#88 Robert Kubica

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Argestes
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Re: Robert Kubica

Beitrag von Argestes » 18.01.2014, 17:36

Melassa hat geschrieben:Und stimmt auch, Ogier ist keinen Abhang runter gefahren weil er es Bergauf probiert hat und kein Erfolg hatte. Bei einem anderen Abhang wollte er durch die Leitplanke durch, aber die wollte nicht nachgeben. Am liebsten fährt es sich eh gerade aus, da kann dann gar nichts passieren. :winky:
Beim dritten Video sollte man die Hintergründe kennen. Das war kein Fehler, sondern ein Ausweichen nach Zieldurchfahrt, weil zu wenig Platz für die Autos war. Das mussten mehrere Fahrer in Kauf nehmen.

Die anderen beiden Situationen zeigen das, was ich schon angesprochen hatte. Auch Ogier hatte Ausrutscher, aber das Glück, dass nicht viel passiert ist.
Allerdings, wie ich nachher gleich ausführen werde, sehe ich da doch einen Fehler bei Kubica, den Ogier eben nicht gemacht hat und den ich auf die Erfahrung schieben würde. Am besten lernt man eben aus Fehlern. Entweder aus den eigenen, oder aus denen von anderen, wobei letzteres oft recht schwer ist.
JeanGilles hat geschrieben:Das ganze sah ein wenig aus, wie ein Schreibfehler bzw. ein falscher Aufschrieb um dementsprechend eine falsche angehensweise der Kurve....hätten die gewusst das es so einen tiefen Graben neben der Fahrbahn gab, wären die bestimmt anders in die Kurve rein gefahren....maybe
Na jetzt hör aber wieder auf. Dass da eine Brücke kommt, weiß der Fahrer und das ist ausschlaggebend. Da braucht's dann keinen Hinweis mehr im Aufschrieb dazu, was neben der Strecke ist.

Eine glatte Stelle kann jeden Fahrer überraschen. Dann hat man eben wenig Zeit zu reagieren und an dieser Stelle dank des Geländers auch keinen Platz mehr. An einer anderen Stelle geht so ein Ausrutscher glimpflich aus, hier eben nicht und da würde ich nun wirklich schlicht und ergreifend auf die Erfahrung blicken.
Ein Ogier weiß, dass er sich an dieser Stelle den möglichen Ausrutscher nicht leisten darf, der ihm anderswo verziehen wird. Entsprechend wird er fahren und wenn ihn die glatte Stelle überrascht doch noch reagieren können.
Ein Kubica weiß es jetzt auch, hat es aber eben möglicherweise vorher nicht berücksichtigt. Der hat keinen größeren Fehler gemacht als Ogier anderswo, nur eben an einer Stelle, an der man sich keinen Ausrutscher erlauben darf. Er wird noch lernen, diese Stellen ganz besonders zu berücksichtigen und Sicherheitsreserven zu lassen.
Ich meine das ernst.
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Re: Robert Kubica

Beitrag von Plauze » 20.01.2014, 12:50

Schlumpfi hat geschrieben:Ist halt die Frage - ähnlich wie bei Maldonado in der Formel 1 - was zunächst besser ist: Souverän durchzukommen und darauf aufbauend an der Geschwindigkeit zu arbeiten oder schnell zu sein und dann an der Unfallhäufigkeit zu arbeiten. Ich denke, das erstere wäre besser, denn durch die vielen Ausfälle geht ihm eben auch ne menge Rennpraxis verloren und "theoretische Geschwindigkeit", die zu selten ins Ziel kommt, nützt ja auch nix, siehe Maldonado.
Glaube ich nicht.
Entweder bist du schnell und zeigst das auch, oder du bist es nicht.
Ein eher schwacher Fahrer kann nicht plötzlich so schnell wie Kubica, oder meinetwegen, auf die Formel 1 bezogen, wie Vettel oder Hamilton fahren. Selbst wenn er immer durchkommt (Chilton).
Ein guter, schneller Fahrer, der aber noch recht unbeständig ist und Fehler macht, würde vermutlich dazu neigen noch mehr Fehler zu machen, wenn er plötzlich langsamer/bedächtiger fahren sollte, weil er seinen Rhythmus künstlich verlangsamen muss.
Da wäre dann vielleicht eher Mentaltraining o.ä. vonnöten - siehe Grosjean. Der ist genauso schnell geblieben wie vorher, baut aber wesentlich seltener Fahrfehler ein.

