Hamiltons Bruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

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_Vendetta_
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Re: Hamiltons Bruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von _Vendetta_ » 03.10.2020, 11:59

reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:
03.10.2020, 10:39

When Lewis is gone, who have you got to look up to?
Allerdings, jetzt das große Aber: Bei dem kompletten Kontext des Interviews geht es um "Chancengleichheit" und "Motivation" von PoC. Wobei mir die implizite Einschränkung auf "Schwarze" nicht so gefällt.
Das "Aufschauen" ist hier mMn. nicht als "Verehrung" zu werten, sondern dass HAM PoC besonders motiviert, in den Motorsport einzusteigen. Ähnlich wie nach Boris Becker plötzlich alle Tennis gespielt haben. Hört HAM auf, ist dieser Effekt weg.

Also eigentlich nichts, worüber man sich besonders aufregen muss (hast Du nicht getan, aber Andere, von "Gott" oder ähnlich ist keine Rede). Man sollte sich halt grundsätzlich, wenn möglich, die Originale zu Gemüte führen und nicht nur die hier verkürzten Fassungen.
"Look up to" ist und bleibt "emporsehen"/"zu jemanden aufsehen" und das ist auch dass was gemeint war, meiner Meinung nach. Da gibt es nicht viel Interpretationsspielraum.
Wie ist der Vergleich mit Boris gemeint? Hat Boris explizit weisse, rothaarige Menschen zum Tennisspielen gebracht? Man mag über Boris denken was man mag, aber ich glaube nicht, dass er wollte dass nur Menschen mit bestimmter Hautfarbe Tennis spielen. :wave:
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Re: Hamiltons Halbbruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von Woelli38 » 03.10.2020, 12:09

Garten hat geschrieben:
03.10.2020, 10:42
Woelli38 hat geschrieben:
02.10.2020, 21:11
Dann soll er mal seine Augen weiter öffnen... Albon, Kyvat, Tsunoda usw. oder zählen nur dunkelhäutige Menschen? Das bessere Wort für Diversität ist "Vielfalt"... und da braucht sich die F1 nicht verstecken...
Kwjat und Diversität? :lol:
So, wie Du dich hier präsentierst, scheinst Du den Begriff Diversität in seiner Allgemeinheit nicht begriffen zu haben...

Diversity - Was ist das?

Diversity bedeutet Vielfalt von Menschen und Lebensformen. Diversity zielt auf die Anerkennung und Wertschätzung aller Menschen unabhängig von ihrer sozialen, ethnischen etc. Herkunft, ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung, ihrem Lebensalter, ihrer physischen oder psychischen Fähigkeiten oder anderer Merkmale.

Kvyat ist Russe. Und in 70 Jahren F1 gabe es gerade einmal 5, die den Sprung geschafft haben...

oder Perez als Mexikaner... es waren mWn ganze 6 Mexikaner in 70 Jahren...

Und das kann man noch weiter ausführen... ausser, wenn man auch diesen Begriff nur auf dunkelhäutige Menschen bezieht.
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Re: Hamiltons Bruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von DeLaGeezy » 03.10.2020, 12:24

reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:
03.10.2020, 10:39
When Lewis is gone, who have you got to look up to?
Allerdings, jetzt das große Aber: Bei dem kompletten Kontext des Interviews geht es um "Chancengleichheit" und "Motivation" von PoC. Wobei mir die implizite Einschränkung auf "Schwarze" nicht so gefällt.
Das "Aufschauen" ist hier mMn. nicht als "Verehrung" zu werten, sondern dass HAM PoC besonders motiviert, in den Motorsport einzusteigen. Ähnlich wie nach Boris Becker plötzlich alle Tennis gespielt haben. Hört HAM auf, ist dieser Effekt weg.

Also eigentlich nichts, worüber man sich besonders aufregen muss (hast Du nicht getan, aber Andere, von "Gott" oder ähnlich ist keine Rede). Man sollte sich halt grundsätzlich, wenn möglich, die Originale zu Gemüte führen und nicht nur die hier verkürzten Fassungen.
:thumbs_up:
Hamilton ist somit für PoC eine Identifikationsfigur. Und was sein Bruder meint ist, wenn Lewis nicht mehr dabei ist, gäbe es erstmal keine neue Figur.
So habe ich es verstanden.
Es ist nichts was mich aufregt und sollte eigentlich auch sonst keinen wirklich aufregen.

