Koalitionsbildung 2013

Die Plauderecke des Forums. Passt ein Thema nirgendwo rein, könnt Ihr es hier unterbringen.
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Welche Koalition wäre euch am liebsten

CDU & SPD aka "Große Koalition"
21
55%
Schwarz-Grün
9
24%
Rot-Rot-Grün (Linke-SPD-Grüne)
8
21%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 38

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Re: Koalitionsbildung 2013

Beitrag von be your own legend » 05.10.2013, 08:36

Brod hat geschrieben:
be your own legend hat geschrieben: Danke für die Übersetzung. Es war lediglich ein Nachtrag zu meinem Beitrag und ich habe einmal den Weg gewählt mich zu zitieren und eine weiteren ironischen Gedanken beizufügen.
Achso. Ja, da scheitert es wohl wieder einmal an mir.
Ja, so ist es, daran scheitert es, aber das ist eine "Macke" von mir. Ich vermeide so weit das geht, das Hinzufügen von Infos oder Gedanken, zu bereits getätigten Beiträgen. Ich mag das "editiert am ....", wenn es nicht nötig ist, nicht.
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be your own legend
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Re: Koalitionsbildung 2013

Beitrag von be your own legend » 05.10.2013, 08:50

Aladdin hat geschrieben:oh man, wenn ich mir die kommentare hier lese, merkt man richtig, dass ihr von den massenmedien manipuliert seid. die einzigste von den etablierten parteien, die wählbar ist, ist die linke. und gysi ist sowieso der genialste politiker.

die linke sagt, nein zum krieg. uns sie haben recht. fragt mal die afghanen oder die lybier. die werden euch sagen, verpisst euch auch unserem land. was machen denn gerade die amerikaner und die franzosen in lybien, die pumpen dort jeden tag reichlich öl weg, ohne gegenleistung, das heiß die beklauen andere völker.

und jetzt planen die zionisten einen krieg gegen syrien. wobei die mehrheit der syrier, was nie in den massenmedien gezeigt wird, für assad ist.

und auch sahra wagenknecht ist genial, die macht jeden fdp, cdu, spd, grünen politiker einfach fertig, wenn es um wirtschaftspolitik geht. es ist einfach unfug, dass deutsche geld nach griechenland oder woanders zu geben, weil es nicht bei den "normalen" notbedürftigen griechen ankommt. sondern bei den investmentbanken, um die aktionäre zu retten, die sowieso schon genug geld haben. man muss die invesmentbanken pleite gehen lassen. eine frage, ist einer von euch kunde bei jp morgan oder so. ich denke nicht!

das problem ist, die linke wird in den massenmedien immer als unglaubwürdig dargestellt, dabei ist sie es nicht. und immer wieder und wieder wird behauptet, die linke will allen arbeitenden menschen das geld aus der tasche ziehen. ja, aber nur den ganz reichen, die linke möchte gar nicht kleinverdiener und auch den mittelstand nicht höher besteuern, im gegenteil, sie wollen diese entlasten, nur bei den richtigen spitzenverdienern wollen sie die steuern erhöhen, was ich gut finde. wenn ich multimillionär wäre, würde es mich kaum jucken, ob ich ein paar prozent mehr oder weniger steuern zahle. was ist denn daran so schlimm, bitteschön?

und der andere punkt ist der mindestlohn von 10 euro, jeder großkonzern und mittelstand ist in der lage die summe zu zahlen. 10 euro sind eigentlich auch zu wenig, aber wir wollen ja nicht so gierig sein! entweder ihr sagt, ok moderne sklaverei mit 4 oder 5 euro stundenlohn ist ok, das gehört dazu. oder ihr sagt, nein das ist nicht mein menschenbild!

was aber die linke auch nicht anspricht, vielleicht trauen sie sich es nicht zu sagen, weil die massenmedien die gewissen personen gehören, die linke komplett zerreisen würden. ich spreche vom zins und vorallem zinseszins. der zinseszins ist das größte übel unserer zeit und es muss einfach weg, einfach weg!

