. Ich denke, dass ein Großteil der Flüchtlinge einfach nur ein menschenwürdiges und sicheres Leben haben wollen.
"Vision without action is merely a dream. Action without vision just passes the time. Vision with action can change the world." -Joel A. Barker

Benutzeravatar
Danny McNamara
Rookie
Rookie
Beiträge: 1594
Registriert: 09.06.2014, 15:50
Lieblingsfahrer: Super Mario
Lieblingsteam: Spreewalder Gurken Trabant F1

Re: Handfestes zum Weltgeschehen

Beitrag von Danny McNamara » 13.10.2017, 19:38

RedBull_Formula1 hat geschrieben:
Danny McNamara hat geschrieben:Ich habe persönlich gar keine Lust mehr auf diese ganze Thematik und den damit verbundenen (beidseitig) vergifteten Diskurs, jedoch nur zu einer Sache...
RedBull_Formula1 hat geschrieben:Wie gesagt, ich helfe Menschen gerne mit meinem Steuergeld. Denjenigen die wirklich Hilfe benötigen.
Wichtig wäre hier, dass man diese Kosten auf die EU verteilt, sodass nicht nur Deutschland sie stemmen muss. Hier bräuchte es eine härtere Linie gegen Verweigerer (Polen und vorallem Ungarn).
Erkennst Du da nicht möglicherweise einen Widerspruch?
Wenn Du doch so gerne mit Deinem Steuergeld hilfst, dann verstehe ich nicht, wieso Du diese Kosten im Satz darauf unbedingt verteilen willst.
Wenn Du diese bereits bröckelnde EU schnellstens abreißen willst, dann ist dies nämlich die perfekte Forderung.

Es ist nämlich ein eklatanter Unterschied, ob ich von einem Land fordere, dass es sich an der Aufnahme von (echten) Flüchtlingen (im Rahmen seines jeweiligen Sozialsystems) beteiligt oder, wie Du, eine gemeinsame Kostenübernahme einfordert.

Ich weiß ja nicht wie oft Du ab und an in Osteuropa bist (Polen, Baltikum), doch ich stelle ein ziemlich großes "Vermittlungsproblem" fest, wenn diese Länder das deutsche All-Inclusive-Sozialsystem (für jeden der die Grenze übertritt) mitfinanzieren sollen, welches bei den Pro-Kopf-Kosten nicht nur meilenweit über ihren jeweils eigenen Sozialleistungen liegt, sondern bei vollständiger Betrachtung der Kosten sogar das Median-Einkommen der dortigen Erwerbsbevölkerung übersteigt.
Nein, ich erkenne keinen Widerspruch! Wieso sollte da auch einer sein?

Natürlich will ich meinen Beitrag leisten, aber dass einige Länder (Italien, Griechenland, Deutschland) finanziell stärker betroffen sind als andere, sollte eigentlich jedem klar sein. Die Flüchtlingskrise ist zurzeit ein europäisches Problem und kein rein Deutsches oder Italienisches. Deswegen gilt es die Last zu verteilen. Heißt ja nicht, dass mein Steuergeld dann garnicht mehr mit einfliesst, sondern nur zu einem geringeren Teil.
Wenn die EU an so einem Problem scheitert, dann ist sie letztendlich auch nichts wert. Ich fordere eine gemeinsame Kosterübernahme, sowie eine gerechte Verteilung und eben Aufnahme in das Sozialsystem des jeweiligen Landes.

Ich bin ab und zu im Baltikum (Estland, Talinn), aber schwer vom Verstand sind die Leute dort nicht. Die Esten sind in ihrem Verhalten ähnlich zu Finnen und Schweden. Und auch dort hört man von den Leuten, dass sie gerne Leuten in Not helfen wollen. Zudem profitieren sie stark von der EU und ihren Fördergelder. Wenn sich Polen und Ungarn weigern, dann Fördermittel kürzen. Denke kaum, dass sie aus der EU austreten wollen, denn deren Wirtschaftswachstum ist stark gekoppelt mit der EU und ihrem Binnenhandel.