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Re: Hamiltons Bruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 03.10.2020, 12:27

_Vendetta_ hat geschrieben:
03.10.2020, 11:59
"Look up to" ist und bleibt "emporsehen"/"zu jemanden aufsehen" und das ist auch dass was gemeint war, meiner Meinung nach. Da gibt es nicht viel Interpretationsspielraum.
Wie ist der Vergleich mit Boris gemeint? Hat Boris explizit weisse, rothaarige Menschen zum Tennisspielen gebracht? Man mag über Boris denken was man mag, aber ich glaube nicht, dass er wollte dass nur Menschen mit bestimmter Hautfarbe Tennis spielen. :wave:
Dass der Vergleich mit Becker leicht hinkt, war mir in dem Moment klar, als ich den Beitrag abgeschickt hatte. :lol:

Nein, natürlich soll das nichts darüber aussagen, dass nur weiße Rothaarige Tennis spielen, es ging mir um den Anreiz, "ein Vorbild nachzuahmen".
Das hat mit Becker selbst nichts zu tun.
Genauso wenig ist HAM nicht nur ein Anreiz für PoC, Motorsport zu betreiben, aber auch.
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Re: Hamiltons Bruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von Turel » 03.10.2020, 12:37

Darüber hab ich auch schon nachgedacht.

Hamilton ist aufgrund seines Talents in der F1 aber wer folgt ihm nach wenn er zurücktritt? :think:

Gestern die Bekanntgabe das HONDA die F1 verlässt, da gab es viele Stimmen die meinten dass ein Formel1 Debüt von einigen asiatischen Fahrern wohl nicht mehr passieren wird.
Wenn das die Voraussetzungen sind, dass ein asiatischer Motorenherseller in der F1 vertreten sein muss, damit ein asiatischer Fahrer mit fahren darf, dann stimmt was nicht.

Anfang der 2010er Jahre hatten wir mit Michael Schumacher, Sebastian Vettel, Nico Rosberg, Nico Hülkenberg, Adrian Sutil und Tim Glock ganze 6 von der Nationalität her deutsche Fahrer.

Als nach und nach diese Anzahl weniger geworden ist, sind hier Stimmen laut geworden das es bald keine deutschen Fahrer mehr in der Formel 1 geben wird. Fast schon eine Stimmung der Panik. Auch heute noch liest man wie sehr die Nationalitäts Fahne gehievt wird, wenn es um das verbleiben Vettels in der F1 geht oder wenn ein Cockpit frein wird, dass dann Hülkenbergs Name fällt obwohl andere deutlich stärkere Fahre zu haben sind. Sogar Heidfeld hab ich oft gelesen(?) Was ja auch o.k. Ist denn jeder will seinen Landsmann vorne sehen oder jenen mit dem man sich identifiziert.

Bei uns Afrikanern ist es Hamilton.

Meine Frage am Anfang war, wer wird ihn ersetzen? Wie bei euch Schumacher ersetzt wurden ist.
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Re: Hamiltons Bruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 03.10.2020, 12:43

Turel hat geschrieben:
03.10.2020, 12:37
(...)Bei uns Afrikanern ist es Hamilton.

Meine Frage am Anfang war, wer wird ihn ersetzen? Wie bei euch Schumacher ersetzt worden ist.
Es ist kein Ersatz in Sicht. Zumindest wüsste ich nicht wo.
In anderen Sportarten wie bei der NBA ist es umgekehrt. Wahrscheinlich auch, weil es dort zig Vorbilder gibt, neben evtl. körperlichen Voraussetzungen. Wo steckt der Fehler?
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Re: Hamiltons Bruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von Woelli38 » 03.10.2020, 12:55

Turel hat geschrieben:
03.10.2020, 12:37
Darüber hab ich auch schon nachgedacht.

Hamilton ist aufgrund seines Talents in der F1 aber wer folgt ihm nach wenn er zurücktritt? :think:

Gestern die Bekanntgabe das HONDA die F1 verlässt, da gab es viele Stimmen die meinten dass ein Formel1 Debüt von einigen asiatischen Fahrern wohl nicht mehr passieren wird.
Wenn das die Voraussetzungen sind, dass ein asiatischer Motorenherseller in der F1 vertreten sein muss, damit ein asiatischer Fahrer mit fahren darf, dann stimmt was nicht.

