Abstürze von Topfahrern

Ehemalige Fahrer, Teams, Rennen etc.: Hier kann über die Formel 1 Geschichte diskutiert werden.

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zoomoringa
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Abstürze von Topfahrern

Beitrag von zoomoringa » 05.01.2007, 12:27

welche topfahrer sind nach topleistungen auf den absteigenden ast geraten und endeten in der niemandslosigkeit?? als erstes fallen mir da ein:

emerson fittipaldi: gewann zwei weltmeisterschaften und endete dann im copersucar-team seines bruders

jacques villeneuve: gewann die wm im williams, das team stürzte ab und somit auch villeneuve, der danach nie mehr ein rennen gewinnen konnte.

alberto ascari: gewann überlegen die weltmeisterschaft 1953 und konnte im darauffolgenden jahr bis zu seinem tod kein rennen mehr beenden.

zu guter letzt: fernando alonso, nach zwei wm's im renault zu mclaren gewechselt.....


Welcher Fahrer fälllt euch noch ein?????

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Beitrag von Bastiii » 05.01.2007, 12:33

Vielleicht Damon Hill:

Nach dem er 1996 den Titel gewinnen konnte war er 97 nicht mehr so gut. Lag aber auch daran, dass Arrows nicht das beste Auto hatte... Aber er hätte Ungarn ja fast im Arrows gewonnen, daher denke ich nicht das es so ein Absturz war, da er ja nicht so viel dafür kann. 1998 konnte er im Jordan in Belgien gewinnen und 1999 war Hill zwischen Topfeld und Mittelfeld....

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Beitrag von zoomoringa » 05.01.2007, 12:36

denke auch, das man hill getrost zu diesen fahrer zählen kann.
er zeigte zwar in ungarn 1997 nochmal seine absolute topklasse, aber den sieg in belgien ein jahr später ordne ich doch mal getrost zu den siegen in der kategorie "kurios". nach dem wm-titel nie mehr ernster anwärter auf den wm-titel, leider blieb er dann doch ein jahr zu lang.

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Beitrag von Bastiii » 05.01.2007, 12:43

Dann würde mir noch Eddie Irvine einfallen:

1999 knapp am Titel vorbei. Und in den Jahren danach ein totaler Absturz. Lag allerdings wie bei Hill auch daran, dass der Jaguar "nicht das beste Auto" im Feld war :lol:
Er fuhr immer nur hinterher, wenn man die Podestplätze in Monza 2002 und Monaco 2001 abzieht. Fairerweise muss man aber auch sagen, WENN der Jaguar mal eine gescheite Form hatte, war Irvine aber auch vorne dabei.

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Beitrag von bolfo » 05.01.2007, 12:52

Naja, Ascari würde ich da nicht hinzu zählen. Das sind gerade mal 6 Rennen, die er da nicht mehr beenden konnte. 4 mal in Folge wegen eines technischen Defekts, was damals keine Seltenheit war. Zudem hat sich Ascari damals nicht mehr nur auf die F1 konzentriert.



Als grossen Absteiger würde ich hier eher Jody Scheckter nennen. 1979 mit Ferrari Weltmeister, 1980 mit Ferrari gerade mal 2 Punkte und 19. in der WM. Das ist die schlechteste versuchte Titelverteidigung in der Geschichte der Formel 1!!
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Beitrag von kult mart » 05.01.2007, 12:54

wer mir da noch einfalle würde ist heinz-harald frentzen :roll: . der war ja bis 98 oder 99 (weiß ich nit mehr so genau) auch meistens vorne mit dabei. danach kam nur noch der dritte platz 2001 in indy auf sauber und schließlich endete seine karriere irgendwann im sommer bei jordan. und heute in der dtm, dort ist er zwar nicht gerade der schlechteste und man kennt ihn, aber das zählt ja nicht mehr zur formel 1.
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Beitrag von zoomoringa » 05.01.2007, 12:59

auch noch ein kandidat: alan jones

nach der wm 1980 fuhr er 1981 eine "durchschnittliche" saison und verabschiedete sich dann für ein jahr. danach fuhr er noch für arrows und die loser-truppe von hass. er konnte nach seiner williams-zeit nie mehr gewinnen geschweige denn aufs podium fahren.

