Rassismusdebatte in der F1: Ein Totalversagen der Medien

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Rassismusdebatte in der F1: Ein Totalversagen der Medien

Beitrag von Redaktion » 30.07.2020, 16:18

Chefredakteur Christian Nimmervoll über die Art und Weise, wie die Formel 1 und insbesondere die Medien einer guten Sache gerade bestmöglich schaden

Liebe Leser/-innen,

ich bin zwar nicht der Meinung, dass Politik etwas auf einer Motorsport-Plattform verloren hat. Aber heute müssen wir uns mal über etwas anderes als das Rennfahren unterhalten. Und zwar über die Art und Weise, wie die Rassismusdebatte in der Formel 1 derzeit geführt wird. Denn das ist, das müssen wir leider zugeben, eine totale Bankrotterklärung der berichtenden Presse.

Mir ist enorm wichtig, bei diesem Thema nicht falsch verstanden zu werden. Ich bekenne mich zu einem liberalen Weltbild und ich stehe hundertprozentig hinter den Botschaften, die Lewis Hamilton und seine Fahrerkollegen propagieren.

"Black Lives Matter" und "End Racism" sollten im 21. Jahrhundert eigentlich keine notwendigen Kampagnen mehr sein. Traurige Tatsache ist aber: Sie sind es.

Wir sollten wieder mehr über Sport reden!

Und trotzdem kann es nicht sein, dass die Medien in einer Saison, in der die Fans monatelang auf die ersten Rennen warten mussten, kein anderes Thema mehr kennen. Wenn Hamilton nach seinem Sieg beim Grand Prix von Ungarn nur zwei Fragen zum Rennen gestellt bekommt und sich alle anderen Fragen nur darum drehen, wer jetzt aufs Knie gegangen ist und wer nicht und warum nicht, dann stimmt etwas nicht mit der Formel 1.

Ich lege großen Wert auf die Feststellung: Über das Thema Rassismus und wie er zu verdrängen ist, kann gar nicht genug geredet werden. Aber das Problem ist: Darüber wird eben gerade nicht geredet.

Die Diskussion in der Formel 1 dreht sich nicht darum, die Fans mit sinnvollen, möglicherweise sogar lehrreichen und bildenden Botschaften zu erreichen, ihnen zu vermitteln, was Rassismus im Alltag bedeutet und wie ihn jemand wie Lewis Hamilton in seinem Leben erfahren hat.

Das ist für viele Formel-1-Fans gar nicht einfach zu verstehen, und das kann man ihnen auch nicht übelnehmen. Ich selbst bin weiß. Ich bin Mann. Ich konnte mir meine Ausbildung aussuchen und mich für einen selbstbestimmten Weg im Leben entscheiden. Das ist (leider) keine Selbstverständlichkeit in dieser Welt. Darüber sollten wir reden.

Stattdessen dreht sich die Diskussion nur noch darum, wer aufs Knie gegangen ist, wer welches T-Shirt trägt, wie schlecht die Aktionen der Formel-1-Fahrer organisiert sind und wer daran schuld ist.

Das trägt die Sache keinen Zentimeter weiter, sondern schadet ihr. Weil sich die Menschen, und das sehen wir an den Kommentaren auf unseren Social-Media-Channels, genervt von dem Thema abwenden und verwechseln, dass nicht die Debatte an sich überflüssig ist, sondern die Art und Weise, wie sie geführt wird.

Das ist nicht die Schuld von Lewis Hamilton. Er kämpft für eine gute Sache, und ich finde es toll, dass endlich ein Fahrer den Mut hat, sich gesellschaftspolitisch zu positionieren und klare Kante zu zeigen, auch wenn es dagegen große Widerstände gibt.

Fahrer machen den Mund auf: Bravo!

Wer die Herren Formel-1-Stars während des Arabischen Frühlings kritisiert hat, weil sie nicht die Eier hatten, Kritik an einem Grand Prix in Bahrain zu üben, der darf sich jetzt nicht über Lewis Hamilton beschweren.

Ja, es interessiert mich, in welchen Situationen Lewis Hamilton schon Rassismus erfahren hat, und es interessiert mich, was er dagegen unternehmen würde. Aber darüber reden wir leider nicht.