ich persönliche werde aber in eine partei eintreten, die die deutsche mitte heißt. (http://www.deutsche-mitte.de" target="_blank" target="_blank" target="_blank" target="_blank) denn ich bin nicht überall links. die linke ist ja überall links, also was auch die familienpolitik angeht und genau da bin ich sehr konservativ. übrigens, die deutsch mitte wurde erst vor kurzem gegründet. kann euch empfehlen mal auf die homepage zu gehen, wenn ihr zeit habt.

abschließend möchte ich sagen, bitte bitte bitte schaut euch doch mal die videos von ANDREAS POPP auf youtube an, der die perversheit unseres finanzsystem auf einer genialen art und weise aufdeckt!
Den fast indentischen Beitrag hatte ich von dir auf Seite zwei schon gelesen, warum hast du ihn dort gelöscht bzw. nur eine Zeile übrig gelassen?
Was sagst du zu gewissen Dingen, die ich angesprochen habe? Alles nur böse Lügen von Massenmedien?
Den Eindruckt macht Gysis "linke Hand", lol passt ja besser als rechte Hand, in diesem Kontext gar nicht.

Zu Gysi und seiner "genialen Vergangenheit" schrieb ich auch etwas.
Dass die Linke eben gerade nich, "die einzig wählbare Partei ist" hat das Ergebnis unsere demokratischen Wahlen Gott sei Dank gezeigt. Wir haben die Freiheit zu wählen, die man eben in der DDR nicht hatte.
P.S.
Berichte uns doch einmal von deiner Lieblingspartei "Die Deutsche Mitte". Was macht sie "noch" besser als "Die Linke"?
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Aladdin
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Re: Koalitionsbildung 2013

Beitrag von Aladdin » 05.10.2013, 21:14

be your own legend hat geschrieben:Vielen Dank A-S, zu deinem Lob über mein "gewohntes Schreibniveau". Das hört man gerne. :thumbs_up:
Ich gebe dir übrigens Recht, dass ich hier mit Plauze auf keinen "Grünen Zweig" kommen werde, aber das ist ja auch OK so, ich toleriere unterschiedliche Meinungen, auch wenn sein Eingangssatz, doch etwas bescheidener sein dürfte.

Schaut euch einmal diesen Link an. Das sind dann die pazifistischen, linken Freiheitskämpfer, welche sich über die NSA empören, ein bedingungsloses Grundeinkommen von 1500 "Netto" (Netto ist ein komisches Wort, wenn man nicht arbeitet) fordern, (ja manche machen das) die NATO verteufeln und für mehr Transparenz im Staat eintreten. Ganz ehrlich, ich sehe da nur gottverdammte Heuchler! Gysis rechte, oh pardon linke Hand. :mrgreen:
http://m.focus.de/politik/deutschland/t ... 19957.html" target="_blank" target="_blank
Liebe Grüße
be your own legend



jetzt bin ich mir sicher, du bist aufjedenfall von den massenmedien manipuliert! und ich bin auch für das bedingungslose grundeinkommen. und ich verspreche dir, dass wir das bedingungslose grundeinkommen spätestens im jahr 2020 bekommen! ich denke nicht, dass es 1500 euro sein werden, sondern 800-1000 euro. was rede ich da von euro, der wird bald sowieso untergehen, der ganz große knall kommt nämlich noch!

übrigens, nato bedeutet: north american terror organization! die pumpen jetzt in lybien jeden tag mächtig öl vom lybischen boden ab und das kostenlos versteht sich! diesen kriegstreiber verein braucht kein mensch!

das problem ist, solange die neo-konservativen und die zionisten die macht haben, wird es immer wieder kriege geben.
und die schachspieler bei diesem "spiel" sind so leute wie rothschild, rockefeller und noch ein paar andere verbrecher familien!
Youtube: Christoph Hörstel, Ken Jebsen, Jürgen Elsässer (Compact TV)!!!

