Da bin ich ja mal gespannt ...

Die Plauderecke des Forums. Passt ein Thema nirgendwo rein, könnt Ihr es hier unterbringen.
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Danny McNamara
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Re: Da bin ich ja mal gespannt ...

Beitrag von Danny McNamara » 25.09.2015, 14:19

Plauze hat geschrieben: Allerdings ist es in vielen Detailfragen und Aspekten des Problems eben auch so, dass die Probleme nur kleinteilig und regional, d.h. dann eben durch Länder und Kommunen, gelöst werden können, weil sie von Situation zu Situation verschieden sind. Und dafür, dass der Bund in solchen Situationen nicht einfach blindlings Gelder ohne Kenntnis eines konkreten Verwendungszwecks zur Verfügung stellen kann, könnte man objektiv schon Verständnis aufbringen. Selbst wenn einen die Schwerfälligkeit dieses gesamten Apparats aufregen mag.
Aber darum geht es mir doch überhaupt garnicht (und den meisten anderen Kritikern wahrscheinlich auch nicht).
Geld allein wird den notleidenden Kommunen nix bringen.

Es geht in aller erster Linie um das "Top-Management" dieser Krise.
Und dieses agiert bis zum heutigen Tage augenscheinlich kopflos und lässt eine klare handfeste differenzierte Strategie zur LÖSUNG komplett vermissen.
Wie schon so oft ( bei der Bankenr...ähh....Euro-Rettung) werden Probleme vertagt und nicht gelöst.

Wie gesagt, die lokalen Entscheider und Helfer machen einen Top-Job, jedoch steigt auch dort (wo der Baum brennt) über Parteigrenzen hinweg immer weiter die Wut auf die "Vorgesetzten", welche außer neuen Zugangszahlen ("Morgen kommen X Menschen zu Euch") nichts Substanzielles vermitteln.
Es gibt mittlerweile wirklich eine Zwei-Klassen-Politik, da die Aussagen der lokalen Entscheider und die Aussagen der bundespolitischen Verantwortlichen unterschiedlicher nicht sein können.

Wenn faktisch ein Notstandsmodus gefahren werden soll, wo das Recht auf Eigentum eingeschränkt werden soll (die sprichwörtliche Beschlagnahmung), dann kann ich dies verstehen, wenn dieser Notstandsmodus GENERELL gilt.

Es kann doch einfach nicht wahr sein, dass das Recht auf Eigentum außer Kraft gesetzt wird,
gleichzeitig bezüglich der unmöglich langen Asylverfahren auf geltendes Recht verwiesen wird,
wobei bei der Ausweisung abgelehnter Asylbewerber geltendes Recht einfach praktisch kaum durchgesetzt wird, wordurch sich erst diese ganze Lage zuspitzt.

Eine politische Schizophrenie sondergleichen.

Wo bleibt der Druck auf die reichen Golf-Staaten seitens der EU?
Dieser Papiertiger könnte die Despoten zumindest etwas treffen, in dem Einreiseverbote für die Herrscherfamilien verhängt werden könnten (kein flanieren in London und München), wenn sich diese nicht endlich an der Aufnahme von Flüchtlingen beteiligen.

Es ist dieser eklatante Mangel an Tatkraft, welcher mich so wütend macht und bei dem ich, insbesondere nach Gesprächen mit lokalen Entscheidern, kaum mehr einen Funken Verständnis für unser "Top-Management" habe.
"The ultimate measure of a man is not where he stands in moments of comfort and convenience, but where he stands at times of challenge and controversy."

- Martin Luther King, Jr.

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Re: Da bin ich ja mal gespannt ...

