Verunglückte Formel 1 Fahrer

Ehemalige Fahrer, Teams, Rennen etc.: Hier kann über die Formel 1 Geschichte diskutiert werden.
King123
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 2926
Registriert: 10.05.2012, 16:52
Lieblingsfahrer: George Russell
Lieblingsteam: Racing Point
Wohnort: Deutschland

Re: Verunglückte Formel 1 Fahrer

Beitrag von King123 » 10.05.2012, 17:06

Wieso wird der Thread nicht fortgeführt ? Das waren nicht alle tödlich verunglückten Formel 1-Fahrer. Mir sind die Unfallhergänge von Alan Stacey, Chris Bristow, Peter Collins und Ricardo Rodriguez sehr neu und habe vorher die genauen Unfallhergänge der vier nie genau gewusst. Danke !
#ForzaJules :checkered:

#KeepFightingMichael :checkered:

King123
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 2926
Registriert: 10.05.2012, 16:52
Lieblingsfahrer: George Russell
Lieblingsteam: Racing Point
Wohnort: Deutschland

Re: Verunglückte Formel 1 Fahrer

Beitrag von King123 » 12.07.2012, 10:15

Gibt es einen Grund, warum dieser Thread nicht fortgeführt wird ? Da gibt es noch Fahrer, von denen ich nicht so viel weiß, aber wissen möchte. Kann der Thread bitte fortgeführt werden? :)

Gruß
King123
#ForzaJules :checkered:

#KeepFightingMichael :checkered:

Benutzeravatar
Ronnie_Peterson
GP-Sieger
GP-Sieger
Beiträge: 4017
Registriert: 05.03.2010, 19:51
Lieblingsfahrer: Schumacher, Bottas/Kimi/ROS
Lieblingsteam: Mercedes AMG statt HAMG
Wohnort: Hauptwohnsitz: Essen Zweitwohnsitz: Nordschleife . F1-Interesse seit 1973 . RACING-FAN!

Re: Verunglückte Formel 1 Fahrer

Beitrag von Ronnie_Peterson » 12.07.2012, 12:21

King123 hat geschrieben:Gibt es einen Grund, warum dieser Thread nicht fortgeführt wird ? Da gibt es noch Fahrer, von denen ich nicht so viel weiß, aber wissen möchte. Kann der Thread bitte fortgeführt werden? :)

Gruß
King123
Der Threaderöffner war zuletzt am 07.07.2010 aktiv, sicherlich der Hauptgrund, warum er den Thread nicht fortgeführt hat.

Mein erstes, damals 1973 in Österreich (Urlaub) live geschautes F1-Rennen war Zandvoort mit dem Tod von Roger Willamson. Leider sind in den folgenden Jahren noch viele Rennfahrer zu Tode gekommen, auch mein Nick ist bewußt gewählt.
Für mich ist das ein sensibles Thema, dem ich gar nicht gern zuviel Aufmerksamkeit widme.

Das Internet enthält sicherlich alle nötigen Informationen.
Es ist aber auch ein "Geben und Nehmen".

Wenn Du also ein so gesteigertes Interesse an dem Thema hast, schlage ich vor, daß Du selber die Fortführung dieses Threads in die Hand nimmst.


lg Ronnie :)
Hamilton China 2015: "Wenn er an mir vorbei will, dann soll er halt aufschliessen und mich überholen". Selber benötigt er dafür Teamorder gegen Bottas.
Bild
Bild
Bild

Benutzeravatar
Kritias
GP-Sieger
GP-Sieger
Beiträge: 4074
Registriert: 28.03.2010, 11:53
Wohnort: Berolino

Re: Verunglückte Formel 1 Fahrer

Beitrag von Kritias » 12.07.2012, 15:26

Vielleicht ist er ja selbst verunglückt.

King123
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 2926
Registriert: 10.05.2012, 16:52
Lieblingsfahrer: George Russell
Lieblingsteam: Racing Point
Wohnort: Deutschland

Re: Verunglückte Formel 1 Fahrer

Beitrag von King123 » 13.07.2012, 10:51

Haha
Ich würde den Thread gerne fortführen, aber wie füge ich die Bilder und sowas ein?
#ForzaJules :checkered:

#KeepFightingMichael :checkered:

King123
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 2926
Registriert: 10.05.2012, 16:52
Lieblingsfahrer: George Russell
Lieblingsteam: Racing Point
Wohnort: Deutschland

