Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

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Dai Jin
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Dai Jin » 26.11.2018, 14:57

daSilvaRC hat geschrieben:Es wäre so einfach gewesen:

Als klar wurde das RIC zu Renault geht, hätte man neben VER den Alonso setzen können- wollte man aber nicht. Geld wird nicht das Thema gewesen sein. Mateschitz wird wohl selbst Jean Alesi verpflichten können wenn es nur um Geld geht.

RedBull wie auch Mercedes, und scheinbar auch ferrari (Kimi ist ja weg) wollte Alonso nicht.

Also macht Alonso hier sich selber und allen anderen was vor wenn er sagt ich gehe freiwillig. Das ist er nämlich nicht so richtig. Ihn wollte halt kein team wo er was gewinnen kann.

Das man heuer nur mit 3 Teams gewinnen kann stimmt, aber Rennen gewinnen ist ja nicht sein Ziel- er will die WM- so sagte er nach dem Ferrari Abschied meines Wissens....

Gut, auf dem freiwillig kann man sich dranhängen und auslutschen. Glaube keiner im feld würde freiwillig auf ein Mercedes oder Ferrari verzichten. Ergo fahren alle bis auf vier Fahrer unfreiwillig in anderen Teams wo sie chancenlos sind. :surprised:

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Plauze
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Plauze » 26.11.2018, 17:46

Dass jemand, der sich Motorsportfan schimpft, einen Topfahrer von Alonsos Kaliber lieber außerhalb als innerhalb der Formel 1 sehen möchte, ist schon bezeichnend.

Klar, auch ein Alonso muss sich irgendwann verabschieden, und natürlich müssen auch die größten Fans irgendwann akzeptieren, dass es zur Wachablösung kommt.
Aber will man als Formel-1-Fan nicht sehen, dass so ein Fahrer vorne mit den Besten kämpft? Um Siege und Titel fightet? Wie viel spannender wären die letzten Jahre geworden mit einem Alonso, der es mit Hamilton und Vettel aufnehmen kann? Wie viel befriedigender ist eine WM, die vom eigenen Favoriten im Kampf gegen einen der besten Fahrer gewonnen wird?

Natürlich geht Alonso nicht freiwillig, und richtig ist auch, dass er sich und uns ein Stück weit selbst um diese legendären Kämpfe gebracht hat.
Die Türen bei den Topteams sind bis auf weiteres zu. Das liegt aber nicht so sehr daran, dass diese Alonso um keinen Preis wollen (dieser Nonsens-Begriff von der "verbrannten Erde" macht da ganz gern die Runde, wobei man geflissentlich ignoriert, dass Alonso nachgesagt wurde, gerade auch bei McLaren einstmals solche hinterlassen zu haben, was aber dort niemanden daran hinderte, ihn erneut zu verpflichten), sondern daran, dass sie auf andere Fahrer gesetzt haben, als Alonso noch vertraglich gebunden war und an die Zukunft des Projekts mit McLaren glaubte.
Die zweiten Cockpits sind in keinem Topteam mehr mit Topfahrern besetzt. Mercedes setzt auf Hamilton und wollte nach Rosbergs Rückzug nicht einmal das Risiko mit Wehrlein eingehen - wie viel riskanter wäre ein Alonso für das teaminterne Klima gewesen? Ferrari setzt auf Vettel, so wie sie einst auf Alonso gesetzt haben. Selbst Raikkönen muss da teamdienlich fahren; für einen Alonso mit Titelambitionen ist da kein Platz. Red Bull geht seine eigenen Wege, dürfte aber spätestens 2019 ebenfalls eine relativ klare Hierarchie im Fahrergefüge einziehen. Alonso hat da genausowenig Platz wie jeder andere Pilot, der nicht zu Red Bull gehört und Verstappen unter Druck setzt.
Alonso ist den Schritt zu McLaren gegangen und zieht nun die letzte Konsequenz aus dem Scheitern des Projekts.

