Weltanschauung 2015 - Neuanfang

Die Plauderecke des Forums. Passt ein Thema nirgendwo rein, könnt Ihr es hier unterbringen.

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Freddy102015
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Re: Weltanschauung 2015 - Neuanfang

Beitragvon Freddy102015 » 29.07.2019, 23:09

Plauze hat geschrieben:Da kann man nur hoffen, dass der Verfasser und die Menschen um ihn herum überhaupt irgendwelche Freude am Leben haben. Schon der literarische Obermoralist Bertolt Brecht hat fünfe auch mal gerade sein lassen, wenn es um den Genuss seines Lebens ging. Wenn man sich Gedanken über die ökologische Verträglichkeit von Spitzensport macht, darf man auch ruhig mal weitergucken als nur bis zur Formel 1, wo für jeden sichtbar Abgase in die Luft geblasen werden. Ich hoffe, der Verfasser ist kein Fußballfan und lehnt Wintersport mindestens so entschieden ab wie die Formel 1, um nur zwei Beispiele zu nennen.
Am Ende ist der Text einfach ein Zeugnis purer Ahnungslosigkeit und oberflächlichem Abwerten einer ganzen vielfältigen Sportart, die ursprünglich auch mal der Völkerverständigung gedient hat.

Solange sich solche Typen morgens genüsslich ihre Flugavocados aus exzessivem und wasserintensiven Anbau in den Tropen aufs Dinkel-Bio-Toastbrot streichen, sollten wir sie nicht zu ernst nehmen.


:lol: :wink: :thumbs_up:
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Re: Weltanschauung 2015 - Neuanfang

Beitragvon AktenTaschenAkne » 30.07.2019, 09:58

MarM hat geschrieben:Mal was ganz anderes: Meine sehr verehrten Leserinnen und Leser, in meiner Weltanschaung präsentiere ich euch hiermit einen dampfenden Haufen Scheiße, wie ich ihn selten gesehen habe.

https://www.zeit.de/sport/2019-07/forme ... enheimring

(Da der Artikel so derbe polemisch geschrieben ist, nehme ich mir an der Stelle das gleiche Recht raus.)

PS. Ich hab dem Autor mal ein paar Zeilen geschrieben. Das hat mir echt Zahnweh verpasst.


Mal etwas aus der "Vita" des Autors:

Fußballer (FC St. Pauli 8. Herren) Fußball-Fan (FC St. Pauli 1. Herren)


Ich weiß nicht ob man sich als Fußballer über Austragungsorte beschweren sollte. Stichwort Weltmeisterschaft. Außerdem sollte man den Ball (haha) beim Thema Sexismus auch mal besser flach halten.

Hmm….komischer Vogel das ist :lol:

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Re: Weltanschauung 2015 - Neuanfang

Beitragvon MarM » 30.07.2019, 11:17

AktenTaschenAkne hat geschrieben:[...]

:thumbs_up:
Schon so. Ich meine ich überlege mal:

So gut wie jedes Land hat seine Profi-Fußball Ligen. Betrachten wir mal vereinfacht nur Europa. Gehen wir auch vereinfacht davon aus dass nur in den ersten 4 Ligen ein nennenswerter Zuschauerandrang herrscht, sowie, alles starkt vereinfacht, pro Liga 10 Spiele pro Woche, pro Jahr 30 mal. Zu jedem Spiel kommen eine Beträchtliche Anzahl an Zuschauern, je nach liga und Verein wahrscheinlich alles zwischen 5000 und 90000- nehmen wir doch auch vereinfacht einen Schnitt von 10000 (Ich bin mal konservativ, will mir nix vorwerfen lassen). Lass davon 30% mit dem Auto kommen.

Das heißt jede Woche, 30 mal im Jahr bewegen sich ganz grob geschätzt alleine in Europa rund 30(Länder) * 4(Ligen) * 10(Spiele pro Liga) * (10000/3)(Zuschauer) ~ 3,6 Millionen Menschen zu Fußballspielen. 30 Mal im Jahr wären das also 108 Millionen Autofahren (nur einfache Fahrt) Ohne Irgendwelche Pokalspiele, ohne Flüge, und ich denke doch recht konservativ gerechnet. Und ohne die ganzen Folgerscheinungen wie Catering, Staus, etc etc.
Bei der Formel 1 waren es im Schnitt 200k Zuschauer. An 20 Wochenenden, also ~4 Millionen.