Wobei ich ja schon die ganze Zeit davon überzeugt bin, dass es bei Kubica auch gut und gern manchmal noch an der Kommunikation mit dem Co-Piloten hapern könnte. Ein ganz wichtiger Faktor, den wir als "hauptberufliche" Formel-1-Fans gern außer Acht lassen.
Kennt ihr die Geschichte von der Gemeindeschwester und der Kuh?

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Re: Robert Kubica

Beitrag von Argestes » 20.01.2014, 15:04

Da stehe ich auch ganz eindeutig auf Plauzes Seite.

Bleiben wir bei Maldonado. Der war nunmal 2012 in Barcelona so schnell, dass er gewinnen konnte und weil er keine Fehler gemacht hat, hat er den Sieg geholt. Der langsamere aber dafür viel zuverlässigere Senna dagegen konnte nicht in diesem einen Rennen seine Schwäche abstellen. Er war nie schnell genug, um da vorne mitzufahren.

Und wer von den beiden fährt noch immer in der Formel 1? Bitte das nicht nur aufs Geld zu schieben. Das hat dann schon auch mit dem Potential zu tun, das man bei den Fahrern sieht. Man hat den behalten, der, wenn er weniger Fehler macht, ganz vorne mitfahren könnte und nicht den, der das Auto eh ins Ziel bringt, aber eben auf Positionen, die viele andere damit genauso erreichen können.

Und wenn wir auf Kubica blicken, hat er doch mit seinem Titelgewinn im Vorjahr schon bewiesen, dass sein Weg funktioniert. Er wurde nicht langsamer und kam im Endeffekt so konstant ins Ziel, dass er seine Gegner alle hinter sich lassen konnte.
Wäre er öfter im Ziel gewesen, dabei aber nicht Meister geworden, würde man wohl viel weniger von ihm erwarten.
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Re: Robert Kubica

Beitrag von Argestes » 08.02.2014, 15:08

Ich bin gerade sehr froh über die Ruhe hier, da ich auf anderen Seiten sehen konnte, wie sich die Diskussionen rund um Kubicas Leistung in Skandinavien abspielen. Ein Spiegelbild der schlimmsten Zeiten in diesem Thread und scheinbar sind da auch so einige Leute involviert, die auch in diesem Forum aktiv sind oder waren.
Es spielt sich eine Fehde ab, bei der die eine Seite offenbar auf jede schlechte Leistung und jeden Fehler lauert, um triumphierend zu verkünden, dass Kubica ja eigentlich doch eine Flasche sei, während die andere Seite aus jeder starken Leistung lautstark den vermeintlichen Beweis dafür ableiten will, dass er der wohl talentierteste Fahrer aller Zeiten sei.

Im Moment zeigt sich für mich, wie sehr sich mangelnde Erfahrung dort auswirkt, wo er jetzt eben angekommen ist und während er bisher mit der Reifenwahl oft Glück hatte und seine Setup-Vorstellungen funktionierten, auch wenn sie ungewöhnlich für die Rally waren, steht er in Schweden vor einem Haufen Schwierigkeiten und muss Rückschläge hinnehmen.

Wir werden aber diese Saison noch einige Highlights von Kubica zu sehen bekommen. Dass man das erwarten muss, hat er schon ganz unzweifelhaft gezeigt.

Und man sollte nicht vergessen, selbst Sebastien Loeb war am Beginn seiner WRC-Laufbahn ein Asphalt-Spezialist, der auf anderem Untergrund Lehrgeld zahlte.
Ich meine das ernst.
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Re: Robert Kubica

Beitrag von madvayner » 11.02.2014, 07:28

Wenn Du MST meinst, dann hast Du das fast noch zu nett ausgedrückt.
Es ist eine Katastrophe, wie sich die beiden Seiten regelrecht zerfleischen.
Die einen lauern auf jeden Fehler und schlachten es aufs Äußerste aus, und die Gegenseite
lobt ihn hoch, dass es fast schon unangenehm ist. Ich verstehe es nicht, und kann es auch
überhaupt nicht nachvollziehen.
Fakt ist auch, dass beide Seiten sehr subjektiv sind und gerne Gegenargumente entweder ausblenden
oder nicht akzeptieren. Ein Phänomen, wie sich das hochschaukelt, jedes Mal aufs Neue...