Anfang der 2010er Jahre hatten wir mit Michael Schumacher, Sebastian Vettel, Nico Rosberg, Nico Hülkenberg, Adrian Sutil und Tim Glock ganze 6 von der Nationalität her deutsche Fahrer.

Als nach und nach diese Anzahl weniger geworden ist, sind hier Stimmen laut geworden das es bald keine deutschen Fahrer mehr in der Formel 1 geben wird. Fast schon eine Stimmung der Panik. Auch heute noch liest man wie sehr die Nationalitäts Fahne gehievt wird, wenn es um das verbleiben Vettels in der F1 geht oder wenn ein Cockpit frein wird, dass dann Hülkenbergs Name fällt obwohl andere deutlich stärkere Fahre zu haben sind. Sogar Heidfeld hab ich oft gelesen(?) Was ja auch o.k. Ist denn jeder will seinen Landsmann vorne sehen oder jenen mit dem man sich identifiziert.
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Meine Frage am Anfang war, wer wird ihn ersetzen? Wie bei euch Schumacher ersetzt wurden ist.
Ersetzen ist ein komisches Wort... genauso wie "seinen Platz einnehmen"... da müssen sich die Nachfolger wirklich SEHR strecken...

Die Frage ist, wie sieht denn die Förderung z.B. im "Land des Motorsports" aus? Darüber wird so gut wie nichts geschrieben bzw. nicht hier. Irgendwie stochert man in einem Thema, ohne aber genügend Hintergrundwissen zu haben.

Was macht denn HAM selbst, dass sich eventuell in der Zukunft was ändern könnte? Ich nehme jetzt nochmals das Beispiel Rossi, der sowohl in der Moto2, als auch Moto3 mit seiner VR-46 Academy junge Fahrer fördert...

Und meine persönliche Meinung. Würde ein Boateng statt Fußball eben F1 fahren, würde ich ihn genauso anfeuern...
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Re: Hamiltons Halbbruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von Garten » 03.10.2020, 14:02

Woelli38 hat geschrieben:
03.10.2020, 12:09
Kvyat ist Russe. Und in 70 Jahren F1 gabe es gerade einmal 5, die den Sprung geschafft haben...

oder Perez als Mexikaner... es waren mWn ganze 6 Mexikaner in 70 Jahren...

Und das kann man noch weiter ausführen... ausser, wenn man auch diesen Begriff nur auf dunkelhäutige Menschen bezieht.
Du stellst doch selbst fest, dass deutlich mehr Russen und auch Mexikaner als dunkelhäutige Menschen als F1 Fahrer aktiv waren, obwohl es deutlich weniger Russen und Mexikaner auf dem Planeten gibt. Mir kann keiner erzählen, dass es in 70 Jahren nur einen talentierten dunkelhäutigen Fahrer gab, aber eben zig talentierte Russen, Mexikaner, Japaner, usw. Ganz offensichtlich werden hier nach wie vor manche ethnische Gruppen klar benachteiligt.
Woelli38 hat geschrieben:
03.10.2020, 12:55
Was macht denn HAM selbst, dass sich eventuell in der Zukunft was ändern könnte?
Er hat eine ganze Kommission ins Leben gerufen, die zukünftig für bessere Chancengleichheit und mehr Diversität sorgen soll.

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Re: Hamiltons Bruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von Typ17 GTI » 03.10.2020, 14:22

Garten hat geschrieben:
03.10.2020, 14:02
Ganz offensichtlich werden hier nach wie vor manche ethnische Gruppen klar benachteiligt.
Wie werden sie denn benachteiligt? Es gibt auch keinen schwarzen Skispringer, werden die auch benachteiligt. Es werden überhaupt viele Menschen allein dadurch benachteiligt, das sie kein Geld haben Motorsport zu betreiben. Du kannst ja gerne sammeln gehen und damit Leuten ein Kart spendieren, damit sie schon mal einen Einstieg haben. Benzin, Reifen und Ersatzteile müssen auch noch bezahlt werden, also immer fleißig Geld sammeln, dann klappt es vielleicht mit der Diversität. :wink:

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Re: Hamiltons Halbbruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 03.10.2020, 14:34

Garten hat geschrieben:
03.10.2020, 14:02
Er hat eine ganze Kommission ins Leben gerufen, die zukünftig für bessere Chancengleichheit und mehr Diversität sorgen soll.
Mir hat immer noch niemand glaubhaft darlegen können, inwieweit die F1, auf welcher Ebene auch immer, "Chancengleichheit" ausschließt. Früher mag das evtl. einmal so gewesen sein, auch bzgl. Werbepartnern/Sponsoren, aber aktuell, really?

