# 7 - GP von Kanada - Montreal

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mamoe
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Re: # 7 - GP von Kanada - Montreal

Beitragvon mamoe » 07.06.2015, 22:01

danke hülk für deine ehrlichkeit und dem schönen interview !
er hat sehr fair wegen seb geantwortet. :thumbs_up:
klein-, groß- sowie rechtschreibfehler sind beabsichtigt und führen bei logischer
verbindung zu einem code, mit welchem man einen schatz findet!

Michael Schumacher will always be the greatest!
http://www.youtube.com/watch?v=Ka5FCLy14Uw
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Re: # 7 - GP von Kanada - Montreal

Beitragvon Jerom∃ » 07.06.2015, 22:02

Was ein beschissenes Rennen die Magie die die F1 in meiner Kindheit ausgelöst hat ist vollkommen flöten gegangen.
Andere Serien haben was das bestrifft die F1 schon längst überholt.



By the way das war das langweiligste Kanada Rennen was ich je gesehen habe.
Vielleicht bin ich auch einfach zu alt dafür geworden.
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M. Nissen
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Re: # 7 - GP von Kanada - Montreal

Beitragvon M. Nissen » 07.06.2015, 22:06

Jerom∃ hat geschrieben:Was ein beschissenes Rennen die Magie die die F1 in meiner Kindheit ausgelöst hat ist vollkommen flöten gegangen.
Andere Serien haben was das bestrifft die F1 schon längst überholt.



By the way das war das langweiligste Kanada Rennen was ich je gesehen habe.
Vielleicht bin ich auch einfach zu alt dafür geworden.

Ohje ohje :(.
Genau diese Gedanken habe ich auch momentan. Ich glaube ehrlichgesagt nicht, dass es am Alter liegt. Andere Rennserien zeigen ja nach wie vor, dass es noch geht. Aber wenn man sich nochmal einige alte F1-Rennen ansieht, dann wird man schon melancholisch. Wird die F1 jemals wieder so spannend wie früher?

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Re: # 7 - GP von Kanada - Montreal

Beitragvon Hoto » 07.06.2015, 22:08

Ich denke eher nein, dafür werden die Rennen viel zu sehr von den Rennsimulationen der Teams gefahren.

M. Nissen hat geschrieben:
Hoto hat geschrieben:Die Bildqualität der Übertragungen. ;)

Ansonsten fällt mir nichts ein was besser ist als in den 80/90ern.

Gut, ich hatte jetzt ehrlichgesagt gehofft, dass einer "Sicherheit" sagt :D. Die ist nämlich in der Tat besser geworden. Das ist aber auch der einzige Punkt auf der Habenseite für die Fans der modernen Formel 1 :wink:.

EDIT:
TheDanielBryan hat's als Erster gebracht :thumbs_up:! Das reißt die Formel 1 aber beileibe nicht raus.

Ton hab ich vergessen, mist. ;)

Na ich dachte es geht mehr darum was für uns Fans besser wurde, von mehr Sicherheit haben wir Fans ja nicht direkt etwas, im Gegenteil, bis sie letztes Jahr nicht mehr alles bestraften wurde ja kaum noch richtig gegeneinander gefahren aus Angst vor einer Bestrafung. Inzwischen ist es etwas besser. Außer bei Mercedes, da tut man alles das Hamilton und Rosberg nicht gegeneinander kämpfen können.
Zuletzt geändert von Hoto am 07.06.2015, 22:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: # 7 - GP von Kanada - Montreal

Beitragvon Jerom∃ » 07.06.2015, 22:09

M. Nissen hat geschrieben:
Jerom∃ hat geschrieben:Was ein beschissenes Rennen die Magie die die F1 in meiner Kindheit ausgelöst hat ist vollkommen flöten gegangen.
Andere Serien haben was das bestrifft die F1 schon längst überholt.



By the way das war das langweiligste Kanada Rennen was ich je gesehen habe.
Vielleicht bin ich auch einfach zu alt dafür geworden.

Ohje ohje :(.
Genau diese Gedanken habe ich auch momentan. Ich glaube ehrlichgesagt nicht, dass es am Alter liegt. Andere Rennserien zeigen ja nach wie vor, dass es noch geht. Aber wenn man sich nochmal einige alte F1-Rennen ansieht, dann wird man schon melancholisch. Wird die F1 jemals wieder so spannend wie früher?

