Formel-1-Tests 2019 Barcelona: Red-Bull-Crash und Ferrari-Sensation

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Formel-1-Tests 2019 Barcelona: Red-Bull-Crash und Ferrari-Sensation

Beitrag von Redaktion » 28.02.2019, 18:03

Die spektakuläre Ferrari-Bestzeit, die Mercedes-Longruns und der Red-Bull-Crash waren die bestimmenden Themen am vorletzten Formel-1-Testtag © LAT Das Unfallauto von Pierre Gasly wird abtransportiert: Die Schäden sind groß Ferrari setzt ein Ausrufezeichen: Am siebten und damit vorletzten Tag der Formel-1-Wintertests 2019 in Barcelona hat Charles Leclerc im SF90 die bisher schnellste Runde erzielt. Auf der weichsten Pirelli-Reifenmischung (C5) umrundete er den Grand-Prix-Kurs in 1:16.231 Minuten und distanzierte die Konkurrenz damit deutlich.

Beste Verfolger waren zwei Formel-1-Neulinge: Alexander Albon im Toro-Rosso-Honda STR14 (C5) wurde mit einem Rückstand von bereits 0,651 Sekunden auf Rang zwei gewertet. Platz drei der Tageswertung ging an Lando Norris im McLaren-Renault MCL34 (C5), weitere zwei Zehntelsekunden hinter der Spitze. (Hier das komplette Tagesergebnis abrufen!)

Mercedes beteiligte sich auch am Donnerstag nicht an der Zeitenjagd, sondern war hauptsächlich mit Longruns beschäftigt. Dabei bewegten sich die Silberpfeile aber durchaus auf Augenhöhe mit Ferrari, doch Valtteri Bottas meint: "Mein Gefühl sagt mir, dass Ferrari vor uns liegt." Weltmeister Lewis Hamilton beschloss den Testtag im Mercedes W10 und mit den harten C2-Reifen 1,8 Sekunden hinter der Bestzeit auf Position zehn unter 13 Piloten, Bottas wurde Letzter.Dreimal Rot am DonnerstagDer vorletzte Testtag war insgesamt drei Mal durch rote Flaggen unterbrochen worden: Die erste Rotphase wurde gegen 15:15 Uhr in Folge des schweren Unfalls von Red-Bull-Fahrer Pierre Gasly ausgerufen. Der Franzose war in Kurve 9 heftig in die Banden eingeschlagen, dabei aber unverletzt geblieben. Sein Red-Bull-Honda RB15 kehrte nicht erneut auf die Strecke zurück, weil beim Unfall sowohl Front- als auch Heckflügel und weitere Anbauteile abgerissen wurden. Das Fahrzeug wird über Nacht für Max Verstappen repariert, der letzte Testtag ist für Red Bull offenbar nicht in Gefahr.

