Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

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Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Redaktion » 27.11.2017, 08:36

Wie der denkwürdige Abschied von Niki Lauda als RTL-Experte eine einmalige Chance sein kann, die Formel 1 im deutschen Fernsehen neu auszurichten
Niki Lauda und Florian König, RTL, Monza 2008

Eingespieltes Team: Seit 1995 haben Niki Lauda und Florian König analysiert

Liebe Leser,

beim Saisonfinale in Abu Dhabi haben viele von Ihnen wohl nicht erst in der Nacht geschlafen, sondern schon am Nachmittag. Denn das Rennen, mit dem sich die Formel 1 mit Glanz und Gloria in die Winterpause verabschiedet hat, hatte - so ehrlich muss man sein - das Spannungsniveau einer hochdosierten Schlaftablette.

Dass die Formel 1 überhaupt noch stattfinden muss, wenn das Kernpublikum in Europa schon Biathlon und Skirennen schaut und sich Gedanken um die Weihnachtseinkäufe macht, ist ein anderes Thema. Ich persönlich glaube: Mehr Qualität und weniger Quantität würde dem Grand-Prix-Kalender gut tun. Und die Vorfreude auf Melbourne 2018 wäre nach einer längeren Winterpause größer. So haben die Fans zu wenig Zeit, Entzugserscheinungen zu entwickeln.

Wenn es denn dann wieder losgeht, wird einer (zumindest als TV-Experte) nicht mehr dabei sein: Niki Lauda. Und das ist der Grund, warum wir heute Florian König schlecht schlafen lassen.

König ist definitiv kein Verlierer des Wochenendes, was eigentlich dem Konzept dieser Kolumne entsprechen würde. Aber trotzdem irgendwie eine tragische Symbolfigur für den denkwürdigen TV-Abend, den uns RTL gestern geliefert hat.

Denkwürdiger TV-Moment bei RTL

Als Lauda vor laufender Kamera zu seiner Rücktrittserklärung ansetzte, war der Moderator fassungslos und traute seinen Ohren nicht. Offensichtlich war Laudas Ankündigung nicht vorher abgesprochen - und wenn doch, dann sollte König sich überlegen, nach Hollywood zu gehen.

Seine Emotionen wirkten ehrlich, und auch wenn es der Job des TV-Moderators so an sich hat, von vielen kritisiert zu werden, dürfte er mit seinem menschlichen Ausstieg aus der Abu-Dhabi-Übertragung viele Sympathien gesammelt haben.

"Danke, Legende", sagte er - und umarmte Lauda, der sonst nicht viel mit Gefühlsausbrüchen anfangen kann. Minuten, die in die Geschichte der RTL-Formel-1-Übertragungen eingehen werden - und an einem ansonsten inhaltsleeren Grand-Prix-Abend mit großem Abstand Thema des Tages waren.

Das belegen unsere Zugriffszahlen. Kaum jemand interessierte sich gestern Abend für die Analysen des Rennens. Aber die Lauda-Story wollte jeder lesen.

Was die Formel 1 betrifft, steht die Fernsehlandschaft in Deutschland möglicherweise vor einem Umbruch. RTL und Sky haben noch keinen Vertrag für die Live-Rechte 2018. Das könnte eine Chance sein, die Königsklasse hierzulande neu zu positionieren.

RTL wird gerade von den meist fachkundigen Lesern von Special-Interest-Plattformen wie unserer oft als oberflächlich kritisiert und durch den Kakao gezogen. Zu Unrecht. Der Kölner Privatsender bietet einem mainstreamig orientierten, patriotischen Publikum eine gesunde Mischung aus Sport und Entertainment. Ideal für jeden, der alle zwei Wochen Formel 1 schauen will und sonst nicht viel mit Motorsport am Hut hat.

2018: Chance für eine neue Ausrichtung?