Für jeden Motorsportfan ist das eigentlich eine traurige Zeit. Erstens, weil Alonso einer der großartigsten Fahrer nach Schumacher war und für jeden anderen Fahrer den Maßstab gesetzt hat. Zweitens, weil sich McLaren damit endgültig aus der Garde der großen Teams verabschiedet. Man kann Alonso nun hämisch nachtröten und sich dabei selbst disqualifizieren, wie es der Verfasser der Kolumne tut. Welche Ziele sich der Spanier setzt, ist nun mal seine eigene Sache, ob man diese Ziele anerkennt oder nicht. Man kann aber auch einfach innehalten und froh sein, dass man Alonsos aktive Zeit als Formel-1-Fan erlebt hat und dass er einem einige Momente, Rennen, Saisons geschenkt hat - 2006, 2007, 2010, 2012... - die unvergesslich bleiben und nicht zuletzt dank Alonso zur Messlatte für spannenden und großartigen Motorsport geworden sind.
Alles kann passieren. Und das ist auch gut so.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon don michele » 26.11.2018, 19:04

Guter Artikel, kann man so nur unterschreiben.

Adios, auf Nimmerwiedersehen Fer.
Vollgas ist die Sprache die ich kenne. Michael Schumacher

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Dai Jin
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Dai Jin » 26.11.2018, 19:42

Plauze hat geschrieben:
Dass jemand, der sich Motorsportfan schimpft, einen Topfahrer von Alonsos Kaliber lieber außerhalb als innerhalb der Formel 1 sehen möchte, ist schon bezeichnend.

Klar, auch ein Alonso muss sich irgendwann verabschieden, und natürlich müssen auch die größten Fans irgendwann akzeptieren, dass es zur Wachablösung kommt.
Aber will man als Formel-1-Fan nicht sehen, dass so ein Fahrer vorne mit den Besten kämpft? Um Siege und Titel fightet? Wie viel spannender wären die letzten Jahre geworden mit einem Alonso, der es mit Hamilton und Vettel aufnehmen kann? Wie viel befriedigender ist eine WM, die vom eigenen Favoriten im Kampf gegen einen der besten Fahrer gewonnen wird?

Natürlich geht Alonso nicht freiwillig, und richtig ist auch, dass er sich und uns ein Stück weit selbst um diese legendären Kämpfe gebracht hat.
Die Türen bei den Topteams sind bis auf weiteres zu. Das liegt aber nicht so sehr daran, dass diese Alonso um keinen Preis wollen (dieser Nonsens-Begriff von der "verbrannten Erde" macht da ganz gern die Runde, wobei man geflissentlich ignoriert, dass Alonso nachgesagt wurde, gerade auch bei McLaren einstmals solche hinterlassen zu haben, was aber dort niemanden daran hinderte, ihn erneut zu verpflichten), sondern daran, dass sie auf andere Fahrer gesetzt haben, als Alonso noch vertraglich gebunden war und an die Zukunft des Projekts mit McLaren glaubte.
Die zweiten Cockpits sind in keinem Topteam mehr mit Topfahrern besetzt. Mercedes setzt auf Hamilton und wollte nach Rosbergs Rückzug nicht einmal das Risiko mit Wehrlein eingehen - wie viel riskanter wäre ein Alonso für das teaminterne Klima gewesen? Ferrari setzt auf Vettel, so wie sie einst auf Alonso gesetzt haben. Selbst Raikkönen muss da teamdienlich fahren; für einen Alonso mit Titelambitionen ist da kein Platz. Red Bull geht seine eigenen Wege, dürfte aber spätestens 2019 ebenfalls eine relativ klare Hierarchie im Fahrergefüge einziehen. Alonso hat da genausowenig Platz wie jeder andere Pilot, der nicht zu Red Bull gehört und Verstappen unter Druck setzt.
Alonso ist den Schritt zu McLaren gegangen und zieht nun die letzte Konsequenz aus dem Scheitern des Projekts.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon RedFive » 26.11.2018, 19:46

Plauze hat geschrieben:Dass jemand, der sich Motorsportfan schimpft, einen Topfahrer von Alonsos Kaliber lieber außerhalb als innerhalb der Formel 1 sehen möchte, ist schon bezeichnend.

...