Also wer ist hier nochmal der Klimasünder? Also Greta Thunberg sollte eigentlich jeden Fußballfan erstmal killen.
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Re: Weltanschauung 2015 - Neuanfang

Beitragvon Typ17 GTI » 30.07.2019, 11:23

MarM hat geschrieben:Also wer ist hier nochmal der Klimasünder? Also Greta Thunberg sollte eigentlich jeden Fußballfan erstmal killen.


Du darfst auch nicht vergessen, daß die Fußballer welche auf dem Platz rumrennen ja auch mehr CO2 austoßen, als wenn sie sich nicht bewegen würden. Jede körperliche Anstrengung verursacht mehr CO2-Austoß, weshalb man Sport und anstrengende Arbeit grundsätzlich verbieten sollte. Das olympische Feuer wird demnächst durch LED´s ersetzt werden. :mrgreen:
Zuletzt geändert von Typ17 GTI am 30.07.2019, 11:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Weltanschauung 2015 - Neuanfang

Beitragvon MarM » 30.07.2019, 11:27

Typ17 GTI hat geschrieben:Du darfst auch nicht vergessen, daß die Fußballer welche auf dem Platz rumrennen ja auch mehr CO2 austoßen, als wenn sie sich nicht bewegen würden. Jede körperliche Anstrengung verursacht mehr CO2-Austoß, weshalb man Sport und anstrengende Arbeit grundsetzlich verbieten sollte. Das olympische Feuer wird demnächst durch LED´s ersetzt werden. :mrgreen:


:rofl:

Nen Korken müssen wir uns auch noch in den Allerwertesten schieben. Das was da rauskommt ist Klimagift pur. :mrgreen:
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Re: Weltanschauung 2015 - Neuanfang

Beitragvon DeLaGeezy » 30.07.2019, 12:52

MarM hat geschrieben: :chat:

:lol: :thumbs_up:
du kannst das auch mit dem radsport machen (ich liebe den radsport, aber trotzdem sollte man ehrlich sein).

bei den rennen sind immer mehrere motorräder im einsatz. bei einigen rennen kreist ein hubschrauber über dem peloton(feld der radfahrer). es fahren die gesamte strecke werbekaravanen und je team 2 autos hinterher. es gibt ein medicalcar , jury usw. die fahren im schnitt 190km eine etappe (bei großen rennen auch mal 260km).
es kommen viele zuschauer an die strecke. teilweise aus ganz europa.
die atleten fliegen viel ins trainingslager und zwischen den rennen und zu hause. das gilt für auch für die mechaniker bei den rennen usw....eine komplexe rechnung. es gibt halt immer viel drumherum.

das was der jan freitag da geschrieben hat war echt quatsch. ich hoffe er musste irgendwo 5€ ins phrasenschwein werfen.
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Re: Weltanschauung 2015 - Neuanfang

Beitragvon Formel Heinz » 30.07.2019, 15:11

MarM hat geschrieben:...


Jetzt bin ich aber schon neugierieg, was hast Du der Redaktion eigentlich geschrieben? (sofern Du das sagen möchtest)
Je CAPS, desto Wahrheit

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Re: Weltanschauung 2015 - Neuanfang

Beitragvon MarM » 30.07.2019, 15:38

Formel Heinz hat geschrieben:Jetzt bin ich aber schon neugierieg, was hast Du der Redaktion eigentlich geschrieben? (sofern Du das sagen möchtest)

mach ich kein Geheimnis draus, auch wenn es Argumentationstechnisch sicher keinen Preis gewinnt. Ich habe mich etwas auf deine Quellen bezogen, aber nur eine in dem Sinne ins Zitat gepackt. Die Überschlagsrechnung von heute morgen hätte ich mal da schon machen sollen :D

Sehr geehrte Damen und Herren,

in dieser E-Mail beziehe ich mich alleine auf den im Betreff genannten Kommentar Ihres Kollegen Jan Freitag.

Ich bin von klein auf Fan des Motorsports. Zunächst nur die Formel 1, doch lernte ich mit den Jahren auch viele weitere Arten des Motorsportes kennen und schätzen, insbesondere Langstreckenrennen. Motorsport ist für mich der gemeinsame Kampf von Mensch und Maschine, die Bewältigung schwerster Strecken, bei denen kein Faktor vernachlässigt werden darf, will man um den Sieg fahren. Wie in jeder Sportart gibt es langweilige und Spannende Passagen, was aber nichts an der Faszination an sich ändert.

Als gebildeter Fan ist der Beitrag Ihres Kollegen zur Formel 1 gelinde gesagt eine Beleidigung. Diese Einschätzung beruht nicht auf der Kritik an der Formel 1, viele Punkte, die genannt wurden haben durchaus ihre Daseinsberechtigung, seien es die Austragungsorte oder die monetären Exzesse. Gerade als Fan sind mir diese Punkte wohlbekannt und auch mir ein Dorn im Auge.