Für die Hardcore-Fans, die jeden Schnipsel Information aufsaugen, ist das zu wenig. Aber die haben schließlich auch eine Alternative: Sky. Wer alles über die Formel 1 wissen möchte, der muss für ein Pay-TV-Abo bezahlen. Und auch wenn Sky von den Fans weniger oft kritisiert wird als RTL, müsste gerade der Pay-TV-Anbieter die aktuelle Situation auf dem Markt als Chance für einen Neubeginn begreifen.

Sascha Roos und Marc Surer machen am Mikrofon einen hervorragenden Job. Sachlich und kompetent, aber doch mit der nötigen Leidenschaft, die den Fan an die Formel 1 bindet. Aber beim Konsum der Sky-Übertragungen hat man manchmal das Gefühl, die Crew kratzt mit ihrer Präsentation ganz bewusst nur an der Oberfläche, anstatt mit (der zweifellos vorhandenen) Kompetenz tief in die Materie einzudringen und komplexe Hintergründe zu erklären.

Das halte ich für einen Fehler.


Fotostrecke: GP Abu Dhabi, Highlights 2017

Die Highlights zum Durchklicken: Dritter Sieg für Valtteri Bottas, keine Chance für Lewis Hamilton. Der verzweifelt beim Versuch, seinen Mercedes-Teamkollegen zu überholen: "Sie sollten die Strecke ändern!" Sebastian Vettel wird Dritter und fixiert damit die Vize-WM. Nach Abu Dhabi geht's bis 25. März (Melbourne 2018) in die Winterpause.

Die Highlights zum Durchklicken: Dritter Sieg für Valtteri Bottas, keine Chance für Lewis Hamilton. Der verzweifelt beim Versuch, seinen Mercedes-Teamkollegen zu überholen: "Sie sollten die Strecke ändern!" Sebastian Vettel wird Dritter und fixiert damit die Vize-WM. Nach Abu Dhabi geht's bis 25. März (Melbourne 2018) in die Winterpause.

Es ist ein bisschen wie in der Politik: Viele Politiker muten ihren Wählern die ganze Wahrheit nicht zu, weil sie glauben, dass sie für Otto Normalverbraucher zu komplex ist. Aber da wird das Volk genauso unterschätzt, wie das Sky mit seinen Zuschauern macht.

Komplexe Zusammenhänge erklären bedeutet nicht automatisch, dass all jene sofort aussteigen, die nicht mehr mitkommen. Und dass man die Formel 1 journalistisch hochwertig, kompetent und trotzdem auch für den Laien verständlich aufbereiten kann, beweist Sky UK.

Der britische Schwesternsender überträgt an jedem Rennwochenende alle Sessions mit Vor- und Nachklapp, zeigt alle FIA-Pressekonferenzen, am Freitag nach dem Ende des Trainings noch eine Formel-1-Show mit spannenden Interviews und nach Qualifying und Rennen das kultige "Notebook" von Ted Kravitz - meiner Meinung nach das beste Format, das es im Formel-1-Fernsehen je gegeben hat.

Unterhaltsames Formel-1-Format für Hardcore-Fans

Es besteht im Wesentlichen daraus, dass Kravitz eine halbe Stunde lang ungezwungen durch den Paddock schlendert und zu jedem Team Notizen aus seinem Notebook vorliest. Dabei spekuliert er fachlich kompetent über aktuelle Gerüchte und interviewt manchmal Persönlichkeiten, wie sie ihm gerade über den Weg laufen.Was Kravitz besonders gut kann: Sich, wenn er es selbst besser weiß, nicht mit PR-Antworten abspeisen zu lassen, wie das im deutschen Fernsehen leider zu oft passiert, sondern gnadenlos nachzubohren. "Komm schon, das kann ja wohl nicht Ihr Ernst sein", hat er dem einen oder anderen schon an den Kopf geworfen, wenn ein Teamchef meinte, mit seiner sehr subjektiven Version der Wahrheit durchzukommen.Der schöne Nebeneffekt von "Ted's Notebook" ist, dass die TV-Zuschauer Einblicke in die faszinierende Welt des Formel-1-Paddocks erhalten, für die sie sonst tausende Euro ausgeben müssten. Es ist interessant zu sehen, wer in einer versteckten Ecke mit wem spricht - und darüber zu spekulieren worüber. Kravitz macht das genauso kompetent wie charmant.

