Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

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Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Redaktion » 26.11.2018, 05:40

Geh jetzt bitte endlich, Fernando! Chefredakteur Christian Nimmervoll erzählt zu Alonsos Abschied die Geschichte einer unerwiderten Liebe ...
Flavio Briatore, Fernando Alonso

Flavio Briatore und Fernando Alonso vor dem Abschiedsrennen (?) in Abu Dhabi

Liebe Leser,

ich weiß nicht genau, wie es Ihnen geht mit dem Abschied von Fernando Alonso. Haben Sie ein Tränchen verdrückt, weil eine ganz, ganz große Karriere zu Ende geht? Weil es dann doch emotionaler war als gedacht? Oder sind Sie froh, dass er endlich weg ist und Platz für frisches Blut schafft?

Ich will ehrlich sein: Bei mir ist es von beidem ein bisschen.

Nach Abu Dhabi erhärtet sich der Eindruck: Alonso hat letzte Nacht womöglich schlecht geschlafen, weil es ein Abschied war, den er gar nicht wollte.

So cool er in den ganzen Interviews auch getan haben mag: In Wahrheit fiel es ihm schwer, von der Formel 1 Abschied zu nehmen. Das zeigte sich beim Fahrerbriefing, als er laut GPDA-Direktor Alexander Wurz emotionaler war, als er sich das selbst je eingestehen würde.

(Apropos Wurz: Der ORF-Experte und sein Chefkommentator Ernst Hausleitner gewinnen mit ihrer ebenso lächerlichen wie sympathischen Einlage als Alonso-Doubles für mich den Preis für den TV-Moment des Jahres. Schade, dass Jean Todt unlängst RTL statt ORF geschaut hat - ihm wäre viel Ärger erspart geblieben. Aber das ist eine andere Geschichte ...)

"Triple-Crown" ist doch nur ein Trostpreis!

Alonso wollte uns verklickern, dass er freiwillig geht. Er ließ keine Gelegenheit aus, zu betonen, wie negativ sich die Formel 1 entwickelt habe. Zum Beispiel, weil die drei Topteams meilenweit vor allen anderen fahren und er in einem McLaren-Cockpit als einer der anerkannt besten Fahrer nicht den Funken einer Chance auf Podestplätze hatte.

Ich gehe jede Wette: Wäre Alonso in einem Mercedes, Ferrari oder Red Bull gesessen, wäre ihm das scheißegal gewesen.

Und letztendlich kann er das Märchen vom freiwilligen Abschied jemand anderem erzählen. Ich nehme ihm ab, dass er jetzt zuallererst die "Triple-Crown" gewinnen möchte. Aber das ist doch nur ein Trostpreis, den er erfunden hat, als ihm klar wurde, dass ihn in der Formel 1 kein Topteam mehr will, weil er zu viel verbrannte Erde hinterlassen hat.

Als Nico Rosberg bei der FIA-Gala in Wien 2016 völlig überraschend seinen Rücktritt erklärt hat, konnte sich Toto Wolff vor Anrufen von Flavio Briatore nicht retten. Überliefert ist, dass Wolff am Gala-Abend selbst dann Bernie Ecclestone sein Handy in die Hand gedrückt hat, um Briatore endlich abzuwimmeln.

Briatore, das ist der Mann, der Alonso bei Renault 2005 und 2006 zum Weltmeister gemacht hat. Der ein Vermögen mit den spanischen TV-Rechten verdient hat, weil er einen Fahrer erfunden hat, mit dem die Formel 1 in Spanien plötzlich Massen begeistern und mobilisieren konnte. Der Alonso einen millionenschweren PR-Vertrag für den Grand Prix in Aserbaidschan verschafft hat, wo direkt neben der Formel-1-Strecke rein zufällig auch eine Billionaire-Disco steht.

Briatore kündigt offen ein Comeback an

Eben dieser Flavio Briatore trägt das Herz auf der Zunge, mehr als Alonso selbst, wenn er vor dem Start in Abu Dhabi sagt: Wir kommen wieder!

Das zeigt doch, wie es wirklich war, nämlich dass Alonso nur geht, weil ihn in der Formel 1 zumindest die nicht wollen, für die er gerne fahren würde. Es ist ein bisschen so, wie in eine Frau verliebt zu sein, die die Gefühle einfach nicht erwidert. Dann zu behaupten, man finde das Leben als Single eigentlich viel besser, ist genau das, was Alonso uns gerade weismachen will.