Viel mehr störe ich mich an der Argumentation und dem sprachlichen Stil, welche definitiv eines Journalisten, auch in einem Kommentar, nicht würdig sind!

Ich möchte Ihnen anbei einige Beispiele nennen. Herr Freitag schreibt zur Formel 1, sie sei ein " intelligenzverachtender, ressourcenverschleudernder, zutiefst sexistischer Machismo". Betrachtet man die Formel 1 genauer, so stellt man fest, dass dort momentan die bisher effizientesten Verbrennungsmaschinen der Welt entwickelt werden. Diese Ingenieurstechnische Meisterleistung als " intelligenzverachtend" und "ressourcenverschleudernd" zu brandmarken, zeigt offenbar wenig technisches Verständnis. Im Gegenteil, die FIA setzt sich schon seit Jahren für den Klimaschutz ein. Die Formel1 selbst ist sogar seit 1997 Resourcenneutral.[1]
Es wird aktiv gegen Sexismus gearbeitet, es wurde eine Extra Weltmeisterschaft für junge Frauen eingerichtet, damit diese in den Nachwuchsklassen und somit zukünftig auch in der Formel 1 zu ihren Erfolgen kommen[2].

Der erste Absatz auf Seite 2 stellt eine generelle Beleidigung der Fans des Motorsports dar. Auch wenn es sich bei Herrn Freitags Beitrag um einen Kommentar handelt, so berechtigt Ihn das nicht dazu, eine Gruppe Menschen zu pauschalisieren und als " Geistig schlichte Mannsbilder" zu verunglimpfen.

Infolge dessen würde ich mich über eine Rücknahme oder Neufassung dieses Kommentares freuen. Es ist Herrn Freitags gutes Recht, die Formel 1 oder den Rennsport an sich nicht zu mögen, und auch sein gutes Recht, dies innerhalb eines Kommentares an die Öffentlichkeit weiterzugeben. Aber dies sollte man dann nicht in den Mantel des Klimaschutzes hüllen, vor allem, wenn andere Sportarten, welche pro Land und pro Jahr mehrere hundert Veranstaltungen haben, durch den Zulauf mehr Emissionen emittieren als die Formel 1 in ihrer gesamten Geschichte.
Eine Kritik an der Formel 1 ist gerade von mir als Fan immer erwünscht, aber diese sollte, auch in einem Kommentar, deutlich sachlicher formuliert werden können, gerade von einem Vertreter des Qualitätsjournalismus. Denn diesen habe ich mit Ausnahme dieses Artikels bisher immer und gerne auf Zeit.de gelesen. Deswegen hoffe ich, dass dieser Kommentar von Herrn Freitag eine einmalige Ausnahme bleibt.



Mit freundlichen Grüßen

Marvin Müller


[1]https://www.autosport.com/f1/news/56953/f1-already-carbon-neutral-since-1997
[2]https://wseries.com/


Im Rückblick hätte ich mehr und detailierter schreiben können/sollen/müssen.

Ich habe auch eine Antwort bekommen. Ich weiß nicht ob es rechtens ist diese hier zu veröffentlichen, deswegen lasse ich das vorsichtshalber mal bzw zitiere.
Auf mich persönlich wirkt es leider eher wie ein abkanzeln. Sehr knapp formuliert (wofür ich allerdings Verständnis habe, ich bin sicher nicht der einzige der einen leserbrief schreibt), Selbstkritik, Reflektion oder ähnliches fehlt meines Erachtens vollkommen.
Zunächst gibt es anscheinend extrem viele Morddrohungen gegen ihn. Vollkommen unabhängig vom Thema geht sowas überhaupt nicht klar, ich würde für ne Morddrohung pauschal 5 Jahre Knast reindrücken. ich finde es erscheckend, dass es anscheind so extrem zu sein scheint.
Aber dann kommt der Teil der auf meine Kritik eingeht. Zu dem was ich zu seiner Sprache schreibt Herr Freitag folgendes:
Jan Freitag hat geschrieben:Sie haben recht, mein sprachlicher Stil ist rüde, aber nicht annähernd so, wie es dieser Sport verdient und mithin einer Polemik angemessen.