Also entweder hast du es ungeschickt formuliert am Ende (deine Vorposts geben Rückschlüsse)oder du willst mich hart trollen. 8) :mrgreen:
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Re: # 7 - GP von Kanada - Montreal

Beitragvon M. Nissen » 07.06.2015, 22:15

Besonders hart hat mich heute dieses "trödeln an der Spitze", wie Christian Danner es nennt, getroffen. Ich weiß, es ist schon seit einiger Zeit bekannt, dass vorne nicht im Geringsten "voll" gefahren wird, doch heute hat mich das irgendwie besonders stark tangiert. Der Ofen ist einfach aus. Es brennt noch nichteinmal die kleinste Glut mehr. Für den Moment bin ich einfach nur wütend und enttäuscht :(. Vielleicht bin ich in 2 Wochen in Spielberg wieder dabei - vielleicht.

@ Jerom∃:
Auch im 10. Lesen fällt mir keine unglücklich formulierte Stelle auf. Ich schätze wir liegen hier einfach sprachlich auseinander :wink:.

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Re: # 7 - GP von Kanada - Montreal

Beitragvon Danny McNamara » 07.06.2015, 22:26

Mein bescheidenes Fazit zu Kanada: Note 4+

Das Plus gibts aber nur Dank der Aufholjagd von Vettel, ansonsten ein wirklich sehr spannungsarmes Rennen, selbst für mich, welcher eigentlich auch den langweiligsten Rennen was abgewinnen kann.

Meine weiteren Noten:
Sieger - Hamilton: 1 (Absolut fehlerfreies und klasse Rennen)
Rosberg: 2 (Dran bleiben alleine wird für die WM nicht reichen)

Mercedes-Auto: 1* (Kurzzeitig konnte man das wahre Potential des Boliden erkennen und direkt eine Sekunde schneller)

Mercedes-Teamführung: 4-
(Der Frage bezüglich des DriverCoaching bei Lewis bzw. "No Comment" bei Nico einfach garnicht beantworten, anstatt dessen irgendwleche Allgemeinplätze bzgl. Bremsen und Sprit erzählen)

Ferrari: 1 (Vettels Aufholjagd hat die Klasse des Boliden aufgezeigt)
Vettel: 1- (das Minus bezüglich der kleinen Fehler zu Anfang)

Streckenposten: 4- (Was zum Geier sollten die sporadischen blauen Flaggen und blauen Leuchtsignale, bei Piloten im Zweikampf (z.B. bei Hülkenberg, vor dem Dreher beim Vettelmanöver) )

Ansonsten ein schwaches Rennen, die Vorfreude war umsonst.

Zusatznote: Hamilton lässt vor der Pressekonferenz die Tür zufallen, obwohl Bottas direkt hinter ihm ist, gibt eine 5 von mir :facepalm:
Nach dem Rennen darf man gerne so freundlich sein und dem Gegner mal die Tür aufhalten bzw. mit der Schulter die Tür aufhalten, damit der Nachfolgende mit reinspringen kann. Irgendwie schlechter Stil in meinen Augen.
"The ultimate measure of a man is not where he stands in moments of comfort and convenience, but where he stands at times of challenge and controversy."

- Martin Luther King, Jr.

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Re: # 7 - GP von Kanada - Montreal

Beitragvon Jerom∃ » 07.06.2015, 22:27

M. Nissen hat geschrieben:Besonders hart hat mich heute dieses "trödeln an der Spitze", wie Christian Danner es nennt, getroffen. Ich weiß, es ist schon seit einiger Zeit bekannt, dass vorne nicht im Geringsten "voll" gefahren wird, doch heute hat mich das irgendwie besonders stark tangiert. Der Ofen ist einfach aus. Es brennt noch nichteinmal die kleinste Glut mehr. Für den Moment bin ich einfach nur wütend und enttäuscht :(. Vielleicht bin ich in 2 Wochen in Spielberg wieder dabei - vielleicht.

@ Jerom∃:
Auch im 10. Lesen fällt mir keine unglücklich formulierte Stelle auf. Ich schätze wir liegen hier einfach sprachlich auseinander :wink:.

