Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

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Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Redaktion » 09.04.2018, 06:16

Das Beste oder nichts: Warum Valtteri Bottas nicht gut genug für Mercedes ist und Lewis Hamilton das Rennen in Bahrain an seiner Stelle gewonnen hätte
Valtteri Bottas, Sebastian Vettel

Valtteri Bottas muss Sebastian Vettel zum Sieg in Bahrain gratulieren

Liebe Leser,

die große Frage nach diesem dramatischen Finish lautet: Hätte Lewis Hamilton, wenn er an Valtteri Bottas' Stelle gewesen wäre, Sebastian Vettel noch überholt oder nicht? Und meiner Meinung nach gibt es darauf eine klare Antwort: Hundertprozentig!

Im Motorsport sind es manchmal die ersten Emotionen, die am ehesten die Wahrheit abbilden. Wenn ein Toto Wolff genug Zeit hat, sich seine Antworten genau zurechtzulegen, wird man ihm kaum in die Karten blicken. Aber sofort nach der Zieldurchfahrt in Bahrain, als der Ärger über den verpassten Sieg noch ganz frisch war, da war das "System Wolff" noch nicht im Kamera-Modus.

Kollege Christian Diendorfer vom ORF (der übrigens nur gut 20 Kilometer entfernt von mir aufgewachsen ist - die Welt ist ein Dorf) war der Erste, der unseren gemeinsamen Landsmann interviewt hat. "Ein Rennen verlieren, so knapp, ist halt ärgerlich", sagte er da, oder: "Es hat mich verärgert, weil ich glaube, es wäre mehr drinnen gewesen am Ende." Und: "Vielleicht hätte man ein bisschen mehr Gas geben können zwischendurch."

Mag sein, dass ich es mir einbilde; aber ein bisschen klang das auch nach Vorwurf in Richtung Bottas. Wenn Wolff davon spricht, dass man "ein bisschen mehr Gas geben" hätte können, dann meint er damit in erster Linie das Renn-Management der Strategen und nicht den Gasfuß von Bottas. Aber man kann sich des Eindrucks nicht ganz erwehren, dass auch der Finne unter Beobachtung steht.

Es ist fast schon auffällig, wie oft Niki Lauda (nicht ganz so sehr PR-Profi wie Wolff) herausrutscht, dass er "sogar" mit Bottas' Performance super zufrieden sei, oder wie penibel sich Mercedes bemüht, nicht den Eindruck zu erwecken, man habe intern zumindest eine "gefühlte" Nummer 1.

Das kommt einem alles ein bisschen so vor, als würde Rainer Brüderle sagen, er habe ja nichts gegen Frauen, die Dame an der Bar sei sogar ein besonders schönes Exemplar gewesen. Es ist der Subtext, aus denen man die wahre Gedankenwelt von Menschen herauslesen kann, die nicht mit allen PR-Wassern gewaschen sind.

Bottas hätte schon einen perfekten Start in die Saison gebraucht, um das Pendel zu seinen Gunsten ausschlagen zu lassen und 2018 die Chance zu bekommen, genau wie einst Nico Rosberg um den Titel zu kämpfen. Mit dem Momentum auf seiner Seite.

Ich stelle die gewagte These auf: Dieser Zug ist gestern in Bahrain abgefahren.

Erst der Crash in Melbourne, dann die Niederlage im Sieg-Duell gegen Vettel in Manama: So starten keine Champions in die Saison! Sondern eher Piloten, die zwar richtig gut Formel 1 fahren können, denen aber das allerletzte Quäntchen fehlt, um zur Liga Hamilton/Alonso/Vettel zu gehören.

Wir stellen uns vor, wie Hamilton an Bottas' Stelle agiert hätte: Bei ihm wäre das Blut schon in Wallung geraten, als er den ersten Hauch einer Siegchance wittern hätte können, und spätestens mit dem Funkspruch von James Vowles, dass Vettel nicht mehr an die Box kommt, hätte er den F1 W09 EQ Power+ wie eine Zitrone ausgequetscht.