Übersetzt heißt das: Er würde es noch viel extremer verfassen.
Die restliche Antwort ließt sich wie folgt:
Jan Freitag hat geschrieben:Zur Intelligenzverachtung: der einzig reflektierte F1-Fahrer, den ich kenne, ist Heinz-Harald Frenzen. Zum Vergleich anderer Sportaten: ich vergleiche da lieber vertikal als horizontal und mutmaße mal[...]

Kurzer Einzeiler ohne auf meine Argumente einzugehen
WTF Frentzen, der Mann ist doch wirklich nicht der hellste. Ich denke es ist eine versteckte Beleidigung.

Der letzte Satz wirkt da schon fast wie Ironie:

Jan Freitag hat geschrieben:Ich bin übrigens sehr dankbar für Leserbriefe wie den Ihren, in dem nicht wild geflucht, sondern argumentiert wird. Deshalb nehme ich ihn ernst und versuche daraus zu lernen.


Naja, ich denke eher er hat sich gedacht "dem Kleingeist geb ich Großstadtstyle einen mit". Ich finds extrem Schade und werde da keine Energie reininvestieren.
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Re: Weltanschauung 2015 - Neuanfang

Beitragvon terraPole » 02.08.2019, 16:16

MarM hat geschrieben: :chat:

Vielen Dank dass du dir die Mühe gemacht hast und dich für diesen Sport eingesetzt hast. :thumbs_up:
Auch schön dass du die sachliche Ebene nicht verlassen und direkte Punkte angesprochen hast.
Schade dass Hr. Freitag nicht in ähnlicher Weise geantwortet hat (zumindest war es aus deinen Auszügen nicht ersichtlich).
Aber vlt. muss man schon froh sein dass überhaupt etwas persönlich zurückkam und nicht eine automatisierte Nachricht versendet wurde.
Aber diese Stellungnahme ist ja fast inhaltslos..gibts nicht irgendwo eine Redaktion die sich damit beschäftigen kann?
Wäre das nicht etwas für AMuS-Schmiddi? :mrgreen:
Eine halbe Stunde F1-Debattier-Club mit Hr. Freitag wo er seine Meinung in aller Ruhe präsentieren und argumentativ untermauern kann.
Eine halbe Stunde auf Youtube würde bestimmt viele Klicks abgreifen.

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Re: Kommentar zur "Formel Vorgestern": Das war echt daneben!

Beitragvon DC21 » 03.08.2019, 19:39

Senninha_88 hat geschrieben:
Ich habe in meiner Erdkundeklasse (Gymnasium, in dem Fall 8. Klasse) erst vor wenigen Wochen mal die Schüler konkret nach ihrer Intention gefragt. Von etwa 20 besuchen nämlich mehr als 2/3 öfters diese Demonstrationen. Ich fing an konkret zu stochern: Warum geht ihr demonstrieren? Was bedeutet "Erderwärmung" eigentlich? Wie entstehen Treibhausgase? Alles Elemente, welche - und hier lehne ich mich nicht weit aus dem Fenster - Schüler der 8., 9. oder 10. Klasse entweder noch nicht konkret behandelt haben (Auswirkungen der anthropogenen Eingriffe in das Klima, bzw. der Klimawandel an sich sind jeweils Bestandteil der gymn. Oberstufe), oder nur oberflächlich verstehen, da ihnen Zusammenhänge fehlen. ...

In welchem Bundesland unterrichtest du, wenn ich fragen darf?
In NRW ist der Klimawandel in der 9. Klasse zum ersten mal Thema. Ich bin auch EK-Lehrer und kann mich nicht ganz so deutlich für oder gegen die Demos positionieren, wie du es kannst. Ich kann deine Position absolut nachvollziehen, allerdings bin ich auch der Meinung, dass gerade Kinder und Jugendliche wieder mehr Eigeninitiative zeigen und sich für wichtige Dinge einsetzen sollten. Würden die Schüler in ihrer Freizeit demonstrieren, würde es keine Sau zur Kenntnis nehmen. Klar sind unter den Schüler einige, die das als tolle Situation zum Schule schwänzen missbrauchen, aber andererseits zeigen trotzdem viele, dass ihnen zum einen dieses Thema wichtig ist und zum anderen auch eine Bereitschaft zum Handeln da ist. Und ist EK-Unterricht nicht auch zum Teil dafür da die Schüler für genau solche Anliegen zu sensibilisieren?
Deine Position spricht eher aus der Richtung des Bildungsauftrages, was ich als absolut legitime Position verstehen kann, besonders wenn mir regelmäßig Freitags der halbe Kurs, die halbe Klasse fehlen würde. Ich sehe aber auch das Recht der Schüler auf Mitbestimmung.
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Re: Kommentar zur "Formel Vorgestern": Das war echt daneben!