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Re: Koalitionsbildung 2013

Beitrag von black-gold » 06.10.2013, 01:01

Aladdin hat geschrieben:
be your own legend hat geschrieben:Vielen Dank A-S, zu deinem Lob über mein "gewohntes Schreibniveau". Das hört man gerne. :thumbs_up:
Ich gebe dir übrigens Recht, dass ich hier mit Plauze auf keinen "Grünen Zweig" kommen werde, aber das ist ja auch OK so, ich toleriere unterschiedliche Meinungen, auch wenn sein Eingangssatz, doch etwas bescheidener sein dürfte.

Schaut euch einmal diesen Link an. Das sind dann die pazifistischen, linken Freiheitskämpfer, welche sich über die NSA empören, ein bedingungsloses Grundeinkommen von 1500 "Netto" (Netto ist ein komisches Wort, wenn man nicht arbeitet) fordern, (ja manche machen das) die NATO verteufeln und für mehr Transparenz im Staat eintreten. Ganz ehrlich, ich sehe da nur gottverdammte Heuchler! Gysis rechte, oh pardon linke Hand. :mrgreen:
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jetzt bin ich mir sicher, du bist aufjedenfall von den massenmedien manipuliert! und ich bin auch für das bedingungslose grundeinkommen. und ich verspreche dir, dass wir das bedingungslose grundeinkommen spätestens im jahr 2020 bekommen! ich denke nicht, dass es 1500 euro sein werden, sondern 800-1000 euro. was rede ich da von euro, der wird bald sowieso untergehen, der ganz große knall kommt nämlich noch!

übrigens, nato bedeutet: north american terror organization! die pumpen jetzt in lybien jeden tag mächtig öl vom lybischen boden ab und das kostenlos versteht sich! diesen kriegstreiber verein braucht kein mensch!

das problem ist, solange die neo-konservativen und die zionisten die macht haben, wird es immer wieder kriege geben.
und die schachspieler bei diesem "spiel" sind so leute wie rothschild, rockefeller und noch ein paar andere verbrecher familien!
Ich habe mich schon mit ihm unterhalten und er ist sehr gegen Israel und ihr Vorgegehn in GAZA!
Er ist alles nur nicht verblendet von Massenmedien.

P.S. 800 oder 1000 EURO BG wären weniger als Harz4, denn da bekommst du die Miete gezahlt plus den Mindestsatz, also nicht sonderlich sozial dein BG.
Abgesehen davon wird der Schwachsinn eh nie eingeführt. :mrgreen:

Die großen Volksparteien bleiben an der Macht und das ist auch gut so. :thumbs_up:
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Re: Koalitionsbildung 2013

Beitrag von PolePosition » 10.10.2013, 13:09

Schwarz/Grün wäre eine äußerst interessante Konstellation, die aber aufrund von unvereinbaren Standpunkten vor allem in Fragen der Einwanderungspolitik wohl nicht zustandekommen wird. Sollte es aber den beiden Parteien gelingen, ihre Differenzen zu überwinden, wäre das sicherlich ein Modell, das man durchaus auf Bundesebene einmal ausprobieren darf, vorausgesetzt, die Grünen verbiegen sich nicht allzu stark und schaffen es, ihr politisches Profil in die Koalition einzubringen, sich thematisch zu behaupten und sich für den Wähler spürbar vom Koalitionspartner abzugrenzen.

Schwarz/Rot unterstütze ich genau aus diesem Grund nicht, da ich der Meinung bin, dass die SPD in einer großen Koalition nicht genug eigenes Profil zeigen würde. Sollte es zu einer Mitgliederbefragung kommen, werde ich gegen ein große Koalition stimmen.

