1. Rennen: Der Große Preis von Australien

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Re: 1. Rennen: Der Große Preis von Australien

Beitrag von RedBull_Formula1 » 26.03.2017, 22:51

Terence hat geschrieben:
die Fans :mrgreen:
Merke 1: Die Fans lieben den Ferrari, dass sie sich sogar fast überfahren lassen
Merke 2: Irgendein froher Ferrari-typ steht unglaublich breitbeinig neben der Pitwall und freut sich so sehr, dass auch er sich überfahren lassen will
Merke 3: Arrivabene kann sich kaum bändigen. Er würde den Seb noch vor dem Parc Ferme und der Siegerehrung bespringen
Merke 4: Die neuen Boliden sind solche Monster, dass sie nicht nebeneinander in die Unterführung vom Melbourne-Boxengebäude passen.
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Re: 1. Rennen: Der Große Preis von Australien

Beitrag von RedBull_Formula1 » 26.03.2017, 22:53

motorsportfan88 hat geschrieben:
RedBull_Formula1 hat geschrieben:
motorsportfan88 hat geschrieben:

Ist klar das du das Rennen klasse fandest. Feiert das habt ihr verdient, aber das Rennen war eine absolute Katastrophe.

Deine Beispiele sind völliger Mumpitz!
Das einige richtige Manöver war Perez an Sainz. Sainz musste voll bremsen sonst Doppelausfall. (Drs)

Alonso war so langsam wegen Problemen.

Hamilton hatte keinen Zweikampf mit Verstappen, er war nie so nah dran einen einzuleiten. (mit neuen Reifen gegen tote Ultrasofts und einen Wagen der 1 sec. schneller ist)

Ich hoffe in China und Bahrain passiert was, sonst wird das ganz Finster dieses Jahr.
Nicht umsonst soll DRS ja schon in der Saison verstärkt werden, weil man schon von den Testfahrten wusste das nix mehr geht.
So mancher Mercedes Sieg zwischen 2014 und 2016 war eine noch größere länger anhaltende Katastrophe und Folter für jeden F1 Fan.
Habe ich nie bestritten, nur ist das kein Grund hier ein ordentliches Rennen bei zu reden oder?
Das war es nicht!
Ich habe impliziert, dass ich das heutige Rennen besser fand, als das MGP Solo Rennen zwischen 2014 - 2016. Das es spannender sein sollte ist auch mir klar. Aber hey, wir haben gerade mal ein Rennen auf einem "quasi" Stadtkurs gefahren...
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Re: 1. Rennen: Der Große Preis von Australien

Beitrag von Iceman24 » 27.03.2017, 08:37

Grundsätzlich ist es so gekommen, wie man es erwarten konnte. Die Autos waren zwar in der Quali schnell, jedoch nicht so schnell wie man erwartete. Im Rennen waren sie immernoch deutlich langsamer. Ich hab mir mal die Mühe gemacht, die schnellsten 2004er Rennrunden und die 2017er schnellsten Runden zusammen zu führen:

2004 Michael Schumacher Ferrari 1:24.125
2004 Rubens Barrichello Ferrari 1:24.179
2004 Fernando Alonso Renault 1:25.088
2004 Juan Pablo Montoya Williams 1:25.286
2004 Ralf Schumacher Williams 1:25.824
2004 Mark Webber Jaguar 1:25.952
2004 Jenson Button BAR 1:25.982
2004 Takuma Sato BAR 1:26.077
2004 Jarno Trulli Renault 1:26.275
2004 Giancarlo Fisichella Sauber 1:26.282
2004 David Coulthard McLaren 1:26.328
2017 Kimi Räikkönen Ferrari 1:26.538
2017 Valtteri Bottas Mercedes 1:26.593
2017 Sebastian Vettel Ferrari 1:26.638
2017 Daniil Kvyat Toro Rosso 1:26.711
2004 Felipe Massa Sauber 1:26.846
2017 Max Verstappen Red Bull 1:26.964
2017 Lewis Hamilton Mercedes AMG 1:27.033
2004 Nick Heidfeld Jordan 1:27.503
2017 Kevin Magnussen Haas F1 Team 1:27.568
2017 Carlos Sainz jr. Toro Rosso 1:27.677
2004 Olivier Panis Toyota 1:27.807
2004 Cristiano da Matta Toyota 1:27.820
2004 Christian Klien Jaguar 1:27.840
2004 Kimi Räikkönen McLaren 1:27.936
2017 Felipe Massa Williams 1:28.045
2017 Sergio Pérez Force India 1:28.336
2017 Esteban Ocon Force India 1:28.475
2017 Nico Hülkenberg Renault 1:28.486
2004 Giorgio Pantano Jordan 1:28.523
2017 Antonio Giovinazzi Sauber 1:29.052
2017 Lance Stroll Williams 1:29.389
2017 Stoffel Vandoorne McLaren 1:29.440
2017 Daniel Ricciardo Red Bull 1:29.447
2017 Fernando Alonso McLaren 1:30.077
2004 Gianmaria Bruni Minardi 1:30.161
2017 Romain Grosjean Haas F1 Team 1:30.183
2004 Zsolt Baumgartner Minardi 1:30.621
2017 Marcus Ericsson Sauber 1:32.052
2017 Jolyon Palmer Renault 1:32.195

