Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

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Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitrag von Redaktion » 03.09.2018, 06:40

Was steckt hinter den Gerüchten um ein Karriere-Ende von Kimi Räikkönen? Unser Chefredakteur Christian Nimmervoll analysiert die Situation des "Iceman" ... © LAT Kimi Räikkönens Zukunft wird sich in den nächsten Tagen entscheiden Liebe Leser,

so geht sie also zu Ende, die Formel-1-Karriere von Kimi Räikkönen. Was 'Motorsport-Total.com' schon am 29. Juni vermeldet hat, wurde am Rennsonntag in Monza von verschiedenen Medien erneut aufgegriffen. Nämlich dass Ferrari endlich eine Entscheidung getroffen hat, und dass sie für Charles Leclerc und gegen den "Iceman" gefallen ist.

Die Story, dass Sergio Marchionne bereits im Juni entschieden haben soll, Leclerc das Ferrari-Cockpit zu geben, ist zumindest für unsere Leser nicht neu. Wir haben mehrfach darüber berichtet, dass Marchionne sogar das Sauber-Team schon darüber informiert hat, Leclerc 2019 voraussichtlich im Werksteam zu brauchen. Das war kurz nach dem Grand Prix von Kanada.

In Montreal nämlich musste sich Räikkönen mit den Vorwürfen einer Kellnerin auseinandersetzen, die behauptete, Räikkönen habe sie am Rande des Grand Prix 2016 begrapscht. Dass das Marchionne, einem wohlerzogenen Geschäftsmann der alten Schule, nicht schmeckte, versteht sich von selbst. Und weil sich in jener Phase Räikkönen viele Fehler leistete und Leclerc fuhr wie ein angehender Weltmeister, wurden die Weichen auf Leclerc gestellt.

Und zwar viel früher, als alle glaubten. Unsere Meldung, Leclerc könne Räikkönen noch während der Saison ersetzen, wurde im Juni von vielen Kollegen belächelt und zerrissen. Inzwischen ist bekannt: Ferraris Bekleidungshersteller Puma hatte für den Grand Prix von Belgien schon Leclerc-Rennoveralls in Ferrari-Rot produziert. Genau so, wie wir es berichtet hatten.Nach Marchionnes Tod ist alles andersAber dann starb Marchionne, Leclerc machte im Sauber Fahrfehler, wie sie Formel-1-Rookies eben machen, und Ferrari-intern gewannen die Kimi-Fans Oberwasser. Gino Rosato, der "Statthalter" von Teamchef Maurizio Arrivabene, ist so einer, hört man. Und natürlich Sebastian Vettel, der am liebsten ewig mit dem "Iceman" weiterfahren würde.

Doch, so berichten es die Kollegen von 'Auto Bild motorsport', am Samstagabend in Monza soll Ferrari-Präsident John Elkann ein Machtwort gesprochen haben: Marchionnes letzter Wille sei zu respektieren. Heißt: Es bleibt bei der ursprünglichen Entscheidung, Räikkönens Vertrag nicht zu verlängern und Leclerc nach Maranello zu holen.'auto motor und sport' war das erste Medium, das darüber berichtete, und irgendwann sprang dann auch 'RTL' auf den Zug und griff das Thema in der Live-Übertragung auf. Eine offizielle Bestätigung steht immer noch aus. Und ich frage mich ehrlich gesagt, ob die Entscheidung wirklich schon hundertprozentig in Stein gemeißelt ist. Denn es gibt Indizien, die dagegen sprechen.

Zum Beispiel, dass Räikkönen den Tifosi bei der Siegerehrung gesagt hat, er werde es "beim nächsten Mal" wieder probieren. Das klingt nicht nach Abschied aus Monza. Oder dass er bereits am Donnerstag in der FIA-Pressekonferenz angedeutet hat, dass die Entscheidung einzig und allein beim Team liege und nicht bei ihm. Das suggeriert: Er selbst würde gern weitermachen.Räikkönen selbst am meisten enttäuschtIch glaube, Kimi Räikkönen hat letzte Nacht ganz gut geschlafen. Weil ihn nichts aus der Ruhe bringen kann. Aber es sind entscheidende Wochen für den weiteren Verlauf seiner Karriere, und dass er den so sehnlichst erhofften Sieg nicht ins Ziel gebracht hat, war letztendlich eine große Enttäuschung. Am allermeisten für ihn selbst.

