Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

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=kk=
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon =kk= » 09.10.2017, 15:32

Puuh... harter Tobak, Herr N.
Ich stimme Ihnen in Ihrer Küchentischanalyse sogar grundsätzlich zu, jedoch ist es eine Sache, sich solcherlei Gedanken über einen Mitmenschen zu machen, aber eine völlig andere, das öffentlich zu formulieren und zum Zwecke des Geldverdienens ob der zu erwartenden kontroversen Resonanz zu tun.
DAS, Herr N., ist der gewohnt schlechte Stil.
Das Dumme ist, viele Ihrer Artikel sind inhaltlich\thematisch gar nicht so blöd, nur bewegen sie sich stilistisch (ob absichtlich oder nicht besser gekonnt, vermag ich nicht zu beurteilen) zwischen dem Boulevard, Praline und einem Teenagertagebuch hin und her.
Gibt es eigentlich einen Artikel von Ihnen, in dem das Wort "ich" NICHT vorkommt?
Komisch, ich dachte immer ein Journalist ist ein Berichterstatter, der sich selbst im Hintergrund hält und eine Chronistenpflicht erfüllt. Ich kann mich täuschen. Ja, eine Kolumne ist natürlich ein anderes Vehikel (hab jetzt nicht durch gezählt, aber ich schätze mal, 25 "ich"s werden's heute schon wieder sein), als eine Standardberichterstattung, aber selbst mit dem Bonus und wenn man Ihnen das als abgrenzendes Stilmittel gegenüber Kollegen zugute halten möchten, ist der eigentliche Inhalt des Artikels doch in manchen Fällen zwischen den Pfadfinderanekdoten von 1997 und der anhaltenden Selbstbeweihräucherung schwer zu finden. Aber sich Zurücknehmen ist ja eh nicht Ihre große Stärke: ist Ihnen mal aufgefallen, dass Sie auf Fotos mit Demi-/Promis immer mehr vom Bild einnehmen, als der, über den sie gerade berichten? Warum betonen Sie eigentlich so oft öffentlich Ihre Wichtigkeit und Entscheidungsgewalt im Redaktionsumfeld sowie im Paddock? Können Sie etwa immer noch nicht fassen, was, wo und in welchem Umfeld Sie Ihren Beruf ausüben?
Keine Sorge, das geht uns Lesern genauso!
Ein Schelm könnte daraus sicher eine Persönlichkeitsstörung zimmern...

Und dann denke ich immer, das ist einfach nur ganz perfide Provokation zum Zwecke der Geldvermehrung und ich falle auch noch darauf herein, weil ich versuche, Ihnen ernsthaft darauf zu antworten, während Sie entweder glucksend im Redaktionsraum sitzen und sich über die Affen im Forum lustig machen, oder sich sogar nicht mal im Ansatz für Reaktionen interessieren, sondern nur am Ende Woche die Klickstatistiken im Redaktionsvergleich ausdrucken, ans schwarze Brett heften und sich selbst zum König ausrufen.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon F1 Noob » 09.10.2017, 17:06

SaintRaptor hat geschrieben:Kein schlechter Artikel, allerdings hätte der nach Mexiko oder Baku gepasst. Dieser Montag ist der falsche Zeitpunkt für diesen Artikel.


Sehe ich genauso. Vettel hat mit Sicherheit am schlechtesten geschlafen, aber nur, weil der Titel nach Malaysia und Singapur nicht mehr realistisch zu erreichen ist. Hamilton muss nur noch 41 Punkte holen und hat das Ding sicher.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon theCraptain » 09.10.2017, 17:16

F1 Noob hat geschrieben:
SaintRaptor hat geschrieben:Kein schlechter Artikel, allerdings hätte der nach Mexiko oder Baku gepasst. Dieser Montag ist der falsche Zeitpunkt für diesen Artikel.


Sehe ich genauso. Vettel hat mit Sicherheit am schlechtesten geschlafen, aber nur, weil der Titel nach Malaysia und Singapur nicht mehr realistisch zu erreichen ist. Hamilton muss nur noch 41 Punkte holen und hat das Ding sicher.