Bedenkt man dann noch, dass die 2004er Zeiten verteilt über das ganze Rennen gefahren wurden, die 2017er Zeiten aber so gut wie alle im letzten Renndrittel, sieht man, dass die Fahrzeuge damals deutlich schneller waren während des Rennens.
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Re: 1. Rennen: Der Große Preis von Australien

Beitrag von LoK-hellscream » 27.03.2017, 09:04

Iceman24 hat geschrieben:Bedenkt man dann noch, dass die 2004er Zeiten verteilt über das ganze Rennen gefahren wurden, die 2017er Zeiten aber so gut wie alle im letzten Renndrittel, sieht man, dass die Fahrzeuge damals deutlich schneller waren während des Rennens.
Selten so einen dämlichen Vergleich gesehen. Damals war Nachtanken noch erlaubt, logisch, dass die schnellsten Rennrunden dann über das ganze Rennen verteilt gefahren wurden. Abgesehen davon waren die Auto auch ohne Sprit um die 100 kg leichter. Somit kann man die Rennrunden auf Grund der unterschiedlichen Reglements nicht vergleichen. Die Quali-Runden jedoch schon, denn die zeigen, wozu die Autos über 1 Runde in der Lage sind.

Allgemein zum Rennen: Viele beschweren sich über haltbare Reifen, über wenig Überholmanöver und vieles mehr. Aber im Grunde habe wir am Sonntag ein tolles Rennen im Stile früherer Zeiten gesehen. Hätte es noch Tankstopps gegeben, hätte man trotz DRS glauben können, man verfolge ein Rennen aus den späten 90er oder frühen 2000ern.

Mir persönlich hat es deshalb sehr gut gefallen. Die schlechte Resonanz von manchen bestätigt mich aber nur darin, dass die meistens Fans nicht wissen, was sie wollen. Sie schreien nach dies und jenem, wird dies umgesetzt, ist man aber trotzdem wieder nicht zufrieden und will was ganz anderes.

Deshalb Daumen runter für die Fans! :thumbs_down:

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Re: 1. Rennen: Der Große Preis von Australien