Hamilton wäre wahrscheinlich die eine oder andere Runde früher in DRS-Schlagdistanz gewesen als Bottas, hätte mehr als einen echten Versuch gehabt, und dagegen hätte sich Vettel dann mit seinen lädierten Reifen nicht wehren können. Das Manöver selbst wäre nie so knapp verlaufen wie gestern, als Bottas sich nur zaghaft im Rückspiegel zeigte. Und selbst wenn: Einmal in Schwung, hätte es Hamilton gnadenlos durchgezogen.

Nicht jeder kann so begnadet Auto fahren wie Lewis Hamilton. Aber gerade in einem Mercedes-Benz sollte eigentlich nur die Creme de la Creme sitzen. Das Beste oder nichts.

Und so wird Bottas' Karriere ganz ähnlich verlaufen wie jene von Sergio Perez, weil die beiden mutmaßlich auch ähnlich begabt sind. Er wird, nachdem er seine Chance in einem der drei Topteams nicht ganz nutzen konnte, zu einem guten Mittelfeld-Team wechseln, wo jemand von seinem Kaliber mit der Mercedes-Erfahrung im Gepäck einiges bewirken kann.

Er wird immer wieder Leistungen zeigen, wo man sich fragt: "Ist er nicht doch besser geworden? Haben wir ihn vielleicht unterschätzt?" Aber letztendlich wird er nie ernsthaft am Gewinn eines WM-Titels schnuppern.

Was schade ist, denn verstehen Sie mich nicht falsch: Es gibt sicher Weltmeister, die steckt ein Bottas vom Talent her, vom schieren Speed, in die Tasche. Damon Hill fällt mir da spontan ein, wahrscheinlich sogar sein Boss Niki Lauda, der immer mehr von der Cleverness als von der bedingungslosen Geschwindigkeit gelebt hat; vielleicht Jenson Button.

Aber das ist eine müßige Diskussion.

Bottas hatte nach 2017 nur eine einzige Chance, quasi "against all Odds" Hamilton herauszufordern: Er hätte von Anfang an das Momentum auf der Seite haben müssen.

Diese Chance ist jetzt vorbei.

Wer sonst noch schlecht geschlafen hat:

Helmut Marko: Den Red-Bull-Doppelausfall nicht als Hauptthema der heutigen Kolumne zu wählen, könnte man fast als fahrlässig bezeichnen. Daniel Ricciardo hat jetzt 38, Max Verstappen sogar schon 42 Punkte Rückstand auf Vettel. Auch wenn der Speed des RB14 Mut zur Hoffnung macht: Das ist eine Menge Holz für jemanden, der Weltmeister werden will! Es wäre nicht weiter verwunderlich, sollte Ricciardo schon bald zumindest einen Vorvertrag bei Ferrari unterschreiben.

Denn dort ist Kimi Räikkönen in einer ähnlichen Situation wie Bottas bei Ferrari: Mit dem Momentum auf seiner Seite hätte er 2018 vielleicht eine Wende herbeiführen können. Aber selbst wenn er vom Speed her voll dabei war in den ersten beiden Rennen, scheint es das Schicksal mit dem "Iceman" nicht gut zu meinen. Alles andere als ein Ende seiner Karriere wäre Ende 2018 eine Überraschung.

Charles Leclerc: Vor einem Jahr hat der damals 19-jährige Monegasse in Bahrain ein regelrechtes Formel-2-Feuerwerk gezündet, wurde als "das nächste große Ding" gefeiert. Ein Jahr später ist er in der Realität gelandet, die da heißt: Im Sauber-Team von Marcus Ericsson geschlagen werden. Leclerc kann zweifellos superschnell Autofahren, aber Autofahren bedeutet in der Formel 1 weit mehr als nur den Gasfuß weit durchdrücken. Das muss Leclerc noch lernen. Sonst kann sein Stern ganz schnell wieder verglüht sein.

