Toto Wolff zur Formel-1-Kostenkontrolle: Mercedes "will" die Budgetobergrenze

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Toto Wolff zur Formel-1-Kostenkontrolle: Mercedes "will" die Budgetobergrenze

Beitragvon Redaktion » 22.03.2019, 17:02

Mercedes-Teamchef Toto Wolff erklärt, welche Hürden es bei der Budgetobergrenze gibt - McLaren und Racing Point für gerechtere Geldverteilung
Toto Wolff

Mercedes-Teamchef Toto Wolff bekräftigt: Mercedes ist für eine Obergrenze

Die Formel 1 hat gerade erst in Australien ihren Saisonauftakt 2019 absolviert, doch schon drehen sich die Diskussionen hinter den Kulissen wieder um ein ganz anderes Thema: das Reglement 2021. Für 26. März ist ein Treffen der Formel-1-Strategiegruppe und -Kommission angesetzt, um über ein Regelpaket zu diskutieren, dass die FIA in Zusammenarbeit mit Liberty Media zu Jahresbeginn ausgearbeitet hat. Ein Grundpfeiler der neuen Regeln soll die Budgetobergrenze werden, die gleichzeitig für besonders viel Gesprächsstoff sorgt. Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat nun erklärt, dass das Topteam "daran interessiert" sei, eine solche Kostenbremse einzuführen.

Der Österreicher hat am Rande des ersten Formel-1-Rennwochenendes über die Regelfindung und die Treffen mit Liberty Media gesprochen. Bereits im Januar hat Formel-1-Boss Chase Carey einen bestimmteren Ton gegenüber den Teamverantwortlichen angestimmt und auf eine Budgetgrenze gedrängt. Das Modell der Rechteinhaber sieht vor, die Kosten der Teams von 2021 bis 2023 sukzessive auf 135 Millionen Dollar (umgerechnet rund 118,5 Millionen Euro) zu reduzieren, um die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen Teams zu stärken und ein ausgeglicheneres Kräfteverhältnis sicherzustellen.

"Ich glaube, dass gerade Schwung im Prozess ist", kommentiert Wolff die Vorgänge hinter den Kulissen. Mercedes sei daran interessiert, eine Budgetobergrenze einzuführen, stellt er klar. Obwohl das für das Topteam deutliche Einbußen bedeuten würde. Denn aktuell operiert der Weltmeister-Rennstall mit rund 350 Millionen Euro Jahresbudget (exklusive Motorenabteilung). Daher fügt der Wiener hinzu: "In der richtigen Höhe, sodass es für alle Sinn ergibt und die großen Teams auch zustimmen können."

Wolff: "Es wird zu einem Budget-Cap kommen"

Die kleineren Mittelfeldteams sollen so die großen Rivalen beschränken. Außerdem solle mit einer Obergrenze sichergestellt werden, dass die Kosten nicht von Jahr zu Jahr steigen. Insgesamt stimmt ihn der aktuelle Prozess "optimistisch", merkt Wolff an. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ergänzt er: "Es ist noch 'Work in Progress', aber es wird zu einem Budget-Cap kommen. Den wollen wir", betont der Mercedes-Teamchef in der 'FAZ'.


Fotostrecke: 10 neue Formel-1-Regeln 2019, die du nicht mitbekommen hast

Dass die Autos in der Formel 1 2019 anders aussehen werden, ist bekannt. Vereinfachte Aerodynamik soll dafür sorgen, dass das Racing wieder besser wird. Es gibt aber auch zehn weitere Regeländerungen, die du vermutlich nicht mitbekommen hast. Welche das sind? Klick dich durch!

Dass die Autos in der Formel 1 2019 anders aussehen werden, ist bekannt. Vereinfachte Aerodynamik soll dafür sorgen, dass das Racing wieder besser wird. Es gibt aber auch zehn weitere Regeländerungen, die du vermutlich nicht mitbekommen hast. Welche das sind? Klick dich durch!