Ein "schwarzer Newey" mit genialen Ideen, ein "asiatischer multipler FWM Gewinner", das ist alles problemlos möglich. Der Idealfall wäre eine PoC Frau, die morgen gegen HAM um den FWM-Titel fährt, darum würden sich alle Teams reißen. Die F1 nimmt neue Talente offen auf, egal woher sie kommen, von der Hautfarbe ganz zu schweigen.

Ich weiß eigentlich gar nicht, worüber wir hier diskutieren. Das sind allesamt globale Wirtschaftunternehmen und diese beziehen ihre Mitarbeiter aus einem Pool von Bewerbern, der schier unendlich ist. Seien es Fahrer, Mechaniker oder Ingenieure. Offenbar gibt es aber zu wenig Bewerber, daran kann man arbeiten.

Vielleicht haben die potenziellen "dunkelhäutigen Fahrer" auch einfach keinen Bock, Motorsport zu betreiben, weil die Chancen in anderen Sportarten besser aussehen. Der Weg zur Spitze ist steinig, egal ob schwarz, weiß, gelb (dass man sich darüber Gedanken machen muss, ist bereits schlimm genug).

Quotenregelungen akzeptiert kaum jemand. Wer keine Leistung bringt wird über kurz oder lang die F1 verlassen. Das war schon immer so und wird hoffentlich immer so bleiben.

Nicolas hat ein Handicap und fährt trotzdem in der BTCC, was toll ist. Worüber diskutiert er überhaupt?
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Re: Hamiltons Halbbruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von Woelli38 » 03.10.2020, 14:58

Garten hat geschrieben:
03.10.2020, 14:02
Woelli38 hat geschrieben:
03.10.2020, 12:55
Was macht denn HAM selbst, dass sich eventuell in der Zukunft was ändern könnte?
Er hat eine ganze Kommission ins Leben gerufen, die zukünftig für bessere Chancengleichheit und mehr Diversität sorgen soll.
Eindeutig nein, da es ihm nur um dunkelhäutige geht... danach folgend sind ihm Andere auch schlicht egal...

Hier einmal ein Artikel dazu:

https://www.wienerzeitung.at/nachrichte ... ismus.html

Auszug:

Erneut kritisierte Hamilton die Situation in der Formel 1. "Es fühlt sich an, als wäre nur ein bestimmter Typ Mensch in diesem Sport wirklich willkommen, jemand, der ein bestimmtes Aussehen hat, aus einer bestimmten Lebenswelt kommt, ein bestimmtes Muster erfüllt und sich an bestimmte ungeschriebene Regeln hält", schrieb der sechsfache Champion.

Sorry, da ist schon extrem viel Jammern auf hohem Miveau dabei... gerade bei den Punkten "Muster" und "Regeln" ist doch gerade er das beste Beispiel dafür, dass die aufgeführten Missstände so nicht existent sind. Und für mich kommen gerade diese beiden Punkte eher als "beleidigte Leberwurst" an, weil er hier durch seine Soloauftritte halt eine entsprechende Gegenraktion erfahren hat, die ihm nicht geschmeckt hat. Und den Punkt geschriebene Regeln lassen wir in diesem Zusammenhang auch lieber weg... :wink2:
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Re: Hamiltons Bruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von Aldo » 03.10.2020, 15:05

Eigentlich mag ich solche Themen in der F1 nicht. Aber dazu muss ich auch meinen Senf abgeben..

Schon mal drüber nachgedacht, dass die Formel 1 als Sportart bei den Schwarzen keine Tradition oder Geschichte hat und deshalb bisher kaum was im Motorsport davon vorhanden ist? In der amerikanischen Indycarserie fahren auch keine schwarzen.

