"Gerechtigkeit für Breonna Taylor": Doch keine Untersuchung gegen Hamilton

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Quebec
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Re: "Gerechtigkeit für Breonna Taylor": Doch keine Untersuchung gegen Hamilton

Beitrag von Quebec » 16.09.2020, 08:59

Das Sportler wie Hamilton öffentlich Position beziehen finde ich völlig in Ordnung, ja es ist sogar seine Pflicht das zu tun. Dazu hat er aber die Möglichkeit auf seiner privaten Webseite oder anderen privaten Plattformen wie Facebook o.ä.
In der Formel 1 vertritt er aber seinen Arbeitgeber, eine Marke und Firmen, die für die Werbung auf seinem Overall viel Geld und damit sein üppiges Gehalt bezahlt haben.
Wenn ich für das Geld dann aber statt meines Firmennamens auf ein schwarzes T-Shirt starren muss ist das Vertragsbruch.
Der Formel 1 Zirkus ist nunmal nicht seine private Veranstaltung. Insofern ist das was er macht ein no go.

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pilimen
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Re: "Gerechtigkeit für Breonna Taylor": Doch keine Untersuchung gegen Hamilton

Beitrag von pilimen » 16.09.2020, 09:14

Ich finde Hamiltons Aktion alles andere als lupenrein.

Abgesehen davon, dass er eine Siegerehrung für so etwas missbraucht, gefällt mir seine anscheinend doch recht voreingenommene Haltung nicht, dass die Cops in dem Fall tatsächlich Mörder sind. Er stellt sich damit über die Justiz.
Ich dachte bisher, dass es ein großes Privileg der westlichen Kultur ist, dass bei einer Anklage zunächst die Unschuldsvermutung gilt. Aber mit dieser Aktion tritt Hamilton diese Prinzipien mit den Füßen.

Außerdem gehe ich mit denen, die meinen, dass Hamilton mit seinen Aktionen selbst in den Rassismus abdriftet.

Ich war schon immer der Meinung Rassismus bekämpft man nur, wenn man es global anpackt, statt diese Problematik nach Ethnie oder Hautfarbe zu sortieren! Denn damit verschmutzt man schon das Fundament, womit man den Rassismus eigentlich bekämpfen wollte.

Wenn alle Fahrer ihre "Stop Racism" an haben, er aber sein BLM überzieht, dann strahlt er damit als einziger von den 20 Fahrern eine einseitige Message in die Welt. Darüber sollte er sich Gedanken machen.
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Draise
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Re: "Gerechtigkeit für Breonna Taylor": Doch keine Untersuchung gegen Hamilton

Beitrag von Draise » 16.09.2020, 10:06

rot hat geschrieben:
15.09.2020, 23:18
Draise hat geschrieben:
15.09.2020, 22:48
Deiner Meinung nach darf man daher nicht gegen die Benachteiligung, gegen den Rassismus einer bestimmten Bevölkerungsgruppe gegenüber kämpfen, weil man dadurch vermeintlich den Kampf gegen andere Ungerechtigkeiten vernachlässigt? Natürlich gibt es auch anderen Rassismus,
Stell dir vor, BLM hiesse ALM. Stell dir vor, Hamilton würde sein mediales Schwert für Gleichberechtigung aller Ethnien schwingen. Wie wäre wohl da das Echo?

Wenn man aber auf die Strasse geht, weil erneut ein unkooperativer Afroamerikaner unter Drogen mit Messer oder sonstiger Waffe brutal über den Haufen geschossen wurde, dann geht der Schuss halt nach hinten los.
(Der Fall Taylor ist hier aber wohl anders gelagert)
Draise hat geschrieben:
15.09.2020, 22:48
nicht nur den schwarzen Menschen gegenüber, aber der Kampf an manchen Fronten ist nun mal in bestimmten Situationen, zu bestimmten Zeiten dringlicher als an anderen.
Dringlicher? Wem möchtest du Hand bieten? Dem Kind, das in Afrika kurz vorm verhungern ist, oder dem jungen Afroamerikaner, der nicht die gleichen Chacen auf dem Arbeitsmarkt erhält in den Staaten?