Ah jetzt habe ich es geblickt. 8)

Meine Antwort : Nein ,jedenfalls nicht für mich.
Wahrscheinlich steckt da auch eine ganze Menge Nostalgie dahinter, aber selbst wenn ich mir die Rennen heute auf Youtube angucke finde ich es einfach unterhaltsamer als die Rennen heutzutage.

Schwer zu erklären.
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Nigel Mansell
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Re: # 7 - GP von Kanada - Montreal

Beitragvon Nigel Mansell » 08.06.2015, 07:22

M. Nissen hat geschrieben:
Jerom∃ hat geschrieben:Was ein beschissenes Rennen die Magie die die F1 in meiner Kindheit ausgelöst hat ist vollkommen flöten gegangen.
Andere Serien haben was das bestrifft die F1 schon längst überholt.



By the way das war das langweiligste Kanada Rennen was ich je gesehen habe.
Vielleicht bin ich auch einfach zu alt dafür geworden.

Ohje ohje :(.
Genau diese Gedanken habe ich auch momentan. Ich glaube ehrlichgesagt nicht, dass es am Alter liegt. Andere Rennserien zeigen ja nach wie vor, dass es noch geht. Aber wenn man sich nochmal einige alte F1-Rennen ansieht, dann wird man schon melancholisch. Wird die F1 jemals wieder so spannend wie früher?


Auch ich bin nicht gerade ein Freund der aktuellen F1. Aber fairerweise muss man sagen, dass früher auch nicht alles Gold war. Langweilige Rennen gab es zu jeder Zeit und die Rennen von früher, welche man sich heute ansieht oder auf Sky wiederholt werden, sind eben die Highlights der früheren Jahre. Langweilige Rennen werden nicht wiederholt.

Das aktuelle Rennen in Kanada lebte von den Kämpfen im Mittelfeld bzw. den Aufholjagden von Vettel und Massa. Ansonsten wäre es ein sehr langweiliges Rennen geworden, so kann man sagen, dass es schon schlimmere Rennen in Kanada gab.

In meinen Augen hat man hier auch gesehen, dass bei Mercedes nicht beide Fahrer gleich behandelt werden. Es gibt Regeln bzgl. den Funksprüchen. Bei Hamilton legt man die Regeln sehr "dehnbar" aus, bei Rosberg hält man sich strikt daran. Ein Zeichen, dass sie eigentlich wissen das dies falsch war und das Team, nicht der Fahrer, gehört dafür bestraft mit Punktabzüge. Nur dann wird es zukünftig in diesem Bereich eine Gleichbehandlung geben.
Dies sind alles "kleine" Faktoren welche es Rosberg "mental" schwer machen im Kampf gegen Hamilton.

Tino Wengel
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Re: # 7 - GP von Kanada - Montreal

Beitragvon Tino Wengel » 08.06.2015, 09:14

Das mit den blauen Leuchtsignalen habe ich auch gesehen, gerade noch so, im Halbschlaf.
Dacht mir, '' häh, schonwieder der, der Mist baut ?''
Naja, dann gecheckt die sind ja in einer Runde, also, Kämpfen erlaubt.
''Hab ich mir die blaue Flagge wohl eingebildet.''
Ist also doch keine optische Täuschung gewesen, danke.
Hat er den Innencurb einfach unterschätzt, naja.
Kann schon mal vorkommen.
Trotzdem derzeit fragwürdig, sich, mit einem Ferrari anzulegen, in dem ein Vettel sitzt,
in einem Honda sitzend.

Wohl an die fans, und den Unterhaltungsfaktor gedacht. ( rein theoretisch, möglich ;-).

Das mit der Tür, hab ich nicht gesehen, da ich da schon eingeschlafen bin :-).
Hatte vorher Tennisfinale gesehen. Fürn F1 Rennen hats dann nicht mehr gereicht.
Außerdem, die zumeist sehr schlechte, und/oder richtig schlecht,
im scheinbar einheitlich immer gleichen Stil umgesetzte, zu laute, und zu lange Werbung,
steht man als normaldenkender Mensch nicht durch.
Hab mich weggedreht, und bis frühs um 6 durchgeratzt. Richtig gut.