Rot/Rot/Grün ist sicherlich etwas, über das man längerfristig nachdenken sollte, und ich persönlich kann mich mit dieser Konstellation mehr und mehr anfreunden, allerdings noch nicht für diese Legislaturperiode.
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Re: Koalitionsbildung 2013

Beitrag von daSilvaRC » 19.11.2013, 00:09

Viel schlimmer als diese Aussage finde ich das sich die Koalition heute auf nen gesetzlichen Mindestlohn verständigt hat, die höhe soll jährlich festgelegt werden, eine zahl von 8,50€/ die stunde (Frage: Netto?) steht dabei im raum.

ergibt bei ner 40Std. Woche 1360€...


Viel schlimmer warum?
Jeder, aber wirklich JEDER, der nen arbeitsvertrag unterschreibt kennt die wichtigsten sachen, und eben auch den monatlichen verdienst, oder etwa nicht?
Und ich vermute 99,99% haben diesen freiwillig unterschrieben.

hiermit werden also mal wieder nur die gestärkt, die um sich nen anderen job suchen schlicht zu bequem sind- gleiches für zum cheffe gehen und nach mehr Asche Fragen.

Und die sache ist mal wieder ein zweischneidiges schwert- was meint ihr wieviele arbeitsplätze uns das kostet?
Friseure etc...
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fibonacci

Re: Koalitionsbildung 2013

Beitrag von fibonacci » 19.11.2013, 00:16

Ich persönlich schlage Neuwahlen vor.
Hier kann man sich fundiert über dieses Thema informieren:

https://www.openpetition.de/petition/ar ... ahlen-2013

Die Seite bietet eine hervorragende Möglichkeit Pro und Contra gegeneinander abzuwägen.
Ich kann sie nur jedem an unserer Politik interessierten Menschen empfehlen.

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Re: Koalitionsbildung 2013

Beitrag von ChainReactor » 19.11.2013, 00:23

Sokadem hat geschrieben: Und die sache ist mal wieder ein zweischneidiges schwert- was meint ihr wieviele arbeitsplätze uns das kostet?
Friseure etc...
Es geht nicht nur um die Arbeitsplätze ( Friseure und Gastronomie sind nur die größten Branchen die es sehr hart treffen wird ), es wird auch eine Inflation in Gang gesetzt. Irgendwo muss das Geld für den Mindestlohn herkommen, die Preise in den betroffenen Branchen werden steigen, was im schlimmsten Fall den Mehrwert durch den Mindestlohn wieder weitestgehend auffrisst. Dann kostet halt das Bier in der Kneipe 5,90€ und der Trockenhaarschnitt 19,95 damit die wenigen verbliebenen Festangestellten bezahlt werden können.
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Re: Koalitionsbildung 2013

Beitrag von daSilvaRC » 19.11.2013, 00:43

aspirantnr2 hat geschrieben:
Warum übergeht ihr eigentlich das Thema, was ich eben postete? Ist es zu heikel? 8)

Nö, mit ist es egal, wo jmd herkommt, mir ist nur wichtig wo jemand ist.
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Re: Koalitionsbildung 2013

Beitrag von daSilvaRC » 19.11.2013, 00:55

In berlin war ich noch nicht, aber auch in Niedersachsen ists ähnlich glaube mir
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Re: Koalitionsbildung 2013

Beitrag von Plauze » 19.11.2013, 01:54

aspirantnr2 hat geschrieben:Je nach Bezirk in Berlin. Das ist nicht übertrieben, das ist da Alltag. :confused:
Doch, das ist krass übertrieben. Sorry. Panikmache. In Berlin gibt's ca. 1,3 Millionen angemeldete Kraftfahrzeuge (Stand 2009). Im Jahr 2013 wurden in Berlin bislang rd. 200 Autos angezündet - das entspricht 0,1 Promille. Das ist besorgniserregend. Aber noch lange nicht "Alltag".

Hinzu kommt noch, dass die Einzelfälle von angezündeten Autos nicht das Geringste mit arabischstämmigen Jugendlichen zu tun haben, sondern meist das Werk einiger linksradikaler Spinner sind, die die geschürte Angst vor der Gentrifizierung bestimmter Viertel zum Abbau ihrer durch Langeweile und Papas finanzielle Streicheleinheiten geschürten Aggressionen ausnutzen.

