Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

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EffEll
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Re: Kolumne: Warum die Abschaffung der Grid Girls notwendig war

Beitragvon EffEll » 01.02.2018, 12:27

Der_Bele hat geschrieben:
EffEll hat geschrieben:
Meine persönliche Auffassung zur Burka ist eben wie deine eine andere und nicht die, die ich im Post oben schrieb.
Die Burka ist aber einzig dazu da, weil ihr Mann gänzlich allein über diese Frau entscheidet.

Das würde sich ändern, wenn eben diese Frau die Burka aus eigenem Willen und Überzeugung trägt, wie es bei einem Bikini oder einem Rollkragenpulli der Fall wäre. Das ist aber wohl nur in den seltensten Fällen so und wenn, dann nur weil sie es nicht anders kennt. Aus religiöser Überzeugung wohl nicht, denn die völlige Verschleierung wird da nicht vorgeschrieben.
Einzig deshalb wollte ich den Vergleich von Iceman24 nicht unkommentiert lassen.


Du hast natürlich mit deiner Definition Recht und der Stimme ich auch voll und ganz zu, jedoch stellt sich noch anschließend die Frage, warum braucht der Mann ein Kleidungsstück wie die Burka um Einfluss um seine Frau auszuüben? - Imho weil er mit der Frau an sich nicht zurecht kommt. Weil er Angst hat, dass andere Männer ihm seine Frau wegnehmen könnten wenn diese "schwachen" Männer der Reizen der Frau unterliegen. So gesehen ist die Burka für mich ein Symbol für die Schwäche der Männer, die diese erzwingen, bzw. erzwungen haben. Wenn man mit Frauen ordentlich umgehen kann benötigt man keine Burka um eine Frau dazu zu bringen einen zu lieben und treu zu bleiben. Aber das wird glaub ich zu sehr OffTopic

Ist es wirklich und ich wollte das Thema auch eigentlich schon beenden.
Natürlich kann man da eine gewisse Schwäche der Männer, die ihren Frauen das auferlegen, nicht ausschließen.
Andererseits sehen die vielleicht auch nur die völlig willenlose Frau.
Würde diese einem anderen Mann gefallen, so würde sich dieser diese Frau einfach nehmen.
So schützt der Mann seine Frau (seinen Besitz) vor dem Zugriff anderer, nicht vor deren Blicken. Da sich fremde Männer ebenfalls nicht um den Willen dieser Frau scheren.
Egal, beides kann man so sehen.
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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon Zettel » 01.02.2018, 12:35

Wenn es nur danach geht, was man braucht, dann können wir eigentlich auch die Formel 1 abschaffen. :think:
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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon theCraptain » 01.02.2018, 12:54

Zum Inhalt dieser Kolumne wurde schon viel gute Kritik geschrieben. Ich versuche mal aus einer anderen Perspektive etwas hiierzu anmerken.

Bei uns in Bremen gibt es seit Jahrhunderten den "Freimarkt" (ähnlich Oktoberfest). Seit zig Jahren ist es Tradition, dass zu Begin eine "Miss Freimarkt" gewählt wird.

Letztes Jahr gab es einen Antrag in der Bürgerschaft von einer Linken-Politikerin die Wahl zur Miss Freimarkt zu verbieten.

Gegen den Antrag wurde heftig Protest, jedoch weniger von Männern als von den Frauen. Der Antrag wurde natürlich abgelehnt, durch alle Schichten.

Letztendlich wollte sich die Politikerin und ihre Gleichgesinnten eigentlich nur dafür revanchieren dass sie nie als attraktive oder gar hübsche Frauen gesehen wurden und sie an sowas wie einer "Miss irgendwas Wahl" bestenfalls als Zuschauer teilnehmen durften.

Neid war also die Motivation, tatsächlich aber nach aussen aber dargestellt mit ähnlich lächerlich fadenscheinigen Gründen, über Zeitgeist und so, wie die Autorin hier anführt.
Früher war gar nix besser, ausser der Motorsport.