Beitrag von Iceman24 » 27.03.2017, 09:10

LoK-hellscream hat geschrieben:
Iceman24 hat geschrieben:Bedenkt man dann noch, dass die 2004er Zeiten verteilt über das ganze Rennen gefahren wurden, die 2017er Zeiten aber so gut wie alle im letzten Renndrittel, sieht man, dass die Fahrzeuge damals deutlich schneller waren während des Rennens.
Selten so einen dämlichen Vergleich gesehen. Damals war Nachtanken noch erlaubt, logisch, dass die schnellsten Rennrunden dann über das ganze Rennen verteilt gefahren wurden. Abgesehen davon waren die Auto auch ohne Sprit um die 100 kg leichter. Somit kann man die Rennrunden auf Grund der unterschiedlichen Reglements nicht vergleichen. Die Quali-Runden jedoch schon, denn die zeigen, wozu die Autos über 1 Runde in der Lage sind.
Ja klar, eben wegen dem Nachtanken waren die Runden über das ganze Rennen verteilt und daher waren die Fahrzeuge auch das ganze Rennen über deutlich schneller. Und ja, Nachtanken war erlaubt und die Autos leichter. Du sagst, dass man die Fahrzeuge darum nicht vergleich kann. Aber auch in der Quali haben die neuen Fahrzeuge breitere Reifen und keine Rillenreifen, dann könnte man die Fahrzeuge ja auch dort nicht vergleichen, denn die 2004er Fahrzeuge wären mit Slicks und breiteren Ultra-Soft Reifen nochmals deutlich schneller. Schlussendlich ist das Gesamtpaket entscheidend. Wie schwer das Auto ist, ist ein Teil der Performance und daher nicht relevant für den Vergleich. Auch das Spritsparen, etc. gehört zur Performance und kann daher gut verglichen werden. Vorallem wenn man eben im Vorfeld Aussagen macht, welche darauf abzielen, dass die F1 noch nie so schnell wie dieses Jahr war. Auf eine Runde mag das auch stimmen, aber auf die Renndistanz eben nicht.
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Re: 1. Rennen: Der Große Preis von Australien

Beitrag von LoK-hellscream » 27.03.2017, 10:04

Iceman24 hat geschrieben:Ja klar, eben wegen dem Nachtanken waren die Runden über das ganze Rennen verteilt und daher waren die Fahrzeuge auch das ganze Rennen über deutlich schneller. Und ja, Nachtanken war erlaubt und die Autos leichter. Du sagst, dass man die Fahrzeuge darum nicht vergleich kann. Aber auch in der Quali haben die neuen Fahrzeuge breitere Reifen und keine Rillenreifen, dann könnte man die Fahrzeuge ja auch dort nicht vergleichen, denn die 2004er Fahrzeuge wären mit Slicks und breiteren Ultra-Soft Reifen nochmals deutlich schneller. Schlussendlich ist das Gesamtpaket entscheidend. Wie schwer das Auto ist, ist ein Teil der Performance und daher nicht relevant für den Vergleich. Auch das Spritsparen, etc. gehört zur Performance und kann daher gut verglichen werden. Vorallem wenn man eben im Vorfeld Aussagen macht, welche darauf abzielen, dass die F1 noch nie so schnell wie dieses Jahr war. Auf eine Runde mag das auch stimmen, aber auf die Renndistanz eben nicht.
Abgesehen davon, dass du weiterhin Äpfel mit Birnen vergleichst, folgendes:

Kein Mensch kann uns sagen, ob die Rillenreifen 2004 wirklich langsamer waren als die Slicks 2017. Es sind unterschiedliche Hersteller und komplett unvergleichbare Gummimischungen. Die Rillen sind zwar für die Performance nicht förderlich, dies bedeutet aber nicht automatisch, dass diese Reifen einem Slick unterlegen sind. Dies kommt auf die Reifenmischung dann an und hierfür würden wir das Selbe Auto auf diesen unterschiedlichen Reifenmischungen sehen müssen. Und selbst dann könnten wir keinen eindeutigen Vergleich ziehen, da die Autos 2004 für diese Reifen gebaut wurden, genau wie die Autos 2017 für die aktuellen Reifen.

Einen anständigen Vergleich kann man zwischen 2004 und 2017 nur im Qualy machen, da dies zeigt, was unter dem jeweiligen Regelment auf 1 schnelle Runde möglich ist bzw. war. Im Rennen geht dies einfach nicht, da zu viele Faktoren anders sind.

Zumal ich auch den Sinn dahinter nicht verstehe. Das Rennen gestern hat gezeigt, dass die Fahrer pushen können mit den Autos und den Reifen der Saison 2017. Und sie können dem Vordermann recht lange folgen, ohne Probleme zu bekommen. Das zählt für mich, nicht, ob die Autos jetzt eine Sekunde schneller oder langsamer pro Runde sind, das fällt nämlich nicht auf.

