Kai Ebel: "Schumania" in Deutschland lässt sich wiederholen

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Kai Ebel: "Schumania" in Deutschland lässt sich wiederholen

Beitragvon Redaktion » 23.08.2016, 11:25

Der TV-Paradiesvogel im Interview: Was Hamilton mit einer Zitrone zu tun hat, wieso Rosberg nicht zu lieb für den Titel ist und Vettel Ferrari eines Tages verlassen könnte
Kai Ebel

Kai Ebel ist seit der Saison 1992 am Puls der Formel 1: Er weiß, wie Hamilton tickt

Kai Ebel hat in seinen 24 Jahren als Fernsehreporter für RTL so ziemlich jeden im Formel-1-Zirkus am Mikrofon gehabt - entweder himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt. Klar, dass der 51-Jährige weiß, wie Piloten ticken. Im Interview mit 'Motorsport-Total.com' erklärt er, warum Lewis Hamilton die Paparazzi abgeschafft hat, zuweilen aber ein schwieriger Pappenheimer ist. Ebel warnt davor, Mick Schumacher als deutschen Hoffnungsträger der Generation PlayStation zu stark unter Druck zu setzen.

Frage: "Kai, schrille Outfits sind seit Jahrzehnten dein Markenzeichen. Auch Lewis Hamilton mag es gerne auffällig, glänzend und provokant. Wer ist jetzt die Stilikone der Formel 1?"
Kai Ebel: "Lewis Hamilton, ganz klar! Ich bin ja kein Formel-1-Fahrer. Aber wahrscheinlich habe ich mich früher für Mode interessiert als Lewis."

Frage: "Gefällt dir Lewis Hamilton als Typ?"
Ebel: "Absolut, er ist ein echter Verkaufsschlager, unverwechselbar und besitzt etwas, was die wenigsten Piloten haben: Glamour. Man interessiert sich für ihn auch über die Szene hinaus."

Hamilton: Zwischen Hollywood-Show und Einsilbigkeit

Frage: "Aber es ist sicher nicht gerade einfach, mit ihm zu arbeiten..."
Ebel: "Er kann ziemlich launisch sein. Wenn es bei ihm richtig gut läuft, ist er brillant. Dann liefert er eine hollywoodreife Show ab. Wenn es nicht läuft, kann er wortkarg sein. Man stellt ihm die offensten Fragen der Welt und bekommt ein- oder zweisilbige Antworten - man muss ihn auspressen wie eine Zitrone. Aber deswegen mache ich es gerne. Er ist eine Herausforderung. Und er hat die Paparazzi abgeschafft: Bei dem, was er alles selbst in sozialen Netzwerken veröffentlicht, hätte es früher Millionenklagen gegeben."


Fotostrecke: Hamilton vs. Rosberg: Die Crash-Chronologie

Angefangen hat alles 2014 in Spa-Francorchamps: Nico Rosberg saugt sich auf der Kemel-Geraden im Windschatten an Leader Lewis Hamilton an und versucht es außen. Das Manöver...

Angefangen hat alles 2014 in Spa-Francorchamps: Nico Rosberg saugt sich auf der Kemel-Geraden im Windschatten an Leader Lewis Hamilton an und versucht es außen. Das Manöver...

Frage: "Braucht die Formel 1 mehr Kerle von diesem Schlag?"
Ebel: "Von so einem extremen Typen reicht einer. Da ist es schön, einen Gegenentwurf zu haben. Was wollen wir mit 22 Kimi Räikkönens, Nico Rosbergs oder Lewis Hamiltons? Wichtig ist, dass die Jungs authentisch sind. Sobald jemand versucht, eine Rolle zu spielen, merkt man es ihm an und es wird ein Stück weit unehrlich."

Frage: "Stichwort Nico Rosberg. Er ist immer höflich und galant. Zu lieb für den WM-Titel?"
Ebel: "Das würde ich nicht sagen. Es gibt die unterschiedlichsten Typen. Unterschiedlichste Wege führen zum Ziel. Lewis ist ein Instinktfahrer mit natürlichem Speed. Er will sich nicht geistig mit jedem Detail auseinandersetzen. Er will brutal schnell sein. Nico überlässt nichts dem Zufall und analysiert alles - bis hin zur Ernährung."

