Austin: Promoter gibt Einblicke ins US-Projekt

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Austin: Promoter gibt Einblicke ins US-Projekt

Beitrag von Redaktion » 05.08.2010, 00:19

Tavo Hellmund hat die Aufgabe übernommen die Formel 1 in den USA populärer zu machen - Der Promoter des neuen Grand Prix über die Herangehensweise © xpb.cc Tavo Hellmund ist der Kopf hinter dem Formel-1-Projekt in den USA (Motorsport-Total.com) - Die Planungen und Vorbereitungen für den US-Grand-Prix in Austin laufen auf Hochtouren. Es ist ein weiterer Versuch, die Königsklasse ab 2012 in den vereinigten Staaten populärer zu machen. Der Mann hinter dem Projekt ist Tavo Hellmund. Sein Vater war in den Achtzigerjahren der Präsident des Komitees, das für die Organisation des Rennens in Mexiko verantwortlich ist.Es ist eine schwierige Aufgabe für Hellmund, die US-Fans für die Formel 1 zu begeistern. Das Gastspiel in Indianapolis, als 2005 nur sechs Autos starteten, ist nicht leicht aus dem Gedächtnis zu löschen. Der neue Promoter glaubt die Gründe für das Scheitern in Indianapolis zu kennen: "Die NASCAR würde ja auch nicht in Monte Carlo fahren. Wie kann man mit einer Institution mithalten, die es seit 100 Jahren gibt? Die Leute in Indianapolis waren limitiert, denn sie hatten eine permanente Struktur, die man nicht so stark verändern konnte", wird Hellmund von 'PitPass.com' zitiert."Wenn man sich die Geschichte der Formel 1 in Amerika ansieht, zurückgehend auf Sebring in den Fünfzigern, gab es nur einmal in Watkins Glen eine permanente Basis. Das war die einzige lange Partnerschaft, die es gegeben hat. Ich musste Bernie Ecclestone davon überzeugen, dass Austin der richtige Platz ist. Vor 25 Jahren hat er es als normale Stadt angesehen."Das hat sich aber geändert. Austin hat den Kosenamen "Silicon Hill" erhalten, da es hinter Silicon Valley das zweitgrößte Technologie-Zentrum in den USA geworden ist. Viele große Firmen haben dort einen Standort aufgebaut, die auch in der Formel 1 als Sponsoren tätig sind, wie beispielsweise AMD, Dell und HP. Im Umkreis von Austin befinden sich die Städte Houston und Dallas. In der Region leben 22 Millionen Menschen, bei einer Arbeitslosenquote von sechs Prozent, der viertniedrigsten in den USA."Es ist eine ideale Region. Wir sind von beiden Küsten etwa gleich weit entfernt, und je näher wir bei Mexiko sind, desto besser", meint Hellmund. "Damit können wir der Grand Prix von Amerika werden und nicht nur der USA. Austin ist in der ungewöhnlichen Situation, dass es keine Franchise einer der großen Sportmeisterschaften besitzt. Ein Grand Prix hat also nur geringe Konkurrenz. Außerdem gibt es viele Bewohner, die hungrig nach Live-Veranstaltungen in ihrer Heimatstadt sind." © NASCAR Die Fans in Texas sind spektakuläre Ovalrennen in Fort Worth gewohnt In Texas werden aber auch andere Motorsportveranstaltungen gefahren. Speziell das Oval in Fort Worth, wo die NASCAR und die IndyCar-Serie fahren, ist ein Zuschauermagnet. In Houston war die ChampCar auf einem Stadtkurs unterwegs. "Die ChampCar-Serie hat Firmen auf einem hohen Niveau angezogen. Auch die Tribünen waren voll. Das IndyCar-Rennen auf dem Oval ist eines der Besten im Kalender. Mit der richtigen Promotion und einem guten Datum kann die Formel 1 in Austin funktionieren", ist Hellmund überzeugt.Noch wurden keine Streckenpläne veröffentlicht, doch es ist etwas über die Herangehensweise bekannt. "Die Strecke wird sich sehr auf die Fans konzentrieren. Sie sollen mehr sehen als nur eine Kurve. Es wird hinauf und hinunter gehen und länger als fünf Kilometer lang sein. Wir müssen etwas bauen, dass der lokalen Architektur ähnelt. Es könnte dem Campus der Universität Texas ähneln.""Wir haben vier oder fünf Kurven von anderen Strecken genommen und haben sie als Grundlage für einige Sektionen bei unserem Kurs genommen. Darunter ist eine Kurve aus der Türkei, einige aus Silverstone und eine vom Hockenheimring."Die Strecke wird Hermann Tilke bauen. Seine Anlagen sind zwar sehr modern und bieten die höchsten Standards, aber aufgrund der weiten Auslaufzonen gab es auch schon reichlich Kritik. "Ich bin mir der Kritik an Tilke bewusst", so Hellmund. "Um ehrlich zu sein, wir mussten mit Tilke schon bei einigen Ideen nachhaken. Glücklicherweise hat er jetzt schon einige Zeit mit uns zusammengearbeitet, um zu wissen, dass wir nicht gleich nachgeben. Wir haben ihn daran erinnert, dass wir die Kunden sind und nicht andersherum.""Die Fans in Amerika erwarten tollen Rennsport."Nigel MansellDie Tribünen müssen aber gefüllt werden und die Fans den Fernseher einschalten, damit das Projekt als erfolgreich angesehen werden kann. Hellmund meint, dass es bereits einen langen und detaillierten Plan gibt, wie man eine Fangemeinde aufbauen kann. "Wir werden bereits im kommenden Jahr Grand-Prix-Partys in Parks veranstalten, mit großen Leinwänden. Dazu wird es Musik und ein Showprogramm geben. Es wird über die ganze USA verteilt. Ich habe auch schon mit einigen Teams gesprochen, wie man Leute begeistern kann."Dem Fernsehen kommt da natürlich eine große Bedeutung zu, aber die Zuschauerzahlen für die Königsklasse sind derzeit unterirdisch. Wie will Hellmund das ändern? "Ich denke eine ausgeweitete Übertragung kann für die Zuschauerzahlen nur förderlich sein. Jeder in unserer Gruppe wünscht sich eine Viertelstunde Vorberichterstattung vor jedem Grand Prix, in der dem Publikum der Sport näher gebracht wird. Sie sollten die Übertragung nicht wenige Momente vor dem Start beginnen."Einer, der die amerikanischen Rennfans kennt ist Nigel Mansell. Der Weltmeister von 1992 wechselte nach seinem Titelgewinn zu den IndyCars und holte gleich im ersten Jahr den Titel. "Wenn sie eine gute Strecke bauen und es keine Politik gibt, dann werden sie die Herzen der Fans erobern", ist der Brite überzeugt. "Die Fans in Amerika erwarten tollen Rennsport."
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Re: News: Austin: Promoter gibt Einblicke ins US-Projekt