Gasly selbst gab sich anschließend zerknirscht: "Ich habe in Kurve 9 einen Fehler gemacht. Das hat man ja gesehen. Tut mir leid für die Jungs, die jetzt eine lange Nacht vor sich haben." Besonders bitter: Für Gasly war es die letzte Fahrgelegenheit vor dem Saisonstart in Australien, der Crash seine letzte Aktion bei den Wintertests. (Aktuelle Reaktionen und die Chronologie zum vorletzten Testtag können Sie in unserem Live-Ticker abrufen!) Fotos: Testfahrten in Barcelona Charles Leclerc (Ferrari) Gegen 16:50 Uhr sorgte Lance Stroll im Racing-Point-Mercedes RP19 für die nächste Unterbrechung, nachdem er im Mittelsektor ausgerollt war. Und Charles Leclerc im Ferrari SF90 kam um 17:40 Uhr fast an der gleichen Stelle des Circuit de Catalunya-Barcelona zum Stehen, was erneut rote Flaggen zur Folge hatte. Die Ursachen für die beiden Pannen sind bislang unbekannt.Probleme bei Haas, bittere Erkenntnis bei WilliamsTechnische Probleme gab es auch bei Haas: Der VF-19-Ferrari verbrachte den Großteil des Tages in der Garage, nachdem im Anschluss an die Vormittagsfahrten von Kevin Magnussen ein Defekt an der Auspuffanlage diagnostiziert worden war. Erst in der letzten Stunde griff Romain Grosjean für ein sehr verkürztes Programm noch einmal ins Geschehen ein. Mit insgesamt nur 69 Runden schaffte Haas am vorletzten Testtag geradeso eine komplette Renndistanz in Barcelona. Nur Red Bull kam aufgrund des Unfalls von Gasly noch weniger zum Fahren (65 Runden). Fotostrecke: Formel-1-Technik: Detailaufnahmen der Autos 2019 © Motorsport Images Der Teufel steckt im Detail. Und deshalb haben unsere Fotografen zum Auftakt der Formel-1-Testfahrten 2019 in Barcelona ganz genau hingeschaut. Hier sind die besten Nahaufnahmen von Mercedes, Ferrari, Red Bull & Co.! Die größte Distanz spulte am Donnerstag Formel-1-Neuling George Russell im Williams-Mercedes FW42 ab. Doch selbst mit den weichsten Pirelli-Reifen (C5) reichte es für ihn nur zu 1:18.130 Minuten und Platz elf in der Tageswertung. Rückstand: 1,9 Sekunden. Anschließend fand er deutliche Worte: "Ich würde lügen, wenn ich sage, dass wir nicht die Langsamsten sind. Das ist die Realität." Sein Teamkollege hatte schon am Mittwoch angedeutet, die Fans könnten "enttäuscht" sein von der Williams-Form 2019. Das scheint sich nun zu bewahrheiten.

Bei Ferrari dagegen wird frohlockt: Kein anderes Auto ist über eine fliegende Runde dazu in der Lage, dem SF90 die Stirn zu bieten - wobei nach wie vor noch keine vergleichbaren Mercedes-Versuche zum Vergleich vorliegen. Doch Leclerc gibt sich nach 138 Runden (642 Kilometern) am Donnerstag ganz ungerührt: "Wir sind als Team noch nicht am Anschlag, haben noch Luft nach oben. Das Auto fühlt sich gut an. Und es sieht für den Moment gut aus."Direktvergleich mit FragezeichenGut schienen die Aussichten am frühen Nachmittag auch für den ersten echten Vergleich zwischen den drei Topteams zu sein: Leclerc im Ferrari SF90, Gasly im Red Bull RB15 und Bottas im Mercedes W10 legten fast zeitgleich jeweils eine Rennsimulation ein. Der Gasly-Crash ("der heftigste Unfall meiner Karriere!") aber beendete den Red-Bull-Test und unterbrach die Versuche der Konkurrenz. Bottas hat dennoch den Eindruck gekriegt, dass "auch Red Bull gut in Form" zu sein scheint und wähnt das Team auf Augenhöhe mit Mercedes. Technik: Mercedes, Ferrari & Red Bull im Vergleich Unsere Technik-Experten Gary Anderson und Giorgio Piola erklären, worin sich die technischen Konzepte der drei Topteams im Detail unterscheiden Weitere Formel-1-Videos Ein wenig ins Stocken geraten ist dagegen die Leistung von Alfa Romeo: Antonio Giovinazzi brachte im C38-Ferrari nur 71 Runden (330 Kilometer) zustande und fuhr noch hinter beiden Renault-Piloten und Racing-Point-Fahrer Stroll auf Position acht, gut 1,4 Sekunden hinter der Spitze. Aus der Box werden "diverse Probleme" gemeldet, nähere Informationen liegen jedoch bisher nicht vor.Dafür lief es bei Racing Point besser denn je in den Wintertests 2019: Stroll schaffte mit 103 Runden (479 Kilometern) die bisher größte Tagesdistanz für den Rennstall.Die insgesamt achttägigen Formel-1-Testfahrten am Circuit de Catalunya-Barcelona in Spanien werden am 1. März (Freitag) zum Abschluss gebracht. Die Strecke steht den Teams dann noch einmal von 9 bis 13 und von 14 bis 18 Uhr zur Verfügung.
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Re: Formel-1-Tests 2019 Barcelona: Red-Bull-Crash und Ferrari-Sensation