Übrigens: Wer letzte Nacht am besten geschlafen hat, das können Sie wie immer in der Schwesternkolumne meines Kollegen Stefan Ehlen auf de.motorsport.com nachlesen!

Ihr
Christian Nimmervoll

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Zitterbacke » 09.04.2018, 06:24

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Meister_Eder » 09.04.2018, 07:41

Ach ich weiß nicht, den Bottas jetzt so abzustempeln ist nicht fair. Ich glaube auch das er nicht das Zeug wie ein Hamilton hat, aber überlegt mal der hätte gestern reingezogen und es wäre zu einem Unfall gekommen! Das wäre für Mister 44 perfekt gewesen, aber für Bottas nicht. Gerade nicht nach Melbourne. Seine Reaktion gestern fand ich voll und ganz in Ordnung. Warum mit der Brechstange? Die Saison hat gerade erst angefangen!

Und zur Kolumne allgemein! Man hätte auch sagen können: WARUM HAT MERCEDES SCHLECHT GESCHLAFEN!

Sie haben vom Speed her das schnellste Auto, aber schaffen es nicht damit zu gewinnen. Der Rennverlauf war auch wieder leicht Richtung 44 begünstigt, wenn man überlegt das KIMI und Riccardo ausgefallen sind.

Naja freue mich auf CHINA

Ihr Meister_Eder

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon funky » 09.04.2018, 07:48

Für mich ist es eindeutig Verstappen. Mercedes auf P2 und P3 nachdem man von P3 von P9 gestartet ist - eindeutig Schadensbegrenzung - Sieg wäre sicherlich möglich gewesen.

Red Bull im nirgendwo .. RIC mit Pech, Verstappen völlig außer Form .. der bereits 3. Fehler in der noch jungen Saison. Hat sich gestern wie ein blöder Rookie angestellt - ganz schwach! RIC sollte bei Ferrari/Mercedes anklopfen.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon FU Racing Team » 09.04.2018, 08:40

funky hat geschrieben:Für mich ist es eindeutig Verstappen. Mercedes auf P2 und P3 nachdem man von P3 von P9 gestartet ist - eindeutig Schadensbegrenzung - Sieg wäre sicherlich möglich gewesen.

Red Bull im nirgendwo .. RIC mit Pech, Verstappen völlig außer Form .. der bereits 3. Fehler in der noch jungen Saison. Hat sich gestern wie ein blöder Rookie angestellt - ganz schwach! RIC sollte bei Ferrari/Mercedes anklopfen.



Ich würde mich total freuen, wenn Ric 2019 für Ferrari fahren würde. DEN könnte man nicht so leicht zur Nr. 2 machen wie einen Kimi. Ich wüsste auch nicht, was Ric großartig bei Red Bull halten sollte.
"Okay Lewis, it`s Hammertime!" :domokun:

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon HovercraftFullOfEels » 09.04.2018, 08:50

Was Bottas Leistung betrifft, ist das sicher nicht ganz falsch; ein Hamilton hätte vermutlich in der letzten Runde überholt. Trotzdem muss die Konsequenz für Bottas nicht diese sein:

Er wird, nachdem er seine Chance in einem der drei Topteams nicht ganz nutzen konnte, zu einem guten Mittelfeld-Team wechseln

Denn gerade bei Topteams ist auch die Harmonie zwischen dem Nr.1- und dem Nr.2-Fahrer extrem wichtig. Wenn die nicht da ist, kommt es zu Rivalenkämpfen wie einst bei Vettel/Webber oder Hamilton/Rosberg - und beide Teams haben damals ihre Fahrer sehr deutlich verwarnt und werden eine solche Situation um jeden Preis vermeiden wollen. Da Hamilton und Bottas gut harmonieren, kann es durchaus sein, dass er als solider Nr.2-Fahrer länger an Hamiltons Seite fährt.

Dasselbe gilt für Raikonen. Warum er gerade jetzt, wo er auch im Qualifying Topleistungen zeigt (seine Rennintelligenz steht sowieso ausser Frage), aus dem Cockpit geschrieben werden soll, ist für mich schwer nachvollziehbar.