Ich will die Leute in das Sozialsystem des dortigen Landes integrieren. Es lässt sich auch in anderen europäischen Ländern gut leben. Ich denke, dass ein Großteil der Flüchtlinge einfach nur ein menschenwürdiges und sicheres Leben haben wollen.
Na dann...
"The ultimate measure of a man is not where he stands in moments of comfort and convenience, but where he stands at times of challenge and controversy."

- Martin Luther King, Jr.

Benutzeravatar
RedBull_Formula1
Vize-Weltmeister
Vize-Weltmeister
Beiträge: 6383
Registriert: 04.01.2010, 23:05
Wohnort: Deutschland

Re: Handfestes zum Weltgeschehen

Beitrag von RedBull_Formula1 » 13.10.2017, 20:28

Danny McNamara hat geschrieben:
RedBull_Formula1 hat geschrieben:
Danny McNamara hat geschrieben:Ich habe persönlich gar keine Lust mehr auf diese ganze Thematik und den damit verbundenen (beidseitig) vergifteten Diskurs, jedoch nur zu einer Sache...



Erkennst Du da nicht möglicherweise einen Widerspruch?
Wenn Du doch so gerne mit Deinem Steuergeld hilfst, dann verstehe ich nicht, wieso Du diese Kosten im Satz darauf unbedingt verteilen willst.
Wenn Du diese bereits bröckelnde EU schnellstens abreißen willst, dann ist dies nämlich die perfekte Forderung.

Es ist nämlich ein eklatanter Unterschied, ob ich von einem Land fordere, dass es sich an der Aufnahme von (echten) Flüchtlingen (im Rahmen seines jeweiligen Sozialsystems) beteiligt oder, wie Du, eine gemeinsame Kostenübernahme einfordert.

Ich weiß ja nicht wie oft Du ab und an in Osteuropa bist (Polen, Baltikum), doch ich stelle ein ziemlich großes "Vermittlungsproblem" fest, wenn diese Länder das deutsche All-Inclusive-Sozialsystem (für jeden der die Grenze übertritt) mitfinanzieren sollen, welches bei den Pro-Kopf-Kosten nicht nur meilenweit über ihren jeweils eigenen Sozialleistungen liegt, sondern bei vollständiger Betrachtung der Kosten sogar das Median-Einkommen der dortigen Erwerbsbevölkerung übersteigt.
Nein, ich erkenne keinen Widerspruch! Wieso sollte da auch einer sein?

Natürlich will ich meinen Beitrag leisten, aber dass einige Länder (Italien, Griechenland, Deutschland) finanziell stärker betroffen sind als andere, sollte eigentlich jedem klar sein. Die Flüchtlingskrise ist zurzeit ein europäisches Problem und kein rein Deutsches oder Italienisches. Deswegen gilt es die Last zu verteilen. Heißt ja nicht, dass mein Steuergeld dann garnicht mehr mit einfliesst, sondern nur zu einem geringeren Teil.
Wenn die EU an so einem Problem scheitert, dann ist sie letztendlich auch nichts wert. Ich fordere eine gemeinsame Kosterübernahme, sowie eine gerechte Verteilung und eben Aufnahme in das Sozialsystem des jeweiligen Landes.

Ich bin ab und zu im Baltikum (Estland, Talinn), aber schwer vom Verstand sind die Leute dort nicht. Die Esten sind in ihrem Verhalten ähnlich zu Finnen und Schweden. Und auch dort hört man von den Leuten, dass sie gerne Leuten in Not helfen wollen. Zudem profitieren sie stark von der EU und ihren Fördergelder. Wenn sich Polen und Ungarn weigern, dann Fördermittel kürzen. Denke kaum, dass sie aus der EU austreten wollen, denn deren Wirtschaftswachstum ist stark gekoppelt mit der EU und ihrem Binnenhandel.