Ich schätze das liegt einfach daran, dass diese zum Beispiel in vielen anderen Sportarten vertreten sind - eher im Basketball zum Beispiel.

Das hat aus meiner Sicht nichts damit zutun, dass die F1 kategorisch Gruppen ausschließt. Dann sollen die Hamiltons halt mal dafür sorgen, dass mehr schwarze den Weg in den Motorsport oder die F1 finden. Ich finde diese Behauptungen eine Frechheit - die F1 wird so dargestellt, als wäre sie aus Weißen, die Schwarze unterdrücken.

Aber gut, wundert mich nicht. Ich denke da bei Hamilton nur an Monaco 2011. Die Opferrolle hat ihm ja schon immer gefallen.
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To be continued..

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Re: Hamiltons Bruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von Woelli38 » 03.10.2020, 15:09

Aldo hat geschrieben:
03.10.2020, 15:05
Dann sollen die Hamiltons halt mal dafür sorgen, dass mehr schwarze den Weg in den Motorsport oder die F1 finden.
Mein reden... soll doch einmal Rossi besuchen und sich seine VR-46 Academy anschauen...
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Re: Hamiltons Bruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von FlavioDerBriatore » 03.10.2020, 15:25

Ich habe da eine Idee:
Ich poste hier ein Foto von mir und das hängt Ihr Euch über die Tür.
Dann könnt Ihr zu mir "aufschauen" - es geht ja wohl nur darum, den Kopf zu heben.

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Re: Hamiltons Halbbruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Beitrag von _Vendetta_ » 03.10.2020, 15:57

Garten hat geschrieben:
03.10.2020, 14:02
Du stellst doch selbst fest, dass deutlich mehr Russen und auch Mexikaner als dunkelhäutige Menschen als F1 Fahrer aktiv waren, obwohl es deutlich weniger Russen und Mexikaner auf dem Planeten gibt. Mir kann keiner erzählen, dass es in 70 Jahren nur einen talentierten dunkelhäutigen Fahrer gab, aber eben zig talentierte Russen, Mexikaner, Japaner, usw. Ganz offensichtlich werden hier nach wie vor manche ethnische Gruppen klar benachteiligt.
Wenn man solche Behauptungen aufstellt sollte man sich darüber im Klaren sein worüber man überhaupt redet bzw. schreibt.

Man kann natürlich sagen dass gewisse Etnien in der F1 benachteiligt sind, ebenso in zig verschiedenen anderen Sportarten. Es gibt Dutzende von Ethnien weltweit, darunter größere Gruppen wie z.B. Afroamerikaner, Kurden, Uiguren, Vietnamesen, Koreaner usw, etc., pp.. Viele dieser Ethnien sind nicht in der F1 vertreten...werden die jetzt bewusst ausgegrenzt? Muss man da jetzt aktiv werden? Ja, natürlich, sofern sie in diskriminierender Weise von der F1 ausgegrenzt werden. Das sehe ich jedoch nicht...oder siehst Du das?
Dunkelhäutige Menschen sind KEINE Ethnie, sie können aber natürlich zu diversen unterschiedlichen Ethnien gehören, rein von der Definition her.
Ist es überhaupt nötig dass unbedingt in jeder Sportart Menschen alle Länder, Ethnien und Herkunft vertreten sind oder sollen die sich das nicht lieber selbst aussuchen? Gewisse Sportarten - wie z.B. die F1 - sind sehr geldintensiv, das schliesst viele Menschen schon von vornherein aus, unabhängig von Ethnie, Hautfarbe oder Herkunft.
Aber es soll sich Jeder dafür einsetzten was er für wichtig und richtig hält. Solange damit keine Anderen geschädigt werden ist das ok, man sollte nur wissen worüber man da redet/schreibt und ein paar realitätsbezogene Argumente sind auch immer hilfreich.
Vielleicht sehe ich das aber auch zu vereinfacht weil ich die Menschen nicht nach Herkunft, Aussehen oder Ethnie beurteile, sondern ganz grob und subjektiv erstmal nach A...loch, Neutral und Gut. Bei den Neutralen und Guten kann es dann noch feinere Aufteilungen geben, die aber auch nix mit Ethnien zu haben, sondern mit Charakter. :wave:
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