Beitragvon meanmc » 03.08.2019, 21:33

Ich würde sagen, da bekommt man, was man verdient!

Wer immer noch nicht gemerkt hat, dass unsere "ach so tollen Zeitungen" reine Manipulationsmaschinen sind - und das nicht erst seit gestern -, und auch das mit FFF, E-Auto und den Grünen noch nicht durchschaut hat, spürt es eben spätestens, wenn es ans "Eingemachte" geht - hier der F1 Fan.

Ihr werdet euch noch alle umschauen, was da für ein Sturm aufzieht, und es hat längst begonnen - nur gucken (fast) alle weg!

Somit, kein Mitleid von meiner Seite - Augen aufmachen und endlich was dagegen tun!

Trump fängt längst an aufzuräumen - siehe z. B. Epstein -> und da stecken alle Kilmalügner mit im Boot...
Q klärt jeden Tag auf... in den USA rollen schon lange Köpfe... nur vermeiden es unsere Medien, natürlich auch so Sender wie CNN, überhaupt darüber zu berichten.

Wenn wir endlich mal diesen Manipulationsmaschinen nicht mehr zuhören, und sie "abwählen" würden, endlich mal nicht immer für das demonstrieren würden, was DIE organisieren und FÜR DAS, was DIE wollen, dann würd es uns allen besser gehen!

Unsere Rechte werden Tag für Tag mehr beschnitten - siehe zuletzt die Entscheidung, bei der der AfD der Schwarze Peter zugeschoben wurde, und was C. Roth RECHTSWIDRIG durchgezogen hat. Komisch, dass die Wahrheit hier um 180 Grad gedreht wurde, und es niemand merkt oder aufschreit - dabei kann man sich, natürlich nicht in Zeitungen oder im TV, darüber informieren!

Die Meinungsfreiheit wird - dank Soros und seiner Subunternehmen (, die mit der Bundesregierung zusammenarbeiten) - täglich mehr und mehr eingeschränkt... und das Volk jubelt, wär ja für ne gute Sache.

Vielleicht merkt ihr es ja, wenn es irgendwann die F1 trifft. Ist ja ein perfektes Opfer... und kann, wie wir Bürgern, perfekt als Sündenbock verwendet werden.

Vor wenigen Tagen hab ich gelesen, dass nun ein enormer Anstieg an Krebstoten kommen soll - in unseren Manipulationsmedien berichtet. War klar...
Schuld ist natürlich der Bürger selbst, also wir alle - laut Bericht.
Dass wir in "deren" gestalteter Umwelt leben (müssen), Essen essen (müssen), was die produzieren, von Strahlen umgeben sind (und 5G kommt ja erst noch), das Wasser trinken (müssen), was uns gegeben wird.. etc. ..., das haben sie bei dem Bericht nicht erwähnt.

Aber WIR alle sind angeblich dran schuld.. jau...

Viel Spaß beim Wählen der Grünen - unser Leben (auf der Erde) rettet das gewiss nicht!! Und die F1 schon zweimal nicht...

Gerne mal bisschen was über Fr. Schulze, dass ist die mit dem Eis und dem Plastik - ganz umweltfreundlich bei ihrem Besuch in den USA, und nicht das erste Mal, mit dem Flieger.
Aggressive Haustürwerbung für Obama ist einer der Eyecatcher... und wer schlau ist, der kennt die Obama-Verbindungen.. wo wir wieder bei Epstein sein... huch... da könnte ja manchem mal ein kleines Licht aufgehen. Welches in der F1 vielleicht bald - zumindest bei uns dummen Europäern, die mit sich alles machen lassen - ausgeht!

Und sagt nicht, die "Zeit" hätte es nicht bereits gesagt...

PS
Weil ich sehe, dass da über die FFF-Demos geschrieben wird...

Guckt euch an, wer das bezahlt und organisiert... guckt euch an, dass es KEINE Beweise, keine Studien gibt, die all das belegen!!! Und es aber Studien gibt, die von keinerlei Zusammenhang zwischen CO2 und Klimaerwärmung sprechen.

Wie in Gotteswillen kann man als denkender Mensch nur auf diesen Unsinn reinfallen :idea:

Und ich vermeide es, da noch ausführlicher drauf einzugehen... schaut euch das neueste Video von Lesch an - der gibt ja selbst zu, dass es keine Beweise gibt und stammelt irgendwas von "Zusammenhängen" - ohne Beweise... na Halleluja...