Beitrag von dakun » 05.08.2010, 00:25

"Die Strecke wird Hermann Tilke bauen. Seine Anlagen sind zwar sehr modern und bieten die höchsten Standards, aber aufgrund der weiten Auslaufzonen gab es auch schon reichlich Kritik. "Ich bin mir der Kritik an Tilke bewusst", so Hellmund. "Um ehrlich zu sein, wir mussten mit Tilke schon bei einigen Ideen nachhaken. Glücklicherweise hat er jetzt schon einige Zeit mit uns zusammengearbeitet, um zu wissen, dass wir nicht gleich nachgeben. Wir haben ihn daran erinnert, dass wir die Kunden sind und nicht andersherum.""
Naja ich bin zwar nicht der größte Tilke fan aber mal schauen... in Istanbul hat er ja eine gute Strecke mit "Charakter" gebaut.

Ich hoffe allerdings das für diese neuen Projekte wie in Russland und USA keine Traditionsstrecken geopfert werden. Ich vermisse eigentlich jetzt schon die ganzen Strecken von früher. Das schlimmste was passieren könnte ist das die F1 von Tilke Strecken dominiert wird.. und wir sind schon auf einem guten weg dahin.

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Re: News: Austin: Promoter gibt Einblicke ins US-Projekt

Beitrag von Striderle » 05.08.2010, 00:29

Wie man den hubraumverliebten Amerikanern den VW-Einheitsmotor schmackhaft machen will, ist für mich allerdings eines der letzten ungelösten Rätsel der Erde und die größte Herausforderung nach der Erforschung der Tiefsee. :lol:
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Re: News: Austin: Promoter gibt Einblicke ins US-Projekt

Beitrag von Hoto » 05.08.2010, 00:40

Naja, generell muss man sagen klingt das Ganze schon als hätte es Hand und Fuß. Also ich denke das könnte schon was werden und sie sind auf dem richtigen Weg. Bin auf jeden Fall gespannt was daraus werden wird. Die Strecke zu bauen wird wohl noch das leichteste Unterfangen von allem dabei sein.

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Re: News: Austin: Promoter gibt Einblicke ins US-Projekt

Beitrag von ferrari4991 » 05.08.2010, 03:30

Ich bin momentan in der Naehe von Austin von daher kann ich sagen, dass die Beurteilung der Stadt sicher richtig ist. Doch ich waer mir nicht so sicher, ob es so einfach ist, die Leute hier fuer Formel1 zu begeistern. Die Serie ist hier in Texas weitgehen unbekannt und entspricht auch nicht der Mentalitaet der Leute hier! Nja, kann sein, dass ich mich taeusche, aber ich glaube nicht, dass es dir Formel 1 hier leichter hat, als irgendwoanders in den USA, eher im Gegenteil!