Er sieht jedoch Schwierigkeiten bei der konkreten Umsetzung und Kontrolle, da Teams sehr unterschiedlich strukturiert seien. "Es muss zum Beispiel ein Strafenkatalog aufgestellt werden für den Fall eines absichtlichen Regelverstoßes." Damit liegt er auf Linie von Red Bull, schon Motorsportkonsulent Helmut Marko hat "drastische Strafen" in Form von Punkteabzügen oder Rennsperren gefordert. Allerdings sieht dieser eine Budgetobergrenze "noch weit" entfernt.

"Das alles zu formulieren ist sehr komplex", versteht Wolff. Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost ist hingegen anderer Meinung. Der Landsmann des Mercedes-Motorsportchefs meint sogar, dass die Kontrolle einer Budgetgrenze gar "nicht kompliziert" sei. "Warum sollte es komplizierter sein, die Bücher zu überprüfen, wenn man bereits dazu in der Lage ist, Heckflügel, Frontflügel und das Fahrzeuggewicht zu checken?", fragt sich der Tiroler und schlägt eine ähnliche Art der Kontrolle wie bei Dopingtests vor.

Racing-Point-Teamchef: Gebt den Cleveren eine Chance

Formel-1-Sportchef Ross Brawn hat erklärt, dass das Thema der Kostendeckelung ein sehr flexibles ist. "Es wäre naiv zu glauben, wir stellen finanzielle Spielregeln auf und damit ist der Fall erledigt." Vielmehr befindet sich Liberty Media in einem ständigen Dialog mit den Teams. Alle zehn Mitbewerber auf einen Nenner zu bringen, sei allerdings eine Herausforderung, gibt der Brite zu. Denn jeder Rennstall verfolgt eigene Interessen.

Teams wie McLaren oder Racing Point fordern eine gerechtere Geldverteilung, denn im Vorjahr konnte nur Mercedes einen Gewinn verbuchen. "Ich denke nicht, dass die Erlöse gleich aufgeteilt werden müssen, sondern fair. [Es braucht] eine realistische Budgetgrenze, die viele Teams mit dem Preisgeld, FOM-Geld und Sponsoren erreichen", kommentiert etwa McLaren-Geschäftsführer Zak Brown.


Fotos: Grand Prix von Australien

Valtteri Bottas (Mercedes)

Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer ist der Ansicht, dass die kommerzielle Seite der Regeln nicht ohne die technische Seite auskommt. "Das ist ein Paket. Ich denke, das alles miteinander verknüpft ist, die technische Freiheit, aber auch wie viel Geld man mit der Kostenobergrenze ausgeben kann." Sein Rennstall kann auf ein Budget von rund 100 Millionen US-Dollar zurückgreifen. Das würde noch unter die geplante Kostenobergrenze fallen.

"Für uns ist die Kostenobergrenze gut. Lasst die schlaueren Kerle eine Chance haben, nicht die reichen Jungs", fordert Szafnauer mit einem Lächeln. "Die bekommen sowieso immer die bestaussehenden Mädels, also sollen auch die Cleveren eine Chance bekommen."


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Re: Toto Wolff zur Formel-1-Kostenkontrolle: Mercedes "will" die Budgetobergrenze

Beitragvon Woelli38 » 22.03.2019, 17:30

Redaktion hat geschrieben:Das Modell der Rechteinhaber sieht vor, die Kosten der Teams von 2021 bis 2023 sukzessive auf 135 Millionen Dollar (umgerechnet rund 118,5 Millionen Euro) zu reduzieren, um die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen Teams zu stärken und ein ausgeglicheneres Kräfteverhältnis sicherzustellen.


Wunsch...

Redaktion hat geschrieben:Daher fügt der Wiener hinzu: "In der richtigen Höhe, sodass es für alle Sinn ergibt und die großen Teams auch zustimmen können.