Und es gibt noch ganz viele andere Ecken, bei denen der Hut mehr brennt.

TripleHey hat geschrieben:
15.09.2020, 22:51
Über ein Problem zu sprechen ist nicht die Lösung, aber nur in solchen Gesprächen können Lösungen gefunden werden. Und genau deshalb gebe ich Hamilton den Daumen nach oben. Du wirst mir doch hoffentlich zustimmen, dass es niemals etwas brachte, wenn alle nur zugesehen hatten.
Ja und nein. Der Anstoss war sicher Wegweisend. Sollte aber Wegweisend für alle Bevölkerungsgruppen sein. Genau so sollte aber Rassismus innerhalb der einzelnen Ethnien behandelt werden. Dafür ist meiner Meinung nach BLM zu einfältig.

Hamilton hätte auf dem Podest stehen können mit dem Shirt "We race as one". Die Message wäre viel stärker gewesen ohne Kontroverse.
Wobei, genau genommen interessiert das ausserhalb von ein paar Foren niemanden.

Ich vergleiche das mal mit herkömmlicher Werbung (vor me too). Nimm Brüste, und alle erinnern sich an die Werbung. An das Produkt, vielleicht. Mach eine originelle sonstige Werbung. Die Wiedererkennung ist vielleicht etwas kleiner, doch die messbaren Ergebnisse sind wesentlich höher.
So gesehen ist BLM eine provokative Brust mit kaum Nachhaltigkeit.
Die Dringlichkeit ergibt sich aus dem Momentum, welches die BLM Bewegung inne hat. Es birgt die Chance, eine relevante Veränderung zu bewirken. Auch den anderen angeführten Beispielen muss natürlich geholfen werden. Es ist ja nicht so, dass der Kampf nach dem erreichen der Ziele der BLM beendet wäre, dies ist ja nur ein kleiner Schritt auf dem Weg zu einer gerechteren Welt.

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Re: "Gerechtigkeit für Breonna Taylor": Doch keine Untersuchung gegen Hamilton

Beitrag von _Vendetta_ » 16.09.2020, 10:40

Quebec hat geschrieben:
16.09.2020, 08:59
Das Sportler wie Hamilton öffentlich Position beziehen finde ich völlig in Ordnung, ja es ist sogar seine Pflicht das zu tun. Dazu hat er aber die Möglichkeit auf seiner privaten Webseite oder anderen privaten Plattformen wie Facebook o.ä.
In der Formel 1 vertritt er aber seinen Arbeitgeber, eine Marke und Firmen, die für die Werbung auf seinem Overall viel Geld und damit sein üppiges Gehalt bezahlt haben.
Wenn ich für das Geld dann aber statt meines Firmennamens auf ein schwarzes T-Shirt starren muss ist das Vertragsbruch.
Der Formel 1 Zirkus ist nunmal nicht seine private Veranstaltung. Insofern ist das was er macht ein no go.
Ich habe ja schon geschrieben, dass ich HAM's Selbstinszenierung nicht gut finde und für kontraproduktiv halte, aber in Bezug auf seinen Arbeitgeber hast du unrecht:

"In den sozialen Medien wurde er dafür stark kritisiert. Mercedes stellte sich auf Twitter hinter den Briten. Teamchef Toto Wolff betonte am Wochenende erneut, dass Hamilton von seinem Arbeitgeber die volle Rückendeckung erhält. "Gar keine Frage. Das ist alleine seine Entscheidung und was auch immer er macht, werden wir unterstützen", so der Österreicher."

Ich denke damit ist doch klar, dass HAM aus MAMG-Sicht machen kann was immer er will.