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Beitrag von bolfo » 05.01.2007, 13:01

Bastiii hat geschrieben:Vielleicht Damon Hill:

Nach dem er 1996 den Titel gewinnen konnte war er 97 nicht mehr so gut. Lag aber auch daran, dass Arrows nicht das beste Auto hatte... Aber er hätte Ungarn ja fast im Arrows gewonnen, daher denke ich nicht das es so ein Absturz war, da er ja nicht so viel dafür kann. 1998 konnte er im Jordan in Belgien gewinnen und 1999 war Hill zwischen Topfeld und Mittelfeld....

Damon Hill ist einfach ein Jahr zu lange in der F1 geblieben. 1999 war extrem schlecht. 1997 hatte er ein schlechtes Auto, zeigte aber einige sehr gute Rennen! Fahrerisch gehörte er damals ganz klar zur Spitze. Ungarn 1997 ist jedem noch in Erinnerung, in Silverstone holte er ebenfalls einen Punkt, in Österreich wurde er erst kurz vor Schluss von Schumacher vom 6. Platz gedrängt, und in Jerez startete er als 4. (vor beiden McLaren!!), schied dann aber mit Motorschaden aus. Das Rennen endete mit einem McLaren-Doppelsieg......


1998 hatte er zu Beginn ein schlechtes Auto, doch Jordan verbesserte sich zusehends. Die zweite Saisonhalbzeit war dann grandios, ein Sieg in Belgien. Zudem ein geniales Manöver in Suzuka: In der allerletzten Runde überholt er in der allerletzten Schickane Frentzen im Williams: Jordan liegt nun mit 34:33 Punkten gegen Benetton vorne und wird erstmals 4. in der Konstrukteurenwertung! Mit einem Sieg und 20 Punkten in einer Saison ist Damon Hill bis dahin der erfolgreichste Jordan-Fahrer. Er klassiert sich im Endklassement als 6. vor Williams-Frentzen (17 Punkte) und nur einen Punkt hinter Titelverteidiger Villeneuve!!


1999 war dann die reinste Katastrophe. Bis 1998 kann man aber Damon Hill fahrerisch locker zu den besten im Feld zählen. Meiner Meinung nach bildet er damals mit Schumacher und Häkkinen die Top-3 der Formel 1.
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Beitrag von F1-Fan » 05.01.2007, 13:06

Da fällt mir spontan Jaques Villeneuve als erstes ein. Wurde 1997 Weltmeister und konnte danach nichts mehr werden, Angefangen hatte es dann als Greg Pollock versuchte ihm ein Team "maßzuschneidern"

Dann fällt mir ein - so leid es mir tut - Nigel Mansell der nach seinem Titel die Formel 1 verließ und sein Comback auch in den Schlüpfer ging.

Keke Rosberg - auch so ein Fahrer, der damals auf brabnham BMW Weltmeister wurde und dann war das Thema durch, er konnte das auch nicht mehr bestätigen.

Oder Mika Häkkinnen Doppelweltmeister, blieb noch zwei Jahre und verschwand nach einem Jahr welches für Ihn unter seinem eigendlichen Niveau verlief.

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Beitrag von bolfo » 05.01.2007, 13:09

Natürlich ebenfalls: Jean Alesi.

1989 Einstieg in die F1 mit Tyrrell. 1990 sorgt er für viel Gesprächsstoff: Grandioses Duell mit Senna in Phoenix, wo er letztlich Zweiter wird. Ebenfalls Zweiter in Monaco. Dann auf 1991 der Wechsel zu Ferrari, wo er die 3 schlechtesten Ferrari-Jahre aller Zeiten durchmacht. Ab 1994 bis 1995 bei Ferrari mit einem guten Auto, viele Podestplätze, ein Sieg, Liebling der Italiener.
Dann 2 Jahre bei Benetton. Beide Jahre WM-4., seine besten Klassierungen in seiner Karriere. 1998 und 1999 nur noch mässig erfolgreich mit Sauber.

2000 und 2001 dann zwei punktelose Jahre mit Prost......
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Beitrag von zoomoringa » 05.01.2007, 13:22

phil hill würde auch hier reinpassen:
nach dem titel 1961 fuhr er eine schlechte saison 1962 für ferrari. wechselte dann 1963 zum ats-team und 1964 zu cooper. in seinen beiden letzten saisons erfuhr er nur ein mageres pünktchen.