Ferraris Leidenszeit: Vettel sollte sich Schumacher zum Vorbild nehmen

"Er hat außerhalb des Cockpits perfekte Manieren, ist immer freundlich, spricht fünf Sprachen perfekt - ein Vorbildsportler, aber das hat mit seiner Leistung nichts zu tun. Deshalb ist er nicht langsamer. Nur vielleicht analysiert er manchmal einen Tick zu viel und sollte auf seinen Bauch hören. Wenn man das ständig tut, kann es umgekehrt wie bei Lewis Hamilton in Baku passieren, dass man einen Fehler macht, weil man die Strecke im Vorfeld nicht ordentlich analysiert hat."

Sebastian Vettel

Braucht endlich ein schnelles Auto: Sebastian Vettel muss geduldig sein

Frage: "Sebastian Vettel und Ferrari sind nicht mehr die Erfolgsverbindung, wie es 2015 den Anschein hatte. Passt das noch zusammen?"
Ebel: "Das passt noch gut zusammen. Wenn ich daran denke, wie lange Michael Schumacher gebraucht hat, um Erfolg zu haben: Es dauert eine Weile bis sich alle aneinander gewöhnen. Im Moment kämpft Sebastian mit stumpfen Waffen. Bei Ferrari muss vielleicht umstrukturiert werden. Ein Abgang wie der von Technikchef James Allison ist schwer zu verkraften. Sie brauchen jemanden, der für das kommende Jahr ein perfektes Auto hinstellt. Ich komme nicht aus der Technik, glaube aber, dass es das A und O ist. Red Bull ist noch da, weil sie Leute haben, die es verstehen, ein tolles Auto zu bauen. Wenn das bei Ferrari klappt, gewinnt Sebastian wieder Rennen und fährt um den WM-Titel. Die Formel 1 braucht ein starkes Ferrari-Team."

Frage: "Sebastian Vettel ist niemand, der mit seiner Meinung hinter dem Berg hält. Könnte es sein, dass er oder das Team die Geduld verlieren?"
Ebel: "Er ist ein absoluter Profi und weiß, dass das Team anders tickt als Red Bull. Wenn er sich in Erinnerung ruft, dass Michael fünf oder sechs Jahre gebraucht hat, dann weiß er, dass er es nicht unbedingt im zweiten oder dritten Jahr schaffen muss. Er muss Geduld haben und ist intelligent genug um zu wissen, wie lang und holprig der Weg sein kann."

Zweite "Schumania" dank Mick Schumacher?

"Ich kann aber nicht in die Zukunft schauen: Wer sagt, dass er nicht morgen seine Meinung ändert? Wie oft sehen wir beim Fußball, dass sich jemand nach jedem Tor auf das Vereinswappen auf der Brust klopft und schwört, er spiele ein Leben lang bei einem Klub - und in der nächsten Saison ist er plötzlich weg. Das kann auch in der Formel 1 passieren. Alle haben sehr viel Spaß am Motorsport, aber es geht auch um einen Beruf. Und darum, Geld zu verdienen. Wenn jemand mit viel Geld und der Möglichkeit, den WM-Titel zu gewinnen, winkt, sagt niemand so schnell nein."

Michael Schumacher

Begeisterng wie zu Zeiten Schumachers kann es wieder geben, sagt Ebel

Frage: "Du hast die 'Schumania' in den Neunzigerjahren hautnah miterlebt. Lässt sich in Deutschland nochmals so viel Euphorie für die Formel 1 entfachen?"
Ebel: "Ich glaube, es lässt sich wiederholen. Wir sehen schon jetzt, dass wir auf einem guten Weg sind. Der Wechsel von Vettel zu Ferrari hat etwas bewirkt. Wichtig ist, dass die Protagonisten der Formel 1 - also die Fahrer, Teamchefs und Promoter - ihr eigenes Produkt nicht schlechtreden. Sonst ist es ein schlechtes Zeichen, aber das sich wieder geändert."