Alles andere als ein Ende seiner Karriere wäre Ende 2018 eine Überraschung.

Kimi und Sebastian harmonieren sehr gut, sind befreundet. Kimis Leistung ist solide und zur Zeit sogar sehr gut. Lediglich sein Alter könnte gegen ihn sprechen - ansonsten bringt er die Ruhe ins Team, die Ferrari braucht. Ich glaube nicht, dass sich Vettel stattdessen z. B. einen Ricciardo als Teamkollegen wünscht. Und gerade Ferrari setzt ja klassisch auf einen Teamleader und eine klare Nr. 2.

Mein Fazit ist also eher: Ein Finne im Pech, einer unter seinen Möglichkeiten (oder eben genau nicht) - aber beide müssen trotzdem nicht mit Konsequenzen rechnen.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon phenO » 09.04.2018, 08:53

Also mit Bottas hab ich heut wirklich nicht gerechnet. Der ist mit Sicherheit so schnell gefahren, wie er durfte. In der heutigen Formel 1 inkl Sparwahn gewinnt eben nicht zwangsläufig das schnellste Auto, sondern wer am schnellsten langsam fährt. Wenn überhaupt sollte man also die Strategieabteilung von Mercedes schlecht schlafen lassen. Die scheinen mir dieses Jahr nicht mehr so fehlerlos, wie früher.

Wo ich einverstanden bin ist, dass Bottas nach diesem Jahr seinen Platz in einem Topteam verlieren wird und seine Karriere dann langsam dahinplätschern wird.
Er hat aber trotzdem viel erreicht. Poles und Rennsiege sind für die Ewigkeit. Und die eine oder andere Trophäe kommt sicher noch dazu.

Absolut nicht einverstanden bin ich mit der Aussage, dass ein Bottas und Perez schneller sind, als ein Hill oder gar Button :eh2:
Beide sind WM geworden, beide haben sehr starke Fahrer geschlagen. Sowohl im eigenen Team, als auch außerhalb. Diese Aussage ist also mal vollkommen Banane.
Niki Lauda ist ebenfalls um Welten besser gewesen, als ein Bottas jemals sein wird. Selten solch einen Quark gelesen wirklich.

Bottas ist denke ich irgendwo bei den Barrichellos, Irvines, Coulthards, Fisichellas einzuordnen. Eine gute Nr.2, die wenn alles 100% passt auch mal die ganz großen schlagen kann.

Zur weiteren Auswahl: RedBull, joa. Leclerc: Auf jeden Fall!

Wen ich schlecht schlafen ließe: Eric Boullier, der nach China, sofern der TR dort auch so stark ist, wohl gefeuert werden wird. - meine Prognose, ohne Quelle!
Keep fighting Michael ; RIP Jules!

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 09.04.2018, 09:08

BOT zeigt einfach nur wie gut ROS tatsächlich war und HAM sowieso ist.

Bei RBR von einem "Doppelausfall" zu sprechen, trifft es nicht, denn es war ein technischer Ausfall und ein "Semi-Torpedo".

Von Leclerc habe ich mir viel erhofft, aber er zeigt nur einmal mehr, dass ein F2-Dominator nicht zwingend in der F1 brillieren muss. Auch deshalb ist die F2 nur eine Serie von weiteren, wenn es um Talentsuche für die F1 geht.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon RedBull_Formula1 » 09.04.2018, 09:45

Völliger Quatsch mal wieder. Die Box ist selber schuld, wenn sie Bottas nicht früher schon zum Pushen aufgefordert hat. Das gleiche Problem gab es doch bei Hamilton auch. Vowles hat sich hier nicht mit Ruhm bekleckert.

Was hätte Bottas machen sollen? Er war viel zu weit weg in T1. Das sieht man aus seiner Onboard. Da hätte es sowas von geknallt. Der Junge hatte sowieso schon ein beschissenes Wochenende in Melbourne. Wieso soll er hier etwas hirnrissiges wagen? Er möchte auch um die WM fahren. Dazu muss er sich noch steigern, aber wir hatte gerade mal 2 von 21 Rennen.