Re: Verunglückte Formel 1 Fahrer

Beitrag von King123 » 05.08.2012, 11:36

Carel Godin de Beaufort

Bild



Karriere

Der Porsche-Rennleiter Huschke von Hanstein wurde auf das Talent aufmerksam. 1956 fuhr Carel das erste Mal für Porsche die 24 Stunden von Le Mans. Es folgten Rennen auf dem Nürburgring, aber auch in Venezuela. Carel fuhr Siege in Innsbruck und Spa ein, gewann als Porsche-Werksfahrer mit von Hanstein die 12 Stunden von Sebring. Die meisten Einsätze hatte Carel jedoch mit seinem privaten Rennstall „Ecurie Maarsbergen“. Und der bestand im Wesentlichen aus ihm, seiner Mutter und Cornelie. Die Nummer vier in der Ecurie Maarsbergen, der Mechaniker Ari Ansseems, kam eher zufällig ins Team. In diesem Team nahm de Beaufort in Porsche-Rennwagen an Formel 1-Rennen teil. Der übergewichtige private Porsche war jedoch nicht konkurrenzfähig und so musste sich der Niederländer mit hinteren Platzierungen zufrieden geben.
De Beaufort nahm insgesamt an 28 Grand Prix teil und erzielte insgesamt 4 WM-Punkte.


Hier in seinem privaten Porsche 718
Bild

Unfallhergang

Er verunglückte 1964 auf dem Nürburgring beim Training zum Großen Preis von Deutschland in seinem veralteten privaten Porsche 718 aus dem Jahre 1961 schwer. Im Streckenabschnitt Bergwerk verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug, flog seitwärts von der Strecke und landete an einem Baum. Beaufort wurde aus dem Cockpit geschleudert und war danach gelähmt da sein Rückenmark verletzt wurde. Doch es kam noch schlimmer. Der Krankenwagen blieb im Verkehr stecken. Im Krankenhaus wurden schwere innere Verletztungen festgestellt, ein gebrochener Wirbel, gebrochener Oberschenkel Knochen und sehr starke Kopfverletztungen. Einen Tag später starb er im Krankenhaus in Köln.

Beaufort im Fahrerlager am Nürburgring 1964
Bild



Starts: 28
WM-Punkte: 4
Beste WM Platzierung: WM 14. (1963)
Carel Godin de Beaufort (10.04.1934 - 02.08.1964)
Zuletzt geändert von King123 am 09.02.2018, 14:51, insgesamt 15-mal geändert.
#ForzaJules :checkered:

#KeepFightingMichael :checkered:

King123
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 2926
Registriert: 10.05.2012, 16:52
Lieblingsfahrer: George Russell
Lieblingsteam: Racing Point
Wohnort: Deutschland

Re: Verunglückte Formel 1 Fahrer

Beitrag von King123 » 05.08.2012, 11:53

John Taylor
Bild


Karriere

Taylor fuhr insgesamt fünf Formel-1-Rennen. Sein erstes Rennen bestritt er am 11. Juli 1964 beim Großen Preis von Großbritannien für das Team FR Gerard Cars mit einem Cooper. Bei den weiteren vier Rennen, alle in der Saison 1966, startete er für das David Bridges Team mit einem Brabham; beim Großen Preis von Frankreich holte er einen WM-Punkt für David Bridges.

Bild

Unfallhergang

John Taylor startete im August 1966 beim Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring. Bereits in der ersten Runde kollidierte er im Streckenabschnitt "Flugplatz" mit dem Formel 2-Matra MS5 des Debütanten von Jacky Ickx. Taylors Fahrzeug hob ab, schlitterte eine Böschung hinab und fing Feuer, nachdem der Brabham in ein Streckenwärterhäuschen fuhr. Ickx, der Taylor befreite, konnte das Rennen fortsetzen. Taylor erlitt Verbrennungen im Gesicht sowie auf der Brust und wurde zunächst ins Krankenhaus nach Adenau gebracht, aber kurz darauf ins Krankenhaus Evangelisches Stift in Koblenz verlegt. Vier Wochen nach dem Unfall, als er bereits zu genesen schien, verstarb Taylor an einer Brandwundeninfektion.

Starts: 5
WM-Punkte: 1
Beste WM-Platzierung: WM-20. (1966)
John Taylor 23.03.1933 - 08.10.1966
Zuletzt geändert von King123 am 09.02.2018, 14:50, insgesamt 7-mal geändert.
#ForzaJules :checkered:

#KeepFightingMichael :checkered:

King123
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 2926
Registriert: 10.05.2012, 16:52
Lieblingsfahrer: George Russell
Lieblingsteam: Racing Point
Wohnort: Deutschland