Wieso hat man Vettel reingeholt, obwohl er da gerade schnellere Zeiten fabrizierte, als die Spitze ?
Das erzählte der Kommentator, und zwei Runden oder so später, Reifenwechsel ?!
Erklärt wurde das so, ''Ja, er ist eben auf dieser Strategie.''

Der ganze Komentar auf RTL, wirkt eben, was ja auch völlig klar ist, wie ein Fahrsicherheits - Seminar.
Man kann seine Gewohnheiten eben manchmal doch nicht ganz umstellen.
Wie auch. Bei den Kindergartenfragen vom Kollegen. Da ist man als Experte doch sofort im Erklärmodus.
Und das ist für den geübten Zuschauer, einfach nur, joar, tjoar, natürlich, extrem langweilig.

Ich finds aber trotzdem gut, daß es auch Menschen mit einer Redebehinderung,
bis in die Werbung schaffen können. ( plus 500 Werbung, mit dem Toochic Schlüppi ;-) ).




Danny McNamara hat geschrieben:
Streckenposten: 4- (Was zum Geier sollten die sporadischen blauen Flaggen und blauen Leuchtsignale, bei Piloten im Zweikampf (z.B. bei Hülkenberg, vor dem Dreher beim Vettelmanöver) )

Zusatznote: Hamilton lässt vor der Pressekonferenz die Tür zufallen, obwohl Bottas direkt hinter ihm ist.
Nach dem Rennen darf man gerne so freundlich sein und dem Gegner mal die Tür aufhalten bzw. mit der Schulter die Tür aufhalten, damit der Nachfolgende mit reinspringen kann. Irgendwie schlechter Stil in meinen Augen.
Zuletzt geändert von Tino Wengel am 08.06.2015, 09:22, insgesamt 1-mal geändert.

Tino Wengel
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Re: # 7 - GP von Kanada - Montreal

Beitragvon Tino Wengel » 08.06.2015, 09:20

Im Moment, ist die Grundhaltung vor dem Sehen der Formel 1 auf RTl so gering,
daß ich mich vorher, natürlich aus Spaß, gefragt habe :

''Sind die Reifen in der Formel 1 eigentlich vegan ?''
Und dabei bin ich noch nicht mal Veganer. ;-)

Tyre degradation
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Re: # 7 - GP von Kanada - Montreal

Beitragvon Tyre degradation » 08.06.2015, 11:54

Das Problem ist das Kräfteverhältnis. Dieses ist eindeutig geordnet und Änderungen bei den ersten drei Teams nicht vorhanden. Kein Wunder, dass dann die Rennen langweilig sind. Die Fahrer der Teams selbst fahren auch nicht gegeneinander. Rosberg ist zwar immer knapp dran an Hamilton, aber niemals schnell genug, um ihn attackieren zu können, deswegen weiß jeder, wie das Rennen auf den vorderen Plätzen zumindest ungefähr aussehen wird. Dementsprechend ist diese Saison besonders langweilig, auch im Vergleich zu anderen Saisons, die von einer erdrückenden Dominanz geprägt waren. Schließlich ist dieses Jahr nicht nur klar, wer gewinnen wird, sondern auch wer, 2. 3. 4., etc. werden wird. Grob gesehen, ist dies leider derzeit der Fall.
Die einzige Möglichkeit die Spannung zu steigern, sind unvorhersehbare Elemente wie Regen oder eine SC-Phase einzubauen. Da beides nicht aktiv gesteuert werden kann, muss die Fia (ohne Teams) sich etwas anderes überlegen. 2012 war gegen Anfang der Saison aufgrund des Reifenaubbaus sehr unterhaltsam - leider gab es einige, die von einem Glücksspiel gesprochen haben und deswegen sehen wir wieder langweilige Einstopp -bzw. Zweistopprennen. Immenser Reifenabbau, den die Teams schlecht vorhersagen können, ist ein erster Schritt zur Steigerung der Spannung, denn nur in derartigen Fällen, ist es wahrscheinlich, dass den Topteams Fehler unterlaufen, die die Spannung der Rennen steigern können. Zumindest sollten mehrere Strategien machbar sein, damit die Zuseher nicht genau wissen, wer gewinnen könnte. Unterschiedliche Strategien können vor allem durch sehr unterschiedliche Reifenwahl zu den Rennen erzeugt werden. Ich meine nicht Unterschiede von einer Sekunde, sondern von zwei oder gar drei Sekunden, aber ein dementsprechend extremer Abbau.
Folgendes Szenario könnte zeigen, wie Spannung konkret erzeugt werden könnte.
Fahrer A ist 1 Sekunde hinter Fahrer B, aber er ist nicht schneller und hat deswegen keine Chance ihn zu überholen. Das Team A entscheidet sich für einen Boxenstopp 10 Runden vor Schluss. Fahrer A liegt danach 20 sek. zurück, fährt aber mit den Options pro Runde 3 sek. schneller. Sein Reifen baut aber derweil auch stark ab, sodass er zwar den Abstand innerhalb weniger Runden eingeholt hat und nun mit besseren Reifen Fahrer B überholt, aber er irgendwann wieder langsamer als Fahrer B ist. Jetzt muss Fahrer A alles versuchen, um seine Position zu halten.
Ein solches Beispiel ist natürlich rein hypothetisch, aber die Fia muss versuchen, Teams wenigstens durch machbare Strategien die Möglichkeit zu geben, die Topteams zu besiegen.