"Wenn ich unsere Einschaltquoten zugrunde lege, kann ich sagen, dass wir Fortschritte verzeichnen. Es tut sich etwas, obwohl Sebastian Vettel nicht um den WM-Titel mitfährt. Ich hätte gedacht, es hinge sehr viel davon ab. Stellen wir uns vor, er wird besser, die Roten kämpfen gegen die Silberpfeile und es fahren zwei Deutsche um die WM: Das würde ein Schippchen drauflegen. Nicht zu vergessen: Es wird ein paar Jahre dauern, dann taucht der Name Schumacher wieder in der Formel 1 auf. Da würde sich eine ganze Menge mehr bewegen."

Dank der PlayStation: Verstappen ist ein "Jahrhunderttalent"

Frage: "Du sprichst von Mick Schumacher. Schon als er in Hockenheim zu Gast war, war der Hype riesig. Tritt er eines Tages in die Fußstapfen seines Vaters?"Ebel: "Man muss vorsichtig sein. Die Fußstapfen eines Michael Schumacher sind momentan für jeden zu groß. Wer weiß, ob es jemals wieder einen geben wird, der sieben WM-Titel gewinnt? Der Junge darf nicht zu viel Druck bekommen. Er ist ein Talent, er fährt mit Kopf und gewinnt die ersten Rennen. Man darf nicht den Fehler machen, ihn mit Max Verstappen zu vergleichen, der mit 17 Jahren ohne Führerschein eingestiegen ist. Er ist die absolute Ausnahme und ein Jahrhunderttalent. Mick Schumachers Vorteil ist: Wenn er in die Formel 1 kommt, wird er wohl auch ein gutes Auto bekommen und die Chance haben, vorne mitzufahren."

Inside GP Belgien: Max Verstappen im Porträt

Der Aufsteiger des Jahres 2015 ist der Überflieger der Saison 2016: Max Verstappen. Er ist der jüngste Pilot, der je einen Grand Prix gewinnen konnte Weitere Formel-1-Videos

Frage: "Apropos Max Verstappen: Er hat einiges von dem, was er kann, auf der PlayStation gelernt. Ist das ein neuer Weg für junge Talente, um in die Formel 1 zu kommen?"Ebel: "Andersherum wird ein Schuh draus: Ohne Simulation ist es nicht mehr möglich, in die Formel 1 zu kommen. Dafür ist alles zu technisch. Wenn wir die Lenkräder von heute anschauen und sie mit denen von früher vergleichen: Da braucht man ein hohes technisches Verständnis, man muss Multitasking beherrschen. Es gibt zu viele Schalter und es sind zu viele Dinge zu beachten. Auch die Motoren sind komplizierter geworden. Es geht viel mehr um Kopfarbeit. Die mentale und geistige Vorbereitung ist wichtiger. Wie sonst könnte man sich darauf einstellen und Dinge automatisieren, wenn man eine Strecke nicht im entsprechenden Auto gefahren ist?"Frage: "Spielst du selbst auch auf der PlayStation?"Ebel: "Ich bin weder Rennfahrer noch Spieler. Ich kenne alles und finde es sehr reizvoll, aber ich bin nicht besonders talentiert. Ich habe meinen Platz auf der anderen Seite der Leitplanke gefunden, dort soll er bleiben."Frage: "Du hast auch keine Ambitionen, eines Tages eine Rennlizenz zu machen?"Ebel: "Ich dachte immer, es sei sinnvoll, ein Fahrtraining zu machen, um für die Fahrsicherheit etwas dazuzulernen und die Rennfahrer etwas besser zu verstehen. Für eine Rennlizenz braucht man Zeit, die einem die Formel 1 nicht bietet."Frage: "Eine Rennlizenz kannst du mit dem neuen Gran Turismo Sport auch auf der Konsole machen..."Ebel: "Das könnte ich mir schon eher vorstellen. Erst die digitale Rennlizenz machen und dann die richtige."