Um es noch etwas dramatischer auszudrücken: gewinnt HAM den USA-GP und holt 16 Pt mehr als VET hat er das Ding schon am 22.10. gewonnen. Wäre mir lieber weil man dann für die letzten 3 Rennen keine künstliche Spannung mehr aufbauen muss
Früher war gar nix besser, ausser der Motorsport.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon XenoDoran » 09.10.2017, 17:30

Ob Persönlichkeitsstörung oder nicht ist für mich nicht wirklich interessant, allerdings habe ich es in letzter Zeit zu schätzen gelernt, dass man an Vettel wirklich merkt, dass er mit Herz und Seele dabei ist und wirklich alles gibt um die Rennen zu gewinnen.

Das er sich dabei dann auch mal emotionaler als andere Fahrer über Teamfunk beschwert zeigt für mich nur, dass er total geladen ist sobald das Rennen beginnt und dabei eben nicht nur seine Jubelstürme zu hören sind wie z.B. bei der Pole Runde in Singapur, sondern eben auch seine Wutanfälle wie in Mexiko 2016. Sobald er dann jedoch aus dem Auto steigt merkt man jedoch, dass er sofort wieder "professionell" agiert. Sei es mit den Medien oder mit seinem Team bei dem er sich trotz der Probleme bedankt hat.

Mir ist das viel lieber und auch sympatischer als wenn man einfach ruhig bei jedem Sieg oder Niederlage bleibt, so erweckt es für mich immer den Eindruck als wäre es für den Fahrer gar nicht so bedeutsam, auch wenn das vielleicht nur der Schein nach draußen ist.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Jordan » 09.10.2017, 17:46

Also erst mal möchte ich sagen das es erfrischend ist zu sehen, das der typischste aller Italiener bei Ferrari aus Deutschland kommt :lol:

Außerdem halte ich es für bewundernswert, mit welcher Loyalität er hinter dem Team steht.
Da kann sich der kommende Weltmeister ruhig mal eine Scheibe von abschneiden, siehe 2016.

Der wahre Charakter zeigt sich nun mal erst, wenns mal nicht rund läuft. Und da muß Seb sich nicht wegen seiner Emotionen verstecken. Ist halt ein ganz normaler Italiener.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon CrAzyPsyCho » 09.10.2017, 19:35

Interessant. Erst schön darauf hinweisen, wie sympathisch man Vettel findet, nur um ihn dann in der Luft zu zerreissen.
Das Herr N. ein Hater ist, erkennt man schon daran, dass er bei Baku von Absicht spricht, obwohl diese nicht nachgewiesen wurden und es sehr nach Versehen aussieht. Nur Hater sprechen von Absicht.

Das er Vettel noch die Schuld am Stroll gibt, obwohl alle Videos das Gegenteil beweisen, kommt dann noch dazu.

Auch was Vettel so am Funk von sich gibt, ist nichts besonderes. Das macht jeder Fahrer (außer vielleicht Kimi, der redet ja so gut wie nicht :-D). Unter Adrenalin regt man sich halt schneller auf, insbesondere wenn man gerade um Plätze kämpft.
Das Fuck off letztes Jahr war ein Ausrutscher, für den wurde er ja auch hart bestraft und hat das Podium verloren.

Das er schlecht geschlafen hat, bezweifle ich übrigens auch. Seine Chancen auf den Titel dürften jetzt so gering sein, dass er selbst nicht mehr daran glaubt und somit keinen Druck mehr hat. Ohne Druck lässt es sich gut schlafen.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon modellmotor » 09.10.2017, 20:00

Einem Spitzensportler eine "Persölichkeitsstörung" anzudichten ,weil dieser nach einer verpatzten Leistung Emotionen zeigt, ist völliger Unsinn.Das trifft wohl eher auf den selbt ernannten Psychologen zu zu, der diese These verbreitet.
Grüße vom
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Forza_Ferrari_93 » 09.10.2017, 20:25

iceman2411 hat geschrieben:Ich finde es mittlerweile verstörend wie auffällig Medien populistisch und manipulierend mit den Menschen umgehen. Das Internet bietet dafür nun mittlerweile den perfekten Raum, früher waren es "nur" die üblichen Verdächtigen wie Radio und Fernsehen und Printmedien.
Was aber in letzter Zeit wirklich überhand nimmt weil es viele Menschen nicht merken und auch das machen was erwartet wird: Sie gehen darauf ein und geben dem ganzen auch noch eine Plattform. Und das meine ich nicht nur im Zusammenhang mit Vettel und dieser Kolumne.