Und nein, es interessiert mich nicht, ob ihn die TV-Kamera bei seinem Protest perfekt eingefangen hat oder nicht, und wer am nächsten Grid zu knien gedenkt und wer wann mit wem telefoniert hat, um das Knien zu regeln und die T-Shirts zu organisieren.

Ich bin sicher, dass keiner der Fahrer ein Rassist ist, egal ob er nun auf die Knie gegangen ist oder nicht.

Den Fahrern können wir den Vorwurf also nicht machen. Die beantworten nur unsere Fragen. Und ich bin zutiefst beeindruckt, mit welcher Geduld sie das tun. Wäre ich einer von ihnen, wäre mir längst der Geduldsfaden geplatzt.

Die Art und Weise, wie diese Debatte in der Formel 1 gerade geführt wird, ist ein Totalversagen von uns Medien.

Dabei wäre es gar nicht so schwierig, wieder in die richtige Spur zu finden. Wir könnten wieder mehr über den Sport reden. Oder über Rassismus und was wir dagegen unternehmen sollten. Und nicht eitle Blasen-Debatten über belanglose Details führen, die außerhalb des Formel-1-Paddocks in Wahrheit niemanden interessieren.

Ihr
Christian Nimmervoll

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Re: Rassismusdebatte in der F1: Ein Totalversagen der Medien

Beitrag von Formula_1 » 30.07.2020, 16:52

Also anfangs fand ich den Beitrag noch ziemlich gut geschrieben, vieles eigentlich für meine Begriffe korrekt, aber dennoch knapp zusammengefasst, aber ab dem Punkt was denn nun schief läuft, kann ich nicht mehr so ganz folgen.
Stattdessen dreht sich die Diskussion nur noch darum, wer aufs Knie gegangen ist, wer welches T-Shirt trägt, wie schlecht die Aktionen der Formel-1-Fahrer organisiert sind und wer daran schuld ist.
Zum Beispiel steht hier das geschrieben, dem ich natürlich auch noch zustimme.

Aber als nächstes dann das:
Das ist nicht die Schuld von Lewis Hamilton. Er kämpft für eine gute Sache, und ich finde es toll, dass endlich ein Fahrer den Mut hat, sich gesellschaftspolitisch zu positionieren und klare Kante zu zeigen, auch wenn es dagegen große Widerstände gibt.
Das verstehe ich nicht so ganz, sind es denn nicht genau die Sachen, die Hamilton den anderen Fahrern vorgeworfen hat? Also kam das nicht von ihm? Oder hätten die Medien darüber nicht berichten dürfen, dass Hamilton den anderen fehlendes Engagement vorgeworfen hat?
EDIT: Dazu möchte ich noch sagen, dass ich es selbstverständlich auch gut finde, dass Hamilton sich so sehr engagiert und das auch als positiv bei ihm ansehe. Aber die Vorwürfe an seine Fahrerkollegen hat Hamilton nunmal öffentlich preis gegeben, das war doch nun mal so.
Das trägt die Sache keinen Zentimeter weiter, sondern schadet ihr. Weil sich die Menschen, und das sehen wir an den Kommentaren auf unseren Social-Media-Channels, genervt von dem Thema abwenden und verwechseln, dass nicht die Debatte an sich überflüssig ist, sondern die Art und Weise, wie sie geführt wird.
Und hierzu könnte ich nachwievor Herrn Nimmervoll nur raten, sich vielleicht nicht immer nur auf "Social Media" umzugucken, sondern auch mal im eigenen Portal nachzulesen, wo es zwar auch mal Beiträge gibt, die einem nicht schmecken, aber gerade bei diesen Debatten war hier doch auch vieles sinnvolles zu lesen.

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Re: Rassismusdebatte in der F1: Ein Totalversagen der Medien

Beitrag von Sportsmann » 30.07.2020, 17:50

Formula_1 hat geschrieben:
30.07.2020, 16:52
Also anfangs fand ich den Beitrag noch ziemlich gut geschrieben, vieles eigentlich für meine Begriffe korrekt, aber dennoch knapp zusammengefasst, aber ab dem Punkt was denn nun schief läuft, kann ich nicht mehr so ganz folgen.
Stattdessen dreht sich die Diskussion nur noch darum, wer aufs Knie gegangen ist, wer welches T-Shirt trägt, wie schlecht die Aktionen der Formel-1-Fahrer organisiert sind und wer daran schuld ist.
Zum Beispiel steht hier das geschrieben, dem ich natürlich auch noch zustimme.