Beitrag von Munster » 27.09.2015, 19:17

Danny McNamara hat geschrieben:
timotool hat geschrieben:
Danny McNamara hat geschrieben:Die Begründung "Eigenbedarf" wird jeder halbwegs fähige Jurist in der Luft zerreißen.
Das glaube ich nicht... Denn wenn die Stadt eigenes Eigentum für Flüchtlinge bereit zu stellen kann anstatt dafür bei dritten Miete zu zahlen... Dann ist das klar Eigenbedarf. Ausserdem sieht es im Haushaltsplan besser aus... Lieber weniger Einnahmen auf der Habenseite als mehr Ausgaben auf der Sollseite...
Ob das menschlich/gesellschaftlich der richtige Weg ist, ist dann wieder eine andere Frage. Damit wird sich die Stadt auf jedenfall keinen Gefallen tun.
Grundsätzlich richtig, jedoch hat mir eine Juristin aus der Familie gerad eben erzählt, dass im Falle des Eigenbedarf sehr viele Fallstricke bzw Chancen für einen Widerspruch liegen würden, auf die sich jeder halbwegs fähige Jurist berufen könnte und damit überspitzt gesagt, diese Entscheidung in der Luft zerreißen würde. Den selbst bei Eigenbedarf gehört trotzdem die soziale Lage der betroffenen Mieter berücksichtigt.

Summa summarum, lässt sich die Stadt auf einen Verhandlungsmarathon ein (wodurch sich erstmal nichts ändert bzw. die Mietern drin bleiben) und setzt ein fatales politische Signal.
Der Rechtsstaat ist bezüglich der Flüchtlingskrise doch faktisch nicht mehr existent; wie viel Gerichtsbeschlüsse noch wert sind, wenn es um die Flüchtlingsunterbringung geht, zeigt dieser Fall:
http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... -dort.html" target="_blank"
turbocharged hat geschrieben:Der Politik sind die Flüchtlinge doch mittlerweile wichtiger als die eigene Bevölkerung.

Sieht man ja auch schön and er Tatsache, dass Obdachlose weggeschickt werden, wenn sie etwas zu Essen haben wollen. Schließlich sind sie ja keine Flüchtlinge. Dass es denen genau so schlecht, wenn nicht sogar schlechter geht, interessiert erstmal nicht. Flüchtlinge werden in Hotels und Wohnungen (inkl. Mietkündigung) untergebracht, während man die eigenen Bürger auf der Straße vergammeln lässt.
Noch deutlicher wird das an dem Fall in Nieheim:
http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... Tritt.html" target="_blank

Das "Interessante" an diesem Fall ist gar nicht mal die eigentliche Wohnungskündigung, sondern die Tatsache, dass in dem gleichen Haus bereits zwei Flüchtlingsfamilien leben, und zwar aus ALBANIEN und aus ARMENIEN, also Asylbewerber, die laut Politik angeblich überhaupt keine Bleiberechtperspektive haben, aber anstatt deren Wohnungen frei zu machen in dem man die Rückführung dieser Familien in ihrer Herkunfstländer eingeleitet in denen man defintiv nicht politisch verfolgt wird, schmeißt man die letzte Deutsche aus dem Haus.
DAS verdeutlicht in erschreckenderweise wohin die Resie für uns Deutsche in diesem Land geht.

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Re: Da bin ich ja mal gespannt ...

Beitrag von Plauze » 27.09.2015, 19:30

Munster hat geschrieben:DAS verdeutlicht in erschreckenderweise wohin die Resie für uns Deutsche in diesem Land geht.
Nein. Der Fall in Nieheim verdeutlich gar nichts, weil er nicht repräsentativ ist. Siehe meine Ausführungen dazu weiter oben.
Kennt ihr die Geschichte von der Gemeindeschwester und der Kuh?

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Re: Da bin ich ja mal gespannt ...

Beitrag von Munster » 27.09.2015, 19:52

Plauze hat geschrieben:
Jerom∃ hat geschrieben:Langsam begreifen die D.eppen was da auf sie zukommt.
Was denn?
Geht es dir schlechter als noch vor einem halben Jahr?
Ging es irgendeinem Deutschen wegen Flüchtlingen nachweislich jemals schlechter?
Nein, NOCH NICHT. Glaubst Du die Folgen so einer Krise kommen direkt? Die Folgen, die sie für uns haben wird sind ja noch nicht mal ansatzweise absehbar, aber Du kannst darauf wetten, dass Du sie früher oder später zu spüren bekommen wirst, und zwar massiv! Ich weiß nicht, ob Dir überhaupt klar ist, dass wir es mit einer Völkerwanderung zu tun haben, die dieses Land grundlegend verändern wird. Wir haben es mit Hundertausenden mehrheitlich arabischstämmigen Asylbewerbern zu tun, die bei erteiltem Asyl noch ein Anrecht auf Familienzusammenführungen haben, was die Zahl der in's Land strömenden Menschen mit einer völlig anderen Identität, völlig anderen Wertevorstellungen und kulturellem Hintergrund noch mal ver-x-facht und die zusätzlich aus den unterschiedlichsten Regionen kommen, heißt: Die untereinander noch mal Fehden und Konflikte mitbringen (in den Unterkünften kommt es ja schon häufiger zu Auseinandersetzungen zwischen Syrern und Afgahnen, Muslime drangsalieren Christen usw.).
Das ist im Übrigen auch der "kleine aber feine" Unterschied zu der Situation von 1945, was einen Vergleich völlig sinnlos macht.

