Formel-1-Streit: Mexiko distanziert sich von FOPA, Ecclestone neuer Vermittler

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Formel-1-Streit: Mexiko distanziert sich von FOPA, Ecclestone neuer Vermittler

Beitragvon Redaktion » 30.01.2019, 12:35

Kuriose Wendung im Streit zwischen Liberty und den Promotern: FOPA-Mitglied Mexiko stellt sich gegen die eigene Vereinigung, Bernie Ecclestone mischt wieder mit

Nach dem Aufschrei der Rennveranstalter, die in einer öffentlichen Mitteilung ihren Unmut über die Führung der Formel 1 durch Liberty Media kundtaten, tun sich nun in der Formula One Promoters Association (FOPA) Risse auf: Die Mexiko-Promoter haben sich vom FOPA-Statement öffentlich distanziert.

Darin erklärt man, dass man am besagten Treffen am Montag "nicht teilgenommen" habe, und gibt Chase Carey & Co. auf diplomatische Weise Rückendeckung: "Wir schätzen die Arbeit der neuen Besitzer der Formel 1, die sich darum bemühen, die Anforderungen und Bedenken der Promoter sowie der Fans zu verstehen."

Zudem stellt der Mexiko-Promoter klar, "dass die neue Formel-1-Führung unsere Bedenken aufmerksam angehört hat" und man weiterhin "sehr eng" zusammenarbeite. "Wir sind also mit von der FOPA veröffentlichten Statement nicht einverstanden" und werde die Verhandlungen über eine Verlängerung des aktuellen Vertrags "hinter den Kulissen weiterführen".

Nach Silverstone-Alleingang: FOTA-Solidarität bröckelt

Während ohnehin nur 16 der 21 Promoter Mitglieder der FOPA sind, hat sich mit Mexiko nun ein Mitglied der Veranstaltervereinigung vom öffentlichen Vorstoß gegen Liberty Media distanziert. Und damit scheint man nicht alleine zu sein: Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' waren bei weitem nicht alle Mitglieder informiert, dass die beim FOPA-Meeting vereinbarten Kritikpunkte auch öffentlich gemacht werden. Vielmehr ging man davon, dass es sich um einen internen Brief an Formel-1-Boss Carey handle.

Dass die Angelegenheit jetzt so viel Staub aufwirbelt und vor allem bei Carey für Ärger sorgt, was der US-Amerikaner den Promotern bei einem Treffen am Dienstag in London auch klarmachte, war keineswegs im Interesse aller Promoter, die sich wie Mexiko mitten in Verhandlungen mit der Formel 1 über neue Verträge befinden.

Sie werfen Silverstone-Promoter und FOPA-Vorstand Stuart Pringle nun vor, in eigenem Interesse gehandelt zu haben. Es ist also durchaus möglich, dass sich auch andere FOPA-Mitglieder wie Mexiko vom Statement distanzieren.

Was plant Bernie Ecclestone?

Silverstone hat tatsächlich noch keinen Vertrag mit der Formel 1 für die Zeit nach 2019, da man von einer Klausel Gebrauch machte, um den bisherigen Vertrag wegen zu hoher Kosten vorzeitig aufzulösen. Während Pringle also auf ein besseres Angebot von Liberty Media hoffte, betonte der neue Rechteinhaber stets, dass man Alternativen zum Traditionsrennen in Großbritannien habe.

Nun soll sogar Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, der den Formel-1-Ehrentitel "Chairman Emeritus" trägt, vermitteln, was Carey & Co. allerdings weiter provozieren könnte, denn der 88-Jährige übte zuletzt regelmäßig heftige Kritik an seinen Nachfolgern.

"Wenn die Leute sagen, dass ich mich der Sache annehmen und helfen soll, dann ist das ihre Entscheidung", wird der 88-Jährige von 'Daily Mail' zitiert. "Ich mache das gerne, denn ich will nicht am Sterbebett liegen und zusehen müssen, wie mein Erbe vor die Hunde geht."


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Re: Formel-1-Streit: Mexiko distanziert sich von FOPA, Ecclestone neuer Vermittler

Beitragvon LoK-hellscream » 30.01.2019, 14:27

Es war mir von Anfang an klar, dass dieser Vorstoß nicht unbedingt den wahren Begebenheiten entspricht, sondern ein Angriff mancher Streckenbetreiber ist, um Liberty unter Druck zu setzen. Der Schuss ging wohl ein bisschen nach hinten los. Jetzt ist man komplett unglaubwürdig.

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Re: Formel-1-Streit: Mexiko distanziert sich von FOPA, Ecclestone neuer Vermittler

Beitragvon DeLaGeezy » 30.01.2019, 17:34

LoK-hellscream hat geschrieben:Es war mir von Anfang an klar, dass dieser Vorstoß nicht unbedingt den wahren Begebenheiten entspricht, sondern ein Angriff mancher Streckenbetreiber ist, um Liberty unter Druck zu setzen. Der Schuss ging wohl ein bisschen nach hinten los. Jetzt ist man komplett unglaubwürdig.

Ganz unglaubwürdig ist man nicht. Die Gründe die Anlass waren so vorzugehen bleiben bestehen.
Und ich finde es richtig, dass die Streckenbetreiber handeln. Es wäre besser gewesen, sie wären geschlossen aufgetreten.