Aber als nächstes dann das:
Das ist nicht die Schuld von Lewis Hamilton. Er kämpft für eine gute Sache, und ich finde es toll, dass endlich ein Fahrer den Mut hat, sich gesellschaftspolitisch zu positionieren und klare Kante zu zeigen, auch wenn es dagegen große Widerstände gibt.
Das verstehe ich nicht so ganz, sind es denn nicht genau die Sachen, die Hamilton den anderen Fahrern vorgeworfen hat? Also kam das nicht von ihm? Oder hätten die Medien darüber nicht berichten dürfen, dass Hamilton den anderen fehlendes Engagement vorgeworfen hat?
EDIT: Dazu möchte ich noch sagen, dass ich es selbstverständlich auch gut finde, dass Hamilton sich so sehr engagiert und das auch als positiv bei ihm ansehe. Aber die Vorwürfe an seine Fahrerkollegen hat Hamilton nunmal öffentlich preis gegeben, das war doch nun mal so.
Das trägt die Sache keinen Zentimeter weiter, sondern schadet ihr. Weil sich die Menschen, und das sehen wir an den Kommentaren auf unseren Social-Media-Channels, genervt von dem Thema abwenden und verwechseln, dass nicht die Debatte an sich überflüssig ist, sondern die Art und Weise, wie sie geführt wird.
Und hierzu könnte ich nachwievor Herrn Nimmervoll nur raten, sich vielleicht nicht immer nur auf "Social Media" umzugucken, sondern auch mal im eigenen Portal nachzulesen, wo es zwar auch mal Beiträge gibt, die einem nicht schmecken, aber gerade bei diesen Debatten war hier doch auch vieles sinnvolles zu lesen.
Zu Abschnitt 2. Was Hamilton "vorgeworfen" hat, ist eben auch Teil der Medien, die hier in der Kritik stehen. So deutlich musste man den Vorwurfcharackter der Aussagen Hamiltons nicht sehen. Wer wollte tat das, aber die Originalaussagen vor/nach Österreich, bzw. die Äußerungen seiner Wünsche vor Ungarn sind keineswegs so negativ wie sie hier der Kontextsetzung halber dargestellt wurden.

Ich bin erstaunt, dass es diesen Artikel der Kollumne gibt, weil ich nicht gedacht hätte, das der Chefredakteur der die ganze Rassismusthemen bewusst ausgeschlachtet hat, dann ein Totalversagen der Medien anerkennt. Was mir aber leider nicht so gefällt ist, dass ich hier keine Ideen finde, wie man denn gedenkt es in Zukunft besser zu machen.
Ich kann mich leider nicht mehr an den letzten Artikel erinnern wo Herr Nimmervoll von Verantwortung zu irgendeinem Thema sprach. Den gab es in den letzten 8 Monaten, aber letztendlich ist in meinen Augen der Nachweis durch Taten wichtig und ich fürchte das wir den hier nicht bekommen. Es bleibt vermeintlich bei vagen Worten, die dem Klientel nach Geschmacksrichtung serviert wird. Anstatt verkürzter Information, bei diesen sensiblen Themen weiter zu recherchieren, bis man das Gesamtkonstrukt sauberer und umfassender beleuchten kann ist wünschenswert, wenngleich nicht einfach. Leider ist Hamilton, sowie Vettel und Ferrari eine Wollmilchsau die wöchentlich mehrfach geschlachtet und gemolken wird.