Die Auseinandersetzungen die wir hierzulande bereits teilweise zwischen Kurden und Türken erleben, dürften erst der Anfang von dem sein was auf uns zukommt, wenn dieses Land nicht schon vorher in sich zusammenfällt, denn was wird wohl passieren, wenn sich bei den Hunderttausenden die bereits im Land sind der Unmut breitmacht, weil sie nicht so schnell aus ihren Massenunterkünften herauskommen? Noch sind die Menschen regelrecht in den Unterkünften einkaserniert und weitesgehend von der Bevölkerung abgeschirmt, aber all diese Menschen haben andere Vorstellungen von ihrem Leben in Deutschland. Vereinzelt kommt es ja schon zu Hungerstreiks, Protest und sogar Steinwürfen wie in Berlin kürzlich - Irgendwann wird ein kleiner Funken reichen um eine bundesweite Aufstandsbewegung unter Asylbewerbern in Gang zu setzen (wir haben es schließlich zu 70% mit Männern zu tun) und dann kannst Du davon ausgehen, dass Deutschland komplett die Kontrolle verlieren und teilweise in die Anarchie abrutschen wird, denn die Bundespolizei ist jetzt schon überfordert.
Das öströmische Reich versank 375 n Chr. innerhalb von 3 Jahren im Chaos und im Krieg nachdem man den Westgoten Zuflucht vor den Hunnen gewährte und damit einen regelrechten Ansturm über die Donau auslöste. Die Parallelen sind nicht von der Hand zu weisen.

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Re: Da bin ich ja mal gespannt ...

Beitrag von Calcium » 27.09.2015, 21:16

Munster hat geschrieben:....
:thumbs_up:

(Münster, lass es bleiben. Plauze hat immer recht, egal worum es geht.)
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Re: Da bin ich ja mal gespannt ...

Beitrag von Jerom∃ » 27.09.2015, 22:58

Munster hat geschrieben:
Nein, NOCH NICHT. Glaubst Du die Folgen so einer Krise kommen direkt? Die Folgen, die sie für uns haben wird sind ja noch nicht mal ansatzweise absehbar, aber Du kannst darauf wetten, dass Du sie früher oder später zu spüren bekommen wirst, und zwar massiv! Ich weiß nicht, ob Dir überhaupt klar ist, dass wir es mit einer Völkerwanderung zu tun haben, die dieses Land grundlegend verändern wird. Wir haben es mit Hundertausenden mehrheitlich arabischstämmigen Asylbewerbern zu tun, die bei erteiltem Asyl noch ein Anrecht auf Familienzusammenführungen haben, was die Zahl der in's Land strömenden Menschen mit einer völlig anderen Identität, völlig anderen Wertevorstellungen und kulturellem Hintergrund noch mal ver-x-facht und die zusätzlich aus den unterschiedlichsten Regionen kommen, heißt: Die untereinander noch mal Fehden und Konflikte mitbringen (in den Unterkünften kommt es ja schon häufiger zu Auseinandersetzungen zwischen Syrern und Afgahnen, Muslime drangsalieren Christen usw.).
Das ist im Übrigen auch der "kleine aber feine" Unterschied zu der Situation von 1945, was einen Vergleich völlig sinnlos macht.