Also bitte hier nicht die Zusammenhänge so verrücken, wie es dir gerade in den Kram passt!

Achja. Und den Espresso, den du in Berlin geschlürft hast, hattest du vermutlich von einem Türken oder einem Araber serviert bekommen. Seinen Kinder und den Kindern vieler anderer Eltern mit orientalischen Wurzeln bin ich während meiner vier Jahre in Berlin immer wieder begegnet, hab mich mit ihnen unterhalten, ihnen Nachhilfe gegeben etc. und hatte nie auch nur den Hauch eines Problems.

Das heißt natürlich nicht dass es kein Problem gibt. Bandenkriminalität und Gangkultur ist in Berlin wie in vielen Städten, u.a. eben auch im Ruhrpott, ein wichtiges Thema und man sollte niemals wegschauen.
Zu suggerieren, dass man grundsätzlich um Leib und Leben fürchten müsse, trifft aber nicht den Kern des Problems. Das Auflösen von Parallelgesellschaften gelingt durch Ausgrenzung und Stigmatisierung genauso wenig wie durch Naivität und Schönrednerei.
Kennt ihr die Geschichte von der Gemeindeschwester und der Kuh?

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Re: Koalitionsbildung 2013

Beitrag von daSilvaRC » 19.11.2013, 09:57

Schlumpfi hat geschrieben:
Sokadem hat geschrieben:was meint ihr wieviele arbeitsplätze uns das kostet?
Friseure etc...
Keinen, aber einige Dinge werden teurer werden und natürlich werden auf den "wir müssen die Preise erhöhen" Zug auch Firmen aufspringen, die es eben nicht müssten, weil sie z.B. vorher schon 8,50 oder mehr gezahlt haben. Es könnte sein, das dies die Inflation beschleuningt, muß aber nicht unbedingt.

glaube ich kaum, wenn ein Arbeitgeber, die preise wegen gestiegenen Lohnkosten erhöht, wird er sehr wahrscheinlich einkalkulieren MÜSSEN das er weniger Aufträge bekommt.
Der Mindestlohn wird viele Arbeitsplätze kosten, davon bin ich überzeugt.
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Re: Koalitionsbildung 2013

Beitrag von Plauze » 19.11.2013, 12:40

Sokadem hat geschrieben:glaube ich kaum, wenn ein Arbeitgeber, die preise wegen gestiegenen Lohnkosten erhöht, wird er sehr wahrscheinlich einkalkulieren MÜSSEN das er weniger Aufträge bekommt.
Der Mindestlohn wird viele Arbeitsplätze kosten, davon bin ich überzeugt.
Darüber streiten sich die Gelehrten. Die Lohnabhängigen des deutschen Handwerks und der Industrie, denen man Sendezeit und Publikationsgelegenheiten einräumt, malen hier den Teufel an die Wand. Ökonomen im europäischen Ausland, wo der Mindestlohn längst umgesetzt wurde und zur wirtschaftlichen Realität gehört, sehen das deutlich entspannter - weil in ihren Ländern die positiven Effekte überwiegen und die befürchteten negativen Effekte größtenteils ausgeblieben sind. Die Zusammenhänge sind eben nicht so einfach, und die Bereitschaft von Arbeitgebern, Angestellte ohne wirtschaftliche Notwendigkeit zu entlassen, dürften von der Angst vor sinkender Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit ausgebremst werden.
Hierzu ein - ausnahmsweise sehr lesenswerter - Artikel des Spiegel:
http://www.spiegel.de/karriere/mythen-d ... 48568.html" target="_blank" target="_blank" target="_blank" target="_blank