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Beitrag von HBK13 » 05.01.2007, 14:13

Ralf Schumacher passt auch hier rein:

1997 und 1998 stand er nur knapp hinter seinen Teamkollegen (Fisichella und Hill), dann 1999, als er nach Williams wechselte ging es bergauf mit ihm. Zwar "nur" ein paar Podiumplätze aber damit weit erfolgreicher als Teamkollege Zanardi. 2000 war es zwar nur Mittelmäßig, aber 2001 holte er sich seine ersten Siege, einen davon (Montreal) vor seinem Bruder Michael und einen in Hockenheim. Auch 2002 fuhr er gut mich, aber die Ferraris waren zu dominant. 2003 holte er auch ein paar Siege aber er ging so langsam in den Schatten von Montoya, welche bis zum Schluss um die WM fightete. 2004 war ein Katastrophenjahr (Was aber auch an dem Unfall in Indy lag). Schließlich wechselte er nach Toyota, wo er seiner Form hinterher hinkt (Allenfalls hat er Trulli in den Punkten geschlagen). Sicherlich stand er im Schatten seines großen Bruder, aber er hat nicht das ganze Potential des Williams genutzt, was vorhanden war. Ich denke mal, dass man dies auch als "Abstieg" bezeichnen kann.
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Beitrag von F1-Fan » 05.01.2007, 14:27

HBK13 hat geschrieben:Ralf Schumacher passt auch hier rein:

1997 und 1998 stand er nur knapp hinter seinen Teamkollegen (Fisichella und Hill), dann 1999, als er nach Williams wechselte ging es bergauf mit ihm. Zwar "nur" ein paar Podiumplätze aber damit weit erfolgreicher als Teamkollege Zanardi. 2000 war es zwar nur Mittelmäßig, aber 2001 holte er sich seine ersten Siege, einen davon (Montreal) vor seinem Bruder Michael und einen in Hockenheim. Auch 2002 fuhr er gut mich, aber die Ferraris waren zu dominant. 2003 holte er auch ein paar Siege aber er ging so langsam in den Schatten von Montoya, welche bis zum Schluss um die WM fightete. 2004 war ein Katastrophenjahr (Was aber auch an dem Unfall in Indy lag). Schließlich wechselte er nach Toyota, wo er seiner Form hinterher hinkt (Allenfalls hat er Trulli in den Punkten geschlagen). Sicherlich stand er im Schatten seines großen Bruder, aber er hat nicht das ganze Potential des Williams genutzt, was vorhanden war. Ich denke mal, dass man dies auch als "Abstieg" bezeichnen kann.
Ralf konnte auch nir dem Namen den er trug und dem ruf der ihm vorauseilte gerecht werden.

Es hieß immer, Ralf sei von den Schumacher brüdern der schnellere. So richtig bewiesen hat er das nie.

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Beitrag von ayrton89 » 05.01.2007, 14:46

ralf schumacher würde ich hier definitiv nicht dazuzählen. er hat seine karriere noch nicht hinter sich.

bei toyota hat er sich bisher unter wert geschlagen, weil das auto vom fahrstil her v.a. 2005 eher trulli entgegenkam. 2006 verwendete das team eine neue vorderachsenkonstruktion - prompt hatte ralf auch trulli besser im griff.
"Racing, competing is in my blood. It's part of me, it's part of my life."
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Beitrag von Ayrton » 05.01.2007, 14:58

Barrichello ist ebnso auf dem Absteigenden Ast. allerdings hat er bei Ferrari nie was erreichen dürfen. von daher ist auch der Absturz nicht so hocjh. nur wom 2. Besten Piloten dorthin wo er jetzt ist.

ich gebe ihm noch ein Jahr :roll:

____________

Ich erlaube mir den Jenson Button auch dazu zu zählen.sehr hoch telentiert. sehr hinterfotzig in den Verhandlungen. wurde mal hier mal da parkiert. gweinnt mal ein Rennen und dann wieder nichts. mal sehen was HONDA ihm zu bieten hat . . . .

aber dieser könnte den Aufsprung nochmals schaffen
Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche...FvA

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