Ich kritisiere, dass mittlerweile jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird und jeder Funkspruch den man medienwirksam verwerten kann auch ausgestrahlt und aufbereitet werden muss. Da wird denunziert was das Zeug hält, es wird Meinungsmache betrieben, man spielt Menschen und Meinungen gnadenlos gegeneinander aus um Klicks und Aufmerksamkeit zu erregen.

Sicherlich hat Sebastian Vettel seine Fehler gemacht, überstürzt und manchmal nicht klug gehandelt. Aber rechtfertig das tatsächlich den aktuellen Umgang? Ich bin der Meinung, das ist nicht der Fall.
Jemandem eine psychische Erkrankung zu unterstellen und sei es auch nur in einem durchaus falsch zu interpretierenden Kontext einer Kolumne finde ich nicht in Ordnung. Egal ob es um einen Hamilton einen Verstappen oder Vettel geht. Das sind Menschen die uns unter höchsten Belastungen psychischer und physischer Natur Einblicke in ihre Persönlichkeit geben, meist wohl nicht einmal freiwillig. Ich finde da ist ein bisschen mehr Feingefühl und auch Empathie gefragt. Da geht es nicht um Sympathie oder Antipathie sondern um generelle Sozialkompetenz und kritisches Hinterfragen der persönlichen Einstellung. Wie gehe ich mit Menschen um und wie möchte ich das mit mir umgegangen wird?

Ich kann jeden nur dazu auffordern Dinge kritisch zu hinterfragen nicht nur im Kontext dieses Forums sondern generell. Man muss nicht jeder Aufforderung zum Meinungsaustausch nachkommen, man sollte vielleicht auch mal die Intention des Autors hinterfragen und die "Fakten" vielleicht auch mal von der anderen Seite beleuchten. In diesem Fall habe ich mich auch selber dazu hinreissen lassen mich zu einem Thema zu äußern, das ich eigentlich ignorieren wollte eben um dem ganzen keine Plattform zu geben. Aber das musste jetzt einfach mal gesagt werden.


:thumbs_up:

Logik78
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Logik78 » 09.10.2017, 20:35

Vettel steht sich manchmal selbst um Weg. Er sollte - und das ist gar nicht böse gemeint - über einen Mentaltrainer nachdenken. Er hatte bei seinem Fuck off und erst recht bei seinem Rammstoß Glück, dass er so glimpflich davon gekommen ist. Es mögen oft nur Kleinigkeiten sein, aber es würde ihm vielleicht einmal gut tun, ordentlich auf die Finger zu bekommen. Er isi ein erfahrener Fahrer mit vier Titeln und nicht in seiner zweiten Saison. Außerdem sollte man sich in seinem Alter besser kontrollieren können.

Klar, der Formel 1 tun solche Emotionen und Kurzschlüsse natürlich gut. Aber Vettel hat Glück, dass es ihm bisher nicht gravierend geschadet hat. Aber was, wenn er 2019 einen Teamkollegen bekommt, der das auszunützen weiß? Oder wenn ihm eine Strafe den Titel kostet?