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Zuletzt geändert von Redaktion am 23.08.2016, 11:52, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Kai Ebel: "Schumania" in Deutschland lässt sich wiederholen

Beitragvon doc_joh » 23.08.2016, 12:27

Ein vernünftiges Interview mit wenigen Lapsus und kaum Mode- und Glamourgequatsche. Sehr gut! Ebenso wie bei der Sumpfmanguste Heiko Wasser ist davon auszugehen, dass diese Gestalten hoffentlich mehr Ahnung von der Formel 1 haben , als RTL-Sendungen es vermuten lassen.

An der Rennstrecke ist Kai Ebel mittlerweile hingegen eine Karikatur seiner selbst aus den 90ern. Er ist meinetwegen ein Paradiesvogel in diesem Zirkus, aber da sich zu seiner Dauer-Malle-Touri-Erscheinung in keinster Weise ein ernsthafter journalistischer Ansatz hinzugesellt, kann man den Kai Ebel der 2010er-Jahre auch keinesfalls mehr ernst nehmen. Die Fragen, die er stellt, sind Keller-Niveau ("Wie schwer ist es...", "Was haben sie gedacht, als...", "Sie starten hinter Kollege X. Erwarten sie einen Crash in Runde 1?"). Bei sonstigen Ankündigungen und Gewinnspiel-Ablesetexten wirkt er oft, als wisse er selbst nicht ganz, wo er gerade ist. Für mich: Totalausfall.

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..::Borni::..
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Re: Kai Ebel: "Schumania" in Deutschland lässt sich wiederholen

Beitragvon ..::Borni::.. » 23.08.2016, 12:49

doc_joh hat geschrieben:Ein vernünftiges Interview mit wenigen Lapsus und kaum Mode- und Glamourgequatsche. Sehr gut! Ebenso wie bei der Sumpfmanguste Heiko Wasser ist davon auszugehen, dass diese Gestalten hoffentlich mehr Ahnung von der Formel 1 haben , als RTL-Sendungen es vermuten lassen.

An der Rennstrecke ist Kai Ebel mittlerweile hingegen eine Karikatur seiner selbst aus den 90ern. Er ist meinetwegen ein Paradiesvogel in diesem Zirkus, aber da sich zu seiner Dauer-Malle-Touri-Erscheinung in keinster Weise ein ernsthafter journalistischer Ansatz hinzugesellt, kann man den Kai Ebel der 2010er-Jahre auch keinesfalls mehr ernst nehmen. Die Fragen, die er stellt, sind Keller-Niveau ("Wie schwer ist es...", "Was haben sie gedacht, als...", "Sie starten hinter Kollege X. Erwarten sie einen Crash in Runde 1?"). Bei sonstigen Ankündigungen und Gewinnspiel-Ablesetexten wirkt er oft, als wisse er selbst nicht ganz, wo er gerade ist. Für mich: Totalausfall.


Diese Fragen sind wirklich läastig und immer wieder gleich. Aber was wären die alternativen Fragen?

abloo
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Re: Kai Ebel: "Schumania" in Deutschland lässt sich wiederholen

Beitragvon abloo » 23.08.2016, 13:15

..::Borni::.. hat geschrieben:Aber was wären die alternativen Fragen?


Alternativfragen? naja.

a) Was haben Sie heut vormittag gemacht als WarmUp?
b) Sind Sie zufrieden mit Ihrer Crew?
c) Finden Sie den Wolff auch so unsympathisch?
d) Denken sie nicht auch, diese Interviews dienen nur als Lückenfüller für die Werbung vorm Rennen?
e) Bernie macht doch zuviel Geld, was meinen Sie?
f) Wer hat heut vorm Rennen das Klo wieder blockiert?
g) Welches Getränk trinken Sie im Rennen?
h) Pirelli baut doch katastrophale Reifen grad oder?
i) Halten Sie die vordefinierten von Bernie abgesegneten Interviewfragen für zu langweilig?

Hier ein paar Beispiele. Sind doch ganz nette dabei oder nicht?

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Re: Kai Ebel: "Schumania" in Deutschland lässt sich wiederholen

Beitragvon theCraptain » 23.08.2016, 13:50

Darf er mitbestimmen (oder gar selbst bestimmen) was er wen und wann fragen darf?