Schoene Gruesse aus Bryan, Texas
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Re: News: Austin: Promoter gibt Einblicke ins US-Projekt

Beitrag von Kurvenflitzer » 05.08.2010, 08:31

Der neue Promoter glaubt die Gründe für das Scheitern in Indianapolis zu kennen: "Die NASCAR würde ja auch nicht in Monte Carlo fahren. Wie kann man mit einer Institution mithalten, die es seit 100 Jahren gibt? Die Leute in Indianapolis waren limitiert, denn sie hatten eine permanente Struktur, die man nicht so stark verändern konnte", wird Hellmund von 'PitPass.com' zitiert.
Da liegt er wohl richtig.
Also mich freut es auf jeden Fall, dass es wieder einen GP in den USA geben wird :D

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Re: News: Austin: Promoter gibt Einblicke ins US-Projekt

Beitrag von justrace » 05.08.2010, 08:36

ich glaub das problem ist ja, das diese ganzen indy cars nescar rennen viel offener zu den fans sind. naja und die haben wesenrlich mehr überholmanöver und crashs, deswegen ist dieser sport in amerika so beliebt.

die f1 ist glaube ich aber doch eine größere Kunst, doch leider nicht so offenherzig wie die amerikanischen serien.

vielleicht hätte man sich ja überlegen können, irgendwo eine strecke zu bauen wo mehr europäer leben, also in amerika. ich weiß jetzt nicht wo es solche städte dort gibt, vielleicht hat ja austin viele europäer, ka. aber solche leute würden bestimmt zu f1 rennen gehen.
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Re: News: Austin: Promoter gibt Einblicke ins US-Projekt

Beitrag von justrace » 05.08.2010, 09:21

Striderle hat geschrieben:Wie man den hubraumverliebten Amerikanern den VW-Einheitsmotor schmackhaft machen will, ist für mich allerdings eines der letzten ungelösten Rätsel der Erde und die größte Herausforderung nach der Erforschung der Tiefsee. :lol:

kennse nicht den nationalspruch "Yes we can!"?? Obama packt das schon :winky:
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Re: News: Austin: Promoter gibt Einblicke ins US-Projekt

Beitrag von abi » 05.08.2010, 09:26

Striderle hat geschrieben:Wie man den hubraumverliebten Amerikanern den VW-Einheitsmotor schmackhaft machen will, ist für mich allerdings eines der letzten ungelösten Rätsel der Erde und die größte Herausforderung nach der Erforschung der Tiefsee. :lol:
:thumbs_up:

welche kurve aus istanbul man da wohl genommen hat,da ist das raten echt schwierig 8)
aber mich freuts,dass die strecke hoch und runter gehen soll,das is doch schonmal nicht schlecht ;)
Die, die an der Spitze stehen entscheiden ob gut oder böse! Dieser Ort ist gerade neutral!
Es heißt die Gerechtigkeit siegt immer!? So ist es doch!
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Re: News: Austin: Promoter gibt Einblicke ins US-Projekt

Beitrag von vettelgo » 05.08.2010, 17:32

da bin ich mal gespannt
England wäre mit dem 8.Torwart der DFB-Elf zufrieden

Smeagel
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Re: News: Austin: Promoter gibt Einblicke ins US-Projekt

Beitrag von Smeagel » 06.08.2010, 22:39

Da bin ich mal gespannt. An der University of Texas hab ich 2000/2001 studiert. Schöne große Uni, gibt sogar ein Unreal Tournament-Level, der der UT nachempfunden ist. Da kann man dann quasi ungestraft durch die Unigebäude und Klassenräume Amok laufen ;-)

Aber wie man eine Rennstrecke an die UT anlehnen will....wir werden sehen. Everything is bigger in Texas ... von daher werden die Texaner da schon was beeindruckendes auf die Beine stellen, bin ich mir ziemlich sicher. Die ganze Gegend da ist auch recht deutschstämmig, wie man schon Stadtnamen wie New Braunfels und Fredericksburg entnehmen kann. Vielleicht ist das auch ein Plus für den Standort. Da fällt mir nebenbei ein, in New Braunfels war ich mal auf einem German Wurstfest. War sehr lustig. Besonders schön fand ich einen STand, der verkaufte German Döner. Das war ein Brötchen mit etwas Sauerkraut und einer Bratwurst :-D
Speed has never killed anyone. Suddenly becoming stationary is what gets you.
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