Jetzt wird Alonso also erstmal Langstrecken-Weltmeister, er wird aller Voraussicht nach Le Mans ein zweites Mal gewinnen - und er wird beim Indy 500 sicher wieder eine Mega-Show bieten. Ob's für den heiß ersehnten Sieg reicht? Wir werden sehen. Über dem Teich fahren auch nicht nur Nasenbohrer.


Fotostrecke: Die Karriere von Fernando Alonso

Zwei WM-Titel und 30 Grand-Prix-Siege hat Fernando Alonso errungen, dazu in der Formel 1 geschätzte 150 Millionen Euro verdient - aber angefangen hat alles im Go-Kart, hier im Alter von zarten neun Jahren.

Zwei WM-Titel und 30 Grand-Prix-Siege hat Fernando Alonso errungen, dazu in der Formel 1 geschätzte 150 Millionen Euro verdient - aber angefangen hat alles im Go-Kart, hier im Alter von zarten neun Jahren.

Zak Brown hat am Wochenende erzählt, dass Alonso das eine oder andere Mal den McLaren testen soll. Vielleicht schon bei den Wintertests im Februar.

Ich bin gespannt darauf, was passiert, wenn sich der McLaren wider Erwarten als Siegerauto herausstellen sollte. Ob Alonso dann immer noch lieber Le Mans und Indy fährt, oder ob er dann vielleicht doch ganz gern das Cockpit von Lando Norris hätte?

Ein spannendes Thema.

Schade nur, dass der McLaren eben kein Siegerauto sein wird ...

Wer sonst noch schlecht geschlafen hat:

Christian Nimmervoll: Ich nehme mich diesmal selbst mit auf die Liste. Rein metaphorisch, um die Möglichkeit zu haben, mich auch "offiziell" bei unserem langjährigen Kollegen Dieter Rencken zu bedanken. Dieter war seit 2007 unser permanenter Mann an der Rennstrecke, und er hat mit seinem Netzwerk an Kontakten in all den Jahren unzählige Scoops ausgegraben. Am Jahresende trennen sich unsere Wege. Wir wünschen dir, lieber Dieter, auch für die Zukunft alles Gute! Und bedanken uns aus ganzem Herzen für mehr als zehn Jahre hingebungsvolle und spannende Zusammenarbeit.

Christian Nimmervoll, Dieter Rencken, Nick Fry und Alan Baldwin

Christian Nimmervoll und Dieter Rencken (Mitte) bei einem Event in Monte Carlo

Bradley Lord: Der Mercedes-Pressesprecher durfte nach dem Rennen mit Lewis Hamilton aufs Podium, um den Pokal für den siegreichen Konstrukteur in Empfang zu nehmen. Eindrücke, die ihn womöglich (im Positiven!) beschäftigt haben, als er abends zu Bett ging. Gut so: Während sich Ferrari einigelt und Medienarbeit in etwa so transparent und offen interpretiert wie die Katholische Kirche in ihren düstersten Zeiten, zeigt Mercedes vor, dass es auch anders geht. Weltmeister nicht nur auf der Rennstrecke!

Ihr
Christian Nimmervoll

PS: In der Schwesterkolumne "Wer letzte Nacht am besten geschlafen hat" auf de.motorsport.com beschäftigt sich mein Kollege Sven Haidinger heute mit Weltmeister Lewis Hamilton. Und zwar nicht nur auf der rein sportlichen Ebene ...

PPS: Folgen Sie mir oder meinen Kollegen auf Twitter unter @MST_ChristianN!


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Ao Kiu
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Ao Kiu » 26.11.2018, 06:38

Hahaha, bezueglich Alonso den Nagel auf den Kopf getroffen! Sehr guter Artikel. :blaugh: :rotate:
Wastl: "Mission SPINNOW !" :rofl:

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rot
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon rot » 26.11.2018, 07:38

Redaktion hat geschrieben:Aber das ist doch nur ein Trostpreis, den er erfunden hat


Oje, und sowas kommt von einem angeblichen Motorsportredaktor? :facepalm:

Im Provozieren ist der gute Herr Nimmervoll eine Klasse für sich... Selbst als Alonso Gegner kann man sich so einen Kinderfasching echt verkneifen und etwas Grösse zeigen. Ein guter, leider mittlerweile verstorbener Freund hatte stets ein Wort für sowas parat. Underfuckd.... :wink:

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Olfinger » 26.11.2018, 07:51