Re: Verunglückte Formel 1 Fahrer

Beitrag von King123 » 05.08.2012, 12:10

Lorenzo Bandini

Bild

Karriere

Lorenzo Bandini sammelte erste Rennsport-Erfahrung, als er 1957 mit einem geliehenen Fiat 1100 an Bergrennen teilnahm. Nur ein Jahr später machte er erstmals von sich reden, als er bei der Mille Miglia mit einem Lancia Appia Zagato seine Klasse gewann. Daraufhin startete Bandini bis 1960 auf Volpini in der Formel Junior; zunächst als Privatier, später als Fahrer für das Stanguellini-Team. Seine größten Erfolge in dieser Zeit waren der dritte Platz beim Debüt in Syracuse (1958) sowie Siege beim Liberty- und Pescara-Grand-Prix (1960).
Mimmo Dei, der Teamchef der Scuderia Centro Sud, gab Bandini 1961 die Möglichkeit, beim nicht zur Weltmeisterschaft zählenden Grand Prix von Pau einen Formel-1-Cooper T51-Maserati zu fahren. Bandini schaffte es in diesem Rennen aufs Podium und belegte hinter Jim Clark und Jo Bonnier Platz drei. Bereits zwei Monate später bestritt er seinen ersten Grand Prix im belgischen Spa. In dieser Saison nahm er noch an drei weiteren Weltmeisterschaftsläufen (ebenfalls auf Cooper-Maserati) teil (England, Deutschland, Italien). Den sportlichen Höhepunkt in diesem Jahr stellte der Sieg beim Sportwagenrennen in Pescara dar.
Bandini unterschrieb 1962 einen Vertrag als Fahrer bei der Scuderia Ferrari. Er bestritt in dieser Saison vor allem Sportwagenrennen, nahm allerdings auch an drei Formel-1-Grand-Prix teil (Monaco, Deutschland, Italien). In Monaco holte er den dritten Platz und somit seine ersten WM-Punkte. Außerdem gewann er im August den nicht zur WM zählenden Mittelmeer-Grand-Prix in Enna.
1963 war Bandini bei sieben von zehn Formel-1-Rennen am Start. Drei davon fuhr er für die Scuderia Centro-Sud auf B.R.M., bei den letzten vier Saisonläufen saß er allerdings wieder im Ferrari-Cockpit. Die besten Platzierungen in diesem Jahr waren jeweils 5. Plätze in England, den USA und Südafrika. Die Sportwagensaison verlief erfolgreich: Bei der Targa Florio wurde er Zweiter, ebenso beim 12-Stunden-Rennen von Reims an der Seite von John Surtees. Zusammen mit Ludovico Scarfiotti errang er den Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans auf einem Ferrari 250 P.


1964: Bandini in Monaco
Bild

1966 trennten sich nach nur zwei Saisonrennen die Wege von Ferrari und John Surtees. Bandini rückte damit in die Rolle des Team-Leaders auf. Die Saison verlief für die „Roten“ allerdings nicht besonders erfreulich, abgesehen vom Ferrari-Doppelsieg beim Heimrennen in Monza, wo Bandinis Teamkollegen Ludovico Scarfiotti und Mike Parkes die beiden vorderen Plätze belegten. Bandini erzielte insgesamt zwölf WM-Zähler, sein Saisonhöhepunkt war einmal mehr der Große Preis von Monaco, wo er erneut Zweiter wurde.


1965: Lorenzo Bandini vor Graham Hill

Bild

Die Saison 1967 begann für Bandini und Ferrari vielversprechend. Zusammen mit seinem Teamkollegen Chris Amon gewann er das 24-Stunden-Rennen in Daytona und das 1000-km-Rennen in Monza in einem Ferrari 330P4 Sportwagen. Im März belegte er beim nicht zur Weltmeisterschaft zählenden Formel-1-Rennen in Brands Hatch im Finalrennen den zweiten Platz.

Unfallhergang


Am 7. Mai 1967 stand der Große Preis von Monte Carlo in Monaco auf dem Rennkalender. Nach einer leichten Kollision am Start, hatte Bandinis Motor ein Ölleck - der Italiener musste in dem angeschlagenen Boliden höchste Anstrengungen aufwenden und verlor in der Schlussphase des langen Rennens immer mehr die Konzentration. Auf der Jagd nach dem führenden Denny Hulme touchierte er am Eingang der Hafenschikane leicht die Streckenbegrenzung, was seine Linie veränderte und zum Einschlag in die Strohballen an der Hafenkante auf der gegenüberliegenden Seite führte. Der Ferrari ging sofort in Flammen auf, die sich durch das auslaufende Benzin und das viele Stroh in einen riesigen Feuerball verwandelten. Aufgrund der schlechten Ausrüstung der Streckenposten konnte Bandini erst nach über drei Minuten aus dem Inferno befreit werden. Doch für ihn kam jede Hilfe zu spät - drei Tage später erlag er im Krankenhaus seinen schweren Verbrennungen. In Italien trugen sie ihren Volkshelden anschließend zu Grabe - seiner Beerdigung in der Heimat wohnten unglaubliche 100.000 Menschen bei.