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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon EffEll » 01.02.2018, 13:11

theCraptain hat geschrieben:Zum Inhalt dieser Kolumne wurde schon viel gute Kritik geschrieben. Ich versuche mal aus einer anderen Perspektive etwas hiierzu anmerken.

Bei uns in Bremen gibt es seit Jahrhunderten den "Freimarkt" (ähnlich Oktoberfest). Seit zig Jahren ist es Tradition, dass zu Begin eine "Miss Freimarkt" gewählt wird.

Letztes Jahr gab es einen Antrag in der Bürgerschaft von einer Linken-Politikerin die Wahl zur Miss Freimarkt zu verbieten.

Gegen den Antrag wurde heftig Protest, jedoch weniger von Männern als von den Frauen. Der Antrag wurde natürlich abgelehnt, durch alle Schichten.

Letztendlich wollte sich die Politikerin und ihre Gleichgesinnten eigentlich nur dafür revanchieren dass sie nie als attraktive oder gar hübsche Frauen gesehen wurden und sie an sowas wie einer "Miss irgendwas Wahl" bestenfalls als Zuschauer teilnehmen durften.

Neid war also die Motivation, tatsächlich aber nach aussen aber dargestellt mit ähnlich lächerlich fadenscheinigen Gründen, über Zeitgeist und so, wie die Autorin hier anführt.

Diese Sichtweise ist durchaus schwierig und könnte als Vorwurf aus der Männerwelt angesehen werden. Gerade auch das direkte einbeziehen der Autorin, (vermutlich) ohne sie direkt zu kennen.
Ich kann selten etwas damit anfangen, was der User MSC2005 hier von sich gibt.
Aber er hat es mit dem Begriff "Missgunst" eigentlich ganz gut getroffen.
Trotzdem könnte dieses Argument zum Bumerang werden, obschon es vielleicht sogar komplett zutrifft.
Aber es greift die Frauenwelt irgendwie wieder direkt an, da es sie wieder genau darauf reduziert, was sie nicht sein will...
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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon Dietrich » 01.02.2018, 14:10

supertri hat geschrieben:Ich bin total damit einverstanden, dass es künftig keine Gridgirls mehr gibt, es passt halt nicht in unsere Zeit.

Aber, wenn ich lese

Das kann man keiner Frau vorwerfen, das Scheinwerferlicht hat eben eine gewisse Anziehungskraft.


spüre ich eine gewisse Verachtung der Autorin gegenüber den Mädels in diesen Branchen. Das regt mich total auf.



Ich würde mal sagen, daran siehts man besser:

...und wollten sich am Wochenende Taschengeld dazuverdienen....


Werte Frau Maria Reyer bitte ....... :facepalm:

Ich wollte jetzt eigentlich was schreiben, aber
1. eine Einsicht wirds nicht von Fr. Reyer oder F1.de geben und
2. muss man um seinen Account fürchten.

Schönen neue Welt (ohne Grid Girls)!

Gruß

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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon Typ17 GTI » 01.02.2018, 14:28

MSC2005 hat geschrieben:Um mal etwas Provokatives einzuwerfen: Diejenigen, die sich über sowas echauffieren sind meistens die Frauen, die solche Jobs niemals bekommen würden.

Bin letztens über ein Zitat gestolpert, was dazu passt.
Ein Mann, der moralisiert ist ein Heuchler, und eine Frau, die moralisiert, ist unweigerlich häßlich. Oscar Wilde

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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon Connaisseur » 01.02.2018, 14:29

Die Grid Girls sind doch nur noch eine Nebensächlichkeit für die Show der F1, bissl Eye Candy für zwischendurch.
Hab ich unbedingt drauf geachtet? => Nö
Werd ich sie vermissen? => Nö Nö

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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon MSC2005 » 01.02.2018, 15:05

Typ17 GTI hat geschrieben:Bin letztens über ein Zitat gestolpert, was dazu passt.
Ein Mann, der moralisiert ist ein Heuchler, und eine Frau, die moralisiert, ist unweigerlich häßlich. Oscar Wilde