Die Auseinandersetzungen die wir hierzulande bereits teilweise zwischen Kurden und Türken erleben, dürften erst der Anfang von dem sein was auf uns zukommt, wenn dieses Land nicht schon vorher in sich zusammenfällt, denn was wird wohl passieren, wenn sich bei den Hunderttausenden die bereits im Land sind der Unmut breitmacht, weil sie nicht so schnell aus ihren Massenunterkünften herauskommen? Noch sind die Menschen regelrecht in den Unterkünften einkaserniert und weitesgehend von der Bevölkerung abgeschirmt, aber all diese Menschen haben andere Vorstellungen von ihrem Leben in Deutschland. Vereinzelt kommt es ja schon zu Hungerstreiks, Protest und sogar Steinwürfen wie in Berlin kürzlich - Irgendwann wird ein kleiner Funken reichen um eine bundesweite Aufstandsbewegung unter Asylbewerbern in Gang zu setzen (wir haben es schließlich zu 70% mit Männern zu tun) und dann kannst Du davon ausgehen, dass Deutschland komplett die Kontrolle verlieren und teilweise in die Anarchie abrutschen wird, denn die Bundespolizei ist jetzt schon überfordert.
Das öströmische Reich versank 375 n Chr. innerhalb von 3 Jahren im Chaos und im Krieg nachdem man den Westgoten Zuflucht vor den Hunnen gewährte und damit einen regelrechten Ansturm über die Donau auslöste. Die Parallelen sind nicht von der Hand zu weisen.
Nailed it ! :thumbs_up: :thumbs_up:

Und ich (und bestimmt X andere), als deutsche(r) Staatsbürger, möchte das schlicht und einfach nicht, aber wen juckt das schon was die "Deutschen" wollen.

Ich sehe zudem keine "Abstimmung", wie es sich in einer Demokratie eigentlich gehören sollte, viel mehr wird uns was aufgezwungen, was der Großteil eigentlich gar nicht will.
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Re: Da bin ich ja mal gespannt ...

Beitrag von Munster » 28.09.2015, 00:29

Jerom∃ hat geschrieben:
Munster hat geschrieben:
Nein, NOCH NICHT. Glaubst Du die Folgen so einer Krise kommen direkt? Die Folgen, die sie für uns haben wird sind ja noch nicht mal ansatzweise absehbar, aber Du kannst darauf wetten, dass Du sie früher oder später zu spüren bekommen wirst, und zwar massiv! Ich weiß nicht, ob Dir überhaupt klar ist, dass wir es mit einer Völkerwanderung zu tun haben, die dieses Land grundlegend verändern wird. Wir haben es mit Hundertausenden mehrheitlich arabischstämmigen Asylbewerbern zu tun, die bei erteiltem Asyl noch ein Anrecht auf Familienzusammenführungen haben, was die Zahl der in's Land strömenden Menschen mit einer völlig anderen Identität, völlig anderen Wertevorstellungen und kulturellem Hintergrund noch mal ver-x-facht und die zusätzlich aus den unterschiedlichsten Regionen kommen, heißt: Die untereinander noch mal Fehden und Konflikte mitbringen (in den Unterkünften kommt es ja schon häufiger zu Auseinandersetzungen zwischen Syrern und Afgahnen, Muslime drangsalieren Christen usw.).
Das ist im Übrigen auch der "kleine aber feine" Unterschied zu der Situation von 1945, was einen Vergleich völlig sinnlos macht.

Die Auseinandersetzungen die wir hierzulande bereits teilweise zwischen Kurden und Türken erleben, dürften erst der Anfang von dem sein was auf uns zukommt, wenn dieses Land nicht schon vorher in sich zusammenfällt, denn was wird wohl passieren, wenn sich bei den Hunderttausenden die bereits im Land sind der Unmut breitmacht, weil sie nicht so schnell aus ihren Massenunterkünften herauskommen? Noch sind die Menschen regelrecht in den Unterkünften einkaserniert und weitesgehend von der Bevölkerung abgeschirmt, aber all diese Menschen haben andere Vorstellungen von ihrem Leben in Deutschland. Vereinzelt kommt es ja schon zu Hungerstreiks, Protest und sogar Steinwürfen wie in Berlin kürzlich - Irgendwann wird ein kleiner Funken reichen um eine bundesweite Aufstandsbewegung unter Asylbewerbern in Gang zu setzen (wir haben es schließlich zu 70% mit Männern zu tun) und dann kannst Du davon ausgehen, dass Deutschland komplett die Kontrolle verlieren und teilweise in die Anarchie abrutschen wird, denn die Bundespolizei ist jetzt schon überfordert.
Das öströmische Reich versank 375 n Chr. innerhalb von 3 Jahren im Chaos und im Krieg nachdem man den Westgoten Zuflucht vor den Hunnen gewährte und damit einen regelrechten Ansturm über die Donau auslöste. Die Parallelen sind nicht von der Hand zu weisen.
Nailed it ! :thumbs_up: :thumbs_up:

Und ich (und bestimmt X andere), als deutsche(r) Staatsbürger, möchte das schlicht und einfach nicht, aber wen juckt das schon was die "Deutschen" wollen.