Es gibt weltweit - sogar nach offiziellen Statistiken - mehr Wissenschaftler, die bestreiten, dass es einen Kilmawandel gibt - aber wir Deutschen waren ja schon immer perfekte Opfer. Traurig... einfach nur traurig... und die armen Kinder, die man da instrumentalisiert!

Diese ganzen Spiele sind so leicht zu durchschauen - wieso macht IHR das nicht :?: :idea: :wave:
Zuletzt geändert von meanmc am 03.08.2019, 21:42, insgesamt 1-mal geändert.
(auf die aktuelle Formel1-Situation bezogen)
Dave Mustaine : "If there's a new way, I'll be the first in line (But it better work this time)"

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Re: Kommentar zur "Formel Vorgestern": Das war echt daneben!

Beitragvon DeLaGeezy » 03.08.2019, 21:41

Senninha_88 hat geschrieben: :chat:

Ich bin weit davon entfernt mich mit den Zielen der Grünen zu identifizieren. Umweltpolitik sollte nicht mit Verboten betrieben werden.
Das was „Linke Politik“ mit dem Schulsystem gemacht hat, finde ich nicht zielführend. Mein Satz, der wahrscheinlich der Auslöser für deinen Kommentar gewesen sein könnte („…wie…“) bezog sich tatsächlich auf den Lehrplan und Lehrinhalte.
Gymnasien sollten erhalten bleiben und Regionalschulen bzw Gesamtschulen oder wie auch immer sie in den Bundesländern genannt werden, finde ich ganz schlimm. Das was früher Realschüler und Hauptschüler waren sitzt nun oftmals in einer Klasse. Und die weniger Begabten drücken das Niveau.
Ich finde es nicht so schlimm, wenn in 2 Kursen einzelne Themen nicht intensiv besprochen werden konnten.
Meine Generation hat gegen den Irak Krieg demonstriert. Wir sind dafür von der Schule freigestellt worden. Natürlich haben wir was verpasst und mussten es dann eigenständig nachholen. Wir haben den Krieg nicht verhindern können, aber es war richtig zu demonstrieren. Und wir hatten Recht. Es hat nur leider nichts gebracht. (Und mit den Folgen haben wir heute noch zu tun. Stichwort „ISIS“)

Auch wenn einige Kids nicht über eine vollumfängliche Sachkenntnis verfügen (wer hat die schon?), sollten sie demonstrieren dürfen. Es gibt schließlich einige Fakten, die auf eine deutliche Verschlechterung der Umwelt hinweisen. Das sollte ausreichen.
Wobei da natürlich die Frage erlaubt sein sollte, über welchen Zeitraum demonstriert werden kann und ob dies nun bei einem anderen Thema auch so gehandhabt werden wird.

Zusammenfassend:
- Kids sollen demonstrieren, auch da lernt man etwas fürs Leben
- Ich habe die Lehrerschaft nicht angreifen wollen
- Umweltveränderungen finden tatsächlich statt und sind durch den Menschen begründet
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Re: Kommentar zur "Formel Vorgestern": Das war echt daneben!

Beitragvon Senninha_88 » 03.08.2019, 22:03

DC21 hat geschrieben:In welchem Bundesland unterrichtest du, wenn ich fragen darf?
In NRW ist der Klimawandel in der 9. Klasse zum ersten mal Thema.

Im Saarland. Ich habe gerade nochmal in den Lehrplan geschaut. Die Thematik des Klimawandels (inkl. anthropogene Aspekte) wird in der Einführungsphase zur gymnasialen Oberstufe das erste Mal konkret behandelt (Klasse 10). In der Oberstufe wird schließlich einerseits vertiefend auf das Klima eingegangen. Andererseits stehen bestimmte Raumbeispiele im Fokus (z.B. Tropen, Lebensraum Stadt, etc.), welche auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit analysiert werden. Vordergründig soll eine von Nachhaltigkeit geprägte Denk- und Handlungsweise gefördert werden. Hierfür sind die meisten partizipierenden jüngeren Schüler allerdings kognitiv noch nicht in der Lage. Überspitzt gesagt reicht es, wenn diese den Müll trennen und keinen verschwenderischen Lebensstil an den Tag legen.