Jein. Es kommt natürlich auf die Themen an, bei denen moralisiert wird. Es gibt auch Themen, bei denen Männer, die moralisieren, unweigerlich hässlich sind :)


Trotzdem ein sehr gutes Zitat.
Neutralität ist meine Spezialität :ninja:

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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon Vaastdreiwer » 01.02.2018, 15:06

Connaisseur hat geschrieben:Die Grid Girls sind doch nur noch eine Nebensächlichkeit für die Show der F1, bissl Eye Candy für zwischendurch.
Hab ich unbedingt drauf geachtet? => Nö
Werd ich sie vermissen? => Nö Nö

Ich stimme da zu. Aber eins muss man dabei auch festhalten:

Bringt das die Gleichberechtigungsbemühungen der Frauen irgendwie weiter? => Nö Nö Nö

Keins der Grid-Girls wurde dazu gezwungen. Also was soll dauernd das Gewäsch von wegen "Das Bild der Frau hat sich gewandelt"? Ein Dreck hat sich geändert. Frauen werden nach wie vor ausgenutzt. Stehen immer noch auf dem Strich und werden von Männern geschlagen und Schlimmeres.

Aber hey, wen interessiert denn schon, was hinter den Kulissen passiert? Hauptsache die Bühne ist sauber.
Auch wenn die Bühne nie wirklich dreckig war.
Wenn die anderen nach Hause gehen und sich das Auto in den Pool hängen, sind wir noch da, arbeiten an unseren Eiern und versuchen, noch mehr herauszuquetschen

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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon theCraptain » 01.02.2018, 15:22

EffEll hat geschrieben: :chat:
Diese Sichtweise ist durchaus schwierig und könnte als Vorwurf aus der Männerwelt angesehen werden. Gerade auch das direkte einbeziehen der Autorin, (vermutlich) ohne sie direkt zu kennen.
Ich kann selten etwas damit anfangen, was der User MSC2005 hier von sich gibt.
Aber er hat es mit dem Begriff "Missgunst" eigentlich ganz gut getroffen.
Trotzdem könnte dieses Argument zum Bumerang werden, obschon es vielleicht sogar komplett zutrifft.
Aber es greift die Frauenwelt irgendwie wieder direkt an, da es sie wieder genau darauf reduziert, was sie nicht sein will...

..mir wird schon ganz schwindlig vom nicht und direkt indirekt gemeinten Inhalt :D

Direkt gesagt, Neid ist nicht auf die Frauenwelt begrenzt, ist hier aber die Motivation, alternativ wegen irgendwelchem religiösem Drck.
Früher war gar nix besser, ausser der Motorsport.

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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon Plauze » 01.02.2018, 15:54

Zettel hat geschrieben:Wenn es nur danach geht, was man braucht, dann können wir eigentlich auch die Formel 1 abschaffen. :think:

Genau das habe ich mir beim Lesen auch gedacht.
Wir sprechen hier über eine Sportart, die für sich genommen schon Luxus ist. Anzutreten kostet alle Beteiligten zig Millionen Euro, Eintrittskarten für ein einzelnes Event kosten hunderte Euro, und geboten wird ein Sport, der per Definition ein Anachronismus ist. Laute, schnelle Autos, die brüllend um die Strecke rasen und sich lebensgefährliche Kämpfe um den Sieg liefern (so das stark überspitzte Image) - das war zuletzt kurz nach dem Krieg so richtig modern, und genau deshalb haben wir doch alle eine Leidenschaft für die Formel 1 entwickelt.