Zur Schwedenrallye bleibt zu sagen, dass es dort Kubica im wahrsten Sinne des Wortes kalt erwischt hat.
Bislang ging es stetig steil bergauf, da fiel der Fall in Schweden umso tiefer aus.
Man darf lediglich nicht ausklammern, dass es dort viele namhafte Fahrer erwischt hat,
Ogier, Neuville, Evans und andere mehr.
Nur eben nicht in der Häufigkeit, und vor allem nicht mit den Umständen, wo beide Male Östberg
in seltsame Situationen gelangt ist. Auch die Medien und die Berichterstattung haben ihren Teil dazu beigetragen,
dass Kubica viel unbedarfter und gar bescheurter aussah, als er es tatsächlich tat und vor allem verdient hätte.

Ich wünschte, man könnte sich wie hier darüber unterhalten, doch leider sind die Rallyeforen meist eher schlecht frequentiert.

Und zu Kubica bleibt zu sagen: er hat mächtig Potential, hat aber diesmal heftigst ins Klo gegriffen.
Aber das gehört dazu, und dürfte ihn eigentlich nur noch stärker machen.
Mitte der Saison, wo er sich an das Auto an die verschiedenen Beläge und Umstände und auch an den Co-Piloten gewöhnt haben sollte, sollte man zumindest eine vorsichtige Standortbestimmung wagen dürfen.

Bis dahin wünsche ich mir ein heftiges, aber faires Diskutieren.

Ich empfehle mich.
- If in doubt... FLATOUT (Colin McRae)

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Re: Robert Kubica

Beitrag von Argestes » 12.02.2014, 16:48

Dass sich hier gar so wenige Kommentare zur letzten Rallye finden, zeigt meiner Meinung nach auch schön, dass es einigen Leuten ohnehin nur darum geht, den Vertretern der extremen Gegenmeinung eins rein zu würgen. Ist die eine Seite nicht aktiv, ist es auch die andere nicht. Vermutlich folgen sich die jeweiligen Intimfeinde auch in andere Foren und schlagen sich dort die Köpfe ein, weil's gar nicht darum geht, mit anderen Leuten ein sinnvolles Gespräch zu führen.

Ich jedenfalls bin der Meinung, dass dieser Rückschlag der Ausreißer nach unten war, den man irgendwann auch mal erwarten musste. Kubica wird insgesamt dadurch besser werden, weil er viel lernen konnte. Wenn er sich voll der WRC verschreibt und das Thema Formel 1 abhakt, was vermutlich sinnvoll wäre, wird er in den nächsten Jahren und vermutlich auch schon in der laufenden Saison noch eine gewichtige Rolle in der Rallye-WM spielen.
Ich meine das ernst.
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Re: Robert Kubica

Beitrag von BruderimHerrn » 11.03.2014, 14:15

Kubica hat Probleme in der Rally anzukommen, anders kann man es nicht sagen.
Das Team überlegt nun, ihm einen "Lehrmeister" als Beifahrer ins Auto zu setzen.
etwas enttäuschend was jetzt von Kubica kommt.
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Re: Robert Kubica

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 11.03.2014, 14:19

BruderimHerrn hat geschrieben:Kubica hat Probleme in der Rally anzukommen, anders kann man es nicht sagen.
Das Team überlegt nun, ihm einen "Lehrmeister" als Beifahrer ins Auto zu setzen.
etwas enttäuschend was jetzt von Kubica kommt.
Vielleicht ist die WRC schlicht zu schnell für ihn aufgrund seiner Einschränkungen.
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Re: Robert Kubica

Beitrag von BruderimHerrn » 11.03.2014, 14:35

reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:
BruderimHerrn hat geschrieben:Kubica hat Probleme in der Rally anzukommen, anders kann man es nicht sagen.
Das Team überlegt nun, ihm einen "Lehrmeister" als Beifahrer ins Auto zu setzen.
etwas enttäuschend was jetzt von Kubica kommt.
Vielleicht ist die WRC schlicht zu schnell für ihn aufgrund seiner Einschränkungen.

wenn es so wäre, hilft aber kein "Lehrmeister". Scheinbar findet das Team Kubica zu leichtsinnig.
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Re: Robert Kubica