Ich will die Leute in das Sozialsystem des dortigen Landes integrieren. Es lässt sich auch in anderen europäischen Ländern gut leben. Ich denke, dass ein Großteil der Flüchtlinge einfach nur ein menschenwürdiges und sicheres Leben haben wollen.
Na dann...
Sehe immer noch keinen Widerspruch.
"Vision without action is merely a dream. Action without vision just passes the time. Vision with action can change the world." -Joel A. Barker

Benutzeravatar
Danny McNamara
Rookie
Rookie
Beiträge: 1594
Registriert: 09.06.2014, 15:50
Lieblingsfahrer: Super Mario
Lieblingsteam: Spreewalder Gurken Trabant F1

Re: Handfestes zum Weltgeschehen

Beitrag von Danny McNamara » 13.10.2017, 21:11

RedBull_Formula1 hat geschrieben:
Danny McNamara hat geschrieben:
RedBull_Formula1 hat geschrieben:
Nein, ich erkenne keinen Widerspruch! Wieso sollte da auch einer sein?

Natürlich will ich meinen Beitrag leisten, aber dass einige Länder (Italien, Griechenland, Deutschland) finanziell stärker betroffen sind als andere, sollte eigentlich jedem klar sein. Die Flüchtlingskrise ist zurzeit ein europäisches Problem und kein rein Deutsches oder Italienisches. Deswegen gilt es die Last zu verteilen. Heißt ja nicht, dass mein Steuergeld dann garnicht mehr mit einfliesst, sondern nur zu einem geringeren Teil.
Wenn die EU an so einem Problem scheitert, dann ist sie letztendlich auch nichts wert. Ich fordere eine gemeinsame Kosterübernahme, sowie eine gerechte Verteilung und eben Aufnahme in das Sozialsystem des jeweiligen Landes.

Ich bin ab und zu im Baltikum (Estland, Talinn), aber schwer vom Verstand sind die Leute dort nicht. Die Esten sind in ihrem Verhalten ähnlich zu Finnen und Schweden. Und auch dort hört man von den Leuten, dass sie gerne Leuten in Not helfen wollen. Zudem profitieren sie stark von der EU und ihren Fördergelder. Wenn sich Polen und Ungarn weigern, dann Fördermittel kürzen. Denke kaum, dass sie aus der EU austreten wollen, denn deren Wirtschaftswachstum ist stark gekoppelt mit der EU und ihrem Binnenhandel.

Ich will die Leute in das Sozialsystem des dortigen Landes integrieren. Es lässt sich auch in anderen europäischen Ländern gut leben. Ich denke, dass ein Großteil der Flüchtlinge einfach nur ein menschenwürdiges und sicheres Leben haben wollen.
Na dann...
Sehe immer noch keinen Widerspruch.
Das soll jetzt kein persönlicher Angriff auf Dich sein, sondern geht alleine um den Inhalt Deiner Aussagen, der ja auch nicht so selten anzutreffen ist und den man überspitzt so zusammenfassen kann:
Ich spende gerne, gerne auch weniger.

Entweder hilfst Du gerne mit Deinen Steuern oder doch nicht sooooo gerne, wenn Du andere an "Deiner" deutschen Rechnnung beteiligen möchtest.

Ja, das Thema ist ein gesamteuropäisches Problem,
aber NEIN, die ausufernden Kosten Deutschlands, weil Deutschland jeden der reinkommt in einem Maße rundumversorgt, welches weit über dem durchschnittlichen Lebensstandard in EU-Osteuropa liegt, auch dann noch, nach dem klar geworden ist, dass es sich zu einem nicht unerheblichen Teil um keine Flüchtlinge im eigentlichen Sinne handelt, wovon dann aber nur eine deutliche Minderheit wieder das Land und damit das Sozialsystem wirklich verlässt (man bemerke den Unterschied zum wertlosen "Das Land verlassen muss") und damit völlig falsche Anreize setzt, DAS ist allein unser deutsches Problem.

Du kannst Deine Nachbarn mit ihren alten Möhren nicht zwingen, Deinen Premium-Fuhrpark mitzutragen,
das ist weder unsolidarisch noch herzlos.

Das Einzige was Du wirklich im Rahmen einer europäischen Solidarität einfordern könntest, ist die Aufnahme von echten Flüchtlingen im jeweiligen Sozialrahmen der jeweiligen Länder (das hast Du ja auch angeschnitten),
nicht jedoch eine Beteiligung an den deutschen Kosten.