Hamilton hatte viel frischere Medium Reifen und trotzdem hat auch er nicht so viel aufholen können auf Bottas.

Ich denke eher, dass McLaren schlecht geschlafen hat. Toro Rosso Honda wurde 4ter auf einer absoluten Motorstrecke und war zwischenzeitlich sogar schneller als die Führenden! Desweiteren war das ein Rabenschwarzer Tag für RedBull. Vom Speed her hat man wahrscheinlich ein WM-fähiges Auto, aber man hat einen Grünschnabel im Cockpit und der andere Fahrer hatte Pech oder dumme Strafen.

FU Racing Team hat geschrieben:Ich würde mich total freuen, wenn Ric 2019 für Ferrari fahren würde. DEN könnte man nicht so leicht zur Nr. 2 machen wie einen Kimi. Ich wüsste auch nicht, was Ric großartig bei Red Bull halten sollte.


Und bei Mercedes würde er sich nicht so gut anstellen, oder wieso willst du ihn nur bei Ferrari sehen?
Zuletzt geändert von RedBull_Formula1 am 09.04.2018, 09:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Bohne » 09.04.2018, 09:45

HovercraftFullOfEels hat geschrieben:Was Bottas Leistung betrifft, ist das sicher nicht ganz falsch; ein Hamilton hätte vermutlich in der letzten Runde überholt. Trotzdem muss die Konsequenz für Bottas nicht diese sein:

Er wird, nachdem er seine Chance in einem der drei Topteams nicht ganz nutzen konnte, zu einem guten Mittelfeld-Team wechseln


Denn gerade bei Topteams ist auch die Harmonie zwischen dem Nr.1- und dem Nr.2-Fahrer extrem wichtig. Wenn die nicht da ist, kommt es zu Rivalenkämpfen wie einst bei Vettel/Webber oder Hamilton/Rosberg - und beide Teams haben damals ihre Fahrer sehr deutlich verwarnt und werden eine solche Situation um jeden Preis vermeiden wollen. Da Hamilton und Bottas gut harmonieren, kann es durchaus sein, dass er als solider Nr.2-Fahrer länger an Hamiltons Seite fährt.



Sehe ich auch so. Solange Bottas seinen Teil zum Erreichen der KWM beiträgt, wird man vom ihm nicht verlangen, Siege zu holen - und ihn auch darum nicht feuern, wenn er es nicht tut.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Sportsmann » 09.04.2018, 09:48

phenO hat geschrieben:Also mit Bottas hab ich heut wirklich nicht gerechnet. Der ist mit Sicherheit so schnell gefahren, wie er durfte. In der heutigen Formel 1 inkl Sparwahn gewinnt eben nicht zwangsläufig das schnellste Auto, sondern wer am schnellsten langsam fährt. Wenn überhaupt sollte man also die Strategieabteilung von Mercedes schlecht schlafen lassen. Die scheinen mir dieses Jahr nicht mehr so fehlerlos, wie früher.
[...]
Bottas ist denke ich irgendwo bei den Barrichellos, Irvines, Coulthards, Fisichellas einzuordnen. Eine gute Nr.2, die wenn alles 100% passt auch mal die ganz großen schlagen kann.