Niki Lauda bekommt Laureus-Award für Lebenswerk

Der dreimalige Formel-1-Weltmeister findet inspirierende Worte in seiner Dankesrede Weitere Formel-1-Videos

Nun kann man die deutschen Sky-Kollegen mit ihren beschränkten finanziellen Mitteln nicht mit den Kollegen von Sky UK vergleichen, die mit einer regelrechten Armee an Personal zu jedem Rennen aufmarschieren. Aber wenn man vom Zuschauer schon Geld für ein Abo haben will, sollte man sich diametral entgegengesetzt zum Wettbewerber RTL positionieren. Und das heißt dann eben knallharte Fakten statt seichte Unterhaltung.Zum Beispiel auch Mal den Mut zu zeigen, Formate aus dem Contentpool von Sky UK 1:1 zu übernehmen. Der Fan, der bereit ist, Geld für die Formel 1 zu zahlen, ist in der Regel des Englischen mächtig - und würde sich über Live-Pressekonferenzen oder Formate wie "Ted's Notebook" bestimmt freuen. Das wäre ein echtes Alleinstellungsmerkmal und ein Feature, das RTL schon wegen der limitierten Sendezeit auf einem konventionellen TV-Sender nicht bieten kann.

Free-TV und Pay-TV ergänzen sich perfekt

RTL bedient den Mainstream ganz hervorragend. Heiko Waßer und Christian Danner mag nicht jeder, aber sie machen es auch demjenigen leicht, in die Formel 1 einzusteigen, der den Sport noch nicht in- und auswendig kennt. Das ist ihre Aufgabe. Und Kai Ebel ist dem einen oder anderen vielleicht etwas zu schrill und bunt, aber in Deutschland kennen ihn wahrscheinlich mehr Menschen als Sebastian Vettel. Nicht ohne Grund. RTL macht das, was RTL machen soll, hervorragend.

Es wäre wünschenswert, wenn die beiden Sender auch 2018 nebeneinander koexistieren könnten. Wer RTL nicht mag, kann zu Sky wechseln, und umgekehrt. Diesen Luxus haben außer Deutschland nicht viele Länder, wenn es um die Formel 1 geht. Und wir als Special-Interest-Medium wünschen uns, dass das so bleibt! RTL, Sky und das Internet ergänzen sich perfekt. Jeder bedient eine Nische, und jede dieser Nischen ist wichtig für die Attraktivität des Sports insgesamt.

Zurück zum Ausgangspunkt, Florian König und Niki Lauda. Gesetzt den Fall, dass RTL die Formel 1 weiterhin live überträgt, wer soll dann neuer Experte werden? In Form unseres aktuellen Online-Votings liegt ein erster Trend vor: Knapp 37 Prozent wünschen sich Nico Rosberg ans Mikro, 31 Prozent Timo Glock, 13 Prozent Gerhard Berger und immerhin sieben Prozent Alex Hofmann. Alle vier wären eine gute Wahl. Rosberg wahrscheinlich die beste.

Zum Abschluss bleibt mir nur noch zu sagen (schreiben): Danke, Niki Lauda, für mehr als zwei Jahrzehnte am RTL-Mikrofon. Eine Ära geht zu Ende. Ich mag nicht immer Ihrer Meinung gewesen sein (und das werden viele sagen), aber allein die Tatsache, wie sehr Sie polarisiert haben, spricht für einen guten Job.

Das Schlimmste für einen Journalisten oder Experten ist, wenn er die Menschen kalt lässt. Das haben Sie ganz bestimmt nie.