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scott 90
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Re: # 7 - GP von Kanada - Montreal

Beitragvon scott 90 » 08.06.2015, 12:44

M. Nissen hat geschrieben:Mal eine Frage an diejenigen, deren Hobby es ist, den "Früher-war-alles-besser"-Gläubigen zu widersprechen:

Was ist denn wirklich besser geworden?

Du willst eine allgemeingültige Antwort auf eine nur subjektiv zu beantwortende Frage??

Kann ich nicht mit dienen, zumal man keinem vorschreiben kann was er gut zu finden hat und was eben nicht. Wer mit der Situation momentan mehr als extrem unglücklich ist, der ist es eben ....

Grundsätzlich ein durchschnittliches Rennen, aber es war in Kanada nicht immer spektakulär wie letztes Jahr gerade wenn ich an 2013 denke wüsste ich nicht was mich damals mehr vom Hocker gerissen hätte. War letztendlich auch ein Start-Ziel Sieg von Vettel, selbst wenn es damals noch keine vergleichbare Mercedes Dominanz gab.
Ansonsten lebt Kanada eben von Unvorhergesehenem. Einem Fahrfehler der ein SC auslöst, Defekte, Reifen die eingehen oder Regen. Nur die gibt es halt nicht immer und es ist auch nicht negativ wenn eben mal keiner irgendwas verbockt. Deshalb kann man so was einfach auch nicht erzwingen, wobei wenn der ambivalente Zuschauer weiter so schreit bekommt er ein solches Glücksrad noch :roll:
Zusammen mit Mercedes in einer solchen Form, also dominant und nicht mal unbedingt ein packendes Teamduell, haben wir momentan eben eine Situation in dem es schwer fällt von einem engen Titelkampf zu reden und das ist halt nicht schön.
Gab es in der Vergangenheit auch oft genug und davon ging die F1 auch nicht unter. Selbst wenn ich mir ja die große Ferrari Zeit als Kind nicht angetan habe, damals hat mich die F1 nicht mehr wirklich interessiert :P

Am Ende muss ich ehrlich sagen das was eigentlich überall zu früher anders, bzw. für meinen Geschmack besser wurde, ist dass wir einfach intensivere Rennen haben. Manch einer mag es ein solches Chaos durch Ausfälle auch vermissen, aber wenn am Ende außer an die drei, alle noch fahren finde ich das deutlich besser wie wenn man am Ende 12 Fahrer hat die durchkommen, weil ihr Auto gehalten hat (da muss man halt auch fragen, wenn deine Konkurrenten alle ausgefallen sind, wie bewegst du dann dein Auto ins Ziel... da fällt mir die Anekdote von Niki Lauda ein, dessen Wagen einen Defekt hatte und er langsam wurde, aber der Hintermann Piquet glaubte der Niki wolle nur mit ihm spielen und es dann nicht darauf anlegte ihn einzuholen, wenn das möglich ist wie voll fuhr man dann früher ??). Macht die Sache auch vergleichbarer, aber es entsteht eben auch weniger Drama. Für meinen Geschmack hat auch die Qualität der Fahrer zugenommen, weil sich ganz einfach auch deren Ausbildung verbessert hat. Aber auch hier vermisst vielleicht so mancher mehr Chaoten, wobei es sicher auch Leute gibt die mir da widersprechen würden.
Insgesamt auch, dass alle Teams die mitfahren professionelle geworden sind. Mag Leute geben die die Zustände Anfang der 90er vermissen aber, für mich stellt sich das wenig reizvoll dar einen F1 Boliden wie bei Andrea Moda in einer Schuhfabrik entsteht.
Wenn man sich die Geschichten dazu durchliest, mag das mancher interessant oder amüsant finden aber das teile ich weit weniger, würde es teilweise eher als katastrophal bezeichnen. Klar eine generelle Professionalisierung des Sports, auch über Faktoren wie neue Medien (ein weiterer großer Unterschied zu früher) hat durchaus auch Schattenseiten die man nicht in einem Überschwang vergessen darf. Überfrachtung an Informationen, Schlagzeile jagt Schlagzeile usw...