Ich sehe zudem keine "Abstimmung", wie es sich in einer Demokratie eigentlich gehören sollte, viel mehr wird uns was aufgezwungen, was der Großteil eigentlich gar nicht will.
Erstens das und Zweitens wird Deutschland mit der derzeitigen Migration genau das Gegenteil von dem erreichen, was uns erzählt wird, was wir angeblichen brauchen: Die viel zitierten Fachkräfte. Ich gehe eher davon aus, dass die Fachkräfte reihenweise das Land verlassen werden, weil die arabische Kultur nämlich nicht so ganz in ihre Lebensvorstellung passt und aus den Flüchtlingen werden sich so schnell nur wenig Fachkräfte generieren lassen (Ländern wie den USA, Kanada, Australien oder Neuseeland wird es gefallen, dass man gut ausgebildete dt. Fachkräfte rekrutieren kann - Deutsche geltend weltweit nämlich noch als sehr gut ausgebildet). Ich habe bereits von vielen Menschen gehört, dass sie in Deutschland zunehmend Angst haben und das Land möglichst verlassen möchten und auch ich glaube kaum, dass ich in dem Berlin von 2025/2030 noch leben möchte und will lieber früher als später auswandern. Man mag mir eine Islamophobie unterstellen, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen morgens um 5 vom Muezzin geweckt zu werden und als Atheist zu einer diskrimnierten Minderheit zu gehören, aber genauso wird es in Berlin oder Hamburg in 20-30 Jahren Realität sein - Ich denke davon kann man ausgehen.

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Re: Da bin ich ja mal gespannt ...

Beitrag von F1F@N » 28.09.2015, 08:00

Jerom∃ hat geschrieben:
Munster hat geschrieben:
....
Nailed it ! :thumbs_up: :thumbs_up:

Und ich (und bestimmt X andere), als deutsche(r) Staatsbürger, möchte das schlicht und einfach nicht, aber wen juckt das schon was die "Deutschen" wollen.

...
es gibt aber auch (zum Glück) viele deutsche Staatbürger , wie zum Beispiel ich (und bestimmt X andere) die das anders als ihr beiden sehen...
Es gibt doch immer verschiedene Ansichten, und was die Flüchtlingsfrage angeht so ist das Land derzeit sehr gespalten.
http://www.news.de/politik/855596803/ar ... tlingen/1/
Deine Behauptung es juckt niemand was die "Deutschen" wollen finde ich nicht passend wenn die Mehrheit (wenn auch nur knapp) hinter der aktuellen Politik stehen.

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Re: Da bin ich ja mal gespannt ...

Beitrag von Formel Heinz » 28.09.2015, 10:07

Jerom∃ hat geschrieben: Ich sehe zudem keine "Abstimmung", wie es sich in einer Demokratie eigentlich gehören sollte, viel mehr wird uns was aufgezwungen, was der Großteil eigentlich gar nicht will.
Deutschland war und ist keine direkte Demokratie. Die Abgeordneten und Parteien im Bundestag heißen deshalb ja "Volksvertreter", weil man diejenigen wählt, von denen man meint/hofft, sie würden dieselbe Meinung wie man selbst vertreten. Es sind ja nichtmal alle Abgeordneten bei jeder Bundestagsabstimmung dabei, wenn man also jede Woche mehrere Male die ganze Bevölkerung über alles abstimmen ließe, würde die Beteiligung an diesen Abstimmungen eher gering ausfallen, folglich würden auch da Sachen durch eine Minderheit entschieden werden.

Zudem kann man wohl schlecht sagen, was "die Mehrheit" will, oder? Es gibt viele pro- und viele gegen-Flüchtlings-Demos. Nur im Internet schreien die Flüchtlingsgegner am lautesten.
e=3=π

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Re: Da bin ich ja mal gespannt ...