...und Wirklichkeit :wink:

Übrigens: da stand vorher 400 statt 350 Millionen, was auch eher gestimmt hat. Oder bastelt die Presse an der Obergrenze mit? :lol:
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Re: Toto Wolff zur Formel-1-Kostenkontrolle: Mercedes "will" die Budgetobergrenze

Beitragvon mysamuel » 22.03.2019, 17:33

:think: Sorry aber welcher Schreibstubenhengst schreibt immer diese Kranken Überschriften ?????

Mercedes "will" die Budgetobergrenze




Toto Wolff hat nun erklärt, dass das Topteam "daran interessiert" sei




:facepalm: Oh mann Bitte muss das immer sein

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Re: Toto Wolff zur Formel-1-Kostenkontrolle: Mercedes "will" die Budgetobergrenze

Beitragvon Sportsmann » 22.03.2019, 17:50

300Mio Obergrenze, klingt fair nicht wahr ;)
Und jedes Jahr kann man dann 100.000 runtergehen, damit im Jahr 3600 bei 141,9 Mio angekommen ist. Eine gute Idee, da werden die großen Teams dann auch sicher zustimmen können.
Scherz beiseite. Selbst wenn es erstmal zu 250Mio kommt und es dann pro Jahr in starken Schritten runtergeht, so dass in 10 Jahren die 100Mio erreicht sind, so würde ich das als Erfolg bewerten - in Anbetracht des Sauhaufens der da mitreden will.

Es wird zur Budgetobergrenze kommen, weil LM kein Geld hat um den Teams genug zu bezahlen und selbst auch keine Schulden zu machen. Wenn nicht mehr Geld reinkommt, dann müssen ebend die Kosten runter.
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Re: Toto Wolff zur Formel-1-Kostenkontrolle: Mercedes "will" die Budgetobergrenze

Beitragvon Woelli38 » 22.03.2019, 18:42

Sportsmann hat geschrieben:Es wird zur Budgetobergrenze kommen, weil LM kein Geld hat um den Teams genug zu bezahlen und selbst auch keine Schulden zu machen. Wenn nicht mehr Geld reinkommt, dann müssen ebend die Kosten runter.


Das es darauf hinauslaufen soll, dass die Teams auch weniger vom LM-Kuchen abbekommen, wird ja bis jetzt sehr gut verwässert... klar wird das auch ein heisses Thema werden.

Auch die Streckenbetreiber werden schon in der Ecke warten und rechtzeitig die Dollar-Hand heben. Die sind auch an einer Budgetsenkung SEHR interessiert... :wink:

Und die FIA darf man auch nicht vergessen... hatte man doch vor der Saison erst die Meldegelder und die Kosten pro Punkt erhöht... ein starker Verfechter, die Kosten zu senken... :wink:

Aber es ist schön, dass ALLE ja sparen wollen, koste es, was es wolle... :wink:
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Re: Toto Wolff zur Formel-1-Kostenkontrolle: Mercedes "will" die Budgetobergrenze

Beitragvon terraPole » 22.03.2019, 19:08

Woelli38 hat geschrieben:Aber es ist schön, dass ALLE ja sparen wollen, koste es, was es wolle... :wink:

Der Satz ist gut! :mrgreen:
Zu diesem Thema wird es mit Sicherheit noch 15 Artikel pro Jahr geben und in jedem wird irgendein Team sein “Interesse“ am Budget Limit bekunden. :rotate:

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Re: Toto Wolff zur Formel-1-Kostenkontrolle: Mercedes "will" die Budgetobergrenze

Beitragvon Woelli38 » 22.03.2019, 19:16

terraPole hat geschrieben:
Woelli38 hat geschrieben:Aber es ist schön, dass ALLE ja sparen wollen, koste es, was es wolle... :wink:

Der Satz ist gut! :mrgreen:
Zu diesem Thema wird es mit Sicherheit noch 15 Artikel pro Jahr geben und in jedem wird irgendein Team sein “Interesse“ am Budget Limit bekunden. :rotate:


Das Thema Budget-Deckelung bzw. Kostensenkung ist SO alt, den hat man schon FAST im alten Testament erwähnt... :wink:

Und was ist passiert, außer das in regelmäßigen Abständen geschrien wird? Mittlerweile ist man beim Thema Feuerlöscher angelangt, man sucht in den dunkelsten Ecken, um in der Presse was präsentieren zu können... einfach ARM! Ein über jahrzehnte angewachsenes, hausgemachtes Problem und auf einmal soll alles radikal verändert werden. Ich sehe jetzt noch, wie man den Mosley damals deswegen geteert und gefedert hat.
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Re: Toto Wolff zur Formel-1-Kostenkontrolle: Mercedes "will" die Budgetobergrenze

Beitragvon Mithrandir » 23.03.2019, 07:58

mysamuel hat geschrieben: :think: Sorry aber welcher Schreibstubenhengst schreibt immer diese Kranken Überschriften ?????
Mercedes "will" die Budgetobergrenze

Toto Wolff hat nun erklärt, dass das Topteam "daran interessiert" sei

:facepalm: Oh mann Bitte muss das immer sein


Erkläre mir bitte mal konkret, was an dieser Überschrift genau krank ist und warum man den Redakteur dafür so abwertend angehen muss?
Er hat sogar Anführungszeichen gesetzt, obwohl Wolff gesagt hat, dass Mercedes den Budget-Cap will.
Solltest du keine gute Begründung für deinen abfälligen Kommentar haben wäre eine Entschuldigung beim Autor angemessen.

Redaktion hat geschrieben:In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ergänzt er: "Es ist noch 'Work in Progress', aber es wird zu einem Budget-Cap kommen. Den wollen wir", betont der Mercedes-Teamchef in der 'FAZ'


Ansonsten sind die Kommentare typisch. Die Chancenungleichheit durch die Budgets der Teams ist das größte Problem der Formel1 und es wurde immer gesagt, dass die Begrenzung nie umzusetzen sein wird, weil es an Mercedes und Ferrari scheitert. Jetzt äußert sich eine der Parteien in Form des Teamchefs offiziell und unmissverständlich, dass der Deckel kommt.
Das ist ausschließlich positiv, ohne jede Einschränkung. Man kann über die Höhe spekulieren und diskutieren, aber wenn jemand leugnet, dass die Entwicklung wichtig für die Formel1 ist und in die richtige Richtung geht bin ich auf die Begründung gespannt.
Man könnte mal die positiven Aspekte der Artikel diskutieren, aber es ist viel leichter sie zu zerreißen, selbst wenn man die Kritik daran erfinden muss. Oberste Priorität hat offensichtlich schlechte Stimmung öffentlich zu machen und zu verbreiten. Schon seltsam.

Der Feuerlöscher ist genauso eine Geschichte. Es ging darum Teile zu vereinheitlichen, die für den Zuschauer nicht von Bedeutung sind und bei denen die Hersteller sich durch die Eigenentwicklung nicht technisch profilieren. Dafür war der Feuerlöscher ein Beispiel. Ein sehr anschauliches, weil durch den Artikel erst ins Bewusstsein gerufen wird, dass jedes Team Geld für die Entwicklung eines eigenen Produktes investiert und es vermutlich viele weitere Bauteile von ähnlicher Relevanz gibt. Notwendig, aber unspektakulär und teuer.
Folgt mir, ich komm nach...

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Re: Toto Wolff zur Formel-1-Kostenkontrolle: Mercedes "will" die Budgetobergrenze

Beitragvon motorsportfan88 » 23.03.2019, 08:20

Erstmal müssen alle b-Teams weg, dass ist nämlich die größte Unsportlichkeit in der f1.
Nicht nur die anderen kleinen werden betrogen sondern alleinstehende top Teams genauso.
Jeder blinde sieht das es da einen Daten Austausch gibt.