Ich bezweifle jedoch ganz stark, dass sich Menschen, nachdem sie den deutschen Sozialstaat kennengelernt haben, ernsthaft ohne Murren bereit wären, sich auf die wesentlich dünneren osteuropäischen Systeme verteilen zu lassen,
was menschlich völlig verständlich ist, da jeder sich das bestmögliche Leben wünscht und danach strebt.
"The ultimate measure of a man is not where he stands in moments of comfort and convenience, but where he stands at times of challenge and controversy."

- Martin Luther King, Jr.

Digger Stubble
Testfahrer
Beiträge: 876
Registriert: 25.04.2016, 10:01

Re: Handfestes zum Weltgeschehen

Beitrag von Digger Stubble » 14.10.2017, 19:00

Danny McNamara hat geschrieben:Ich habe persönlich gar keine Lust mehr auf diese ganze Thematik und den damit verbundenen (beidseitig) vergifteten Diskurs, jedoch nur zu einer Sache...
Digger Stubble hat geschrieben:Vielleicht reagierst Du ja auf etwas allergisch. Ich habe auf jeden Fall bisher noch keine Vergiftungserscheinungen bei mir bemerkt!
Danny McNamara hat geschrieben: *Ironie ON*
der ganze gesellschaftliche Diskurs bezüglich dieser Thematik ist ein Paradebeispiel höchster Sachlichkeit,
in der von beiden (Extrem-)Seiten zu keinem Zeitpunkt Zerrbilder eingestreut wurden und werden.
Auch begegnet man sich immer respektvoll und gleitet nie in beleidigende (persönliche) Ebenen ab.

Wenn doch nur alle Diskurse so fruchtbar wären...
*Ironie OFF*
Digger Stubble hat geschrieben:Wohl doch allergisch...
Martin Luther King hat geschrieben:"The ultimate measure of a man is not where he stands in moments of comfort and convenience, but where he stands at times of challenge and controversy."
Digger Stubble hat geschrieben:...gegen die Herausforderung und gegen die Kontroverse innerhalb einer Diskussion.

Danny McNamara hat geschrieben:Ich habe persönlich gar keine Lust mehr auf diese ganze Thematik und den damit verbundenen (beidseitig) vergifteten Diskurs, ...
Digger Stubble hat geschrieben:Nach dann mach doch Nägel mit Köpfen!
Zensur und Propaganda sind Werkzeuge des Faschismus. - Isaac Steinberg

Benutzeravatar
Danny McNamara
Rookie
Rookie
Beiträge: 1594
Registriert: 09.06.2014, 15:50
Lieblingsfahrer: Super Mario
Lieblingsteam: Spreewalder Gurken Trabant F1

Re: Handfestes zum Weltgeschehen

Beitrag von Danny McNamara » 14.10.2017, 19:56

Digger Stubble hat geschrieben:
Martin Luther King hat geschrieben:"The ultimate measure of a man is not where he stands in moments of comfort and convenience, but where he stands at times of challenge and controversy."
Digger Stubble hat geschrieben:...gegen die Herausforderung und gegen die Kontroverse innerhalb einer Diskussion.
Danny McNamara hat geschrieben:Ich habe persönlich gar keine Lust mehr auf diese ganze Thematik und den damit verbundenen (beidseitig) vergifteten Diskurs, ...
Digger Stubble hat geschrieben:Nach dann mach doch Nägel mit Köpfen!

Hachja... :mrgreen:

vielleicht solltest Du Dir den Satz von King nochmal in die deutsche Sprache übersetzen,
obwohl das Wort stands ziemlich intuitiv ist.

Ob man eine nach bestem Wissen und Gewissen wohlinformierte und dezidierte Überzeugung hat und diese auch vertritt,
ist keinesfalls damit gleichbedeutend, dass man immer und überall und mit jedem zu einen Diskurs verpflichtet ist (außer man ist gewählter Bürgervertreter).

Ich habe mich in der Vergangenheit auch hier ausführlich zu dieser Thematik zu Wort gemeldet, dürfte zumindest den "älteren" Offtopic-Foren-Hasen bekannt sein, also brauchst Du mir nicht mit Deinen ganzen Anspielungen kommen.