Ich hatte schon lange keine Gänsehaut mehr wegen der Formel 1, aber der Jubel der Tifosi nach Räikkönens Pole-Position am Samstag erinnerte ein klein wenig an die verrückte Stimmung nach dem legendären 1988er-Doppelsieg. Nichts gegen Vettel: Der Deutsche kann Weltmeister werden, er spricht Italienisch, die Tifosi mögen ihn. Aber Kimi lieben sie, das spürt man, noch ein bisschen mehr.Das ist nicht nur in Monza so, sondern auf der ganzen Welt. Und gerade die Tifosi hatten schon immer die Neigung, diejenigen am stärksten zu vergöttern, die ihnen selbst am ähnlichsten, die am leidenschaftlichsten sind. Perfektionisten kommen weniger gut an als Fahrer mit Ecken und Kanten, mit sympathischen Fehlern.

Gerhard Berger und Jean Alesi waren eine in Italien unglaublich populäre Fahrerpaarung, nach der es der kühle Analytiker Michael Schumacher aus dem verspießten Deutschland schwer hatte. Selbst wenn ihnen "Schumi" fünf WM-Titel geschenkt hat: Von Alesis erstem und einzigem Sieg in Kanada 1995, mit der legendären 27 von Gilles Villeneuve, reden die Tifosi heute noch.Wagt es niemand, den FIA-Präsidenten zu verstimmen?Und trotzdem soll das Kapitel Kimi Räikkönen nun zu Ende gehen. Angeblich, so wird im Paddock geredet, weil es sich die neue Führung in Maranello nicht mit FIA-Präsident Jean Todt, einem ehemaligen Ferrari-Teamchef, verscherzen möchte.

Dazu muss man wissen: Leclerc wird gemanagt von Nicolas Todt, dem Sohn des FIA-Präsidenten. Der wäre natürlich einigermaßen enttäuscht, wenn es stimmen sollte, dass Marchionne die Ferrari-Zusage bereits gegeben hat und seine Nachfolger sie nun zurückziehen wollen. Und mit Söhnen von so mächtigen Papas legt man sich besser nicht an.Der neue Ferrari-CEO Louis Camilleri hatte am Wochenende seinen ersten Auftritt im Formel-1-Paddock. Er sprach auch über Räikkönen. Teamchef Arrivabene werde die Entscheidung treffen, sagte er. Und schob damit den Schwarzen Peter ab, falls es doch nicht Leclerc werden sollte. Doch dann hat, so wird es berichtet, John Elkann am Samstag die Verantwortung übernommen. Und Räikkönen rausgeschmissen.

Es werden spannende nächste Tage in der Frage, wer 2019 Sebastian Vettels Teamkollege wird. Wäre ich der Entscheider (und es hat gute Gründe, dass ich das nicht bin), würde ich an Räikkönen festhalten. Nicht weil ich glaube, dass er mittel- bis langfristig der bessere Fahrer als Leclerc ist. Ist er nicht. Sondern wegen Vettel.Vettel: Besser nicht aus der Komfortzone holenVettel fühlt sich wohl so, wie es ist, und was passiert, wenn er das nicht tut, haben wir 2014 erlebt, als ihm bei Red Bull der aufstrebende Newcomer Daniel Ricciardo vor die Nase gesetzt wurde. Ricciardo gewann drei Rennen, Vettel keins - und am Saisonende war er so entnervt von der Situation, dass er das Handtuch warf und zu Ferrari flüchtete.