Quelle:

https://www.motorsport-magazin.com/form ... nna-taylor
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Re: "Gerechtigkeit für Breonna Taylor": Doch keine Untersuchung gegen Hamilton

Beitrag von Andy.2709 » 16.09.2020, 10:56

Mir tut jeder Mensch der stirbt vor allem durch Mord leid und es spielt auch keine Rolle ob der jenige schwarz, weiß, gelb oder lila ist.

Aber hier geht es um Sport, ich finde sogar die BLM Bewegung hat nichts im Sport zu suchen.
Sport ist Sport, Politik ist politik.

Es gibt viele schlimme Dinge auf der Welt, aber der Sport ist nicht dafür Verantwortlich dies den Menschen der Welt zu zeigen und ein Hamilton hat kein Recht zu sagen die und die müssen ins Gefägnis. Er ist ein Vorbild für viele Menschen, nimmt hier aber einen Platz als Streetjudge ein und somit werden es viele ihm nachmachen obwohl die Cops ggf. sogar unschuldig sind.

Ich habe die Sache mit der Breonna Taylor jedoch nicht recherchiert. Vielleicht weiß er ja was, was die Justiz nicht weiß, aber dann soll er es doch denen mitteilen.

Das war er macht ist hetzen.
Es gibt auch schwarz rassisten.
So wie in Stirb langsam 3, da war Zeus ein Rassist, hat aber die weißen als Rassisten bezeichnet.
So ähnlich macht es derzeit Hamilton.

Bestrafen brauch man ihn nicht, aber Untersagen und bei wiederholung Sperren.

Ein Hamilton ist der Star keine Frage, aber das bedeutet nicht das er alles tun und lassen kann was er will.

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Re: "Gerechtigkeit für Breonna Taylor": Doch keine Untersuchung gegen Hamilton

Beitrag von Rennsemmel » 16.09.2020, 16:08

Hamilton sollte mal über dieses Zitat von einem der einflussreichsten und größten Rapper aller Zeiten, 2PAC, aus dem Jahr 1995 nachdenken:

“Until it happened, I really did believe that no Black person would ever shoot me. I believed that I didn’t have to fear my own community, You know, I was like I represent them. I’m their ambassador to the world, they will never do me wrong.”

Der sogenannte Black-On-Black Crime ist das größte Problem der "black community" - so ganz ohne dem Zutun von Polizisten und den bösen, weißen Unterdrückern. Und das nicht seit gestern sondern seit Jahrzehnten. Diese Tatsache blenden die BLM Anhänger gekonnt aus. Auch wenn man in ein schwieriges Milieu hineingeboren wird, so hat man IMMER die Wahl selbst eine Entscheidung zu treffen.

Noch ein anderer Gedankengang:
Was wäre, wenn ein Fan das T-Shirt mit der Aufschrift "Arrest All Formula 1 Drivers - Clima Justice Matters" tragen würde :?:
Hamilton ist als Formel 1 Fahrer ja maßgeblich am menschengemachten Klimawandel mitverantwortlich :!:
Das ist im Prinzip diesselbe, undifferenzierte Situation wie sie Hamilton propagiert.
Nur das unter dem Klimawandel ALLE Menschen leiden - nicht nur die People Of Color.
Lieber ein Sportwagen im Schlamm als ein Fahrrad mit Platten

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Re: "Gerechtigkeit für Breonna Taylor": Doch keine Untersuchung gegen Hamilton

Beitrag von Bremspunkt » 16.09.2020, 16:32

_Vendetta_ hat geschrieben:
16.09.2020, 10:40
Quebec hat geschrieben:
16.09.2020, 08:59
Das Sportler wie Hamilton öffentlich Position beziehen finde ich völlig in Ordnung, ja es ist sogar seine Pflicht das zu tun. Dazu hat er aber die Möglichkeit auf seiner privaten Webseite oder anderen privaten Plattformen wie Facebook o.ä.
In der Formel 1 vertritt er aber seinen Arbeitgeber, eine Marke und Firmen, die für die Werbung auf seinem Overall viel Geld und damit sein üppiges Gehalt bezahlt haben.
Wenn ich für das Geld dann aber statt meines Firmennamens auf ein schwarzes T-Shirt starren muss ist das Vertragsbruch.
Der Formel 1 Zirkus ist nunmal nicht seine private Veranstaltung. Insofern ist das was er macht ein no go.
Ich habe ja schon geschrieben, dass ich HAM's Selbstinszenierung nicht gut finde und für kontraproduktiv halte, aber in Bezug auf seinen Arbeitgeber hast du unrecht:

"In den sozialen Medien wurde er dafür stark kritisiert. Mercedes stellte sich auf Twitter hinter den Briten. Teamchef Toto Wolff betonte am Wochenende erneut, dass Hamilton von seinem Arbeitgeber die volle Rückendeckung erhält. "Gar keine Frage. Das ist alleine seine Entscheidung und was auch immer er macht, werden wir unterstützen", so der Österreicher."

Ich denke damit ist doch klar, dass HAM aus MAMG-Sicht machen kann was immer er will.

Quelle:

https://www.motorsport-magazin.com/form ... nna-taylor
Das schiefe, eingeschlafene Gesicht Wolffs bei der Siegerehrung sagt allerdings das Gegenteil.

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Re: "Gerechtigkeit für Breonna Taylor": Doch keine Untersuchung gegen Hamilton

Beitrag von RedFive » 16.09.2020, 22:18

Rennsemmel hat geschrieben:
16.09.2020, 16:08
Hamilton sollte mal über dieses Zitat von einem der einflussreichsten und größten Rapper aller Zeiten, 2PAC, aus dem Jahr 1995 nachdenken:

“Until it happened, I really did believe that no Black person would ever shoot me. I believed that I didn’t have to fear my own community, You know, I was like I represent them. I’m their ambassador to the world, they will never do me wrong.”
Bitte nicht. Das Zitat ist mMn absolut lächerlich. ZweiPac als Botschafter seiner (schwarzen) Community in die Welt? C`mon. Während zu der Zeit regelmäßig andere Rapper erschossen wurden, hielt er sich für unverwundbar - oder wie? Die Musik ja okay, aber seine "attitude" ... selbst als HipHop-Fan muss man das nicht mögen.

Zum Thema Rassismus fällt mir da (in Sachen Rapper - auch wenns Metal ist) am ehesten/spontan "Ice-T" bzw. "Body Count" ein, die das Problem seit Jahren thematisieren. Sei es "Cop Killer" (1992 - "Cop killer, but tonight we get even, ha ha"), sei es "Born Dead" (1994 - "Born yellow, Born brown, Born red, Born black, Born dead") oder +20 Jahre später .... 2017 "No Lives Matter", was mit folgendem Intro daherkommt ... was mMn wahrlich treffend für einige Argumente ist ....

"It's unfortunate that we even have to say 'Black Lives Matter'
I mean, if you go through history nobody ever gave a fuck
I mean, you can kill black people in the street
Nobody goes to jail, nobody goes to prison
But when I say 'Black Lives Matter' and you say 'All Lives Matter'
That's like if I was to say 'Gay Lives Matter'
And you say 'All Lives Matter'
If I said, 'Women's Lives Matter' and you say 'All Lives Matter'
You're diluting what I'm saying
You're diluting the issue
The issue isn't about everybody, it's about black lives, at the moment
But the truth of the matter is, they don't really give a fuck about anybody
If you break this shit all the way down to the low fucking dirty-ass truth
We say that 'Black Lives Matter'
Well truthfully they really never have
No one ever really gave a fuck
Just read your bullshit history books
But honestly it ain't just black
It's yellow, it's brown, it's red
It's anyone who ain't got cash
Poor whites that they call trash

... (den Rest bitte selber suchen)"

