Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

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Spa43/44
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Spa43/44 » 11.06.2018, 18:14

ALO95 hat geschrieben:Denke dass Hamilton schon lange nicht mehr auf dem Niveau fährt auf dem er von 2007 bis 2010 war. Bottas und Rosberg sind keine Alonsos. Aber Hamilton hat sich gegen die überraschend schwer getan und die WM nur aufgrund des überragenden Autos gewonnen.
Hamilton hat zwar hin und wieder extrem gute Rennen wo er unschlagbar ist aber über eine gesamte Saison würde er im direkten Vergleich z. B. gegen Alonso extrem schlecht aussehen weil der eben immer das Maximum herausholt und nicht wie Hamilton einmal alle 5 Rennen wenn alles passt.


Woher willst du denn wissen, dass Alonso immer das Maximum herausholt? Die einzige Referenz ist doch Vandoorne.

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schumi791
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon schumi791 » 11.06.2018, 18:50

Alonso und Kimi Fan hat geschrieben:Schon mal überrlegt das bottas einfach besser wurde? Ich bin mir zb ziemlich sicher dass ein alonso von 2012 weil er länger in der f1 war, besser als der alonso von 2006 war der im renault die titel geholt hat.

Das ist mal ein interessanter Einwand, dem ich auch vollkommen Zustimme. Die WM-Jahre eines Fahrers sind nicht automatisch auch die Jahre in denen er seine beste fahrerische Performance abgeliefert hat. Ich sehe die fahrerische Leistung Alonsos aus dem Jahr 2012 auch als besser an als die, welche er uns in seinen WM-Jahren gezeigt hat. Wobei Alonso schon damals sehr stark darin war, dass Optimum in einem Rennen herauszuholen, wodurch er bei Patzern der direkten Konkurrenz den maximalen Ertrag schöpfen konnte.

Für mich persönlich lieferte Schumacher in den Jahren 1996 und 1998 auch die bessere fahrerische Leistung ab, als in dem Jahr 2003. 2003 wurde er aber im Gegensatz zu den anderen beiden Jahren Weltmeister. Dazu steht es doch wohl außer Frage, dass Hamilton 2007 fahrerisch auch eine bessere Saison gezeigt hat, als im Jahr darauf. Jedoch holte Hamilton seinen ersten WM-Titel im Jahr 2008 und nicht im Jahr 2007.

ALO95 hat geschrieben: Nein. Hamilton kann sein Niveau seit 2010 einfach nicht mehr regelmäßig abrufen.

Es ist wohl eher so, dass du nach 2010 bis zum gestrigen Kanada-GP keine Formel 1 mehr geschaut hast, anders ist dieser Kommentar überhaupt nicht zu erklären.

Zum eigentlichen Thema:
Hamilton für diese Kolumne auszuwählen, war eine gute Wahl. Natürlich hätte Räikkönen hier auch gut hingepasst, jedoch war, gemessen an den eigenen Ansprüchen, Hamilton der größere Verlierer. Die Wahl geht also vollkommen in Ordnung.

Was die These angeht, dass Hamilton es gerne auch mal schleifen lässt, so unterstütze ich diese Meinung. Mir kam es ebenfalls immer so vor, dass sobald alles zugunsten Hamiltons entschieden ist, er die Zügel locker lässt. Da unterscheidet er sich dann doch deutlich von einem Schumacher oder Vettel, welche immer noch mehr Siege erringen wollen bzw. wollten, obwohl die WM schon in trockenen Tüchern war.

Bei Hamilton sehe ich das hingegen nicht. Sowohl 2015 als auch 2017 konnte er keinen Sieg mehr nachlegen, nachdem er die WM vorzeitig für sich entschieden hatte. Gerade bei 2015 bin ich überzeugt davon, dass er hier nachrträglich einen schweren Fehler gemacht hat. Hamilton hat es einfach nicht geschafft Rosberg nach Austin wieder zu besiegen, wodurch Rosberg sich wieder rehabillitieren konnte. Hier ist Hamillton definitv eine Chance entgangen Rosberg entgültig zu zermürben.
Zuletzt geändert von schumi791 am 12.06.2018, 16:57, insgesamt 1-mal geändert.
Michael Schumacher will always be the greatest!
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon CrAzyPsyCho » 11.06.2018, 19:33

Ich denke es war einfach nicht sein Wochenende, sowas kann passieren. Ich sehe da derzeit kein Formtief. Ihm wird vielleicht das Setup nicht gepasst haben.

Kimi sehe ich da schon kritischer. Da hat Hamilton schon technische Probleme und er kommt beim Stopp trotzdem nicht vorbei.