Bild

Bandini 1967 in seinem Ferrari

Starts: 42
Siege: 1
Poles: 1
Podestplätze: 8
WM-Punkte: 58
Beste WM-Platzierung: WM-Vierter (1964)
Lorenzo Bandini (21.12.1935 - 10.05.1967)
Zuletzt geändert von King123 am 09.02.2018, 14:54, insgesamt 11-mal geändert.
#ForzaJules :checkered:

#KeepFightingMichael :checkered:

King123
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 2926
Registriert: 10.05.2012, 16:52
Lieblingsfahrer: George Russell
Lieblingsteam: Racing Point
Wohnort: Deutschland

Re: Verunglückte Formel 1 Fahrer

Beitrag von King123 » 05.08.2012, 12:25

Bob Anderson
Bild

Karriere

Bob Anderson war zuerst Motorradrennfahrer und bestritt zwischen 1951 und 1966 insgesamt 15 Grands Prix in der Motorrad-Weltmeisterschaft. Seine besten WM-Platzierungen erreichte er 1958 und 1960, als er auf Norton jeweils Fünfter in der 350-cm³-Klasse wurde.
Anfang der 1960er Jahre fuhr Anderson erstmals einen Lola-Formel-Junior in Snetterton und gehörte danach zum Lotus-Formula-Junior-Team. Anfang 1963 kaufte er einen Lola F1 und engagierte sich als Privat-Fahrer in der Formel 1. 1964 wurde er Brabham-Fahrer und holte sich seinen einzigen Podestplatz hinter Lorenzo Bandini und Richie Ginther beim 1. Großen Preis von Österreich am Flugplatzgelände in Zeltweg. Danach hatte er nie genug Geld, um mit den Top-Teams mitzuhalten, dachte Ende 1966 ans Aufhören, versuchte es aber noch einmal in der Saison 1967.

Bob Anderson im Brabham 1967 (Nr. 17):
Bild


Unfallhergang

Im August 1967 verunglückte er bei Privattestfahrten in Silverstone tödlich. Auf regennasser Fahrbahn rutschte er in der Abbey-Kurve von der Strecke und prallte in ein Streckenposten-Häuschen. Er erlitt schwere Nacken sowie Brustverletzungen. Einige Tage später starb er in einem Krankenhaus in Northampton.

Starts: 26
WM-Punkte: 8
Podestplätze: 1
Beste WM-Platzierung: WM-11. (1964)
Robert „Bob“ Anderson (19.05.1931 - 14.08.1967)
Zuletzt geändert von King123 am 09.02.2018, 14:56, insgesamt 7-mal geändert.
#ForzaJules :checkered:

#KeepFightingMichael :checkered:

King123
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 2926
Registriert: 10.05.2012, 16:52
Lieblingsfahrer: George Russell
Lieblingsteam: Racing Point
Wohnort: Deutschland

Re: Verunglückte Formel 1 Fahrer

Beitrag von King123 » 05.08.2012, 12:39

Jo Schlesser
Bild


Karriere


Schlesser nahm in den 1950er-Jahren erfolgreich an Tourenwagenrennen teil und gehörte bis zu seinem Tod zu den besten Sportwagenrennfahrern. Im Februar 1968 startete er auf einem Porsche 907 bei den 24 Stunden von Daytona und belegte mit Joe Buzetta den dritten Platz. Beim 1000-km-Rennen von Spa-Francorchamps am 26. Mai 1968 fuhr er – ebenfalls auf Porsche 907 – mit 4:00,30 Minuten die schnellste Rennrunde und wurde mit Gerhard Mitter Zweiter der Gesamtwertung.
1966 und 1967 startete er beim Großen Preis von Deutschland in der Formel-2-Wertung. Beide Male steuerte er einen Matra MS5-Ford, 1967 war er Fahrer des Teams Ecurie Ford-France.

1966: Schlesser hebt im Matra an der Sprungkuppe der Nordschleife ab
Bild

Unfallhergang

Beim Großen Preis von Frankreich in Rouen 1968 fuhr Schlesser erstmals einen Formel-1-Wagen, den Honda RA302. John Surtees, der das Fahrzeug vorher getestet hatte, hielt den Wagen für zu unausgereift und weigerte sich diesen in Rouen zu fahren. Deshalb wurde Schlesser als Gaststarter für das Fahrzeug verpflichtet.
In der dritten Runde wurde er im Streckenabschnitt Virage des Six Frères gerammt. Schlesser verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug, schleuderte eine Böschung hinauf, überschlug sich und fing Feuer. Durch das auslaufende Benzin wurde das Feuer zu einem Großbrand. Jo Schlesser starb nach kurzer Zeit an seinen schweren Brandverletzungen. Honda zog sich wegen dieses Unfalls nach Saisonende aus der Formel 1 zurück.