Rennsemmel hat geschrieben:
16.09.2020, 16:08
Der sogenannte Black-On-Black Crime ist das größte Problem der "black community" - so ganz ohne dem Zutun von Polizisten und den bösen, weißen Unterdrückern. Und das nicht seit gestern sondern seit Jahrzehnten. Diese Tatsache blenden die BLM Anhänger gekonnt aus. Auch wenn man in ein schwieriges Milieu hineingeboren wird, so hat man IMMER die Wahl selbst eine Entscheidung zu treffen.
Leider nein, weil da man kaum die selben Möglichkeiten bekommt, wie in einer wohlsituierten Familie geboren zu sein. Was "black-on-black crime" angeht möchte ich nur folgenden Link einstreuen ...Stop using ‘black-on-black’ crime to deflect away from police brutality.
Zuletzt geändert von RedFive am 17.09.2020, 03:18, insgesamt 3-mal geändert.

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TripleHey
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Re: "Gerechtigkeit für Breonna Taylor": Doch keine Untersuchung gegen Hamilton

Beitrag von TripleHey » 16.09.2020, 22:31

pilimen hat geschrieben:
16.09.2020, 09:14
Ich finde Hamiltons Aktion alles andere als lupenrein.

Abgesehen davon, dass er eine Siegerehrung für so etwas missbraucht, gefällt mir seine anscheinend doch recht voreingenommene Haltung nicht, dass die Cops in dem Fall tatsächlich Mörder sind. Er stellt sich damit über die Justiz.
Ich dachte bisher, dass es ein großes Privileg der westlichen Kultur ist, dass bei einer Anklage zunächst die Unschuldsvermutung gilt. Aber mit dieser Aktion tritt Hamilton diese Prinzipien mit den Füßen.

Außerdem gehe ich mit denen, die meinen, dass Hamilton mit seinen Aktionen selbst in den Rassismus abdriftet.

Ich war schon immer der Meinung Rassismus bekämpft man nur, wenn man es global anpackt, statt diese Problematik nach Ethnie oder Hautfarbe zu sortieren! Denn damit verschmutzt man schon das Fundament, womit man den Rassismus eigentlich bekämpfen wollte.

Wenn alle Fahrer ihre "Stop Racism" an haben, er aber sein BLM überzieht, dann strahlt er damit als einziger von den 20 Fahrern eine einseitige Message in die Welt. Darüber sollte er sich Gedanken machen.
Das Podium dient dazu, den Besten des Rennens eine Plattform zu geben, auf der sie sich präsentieren. Ich würde da eher von Gelegenheit als Missbrauch sprechen.

Der einzige Punkt den auch ich fragwürdig finde ist die Vorverurteilung, das kann schwer nach hinten losgehen und in dem Punkt stimme ich Dir zu.

In den weiteren Punkten nicht, denn so wie Hamilton es angeht hat es einen globalen Effekt.
"Ich war schon immer der Meinung Rassismus bekämpft man nur, wenn man es global anpackt, statt diese Problematik nach Ethnie oder Hautfarbe zu sortieren!"
Um Ethnie und Hautfarbe geht es, und ich verstehe nicht weshalb das ein Widerspruch zu einer globalen Lösung sein muss. Gib doch bitte mal ein Update darüber was genau Du damit meinst, denn so ergibt es wenig Sinn.

Und bevor wir uns über die "einseitige" Message unterhalten solltest Du erst einmal definieren, was die Message ist. Welche "Seiten" würdest Du dir denn zusätzlich wünschen?
"so alsoooo... unterbrochung .... äh unterbrechung beim training blabla." by Heiko Wasser.