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 11.03.2014, 14:45

BruderimHerrn hat geschrieben:wenn es so wäre, hilft aber kein "Lehrmeister". Scheinbar findet das Team Kubica zu leichtsinnig.
Natürlich hilft dann ein "Lehrmeister" primär erst einmal nicht, aber dieser wird besser in der Lage sein, einzuschätzen, ob es sich eher um Leichtsinn oder um mangelndes Vermögen handelt.
So kann's jedenfalls nicht weitergehen und das Thema WRC könnte auch relativ schnell wieder beendet sein.
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Re: Robert Kubica

Beitrag von BruderimHerrn » 11.03.2014, 14:56

reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:
BruderimHerrn hat geschrieben:wenn es so wäre, hilft aber kein "Lehrmeister". Scheinbar findet das Team Kubica zu leichtsinnig.
Natürlich hilft dann ein "Lehrmeister" primär erst einmal nicht, aber dieser wird besser in der Lage sein, einzuschätzen, ob es sich eher um Leichtsinn oder um mangelndes Vermögen handelt.
So kann's jedenfalls nicht weitergehen und das Thema WRC könnte auch relativ schnell wieder beendet sein.
so gesehen hast Du natürlich recht, ich denke aber, Kubica kann selber einschätzen ob er körperlich die WRC fahren kann, er hat ja letztes Jahr geübt und gibt auch offen zu, keinen Formelwagen bewegen zu können.
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Re: Robert Kubica

Beitrag von Padex » 19.03.2014, 00:13

Bekommt Kubica jetzt eigentlich einen neuen erfahrenen Beifahrer oder einen "Fahrlehrer" für die nächsten Rallyes?
Oder versucht er wieder seinen Fahrstil unangepasst irgendwie durch die Prüfungen zu retten?
Ich hoffe er bekommt langsam mal die Kurve (im wahrsten sinne des Wortes) und schafft es sich den Gegebenheiten einer Rallye an zu passen damit er auch noch paar Jahre dort unterwegs sein kann.

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Re: Robert Kubica

Beitrag von BruderimHerrn » 08.04.2014, 16:52

Was war das denn nun ? - erst das Versprechen, wichtig ist es ins Ziel zu kommen und diese Rally war jetzt keine Unbekannte für Kub.
Wenn er pro Rally 2 Unfälle schafft, wäre dies auch ein Rekord :roll: - übermotiviert
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Re: Robert Kubica

Beitrag von Argestes » 08.04.2014, 17:29

Ja, aktuell haben die Kubica-Fans keinen leichten Stand, denn diese Serie von Unfällen ist nun wirklich äußerst bedenklich und berechtigte Grundlage für Spott und Hohn. 2 Unfälle pro Rally. Da sag noch einer, er würde sich nicht steigern...

Ich sehe Kubicas Problem in der Diskrepanz zwischen Zielsetzung und gezeigter Leistung. Ständig kommt die Ankündigung, er wolle auf Sicherheit gehen und vor dem Wechsel in die WRC konnte man den Eindruck bekommen, dass ihm das gelingt, aber jetzt ist davon Nichts mehr zu sehen. Und da kann auch niemand mehr sich die Sache schön reden und behaupten, Unfälle seien in der Rally normal.
Wenn das normal wäre, würde höchst selten überhaupt ein Auto das Ziel einer Rally erreichen.

Man glaubt ja momentan regelmäßig, man habe einen alten Artikel vor sich, wenn man von einem Kubica-Unfall liest, weil man gar nicht auf die Idee kommt, dass es am nächsten Tag schon wieder gekracht haben könnte.

Recht bedenklich finde ich die Schilderung des letzten Unfalls. Im Aufschrieb soll die Kurve als 3 festgehalten gewesen sein, Kubica war der Meinung, es müsse eine 5 sein und er war damit viel zu schnell. Fehler im Aufschrieb können Unfälle verursachen. Wenn der Fahrer aber schneller fährt, weil er anderer Meinung ist, wird die Sache lebensgefährlich. Ich würde mir als Beifahrer überlegen, ob ich weiterhin in dieses Auto steigen soll.