Schlesser im Honda RA302
Bild


Starts: 3
WM-Punkte: 0
Jo Schlesser (18.05.1928 - 07.07.1968)
Zuletzt geändert von King123 am 17.05.2019, 16:25, insgesamt 8-mal geändert.
#ForzaJules :checkered:

#KeepFightingMichael :checkered:

King123
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 2926
Registriert: 10.05.2012, 16:52
Lieblingsfahrer: George Russell
Lieblingsteam: Racing Point
Wohnort: Deutschland

Re: Verunglückte Formel 1 Fahrer

Beitrag von King123 » 05.08.2012, 12:54

Gerhard Mitter
Bild


Karriere


Gerhard Mitter war eine der herausragenden Rennfahrer-Persönlichkeiten der 1950er und 1960er Jahre. Als Teamkollege, Copilot oder Konkurrent ging er mit anderen legendären Fahrern wie Jochen Rindt, Ludovico Scarfiotti, Hubert Hahne, Udo Schütz oder Herbert Linge an den Start. Nach sehr erfolgreichen Jahren in der Formel Junior auf teilweise selbstentwickelten Rennwagen mit DKW-Motoren belegte er beim GP Deutschland 1963 auf dem Nürburgring auf einem unterlegenen Porsche 718 einen respektablen vierten Platz. Porsche-Rennleiter Huschke von Hanstein war beeindruckt, Mitter bekam einen Vertrag als Porsche-Werksfahrer und enttäuschte die Erwartungen nicht: 1966, 1967 und 1968 wurde er dreimal hintereinander Europa-Bergmeister auf Porsche-Prototypen, gewann 1969 auf dem 908/2 zusammen mit Udo Schütz die Targa Florio auf Sizilien. Bei Einsätzen in den USA errang er diverse Klassensiege.


1969: Die Targa Florio
Bild

1969 hatte Gehard Mitter, der einen festen Platz in einem Formel-1-Team anstrebte, einen Vertrag für Formel-2-Einsätze mit BMW. Beim Eifelrennen am 27. April 1969 auf dem Nürburgring fuhr er gewissermaßen zur Probe den zusammen mit Dornier neu entwickelten BMW F 269 und gab nach der sechsten von zehn Runden wegen einer immer schwergängigeren Lenkung auf. Zum Großen Preis von Deutschland im August, in dem Formel-1- und Formel-2-Wagen gemeinsam starteten, trat BMW mit drei F 269 an, die Hubert Hahne, Gerhard Mitter und Dieter Quester fahren sollten. Doch am Rennen sollte er nie teilnehmen können.



Unfallhergang

In der zweiten Runde des Nachmittagstrainings am Freitag, 1. August 1969, verunglückte Gerhard Mitter im Streckenabschnitt Schwedenkreuz mit seinem BMW tödlich. Bei hoher Geschwindkeit brach die Radaufhängung, ein Rad löste sich und Mitter verlor die Herrschaft über das Fahrzeug. Der BMW prallte gegen die Streckenbegrenzung. Mitter starb noch an der Unfallstelle. Gerhard Mitter hinterließ seine Frau sowie eine zehnjährige Tochter und einen achtjährigen Sohn.


Gerhard Mitter beim Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring im Jahr 1963

Bild



Starts: 5
WM-Punkte: 3
Beste WM-Platzierung: WM-Zwölfter (1963)
Gerhard Karl Mitter (30.08.1935 - 01.08.1969)
Zuletzt geändert von King123 am 09.02.2018, 15:35, insgesamt 10-mal geändert.
#ForzaJules :checkered:

#KeepFightingMichael :checkered:

King123
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 2926
Registriert: 10.05.2012, 16:52
Lieblingsfahrer: George Russell
Lieblingsteam: Racing Point
Wohnort: Deutschland

Re: Verunglückte Formel 1 Fahrer

Beitrag von King123 » 05.08.2012, 13:04

Piers Courage
Bild

Karriere

Von 1966 bis 1970 war er in der Formel 1 als Fahrer für Lotus, B.R.M. und zuletzt für Williams aktiv.
Piers Courage fuhr 28 Grand Prix und erzielte 1968 und 1969 insgesamt 20 Weltmeisterschaftspunkte.