Mag sein, dass Herr Nimmervoll mit seiner Einschätzung zu Fernando Alonso recht hat. Ich frage mich nur, warum Alonso dafür schlecht gemacht wird. Es ist doch das normalste der Welt, dass wenn man an einer Stelle in seinem Leben nicht mehr weiterkommt, man sich neue Aufgaben sucht. Ich frag mich wirklich was daran verwerflich sein soll. Kann sein, dass er noch Lust auf die Formel 1 hat, zumindest bei einem Spitzenteam. Aber wenn da die Türen zu sind, dann sucht er sich halt was neues und das ist auch gut so. Oder sollte man, um am Beispiel von Herrn Nimmervoll festzuhalten, dann für ewig der Dame die man liebt hinterherlaufen auch wenn man genau weiß dass es nichts wird? Halte ich für Schwachsinnig. Alonso macht alles richtig.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon MarvinAyrton007 » 26.11.2018, 07:52

rot hat geschrieben:
Redaktion hat geschrieben:Aber das ist doch nur ein Trostpreis, den er erfunden hat


Oje, und sowas kommt von einem angeblichen Motorsportredaktor? :facepalm:

Im Provozieren ist der gute Herr Nimmervoll eine Klasse für sich... Selbst als Alonso Gegner kann man sich so einen Kinderfasching echt verkneifen und etwas Grösse zeigen. Ein guter, leider mittlerweile verstorbener Freund hatte stets ein Wort für sowas parat. Underfuckd.... :wink:


Ich bin in der langen Zeit hier fast nie deiner Meinung aber hier dafür zu 100%. Was für ein dummes Statement von Herrn Nimmervoll. Die Kolumne ist meistens recht lustig aber hier kann man nur schreiben -> setzen, 6!
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Vaastdreiwer » 26.11.2018, 08:26

MarvinAyrton007 hat geschrieben:
rot hat geschrieben:
Redaktion hat geschrieben:Aber das ist doch nur ein Trostpreis, den er erfunden hat


Oje, und sowas kommt von einem angeblichen Motorsportredaktor? :facepalm:

Im Provozieren ist der gute Herr Nimmervoll eine Klasse für sich... Selbst als Alonso Gegner kann man sich so einen Kinderfasching echt verkneifen und etwas Grösse zeigen. Ein guter, leider mittlerweile verstorbener Freund hatte stets ein Wort für sowas parat. Underfuckd.... :wink:


Ich bin in der langen Zeit hier fast nie deiner Meinung aber hier dafür zu 100%. Was für ein dummes Statement von Herrn Nimmervoll. Die Kolumne ist meistens recht lustig aber hier kann man nur schreiben -> setzen, 6!

Also ich verstehe, welche Aussage Herr Nimmervoll damit machen wollte, stellt dabei aber - schon wieder mal - sein motorsportliches Unwissen zur Schau.

Davon mal ab, ist seine Art zu schreiben für einen vernünftigen Journalisten auch "Scheiße".
Zuletzt geändert von Phoenix am 26.11.2018, 16:17, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Namensverunglimpfungen gehören sich auch gegenüber den hier präsenten Journalisten nicht.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon DeLaGeezy » 26.11.2018, 08:29

Fernando wollte diesen Riesenhype am letzten Wochenende nicht. Er hat das aber gut gemacht ein schönes Rennen gezeigt und die Donuts mit den "Legenden" seiner Ära (Ausnahme Michael) werden lange in Erinnerung bleiben.

Sein Abschied gefiel mir 100x besser als der von Massa. Der lief seiner Zeit das ganze Wochenende total verheult durch die Boxengasse.

Alonso macht nichts Überraschendes, ja vielleicht wäre er in einem konkurrenzfähigem Auto noch weitergefahren(warum auch nicht?), jedoch glaube ich auch, dass er gern 1 Jahr mehr Ruhe haben möchte.
Zudem sind 18 Jahre F1 auch nicht wenig.
Zuletzt geändert von DeLaGeezy am 26.11.2018, 10:42, insgesamt 1-mal geändert.
:checkered: Mercedes AMG F1 Team Fanclub

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon DeLaGeezy » 26.11.2018, 08:31

Achja KEINER guckt rtl freiwillig
wer kein geld für f1tv ausgeben will hat in manchen regionen keine andere (legale) wahl.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon ALO95 » 26.11.2018, 08:43