135mio. :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: (am besten mit fahrergehältern :lol: )
Man muss schon plausible Zahlen nennen!
Ein Team wie Ferrari oder Mercedes kloppen da 500mio. rein mit motorenabteilung.

Welchen Grund sollte es geben das Mercedes gegen Haas fährt, die ihr Auto „gestellt“ bekommen und somit am Ende mehr Geld haben für die Entwicklung?

B-Teams weg und 280mio. Wäre ein plausibler Ansatz.
Ich denke aber eher das Mercedes als Team nach 2021 aussteigen wird.
Ferrari wird eh alles tun um die budgetobergrenze zu verhindern und ihre geschenkten 70mio. Zu behalten.

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Re: Toto Wolff zur Formel-1-Kostenkontrolle: Mercedes "will" die Budgetobergrenze

Beitragvon Seth » 23.03.2019, 08:32

Stellt euch das nur mal vor :
3 Mercedes-Teams, 3 Ferrari-Teams, 3 Renault-Teams.
Jetzt muss der Mateschitz auch noch ein drittes Team kaufen. Ich seh schon die Überschrift : Red Bull droht mit Ausstieg.

Ernsthaft, wenn die Budgetobergrenze kommt, dann muss LM auch den Technologietransfer beschränken, sonst pumpen die Hersteller ihr Geld einfach in B-Teams. Es ist mit Haas, TR und Alfa bereits zu sehen wo das hinführt.

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Re: Toto Wolff zur Formel-1-Kostenkontrolle: Mercedes "will" die Budgetobergrenze

Beitragvon Mithrandir » 23.03.2019, 09:46

motorsportfan88 hat geschrieben:135mio. :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: (am besten mit fahrergehältern :lol: )
Man muss schon plausible Zahlen nennen!
Ein Team wie Ferrari oder Mercedes kloppen da 500mio. rein mit motorenabteilung.

135 Millionen als letzte Etappe eines Stufenmodells bei dem die Gehälter der Fahrer und der drei teuersten Angestellten nicht eingeschlossen sind. So wurde es mal kommuniziert. Für die Motorenentwicklung wird man eine Regelung finden müssen, da es Teams gibt, die Motoren kaufen, drei Motorenhersteller, die ein eigenes Team besitzen und Honda als Lieferant. Wolff sagt, dass es kompliziert ist und Details geklärt werden müssen. Prinzipiell will man die größten Budgets zunächst halbieren, was ganz plausibel klingt.

Seth hat geschrieben:Ernsthaft, wenn die Budgetobergrenze kommt, dann muss LM auch den Technologietransfer beschränken, sonst pumpen die Hersteller ihr Geld einfach in B-Teams.

Das ist tatsächlich ein Einwand, den es zu berücksichtigen gilt. Spätestens wenn die Kundenteams zur echten Konkurrenz werden wird es allerdings interessant.
Grundsätzlich ist die Budgetbegrenzung der einzig richtige Weg. Wie das zu kontrollieren ist gilt es jetzt herauszufinden.
Folgt mir, ich komm nach...

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Re: Toto Wolff zur Formel-1-Kostenkontrolle: Mercedes "will" die Budgetobergrenze

Beitragvon Sportsmann » 23.03.2019, 09:58

Seth hat geschrieben:Stellt euch das nur mal vor :
3 Mercedes-Teams, 3 Ferrari-Teams, 3 Renault-Teams.
Jetzt muss der Mateschitz auch noch ein drittes Team kaufen. Ich seh schon die Überschrift : Red Bull droht mit Ausstieg.

Ernsthaft, wenn die Budgetobergrenze kommt, dann muss LM auch den Technologietransfer beschränken, sonst pumpen die Hersteller ihr Geld einfach in B-Teams. Es ist mit Haas, TR und Alfa bereits zu sehen wo das hinführt.