Courage 1967
Bild

...und in einem De Tomaso von Frank Williams im Jahr 1970, seinem Unfallwagen in Zandvoort
Bild



Unfallhergang


Am 21. Juni 1970, im Alter von 28 Jahren, verunglückte er während des Grand Prix der Niederlande tödlich. Courage verlor wahrscheinlich aufgrund einer Bodenunebenheit im Streckenbereich "Tunnel Oost" die Kontrolle über sein Fahrzeug (andere Quellen sprechen von einem Fahrfehler oder einem Bruch der Radaufhängung), prallte in einen Zaun und überschlug sich anschließend auf der Rennstrecke mehrfach. Noch während das Fahrzeug in Bewegung war, brach der Benzintank und es brach ein gewaltiges Feuer aus. Courage wurde von einem seiner Vorderräder am Kopf getroffen und war sofort tot. Der Helm löste sich beim Unfall. Er konnte nicht rechtzeitig aus den Flammen befreit werden, weil die Feuerwehr zu langsam war und zu spät am Unfallort eintraf. Nicht das Benzin entzündete das Feuer, sondern das Chassis und die Karosserie. Das Chassis und die Karosserie des Wagens bestanden aus Magnesium. Magnesium ist ein leichtes Metall, das unter bestimmten Umständen brennt. Die Konstrukteure hatten es verwandt, um den Wagen leichter zu machen. Der Brand des Fahrzeuges war so intensiv, dass in der Nähe liegende Bäume ebenfalls Feuer fingen. Wie auf einem Video zu erkennen ist, war es nicht nur ein kleiner Fahrzeugbrand, sondern eine Art Großflächeninferno. Magnesium kann man nicht mit Wasser löschen. Die Feuerwehrleute der Rennstrecke warteten mehrere Stunden, bis der Brand soweit zurückgegangen war, dass man das restliche Feuer auch mit Wasser löschen konnte. Es wurde zusätzlich noch etwas Erde verwendet, um den Wagen vollständig zu löschen.

Starts: 28
WM-Punkte: 20
Podestplätze: 2
Beste WM-Platzierung: WM-Achter (1969)
Piers Raymond Courage (27.05.1942 - 21.06.1970)
Zuletzt geändert von King123 am 09.02.2018, 15:36, insgesamt 8-mal geändert.
#ForzaJules :checkered:

#KeepFightingMichael :checkered:

King123
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 2926
Registriert: 10.05.2012, 16:52
Lieblingsfahrer: George Russell
Lieblingsteam: Racing Point
Wohnort: Deutschland

Re: Verunglückte Formel 1 Fahrer

Beitrag von King123 » 05.08.2012, 13:21

Jochen Rindt
Bild

Karriere

Als Jochen Rindt ein Jahr alt war, kamen seine Eltern bei einem Bombenangriff des Zweiten Weltkrieges ums Leben. Daraufhin wurde er von seinen in Graz lebenden Großeltern aufgenommen. Nach Abschluss der Schule mit Abitur begann er 1961 an ersten regionalen Autorennen teilzunehmen. Das Geld für sein Auto wurde ihm damals von seiner Großmutter zur bestandenen Matura geschenkt. Ab 1962 startete er, nach ersten Erfolgen mit einem Alfa Romeo TI, bei zahlreichen organisierten Veranstaltungen.

Bereits 1963 erhielt er seinen ersten Vertrag in der Formel Junior, in der er nach einigen Siegen als vielversprechendes Nachwuchstalent auf sich aufmerksam machen konnte. 1964 wurde Rindt Privat-Fahrer in der Formel 2. Nach seinem spektakulären Sieg in Crystal wechselte er noch in der laufenden Saison zum Grand Prix von Österreich mit "Rob Walker Racing" in die Königs-Klasse der Formel 1. 1965 gewann Jochen Rindt die 24 Stunden von Le Mans. 1966 wurde er WM-Dritter.

Im März 1967 heiratete Rindt die Finnin Nina Lincoln und am 7. August 1968 wurde die gemeinsame Tochter Natascha geboren. Von 1967 bis 1968 fuhr er für Cooper in der Formel1, 1968 wechselte er zu Brabham. 1969 erfolgte der Wechsel zu Lotus, mit denen er den Grand Prix der USA gewinnen konnte. Das Vertrauen zu Lotus-Rennwagen wurde jedoch ab diesem Jahr stark angekratzt. Ein schwerer Unfall in Montjuic, bei dem sein Heckflügel brach und sich Jochen Rindt schwer verletzte, machte ihn zum Kritiker der Sicherheit im Motorsport. 1970 lief er zur Hochform auf. Rindt wurde Sieger von fünf Grand Prix Rennen in Folge, wodurch er in der WM-Wertung klar in Führung ging.