Übrigens: Wenn Sie jetzt auch wissen wollen, wer letzte Nacht am besten geschlafen hat, dann lesen Sie die spannende Schwesternkolumne meines Kollegen Stefan Ehlen auf de.motorsport.com!

Ihr
Christian Nimmervoll

PS: Folgen Sie mir oder meinen Kollegen auf Twitter unter @MST_ChristianN!


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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Connaisseur » 27.11.2017, 08:53

Redaktion hat geschrieben:Sascha Roos und Marc Surer machen am Mikrofon einen hervorragenden Job. Sachlich und kompetent, aber doch mit der nötigen Leidenschaft, die den Fan an die Formel 1 bindet.

Ihr
Christian Nimmervoll

:lol: :lol: :lol:
Der endgültige Beweis, dass der Nimmervoll ziemlich realitätsfremd durch die F1-Welt wandelt. Marc Surer, ok den lass ich evtl. noch durchgehen, aber Sascha Roos, der so oft einfach nur Stuss erzählt, Fahrer verwechselt und ins Mikro schreit, um Spannung zu erzeugen, wo jeder normale Mensch weiß, dass der Käse längst gegessen ist.

Jacques Schulz, der war nochn guter, aber bestimmt nicht diese Trantüte Roos.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon dersven » 27.11.2017, 08:54

An dieser Stelle bedanke ich mich auch noch einmal bei Niki Lauda. Natürlich war es besonders zum Ende hin eher anstrengend mit ihm, trotzdem hat er F1-Deutschland entscheidend geprägt und zumeist versucht, einen seriösen Job abzuliefern. In der Kolumne wurde schon richtig erkannt, dass RTL eher das breite Publikum ansprechen möchte und dafür sind Leute wie Lauda, Waßer und Co. eben ideal.

Interessant wird nun die anstehende Rechtevergabe sein. Gerüchteweise sollen ja Eurosport bzw. Discovery gute Karten haben, nächste Jahr alle Rennen exklusiv im Pay-TV zeigen zu dürfen. Und insgeheim hoffe ich daher auf ein Comeback von Jacques Schulz, der ja schon bei DMAX wieder hinterm Mikrofon saß (und das ist auch ein Discovery Sender soweit ich weiß). Für mich persönlich hat er die F1 in Deutschland viel mehr geprägt als Niki Lauda, da ich eben zumeist ein aktives Premiere bzw. Sky Abo am Laufen habe - von daher natürlich eine sehr subjektive Wahrnehmung meinerseits. Mal sehen, was da kommt.

EDIT: Bezüglich den Sky Kommentatoren muss ich aber widersprechen. Marc Surer wirkt von Saison zu Saison zerstreuter (liegt wohl am Alter?) und mit Sascha Roos werde ich einfach nicht warm. Er ist zwar bemüht, verliert sich aber oft in Nebensächlichkeiten und spielt sich zu viel auf, z.B. wenn er mal mit irgendwas recht hatte oder so.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon ALO95 » 27.11.2017, 09:04

Florian König hat in Servus TV vor Saisonbeginn selber gesagt, dass er keine Ahnung hat wie die Aerodynamik der Autos funktioniert. Wogegen Ted Kravitz bei den Testfahrten dir über jedes ach so kleine Teil am Auto die Funktion erklären kann. Zudem hat Sky auch Marc Priestly der bei McLaren gearbeitet hat und in den Sport involviert war.
Im ORF gibt es den Wurz der durch seine Tätigkeit bei Williams viel Insiderwissen hat.
Das gibt es bei RTL nicht. Dort hat niemand Ahnung was in der F1 wirklich passiert. Der Ebel könnte überall Interviews machen, genau wie der König. Es fehlt einfach an der Kompetenz.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon FU Racing Team » 27.11.2017, 09:27