Verstehen Sie mich nicht falsch: Vettel wäre sicher dazu in der Lage, sich gegen Leclerc durchzusetzen. Aber wenn er eine Schwäche hat, dann die, dass man ihn besser nicht aus seiner Komfortzone holt. Denn wenn die Dinge mal nicht nach seinem Schnabel laufen, wirft er sehr schnell die Nerven weg - und kann in weiterer Folge nicht seine besten Leistungen abrufen.Daher, lieber John Elkann, lieber Louis Camilleri und lieber Maurizio Arrivabene: Lasst Kimi noch ein Jahr fahren! Ihr würdet damit nicht nur dem Fahrer einen Gefallen tun, der Ferraris größte Chance ist, endlich wieder Weltmeister zu werden. Sondern ihr würdet - zumindest für 2019, um Leclerc noch lernen zu lassen - auch die sportlich beste Entscheidung treffen. Und ihr hättet die Sympathien hunderttausender Kimi-Fans auf der ganzen Welt auf eurer Seite.

Denn dass Kimi Räikkönen trotz seiner 38 Jahre immer noch sehr schnell Autofahren kann, das hat er in Monza eindrucksvoll bewiesen.Wer sonst noch schlecht geschlafen hat:Günther Steiner: Diese Disqualifikation tut weh. Haas wusste genau, dass der Unterboden umgebaut werden muss, hat es aber trotzdem nicht getan. Sicher auch ein bisschen Schuld der FIA, weil auf eine wichtige E-Mail der Haas-Ingenieure nicht geantwortet wurde. Aber letztendlich hätte man ahnen können, dass sich da Unheil zusammenbraut. Den Schuh muss sich Steiner als Gesamtverantwortlicher für die Technik anziehen. Ärgerlich, weil Haas so den vierten WM-Platz erstmal an Renault verliert.Valtteri Bottas: Ich nehme Toto Wolff sogar ab, was ihm die Kollegen von 'RTL' nicht geglaubt haben, nämlich dass die gewählte "Blockas"-Strategie auch für den Finnen selbst besser war. Aber das ist nicht der Punkt. Auch wenn sie schlechter gewesen wäre, hätte Mercedes so agiert. Bottas ist jetzt endgültig die Nummer 2 bei Mercedes - eine Lage, in die Nico Rosberg nie gekommen ist. Das ist für 2018 angesichts des Punktestands okay. Die Frage ist, ob er aus diesem Sumpf jemals wieder herauskommt. Ich befürchte: Nein.

Übrigens: Wer letzte Nacht am besten geschlafen hat, ist ja wohl sonnenklar. Das kann nur Lewis Hamilton sein. Mit seinem für die WM so wichtigen Sieg in Monza hat sich auf unserem Schwesternportal de.motorsport.com mein Kollege Stefan Ehlen auseinandergesetzt.

Ihr
Christian Nimmervoll

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitrag von lolo » 03.09.2018, 06:52

Ich denke, dass eher die Ferrari Verantwortlichen schlecht schlafen müssten. Hätte man Vettel die Pole hilen lassen, und sich eben klar zum Nr 1 Fahrer bekannt, wäre der Punkteabstand zu Hamilton nicht so groß.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitrag von Cubi » 03.09.2018, 07:12

Es wäre so einfach gewesen: Raikkönen lässt Vettel in Kurve 1 passieren und blockiert dann Hamilton. Nicht sonderlich sportlich aber umso dienlicher in Sachen WM und Rennsieg. So hat sich Ferrari mal wieder selbst um den Sieg und Raikkönen um seine Cockpit-Chancen gebracht.

Dass Vettel in der ersten Runde gerne mal den ein oder anderen Fehler macht, sollte mittlerweile bekannt sein. Hätte man durch eine klare Festlegung auf die Nummer 1 umgehen können. So hat das clevere Team gewonnen.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitrag von chrisspeed » 03.09.2018, 07:12

Ich als Kimi Fan habe schlecht geschlafen :gonk: Erst Sieg nicht geholt und dann die Gerüchte um 2019.......

Es wäre super schade, wenn Kimi gehen müsste. Letztes Jahr hätte es mich gar nicht so gestört, aber dieses Jahr sehen wir einen verwandelten Finnen. Er fährt wieder so gut wie zu Lotus Zeiten und er ist auch zugänglicher zu Medien und Auftritten, was mir sehr gefällt. Vielleicht ist er aber auch so, weil er auf eine Vertragsverlängerung hofft??