So gesehen kann man vor allem eines mitnehmen, man könnte endlich mit diesem schwarzweiß denken aufhören. Weder früher war alles besser noch früher war alles schlechter.

Grundsätzlich wenn ich mir dieses Jahrtausend so ansehe, gibt es nicht wirklich ein Reglement nach dem ich mich zurücksehne, noch wirklich eines das mir absolut gar nicht gefallen hätte. Klar wenn ich einen Favoriten auswählen sollte dann würde die Wahl auf 2012 fallen. Mir hat es einfach gefallen wie viele verschiedene Teams dort in einzelnen Rennen einmal gute Ergebnisse einfahren konnten, dass war wirklich Abwechslung pur. Selbst wenn Red Bull in der Summe am schnellsten war, aber zusammen mit diesem außerordentlichen Drama um den Titel, geht es wohl kaum besser.
Mir ist klar, es kann nicht immer so zugehen weswegen es mir auch nicht schwer fällt bei jedem Negativerlebnis in Nostalgie zu verfallen, vielleicht bin dafür auch noch zu jung.

Aber da ist jeder anders, da bringt es auch absolut nichts jedes mal aufs neue dagegen zu diskutieren. Da steht Position gegen Position und die wird sich nicht ändern in dem man seine Sicht darlegt oder nicht. Zumal ich es ja selbst verstehe, wenn ab einem gewissen Punkt einfach der Ofen aus ist. Mir ging es mit der F1 früher schon so und momentan bzw. schon seit einem halben Jahr mit dem Fußball so, allen voran wegen dem Gebaren der FIFA aber scheinbar erklärt es das allein auch nicht.

So gesehen muss das jeder für sich wissen, was dabei dann in der Summe dabei rauskommt wird man dann sehen.(Reaktionen, Änderungen usw...)
Bild
RIP #77DW #17JB #25JW

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Re: # 7 - GP von Kanada - Montreal

Beitragvon M. Nissen » 08.06.2015, 15:21

Hey Scott,

du hast einen zweiten Punkt gefunden!!! Eine zweite Sache, die besser geworden ist! Ich bin tief beeindruckt :wink:. Dass deine Ansichten keine Allgemeingültigkeit besitzen ist nicht weiter dramatisch. In der Tat kann man es besser finden, dass jetzt mehr Autos ins Ziel kommen und Sieger nicht mehr so sehr wie früher als "Glückssieger" darstehen. Ich teile diese Meinung. In der IndyCar geht es mir oftmals einfach zu sehr drunter und drüber. Da habe ich tatsächlich nur selten das Gefühl, dass am Ende des Tages auch wirklich der Beste ganz oben auf dem Podium steht.

scott 90 hat geschrieben:Wer mit der Situation momentan mehr als extrem unglücklich ist, der ist es eben...

Vorbemerkung: Ich weiß, dass deine Äußerung oben nicht so gemeint gewesen ist, dennoch möchte ich Folgendes loswerden:

Leider gab es in der Vergangenheit immer wieder so Sprüche wie "Wem die Formel 1 nicht passt, der soll halt Tennis gucken!", selbst von jenen Verantwortlichen, die das Produkt 'Formel 1' eigentlich hätten stärken sollen. Bernie Ecclestone sei an dieser Stelle mal als Beispielname genannt. Das Problem ist jedoch, dass die Leute heute genau das tun: Tennis wird mittlerweile mehr gesehen als die Formel 1 zur besten Sendezeit! Das wäre früher unmöglich gewesen.