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Re: "Gerechtigkeit für Breonna Taylor": Doch keine Untersuchung gegen Hamilton

Beitrag von RedFive » 16.09.2020, 22:53

TripleHey hat geschrieben:
16.09.2020, 22:31
Das Podium dient dazu, den Besten des Rennens eine Plattform zu geben, auf der sie sich präsentieren. Ich würde da eher von Gelegenheit als Missbrauch sprechen.
So sehe ich es auch :thumbs_up:

Was die "Vorverurteilung" angeht ... ist es eine, oder nur die Forderung nach Gerechtigkeit? Die Anklage wg. versuchten Mordes ggn. K.W. wurde mittlerweile fallen gelassen, der "lediglich" einem Officer (als solcher nicht erkenntlich?) ins Bein geschossen hat, während der Gegenüber den Tod eines unschuldigen Bürgers zu verantworten hat. Wer 10x blind durch die Tür ballert, dabei jmd tötet, weitere Personen gefährdet, sollte doch zumindest angeklagt werden. (Und eben auch verhaftet ....) Das Tragen einer Uniform legitimiert ein solches Handeln mMn nach nicht ...

Jonas.sw
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Re: "Gerechtigkeit für Breonna Taylor": Doch keine Untersuchung gegen Hamilton

Beitrag von Jonas.sw » 16.09.2020, 23:30

Es ist gut auf Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen und das geht auch, selbst wenn wir selber auch immer mal ungerecht sind. Aber es ist doch gut, sich gegenseitig darin zu ermutigen mehr darauf zu achten, das es weniger zu Ungerechtigkeiten kommt. Vielleicht gibt es T-Shirts mit anderen Sprüchen? Aber ansonsten denke ich schon, das Hamilton das Thema wichtig ist, selbst wenn es so sein sollte, das da was an Selbstinzinierung dabei sein sollte. Wer ist schon perfekt?

marsal79
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Re: "Gerechtigkeit für Breonna Taylor": FIA erwägt Untersuchung gegen Hamilton

Beitrag von marsal79 » 17.09.2020, 09:33

Silberner Mercedes hat geschrieben:
15.09.2020, 14:25
marsal79 hat geschrieben:
15.09.2020, 13:55
Silberner Mercedes hat geschrieben:
14.09.2020, 18:16
Ich mag Hamilton und erkenne seine Leistungen für mein Lieblingsteam ohne wenn und aber an. Ich sehe keinen Schwarzen Mann in dem Auto sondern einen absolut fähigen Fahrer der es Meisterhaft versteht mit diesem Wunderwerk der Technik umzugehen. Das verdient meine größte Achtung und den allergrößten Respekt. Und trotzdem empfinde ich sowohl eine Untersuchung als auch eine mögliche Bestrafung für absolut richtig.

Wir werden an jedem Tag und nahezu zu jeder Stunde an das Elend rund um diese Welt erinnert. Verheerende Waldbrände in Brasilien, vergiftete Politiker in Russland, hingerichtete Sportler (aktueller Fall im Iran), Verletzung der Menschenrechte und Unterdrückung der Frauen in nahezu allen islamischen Ländern, eine innerhalb von 50 Jahren zu 70 % ausgerottete Tierwelt, Vergewaltigungsorgien in Südafrika, Folter, Mord und Totschlag all überall, Naturkatastrophen u.s.w u.s.w

Wenn ich mir Sport anschaue möchte ich gerne mal für kurze Zeit vergessen dürfen, mal abschalten und einfach nur eintauchen in eine Welt die weitgehend intakt ist. Ich kann mich mit mit einer allgemeinen Botschaft die auf Toleranz, gegenseitige Achtung und Freundschaft über alle Grenzen hinweg aufmerksam macht, gut identifizieren. Aber die Konfrontation mit persönlichen Einzelschicksalen gehört m.M.n. nicht dazu. Das klingt hart, aber es dient auch ein Stück weit dem Selbstschutz.

Davon mal abgesehen glaube ich auch nicht das Schwarze in der USA generell nur deshalb zum Opfer werden weil sie Schwarz sind. Das gibt es natürlich auch viel zu häufig. Aber das hängt auch ein Stück weit damit zusammen wie groß der prozentuale Anteil dieser Volksgruppe an illegalen Handlungen ist. Doch zu solchen Fragen schweigt sich die gutmeinende Presse gerne aus.