Zur Sache selbst:
Es kann meiner Meinung nach auch nicht angehen, dass sich ein Rennen nicht lohnt, und der Betreiber sogar draufzahlen muss.
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Re: Formel-1-Streit: Mexiko distanziert sich von FOPA, Ecclestone neuer Vermittler

Beitragvon Mario_Sachsen » 30.01.2019, 23:09

... der Bernie, der kann's nicht lassen :rofl:
... einfach nur ein Fan der Formel 1... :)

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Re: Formel-1-Streit: Mexiko distanziert sich von FOPA, Ecclestone neuer Vermittler

Beitragvon LoK-hellscream » 31.01.2019, 11:01

DeLaGeezy hat geschrieben:
LoK-hellscream hat geschrieben:Es war mir von Anfang an klar, dass dieser Vorstoß nicht unbedingt den wahren Begebenheiten entspricht, sondern ein Angriff mancher Streckenbetreiber ist, um Liberty unter Druck zu setzen. Der Schuss ging wohl ein bisschen nach hinten los. Jetzt ist man komplett unglaubwürdig.

Ganz unglaubwürdig ist man nicht. Die Gründe die Anlass waren so vorzugehen bleiben bestehen.
Und ich finde es richtig, dass die Streckenbetreiber handeln. Es wäre besser gewesen, sie wären geschlossen aufgetreten.

Zur Sache selbst:
Es kann meiner Meinung nach auch nicht angehen, dass sich ein Rennen nicht lohnt, und der Betreiber sogar draufzahlen muss.


Ganz ehrlich, wenn jemand, der in einem Business mit so viel Geld dahinter wie ein Kleinkind rumheult und an die Öffentlichkeit geht, weil ihm manche Sachen nicht passen, dann ist das einfach nur peinlich. Deshalb bin ich absolut froh, dass das so in die Hose gegangen ist. Das ist nämlich unglaublich unprofessionell.

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Re: Formel-1-Streit: Mexiko distanziert sich von FOPA, Ecclestone neuer Vermittler

Beitragvon DeLaGeezy » 31.01.2019, 17:40

LoK-hellscream hat geschrieben:Ganz ehrlich, wenn jemand, der in einem Business mit so viel Geld dahinter wie ein Kleinkind rumheult und an die Öffentlichkeit geht, weil ihm manche Sachen nicht passen, dann ist das einfach nur peinlich. Deshalb bin ich absolut froh, dass das so in die Hose gegangen ist. Das ist nämlich unglaublich unprofessionell.

Das ist Business. Und es findet im Moment ein Kampf statt. Ein Verteilungskampf. Und was hat der Typ noch zu verlieren?
Soll er zusehen wie er ausm Markt gedrängt wird?
Allerdings glaube ich auch nicht an einen Erfolg dieser Aktion.
Froh bin ich aber deswegen nicht. Ohne starke Rennenstrecken wird Liberty allein entscheiden, wo die Rennen gefahren werden. Und dann ist der Deutschland GP irgendwann nicht mehr im Kalender. Und Monza auch nicht mehr und Spa auch nicht mehr....
Muss jeder selbst wissen wie er das findet
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Re: Formel-1-Streit: Mexiko distanziert sich von FOPA, Ecclestone neuer Vermittler

Beitragvon LoK-hellscream » 01.02.2019, 12:06

DeLaGeezy hat geschrieben:Ohne starke Rennenstrecken wird Liberty allein entscheiden, wo die Rennen gefahren werden. Und dann ist der Deutschland GP irgendwann nicht mehr im Kalender. Und Monza auch nicht mehr und Spa auch nicht mehr....
Muss jeder selbst wissen wie er das findet


Du weißt aber schon, dass die Fans abwandern, wenn halb Europa aus dem Kalender geworfen werden? Darum wird sich LM hüten, dies zu tun, Europa ist ein Brett, vor allem mit den Fernsehrechten. Diese sind nen Dreck wert, wenn fast alles in Asien und Amerika sich abspielt.

Jedoch ist es richtig, dass ein GP rausfliegen kann, der unter Ecclestone eher "geschützt" war. Ein Silverstone ist aber auch zB selber Schuld, wenn man es mit Rekordzuschauerzahlen nicht auf die Reihe bekommt, das Rennen zu finanzieren.

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Re: Formel-1-Streit: Mexiko distanziert sich von FOPA, Ecclestone neuer Vermittler

Beitragvon DeLaGeezy » 02.02.2019, 14:06

LoK-hellscream hat geschrieben:
DeLaGeezy hat geschrieben:Ohne starke Rennenstrecken wird Liberty allein entscheiden, wo die Rennen gefahren werden. Und dann ist der Deutschland GP irgendwann nicht mehr im Kalender. Und Monza auch nicht mehr und Spa auch nicht mehr....
Muss jeder selbst wissen wie er das findet


Du weißt aber schon, dass die Fans abwandern, wenn halb Europa aus dem Kalender geworfen werden? Darum wird sich LM hüten, dies zu tun, Europa ist ein Brett, vor allem mit den Fernsehrechten. Diese sind nen Dreck wert, wenn fast alles in Asien und Amerika sich abspielt.

Jedoch ist es richtig, dass ein GP rausfliegen kann, der unter Ecclestone eher "geschützt" war. Ein Silverstone ist aber auch zB selber Schuld, wenn man es mit Rekordzuschauerzahlen nicht auf die Reihe bekommt, das Rennen zu finanzieren.


das weiß ich :) ich glaube auch eher, dass die bisherigen strecken(tradition) gegen zahlungswillige strecken ausgetauscht werden. Für LM zählt nur der Markt. Und Europa gehört dazu.

Ob Silverstone selbst es vergeigt oder die Gebühren ggf ausschlaggebend sind - keine ahnung.
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