Übrigens: Frauenfußball hat gestern um 22 Uhr eine halbe Million mehr Zuschauer gehabt als die Formel 1 um 20 Uhr. Also wenn jetzt nicht auch so langsam der Letzte weiß, was die Stunde geschlagen hat, dann kann vermutlich nur noch der Doktor helfen.

scott 90 hat geschrieben:Ansonsten lebt Kanada eben von Unvorhergesehenem. Einem Fahrfehler der ein SC auslöst, Defekte, Reifen die eingehen oder Regen. Nur die gibt es halt nicht immer und es ist auch nicht negativ wenn eben mal keiner irgendwas verbockt. Deshalb kann man so was einfach auch nicht erzwingen, wobei wenn der ambivalente Zuschauer weiter so schreit bekommt er ein solches Glücksrad noch :roll:

Das ist ja das Schlimme: Die Regeln sind mittlerweile so kurios und abstrus, dass man den Verantwortlichen sogar soetwas zutrauen würde.

scott 90 hat geschrieben:Zusammen mit Mercedes in einer solchen Form, also dominant und nicht mal unbedingt ein packendes Teamduell, haben wir momentan eben eine Situation in dem es schwer fällt von einem engen Titelkampf zu reden und das ist halt nicht schön. Gab es in der Vergangenheit auch oft genug und davon ging die F1 auch nicht unter.

Mag sein, dass die Formel 1 solche Phasen in der Vergangenheit schon durchlebt hat. Doch Scott, waren die Wolken am Horizont je so dunkel wie heuer? Das Unwetter zieht doch schon seit Jahren auf und der Kapitän hat uns mitten hineingesteuert. Jetzt ist das Unwetter direkt über uns. Glaubst du wirklich, es erscheint am Ende ein Regenbogen? Falls ja, wie könnte es überhaupt noch dazu kommen? Mir fällt derzeit ehrlichgesagt kaum noch ein Szenario mit einem Happy-End ein :(.

Tyre degradation
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Re: # 7 - GP von Kanada - Montreal

Beitragvon Tyre degradation » 08.06.2015, 15:46

M. Nissen hat geschrieben:
Leider gab es in der Vergangenheit immer wieder so Sprüche wie "Wem die Formel 1 nicht passt, der soll halt Tennis gucken!", selbst von jenen Verantwortlichen, die das Produkt 'Formel 1' eigentlich hätten stärken sollen. Bernie Ecclestone sei an dieser Stelle mal als Beispielname genannt. Das Problem ist jedoch, dass die Leute heute genau das tun: Tennis wird mittlerweile mehr gesehen als die Formel 1 zur besten Sendezeit! Das wäre früher unmöglich gewesen.

Übrigens: Frauenfußball hat gestern um 22 Uhr eine halbe Million mehr Zuschauer gehabt als die Formel 1 um 20 Uhr. Also wenn jetzt nicht auch so langsam der Letzte weiß, was die Stunde geschlagen hat, dann kann vermutlich nur noch der Doktor helfen.


Das ist leider tatsächlich vollkommen richtig. Vettel hat ja auch letztes Jahr in etwa gesagt, dass die Formel-1-Autos keine Monster mehr sind. Denn eigentlich hatte Vettel, obwohl er laut ihm selbst in keinem Monster fuhr, das Auto nicht unter Kontrolle. Er sah kein Land gegen Ricciardo, aber ich bezweifle, dass der Großteil der Zuseher sich wirklich dessen bewusst war. Was sollen sich die Zuschauer dann aber denken, wenn nun selbst Akteure der F1 beginnen gegen sie zu lästern. Das Image muss unbedingt verbessert werden, aber nicht in Richtung "Grüne Formel 1", sondern in eine Formel 1 mit den schnellsten Autos der Welt, gefahren von den besten Fahrern der Welt, wobei die Formel 1 eigentlich immer noch dieses Image hat, aber ich hoffe, dass die Verantwortlichen versuchen, dieses Image beizubehalten und zu verbessern. Ich hoffe, dass die Teams aus der Strategiegruppe ausgeschlossen werden und alleine die Fia sich überlegt, wie die Formel 1 verbessert werden könnte, am besten mithilfe der Fans.


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