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iceman2411
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon iceman2411 » 12.06.2018, 11:49

eMCe hat geschrieben:
Ist korrekt.
Hat Mercedes(Wolff glaube ich) selber gesagt und Wasser/Danner kramen es auch ab-und-zu mal wieder raus.
Der Mercedes mag wegen der komplizierten Aero DirtyAir so garnicht, das Auto ist von Mercedes konkret darauf konzipiert worden vorne weg zu fahren.

Mercedes bekommt das "alte" Problem wieder wenn sie hinter anderen Autos fahren, durch die (deutlich) schlechter werdende Aero verschleißen die Reifen frühzeitig so das sie garkeinen Stich mehr landen können.
Und offenkundig hat man es mit der Aero dermaßen übertrieben das das Auto hinter mehreren anderen auch nicht mehr vernünftig gekühlt wird/werden kann...

Das "Konzept" Mercedes ging immer nur auf wenn sie vorne(Pole am besten) standen, ansonsten wurde es immer zäh und mittelmäßig.


Hört doch bitte mal auf damit diesen Unsinn der irgendwann mal erzählt wurde jedes mal aufs neue aufzuwärmen. Jedes aber auch wirklich jedes F1 Auto ist für die Fahrt in sauberer Luft konzipiert alles andere macht gar keinen Sinn. Dirty Air macht jedem Fahrzeug zu schaffen egal ob Mercedes oder Sauber.
Es gab auch schon oft genug Fälle wo ein Mercedes von hinten starten musste, da wäre nach dieser Logik ein vorfahren auf die vorderen Plätze ja gar nicht möglich gewesen.

Hier kommt eben der Pilot ins Spiel, der im Idealfall den richtigen Abstand und das richtige Fahrzeugmanagement hat um ein überhitzen der Reifen bzw. andere Probleme die das hinterhefahren mit sich bringt dementsprechend zu händeln.

Hamilton hat es einfach nicht hinbekommen an diesem WE, so einfach ist das.
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Lsadno
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Lsadno » 13.06.2018, 18:32

Costigan hat geschrieben:
LoK-hellscream hat geschrieben:In der Vergangenheit hast du damit sicherlich recht. Aber ich sehe im Jahr 2018 einen Vettel, der die Ruhe in Person zu sein scheint. Er hat sowohl selbst als auch fremdverschuldet einiges an Punkte bereits liegenlassen. Aber er hatte sich perfekt unter Kontrolle und schien das Ganze nicht an sich ranzulassen. Währenddessen Hamilton 2018 eher unglücklich wirkt und es nicht den Anschein hat, als könne oder wolle er mehr rausholen. Ich weiß, das kann auch nur meine persönliche Wahrnehmung sein. :wink:

Nun... ich würde den Ferrari in diesem Jahr auch nicht als zickig bezeichnen. Vettels Gelassenheit könnte also womöglich damit zusammenhängen, dass er weiß, dass er in diesem Jahr das Material hat, was er für den Titel braucht :wink:

2017 war der Eindruck im Übrigen noch genau umgekehrt bei den beiden.


naja, immerhin hat vettel die erfahrung, wie es ist, in einem schwächeren auto zu sitzen. hamilton hat in seiner ganzen karriere noch nie eine "kraxn" gefahren. hamilton ist wirklich verwöhnt in seiner karriere, der ist jedes jahr bisher in einem siegfähigen auto gesessen.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Mithrandir » 16.06.2018, 17:13

ALO95 hat geschrieben:Hamilton hat zwar hin und wieder extrem gute Rennen wo er unschlagbar ist aber über eine gesamte Saison würde er im direkten Vergleich z. B. gegen Alonso extrem schlecht aussehen weil der eben immer das Maximum herausholt und nicht wie Hamilton einmal alle 5 Rennen wenn alles passt.

Ja, da kann man nur zustimmen. Ab und zu gewinnt er mal aus eigener Kraft ein Rennen, aber gegen Alonso sieht er wirklich schlecht aus. Denke in der schlaflosen Nacht hat er sich gewünscht den Weg seines früheren spanischen Teamkollegen gegangen zu sein, der ununterbrochen sein Können beweist statt glückliche Titel und Siege zu sammeln.
Für die Konkurrenz ist es ganz gut, dass Hamilton nur in jedem fünften Rennen mal ganz passabel abliefert bei einer Siegquote von knapp 30%. Da gewinnt er auch suboptimale Rennen. Wenn er wirklich gut wäre hätte er mindestens alle seine Rennen gewonnen
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon bolfo » 16.06.2018, 22:45

Mithrandir hat geschrieben:
ALO95 hat geschrieben:Hamilton hat zwar hin und wieder extrem gute Rennen wo er unschlagbar ist aber über eine gesamte Saison würde er im direkten Vergleich z. B. gegen Alonso extrem schlecht aussehen weil der eben immer das Maximum herausholt und nicht wie Hamilton einmal alle 5 Rennen wenn alles passt.