Seit jeher gehörte der Glamour-Faktor zu dieser anachronistischen Welt dazu. Und zu selbigem gehören auch, es tut mir ja leid, schöne Frauen und ein Portiönchen Sexismus, der aber an sich noch keinem Beteiligten wehgetan hat und bei dessen Bekämpfung Feminist*innen sich regelmäßig in Widersprüche verstricken, denn das Attraktivfinden des jeweils anderen Geschlechts - gelegentlich auch des eigenen - ist bei den meisten Menschen nun einmal naturgegeben und aus der Gesellschaft nicht völlig ausblendbar.
Sollte es wider Erwarten doch zu Übergriffen auf Grid Girls etc. kommen, müsste man dem nach- und dagegen vorgehen. Die bloße Existenz der Grid Girls kann aber gar nicht politisch inkorrekt sein, weil aus ihr keine direkte politische oder gesellschaftlich relevante Aussage oder Wertung hervorgeht. Die Existenz der Grid Girls, die niemand braucht, gehört zu einem Umfeld, das niemand braucht, einer Sportart, die niemand braucht.
Die Formel 1 lebt den Hedonismus und den Eskapismus. Dazu gehörten bisher auch die Grid Girls. Schon irgendwie bedauerlich, dass alles aus fadenscheinigen politischen Gründen derartig versachlicht und sterilisiert werden muss.

theCraptain hat geschrieben:Gegen den Antrag wurde heftig Protest, jedoch weniger von Männern als von den Frauen. Der Antrag wurde natürlich abgelehnt, durch alle Schichten.

Letztendlich wollte sich die Politikerin und ihre Gleichgesinnten eigentlich nur dafür revanchieren dass sie nie als attraktive oder gar hübsche Frauen gesehen wurden und sie an sowas wie einer "Miss irgendwas Wahl" bestenfalls als Zuschauer teilnehmen durften.

Neid war also die Motivation

Ich weiß nicht, ob das wirklich so ist. Feminismus ist im linken Spektrum ja eine Wissenschaft für sich (an deren Wissenschaftlichkeit zum Teil gezweifelt werden darf). Möglicherweise haben die Frau und ihr Umfeld wirklich lautere Beweggründe gehabt, die teilnehmenden Frauen als unterdrückt bzw. sexualisiert zu erachten. Nicht jeder Mensch merkt ja, wenn er unterdrückt oder diskriminiert wird.
Paradox wird es dann, wenn ich es zur Bedingung für die Emanzipation der Frauen erkläre, dass jede einzelne Frau selbst über ihre Stellung in der Gesellschaft entscheiden kann. Mit der Individualisierung der Gesellschaft haben autoritär veranlagte Linke sehr oft ein weltanschauliches Problem, und würden lieber alle über einen Kamm scheren. Da zeigt sich dann eben die Liberalität einer Ideologie.
So ähnlich verhält es sich ja auch mit den Positionen feministischer Gruppen zu Themen wie der Pornographie. Manche wollen und können nicht akzeptieren, dass es Frauen gibt, die wirklich in dieser Branche arbeiten wollen, aus freien Stücken einsteigen und irgendwann wieder aus freien Stücken aufhören. Tatsächlich gibt es sie aber...
Nicht anders, wenn auch weniger extrem, verhält es sich mit den Grid Girls. Oder eben mit den von dir angesprochenen Teilnehmerinnen bei einer Miss-Wahl.
Übrigens haben Männer das Problem der ideologischen Verbohrtheit auch - da wird dann aber eher über andere Themen gestritten ;)

Dietrich hat geschrieben:Ich wollte jetzt eigentlich was schreiben, aber
[...]
2. muss man um seinen Account fürchten.

Ah, ein subversives Element. Der schwarze Van ist unterwegs! :ninja:
Alles kann passieren. Und das ist auch gut so.

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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon Sportsmann » 01.02.2018, 16:39

FU Racing Team hat geschrieben:Es ist ja schön, dass Frau Reyer das Wegfallen der Grid-Girls nicht stört, aber vielleicht sollte man, auch als Redakteurin, über den eigenen Tellerrand schauen und Dinge in Relation sehen. Wie viele weibliche Formel-1-Fans gibt es überhaupt? Wie viel Prozent der Gesamtmasse sind es? 5-10%? Vielleicht. Und ich denke, dass den meisten weiblichen Fans die Grid Girs kein Dorn im Auge waren.