Für jeden Motorsportfan ist das eigentlich eine traurige Zeit. Erstens, weil Alonso einer der großartigsten Fahrer nach Schumacher war und für jeden anderen Fahrer den Maßstab gesetzt hat. Zweitens, weil sich McLaren damit endgültig aus der Garde der großen Teams verabschiedet. Man kann Alonso nun hämisch nachtröten und sich dabei selbst disqualifizieren, wie es der Verfasser der Kolumne tut.


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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Aldo » 26.11.2018, 20:21

RedFive hat geschrieben:
Plauze hat geschrieben:Dass jemand, der sich Motorsportfan schimpft, einen Topfahrer von Alonsos Kaliber lieber außerhalb als innerhalb der Formel 1 sehen möchte, ist schon bezeichnend.

...

Für jeden Motorsportfan ist das eigentlich eine traurige Zeit. Erstens, weil Alonso einer der großartigsten Fahrer nach Schumacher war und für jeden anderen Fahrer den Maßstab gesetzt hat. Zweitens, weil sich McLaren damit endgültig aus der Garde der großen Teams verabschiedet. Man kann Alonso nun hämisch nachtröten und sich dabei selbst disqualifizieren, wie es der Verfasser der Kolumne tut.


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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon scott 90 » 26.11.2018, 21:13

Redaktion hat geschrieben:Aber das ist doch nur ein Trostpreis, den er erfunden hat, als ihm klar wurde, dass ihn in der Formel 1 kein Topteam mehr will, weil er zu viel verbrannte Erde hinterlassen hat.

Nicht erfunden, "He made the Triple Crown great again" :winky:

Das ist natürlich etwas für eingefleischte Motorsportfans, wer nur F1 schaut, den interessiert das natürlich nicht und muss es auch nicht, aber wenn immer diskutiert wurde, wer denn der beste Rennfahrer aller Zeiten war bzw. ist, da kam diese Triple Crown auf.

Und er geht dafür auch ins Risiko, selbst wenn man sich bei Nelson Piquet vielleicht gar nicht daran erinnern mag, dass er zwei mal beim Indy 500 und zweimal in Le Mans gestartet ist. Da es nicht geklappt hat, außer einem schweren Unfall, einem Motorschaden, einen weiteren Ausfall und einem achten Gesamtrang bleibt das natürlich nicht haften.
Aber wann immer in irgendwelchen düsteren Foren, sich ein paar Verrückte finden um darüber zu diskutieren wer denn der beste Rennfahrer aller Zeiten sei, dann kommt früher oder später die Triple Crown auf.

So auch hier schon geschehen, lange bevor Alonso womöglich darüber nachdachte nach ihr zu greifen. Es ist eine Spielerei, aber für all die klangvollen Namen, die versucht haben sie zu erreichen, von eben Nelson Piquet über Jochen Rindt, Jim Clark, Mario Andretti, Graham Hill usw.

Würde da irgendwer auf die Idee kommen zu sagen, diese Weltmeister hätten nach einem Trostpreis gesucht, tja Zyniker schon und bei manchem stimmt vielleicht auch ein Teil davon. Aber womöglich ist es längst nicht nur Geltungssucht sondern auch die neue Herausforderung, die sie antreibt bzw. angetrieben hat.

Es bleibt nicht mehr als eine nette Spielerei, aber das sind die Anzahl an Siegen und WM Titeln eben auch. Sie alle ziehen ihre Bedeutung auch nur aus dem, was wir bzw. irgendwer dem zumisst. Aber am Ende weiß auch keiner ob der beste Motorsport am Ende nicht doch in irgendeiner Regionalserie in Finnland geboten wird :shrug:

Und es ist ja nicht so, als könnte man diese streitbare Persönlichkeit nicht kritisieren. Aber so?
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Pinking » 26.11.2018, 21:20

Aldo hat geschrieben:
Pinking hat geschrieben:Also ich glaube, das war's mit Alonso und der F1. Und ich bin deswegen kein Stück traurig. Lediglich ein weiterer Montoya/Häkkinen/Coulthard/Villeneuve/... Wobei Häkkinen und Coulthard coole Socken waren (bzw. sicher noch sind ^^).