Ich kann deine Position absolut nachvollziehen, allerdings bin ich auch der Meinung, dass gerade Kinder und Jugendliche wieder mehr Eigeninitiative zeigen und sich für wichtige Dinge einsetzen sollten. Würden die Schüler in ihrer Freizeit demonstrieren, würde es keine Sau zur Kenntnis nehmen. Klar sind unter den Schüler einige, die das als tolle Situation zum Schule schwänzen missbrauchen, aber andererseits zeigen trotzdem viele, dass ihnen zum einen dieses Thema wichtig ist und zum anderen auch eine Bereitschaft zum Handeln da ist. Und ist EK-Unterricht nicht auch zum Teil dafür da die Schüler für genau solche Anliegen zu sensibilisieren? Deine Position spricht eher aus der Richtung des Bildungsauftrages, was ich als absolut legitime Position verstehen kann, besonders wenn mir regelmäßig Freitags der halbe Kurs, die halbe Klasse fehlen würde. Ich sehe aber auch das Recht der Schüler auf Mitbestimmung.

Klar, während der Schulzeit auf die Straße zu gehen erregt ein größeres Aufsehen. Obwohl, würden tausende Schüler jeden Samstag brüllend vor den Landtag ziehen, ich glaube man würde ihnen ebenso Gehör schenken. Auch hätte ich nie etwas dagegen gesagt, wäre es eine einmalig groß angelegte Demonstration gewesen. Wenngleich ich, wie in meinem vorherigen Beitrag angedeutet, diesen Hype für vollkommen überzogen - gar gefährlich - halte. Letztenendes ist es zwar positiv anzusehen, wenn Schüler Eigeninitiative zeigen. Ich lasse im Unterricht häufig diskutieren, pro-und-kontra-Positionen vertreten (z.B. durch Rollenspiele). Dafür ist unser Fach super geeignet und es ist eine Freude, wenn Schüler lernen, zu differenzieren. Dennoch halte ich am Bildungsauftrag fest.

Ich glaube, mein Problem liegt eher fundamental mit dieser Bewegung, ihren Hintermännern/-frauen/-cis Männern/-cis Frauen/-genderqueeren/- genderfluiden/ - etc. und mit dieser gesamten Ideologie, als daß ich etwas gegen Mitbestimmung der Schüler hätte. Ich würde es gut finden, würden Schüler mal wegen der steigenden Altersarmut in Deutschland oder wegen der Verrohung der Gesellschaft demonstrieren, statt gegen den Diesel zu wettern. Schlußendlich verpassen Schüler jedoch wertvolle Unterrichtszeit. Nein, schlußendlich wird der deutsche Steuerzahler zu weiteren Abgaben gezwungen. Und Justin, Rico und Chantal aus der 8. Klasse finden es "gut". Wegen "Eisbären, undso"...

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Re: Kommentar zur "Formel Vorgestern": Das war echt daneben!

Beitragvon Senninha_88 » 03.08.2019, 22:12

DeLaGeezy hat geschrieben:[...]
Meine Generation hat gegen den Irak Krieg demonstriert. Wir sind dafür von der Schule freigestellt worden. Natürlich haben wir was verpasst und mussten es dann eigenständig nachholen. Wir haben den Krieg nicht verhindern können, aber es war richtig zu demonstrieren. Und wir hatten Recht. Es hat nur leider nichts gebracht. (Und mit den Folgen haben wir heute noch zu tun. Stichwort „ISIS“)

Ich erinnere mich an diese Irak-Krieg-Demo. Das ganze war an Inszenierung kaum mehr zu überbieten. Schüler wurden damals zur Demo angestachelt. Ich war damals ebenfalls Schüler, blieb jedoch dieser Demonstration fern. Viele gingen nach Hause, andere brüllten etwas gegen "diesen Bush" :lol: ... Unterricht gab es keinen.

Dem Rest stimme ich zu.

Auch wenn einige Kids nicht über eine vollumfängliche Sachkenntnis verfügen (wer hat die schon?), sollten sie demonstrieren dürfen. Es gibt schließlich einige Fakten, die auf eine deutliche Verschlechterung der Umwelt hinweisen. Das sollte ausreichen.

Siehe meinen eben verfaßten Beitrag.

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Re: Kommentar zur "Formel Vorgestern": Das war echt daneben!

Beitragvon DC21 » 03.08.2019, 23:36

meanmc hat geschrieben:
... guckt euch an, dass es KEINE Beweise, keine Studien gibt, die all das belegen!!! Und es aber Studien gibt, die von keinerlei Zusammenhang zwischen CO2 und Klimaerwärmung sprechen. ...

Auf den ganzen Verschwörungstheoriemist gehe ich gar nicht mehr ein, aber da ist reiner Unfug und wissenschaftlich nicht haltbar.

Senninha_88 hat geschrieben:
DC21 hat geschrieben:In welchem Bundesland unterrichtest du, wenn ich fragen darf?
In NRW ist der Klimawandel in der 9. Klasse zum ersten mal Thema.