Alonso hatte Pech als er zu McLaren gegangen ist. Niemand hätte geahnt dass er dort nicht einmal einen einzigen Podestplatz rausfahren kann. Jeder war der Meinung da zu dem damaligen Zeitpunkt die Motorenentwicklung quasi eingefroren war Honda einen riesen Vorteil hat. Es ist das Gegenteil geworden aber deswegen jemanden anzulasten zurückzutreten wenn man als Spitzenfahrer gegen einen Stroll um den letzten Platz kämpft.
Er hat nie aufgegeben und war vier Jahre beim Team wo andere gleich abgehauen wären. Der Wunsch in einem Siegerauto zu sitzen ist doch für einen Mann der Klasse Alonsos völlig legitim und es ist lächerlich ihn dafür zu kritisieren bei einem schwachen Team zu sein. Hamiltons Wechsel hätte auch in die Hose gehen können. Viele haben gesagt der wird so schell nicht wieder gewinnen.

Er wird als einer der stärksten F1 Fahrer aller Zeiten in Erinnerung bleiben und hoffentlich mit der Triple Crown sich sein Denkmal schaffen-

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Vaastdreiwer » 26.11.2018, 09:00

ALO95 hat geschrieben:Er wird als einer der stärksten F1 Fahrer aller Zeiten in Erinnerung bleiben und hoffentlich mit der Triple Crown sich sein Denkmal schaffen-

Wohl eher nicht. Die zweimaligen F1-Fahrer-WM-Gewinner sind doch meist nach ein paar Jahren schon wieder vergessen.
Ja, ich weiß, schmerzhaft für euch Fans, aber so ist das nun mal einfach.

Und die Triple Crown...erinnert man sich wirklich wegen der Triple Crown an Graham Hill? Wohl eher nicht.
Wie viele würden heute überhaupt noch von Graham Hill reden, wenn Damon Hill die Erinnerungen nicht "aufgefrischt" hätte?

Und der fahrerische Wert wird doch schon jetzt von vielen kleingeredet (Le Mans - Toyota - keine richtige Konkurrenz).
Über die Triple Crown wird immer nur geredet, wenn mal wieder einer versucht, diese zu holen (war bei Montoya so, ist jetzt bei Alonso so).

Kann man aber natürlich auch ein bisschen schlauer schreiben, als Herr Nimmervoll das getan hat.
Wenn die anderen nach Hause gehen und sich das Auto in den Pool hängen, sind wir noch da, arbeiten an unseren Eiern und versuchen, noch mehr herauszuquetschen

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon McTom » 26.11.2018, 09:23

ALO95 hat geschrieben:Alonso hatte Pech als er zu McLaren gegangen ist. ...


Das war kein Pech. Es war seine Entscheidung.
Wenn man tot ist, ist es für einen selbst nicht so schlimm, weil man ja tot Ist. Für andere kann dein Tod aber schlimm sein.
Das ist übrigens genau so, wie wenn man doof ist.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Hangglider » 26.11.2018, 09:35

Vaastdreiwer hat geschrieben:
ALO95 hat geschrieben:Er wird als einer der stärksten F1 Fahrer aller Zeiten in Erinnerung bleiben und hoffentlich mit der Triple Crown sich sein Denkmal schaffen-

Wohl eher nicht. Die zweimaligen F1-Fahrer-WM-Gewinner sind doch meist nach ein paar Jahren schon wieder vergessen.
Ja, ich weiß, schmerzhaft für euch Fans, aber so ist das nun mal einfach.

Und die Triple Crown...erinnert man sich wirklich wegen der Triple Crown an Graham Hill? Wohl eher nicht.
Wie viele würden heute überhaupt noch von Graham Hill reden, wenn Damon Hill die Erinnerungen nicht "aufgefrischt" hätte?

Und der fahrerische Wert wird doch schon jetzt von vielen kleingeredet (Le Mans - Toyota - keine richtige Konkurrenz).
Über die Triple Crown wird immer nur geredet, wenn mal wieder einer versucht, diese zu holen (war bei Montoya so, ist jetzt bei Alonso so).

Kann man aber natürlich auch ein bisschen schlauer schreiben, als Herr immervoll das getan hat.