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Re: 1. Rennen: Der Große Preis von Australien

Beitrag von Iceman24 » 27.03.2017, 10:21

LoK-hellscream hat geschrieben:
Abgesehen davon, dass du weiterhin Äpfel mit Birnen vergleichst, folgendes:

Kein Mensch kann uns sagen, ob die Rillenreifen 2004 wirklich langsamer waren als die Slicks 2017. Es sind unterschiedliche Hersteller und komplett unvergleichbare Gummimischungen. Die Rillen sind zwar für die Performance nicht förderlich, dies bedeutet aber nicht automatisch, dass diese Reifen einem Slick unterlegen sind. Dies kommt auf die Reifenmischung dann an und hierfür würden wir das Selbe Auto auf diesen unterschiedlichen Reifenmischungen sehen müssen. Und selbst dann könnten wir keinen eindeutigen Vergleich ziehen, da die Autos 2004 für diese Reifen gebaut wurden, genau wie die Autos 2017 für die aktuellen Reifen.

Einen anständigen Vergleich kann man zwischen 2004 und 2017 nur im Qualy machen, da dies zeigt, was unter dem jeweiligen Regelment auf 1 schnelle Runde möglich ist bzw. war. Im Rennen geht dies einfach nicht, da zu viele Faktoren anders sind.

Zumal ich auch den Sinn dahinter nicht verstehe. Das Rennen gestern hat gezeigt, dass die Fahrer pushen können mit den Autos und den Reifen der Saison 2017. Und sie können dem Vordermann recht lange folgen, ohne Probleme zu bekommen. Das zählt für mich, nicht, ob die Autos jetzt eine Sekunde schneller oder langsamer pro Runde sind, das fällt nämlich nicht auf.
Natürlich sind die breiteren, wesentlich weicheren Slicks schneller als die Rillenreifen von damals. Sah man ja z.B. an der Barcelona Bestzeit von Massa, der 2008 in Barcelona bei einem Tests mit Slicks eine 1:18.3 fuhr und somit deutlich schneller war.

Der Vergleich der Quali zwischen den beiden Fahrzeugen ist genau das selbe wie der Vergleich der Rennperformance. Im Rennen als auch in der Quali ensteht der Unterschied in der Performance durch Regelunterschiede. Für die Performance ist es aber völlig irrelevant, warum das eine Auto schneller ist als das andere. Der entscheidende Punkt ist rein der Speed. Die 2017er sind in der Quali schneller als die 2004er, weil sie weichere und breitere Slicks haben und aerodynamischer wohl ausgefeilter sind. Zudem sind die Autos breiter. Das ist aber völlig egal, da sie schneller sind und das entscheidet. Das selbe gilt für das Rennen. Die Frage nach dem Warum spielt hier überhaupt keine Rolle. Die 2004er waren während des Rennens über zwei Sekunden schneller. Das ist der springende Punkt. Meine Aussage bezog sich darauf, dass behauptet wurde, dass die F1 noch nie so schnell war wie jetzt. Für die Quali mag das auch stimmen. Aber im Rennen stimmt das, wegen den Regeln, eben nicht. Da ist die Formel 1 von heute noch Meilenweit von der damaligen Formel 1 weg.
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Re: 1. Rennen: Der Große Preis von Australien