Das Problem lässt sich beheben und es ist in Vettels ureigenem Interesse, daran zu arbeiten. Als Teamchef würde ich ihm ohnehin entsprechendes Training verordnen.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon JPM_F1 » 09.10.2017, 22:15

der verfasser übt sich in psychoanalysen, will aber nur sagen, daß vettel ein schlechter verlierer ist und öfters mal kurzschlussreaktionen auf der strecke hat, die ihn und das team wichtige punkte kosten.
ich muss sagen, eine ziemlich ausgefallene interpretation.

was viele vergessen, emotionen hin oder her, wille hin oder her, der vettel fährt nicht nur für sich selbst und seine fans. er ist angestellter eines riesenunternehmens, was nur den erfolg als ziel hat bzw. geschichte schreiben will.
das sollte in die beurteilung solcher vorfälle immer miteinfliessen.
er ist sicher ein profi, was das fahren angeht, aber wenig professionell aus teamsicht.
Zuletzt geändert von JPM_F1 am 09.10.2017, 22:27, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon ..::Borni::.. » 09.10.2017, 22:21

Logik78 hat geschrieben:Vettel steht sich manchmal selbst um Weg. Er sollte - und das ist gar nicht böse gemeint - über einen Mentaltrainer nachdenken. Er hatte bei seinem ooooops off und erst recht bei seinem Rammstoß Glück, dass er so glimpflich davon gekommen ist. Es mögen oft nur Kleinigkeiten sein, aber es würde ihm vielleicht einmal gut tun, ordentlich auf die Finger zu bekommen. Er isi ein erfahrener Fahrer mit vier Titeln und nicht in seiner zweiten Saison. Außerdem sollte man sich in seinem Alter besser kontrollieren können.

Klar, der Formel 1 tun solche Emotionen und Kurzschlüsse natürlich gut. Aber Vettel hat Glück, dass es ihm bisher nicht gravierend geschadet hat. Aber was, wenn er 2019 einen Teamkollegen bekommt, der das auszunützen weiß? Oder wenn ihm eine Strafe den Titel kostet?

Das Problem lässt sich beheben und es ist in Vettels ureigenem Interesse, daran zu arbeiten. Als Teamchef würde ich ihm ohnehin entsprechendes Training verordnen.


Du hast sicher Recht. Aber das wichtigste ist, das man selbst erkennt, dass einen das helfen wird und man dafür offen ist. Wenn man es verordnet bekommt ist die Gefahr groß das man es trotzdem nicht annimmt. Ähnlich wie bei Rosberg muss man es von sich aus entscheiden und sicher auch den passenden Trainer für sich finden.

Aber wenn es nach Hr. N. Kolumne geht braucht Vettel ja eher psychologische Betreung in einer Nervenheilanstalt. :roll:

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Sportsmann » 09.10.2017, 22:31

Wow. Der Artikel hat ne Menge Echo bewirkt. Ob das gut ist?
Ob man nun auf dem Begriff der Persönlichkeitsstörung drauf rumreiten muss, ist eine Sache. Eine andere dass Vettels Persönlichkeit sicherlich im Vergleich zu Hamiltons ein kleiner Malus ist oder sein könnte. Und dann wäre noch der Punkt, dass Vettel jetzt keine Chancen mehr hat. Alle drei Sachen sind völlig unabhängig voneinander zu beurteilen.

Natürlich hat VET keine Störung. Er hat sich nur ab und zu emotional, hitzköpfig oder dumm verhalten. Fuck off und der Rammstoß sind echte Fouls die unnötig sind und zumindest in meiner Bekanntschaft eher Beliebtheitspunkte abgezogen haben. Jemandem zu zeigen dass er es nicht mit ihm machen kann...das hat nichts mit Sport zu tun, wo man sich den Regeln des Sports unterwerfen muss. Dass diverse Profifußballer das manchmal anders sehen liegt nur daran, dass es nicht genug rote Karten gibt oder die Zettel der Schiedsrichter zu klein sind.
Aus diesen Dummheiten lässt sich natürlich keine Störung der Persönlichkeit diagnostizieren. Sonst mit Blick auf Profifußballer hätten wir eine exponentielle Steigerung der Fallsucht, Aggressionsstörungen, Turrett und mehr. Ne, haben wir nicht, dämlich ist nicht gleich krank.