...warum möchten Sie vergessen dass Menschen leiden, das kann Ihnen in 20 Jahren so ähnlich ergehen und wir haben keine "Wohlfühlblase" in Deutschland mehr.
Ich gehöre zu den Menschen die ab und an auch mal einen positiven Input brauchen. Ich kann mich nicht nur mit dem Elend dieser Welt beschäftigen. Es würde mich krank machen. Was Deutschland angeht stimme ich absolut zu. Aber ich ändere diese Welt nicht mehr. Von daher warte ich ab und bin auf alle Eventualitäten bestmöglich vorbereitet. Mehr kann ich z.z. nicht machen.
marsal79 hat geschrieben:
15.09.2020, 13:55
Haben Sie sich gefragt warum der " prozentuale Anteil" bei der "Volksgruppe" höher ist ?
Zu einem ist es keine "Volksgruppe", zu anderem liegt es oft an den Umständen, die Menschen werden hineingeboren in Gegenden in denen die keine Chance haben ein normales Leben zu führen. Das führt dann zu Kriminalität ja.
Ich weiß bereits warum es bei manchen Bevölkerungsteilen häufiger Auffälligkeiten gibt als bei anderen. Das hineingeboren werden ist ein Teil der Wahrheit.
marsal79 hat geschrieben:
15.09.2020, 13:55
Das Problem wirdeher sein dass in den V.S.A. ziemlich viele Manschen Waffen besitzen, als Polizist hat man eine gewisse Härte gelernt und ruck zuck kommt es zu Schießereien o.ä.
Absolut, volle Zustimmung
marsal79 hat geschrieben:
15.09.2020, 13:55
Und jetzt kritisiere ich Hamilton DIREKT:

Er setzt sich für Rechte ein und möchte etwas ändern,(finde ich gut) postet aber vor einigen Wochen bei Instagramm ein Video in dem er am Schiessstand mit einem Gewehr herumballert..
Edit
Ein Sportschütze ist nicht zu verwechseln mit einem schießwütigen Cowboy der über Leichen geht. Schiessen ist sogar Olympisch und hat eine große Tradition. Nicht das Gewehr ist für sich gefährlich, sondern der Mensch der es mißbräuchlich benutzt. So gesehen kann auch ein wunderschönes Auto zur Waffe mißbraucht werden.
danke, das klingt doch viel besser :wink:
Bei Hamiltons Post handelte sich aber um richtige automatische Gewehre, soweit ich mich erinnern kann !
Man kann leider nie 100% sicher gehen dass jemand die Waffen nicht fürfalsche Zwecke einsetzt, daher bin ich absolut gegen Waffen,das ist fürmich ein "Schwarz oder Weiß" Thema. :confused:

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Re: "Gerechtigkeit für Breonna Taylor": Doch keine Untersuchung gegen Hamilton

Beitrag von F1Alonsomaniac » 18.09.2020, 12:21

Das mit dem wo Grenze ziehen ist richtig. Wer auch immer diesen Mercedes AMG post verfasst hat, brauchr gar nicht so arrogant zu tun, als würd er einem Idioten erklären, was offensichtlich ist. Das ist es nämlich NICHT. Wenn man sich mit nem Anti Abtreibungs shirt hinstellt kann man auch sagen, ja Recht auf Leben, sind Menschenrechte aber im Endeffekt ist es ein politisches Statement. Und dieses Beispiel soll nur zeigen, dass FIA und Sport sich nicht mit allen einzelnen Fällen beschäftigen dürfen, das gibt nur unnötige Komplexität, Aufwand, Anwälte, Kosten, etc. Nein die einzige Lösung um den Sport Sport sein zu lassen ist all sowas zu verbieten, oder eben all sowas erlauben, dann wird es aber nur noch ein politisches Forum. Aber so unfassbar arrogant argumentieren wie "das was wir machen darf man weil da gehts um Menschenrechte sprich was wichtiges" und somit seine Botschaft über die anderer zu stellen und diese als "Politik" abtun, um die eigene zu erlauben, finde ich so dermaßen dreist und lächerlich....
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Re: "Gerechtigkeit für Breonna Taylor": Doch keine Untersuchung gegen Hamilton