Rindt im Brabham in der Formel 2
Bild


Unfallhergang


Beim Abschlusstraining zum Großen Preis von Italien in Monza 1970 verunglückte Rindt tödlich. Denny Hulme, der direkter Augenzeuge seines tödlichen Unfalls war, konnte beobachten wie der Lotus von Rindt beim Anbremsten zur Parabolica-Kurve ins Schleudern geriet und frontal in die Leitschienen einschlug. Durch den Aufprall wurde Rindt die Hauptschlagader am Hals durchtrennt sowie der Brustkorb eingedrückt. Er starb auf dem Weg ins Krankenhaus an seinen Verletzungen. Unfallursache war eine defekte Bremswelle. Zwei Monate später wurde seiner Witwe Nina die Trophäe für den Gewinn des Fahrerchampionats überreicht. Jochen Rindt ist als einziger Weltmeister, der posthum den Titel gewann, in die Formel-1-Geschichte eingegangen.


Jackie Stewart (links) und Jochen Rindt (rechts)
Bild


Rindt 1970
Bild

Starts: 60
Siege: 6
WM-Punkte: 109
Beste WM-Platzierung: Weltmeister 1970
Karl Jochen Rindt (18.04.1942 - 05.10.1970)
Zuletzt geändert von King123 am 09.02.2018, 15:37, insgesamt 10-mal geändert.
#ForzaJules :checkered:

#KeepFightingMichael :checkered:

King123
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 2926
Registriert: 10.05.2012, 16:52
Lieblingsfahrer: George Russell
Lieblingsteam: Racing Point
Wohnort: Deutschland

Re: Verunglückte Formel 1 Fahrer

Beitrag von King123 » 05.08.2012, 13:41

Jo Siffert

Bild

Karriere
Bereits als Kind besuchte „Seppi“ Siffert mit seinem Vater, einem Molkerei-Besitzer, Motorsportveranstaltungen in der Schweiz. Fasziniert von den charismatischen Fahrern jener Zeit beschloss er selbst Rennfahrer zu werden. Da seine Eltern ihm diesen Sport nicht finanzieren konnten, versuchte Siffert nach seinem Schulabschluss zunächst als Altmetall- und Lumpensammler das nötige Geld zu verdienen. Später machte er eine Lehre als Karosseriespengler und stieg in den Gebrauchtwagenhandel ein.

Siffert 1962
Bild

1962 erhielt Siffert vom neu gegründeten Schweizer Ecurie Filipinetti Team die Möglichkeit, in die Formel 1 einzusteigen. Beim Grossen Preis von Belgien konnte er sich mit einem Lotus-Climax für seinen ersten Formel-1-Grand-Prix qualifizieren und das Rennen als Zehnter beenden. Die Saison 1963 begann nicht vielversprechend. Nachdem er häufig wegen technischer Pannen Rennen nicht bestreiten konnte, kam es nach dem Grossen Preis von Monaco zum Zerwürfnis mit dem Team. Er musste sich sowohl aus seinem Vertrag freikaufen als auch den Lotus 24 übernehmen. Mit diesem Rennwagen bestritt er, wieder als Fahrer seines eigenen Siffert Racing Team, die folgenden Formel-1-Rennen und einige Bergrennen. Für die Saison 1964 kaufte er sich bei Brabham einen F1-Wagen mit B.R.M.-Motor. Trotz einiger Erfolge konnte er gegen Saisonende die Teilnahme an den Überseerennen in den USA und in Mexiko nicht finanzieren. Um dennoch starten zu können, liess Siffert sich als dritter Fahrer für das Rob Walker Racing Team verpflichten und lackierte seinen Wagen in die Teamfarbe blau um. Den Grossen Preis der USA konnte er hinter Graham Hill und John Surtees mit einem Podiumsplatz beenden. Zusätzlich nahm Siffert für sein Team ab 1964 auch an Formel-2-Rennen teil. 1967 wurde er Werksfahrer für das BMW-F2-Team.
Ab 1965 startete er regulär für das Rob-Walker-Racing-Team. Sifferts erster grosser Erfolg in der Formel 1 war der Sieg im Grossen Preis von Grossbritannien 1968 in Brands Hatch vor Chris Amon und Jacky Ickx. Am Ende der Saison wurde er in der Meisterschaft Siebter. 1970 wechselte er für ein Jahr zu March. Da Siffert dort aber keinen konkurrenzfähigen Wagen hatte und keine Erfolge einfahren konnte, wechselte er für die Saison 1971 zu B.R.M.. Seine letzte Formel-1-Saison sollte auch seine erfolgreichste werden. Er gewann mit dem Zwölfzylinder den Grossen Preis von Österreich und wurde beim Grossen Preis der USA hinter François Cevert Zweiter. In der Weltmeisterschaft belegte er den fünften Platz.

Bild
Jo Siffert in Le Mans

Unfallhergang

Eigentlich hätte der GP von Mexiko an diesem Wochenende die Saison beschliessen sollen. Aber weil Pedro Rodrigues am 11. Juli tödlich verunglückt ist, wurde dieser Grand Prix abgesagt. Der Mexikaner war Teamgefährte Sifferts bei Porsche und BRM. Am Steuer eines Ferrari-Prototyps hatte er bei einem Interserie-Rennen auf dem Norisring sein Leben verloren.