Beitrag von turbocharged » 28.09.2015, 11:41

F1F@N hat geschrieben: Deine Behauptung es juckt niemand was die "Deutschen" wollen finde ich nicht passend wenn die Mehrheit (wenn auch nur knapp) hinter der aktuellen Politik stehen.
Sind das zufällig die, welche auch unbedingt beim Planking und der Ice Bucket Challenge mitmachen mussten? Warte mal noch ein paar Wochen ab, wenn man mit einem "refugees welcome" Selfie keine Likes mehr bei Facebook abstauben kann.

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Re: Da bin ich ja mal gespannt ...

Beitrag von F1F@N » 28.09.2015, 12:11

turbocharged hat geschrieben:
F1F@N hat geschrieben: Deine Behauptung es juckt niemand was die "Deutschen" wollen finde ich nicht passend wenn die Mehrheit (wenn auch nur knapp) hinter der aktuellen Politik stehen.
Sind das zufällig die, welche auch unbedingt beim Planking und der Ice Bucket Challenge mitmachen mussten? Warte mal noch ein paar Wochen ab, wenn man mit einem "refugees welcome" Selfie keine Likes mehr bei Facebook abstauben kann.
Du meinst also, die Spaziergänger aus Dresden machen derzeit beim neusten Trend mit und stehen in München am HBF und heben "refugees welcome" Plakate hoch???
Mit Sicherheit wird der "refugees welcome" Trend mit der Zeit abflachen. Muss sich deshalb die Einstellung ändern? Deshalb kann man aber doch trotzdem hinter der Politik stehen, oder? Ich habe bei keinen deiner "Trends" mitgemacht, aber dass aus jedem Thema irgendwann die Luft raus ist, ist doch klar...

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Re: Da bin ich ja mal gespannt ...

Beitrag von Jerom∃ » 28.09.2015, 15:49

Formel Heinz hat geschrieben: Nur im Internet schreien die Flüchtlingsgegner am lautesten.
Weil man sonst ja Angst haben muss eingebuchtet zu werden oder seine komplette Existenz zu versauen.
Da auch nur jeder kleine Widerstand mit der Nazikeule direkt zerstückelt wird.
Man hat einfach Angst seine ehrliche Meiunung draußen zu sagen.

Das man sich schlicht Sorgen um sein Land macht (wie Munster es angesprochen hat ), dass peilen die Leute nicht.
Noch nicht!
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Re: Da bin ich ja mal gespannt ...

Beitrag von F1F@N » 28.09.2015, 16:13

Jerom∃ hat geschrieben:
Formel Heinz hat geschrieben: Nur im Internet schreien die Flüchtlingsgegner am lautesten.
Weil man sonst ja Angst haben muss eingebuchtet zu werden oder seine komplette Existenz zu versauen.
Da auch nur jeder kleine Widerstand mit der Nazikeule direkt zerstückelt wird.
Man hat einfach Angst seine ehrliche Meiunung draußen zu sagen.

Das man sich schlicht Sorgen um sein Land macht (wie Munster es angesprochen hat ), dass peilen die Leute nicht.
Noch nicht!
Was heisst hier, "das peilen die Leute nicht"... ich stehe (weitestgehend) hinter der aktuellen Flüchtlingspolitik. Dennoch verstehe ich die Menschen die Angst davor haben, ihren Wohlstand "teilen" zu müssen. Ich würde nie sagen, dass jeder Flüchtlingsgegner eine rechte Gesinnung hat!

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Re: Da bin ich ja mal gespannt ...

Beitrag von timotool » 28.09.2015, 16:35

Jerom∃ hat geschrieben:Da auch nur jeder kleine Widerstand mit der Nazikeule direkt zerstückelt wird.
Man hat einfach Angst seine ehrliche Meiunung draußen zu sagen.
Das kommt drauf an wie man seine Meinung sagt und was man für Argumente liefern kann. Ich denke niemand hat was gegen eine ehrliche Meinung und auch nicht gegen Mitbürger die Angst um ihre Zukunft und die unseres Landes haben... ABER... Seine Meinung drückt man nicht dadurch aus in dem man mit einem PEGIDA-Mopp durch die Strassen zieht und komische Stammtischparolen brüllt, mit nem Typ an der Hand der ne Reichsflagge trägt... Und man drückt das auch nicht dadurch aus das man in einem Fackelzug zu einem Flüchtlingsheim zieht! Das ist so als würde ich dich mit deiner Zahnarztphobie (bitte nur als Beispiel sehen) mit Tonaufnahmen aus dem Behandlungszimmer beschallen...
Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust, mit Idioten zu diskutieren. (Albert Einstein)

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Re: Da bin ich ja mal gespannt ...