Alonso geht und dann auch noch Kimi....das kann nicht im Interesse der F1 sein....Vettel und Hamilton sind ja nun auch schon 11 Jahre dabei, trotzdem haben beide nicht den Charme eines Alonso, Raikkonen oder meinetwegen auch Button....

Bitte nicht!!!!!!!!!!!!!!!

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitrag von Hoto » 03.09.2018, 07:24

Fahrer kommen und gehen, das ist nun mal so, irgendwann ist halt Schluss. Damit muss man sich halt abfinden. Dafür gibt es aber auch genug neue Charaktere im Feld bzw. etwas Ältere, die noch einige Jährchen dabei sein werden und auch Ecken und Kanten haben.

Steiner hat zurecht schlecht geschlafen, weil er so blöd war eine nicht Antwort der FIA als "geht in Ordnung" zu interpretieren, in der Geschäftswelt ist so etwas wenig professionell. Aber Steiner redet sich ja eh immer aus allem raus. :lol:

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitrag von Alonso und Kimi Fan » 03.09.2018, 07:32

Marchionnes letzter Wille sei zu respektieren. Heißt: Es bleibt bei der ursprünglichen Entscheidung, Räikkönens Vertrag nicht zu verlängern und Leclerc nach Maranello zu holen.

So ein schwachsinn. Man kann die situation nicht mit vor einem Monat vergleichen. Kimi hat sich definitiv gesteigert, jetzt einen lerlec zu holen wäre warscheinlich die falsche entscheidung. Wenn dann Alonso.
Ich bin immer noch der meinung das ein fahrer wie lerlec der erst gerade zu der f1 gekommen ist, nicht mit den topfahrern mithalten kann. Verstappen war eine extreme ausnahme. Selbst vettel hülkenberg etc alle heutigen sogenannten "topfahrer" hatten am anfang ihre schwierigkeiten mit ihren teammates mitzuhalten.
Will man einen lerlec dann verbrennen wie zb bottas? Ich bin mir ziemlich sicher das bottas davon kopfzerbrechen bekommt, weil er nicht mithalten kann mit lewis und umbedingt die 2zehntel finden will, aber auf druck geht das nicht, sowas stört die entwicklung eines fahrers. Deswegen finde ich man sollte lerlec noch ein Jahr geben

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitrag von ALO95 » 03.09.2018, 07:40

Vettel sollte schlecht schlafen. Macht heuer enorm viele Fehler. Normalerweise müsste er ersetzt werden.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitrag von chrisspeed » 03.09.2018, 07:40

Cubi hat geschrieben:Es wäre so einfach gewesen: Raikkönen lässt Vettel in Kurve 1 passieren und blockiert dann Hamilton. Nicht sonderlich sportlich aber umso dienlicher in Sachen WM und Rennsieg. So hat sich Ferrari mal wieder selbst um den Sieg und Raikkönen um seine Cockpit-Chancen gebracht.

Dass Vettel in der ersten Runde gerne mal den ein oder anderen Fehler macht, sollte mittlerweile bekannt sein. Hätte man durch eine klare Festlegung auf die Nummer 1 umgehen können. So hat das clevere Team gewonnen.
Sorry, das ist quatsch und zeugt von Ahnungslosigkeit.
Im Startgetümmel kannst du nicht einfach mal in Ruhe die Plätze sortieren. Manche haben die Vorstellung, dass die Fahrer zig Optionen haben und nebenbei Zeitung lesen können!?!?!