Mir waren die Gridgirls auch kein Dorn im Auge. Aber abgesehen von ein paar Fotos in den Medien hab ich sie gar nicht gesehen. Sie werden mir nicht fehlen. Frauen als Puppe sind auch langweilig, so meine Meinung.
Meine Sicht der Dinge ist, es hat der F1 nicht viel gebracht und wird dementsprechend auch nicht fehlen.
Wenn es dabei hilft zukünftig mehr Frauen vor die Bildschirme zu bringen, umso besser. Man bedenke dass ca. 50% aller Menschen Frauen sind. Da gibt es von der Grauziffer 5-10% also noch Wachstumspotential.


FU Racing Team hat geschrieben:Die Debatte ist in meinen unehrlich und künstlich aufgeblasen. Denn wenn man gegen Grid Girls argumentiert, muss man sämtliche Zuschaustellung von attraktiven Frauen angehen, also u. a. die gesamte Model-Branche. Natürlich wird das nicht geschehen. Die Frage ist ja, wen hat es denn ernsthaft gestört, dass Grid Girls die GP-Wochenenden aufgehübscht haben?

Womöglich stört es nicht allzuviele Fans, wenn die Grid-Girls bleiben. Aber die F1 ist schon lange weg vom Maskulinen und hin zum Technikaffinen. Präzision, Effizienz, Technikwunder. Wenn ich Filme oder Videospiele wie NeedForSpeed Underground ansehe dann - so sage ich- passt es wenn die Girls mit ihren Flaggen am Start zwischen den fetten Boliden stehen. In der F1 der heutigen Zeit, ist mir der Zusammenhang vom Sinn her nicht mehr gegeben, Historie sollte nicht überbewertet werden, sonst entwickelt sich nie etwas. Wobei ich einige Ingenieurinnen neben dem Auto toll finden würde. Holt den Fan in die Boxengasse und stellt abwechselnd einen technikversierten Mann und eine Frau an die Autos, nicht zum Schild halten, sondern um die Faszination zu verbreiten.

Und ganz wichtig, du hast Recht zu sagen, man müsste allgemein das Zuschaustellen von /auf die Attraktivität reduzierten) Frauen überdenken. Unter dem Gesichtspunkt ist das Handeln von Liberty Media ein gelungener Start.

Frauen wie Helene Fischer oder Michelle Hunziker sind auch hübsch (zur Not gibt es Makeupmagie), aber die stehen nicht nur dumm rum und lächeln sondern geben zum Teil kluge und gewitzte Sprüche von sich. Die Hostessen auf Messen sind wiederum zu überdenken.

Von einem Wegfall einiger ästhetischer Elemente geht unsere Welt nicht unter, aber es macht sie auch nicht viel schlechter. Vorallem weil es keine Knappheit gibt. Ich kaufe mir eher einen Pinupkalender, als dass ich die Damen aus der Startaufstellung vermissen werde - da hab ich dann 12 Mädels im Blick wann immer ich will. Man sagt zwar (knappe) Kleider machen Leute, aber beim durchgehen von Gridgirlgallerien merke ich, dass der Kalender doch die bessere Wahl ist. :lol:
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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon Olymp » 01.02.2018, 16:43

Mir ist die ganze Debatte völlig egal. Ob jetzt Grid-Girls in der Startaufstellung sind oder nicht beeinflusst den Motorsport und das Geschehen auf der Rennstrecke überhaupt nicht. Und gerade deswegen verfolge ich schließlich die Formel1.
Und nebenbei bemerkt: über 90% der Grid-Girl-Kleidung war einfach nur billig, insofern für mich sowieso nichts, was man vermissen müsste. Aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon Iceman24 » 01.02.2018, 16:50