ALO95 hat geschrieben:Florian König hat in Servus TV vor Saisonbeginn selber gesagt, dass er keine Ahnung hat wie die Aerodynamik der Autos funktioniert. Wogegen Ted Kravitz bei den Testfahrten dir über jedes ach so kleine Teil am Auto die Funktion erklären kann. Zudem hat Sky auch Marc Priestly der bei McLaren gearbeitet hat und in den Sport involviert war.
Im ORF gibt es den Wurz der durch seine Tätigkeit bei Williams viel Insiderwissen hat.
Das gibt es bei RTL nicht. Dort hat niemand Ahnung was in der F1 wirklich passiert. Der Ebel könnte überall Interviews machen, genau wie der König. Es fehlt einfach an der Kompetenz.



Naja, für die technischen Belange hat RTL ja den Danner. Und der hat schon viel Ahnung finde ich.
"Okay Lewis, it`s Hammertime!" :domokun:

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon ALO95 » 27.11.2017, 09:46

FU Racing Team hat geschrieben:
ALO95 hat geschrieben:Florian König hat in Servus TV vor Saisonbeginn selber gesagt, dass er keine Ahnung hat wie die Aerodynamik der Autos funktioniert. Wogegen Ted Kravitz bei den Testfahrten dir über jedes ach so kleine Teil am Auto die Funktion erklären kann. Zudem hat Sky auch Marc Priestly der bei McLaren gearbeitet hat und in den Sport involviert war.
Im ORF gibt es den Wurz der durch seine Tätigkeit bei Williams viel Insiderwissen hat.
Das gibt es bei RTL nicht. Dort hat niemand Ahnung was in der F1 wirklich passiert. Der Ebel könnte überall Interviews machen, genau wie der König. Es fehlt einfach an der Kompetenz.



Naja, für die technischen Belange hat RTL ja den Danner. Und der hat schon viel Ahnung finde ich.


Schaue zwar nur F1 bei RTL wenn der ORF das Qualifying nicht überträgt aber da habe ich vom Danner noch nie mehr als Abtrieb und Downforce gehört.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon LoK-hellscream » 27.11.2017, 09:55

ALO95 hat geschrieben:Im ORF gibt es den Wurz der durch seine Tätigkeit bei Williams viel Insiderwissen hat.


Da sind wir beim ORF wirklich verwöhnt. Zumal, wenn Wurz nicht da ist, Christian Klien oder Karl Wendlinger einspringen, die auch viel Ahnung haben (dafür aber nicht so unterhaltsam sind).

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Aldo » 27.11.2017, 10:11

LoK-hellscream hat geschrieben:
ALO95 hat geschrieben:Im ORF gibt es den Wurz der durch seine Tätigkeit bei Williams viel Insiderwissen hat.


Da sind wir beim ORF wirklich verwöhnt. Zumal, wenn Wurz nicht da ist, Christian Klien oder Karl Wendlinger einspringen, die auch viel Ahnung haben (dafür aber nicht so unterhaltsam sind).

Bin wirklich froh, dass ich ORF habe. Der Wurz kennt halt vor allem die aktuellen Autos und ist nicht vor 30 Jahren gefahren. Ich hoffe der ORF überlegt sich das nochmal mit dem Ende der Übertragung 2020.

Und zu Lauda ist alles gesagt: Wirklich ein emotionaler Moment. :thumbs_up:
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Sportsmann » 27.11.2017, 10:40

Roos <- Der einzige der etwas Humor einbringt. Spaß muss sein. Sonst wird es zu trocken.
Surer <- Schon kompetent, aber könnte sein dass er immer zerstreuter wirkt
Lauda <- Wie auch bei Massa und Raikönnen, gut wenn irgendwann Platz für neues ist. Da fehlte der Funke. Wobei ein Interview mit AMuS in Suzuka 2016(?) schon wirkte als wenn er nur vor der RTL-Kamera dumm tut.
König <- Solide.
Wasser <- ... ? Immerhin leidenschaftlich.
Danner <- Kompetenz pur, nur leider vom RTL Limiter eingebremst.
Ebel <- Vor 15 Jahren noch ok. Selbstüberschätzung, bzw. Selbstbewusstsein sind jedoch zu stark angewachsen. Mit welcher Inbrunst der in Suzuka "Konnichiwa" rausgehauen hat ... scheinbar ohne Übung....das war mir als Japanliebhaber peinlich. Und was danach kam hab ich verdrängt.