Beitrag von LoK-hellscream » 27.03.2017, 10:54

Iceman24 hat geschrieben:
Natürlich sind die breiteren, wesentlich weicheren Slicks schneller als die Rillenreifen von damals. Sah man ja z.B. an der Barcelona Bestzeit von Massa, der 2008 in Barcelona bei einem Tests mit Slicks eine 1:18.3 fuhr und somit deutlich schneller war.
Stellst du dich nur dumm oder willst du es echt nicht kapieren? Der Test-Slick von 2008 war von Bridgestone und hat mit dem Slick von 2017 von Pirelli nur eines gemeinsam, nämlich, dass er ein Slick ist. Die kann man absolut nicht vergleichen. Zumal du dich hier auf die 2008er Holzreifen mit Rille von Bridgestone beziehst als Vergleich zum Slick, und nicht auf die 2004er Reifenkrieg Rillenreifen von Michelin und Bridgestone, welche von der Performance weit überlegen gegenüber den Reifen des Jahres 2008 sind.
Der Vergleich der Quali zwischen den beiden Fahrzeugen ist genau das selbe wie der Vergleich der Rennperformance. Im Rennen als auch in der Quali ensteht der Unterschied in der Performance durch Regelunterschiede. Für die Performance ist es aber völlig irrelevant, warum das eine Auto schneller ist als das andere. Der entscheidende Punkt ist rein der Speed. Die 2017er sind in der Quali schneller als die 2004er, weil sie weichere und breitere Slicks haben und aerodynamischer wohl ausgefeilter sind. Zudem sind die Autos breiter. Das ist aber völlig egal, da sie schneller sind und das entscheidet. Das selbe gilt für das Rennen. Die Frage nach dem Warum spielt hier überhaupt keine Rolle. Die 2004er waren während des Rennens über zwei Sekunden schneller. Das ist der springende Punkt. Meine Aussage bezog sich darauf, dass behauptet wurde, dass die F1 noch nie so schnell war wie jetzt. Für die Quali mag das auch stimmen. Aber im Rennen stimmt das, wegen den Regeln, eben nicht. Da ist die Formel 1 von heute noch Meilenweit von der damaligen Formel 1 weg.
Sicherlich, aber man kann im Quali feststellen, wie schnell das Auto auf einer Runde unter dem jeweiligen Reglement ist, da hier uneingeschränkt gepusht wird nach den Möglichkeiten des Reglements. Im Rennen jedoch werden die Autos je nach Reglement unterschiedlich stark eingebremst.

Somit ist ein Vergleich von den Quali-Zeiten möglich (Schnellstmögliche Runde unter jeweiligem Reglement), ein Vergleich der Rennrunden-Zeiten aber nur bedingt (Äpfel mit Birnen), auf Grund der Limitierungen, die es im Quali nicht gibt.

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Re: 1. Rennen: Der Große Preis von Australien

Beitrag von Iceman24 » 27.03.2017, 11:14

LoK-hellscream hat geschrieben: Stellst du dich nur dumm oder willst du es echt nicht kapieren? Der Test-Slick von 2008 war von Bridgestone und hat mit dem Slick von 2017 von Pirelli nur eines gemeinsam, nämlich, dass er ein Slick ist. Die kann man absolut nicht vergleichen. Zumal du dich hier auf die 2008er Holzreifen mit Rille von Bridgestone beziehst als Vergleich zum Slick, und nicht auf die 2004er Reifenkrieg Rillenreifen von Michelin und Bridgestone, welche von der Performance weit überlegen gegenüber den Reifen des Jahres 2008 sind.
Ich kann dir natürlich nicht beweisen, dass die Reifen schneller waren. Die Tatsache aber, dass die Reifen weicher sind und eine deutlich grössere Auflagefläche aufweisen spricht dafür, dass die heutigen Pirellis schneller als die damaligen Bridgestone Reifen sind.

Als man von Slicks auf Rillen wechselte, sagte Schumacher während der Testfahrten am 29. Januar 1998, angesprochen auf die neuen Reifen:
"Compared to last season, there's only a slight reduction in speed, which on some circuits can be gauged at around three seconds a lap. And it concerns more the slow corners than the fast bends, where there's hardly any change at all compared to 1997. The braking is about the same."

Schumacher ging also von ca. 3 Sekunden pro Runde aus. Das würde ungefähr auch die Massa Zeit von 1.18 (im Vergleich zu den sonstigen 1:21er Zeiten) in Barcelona 2008 decken.

Und ja, es waren Bridgestone oder Good Year Reifen, trotzdem macht es also Sinn, zu sagen, dass Rillenreifen etwa 3 Sekunden langsamer sind als Slicks. Zudem haben wir eben jetzt weichere Reifen und deutlich breitere Reifen. Zu sagen, dass die Bridgestones von 2004 schneller als die Pirellis von 2017 waren, halte ich doch für eine gewagte These.

Sicherlich, aber man kann im Quali feststellen, wie schnell das Auto auf einer Runde unter dem jeweiligen Reglement ist, da hier uneingeschränkt gepusht wird nach den Möglichkeiten des Reglements. Im Rennen jedoch werden die Autos je nach Reglement unterschiedlich stark eingebremst.