Außerdem möchtest Du ganz sicher nicht wieder mit mir diskutieren,
ich erinnere an Dein CAPS-Lock-Medienverschwörung-gegen-Migranten-Desaster,
wo Du hier am Ende einfach nur noch ignorant rumgebrüllt hast, um Deiner "Argumentation" verzweifelt Nachdruck zu verleihen.

Nach CAPS-Lock nun eine neue Strategie:
Über sich in der dritten Person sprechen?
Oder wie soll man das Zitieren nicht vorhandener vorhergehender Aussagen interpretieren.

Digger Stubble hat geschrieben:
:chat: :chat: :chat:
Digger Stubble hat geschrieben:Nach dann mach doch Nägel mit Köpfen!
"The ultimate measure of a man is not where he stands in moments of comfort and convenience, but where he stands at times of challenge and controversy."

- Martin Luther King, Jr.

Benutzeravatar
RossoPerSempre
Pole-Sitter
Pole-Sitter
Beiträge: 3187
Registriert: 01.04.2015, 14:46

Re: Handfestes zum Weltgeschehen

Beitrag von RossoPerSempre » 15.10.2017, 06:49

Heute ist in Österreich endlich der Tag der Abrechnung gekommen. Der Tag, den Volksverrätern im Parlament die Grenzen ihres Handelns aufzuzeigen. Heute ist die Gelegenheit gekommen sie aus dem Parlament zu jagen, und endlich für eine soziale Politik für die Vielen statt für die Wenigen zu sorgen. :lilsmile:
"Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen." - Albert Einstein

#BlackLivesMatter

Digger Stubble
Testfahrer
Beiträge: 876
Registriert: 25.04.2016, 10:01

Re: Handfestes zum Weltgeschehen

Beitrag von Digger Stubble » 15.10.2017, 07:37

Danny McNamara hat geschrieben:Ich habe persönlich gar keine Lust mehr auf diese ganze Thematik und den damit verbundenen (beidseitig) vergifteten Diskurs, ...
Edit, McNamara, ansonsten würdest Du Nägel mit Köpfen machen und diese "vergiftete" Thematik verlassen.
Danny McNamara hat geschrieben:Außerdem möchtest Du ganz sicher nicht wieder mit mir diskutieren,...

Du irrst, denn ich begrüße es, wenn sich Edit, konservative und Edit Spiegelleser selbst entlarven.

Danny McNamara hat geschrieben:...ich erinnere an Dein CAPS-Lock-Medienverschwörung-gegen-Migranten-Desaster,...
Edit, Danny, und das Problem bei diesen Opfern ist, dass ihnen ihr Fehler immer erst zu spät klar wird. So war es auch im Dritten Reich. Da gab es auch genügend Menschen, welche trotz der offensichtlichen medialen Berichtserstattung inkl. Verabschiedung von 13 Rechsbürgerverordnungen, einfach behauptet haben, dass das, was Hitler täte, rechtens wäre. Sie haben erst später begriffen, was die Propaganda mit ihnen angerichtet hat.

Das Ergebnis der AfD ist z.B. eine Auswirkung der medialen rechtsfaschistischen Anti-Migranten-Propaganda! Viele schreien: "Mehr davon!", aber nur die wenigsten verstehen, zu welchen Konsequenzen das führen kann bzw. führen wird und ihm nachhinein will keiner die AfD gewählt haben, so wie Danny McNamara niemals die BILD lesen würde und dabei völlig übersieht, dass SPON und Konsorten nicht wirklich was anderes schreiben.


-----------------------

Anmerkung: Diese Schriftgröße bzw. die dahinter stehende Intention gefällt mir überhaupt nicht, ich lasse sie aber mal so stehen, weil der Disclaimer sie nicht ausdrücklich verbietet.
Persönliche Angriffe habe ich allerdings editiert, denn wir verlassen hier so langsam die sachliche Ebene. Manchmal muss man andere Meinungen auch einfach mal so stehenlassen, wenn die Diskussion nicht weiterführt.
Die Quervergleiche mit dem Dritten Reich habe ich stehen gelassen; ich bitte jedoch ganz dringend darum, sie nicht weiter auszuführen, insbesondere nicht am persönlichen Beispiel anderer User! Ich persönlich halte sie für absurd, aber man darf ja gern diese Meinung vertreten. Wenn daraus allerdings persönliche Angriffe erwachsen (und sinngemäß "Du verhältst dich genau so wie die Mitläufer damals!" ist ein persönlicher Angriff!), ist das nicht mehr akzeptabel.