Naja.. Hast Du den zweimaligen F1 Weltmeister Mika Hakkinen etwa schon vergessen? :wink: Ich denke Fernando Alonso wird man nicht so schnell vergessen, da er über Jahrzehnte immer Topleistungen abrufen konnte. Das ist im Sport nicht selbstverständlich! Kann mich an kein Jahr erinnern in dem Alonso mal ein Formtief hatte. Deshalb zählen viele ihn nach wie vor zu einem der besten Fahrer im Feld und das muss man akzeptieren,

Zum Artikel: Das ist wirklich sehr schlechter Stil vom lieben Herrn Nimmervoll. Alonso hat uns tolle Jahre und beste Unterhaltung geboten, tolle Fights! Die letzten mit Schumacher etc. Auch wenn man ihn nicht mag, muss man hier nicht noch nachtreten. Da kann man auch mal ein lobendes Wort finden.. Mal abgesehen davon, dass ich von einem Redakteur keine Worte wie "scheißegal" lesen möchte :facepalm: Seinen Beruf hat er außerdem verfehlt, wenn er meint; Alonso hätte die Tripple Crown erfunden. Ist ja peinlich sowas..

Alonso macht alles richtig. Er sieht keine Perspektive mehr in der F1, also sucht er sich neue Aufgaben. Machen wir doch auch im Job so oder? Eine große Show wie zb. Massa hat er uns auch erspart. Das war für mich einfach nur peinlich damals..

Danke Fernando! Ich war immer ein großer Fan und Bewunderer seiner Leistungen! Alles Gute für die Zukunft!

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon ALO95 » 26.11.2018, 09:38

McTom hat geschrieben:
ALO95 hat geschrieben:Alonso hatte Pech als er zu McLaren gegangen ist. ...


Das war kein Pech. Es war seine Entscheidung.


Ja es war seine Entscheidung aber niemand konnte wissen ob es richtig ist oder nicht. Es hätte auch sein können das Honda das Maß aller Dinge wurde und Alonso sich heuer zum 6fach Champion krönt. Also war es eine Riskante Entscheidung die im Gegensatz zu dem Wechsel von Hamilton nicht aufgegangen ist.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Connaisseur » 26.11.2018, 09:53

Vaastdreiwer hat geschrieben:
ALO95 hat geschrieben:Er wird als einer der stärksten F1 Fahrer aller Zeiten in Erinnerung bleiben und hoffentlich mit der Triple Crown sich sein Denkmal schaffen-

Wohl eher nicht. Die zweimaligen F1-Fahrer-WM-Gewinner sind doch meist nach ein paar Jahren schon wieder vergessen.
Ja, ich weiß, schmerzhaft für euch Fans, aber so ist das nun mal einfach.

Und die Triple Crown...erinnert man sich wirklich wegen der Triple Crown an Graham Hill? Wohl eher nicht.
Wie viele würden heute überhaupt noch von Graham Hill reden, wenn Damon Hill die Erinnerungen nicht "aufgefrischt" hätte?

Und der fahrerische Wert wird doch schon jetzt von vielen kleingeredet (Le Mans - Toyota - keine richtige Konkurrenz).
Über die Triple Crown wird immer nur geredet, wenn mal wieder einer versucht, diese zu holen (war bei Montoya so, ist jetzt bei Alonso so).

Kann man aber natürlich auch ein bisschen schlauer schreiben, als Herr immervoll das getan hat.

Seh ich anders, das hängt eher mit dem Charakter des Fahrers zusammen, wie sehr man ihn in Erinnerung behält. Ein James Hunt oder Nigel Mansell haben jeweils nur 1 WM-Titel, trotzdem kennen sie die meisten. Ein Gilles Villeneuve ohne WM Titel wird eher in Erinnerung bleiben als sein Sohn mit immerhin 1 WM Titel. Bin mir sicher einen Ayrton Senna hätte man auch mit 2 WM Titeln niemals vergessen.
Alonso hat nur 2 WM Titel, aber man wird sich immer an die Jahre gegen Schumacher, gegen Hamilton bei McLaren und anschließend gegen Vettel zurückerinnern.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Dai Jin » 26.11.2018, 10:15

Sehr schlecht geschriebener Artikel und ein noch - in Nimmervolls worten - bescjissener Inhalt. Triple Crown ist also ein Trostpreis den Alonso erfunden hat. Ich kann nocht mehr ;(...

Und ob Alonso in Erinnerung bleiben wird? Natürlich wird er das. Sein standing ist nicht gesunken trotz fünf Hamilton und vier Vettel titel. Alonso hat seine eigene faszinierende Geschichte und das ist gut so. Und lustig wie Der Toyota Sieg, den Alonso zum Teil in einer fantastischen Nachtsession forciert hat, runtergeredet wird während Vettel seine Titel in überlegenen Autos gewann..

Alonso hat sein Platz in der F1 zementiert. Gewinnt er noch den Trostpreis, macht er sich ohnehin unsterblich. Wahrscheinlich der beste Allrounder..


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