Im Saarland. Ich habe gerade nochmal in den Lehrplan geschaut. Die Thematik des Klimawandels (inkl. anthropogene Aspekte) wird in der Einführungsphase zur gymnasialen Oberstufe das erste Mal konkret behandelt (Klasse 10). In der Oberstufe wird schließlich einerseits vertiefend auf das Klima eingegangen. Andererseits stehen bestimmte Raumbeispiele im Fokus (z.B. Tropen, Lebensraum Stadt, etc.), welche auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit analysiert werden. Vordergründig soll eine von Nachhaltigkeit geprägte Denk- und Handlungsweise gefördert werden. Hierfür sind die meisten partizipierenden jüngeren Schüler allerdings kognitiv noch nicht in der Lage. Überspitzt gesagt reicht es, wenn diese den Müll trennen und keinen verschwenderischen Lebensstil an den Tag legen.

Ich kann deine Position absolut nachvollziehen, allerdings bin ich auch der Meinung, dass gerade Kinder und Jugendliche wieder mehr Eigeninitiative zeigen und sich für wichtige Dinge einsetzen sollten. Würden die Schüler in ihrer Freizeit demonstrieren, würde es keine Sau zur Kenntnis nehmen. Klar sind unter den Schüler einige, die das als tolle Situation zum Schule schwänzen missbrauchen, aber andererseits zeigen trotzdem viele, dass ihnen zum einen dieses Thema wichtig ist und zum anderen auch eine Bereitschaft zum Handeln da ist. Und ist EK-Unterricht nicht auch zum Teil dafür da die Schüler für genau solche Anliegen zu sensibilisieren? Deine Position spricht eher aus der Richtung des Bildungsauftrages, was ich als absolut legitime Position verstehen kann, besonders wenn mir regelmäßig Freitags der halbe Kurs, die halbe Klasse fehlen würde. Ich sehe aber auch das Recht der Schüler auf Mitbestimmung.

Klar, während der Schulzeit auf die Straße zu gehen erregt ein größeres Aufsehen. Obwohl, würden tausende Schüler jeden Samstag brüllend vor den Landtag ziehen, ich glaube man würde ihnen ebenso Gehör schenken. Auch hätte ich nie etwas dagegen gesagt, wäre es eine einmalig groß angelegte Demonstration gewesen. Wenngleich ich, wie in meinem vorherigen Beitrag angedeutet, diesen Hype für vollkommen überzogen - gar gefährlich - halte. Letztenendes ist es zwar positiv anzusehen, wenn Schüler Eigeninitiative zeigen. Ich lasse im Unterricht häufig diskutieren, pro-und-kontra-Positionen vertreten (z.B. durch Rollenspiele). Dafür ist unser Fach super geeignet und es ist eine Freude, wenn Schüler lernen, zu differenzieren. Dennoch halte ich am Bildungsauftrag fest.

Ich glaube, mein Problem liegt eher fundamental mit dieser Bewegung, ihren Hintermännern/-frauen/-cis Männern/-cis Frauen/-genderqueeren/- genderfluiden/ - etc. und mit dieser gesamten Ideologie, als daß ich etwas gegen Mitbestimmung der Schüler hätte. Ich würde es gut finden, würden Schüler mal wegen der steigenden Altersarmut in Deutschland oder wegen der Verrohung der Gesellschaft demonstrieren, statt gegen den Diesel zu wettern. Schlußendlich verpassen Schüler jedoch wertvolle Unterrichtszeit. Nein, schlußendlich wird der deutsche Steuerzahler zu weiteren Abgaben gezwungen. Und Justin, Rico und Chantal aus der 8. Klasse finden es "gut". Wegen "Eisbären, undso"...


Super interessant die Vorgehensweise im Lehrplan anderer Bundesländer kennenzulernen. Meist ist man ja schon mit dem eigenen Kernlehrplan genug beschäftigt.
Auch deine Position ist spannend, schon allein um sie mit meiner abzugleichen. Ich finde z.T., dass du den Schülern (auf das gegendere verzichte ich mal, auch wenn du ja gezeigt hast wie es richtig geht :mrgreen: ), etwas zu wenig zutraust. Aber da macht jeder Lehrer auch seine eigenen Erfahrungen. Natürlich habe ich auch "Justins und Chantals", aber die halten sich bei mir in Grenzen. Wenn du da in der Richtung mehr solche Erfahrungen gemacht hast, kann ich deine Position umso mehr nachvollziehen.
Button-Fanclub "Jenson is the smartest"
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