HAM ist beherrschter auf der Strecke und er ist bereit Punkte aufzugeben. Das bewundere ich an ihm, neben seiner Schnelligkeit. Wann hat er beim letzten Mal einen Startunfall gehabt? Und das lag teilweise daran, dass er wie in Suzuka 2016 ausweicht statt es krachen zu lassen. Sowas lässt sich über die Jahre öfter beobachten, HAM weiss genau, dass ein Ausfall die WM kosten kann. Die Crashs von Singapur und Malaysia hätte VET vielleicht vermeiden können. Baku sowieso. Ich will VET von Schuld in Singapur freisprechen, ohne Raikönnen wäre alles gut gegangen, er war ja vorne - dennoch hätte er ggf. mehr Platz lassen können im Sinne von Risikomanagement.

Ja und der letzte Punkt ist langweilig, VET hat die WM verloren - aller Wahrscheinlichkeit nach. Letztendlich sagt man so leicht, dass er ja nichts dafür konnte. Am Ende zählen die Ausfälle/Rückstände aus technischen Gründen am meisten. Aber mit mehr Punkten im Rücken und ohne Risiko einer weiteren Strafe dank Strafpunkten/Verwarnungen, gäbe es mehr Chancen auf ein - an ein Wunder erinnerndes - Comeback. Denn wer sagt uns, dass HAM im Regenrennen von Brasilien nicht abgeschossen wird - ausversehen. Vielleicht hat er einen Reifenplatzer in Austin hat, weil er über Trümmerteile von Magnussen vs. Massa fährt? Und dann wäre ggf. noch eine Strafe im Gespräch, damit ein Motorschaden wegen Überbelastung vermieden wird. Mercedes wird wohl kaum den Monzamotor bis zum Ende nutzen. Theoretisch kann VET also noch Weltmeister werden. Wie ärgerlich und lehrreich zu gleich wären dann Baku und eine mögliche Strafe wegen Verbalen Entgleisungen oder dem Verpassen der Nationalhymne? Ich finde letzteres nicht angemessen, aber im Anbetracht der Lage mit der Zündkerze und dem Trubel darum kann ich es verstehen dass anderes im Kopf spukte.

Schauen wir mal was noch so kommt.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Giacomo » 09.10.2017, 23:12

iApoc hat geschrieben:
Devas hat geschrieben:Wer in den Eingangsworten schon extrem erwähnen muss, dass er jemanden sehr sympathisch findet, möchte damit oft nur seine Kritik an jemandem, den er überhaupt nicht sympathisch findet, untermauern bzw. dieser mehr Gewicht verleihen!
Diese Artikel ist doch wirklich haarsträubend!
Jetzt so zu tun, als würde es an Vettels Charakter liegen, dass er die WM verliert ist schlicht eine Frechheit!
Der Startunfall in Sepang war sicherlich einer harten Fahrweise geschuldet, allerdings hat nicht Vettel jemanden berührt sondern es haben sich Verstappen und Kimi berührt. Keinen Platz lassen ist keine Schuld! Allerdings wurde das hier in einem Artikel auch so dargestellt.
Die letzten beiden Rennen wurden auf Grund von Problemen verloren! Nicht weil Vettel sich etwas geleistet hat. Nico Rossberg hatte das "schwänzen" der Hymne in Suzuka sogar als verständlich dargestellt, da VET bestimmt bis zum Schluss mit seinen Ingenieuren gearbeitet hat. Ich unterstelle dem Autor, dass er nichts und zwar gar nichts für Vettel übrig hat! Wer schon einen Irvine als Quelle heranzieht oder Brundle der eh ständig Richtung Vettel austeilt, möchte doch gar keine Objektivität an den Tag legen! Als nächstes wird noch Niki Lauda zitiert und als Quelle genutzt wie schlecht Vettel doch ist und welch Übermensch Hamilton ist!

Dass dieser Artikel aber beleidigend sein muss und von "Persönlichkeitsstörung" gesprochen wird ist bodenlos! Wie sollen Formel1 Fahrer denn bitte sein? Brav wie Lämmer? Genießen wir nicht die Show, wenn Vettel seinem Gegner wie in Baku die Stirn bietet? Ist es nicht unterhaltsam, wenn wir über das Teamradio hören dass VET Richtung Alonso austeilt, oder Alonso richtung Magnussen? Dann sprechen wir wieder von Formel-Langeweile!