So ein Schwachsinn. Mal abgesehen davon dass Häkkinen noch heute zu einer der besten seiner Zeit zählte wird man sich an Alonso ebenso gut erinnern wie an einen Senna, Prost und Schumacher. Selbes gilt dann auch für Hamilton und Vettel. Wenn du glaubst Alonso würde man so schnell vergessen, schau dir den Hype um seine Person mal an, was er in der WEC und bei den Indy500 für ein Auflauf ausgelöst hat - sein Abschied am Wochenende hat alles andere überstrahlt. Er ist einer der Zugpferde der F1 gewesen und das nicht irgendwoher.

Mal ganz abgesehen davon, dass dein Vergleich von hinten bis vorne hinkt. Wenn man sich mal ansieht wie lange die genannten Fahrer in der F1 waren/was sie erreicht haben und wie lange Alonso in der F1 war und dass er mit den unterschiedlichsten Autos, Motoren, Reifen und Bedingungen immer auf dem selben Top Niveau unterwegs war (was ein Vettel beispielsweise nicht war)....

Ich glaube Leute wie du oder Herr Nimmervoll werden wohl leider noch sehr lange was über Alonso lesen müssen. ;)


Das glaube ich nicht. Von Montoya, Häkkinen, Coulthard etc... liest man auch nichts mehr, zumindest nicht in der F1. ;-)

Heidenei, ich gönne euch doch eure Götzenbilder, müsst nicht gleich die Krawallbürste auspacken. :rofl: Ihr könnt aber gerne auch einfach akzeptieren, dass es auch F1-Fans gibt, denen der Abschied von Alonso überaus leicht fällt. Man muss und kann nicht jeden mögen und das ist auch gut so. :wink2:

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Wheeliebar » 26.11.2018, 21:35

Redaktion hat geschrieben:Ich gehe jede Wette: Wäre Alonso in einem Mercedes, Ferrari oder Red Bull gesessen, wäre ihm das scheißegal gewesen.



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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Aldo » 26.11.2018, 22:26

Pinking hat geschrieben:Das glaube ich nicht. Von Montoya, Häkkinen, Coulthard etc... liest man auch nichts mehr, zumindest nicht in der F1.

Wie gesagt, dass du diese Fahrer, speziell Montoya der nicht mal 6 Jahre im Zirkus unterwegs war und keine WM gewonnen hat, auf eine Stufe mit Alonso stellst disqualifiziert dich eigentlich schon für die Diskussion. Und von Häkkinen liest man eigentlich noch ziemlich viel. Er tritt auch noch in Dutzenden Werbespots hierzulande auf und das nicht ohne Grund. Von Button gibts auch viele News und der war nur einmaliger Weltmeister.

Nur weil das hier auf der Seite der Fall sein mag, gilt das nicht für die F1 und Motorsportwelt. Von Schumacher hat man in seinen Ruhejahren von 2007-2009 auch noch verhältnismäßig viel mitbekommen weil er noch als Ferrari Berater tätig war und regelmäßig an der Strecke war. Selbige Position soll Alonso übrigens 2019 bei McLaren haben und zu mehreren Rennen kommen + testen dürfen. Also ja, ihr werdet noch mehr als genug von Alonso zu lesen bekommen. ;)
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Intemperante » 26.11.2018, 23:03

Pinking hat geschrieben:
Aldo hat geschrieben:
Pinking hat geschrieben:Also ich glaube, das war's mit Alonso und der F1. Und ich bin deswegen kein Stück traurig. Lediglich ein weiterer Montoya/Häkkinen/Coulthard/Villeneuve/... Wobei Häkkinen und Coulthard coole Socken waren (bzw. sicher noch sind ^^).


So ein Schwachsinn. Mal abgesehen davon dass Häkkinen noch heute zu einer der besten seiner Zeit zählte wird man sich an Alonso ebenso gut erinnern wie an einen Senna, Prost und Schumacher. Selbes gilt dann auch für Hamilton und Vettel. Wenn du glaubst Alonso würde man so schnell vergessen, schau dir den Hype um seine Person mal an, was er in der WEC und bei den Indy500 für ein Auflauf ausgelöst hat - sein Abschied am Wochenende hat alles andere überstrahlt. Er ist einer der Zugpferde der F1 gewesen und das nicht irgendwoher.