Beitrag von Sportsmann » 28.02.2019, 18:44

Beste Verfolger waren zwei Formel-1-Neulinge: Alexander Albon im Toro-Rosso-Honda STR14 (C5) wurde mit einem Rückstand von bereits 0,651 Sekunden auf Rang zwei gewertet. Platz drei der Tageswertung ging an Lando Norris im McLaren-Renault MCL34 (C5), weitere zwei Zehntelsekunden hinter der Spitze.
Nicht nur Ferrari fährt nicht am Anschlag. Toro Rosso hat noch mehr im Köcher. Hätten die Reifenvorteile 1:1 sich auf der Strecke bemerkbar gemacht, dann wäre Toro Rosso bei 1:16:679 gelandet. Die haben vorher auf C4 eine 1.17,279 gefahren. 1.16,679 wären auch noch nicht das Ende, denn der Toro Rosso ist mehr als eine Runde gefahren. Auch wenn Renault und Alfa sagen, sie können wenn sie wollen auch 1:16er Zeiten fahren, die müssen sie erstmal bringen. 1:16:9 wäre 2-3Zehntel zu langsam.

Das wird ein Kampf über die Saison, Alfa, Renault, Haas, Toro Rosso. Bis auf Williams und eventuell auch McLaren ist das Feld stark. Anders ausgedrückt, nur ein Team hinkt hinterher. Alle anderen werden den Kampf um die Platzierungen über ihre Fahrer und die Entwicklungsschlacht entscheiden.
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Re: Formel-1-Tests 2019 Barcelona: Red-Bull-Crash und Ferrari-Sensation

Beitrag von Aldo » 28.02.2019, 18:48

Sportsmann hat geschrieben:
Beste Verfolger waren zwei Formel-1-Neulinge: Alexander Albon im Toro-Rosso-Honda STR14 (C5) wurde mit einem Rückstand von bereits 0,651 Sekunden auf Rang zwei gewertet. Platz drei der Tageswertung ging an Lando Norris im McLaren-Renault MCL34 (C5), weitere zwei Zehntelsekunden hinter der Spitze.
Nicht nur Ferrari fährt nicht am Anschlag. Toro Rosso hat noch mehr im Köcher. Hätten die Reifenvorteile 1:1 sich auf der Strecke bemerkbar gemacht, dann wäre Toro Rosso bei 1:16:679 gelandet. Die haben vorher auf C4 eine 1.17,279 gefahren. 1.16,679 wären auch noch nicht das Ende, denn der Toro Rosso ist mehr als eine Runde gefahren. Auch wenn Renault und Alfa sagen, sie können wenn sie wollen auch 1:16er Zeiten fahren, die müssen sie erstmal bringen. 1:16:9 wäre 2-3Zehntel zu langsam.

Das wird ein Kampf über die Saison, Alfa, Renault, Haas, Toro Rosso. Bis auf Williams und eventuell auch McLaren ist das Feld stark. Anders ausgedrückt, nur ein Team hinkt hinterher. Alle anderen werden den Kampf um die Platzierungen über ihre Fahrer und die Entwicklungsschlacht entscheiden.
Warum soll McLaren weniger stark sein als beispielsweise Haas? Ja die Bestzeiten sagen nichts aus und doch ist McLaren von allen Zeiten in dieser Woche (auch den Longruns) im gehobereren Mittelfeld unterwegs gewesen. Der beste Winter seit 2012. Ich denke sie werden deutlich vor Williams sein.
"I'm a pure racer, I always was and I always will be."


- Fernando Alonso

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1x WEC Champion
2x Le Mans
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To be continued..

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Re: Formel-1-Tests 2019 Barcelona: Red-Bull-Crash und Ferrari-Sensation

Beitrag von Sportsmann » 28.02.2019, 18:56

Aldo hat geschrieben:
Sportsmann hat geschrieben:
Beste Verfolger waren zwei Formel-1-Neulinge: Alexander Albon im Toro-Rosso-Honda STR14 (C5) wurde mit einem Rückstand von bereits 0,651 Sekunden auf Rang zwei gewertet. Platz drei der Tageswertung ging an Lando Norris im McLaren-Renault MCL34 (C5), weitere zwei Zehntelsekunden hinter der Spitze.
Nicht nur Ferrari fährt nicht am Anschlag. Toro Rosso hat noch mehr im Köcher. Hätten die Reifenvorteile 1:1 sich auf der Strecke bemerkbar gemacht, dann wäre Toro Rosso bei 1:16:679 gelandet. Die haben vorher auf C4 eine 1.17,279 gefahren. 1.16,679 wären auch noch nicht das Ende, denn der Toro Rosso ist mehr als eine Runde gefahren. Auch wenn Renault und Alfa sagen, sie können wenn sie wollen auch 1:16er Zeiten fahren, die müssen sie erstmal bringen. 1:16:9 wäre 2-3Zehntel zu langsam.