Dann gibt's noch eine Studie amerikanischer Ökonomen, die sich mit den Beschäftigungseffekten der Mindestlohnpolitik in den USA beschäftigt haben. Auch hier ließen sich keine negativen Auswirkungen feststellen:
http://www.boeckler.de/22714_22720.htm" target="_blank" target="_blank

Diejenigen deutschen Wirtschaftswissenschaftler, die ihre Gedankengänge nicht an den Meistbietenden verkauft haben, führen mehrheitlich aus, dass das Problem und das Risiko nicht in der Tatsache eines flächendeckenden Mindestlohns liegt, sondern in der jeweils festgelegten Höhe. Diese muss sich zumindest bei seiner erstmaligen Einführung am durchschnittlichen Lohn orientieren. Da sind € 8,50 zugegebenermaßen schon recht hoch gegriffen. Die jetzt geplante schrittweise Anhebung halte ich für vernünftig. Allerdings sollte dann, wenn man € 8,50 erreicht, nicht einfach Schluss sein. Langfristig muss der Mindestlohn ein Instrument sein, um der ungesunden Aufgeblähtheit des Niedriglohnsektors entgegenzuwirken.
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Re: Koalitionsbildung 2013

Beitrag von daSilvaRC » 19.11.2013, 21:04

Plauze hat geschrieben:
Sokadem hat geschrieben:glaube ich kaum, wenn ein Arbeitgeber, die preise wegen gestiegenen Lohnkosten erhöht, wird er sehr wahrscheinlich einkalkulieren MÜSSEN das er weniger Aufträge bekommt.
Der Mindestlohn wird viele Arbeitsplätze kosten, davon bin ich überzeugt.
Darüber streiten sich die Gelehrten.

natürlich ist das so ne sache: der Friseur um die Ecke wird seine preise um X € erhöhen vermute ich, aber was machen die franchise nehmer, die die preise von "oben" definiert bekommen?
Dort ist dann auch der Gewinn von oben definiert, allerdings durch den Umsatz. Dort wird es zwangsläufig zu entlassungen kommen MÜSSEN, weil der chef die leute nicht bezahlen kann, während an der Kasse ne lange schlange steht...

Zumindest in der anfangszeit wird das so sein, auf dauer normalisiert sich das dann.
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Re: Koalitionsbildung 2013

Beitrag von Plauze » 20.11.2013, 13:33

aspirantnr2 hat geschrieben:Klingt ja alles plausibel. [...] Was ich schrieb bezüglich der Erfahrungen in Berlin sind nicht erfunden, sondern Wirklichkeit.

Mein Hund "Bottle" soll auf der Stelle sterben, sollte ich gelogen haben. Ich schilderte ja nur die selbst gemachte Erfahrung. Mein Navi (Navigon) brachte mich an die richtige Adresse. "Das Ziel liegt rechts" und dort brannten 2 Reifen. Für einen Berliner vielleicht normal. Für einen Düsseldorfer nicht. :mrgreen:
Dein Hund darf am Leben bleiben ;)
Nein, also, das ist auch für Berlin nicht normal, wie ich ja schon sagte. Aber kuriose Dinge passieren überall vereinzelt. Ich hab vier Jahre lang in Berlin gelebt und bin eigentlich in der ganzen Stadt herumgekommen, ohne jemals einen brennenden Reifen zu sehen. Dafür habe ich mich natürlich über einige andere Dinge gewundert. So ist das eben. Ich will ja auch nicht sagen, dass alles toll ist (mir wurde bspw. mein Fahrrad gestohlen). Aber ein Regelfall ist es wirklich nicht. Ich bin noch nie mit einem mulmigen oder gar ängstlichen Gefühl durch Berlin gelaufen, auch nicht nachts, auch nicht wenn ich allein unterwegs war.
aspirantnr2 hat geschrieben:Was sagst du zu dem Ausgangsthema? .... in Bezugnahme der Kommentare vom Focus? [...]

Auch du kommentierst Nebenaussagen aber die eigentliche Nachricht wird hier ignoriert. Wie überall in Deutschland.