Hier noch ein interessanter Artikel:

http://www.businessinsider.com/f1-grid- ... ter-2018-2

EffEll hat geschrieben:
Der_Bele hat geschrieben:
EffEll hat geschrieben:
Du schätzt die Burka falsch ein.
Diese ist dazu gedacht, dass jegliche Reize einer Frau vor den Blicken anderer Männer geschützt werden, da sie einzig und alleine dem Ehemann gehören. Die Burka stempelt die Frau als Sexobjekt ab, welches nur dem Ehemann gehört, der darüber das alleinige Bestimmungsrecht hat.
Also das genaue Gegenteil von dem was du meinst


Jetzt wird es aber Problematisch. Wenn ich eine Frau hab die im Bikini vor der Kamera rumläuft, wird sie als reines Sexobjekt gehandelt. Beschneidet die Burka jegliche sexuellen Reize der Frau, wird sie ebenfalls ein Sexobjekt abgestempelt. Befindet sich die Nichtsexualisierung der Frau irgendwo dazwischen? Ist Jeans und Pulli in Ordnung wenn die Jeans nicht zu eng und der Pulli weit genug ist, oder geht das dann schon wieder zu sehr Richtung Burka. Und da endet es nicht einmal, eine attraktive Frau benötigt nicht wirklich aufreizende Kleidung um für Männer als Sexobjekt herzuhalten und umgedreht ist nicht jede aufreizend gekleidete Frau ein Sexobjekt.

Ob eine Frau als Sexobjekt abgestempelt wird, liegt immer im Auge des Betrachters und variiert sich dadurch ständig. Für mich persönlich ist die Burka weniger ein "abstempeln der Frau als Sexobjekt", als eher ein Zeichen der Schwäche der Männer, die mit attraktiven Frauen nicht umzugehen wissen, um es kurz auszudrücken.


In dem Fall geht es aber darum, dass Frauen durch das zeigen ihrer sexuellen Reize als Grid Girl zum Sexobjekt degradiert werden. Der Kommentar von Iceman24 sollte imho nur überspitzt darstellen, dass wenn wir versuchen die Frauen dadurch zu schützen und nicht als Sexobjekt abzustempeln, indem wir ihre sexuellen Reize nicht zeigen, wir irgendwann selbst bei der Burka landen, um eben dieses Ziel zu bewerkstelligen. Denn nicht anderes ist die Abschaffung der Grid Girls, als der Versuch die Frauen nicht als Sexobjekt darzustellen, in dem man ihre Reize nicht darstellt.


Meine persönliche Auffassung zur Burka ist eben wie deine eine andere und nicht die, die ich im Post oben schrieb.
Die Burka ist aber einzig dazu da, weil ihr Mann gänzlich allein über diese Frau entscheidet.

Das würde sich ändern, wenn eben diese Frau die Burka aus eigenem Willen und Überzeugung trägt, wie es bei einem Bikini oder einem Rollkragenpulli der Fall wäre. Das ist aber wohl nur in den seltensten Fällen so und wenn, dann nur weil sie es nicht anders kennt. Aus religiöser Überzeugung wohl nicht, denn die völlige Verschleierung wird da nicht vorgeschrieben.
Einzig deshalb wollte ich den Vergleich von Iceman24 nicht unkommentiert lassen.


Mein Kommentar richtete sich darauf, wie absurd es ist, dass Feministinnen so gegen Grid Girls kämpen. Im letzten Jahrhundert hatte man ja genau diese Situation, dass Frauen sich eben züchtig zu kleiden hatten. Dann kam die Revolution und der Frau war es möglich selber zu bestimmen. Jetzt scheinen wir wieder in alte Muster zu verfallen. Obwohl, es gibt ja auch die #freethenipple Bewegung. Es ist also einerseits absurd zu verlangen, dass Frauen obenohne raumlaufen sollten (odes es zumindest dürfen sollten), aber gleichzeitig sich über Grid Girls aufzuregen. Feministinnen wissen selber nicht was sie wollen und am Schluss kommt es mir eben vor wie dieser Comic:

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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon Giacomo » 01.02.2018, 18:44

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"I did some donuts practice for next year" Fernando Alonso Abu Dhabi GP 2017 :D


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