Kollumnen sollen provokant sein, in diesem Fall ist aber wirklich eher die Mercedes Strategietruppe verantwortlich - aber nicht nur die. Wieso spricht niemand davon dass ein Hamilton den Vettel nicht aufhalten konnte? Dadurch hätte Bottas die nötige Zeit für einen Angriff gewinnen können. Wieso war der Hamilton eigentlich im Qualifying hinter Bottas? Wieso ist der Abstand zwischen Bottas und Hamilton auf den gleichen Reifen nicht so geschmolzen wie noch 2017 als Bottas gnadenlos zurückfiel nachdem er von Hamilton überholt werden durfte? Vielleicht, weil Bottas nicht so schlecht ist?!
Eventuell hätte er auch zu anderen Zeiten schneller fahren können? Das der Mercedes Abtrieb ohne Ende verliert beim Hinterherfahren ist bekannt und dass Ferrari einen besseren Topspeed auf der Geraden hat ist auch keine Seltenheit, daher sollte Bottas zufrieden sein, erstmal wieder gut reingekommen zu sein. Am nächsten Wochenende kann er sich ja nochmal beweisen.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon eifelbauer » 09.04.2018, 09:49

reiskocher_gtr_specv hat geschrieben: :chat:

Geht aber nicht anders wenn man BOT dafür kritisiert VET nicht Überholt zu haben, kann man eben VER nicht dafür kritisieren er es bei HAM versuchte.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Calvin » 09.04.2018, 09:59

eifelbauer hat geschrieben:Geht aber nicht anders wenn man BOT dafür kritisiert VET nicht Überholt zu haben, kann man eben VER nicht dafür kritisieren er es bei HAM versuchte.


Der eine fährt mit Hirn, der andere halt nicht.

Warum sich die Hamilton-Fans über Verstappen so aufregen verstehe ich eh nicht. Hamilton hat von dieser ganzen Sache doch nur profitiert.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon FU Racing Team » 09.04.2018, 10:05

RedBull_Formula1 hat geschrieben:Völliger Quatsch mal wieder. Die Box ist selber schuld, wenn sie Bottas nicht früher schon zum Pushen aufgefordert hat. Das gleiche Problem gab es doch bei Hamilton auch. Vowles hat sich hier nicht mit Ruhm bekleckert.

Was hätte Bottas machen sollen? Er war viel zu weit weg in T1. Das sieht man aus seiner Onboard. Da hätte es sowas von geknallt. Der Junge hatte sowieso schon ein beschissenes Wochenende in Melbourne. Wieso soll er hier etwas hirnrissiges wagen? Er möchte auch um die WM fahren. Dazu muss er sich noch steigern, aber wir hatte gerade mal 2 von 21 Rennen.

Hamilton hatte viel frischere Medium Reifen und trotzdem hat auch er nicht so viel aufholen können auf Bottas.

Ich denke eher, dass McLaren schlecht geschlafen hat. Toro Rosso Honda wurde 4ter auf einer absoluten Motorstrecke und war zwischenzeitlich sogar schneller als die Führenden! Desweiteren war das ein Rabenschwarzer Tag für RedBull. Vom Speed her hat man wahrscheinlich ein WM-fähiges Auto, aber man hat einen Grünschnabel im Cockpit und der andere Fahrer hatte Pech oder dumme Strafen.

FU Racing Team hat geschrieben:Ich würde mich total freuen, wenn Ric 2019 für Ferrari fahren würde. DEN könnte man nicht so leicht zur Nr. 2 machen wie einen Kimi. Ich wüsste auch nicht, was Ric großartig bei Red Bull halten sollte.


Und bei Mercedes würde er sich nicht so gut anstellen, oder wieso willst du ihn nur bei Ferrari sehen?[/quote]


Mercedes wäre auch okay, aber Ferrari fände ich besser. Mit Bottas verfügt man über einen Fahrer, der in der Lage ist auf Pole und zum Sieg zu fahren, also eine gute Nummer 2, wenn nicht sogar mehr. Will aber Ferrari den Konstrukteurs-Titel holen, brauchen sie Verstärkung denke ich. Obwohl man sagen muss, dass Kimi bislang gut in die Saison gestartet ist, auch wenn das die Punkte wegen des gestrigen Zwischenfalls nicht widerspiegeln.
"Okay Lewis, it`s Hammertime!" :domokun:

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon eyedexe » 09.04.2018, 10:26

Ob die Herrschaften bei Williams mit Ihren beiden Paydriver besser geschlafen haben, wage ich auch mal zu bezweifeln. :lol:


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