Mal ganz abgesehen davon, dass dein Vergleich von hinten bis vorne hinkt. Wenn man sich mal ansieht wie lange die genannten Fahrer in der F1 waren/was sie erreicht haben und wie lange Alonso in der F1 war und dass er mit den unterschiedlichsten Autos, Motoren, Reifen und Bedingungen immer auf dem selben Top Niveau unterwegs war (was ein Vettel beispielsweise nicht war)....

Ich glaube Leute wie du oder Herr Nimmervoll werden wohl leider noch sehr lange was über Alonso lesen müssen. ;)


Das glaube ich nicht. Von Montoya, Häkkinen, Coulthard etc... liest man auch nichts mehr, zumindest nicht in der F1. ;-)

Heidenei, ich gönne euch doch eure Götzenbilder, müsst nicht gleich die Krawallbürste auspacken. :rofl: Ihr könnt aber gerne auch einfach akzeptieren, dass es auch F1-Fans gibt, denen der Abschied von Alonso überaus leicht fällt. Man muss und kann nicht jeden mögen und das ist auch gut so. :wink2:


Die Hardcore Alonso-Fans sind eben sehr empfindlich in diesen Tagen, teilweise auch verständlich, schließlich hat der Spanier die letzten Jahre nichts mehr gerissen. Es grenzt an Träumerei, wenn man davon ausgeht, dass man sich an Alonso genauso erinnern wird, wie an Senna, Prost oder Schumacher. Sobald die Motorsportkarriere vorbei ist wird man sporadisch von ihm hören nicht mehr und nicht weniger.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon daSilvaRC » 27.11.2018, 09:25

Plauze hat geschrieben:Die zweiten Cockpits sind in keinem Topteam mehr mit Topfahrern besetzt. Mercedes setzt auf Hamilton und wollte nach Rosbergs Rückzug nicht einmal das Risiko mit Wehrlein eingehen - wie viel riskanter wäre ein Alonso für das teaminterne Klima gewesen? Ferrari setzt auf Vettel, so wie sie einst auf Alonso gesetzt haben. Selbst Raikkönen muss da teamdienlich fahren; für einen Alonso mit Titelambitionen ist da kein Platz. Red Bull geht seine eigenen Wege, dürfte aber spätestens 2019 ebenfalls eine relativ klare Hierarchie im Fahrergefüge einziehen. Alonso hat da genausowenig Platz wie jeder andere Pilot, der nicht zu Red Bull gehört und Verstappen unter Druck setzt.
Alonso ist den Schritt zu McLaren gegangen und zieht nun die letzte Konsequenz aus dem Scheitern des Projekts.


Sehe ich nicht ganz so: WEH wäre 2 Risiken gewesen: 1. Macht er Hamilton wie Rosberg feuer? 2. Kann er überhaupt schnell genug fahren (ich denke schon!)
Bei FER ist das anders, dort durfte auch ein Kimi vor VET starten, und glaue ich auch ins Ziel kommen- TO gibts bei FER derzeit eher nicht.
Bei RB stimme ich dir zu- die machen ihre eigenen Fahrer gross.

Aber dennoch: kein team wollte ihn haben- und das obwohl er einer der besten Fahrer dieser Zeit ist. Ich vermute das das auch, aber nicht nur so ist, weil Alonso halt schon ein unangenehmer Zeitgenosse sein KANN, ob zurecht oder nicht, das sei dahingestellt.

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3. weil einer der besten Fahrer kein annehmbares Cockpit mehr findet.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Hangglider » 27.11.2018, 11:34

Plauze hat geschrieben:Dass jemand, der sich Motorsportfan schimpft, einen Topfahrer von Alonsos Kaliber lieber außerhalb als innerhalb der Formel 1 sehen möchte, ist schon bezeichnend.