Ich bin 200%ig sicher das hier ab und an ins Forum reingelinst wird, sei es auch nur um einen kurzen - klappt das Muster noch - Test zu vollziehen. Wenn dem so ist, Herr Fischer, danke für ihre Rückmeldung zum letzendlich Falschen Falschaussagenvorwurf (Verstappen:... Wegen Seb ...in Österreich) letztens, ich konnte leider nicht per Email Antworten.
Gesundheitstipp: Nach dem (30s) Händewaschen, wenn ihr vom Kühlen ins Warme kommt, reibt euch Hals, Ohren, Nase warm. (Nachfragen -> PN).
Suche Mäzen/in zur gemeinsamen Weltverbesserung - ebenfalls PN an mich ;)

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Re: Rassismusdebatte in der F1: Ein Totalversagen der Medien

Beitrag von Formula_1 » 30.07.2020, 17:58

Sportsmann hat geschrieben:
30.07.2020, 17:50
Zu Abschnitt 2. Was Hamilton "vorgeworfen" hat, ist eben auch Teil der Medien, die hier in der Kritik stehen. So deutlich musste man den Vorwurfcharackter der Aussagen Hamiltons nicht sehen. Wer wollte tat das, aber die Originalaussagen vor/nach Österreich, bzw. die Äußerungen seiner Wünsche vor Ungarn sind keineswegs so negativ wie sie hier der Kontextsetzung halber dargestellt wurden.
Ich bin erstaunt, dass es diesen Artikel der Kollumne gibt, weil ich nicht gedacht hätte, das der Chefredakteur der die ganze Rassismusthemen bewusst ausgeschlachtet hat, dann ein Totalversagen der Medien anerkennt. Was mir aber leider nicht so gefällt ist, dass ich hier keine Ideen finde, wie man denn gedenkt es in Zukunft besser zu machen.
Ich kann mich leider nicht mehr an den letzten Artikel erinnern wo Herr Nimmervoll von Verantwortung zu irgendeinem Thema sprach, den gab es in den letzten 8 Monaten, letztendlich ist in meinen Augen der Nachweis durch Taten wichtig und ich fürchte das wir den nicht bekommen. Es bleibt bei vagen Worten, die dem Klientel nach Geschmacksrichtung serviert wird, anstatt auch mal statt verkürzter Information, bei diesen sensiblen Themen weiter zu recherchieren, bis man das Gesamtkonstrukt beleuchten kann.

Ich bin 200%ig sicher das hier ab und an ins Forum reingelinst wird, sei es auch nur um einen kurzen - klappt das Muster noch - Test zu vollziehen. Wenn dem so ist, Herr Fischer, danke für ihre Rückmeldung zum letzendlich Falschen Falschaussagenvorwurf (Verstappen:... Wegen Seb ...in Österreich) letztens, ich konnte leider nicht per Email Antworten.
Ja, das war ja meine Vermutung, dass damit gemeint ist, dass die Medien darüber berichten (bzw. es so hochgeschaukelt haben). Andererseits wäre ich auch als "Leser" unzufrieden, wenn das gar nicht berichtet worden wäre, es ist nun einmal so gewesen. Und da finde ich es halt auch schwierig, im nächsten Satz dann gleich Hamilton von jeglicher Schuld freizusprechen - ich will damit nicht sagen, dass Hamilton "Schuld" hat, aber vielleicht hätte man diesen Satz einfach weglassen können, da unter anderem die Anprangerung seiner Kollegen eben sehr wohl für einen Großteil der Debatten verantwortlich war, und das sind doch genau die Debatten, die total am Thema vorbei gehen.

EDIT:
Leider wird im Artikel das ganze eben nur sehr schwammig behandelt, man spricht Hamilton von einer Schuld absolut frei (was so komplett eben auch nicht ganz richtig ist) aber lässt dann als "Schuldigen" den ganzen Bereich "Medien" verantwortlich, ohne mal konkret zu benennen, dass man sich gerade hier selber falsch verhalten hat (also explizit man selbst, nicht nur als Teil einer großen Gruppe (Medien)).

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Re: Rassismusdebatte in der F1: Ein Totalversagen der Medien

Beitrag von turbocharged » 30.07.2020, 18:27

Och nicht schon wieder. Ist auch wieder gut jetzt...

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Re: Rassismusdebatte in der F1: Ein Totalversagen der Medien

Beitrag von Tracklimit_F1 » 30.07.2020, 21:38

Redaktion hat geschrieben:
30.07.2020, 16:18
...ich bin zwar nicht der Meinung, dass Politik etwas auf einer Motorsport-Plattform verloren hat. Aber...

Die Art und Weise, wie diese Debatte in der Formel 1 gerade geführt wird, ist ein Totalversagen von uns Medien.