Versuche doch mal ein irgendeine Handlung so schnell wie möglich zu machen (z.B. Fahrrad fahren) und dann guckst du dich noch um, und versuchst was anders zu machen.... dann kommst du nämlich ins straucheln, dies ist der Moment, wo Hamilton an beiden vorbei geht.
Das geht so nicht, Vettel hätte sich einfach auf Hamilton konzentrieren sollen und nicht mit aller Macht versuchen, an Kimi vorbei zu gehen. Im Rennen kann man dann imemr noch Plätze tauschen.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitrag von Hank » 03.09.2018, 07:50

chrisspeed hat geschrieben:Versuche doch mal ein irgendeine Handlung so schnell wie möglich zu machen (z.B. Fahrrad fahren) und dann guckst du dich noch um, und versuchst was anders zu machen.... dann kommst du nämlich ins straucheln, dies ist der Moment, wo Hamilton an beiden vorbei geht.
Das geht so nicht, Vettel hätte sich einfach auf Hamilton konzentrieren sollen und nicht mit aller Macht versuchen, an Kimi vorbei zu gehen. Im Rennen kann man dann imemr noch Plätze tauschen.
Ich denke das ist genau das interne Problem bei Ferrari. Da ist intern tatsächlich noch nicht klar, dass Vettel ab jetzt die Nummer 1 ist. Bei Mercedes ist das schon lange gesetzt, von daher braucht sich Hamilton kein Kopf machen. Wäre die interne Ansage klar gewesen, dann hätte Vettel sicher seinen Fokus auf Hamilton gelegt und Räikkönen später ünerholt.

Was mir aber tatsächlich auch auffällt, dass der Druck bei Vettel besonders hoch ist und speziell in Italien übergekocht ist. Hier wollte er mit Macht gewinnen und hat zu viel riskiert, ich hoffe das er bei den kommenden Rennen druck verliert und Ferrari intern endlich mal eine klare Ansage macht, ansonsten ist der Zug auch dieses Jahr abgefahren. Jetzt kommt zum Glück Singapur und da könnte Seb neuen Auftrieb bekommen, sofern denn endlich mal alles glatt läuft.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitrag von chrisspeed » 03.09.2018, 07:56

Hank hat geschrieben:
chrisspeed hat geschrieben:Versuche doch mal ein irgendeine Handlung so schnell wie möglich zu machen (z.B. Fahrrad fahren) und dann guckst du dich noch um, und versuchst was anders zu machen.... dann kommst du nämlich ins straucheln, dies ist der Moment, wo Hamilton an beiden vorbei geht.
Das geht so nicht, Vettel hätte sich einfach auf Hamilton konzentrieren sollen und nicht mit aller Macht versuchen, an Kimi vorbei zu gehen. Im Rennen kann man dann imemr noch Plätze tauschen.
Ich denke das ist genau das interne Problem bei Ferrari. Da ist intern tatsächlich noch nicht klar, dass Vettel ab jetzt die Nummer 1 ist. Bei Mercedes ist das schon lange gesetzt, von daher braucht sich Hamilton kein Kopf machen. Wäre die interne Ansage klar gewesen, dann hätte Vettel sicher seinen Fokus auf Hamilton gelegt und Räikkönen später ünerholt.

Was mir aber tatsächlich auch auffällt, dass der Druck bei Vettel besonders hoch ist und speziell in Italien übergekocht ist. Hier wollte er mit Macht gewinnen und hat zu viel riskiert, ich hoffe das er bei den kommenden Rennen druck verliert und Ferrari intern endlich mal eine klare Ansage macht, ansonsten ist der Zug auch dieses Jahr abgefahren. Jetzt kommt zum Glück Singapur und da könnte Seb neuen Auftrieb bekommen, sofern denn endlich mal alles glatt läuft.
Vettel sein Hauptptoblem ist die Ungeduld. Deswegen hat er auch Hockenheim verloren, weil er unbedingt den Sieg wollte.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitrag von Gerer-Bub » 03.09.2018, 08:03

chrisspeed hat geschrieben:Vettel sein Hauptptoblem ist die Ungeduld. Deswegen hat er auch Hockenheim verloren, weil er unbedingt den Sieg wollte.
Seine Ungeduld zu Beginn eines Rennens ist seine größte Schwäche zur Zeit.
Aber den Fehler in Hockenheim hätte ich am wenigsten von eine Vettel erwartet, da es quasi seine Paradedisziplin ist, ein Rennen als führender zu Kontrollieren.