100%! :thumbs_up:


:thumbs_up: :thumbs_up:

Außerdem, 3 oder 4 mal in Folge Vet schlecht schlafen lassen, zeigt doch wie sympathisch dieser dem Autor ist. Ich denke auch Palmer und Kyvat hätte man schlecht schlafen lassen können :shrug:

iceman2411 hat geschrieben:Ich finde es mittlerweile verstörend wie auffällig Medien populistisch und manipulierend mit den Menschen umgehen. Das Internet bietet dafür nun mittlerweile den perfekten Raum, früher waren es "nur" die üblichen Verdächtigen wie Radio und Fernsehen und Printmedien.
Was aber in letzter Zeit wirklich überhand nimmt weil es viele Menschen nicht merken und auch das machen was erwartet wird: Sie gehen darauf ein und geben dem ganzen auch noch eine Plattform. Und das meine ich nicht nur im Zusammenhang mit Vettel und dieser Kolumne.

Ich kritisiere, dass mittlerweile jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird und jeder Funkspruch den man medienwirksam verwerten kann auch ausgestrahlt und aufbereitet werden muss. Da wird denunziert was das Zeug hält, es wird Meinungsmache betrieben, man spielt Menschen und Meinungen gnadenlos gegeneinander aus um Klicks und Aufmerksamkeit zu erregen.

Sicherlich hat Sebastian Vettel seine Fehler gemacht, überstürzt und manchmal nicht klug gehandelt. Aber rechtfertig das tatsächlich den aktuellen Umgang? Ich bin der Meinung, das ist nicht der Fall.
Jemandem eine psychische Erkrankung zu unterstellen und sei es auch nur in einem durchaus falsch zu interpretierenden Kontext einer Kolumne finde ich nicht in Ordnung. Egal ob es um einen Hamilton einen Verstappen oder Vettel geht. Das sind Menschen die uns unter höchsten Belastungen psychischer und physischer Natur Einblicke in ihre Persönlichkeit geben, meist wohl nicht einmal freiwillig. Ich finde da ist ein bisschen mehr Feingefühl und auch Empathie gefragt. Da geht es nicht um Sympathie oder Antipathie sondern um generelle Sozialkompetenz und kritisches Hinterfragen der persönlichen Einstellung. Wie gehe ich mit Menschen um und wie möchte ich das mit mir umgegangen wird?

Ich kann jeden nur dazu auffordern Dinge kritisch zu hinterfragen nicht nur im Kontext dieses Forums sondern generell. Man muss nicht jeder Aufforderung zum Meinungsaustausch nachkommen, man sollte vielleicht auch mal die Intention des Autors hinterfragen und die "Fakten" vielleicht auch mal von der anderen Seite beleuchten. In diesem Fall habe ich mich auch selber dazu hinreissen lassen mich zu einem Thema zu äußern, das ich eigentlich ignorieren wollte eben um dem ganzen keine Plattform zu geben. Aber das musste jetzt einfach mal gesagt werden.


:thumbs_up:
Zuletzt geändert von Giacomo am 09.10.2017, 23:35, insgesamt 1-mal geändert.
"I did some donuts practice for next year" Fernando Alonso Abu Dhabi GP 2017 :D

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Plauze » 09.10.2017, 23:26

Giacomo hat geschrieben:Außerdem, 3 oder 4 mal in Folge Vet schlecht schlafen lassen, zeigt doch wie sympathisch dieser dem Autor ist.

Nein, das zeigt erst einmal gar nichts über die Sympathien des Autors. Trifft darüber hinaus auch nicht zu.
Alles kann passieren. Und das ist auch gut so.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Giacomo » 09.10.2017, 23:37

Wn hat dann Herr N. Schlecht schlafen lassen in den letzten 3 Rennen? Ich dachte es war immer Vettel :??:
"I did some donuts practice for next year" Fernando Alonso Abu Dhabi GP 2017 :D


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