Beitrag von Danny McNamara » 28.09.2015, 16:59

Und wieder bewegt sich die Diskussion irgendwie in Richtung der Pauschalisierungen,
als ob es in dieser Frage die klare Kategorisierung der Positionen in PRO und CONTRA geben würde.
Schon allein der Flüchtlingsbegriff wird in der ganzen Debatte komplett irreführend genutzt.

Politische Meinungsumfragen sind grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen, jedoch ist in diesem speziellem Fall die Frage absolut irreführend, da die binäre Antwortmöglichkeit ("Sind Sie für die Aufnahme von mehr Flüchtlingen?") gar keinen Platz für die hier notwendige Differenzierung zulässt und den Probanden zwingt, sich klar pauschal zu entscheiden, weshalb ich meine Mitarbeit an solchen Telefonumfragen grundsätzlich verweigere.

Denn hiebrei wird, genau wie bei den PRO- und CONTRA-Demos, der Begriff 'Flüchtling' pauschal und irreführend missbraucht und damit alle in einen Top geworfen, ganz gleich aus welchen Gründen diese kommen bzw. ob der eigentlich ursprüngliche Flüchtlingbegriff auf diese auch zutrifft.

Meine Position ist hierbei differenziert und klar:

Aufnahme von mehr Menschen welche vor Krieg und Verflogung fliehen (Wirkliche Flüchtlinge):
EINDEUTIG JA, ohne wenn und aber und da ist es völlig egal, ob dieser Mensch ein Arzt oder Analpahbet ist.

Aufnahme von sogenannten Wirtschaftsflüchtlingen aus Ländern, wo keine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben besteht (z.B.die viel genannten Balkan-Staaten):
EINDEUTIG NEIN, da die Kapazitäten nunmal nicht unerschöpflich sind und Menschen die vor Krieg und Verfolgung die klare Priorität gegenüber dem einfachem (verständlichen) Wunsch, nach einem besseren Leben haben.

Ebenso haben Menschen, welche ihre Mitmenschen innerhalb der Flüchtlingsheime drangsalieren (Islamisten gegegnüber moderaten Moslems, Christen, Jesiden,etc.) jeglichen Anspruch auf ein Bleiberecht in unserem Land verwirkt und müssen konsequent ausgewiesen werden.
Was bringt es denn nämlich wirklichen Flüchtlingen nach Deutschland zu kommen, wenn ihr Martyrium hier in den Flüchtlingsheimen weitergeht (Und NEIN, eine ethnische/religiöse Trennung kann keine Lösung sein, da damit wieder Probleme vertagt und nicht gelöst werden).

Stehe ich hinter unserer (Bundes-)Politik:
JA und NEIN.
JA, weil ich es richtig finde, dass wir wirklich notleidenden Menschen Zuflucht gewähren und keine NO WAY-Strategie fahren.
NEIN, weil sie diese ganze Situation auf oberster Ebene miserabel gemanagt wird und eine klare Strategie komplett vermissen lässt bzw. die Schleusen komplett für JEDEN geöffnet hat, eben nicht nur für wirkliche Flüchtlinge, wie ich es in meinen vorherigen Kommentaren bereits ausdrücklich kundgetan habe.

Ich sehe die aktuelle Entwicklung und Lagerbildung des pauschalen PRO und CONTRA in unserer Gesellschaft mit größter Sorge und ich mache den Staat und die (insebsondere öffentlich-rechtlichen) Medien für diese gesellschaftliche Spaltung hauptverantwortlich,
da keine wirklich ehrliche und differenzierte Debatte darüber stattfindet, stattdessen einfach Durchhalteparolen und verachtende vermeintliche "Argumente" angeführt werden.

Ich bin nämlich für die Aufnahme von WIRKLICHEN FLÜCHTLINGEN einzig aus Gründen der Nächstenliebe um diesen notleidenen Menschen zu helfen und nicht aus ökonomischem Kalkül, dessen Argumente (Flüchtlinge als Lösung des Demographieproblems) einer näheren Betrachtung sowieso kaum standhalten und zudem grundsätzlich meschenverachtend sind.
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- Martin Luther King, Jr.

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