Ich bitte euch, zur sachlichen Ebene zurückzufinden (vielleicht dann auch die Schriftgröße wieder aufs normale Maß herunterzuschrauben) oder die Diskussion mit dem Ergebnis beizulegen, dass es manchmal halt kein befriedigendes Ergebnis gibt.

VT
Zuletzt geändert von Vitello Tonnato am 15.10.2017, 09:19, insgesamt 7-mal geändert.
Grund: Persönliche Attacken editiert, siehe Anmerkung.
Zensur und Propaganda sind Werkzeuge des Faschismus. - Isaac Steinberg

Digger Stubble
Testfahrer
Beiträge: 876
Registriert: 25.04.2016, 10:01

Re: Handfestes zum Weltgeschehen

Beitrag von Digger Stubble » 15.10.2017, 08:04

Steve Warson hat geschrieben:Die Interpretation eines Gesetzes ist i.d.R. schwierig, da oft unterschiedliche Auffassungen über bestimmte Regelungen bestehen. Aus meiner beruflichen Tätigkeit kenne ich diese Problematik, dass es abweichende Rechtsauffassungen gibt und dann ein Gericht entscheiden muss. Ob man mit der Entscheidung zufrieden ist, steht auf einem anderen Blatt. Aber auch da zeigt sich, dass in unterschiedlichen Instanzen oder bei gleichgeordneten anderen Gerichten unterschiedliche Entscheidungen zu Stande kommen. Letztendlich ist es in Rechtsstaaten üblich, dass diese Fragen durch Gerichte entschieden werden.
Das Gesetze interpretiert werden können und auch werden, ist nichts Neues und das täglich Brot eines Rechtsanwaltes. Doch diese Art der Interpretation meine ich nicht, wenn ich vom BVerfG schreibe, welches sich bei der Auslegung des Grundgesetzes auf das Grundgesetzkommentar eines Mitgliedes des Nationalsozialistischen Rechtswahrerbundes, der seinerzeit versuchte, den Holocaust rechtlich zu rechtfertigen, beruft.

Das BVerfG ist bereits ein Gericht und hinsichtlich der deutschen Geschichte halte ich es mindestens für fragwürdig, sich bei der Interpretation der deutschen Verfassung auf nationalsozialistisches Gedankengut zurück zu greifen! Bekanntlich können Rechtsangelegenheiten zu Präzedenzfällen werden und das BVerfG steht schon lange im Verdacht, die rechteste aller staatlichen Gewalten zu sein.

So wurde 1948 im Grundgesetz viel Wert auf den im Art.19GG, denn Rechtsanspruch eines Bürgers gegen unrechtmäßige Grundrechtseinschränkungen, gelegt. Aber wie kann ein solcher Rechtsanspruch gewährleistet werden, wenn das zuständige Gericht diesen Rechtsanspruch ohne Angabe von Gründen einfach so ablehnen kann? Welches Gewicht hat in diesem Falle noch der Rechtsschutz des Bürgers?

Die Herrschenden müssen bewacht werden, nicht die Beherrschten - Friedrich Dürrenmatt
Zensur und Propaganda sind Werkzeuge des Faschismus. - Isaac Steinberg

Benutzeravatar
reiskocher_gtr_specv
Formel1.de-Legende
Formel1.de-Legende
Beiträge: 26570
Registriert: 07.06.2012, 14:19

Re: Handfestes zum Weltgeschehen

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 15.10.2017, 10:16

RossoPerSempre hat geschrieben:Heute ist in Österreich endlich der Tag der Abrechnung gekommen. Der Tag, den Volksverrätern im Parlament die Grenzen ihres Handelns aufzuzeigen. Heute ist die Gelegenheit gekommen sie aus dem Parlament zu jagen, und endlich für eine soziale Politik für die Vielen statt für die Wenigen zu sorgen. :lilsmile:
Mit einer Koalition von ÖVP und FPÖ? Du überraschst mich :wink2:
Bild

Antworten