Dieses Jahr kommt mal wieder alles zusammen. Man macht falsch was man nur falsch machen kann. Es ist echt nicht leicht dabei zuzuschauen und den glauben an den Fahrertitel weiterhin aufrecht zu erhalten. Hoffe für Seb Ihm gelingt das besser als mir.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitrag von Cubi » 03.09.2018, 08:08

chrisspeed hat geschrieben:
Cubi hat geschrieben:Es wäre so einfach gewesen: Raikkönen lässt Vettel in Kurve 1 passieren und blockiert dann Hamilton. Nicht sonderlich sportlich aber umso dienlicher in Sachen WM und Rennsieg. So hat sich Ferrari mal wieder selbst um den Sieg und Raikkönen um seine Cockpit-Chancen gebracht.

Dass Vettel in der ersten Runde gerne mal den ein oder anderen Fehler macht, sollte mittlerweile bekannt sein. Hätte man durch eine klare Festlegung auf die Nummer 1 umgehen können. So hat das clevere Team gewonnen.
Sorry, das ist quatsch und zeugt von Ahnungslosigkeit.
Im Startgetümmel kannst du nicht einfach mal in Ruhe die Plätze sortieren. Manche haben die Vorstellung, dass die Fahrer zig Optionen haben und nebenbei Zeitung lesen können!?!?!
Tut mir Leid, aber sehe ich einfach komplett anders du und einem da gleich Ahnungslosigkeit zu unterstellen, ist nun auch nicht die feine Art. In der ersten Schikane passen nun Mal nur zwei Autos nebeneinander. Da kann man durchaus sagen "Hör zu, falls ihr da nebeneinander vorne ankommt, mach Platz und lass ihn durch". So schwer ist das nicht.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitrag von focuset » 03.09.2018, 08:14

Cubi hat geschrieben:Es wäre so einfach gewesen: Raikkönen lässt Vettel in Kurve 1 passieren und blockiert dann Hamilton. Nicht sonderlich sportlich aber umso dienlicher in Sachen WM und Rennsieg. So hat sich Ferrari mal wieder selbst um den Sieg und Raikkönen um seine Cockpit-Chancen gebracht.

Dass Vettel in der ersten Runde gerne mal den ein oder anderen Fehler macht, sollte mittlerweile bekannt sein. Hätte man durch eine klare Festlegung auf die Nummer 1 umgehen können. So hat das clevere Team gewonnen.

Sorry, selten so ein Schwachsinn gelesen. Wie stellst Du Dir das vor? Geht Kimi vor dem Start zu Ham und sagt:" Bleib hinter mir damit ich dich blockieren kann, ich muss Vettel vorbei lassen."?
Die Sache ist ganz einfach: Vettel hätte in der Schikane Ham vorbei lassen müssen, mit dem Wissen, dass sein Ferrari genug schnell ist, ihn wieder zu schnappen! Schluss aus! Da gibt es kein Kimi hätte Vettel beim Start vorbei lassen sollen oder im Quali 0,1 Sek. zu Gunsen von Vettel abbremsen sollen. Vettel hat in der Quali seiner Rede nach keine gute Runde hinbekommen und im Rennen einen gravierenden Fehler gemacht. Da muss man nicht die Fehler bei Ferrari, Kimi oder sonst wer suchen! Vettel, so ungern ich das sage, hat es dieses Wochenende selbst verbockt!

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitrag von Jared » 03.09.2018, 08:15

chrisspeed hat geschrieben:Ich als Kimi Fan habe schlecht geschlafen :gonk: Erst Sieg nicht geholt und dann die Gerüchte um 2019.......

Es wäre super schade, wenn Kimi gehen müsste. Letztes Jahr hätte es mich gar nicht so gestört, aber dieses Jahr sehen wir einen verwandelten Finnen. Er fährt wieder so gut wie zu Lotus Zeiten und er ist auch zugänglicher zu Medien und Auftritten, was mir sehr gefällt. Vielleicht ist er aber auch so, weil er auf eine Vertragsverlängerung hofft??