Somit ist ein Vergleich von den Quali-Zeiten möglich (Schnellstmögliche Runde unter jeweiligem Reglement), ein Vergleich der Rennrunden-Zeiten aber nur bedingt (Äpfel mit Birnen), auf Grund der Limitierungen, die es im Quali nicht gibt.
Genauso wird während des Rennens uneingeschränkt gepusht, nach den Möglichkeiten des Reglements. Das Reglement ist immer der ausschlaggebende Faktor. Ob das Reglement das Auto nun via Technik oder Spritsparen oder sonstwas einbremst ist nicht relevant für den Vergleich der Geschwindigkeit.
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Re: 1. Rennen: Der Große Preis von Australien

Beitrag von LoK-hellscream » 27.03.2017, 11:36

Iceman24 hat geschrieben:
Als man von Slicks auf Rillen wechselte, sagte Schumacher während der Testfahrten am 29. Januar 1998, angesprochen auf die neuen Reifen:
Dass du jetzt hier wieder auf 1998 beziehst, das erste und vermutlich langsamste Jahr der Rillenreifen, zeigt, dass du mir nicht folgen kannst. Deshalb beende ich hiermit die Diskussion, weil das führt zu nichts, wenn man keine Zusammenhänge begreifen kann.

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Re: 1. Rennen: Der Große Preis von Australien

Beitrag von Iceman24 » 27.03.2017, 14:46

LoK-hellscream hat geschrieben:
Iceman24 hat geschrieben:
Als man von Slicks auf Rillen wechselte, sagte Schumacher während der Testfahrten am 29. Januar 1998, angesprochen auf die neuen Reifen:
Dass du jetzt hier wieder auf 1998 beziehst, das erste und vermutlich langsamste Jahr der Rillenreifen, zeigt, dass du mir nicht folgen kannst. Deshalb beende ich hiermit die Diskussion, weil das führt zu nichts, wenn man keine Zusammenhänge begreifen kann.
die Geschwindigkeit verglichen zu heute ist irrelevant, da es um den Sprung zwischen 1997 und 1998, also um den Unterschied zwischen Slicks und Rillenreifen geht. Aber das Problem liegt eher bei dir. Ausser ad hominem Angriffe scheint da ja nicht wirklich viel zu kommen. Bitte erklär mir doch, WARUM du so stark verneinst, dass man heute die schnelleren Reifen als 2004 hatte, obowhl wie ich dir gerade gezeigt habe, der Unterschied zwischen mehr oder weniger identischen Rillenreifen und Slicks in etwa 3 Sekunden beträgt und obwohl die jetzigen Reifen weicher und breiter sind. Inwiefern sollen denn die 2004er Reifen schneller gewesen sein? Hatten die noch ne zusätzliche Zauberkomponente von denen ich nichts weiss?
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Re: 1. Rennen: Der Große Preis von Australien

Beitrag von eifelbauer » 27.03.2017, 15:20

Ja P5 ist wenigstens Punkte mit genommen.

Das Rennen selber einfach nur schlecht, wie im FC schon gesagt danke Mr E. für diesen Mist. Wenn jetzt nach China auch noch das DRS ausgebreitet wir kann man echt nur hoffen das 2017 schnell vorbeigeht.
Ist aber so der RB13 ist ja dahin entwickelt aber so fehlt halt einiges in anderen Bereichen, schade einfach das wir Überholen nur durch DRS und in der Box sehen werden durch Fehler der Teams.

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Re: 1. Rennen: Der Große Preis von Australien