Ja, da kann man nur zustimmen. Ab und zu gewinnt er mal aus eigener Kraft ein Rennen, aber gegen Alonso sieht er wirklich schlecht aus. Denke in der schlaflosen Nacht hat er sich gewünscht den Weg seines früheren spanischen Teamkollegen gegangen zu sein, der ununterbrochen sein Können beweist statt glückliche Titel und Siege zu sammeln.
Für die Konkurrenz ist es ganz gut, dass Hamilton nur in jedem fünften Rennen mal ganz passabel abliefert bei einer Siegquote von knapp 30%. Da gewinnt er auch suboptimale Rennen. Wenn er wirklich gut wäre hätte er mindestens alle seine Rennen gewonnen


Also bitte. Nennenswert sind erst Siegquoten über 100%. Ich zitiere Willi Weber: "Schumacher würde im Williams 17 von 16 Rennen gewinnen." Von so einer Quote kann Bremsfuss-Ham doch nur träumen.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon EffEll » 17.06.2018, 09:49

bolfo hat geschrieben:
Mithrandir hat geschrieben:
ALO95 hat geschrieben:Hamilton hat zwar hin und wieder extrem gute Rennen wo er unschlagbar ist aber über eine gesamte Saison würde er im direkten Vergleich z. B. gegen Alonso extrem schlecht aussehen weil der eben immer das Maximum herausholt und nicht wie Hamilton einmal alle 5 Rennen wenn alles passt.

Ja, da kann man nur zustimmen. Ab und zu gewinnt er mal aus eigener Kraft ein Rennen, aber gegen Alonso sieht er wirklich schlecht aus. Denke in der schlaflosen Nacht hat er sich gewünscht den Weg seines früheren spanischen Teamkollegen gegangen zu sein, der ununterbrochen sein Können beweist statt glückliche Titel und Siege zu sammeln.
Für die Konkurrenz ist es ganz gut, dass Hamilton nur in jedem fünften Rennen mal ganz passabel abliefert bei einer Siegquote von knapp 30%. Da gewinnt er auch suboptimale Rennen. Wenn er wirklich gut wäre hätte er mindestens alle seine Rennen gewonnen


Also bitte. Nennenswert sind erst Siegquoten über 100%. Ich zitiere Willi Weber: "Schumacher würde im Williams 17 von 16 Rennen gewinnen." Von so einer Quote kann Bremsfuss-Ham doch nur träumen.

Man kann halt nicht immer 120% geben und Wochenende für Wochenende das beste Rennen seiner Karriere fahren.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Costigan » 19.06.2018, 06:08

Lsadno hat geschrieben:naja, immerhin hat vettel die erfahrung, wie es ist, in einem schwächeren auto zu sitzen. hamilton hat in seiner ganzen karriere noch nie eine "kraxn" gefahren. hamilton ist wirklich verwöhnt in seiner karriere, der ist jedes jahr bisher in einem siegfähigen auto gesessen.

Wie gesagt: 2009 hatte er auch kein erwähenswertes Auto.
Verwöhnt sind sie dahingehend ohnehin beide. Hamilton unterm Strich vielleicht etwas mehr, aber das wäre aus Vettel(-Fan)-Sicht Jammern auf extrem hohen Niveau.

Vettel fing 2007/08 relativ klein an, hatte dann aber 2009-2013 titelfähige Autos. 2014 zumindest eines, mit dem der Teamkollege drei Siege und Platz 3 in der WM einfahren konnte.
2015 konnte Vettel sich auch 3 Siege und Platz 3 in der Endabrechnung sichern. 2016 war der Ferrari nicht top, aber zumindest immer noch ein Top3 Auto.
Und seit 2017 kann er wieder um WM Titel kämpfen.

Hamilton stieg 2007 und 2008 mit WM-fähigen Autos in die Formel 1 ein. 2009 hatte er dann sein besagtes schwächstes Auto in seiner bisherigen F1 Karriere. 2010 lässt sich vielleicht am besten mit Vettels Position 2017 oder 2009 vergleichen, nur dass die Konkurrenz 2010 größer war, weil 3 Teams und 5 Fahrer um die WM fuhren.
2011 war der McLaren 2. Kraft, aber der Red Bull war der Konkurrenz restlos überlegen.
2012 war der McLaren wieder siegfähig und sehr schnell, aber für den Titel nicht standfest genug.
2013 habe ich zwischenzeitlich vergessen: Neben 2009 sein am wenigsten gutes Auto, aber zumindest auch für 1 Sieg und ein paar Podestplätze gut.
Und seit 2014 WM-Autos.

Wie ich anfangs schon sagte: Beide können sich nicht beschweren, was für Autos sie bislang in der F1 zur Verfügung hatten. Da dann großartige Unterschiede zu machen, grenzt an Haarspalterei.
„Success is not final, failure is not fatal: it is the courage to continue that counts.“


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