Ja der König wird ggf. nach dem Abschied nicht ganz perfekt geschlafen haben? Er wird es überleben und wir werden - wenn wir überhaupt noch eine F1 bekommen bei RTL - einen anderen guten Partner erhalten.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon phenO » 27.11.2017, 11:12

Man muss vielleicht auch mal erwähnen, dass RTL früher gefühlt auch viel mehr analysiert hat. Vor allem, wenn man nicht mit dem Team an der Strecke war, sondern aus dem Studio gesendet hat. Dort hat man dann auch mal einzelne Szenen, wie den Start genauer analysiert und die wichtigen Manöver auch erneut gezeigt.
Heute hat man leider zum großen Teil einfach nur mit gammliger Musik untermalte „dramatische“ Einspieler vom leider auch eher inkompetenten Peter Reichel(?), der zwar eine tolle Stimme für Einspieler a la Supertalent hat, aber besonders beim freien Training mit falschen Infos um sich wirft, als wär er Donald Trump.

Noch dazu macht RTL immer weiter den Fehler nicht den Sport zu zeigen, sondern die Rennen „der deutschen Fahrer“(O-Ton Heiko W.)

Früher war es Formel-Schumi und heut ist es Formel-Vettel. Sollte mal keiner der deutschen Fahrer vorn mitfahren, dann schaut auf rtl wohl kaum noch einer zu. Und da ist RTL zum großen Teil schuld dran.

Zu Lauda zitiere ich mal Florian König: Danke,Legende.

Ein jeder, der sich noch an die früheren (nicht 2010, sondern eher 2000 etc.) Zeiten mit Niki erinnert, der wird wissen, dass er dort als Experte goldrichtig war. Bei den letzten Jahren war es eben wie mit Bernie - ein früherer Rücktritt wär besser gewesen. Aber er schafft für meine Begriffe noch den rechtzeitigen Absprung.

Die Übertragung wird jedenfalls komplett anders werden, vom Gefühl her.
Keep fighting Michael ; RIP Jules!

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon papi » 27.11.2017, 11:20

Redaktion hat geschrieben:Sascha Roos und Marc Surer machen am Mikrofon einen hervorragenden Job.

Bitte was? :eh: :eh2: Der Roos plärrt und schreit ab und an ins Mikro, das ich ihm einfach nur das Mikro entreissen und ihm um die Ohren hauen möchte. :facepalm: Ich mochte Jaques Schulz schon nicht, aber wenn ich den Typ labern höre sehne ich mir den Schulz zurück. Dann schalte ich doch lieber weiter zu ORF. Da ist der Kommentar unaufgeregter und passender.

(Achtung: Ist meine persönliche Meinung, mit der ich durchaus auch alleine dastehen kann. Ist mir dann allerdings egal :blaugh: )

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon theCraptain » 27.11.2017, 11:40

Schliesse mich den meisten Vorrednern an: Danke Legende.

Eigentlich hätte er als TV-Experte bereits aufhören sollen nachdem er bei Merc eingestiegen ist. Kein Experte kann doch frei seine Meinung (Expertise) abgeben wenn "sein" Werksteam jeden Satz, jede Geste mitverfolgt und ihm das am nächsten Montag vom CEO um die Ohren gehauen werden kann.

Niki hat dennoch diese Brücke einigermassen bauen können, so gut die Umstände ein "einigermassen" zulassen.