Die Meinung seiner Fans würde mich durchaus interessieren. Das ist jetzt kein Gebashe. Das sind Zahlen und Ergebnisse, die Grund zur Sorge sind.
Ich meine das ernst.
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Re: Robert Kubica

Beitrag von bolfo » 15.04.2014, 17:03

Argestes hat geschrieben:Ja, aktuell haben die Kubica-Fans keinen leichten Stand, denn diese Serie von Unfällen ist nun wirklich äußerst bedenklich und berechtigte Grundlage für Spott und Hohn. 2 Unfälle pro Rally. Da sag noch einer, er würde sich nicht steigern...

Ich sehe Kubicas Problem in der Diskrepanz zwischen Zielsetzung und gezeigter Leistung. Ständig kommt die Ankündigung, er wolle auf Sicherheit gehen und vor dem Wechsel in die WRC konnte man den Eindruck bekommen, dass ihm das gelingt, aber jetzt ist davon Nichts mehr zu sehen. Und da kann auch niemand mehr sich die Sache schön reden und behaupten, Unfälle seien in der Rally normal.
Wenn das normal wäre, würde höchst selten überhaupt ein Auto das Ziel einer Rally erreichen.

Man glaubt ja momentan regelmäßig, man habe einen alten Artikel vor sich, wenn man von einem Kubica-Unfall liest, weil man gar nicht auf die Idee kommt, dass es am nächsten Tag schon wieder gekracht haben könnte.

Recht bedenklich finde ich die Schilderung des letzten Unfalls. Im Aufschrieb soll die Kurve als 3 festgehalten gewesen sein, Kubica war der Meinung, es müsse eine 5 sein und er war damit viel zu schnell. Fehler im Aufschrieb können Unfälle verursachen. Wenn der Fahrer aber schneller fährt, weil er anderer Meinung ist, wird die Sache lebensgefährlich. Ich würde mir als Beifahrer überlegen, ob ich weiterhin in dieses Auto steigen soll.

Die Meinung seiner Fans würde mich durchaus interessieren. Das ist jetzt kein Gebashe. Das sind Zahlen und Ergebnisse, die Grund zur Sorge sind.
In der Tat sind diese Zahlen Grund zur Sorge. Die Anzahl an Unfällen ist doch beachtlich.
motorline.cc hat geschrieben:"Trotzdem waren wir in diesem Abschnitt zu schnell." In allen fünf Starts in WRC-Boliden gab es Unfälle. In Wales crashte der Pole den Citroen gleich zweimal. Bei der Rallye Monte Carlo rutschte er auf feuchter Fahrbahn von der Strecke und blieb mit dem Ford im Graben eines Baches liegen. Bei der Winterrallye in Schweden flog Kubica gleich dreimal von der Straße. Zuletzt in Mexiko legte der ehemalige Formel-1-Pilot den Fiesta gleich zweimal aufs Dach.

Nun kamen die nächsten beiden Unfälle hinzu. Im Schnitt gibt es pro Rallye zwei Unfälle. Das nagt an Kubica. "Ich gehe derzeit durch eine schwierige Phase, obwohl ich schon schlimmere Zeiten hatte. Ich glaube, ich muss mich rückbesinnen und die Rallyes so angehen, wie ich es ganz zu Beginn vor zwölf Monaten gemacht habe. Ich hoffe, dass wir in Argentinien eine viel bessere Rallye haben werden."
Quelle: http://www.motorline.cc/rallye/wm/2014/ ... 86744.html" target="_blank" target="_blank

Immerhin sieht er ein, dass er "durch eine schwierige Phase" geht. Dennoch muss ich immer wieder an die Worte von Walter Röhrl denken, der sagte, Kubica werde sich so noch einmal umbringen. Damals wurde er hier ja als nichtswissender Rallye-Greis hingestellt, aber anscheinend versteht Röhrl eben doch mehr von der Sache als sich so manch einer denkt.

Die Frage ist, wo die Probleme stecken. Mich würde mal interessieren, wie die Erfahrung sich da auswirkt. Da hat Kubica eben mit Sicherheit nicht so viele im Rallyesport wie es andere haben. Dabei ist er eben doch recht schnell in diese Szene vorgestossen. Wie damals Räikkönen. Und auch der liess es ab und zu krachen....

Dumm ist eben, dass der Druck mit jedem Unfall jetzt auf Kubica steigt. Man wird abwarten müssen, um zu sehen, ob er sich aus dieser Unfall-Spirale lösen kann.
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