Beitrag von LoK-hellscream » 27.03.2017, 15:28

Iceman24 hat geschrieben: die Geschwindigkeit verglichen zu heute ist irrelevant, da es um den Sprung zwischen 1997 und 1998, also um den Unterschied zwischen Slicks und Rillenreifen geht. Aber das Problem liegt eher bei dir. Ausser ad hominem Angriffe scheint da ja nicht wirklich viel zu kommen. Bitte erklär mir doch, WARUM du so stark verneinst, dass man heute die schnelleren Reifen als 2004 hatte, obowhl wie ich dir gerade gezeigt habe, der Unterschied zwischen mehr oder weniger identischen Rillenreifen und Slicks in etwa 3 Sekunden beträgt und obwohl die jetzigen Reifen weicher und breiter sind. Inwiefern sollen denn die 2004er Reifen schneller gewesen sein? Hatten die noch ne zusätzliche Zauberkomponente von denen ich nichts weiss?
Für dich mal langsam: Sagen wir, der Unterschied von 1997 auf 1998 betrug 3 Sekunden. Zwischen 1998 - 2004 vergingen ein paar Jahre, in denen die Reifen schon im Normalfall weiterentwickelt werden (siehe Slicks Pirelli vom 1. Jahr bis 2016). Dann kam aber der Reifenkrieg, in dem alles nur mögliche getan wurde, um aus dem Reifen die höchstmögliche Performance zu holen. Sprich, der Rillenreifen von 2004 war vermutlich um Welten besser als der von 1998 und hätte womöglich den Slick von damals auch schlagen können, vielleicht oder vielleicht auch nicht. Da wir aber nicht wissen, wie gut oder schlecht der Slick von Pirelli ist im Vergleich zum Slick von 1997, können wir nur mutmaßen, ob dieser schneller ist als der Rillenreifen von 2004. Rillen alleine machen nämlich nicht den Unterschied.

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Re: 1. Rennen: Der Große Preis von Australien

Beitrag von Iceman24 » 27.03.2017, 15:39

LoK-hellscream hat geschrieben:
Für dich mal langsam: Sagen wir, der Unterschied von 1997 auf 1998 betrug 3 Sekunden. Zwischen 1998 - 2004 vergingen ein paar Jahre, in denen die Reifen schon im Normalfall weiterentwickelt werden (siehe Slicks Pirelli vom 1. Jahr bis 2016). Dann kam aber der Reifenkrieg, in dem alles nur mögliche getan wurde, um aus dem Reifen die höchstmögliche Performance zu holen. Sprich, der Rillenreifen von 2004 war vermutlich um Welten besser als der von 1998 und hätte womöglich den Slick von damals auch schlagen können, vielleicht oder vielleicht auch nicht. Da wir aber nicht wissen, wie gut oder schlecht der Slick von Pirelli ist im Vergleich zum Slick von 1997, können wir nur mutmaßen, ob dieser schneller ist als der Rillenreifen von 2004. Rillen alleine machen nämlich nicht den Unterschied.

Natürlich war der Reifen von 2004 deutlich besser als der von 1998 (obwohl man auch 1998 zwei Unterschiedliche Fabrikate hatte). Aber wiederum ist das ja auch nicht von Bedeutung. Ich vergleiche weder die Reifen von 1998 zu 2004 noch von 1997 zu 2017. Ich habe das Beispiel aus den Jahren 1997/1998 nur genannt, um zu zeigen, dass die Rillen an sich in etwa 3 Sekunden ausmachen, wie auch durch den Massa-Test von 2008 bestätigt wurde.

Ob der Reifen von 1998 bis 2004 schneller wurde spielt überhaupt keine Rolle und hat mit dem Thema nichts zu tun.

Es gibt 3 Fakten die nunmal klar sind:

- Slicks sind schneller als Rillenreifen
- 2017er Reifen sind wohl weicher als 2004er Reifen
- 2017er Reifen sind deutlich breiter als 2004er Reifen

Daher liegt der Schluss nahe, dass der Reifen von heute schneller als der Reifen von 2004 ist, egal ob Reifenkrieg oder nicht.
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Re: 1. Rennen: Der Große Preis von Australien

Beitrag von LoK-hellscream » 27.03.2017, 15:43

Iceman24 hat geschrieben: Es gibt 3 Fakten die nunmal klar sind:

- Slicks sind schneller als Rillenreifen
- 2017er Reifen sind wohl weicher als 2004er Reifen
- 2017er Reifen sind deutlich breiter als 2004er Reifen

Daher liegt der Schluss nahe, dass der Reifen von heute schneller als der Reifen von 2004 ist, egal ob Reifenkrieg oder nicht.
Zu Fakt 1: Nur, wenn das Fabrikat genau das Gleiche ist, lässt sich das pauschal sagen. Ansonsten hängt dies von vielen anderen Faktoren noch ab, nicht nur von den Rillen.
Zu Fakt 2: Woher nimmst du diese Erkenntnis?
Zu Fakt 3: Das stimmt, das heißt immer noch nicht, dass es Pirelli geschafft hat, mehr Grip damit bereitzustellen, als Michelin und Bridgestone 2004 mit den Rillenreifen.

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