Bin ich nun ein Rechter? :shock:


Ich wählte sie nie. Ist schon kurios, wie schnell man in ein Raster geschoben wird. Zumindest gefühlt. :wink:

Edit: Ich gehe jede Wette ein, dass niemand freiwillig von Euch in den Norden Duisburgs ziehen würde. Es ist an der Zeit, dass Probleme mal beim Namen genannt werden. Die brennenden Reifen in Berlin sind eigentlich Kinderkacke gegen das, was in Duisburg und anderen ehemaligen Kohle-Städten im Moment abläuft.
Schildere doch mal, was dort konkret abläuft. Es ist klar, dass die Strukturschwäche von Teilen der Region kombiniert mit nicht erfolgter Integration (beiderseitig!) mitunter große Probleme aufwirft.

Die Schwierigkeiten sind aber hausgemacht (à la Zauberlehrling). Man wollte damals die Gastarbeiter dort haben, hat sie bewusst dort angesiedelt wo sonst keiner wohnen will (in Berlin eben in den damals gänzlich unattraktiven Gebieten zwischen den Einflugschneisen der Flughäfen Tempelhof und Tegel und der Berliner Mauer - also in Nord-Neukölln, Wedding und im Märkischen Viertel) und überließ dann die entsprechenden Gegenden sich selbst. Keiner kam dorthin um Wahlkampf zu machen oder um sich der Problematik politisch zu nähern - lohnte sich ja auch nicht, weil 95% der Leute dort eh nicht so recht wussten wie das mit dem wählen geht und ob sie das überhaupt dürfen.
Nun haben wir, salopp gesagt, den Salat.
Längst ist das Problem aber nicht nur auf die verstärkte Zuwanderung von Migranten zu schieben, sondern betrifft auch andere Teile der Bevölkerung, die über kein oder nur ein geringes Einkommen verfügen. Teile der alternativen Szene in Berlin-Kreuzberg und -Neukölln etwa sind nicht nur alternativ (und ich bin bekanntlich sehr tolerant), sondern richtiggehend asozial, wohingegen ich bei Migranten meist das Gefühl hatte, dass Ehrgeiz und Sensibilität zur Verbesserung der eigenen Situation ausreichend vorhanden sind.

Lösungen für die Probleme, die schon da sind - Ghettoisierung, (organisierte) Kriminalität und Gangkultur, Jugendarbeitslosigkeit und -armut, Altersarmut, Überlastung der Behörden vor Ort, Drogen, Vermüllung, kulturelle Konflikte etc. - können nur schrittweise und mit individuellem Einsatz vor Ort erfolgen. Berlin-Neukölln sehe ich hier übrigens auf gutem Weg, konträr zu dem, was häufig in der Presse zu lesen ist. Ich weiß nicht, wie's bei euch im Ruhrpott aussieht, und da ich nicht mehr in Berlin lebe, kann ich die Situation auch dort momentan nicht verfolgen.

Und dann gibt's natürlich noch Probleme, die in der Zukunft drohen könnten. Stichwort Zuwanderung. Ich bin der Meinung, Deutschland sollte ein offenes Land bleiben. Natürlich nicht um jeden Preis. Bereitschaft und Ehrgeiz, sich zu integrieren und eine unabhängige Existenz zu schaffen, sollten klar erkennbar sein. Aber "wir" müssen dafür auch die entsprechenden Instrumente schaffen. Den MigrantInnen ein Mitspracherecht geben, statt sie zu bevormunden. Individuelle Förderung ermöglichen (v.a. beim Erlernen der Sprache). Schulische und berufliche Gleichberechtigung herbeiführen. Und letztlich hängen auch viele sozialpolitische Forderungen daran, die ich hier z.T. ja schon vorgebracht habe und die auch MigrantInnen die Integration in die deutsche Gesellschaft erleichtern könnten.
Kennt ihr die Geschichte von der Gemeindeschwester und der Kuh?

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