Klar, auch ein Alonso muss sich irgendwann verabschieden, und natürlich müssen auch die größten Fans irgendwann akzeptieren, dass es zur Wachablösung kommt.
Aber will man als Formel-1-Fan nicht sehen, dass so ein Fahrer vorne mit den Besten kämpft? Um Siege und Titel fightet? Wie viel spannender wären die letzten Jahre geworden mit einem Alonso, der es mit Hamilton und Vettel aufnehmen kann? Wie viel befriedigender ist eine WM, die vom eigenen Favoriten im Kampf gegen einen der besten Fahrer gewonnen wird?

Natürlich geht Alonso nicht freiwillig, und richtig ist auch, dass er sich und uns ein Stück weit selbst um diese legendären Kämpfe gebracht hat.
Die Türen bei den Topteams sind bis auf weiteres zu. Das liegt aber nicht so sehr daran, dass diese Alonso um keinen Preis wollen (dieser Nonsens-Begriff von der "verbrannten Erde" macht da ganz gern die Runde, wobei man geflissentlich ignoriert, dass Alonso nachgesagt wurde, gerade auch bei McLaren einstmals solche hinterlassen zu haben, was aber dort niemanden daran hinderte, ihn erneut zu verpflichten), sondern daran, dass sie auf andere Fahrer gesetzt haben, als Alonso noch vertraglich gebunden war und an die Zukunft des Projekts mit McLaren glaubte.
Die zweiten Cockpits sind in keinem Topteam mehr mit Topfahrern besetzt. Mercedes setzt auf Hamilton und wollte nach Rosbergs Rückzug nicht einmal das Risiko mit Wehrlein eingehen - wie viel riskanter wäre ein Alonso für das teaminterne Klima gewesen? Ferrari setzt auf Vettel, so wie sie einst auf Alonso gesetzt haben. Selbst Raikkönen muss da teamdienlich fahren; für einen Alonso mit Titelambitionen ist da kein Platz. Red Bull geht seine eigenen Wege, dürfte aber spätestens 2019 ebenfalls eine relativ klare Hierarchie im Fahrergefüge einziehen. Alonso hat da genausowenig Platz wie jeder andere Pilot, der nicht zu Red Bull gehört und Verstappen unter Druck setzt.
Alonso ist den Schritt zu McLaren gegangen und zieht nun die letzte Konsequenz aus dem Scheitern des Projekts.

Für jeden Motorsportfan ist das eigentlich eine traurige Zeit. Erstens, weil Alonso einer der großartigsten Fahrer nach Schumacher war und für jeden anderen Fahrer den Maßstab gesetzt hat. Zweitens, weil sich McLaren damit endgültig aus der Garde der großen Teams verabschiedet. Man kann Alonso nun hämisch nachtröten und sich dabei selbst disqualifizieren, wie es der Verfasser der Kolumne tut. Welche Ziele sich der Spanier setzt, ist nun mal seine eigene Sache, ob man diese Ziele anerkennt oder nicht. Man kann aber auch einfach innehalten und froh sein, dass man Alonsos aktive Zeit als Formel-1-Fan erlebt hat und dass er einem einige Momente, Rennen, Saisons geschenkt hat - 2006, 2007, 2010, 2012... - die unvergesslich bleiben und nicht zuletzt dank Alonso zur Messlatte für spannenden und großartigen Motorsport geworden sind.


DANKE! Bei dem vielen Schwachsinn der hier geschrieben wird (inkl. Redaktion) wirklich toll zu lesen! :thumbs_up:
Alle Alonso- Hater sollen sich diesen Beitrag mal ganz objektiv zu Gemüte führen :wave:

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon NeverSurrender » 27.11.2018, 13:07

Plauze hat geschrieben:[...]

Ich wollte eigentlich grad ein paar Sätze schreiben, aber dem habe ich nix hinzuzufügen :thumbs_up: :thumbs_up:

Tomek333
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Tomek333 » 27.11.2018, 13:27

Seit wann werden Fahrer vergessen die nicht 5 Titel haben?
Einen Mansel vergisst man nicht
Nur 1 Wm Titel
Gillles Villenueve
Jean Alesi
Alles Fahrer und viele mehr die in den Herzen der F1 fans bleiben

Die Generation die seit 2010 F1 guckt ist irgendwie seltsam finde ich


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