Beitrag von Formula_1 » 18.09.2020, 12:31

F1Alonsomaniac hat geschrieben:
18.09.2020, 12:21
Das mit dem wo Grenze ziehen ist richtig. Wer auch immer diesen Mercedes AMG post verfasst hat, brauchr gar nicht so arrogant zu tun, als würd er einem Idioten erklären, was offensichtlich ist. Das ist es nämlich NICHT.
Wenn man sich mit nem Anti Abtreibungs shirt hinstellt kann man auch sagen, ja Recht auf Leben, sind Menschenrechte aber im Endeffekt ist es ein politisches Statement. Und dieses Beispiel soll nur zeigen, dass FIA und Sport sich nicht mit allen einzelnen Fällen beschäftigen dürfen, das gibt nur unnötige Komplexität, Aufwand, Anwälte, Kosten, etc. Nein die einzige Lösung um den Sport Sport sein zu lassen ist all sowas zu verbieten, oder eben all sowas erlauben, dann wird es aber nur noch ein politisches Forum. Aber so unfassbar arrogant argumentieren wie "das was wir machen darf man weil da gehts um Menschenrechte sprich was wichtiges" und somit seine Botschaft über die anderer zu stellen und diese als "Politik" abtun, um die eigene zu erlauben, finde ich so dermaßen dreist und lächerlich....
Worauf beziehst du dich mit "...diesen Mercedes AMG post...", was meinst du damit?

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Re: "Gerechtigkeit für Breonna Taylor": Doch keine Untersuchung gegen Hamilton

Beitrag von F1Alonsomaniac » 18.09.2020, 13:44

Formula_1 hat geschrieben:
18.09.2020, 12:31
F1Alonsomaniac hat geschrieben:
18.09.2020, 12:21
Das mit dem wo Grenze ziehen ist richtig. Wer auch immer diesen Mercedes AMG post verfasst hat, brauchr gar nicht so arrogant zu tun, als würd er einem Idioten erklären, was offensichtlich ist. Das ist es nämlich NICHT.
Wenn man sich mit nem Anti Abtreibungs shirt hinstellt kann man auch sagen, ja Recht auf Leben, sind Menschenrechte aber im Endeffekt ist es ein politisches Statement. Und dieses Beispiel soll nur zeigen, dass FIA und Sport sich nicht mit allen einzelnen Fällen beschäftigen dürfen, das gibt nur unnötige Komplexität, Aufwand, Anwälte, Kosten, etc. Nein die einzige Lösung um den Sport Sport sein zu lassen ist all sowas zu verbieten, oder eben all sowas erlauben, dann wird es aber nur noch ein politisches Forum. Aber so unfassbar arrogant argumentieren wie "das was wir machen darf man weil da gehts um Menschenrechte sprich was wichtiges" und somit seine Botschaft über die anderer zu stellen und diese als "Politik" abtun, um die eigene zu erlauben, finde ich so dermaßen dreist und lächerlich....
Worauf beziehst du dich mit "...diesen Mercedes AMG post...", was meinst du damit?
Im opening post dieser twitter post von The Joey und die Antwort von Mercedes AMG so richtig arrogant mit Punkten nach jedem Wort als waere The Joey ein absoluter Vollidiot der den Sachverhalt nicht versteht, dabei blendet Mercedes aus, dass es unbewaeltigbar kompliziert waere fuer die naechsten 5000 solcher Aktionen(welche kommen werden wenn man es Hamilton und Mercedes erlaubt) zu bestimmen, ob das jetzt noch ein menschenrechtliches Statement oder ein politisches ist. Das ist fuer mich die Antwort eines Schulkindes, dass gerade den Begriff Menschenrecht gelernt hat und damit andere ungebildet darstellen will, ohne nachzudenken ueber Folgen....
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