Dabei wäre es gar nicht so schwierig, wieder in die richtige Spur zu finden. Wir könnten wieder mehr über den Sport reden...
Zwingt doch keiner die gleiche Welle zu reiten.
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Re: Rassismusdebatte in der F1: Ein Totalversagen der Medien

Beitrag von CptMiller » 30.07.2020, 22:54

Ein wirklich starkes Statement, Sie haben mich wirklich überrascht. Diese Einsichten wären auch in jeder größeren Online Zeitung einen Beitrag wert.
Gerade der Punkt, dass es schwierig ist, rassistische Anfeindungen wahrzunehmen wenn man ihnen nie ausgesetzt war ist nicht einfach zu vermitteln.
Es hilft viel, wenn man einfach mal unbefangen mit Betroffenen spricht. Einem empathischen Menschen rollen sich da die Fußnägel hoch.

Leider trifft auch die Medien Kritik voll ins Schwarze. Ich beobachte es immer wieder, in verschiedensten Ländern und Medien. Ein wichtiges Thema wird so lange mit Scheindebatten und Nebensächlichkeiten überflutet, dass am Ende nichts dabei rauskommt.
In post-kommunistischen Ländern, in denen die alte Garde noch Einfluss hat, hat das Methode. Aber hier würde ich mir etwas Besseres wünschen.

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Re: Rassismusdebatte in der F1: Ein Totalversagen der Medien

Beitrag von afa1515 » 30.07.2020, 23:59

Wenn die F1 rassistisch wär, wär Lewis nie dort gelandet. Fakt ist, er wurde schon in jungen Jahren unterstützt, und bis in die F1 gebracht - in diesem weißen Sport.

Er möcht ein MLK, Malcolm X oder Nelson sein. In Wirklichkeit ist er aber nur ein priviligierter Depp wie die anderen Piloten mit dem Pech/Glück die "richtige" Hautfarbe zu haben.

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Re: Rassismusdebatte in der F1: Ein Totalversagen der Medien

Beitrag von Turel » 31.07.2020, 00:33

Ah shit, here we go again!

Einige Medien und relevante Plattformen im Motorsport sind der Sache von Anfang an falsch angegangen und reiten sich immer tiefer in die Scheisse.

Lasst es gut sein, dass Ding ist gegessen.


I see no changes all I see is racist faces
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Westside, Outlaw, Bad Boy Killa
https://www.youtube.com/watch?v=ThU5NF0mv4g
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Re: Rassismusdebatte in der F1: Ein Totalversagen der Medien

Beitrag von Quebec » 31.07.2020, 08:47

Das Sportler ihre Position nutzen und Flagge mit ihrem Statement zeigen ist völlig in Ordnung und auch ihre Pflicht, wie ich finde. Das das Rassismus Thema den Sport / die Berichterstattung über F1 dominiert Finde ich auch nicht in Ordnung. Das Problem des Rassismus liegt ja schließlich nicht in der F1!!

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Re: Rassismusdebatte in der F1: Ein Totalversagen der Medien

Beitrag von Michael-KR » 01.08.2020, 01:49

Redaktion hat geschrieben:
30.07.2020, 16:18
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Mannomann, was für ein Wischiwaschi - komme ich heute nicht, komme ich morgen.

Das ist ja nahezu erbärmlich, was ein ChR sich so zusammen schreibt. Es gäbe mindestens 5.000 Argumente, die man in dieser Situation EINDEUTIG anbringen könnte, doch genau dies wird nicht getan.

Sorry, aber mit der Haltung: Wasch mir den Pelz, aber mach' mich nicht nass. wird diesem extrem wichtigen Thema mr.E. gar nicht Genüge getan.

Mannomann, hat man wirklich nicht die E...r sich wirklich zu positionieren? Ja, positioniert man sich, bekommt man auch Gegenwind - das ist nun einmal so. Aber Wischiwaschi ist rein gar nichts, das bringt keinem etwas – noch nicht mal dem eigenen (extrem bescheidenen) Ego. Damit lässt sich noch nicht einmal der 08/15-F1-Fan für begeistern.

Nun ja, beim nächsten Mal wirds sicherlich viel besser.

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