Alonso geht und dann auch noch Kimi....das kann nicht im Interesse der F1 sein....Vettel und Hamilton sind ja nun auch schon 11 Jahre dabei, trotzdem haben beide nicht den Charme eines Alonso, Raikkonen oder meinetwegen auch Button....

Bitte nicht!!!!!!!!!!!!!!!
Willst du etwa behaupten das Raikkönen eine gute Saison fährt? Immer wieder fehlt ihm die Pace. Immer wieder ist er nicht in der Lage Vettel Rückendeckung zu leisten und sobald er selber die Siegchance hat vermasselt er es.

Raikkönen ist mehr Last als Vorteil von Ferrari und es wird Zeit das auch seine Fans es mal einsehen das er nichts mehr in einem Topauto zu suchen hat.

Genau wie bei Alonso (andere Gründe ähnliche Situation) tut es nur noch weh so ein Karriereende zu sehen und Kimi soll es einfach mal gut sein lassen, sonst macht er sich nur noch lächerlich.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitrag von Plauze » 03.09.2018, 08:39

Vettel hätte Hamilton ja nicht mal vorbeilassen müssen. Er hätte einfach aus der Curva Grande raus die Lücke zumachen müssen. Später im Rennen hat Verstappen gezeigt, wie es geht, und im Zweikampf mit Bottas sein Auto an genau dieser Stelle so breit gemacht wie möglich.
Das war auf jeden Fall Vettels Verschulden, und wenn nicht in erster Linie mal der Deutsche schlecht schläft, der mit jeder Unachtsamkeit, mit jedem Fehler auf Strecken, auf denen er eigentlich gewinnen müsste, die WM ein Stück weiter von sich wegschiebt, dann weiß ich auch nicht, was ihn sonst noch um den Schlaf bringen könnte.
Alonso und Kimi Fan hat geschrieben:Marchionnes letzter Wille sei zu respektieren. Heißt: Es bleibt bei der ursprünglichen Entscheidung, Räikkönens Vertrag nicht zu verlängern und Leclerc nach Maranello zu holen.

So ein schwachsinn. Man kann die situation nicht mit vor einem Monat vergleichen. Kimi hat sich definitiv gesteigert, jetzt einen lerlec zu holen wäre warscheinlich die falsche entscheidung.
Aber Ferrari kennt und bewertet Raikkönen doch nicht erst seit dieser Saison. Die Gesamttendenz seit 2014 ist nun einmal eher bescheiden, selbst wenn er dieses Jahr nicht schlecht unterwegs ist.
Gestern war er auch nicht schlecht unterwegs - aber eben auch nicht exzeptionell gut. Sicherlich spielten die überraschend problematischen Reifen auch eine Rolle für Ferrari; allerdings hätte es Raikkönen im ersten Stint einfach gelingen müssen eine Lücke zu Hamilton aufzufahren, damit die Angst vor dem Undercut nicht so groß ist, dass man auf die üblichen (und ziemlich billigen) Finten an der Mercedes-Box derart panisch reagiert und Raikkönen reinholt. Wie schnell er fahren konnte, zeigte er erst nach dem Boxenstopp. Diese Pace hätte er auch vorher haben müssen, dann wäre man taktisch flexibler gewesen und hätte das Rennen kontrollieren können.
Wie gesagt, er war nicht schlecht unterwegs, aber eben auch nicht gut genug für den Sieg.
Die einzige Frage, die Ferrari sich stellen muss, ist vielmehr, ob man mit der Verpflichtung von Leclerc nicht tatsächlich teaminterne Unruhe reinbringt. Über kurz oder lang muss man aber sowieso eine Entscheidung contra Raikkönen treffen, denn der Iceman ist halt keine 25 mehr. Ob es ein weiteres Jahr Aufschub des Unvermeidbaren wirklich bringt, wage ich zu bezweifeln. Raikkönen fährt jetzt gut, aber der Schlüssel zum Titelgewinn ist er deshalb noch lange nicht.
Alles kann passieren. Und das ist auch gut so.

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