Knackiger als gedacht: Liberty Media drängt auf Budgetobergenze

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Knackiger als gedacht: Liberty Media drängt auf Budgetobergenze

Beitragvon Redaktion » 29.01.2019, 15:56

Eine bröckelnde Front der Kostenlimit-Gegner und der Führungswechsel bei Ferrari sollen Liberty und die FIA bewogen haben, mehr Druck auf die Teams auszuüben
Chase Carey

Chase Carey drückt in Sachen Budgetdeckel offenbar auf die Tube

Es wird ernst im Poker um die Einführung einer Budgetobergrenze ab der Formel-1-Saison 2021: 'RaceFans' will von einem namentlich nicht genannten Teamchef erfahren haben, dass Liberty Media und die FIA sich einig wären. Sie würden Tablula rasa machen und wollten radikale Ideen gegen den Willen finanzstarker Teams durchsetzen, um ihre Hinhaltetaktik aus den Angeln zu heben, heißt es.

Beim jüngsten Treffen der Strategiegruppe sei in bestimmtem Ton ein Entwurf präsentiert worden, der vorsieht, dass es bei einem dreijährigen Stufenmodell bleibt, um langsam Personal abzubauen. 2021 soll der Budgetdeckel demnach 180 bis 200 Millionen US-Dollar betragen und 2023 auf bis zu 135 Millionen Dollar reduziert werden - dem endgültigen Kostenlimit für die Zukunft.

Dass 15 Millionen Dollar für den Ankauf von Motoren von den erstaunlich niedrigen Summen ausgenommen werden, gilt als sicher. Ob für Pilotengehälter, Marketing und die Hospitalitys ähnliche Ausnahmen vereinbart werden, bleibt abzuwarten. Einige Teams werden wohl darauf drängen.

Die neue Härte bei Liberty könnte mit dem Personalwechsel bei Ferrari zusammenhängen: Neo-Teamchef Mattia Binotto sei bei seinem ersten Besuch in Genf "fast entschuldigend" aufgetreten und hätte sich von den Rücktrittdrohungen der alten Führungsriege distanziert, berichtet 'RaceFans'.


Fotostrecke: Die ungerechte Geldverteilung der Formel 1

10. Sauber (39 Millionen Euro): Die Schweizer rutschen als WM-Letzter 2017 auch in der Geldverteilungstabelle auf den letzten Platz ab. Und bekommen weniger als ein Viertel der FOM-Einnahmen von Branchenkrösus Ferrari.

10. Sauber (39 Millionen Euro): Die Schweizer rutschen als WM-Letzter 2017 auch in der Geldverteilungstabelle auf den letzten Platz ab. Und bekommen weniger als ein Viertel der FOM-Einnahmen von Branchenkrösus Ferrari.

Hinzu kommt: Nachdem die in zunehmend ärgere Not schlitternden Teams McLaren und Williams auf die Seite des Rechteinhabers ausgeschert sein sollen, bröckelt die Front derer, die die Kosten nicht limitieren wollen. Eine Situation, die sich Chase Carey und Co. zunutze machen könnten.

'auto motor und sport' spricht von "absurden" Vorschlägen als "bewusste Verzögerungspolitik", die die Entscheidungsfindung bisher aufgehalten hätten. Doch wenn die Topteams nicht mehr an einem Strang ziehen, lässt sich die Strategie nicht weiter umsetzen - zumal Ferrari, Mercedes und Red Bull akzeptiert haben sollen, dass sie an ihren leistungsunabhängigen Boni nicht festhalten können. Liberty drückt also auf die Tube: Wie zu hören ist, soll eine Entscheidung bis zum 30. Juni fallen.

Laut 'RaceFans' erwägt es die Formel 1 zudem, die Teams zu verpflichten, alle nicht-gelisteten Teile (also Komponenten, die laut Reglement nicht selbst produziert werden müssen) und Standardteile (also Komponenten, die nach FIA-Vorgabe gefertigt werden) in identischer Spezifikation an Kunden abgeben zu müssen - falls nötig an sämtliche Konkurrenten. Die Maßnahme würde Neueinsteigern helfen, bestehende Kooperationen jedoch in Gefahr bringen. Schließlich hätte etwa Haas keinen Vorteil mehr davon, exklusiv bei Ferrari einzukaufen, wenn jedes andere Team es auch könnte.


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Re: Knackiger als gedacht: Liberty Media drängt auf Budgetobergenze

Beitragvon terraPole » 29.01.2019, 16:36

Na da bin ich ja mal gespannt wie das dann umgesetzt wird. :rotate:
Ach ja..gab es nicht vor kurzem eine Meldung dass liberty die F1-Rechte wieder verkaufen will? Wenn das stimmt könnte das alles wieder über den Haufen geworfen werden.

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Re: Knackiger als gedacht: Liberty Media drängt auf Budgetobergenze

Beitragvon Staind » 29.01.2019, 17:29

Klingt nach guten Neuigkeiten.

Mal schauen wie fair dieses Vorhaben umgesetzt werden kann, oder ob die Winkeladvokaten der Teams da auch wieder "Grauzonen" des "Reglements" finden...

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Re: Knackiger als gedacht: Liberty Media drängt auf Budgetobergenze

Beitragvon CyclingimHarz » 29.01.2019, 21:22

Die Formel Spar kommt...

Wenn die Motoren für Kundenteams nicht in die Obergrenze mit aufgenommen werden, dann dürfen auch nicht die Kosten für Forschung und Entwicklung von den Herstellern mit einbezogen werden.

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Re: Knackiger als gedacht: Liberty Media drängt auf Budgetobergenze

Beitragvon Derbe_klopp_te » 30.01.2019, 10:47

Wenn das wirklich passiert, dann Hut ab Liberty Media, aber so richtig will ich nicht dran glauben!

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Re: Knackiger als gedacht: Liberty Media drängt auf Budgetobergenze

Beitragvon modellmotor » 01.02.2019, 12:25

terraPole hat geschrieben:Na da bin ich ja mal gespannt wie das dann umgesetzt wird. :rotate:
Ach ja..gab es nicht vor kurzem eine Meldung dass liberty die F1-Rechte wieder verkaufen will? Wenn das stimmt könnte das alles wieder über den Haufen geworfen werden.

Liberty Media hat wohl erkannt, dass man die ab der Saison 2021 vorgeschlagegen Regel- Änderungen , vor allem die der Antriebstechnik,gegen die Macht von Ferrrai 6 Co. nicht durchsetzen kann.Das wäre aber für die Zukunft der Formel 1 wichtig gewesen.Daher wird man sich möglicherweise stärker in der Formel - E engagieren.Das böte auch den Vorteil, dass man auch auf Stadtkursen Rennläufe austragen kann. Damit könnten auch die Erträge aus diesem Engagemant steigen.
Grüße vom
modellmotor


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