Ich würde Alfa nicht in einem Namen mit Haas nennen wollen. Alfa bezieht anders als Haas nicht den Großteil des Autos von Ferrari, sondern baut und entwickelt das Auto selbst. Es handelt sich hier weiterhin um eine Firma im Besitz von Longbow Finances, die nur ein Namensbranding des Fiat-Konzernz hat. Wie bei AMuS im Video (Formel Schmidt) zu hören war, wird jedoch bestimmt miteinander geredet. Ingenieure bei Sauber die seit Urzeiten bei Ferrari waren plaudern nunmal mit ihren Exkollegen.

Sollten 2021 mehr Teile nötig sein, die selbst gebaut werden, ist es mit Haas schneller vorbei als wir gucken können - zumindest mit der Position im Mittelfeld. Da müssten hastig Produktionsanlagen geschaffen werden, das bringt Unruhe und Fehler. Man darf aber bedenken, dass auch Haas eine Fabrik in den USA gebaut hat und meines Wissens auch die Manor-fabrik weiter führt. Das sie nichts selber machen widerspricht dem irgendwie, denn wozu braucht man die Gebäude wenn da nichts passiert?

RB ist doch der größte B-Team Bevorteilte. Haas und Sauber sind da gegen noch verhältnismäßig bis sehr unabhängig. Das mit dem Technologietransfer wird ein Problem werden - ist es ggf. schon. Da hilft womöglich nur eines, selbst Allianzen bilden. Mit Regeln kann man das nicht ändern. Es verstößt schließlich -nach meiner Interpretation - gegen die Menschenrechte alle Ingenieure ausserhalb ihres (dauerüberwachten) Büros anzuketten, ihre Hände in eiserne Handschuhe zu sperren, den Hals zu versteifen (gegen Nicken/Kopfschütteln) und den Mund zu versperren.
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Re: Toto Wolff zur Formel-1-Kostenkontrolle: Mercedes "will" die Budgetobergrenze

Beitragvon CrAzyPsyCho » 23.03.2019, 10:55

So ein Budget-Limit klingt ja schön und gut. Mercedes weiß auch genau warum sie dafür sind. Mercedes hat nämlich alle Möglichkeiten es legal zu umgehen. Da werden neue Teile eben für andere Rennklassen entwickelt und getestet und danach, ohne Budget zu verlieren, am F1-Auto montiert.

Ein Budget-Limit kann nicht wirklich funktionieren, da es nicht überprüfbar ist.
Deswegen wundert es mich sehr, dass soviel darüber diskutiert wird.

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Re: Toto Wolff zur Formel-1-Kostenkontrolle: Mercedes "will" die Budgetobergrenze

Beitragvon Mithrandir » 23.03.2019, 11:14

CrAzyPsyCho hat geschrieben:Mercedes hat nämlich alle Möglichkeiten es legal zu umgehen. Da werden neue Teile eben für andere Rennklassen entwickelt und getestet und danach, ohne Budget zu verlieren, am F1-Auto montiert.

Ausführlicher und konkreter bitte. Wenn man komplette Abteilungen von Ingenieuren für blöd erklärt sollte man das schon ausführen.
Welches Teil soll Mercedes in welcher Rennklasse entwickeln, um es dann an den Formel1 Boliden zu montieren ohne das Budget anzugreifen?
Folgt mir, ich komm nach...

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Re: Toto Wolff zur Formel-1-Kostenkontrolle: Mercedes "will" die Budgetobergrenze

Beitragvon CrAzyPsyCho » 23.03.2019, 11:17

Wo erkläre ich denn komplette Abteilungen für blöd?

Mercedes ist in mehreren Rennserien aktiv. Bspw auch in der Formel E. Man kann nicht alle Teile 1:1 übernehmen, aber den Großteil der Entwicklung eines Teils kann man so quasi auslagern.

Das Budget nicht alles ist, hat man damals an Toyota gesehen. Riesenbudget, aber nix gerissen.


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