Mir wäre lieber grewesen er hätte seine Tatigkeit für Merc offiziell in allen Posítionen aufgegeben und wäre uns ab 2018 weiterhin als unabhängiger F1-Experte erhalten geblieben ;-)

Nebenbei ghibt es aber viele Fans die froh sein werden den Niki, Zitat: "nicht mehr ertragen zu müssen."
Früher war gar nix besser, ausser der Motorsport.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Spocki » 27.11.2017, 11:53

phenO hat geschrieben:
Früher war es Formel-Schumi und heut ist es Formel-Vettel. Sollte mal keiner der deutschen Fahrer vorn mitfahren, dann schaut auf rtl wohl kaum noch einer zu. Und da ist RTL zum großen Teil schuld dran.


Ich finde aber, dass man RTL da keinen Vorwurf machen kann. Sie sind ja auch nicht für die Vermarktung der Formel-1 in Deutschland zuständig. Man sollte eher froh sein, dass überhaupt noch ein Sender die Formel-1 für lau überträgt.

Und demjenigen, der behauptet der Suhrer und der Roos wären kompetent und würden einen guten Job machen, dem ist leider nicht mehr zu helfen...

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Dr_Witzlos » 27.11.2017, 13:18

Spocki hat geschrieben:
phenO hat geschrieben:
Früher war es Formel-Schumi und heut ist es Formel-Vettel. Sollte mal keiner der deutschen Fahrer vorn mitfahren, dann schaut auf rtl wohl kaum noch einer zu. Und da ist RTL zum großen Teil schuld dran.


Ich finde aber, dass man RTL da keinen Vorwurf machen kann. Sie sind ja auch nicht für die Vermarktung der Formel-1 in Deutschland zuständig. Man sollte eher froh sein, dass überhaupt noch ein Sender die Formel-1 für lau überträgt.

Und demjenigen, der behauptet der Suhrer und der Roos wären kompetent und würden einen guten Job machen, dem ist leider nicht mehr zu helfen...


RTL blättert viel für die Rechte hin, aber das muss ja auch wieder reinkommen.

Ich finde Lauda war schon kompetent und er hatte in den meisten Fällen auch recht. Für den Normalo ist schon RTL völlig in Ordnung.

Bei sky geht man dann schon tiefer ins Detail. Gut den Sasha Roos kann ich eher beim Fussball besser hören als bei der F1. Das er mal unnötig ins Mikro brüllt, wenn es da nix zu brüllen gibt, hatte ich ja schon erwähnt. Zumal es einfach die Ohren abfällt. Da klingt es bei Waßer besser.

Aber ein bisschen mehr Format sollte es schon geben wie es Sky UK macht.

Ich frage mich warum man dann nicht die PK und die Kolumne nicht Simulcast ausgibt, so wie es Euronews macht. Es ist nicht schwer in zwei Sprachen zu senden.

Kurzum um für Einsteiger ist RTL okay, für Hardcore ist Sky die bessere Variante wo es doch schon wert ist 20€ auf den Tresen zu legen. Aber da kann man schon noch bissel was bieten. Klar man darf nicht vergessen, dass Sky weniger Werbung sendet. Aber das ist völlig akzeptabel

Rattenmann
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Rattenmann » 27.11.2017, 13:50

Ich wünsche mir jemand, der sich auch traut kritische Fragen zu stellen und es auch wirklich macht.

Danner hat mich da extrem positiv überrascht als er einmal Ersatz war. Er ging da runter und hat die Leute fast schon zur Rede gestellt. Und auf die typischen neutralen Antworten ging er mit einem "Jetzt laber nicht, das meinst Du doch nicht ernst! Also raus mit der Wahrheit!" (so grob, genauen Wortlaut habe ich nimmer im Kopf).

So einen kann ich mir echt gut vorstellen. Wobei dann im Live TV halt ne Alternative her müsste,... Rosberg wäre nice, aber den kann sich RTL niemals leisten finanziell.


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