Das wird ein Kampf über die Saison, Alfa, Renault, Haas, Toro Rosso. Bis auf Williams und eventuell auch McLaren ist das Feld stark. Anders ausgedrückt, nur ein Team hinkt hinterher. Alle anderen werden den Kampf um die Platzierungen über ihre Fahrer und die Entwicklungsschlacht entscheiden.
Warum soll McLaren weniger stark sein als beispielsweise Haas? Ja die Bestzeiten sagen nichts aus und doch ist McLaren von allen Zeiten in dieser Woche (auch den Longruns) im gehobereren Mittelfeld unterwegs gewesen. Der beste Winter seit 2012. Ich denke sie werden deutlich vor Williams sein.
Da stimme ich dir voll zu. McLaren hat zwischendurch auch viele gute Zeiten gebracht. Mein Gefühl - bzw. meine Erinnerungen - wollen nicht zulassen, dass ich daran glaube, dass McLaren jetzt ohne SuperMegaTopFahrer (im Auto) wieder an Alte Zeiten (2014) anknüpfen kann. Auch wenn Alonso nun den Übersetzer macht, der die Sprache der Ingenieure und Fahrer übersetzt und das Auto im Simulator weiterentwickelt. Ich musste mich jetzt zusammennehmen um nicht vom "göttlichen" Alonso zu sprechen der das Auto im alleingang entwickelt - die Statements dazu klangen als wenn Alonso das alles in Perfektion beherrschen würde, ich finde man sollte die Kirche im Dorf lassen und auch den anderen McLaren Angestellten ihren Ruhm lassen. Ein Fernando allein (der eigene Projekten nachgeht) wird kaum 4 Ferrarisimulatorpiloten ersetzen. Letztendlich bin ich aber gespannt ob es nun endlich wieder um den kleinen WM-Titel des Mittelfelds geht - als Basis für eine Zukunft mit real vorhandenen Podien und irgendwann auch mal Siegen.
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Re: Formel-1-Tests 2019 Barcelona: Red-Bull-Crash und Ferrari-Sensation

Beitrag von powerplay » 28.02.2019, 19:10

ich hoffe und glaube, im Mittelfeld geht es so verdammt eng zu das es keine klare nr. 4-8 geben wird.... Nach dem heutigen Tage sieht meine Prognose wie folgt aus:

Ferrari und Mercedes kämpfen um die Spitze,

RBR dicht dahinter, reicht um beide ab und zu zu ärgern, für den großen Coup reicht es (noch?!) nicht...

Spannend wird es ab Platz 4... Alfa, Torro Rosso, Renault, McLaren, Haas(wenn sie Ihre Probleme denn noch gelöst bekommen) alle sind relativ dicht beisammen... da wird es von Strecke zu Strecke unterschiede geben und jeder hat die Chance zu Punkten... man wird sehen wer schneller und besser entwickeln kann und welchem Auto welche Strecke besser liegen wird.

Racing Point sehe ich derzeit nicht soo stark, kann sich noch ändern. Ob es dauerhaft für Punkte reichen wird, da bin ich skeptisch, auch wegen der Fahrerpaarung.

Die Schlussleuchte wird wohl oder übel an Williams überreicht werden... Kaum Budget, erste Testwoche fast komplett verpasst und schnell sahen sie auch nicht aus.

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Re: Formel-1-Tests 2019 Barcelona: Red-Bull-Crash und Ferrari-Sensation

Beitrag von terraPole » 28.02.2019, 20:33

Mal ein Longrunvergleich in Zahlen:
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Ferrari sieht echt stark aus..nur die letzten runden war man ca. 2s langsamer..vlt musste man Benzin sparen. :shrug:

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