Beim nicht zur Formel-1-Weltmeisterschaft zählenden World Championship Victory Race (zu Ehren des schon feststehenden WM-Siegers) am 24. Oktober 1971 in Brands Hatch, seinem 41. Autorennen in diesem Jahr, hatte Siffert in der Startphase eine zunächst harmlos erscheinende Kollision mit Ronnie Peterson. Dabei wurde seine Radaufhängung jedoch beschädigt.
Vor der Hawthorn-Kurve brach in der 15. Runde die beschädigte Radaufhängung endgültig. Der B.R.M bog abrupt nach rechts ab und prallte gegen einen Erdwall. Dabei wurde der seitliche Benzintank aufgerissen, der Wagen überschlug sich und ging in Flammen auf. Dabei wurde Siffert, der im Cockpit eingeklemmt war, die Atemluft entzogen und er erstickte in den Flammen bevor er verbrannte. Die Feuerwehr hatte keine Chance Siffert aus dem Inferno zu befreien oder das Feuer zu löschen.

Jackie Stewart, der zum Zeitpunkt des Unfalles vor Jo Siffert gefahren ist, sagte später, der Schweizer habe die Piste etwa hundert Meter vor der Stelle verlassen, an der er hätte abbremsen sollen. Der schottische Champion schließt damit jeden Fahrfehler aus. Andere vertreten die Ansicht, dass ein Reifen Luft verloren habe.


Jo Siffert 1971

Bild


Starts: 96
Siege: 2
Podestplätze: 6
WM-Punkte: 68
Beste WM-Platzierung: WM-Fünfter (1971)
Joseph „Jo“ Siffert (07.07.1936 - 24.11.1971)
Zuletzt geändert von King123 am 09.02.2018, 15:40, insgesamt 9-mal geändert.
#ForzaJules :checkered:

#KeepFightingMichael :checkered:

King123
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 2926
Registriert: 10.05.2012, 16:52
Lieblingsfahrer: George Russell
Lieblingsteam: Racing Point
Wohnort: Deutschland

Re: Verunglückte Formel 1 Fahrer

Beitrag von King123 » 05.08.2012, 19:03

Roger Williamson
Bild


Karriere


Er begann bereits im Jahre 1968 an Bergrennen teilzunehmen. Im Jahr 1971 begegnete er seinem zukünftigen Mentor, Rennstallbesitzer und Sponsor Tom Wheatcroft. Damals genoss Williamson hohes Ansehen, er war sehr sympathisch zu Fans und Fahrern gleichermaßen und galt als humorvoll und gelassen.
Nach zwei sehr erfolgreichen Jahren (1971/1972) in der britischen Formel 3 wurde Williamson im Jahre 1973 vom March-Team als Werksfahrer verpflichtet und sollte in dieser Saison für das Team bis 1974 einige Rennen bestreiten. Er wollte in die Formel 2 wechseln, doch Wheatcroft, eine Art March-Lobbyist, wollte ihn in die Formel 1 holen. In seinem ersten Rennen, dem Grand Prix von Großbritannien in Silverstone, war Williamson am Ende der ersten Runde in eine Massenkollision verwickelt, er blieb jedoch unverletzt. Das Fahrzeug war für den späteren Neustart zu stark beschädigt worden.


Williamson 1973 in Zandvoort

Bild



Unfallhergang
Bei seinem zweiten Formel 1 Rennen am 29. Juli 1973 in Zandvoort verunglückte er in einem tragischen Unfall tödlich. In der siebten Runde platzt Williamson der Reifen. Sein Wagen wird von einer unsachgemäß verankerten Leitplanke katapultartig auf die Straße zurückgeschleudert und kommt auf der gegenüberliegenden, inneren Straßenseite zum Stehen. Purley passiert in der achten Runde den brennenden March, wie so viele seiner Kollegen. Aber nur er hält an. Nach ihm stoppt keiner mehr, weil alle glauben, Purley gehöre zu dem verbrennenden Wrack! Vielmehr wundert sich der Rest des Felds, warum sich der Pilot nicht von dem Feuer entfernt. Für sein Handeln erhält Purley später mehrere Auszeichnungen. Erhalten hätte er aber lieber das Leben seines Kumpels. Williamson verbrannte qualvoll in seinem Fahrzeug.

Starts: 2
Roger Williamson (02.02.1948 - 29.07.1973)
Zuletzt geändert von King123 am 09.02.2018, 15:41, insgesamt 5-mal geändert.
#ForzaJules :checkered:

#KeepFightingMichael :checkered:

Antworten