Oder dient er nur als verlängertes Sprachrohr der Chefredaktion in der Pitlane? So gemeint, dass er bereit stehen muss und ihm via Ohrhörer von der redakton alles angewiesen wird und er dann nur noch ausführt?

Diese Antwort wäre für mich das einzige Kriterium seine journalistische Kompetenz zu bewerten.
Früher war gar nix besser, ausser der Motorsport.

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Re: Kai Ebel: "Schumania" in Deutschland lässt sich wiederholen

Beitragvon Spankyham » 23.08.2016, 14:01

Wen interessieren diese RTL Proleten? :lol:

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Re: Kai Ebel: "Schumania" in Deutschland lässt sich wiederholen

Beitragvon Zitterbacke » 23.08.2016, 14:54

Der Typ ist oberpeinlich. Ein Mann zum fremdschämen.
Habe den Eindruck, die Fahrer rollen schon immer mit den Augen, wenn er zu ihnen vor den Start angetanzt kommt.
Kein Wunder das z.B. Vettel vor den Start keine Interviews mehr gibt. Würde ich auch. Der bunte Vogel nervt nur.

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Re: Kai Ebel: "Schumania" in Deutschland lässt sich wiederholen

Beitragvon chrisspeed » 23.08.2016, 15:36

Schaut doch mal bei SKY Uk vorbei. Da sieht man, was man für Fragen stellen kann, ohne dass es langweilig wird.
Die bekommen aber auch jeden Fahrer vor das Mikro, was Kai Ebel irgendwie nicht schafft. Er muss sich mit B-Promis zufrieden geben.
Meine Hassfrage von ihm übrigens "Wie lange brauchst du, um dies oder jenes zu verdauen?"!"""

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Re: Kai Ebel: "Schumania" in Deutschland lässt sich wiederholen

Beitragvon Dark Messenger » 23.08.2016, 16:23

abloo hat geschrieben:
..::Borni::.. hat geschrieben:Aber was wären die alternativen Fragen?


Alternativfragen? naja.

a) Was haben Sie heut vormittag gemacht als WarmUp?
b) Sind Sie zufrieden mit Ihrer Crew?
c) Finden Sie den Wolff auch so unsympathisch?
d) Denken sie nicht auch, diese Interviews dienen nur als Lückenfüller für die Werbung vorm Rennen?
e) Bernie macht doch zuviel Geld, was meinen Sie?
f) Wer hat heut vorm Rennen das Klo wieder blockiert?
g) Welches Getränk trinken Sie im Rennen?
h) Pirelli baut doch katastrophale Reifen grad oder?
i) Halten Sie die vordefinierten von Bernie abgesegneten Interviewfragen für zu langweilig?

Hier ein paar Beispiele. Sind doch ganz nette dabei oder nicht?


Bild-Zeitung Niveau.
Weder lustig noch kreativ.
Und dann beschwert sich noch einer über dumme News.

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Re: Kai Ebel: "Schumania" in Deutschland lässt sich wiederholen

Beitragvon doc_joh » 23.08.2016, 17:16

..::Borni::.. hat geschrieben:Aber was wären die alternativen Fragen?


Vernünftige Fragen sind situationsbezogen, und sollten stets Antworten mit wirklich neuen Informationen hervorbringen. Wie so etwas funktioniert, ist bei Sky Sports F1 (UK), sowie BBC oder auch NBC zu beobachten.

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Re: Kai Ebel: "Schumania" in Deutschland lässt sich wiederholen

Beitragvon phenO » 23.08.2016, 17:26

Eine "Schumania" wird es in Deutschland nicht geben. Den Hype gab es ja im Grunde nur, weil da plötzlich einer war, der vorn mitgefahren ist und als Talent galt. Danach hat "Deutschland" (wie so oft im Sport) dem ganzen seinen Stempel aufgedrückt und dominiert. "Wir" haben also schon alles gewonnen. Woher soll da nun plötzlich wieder ein Hype entstehen. Etwas anderes wäre es vielleicht, wenn nicht permanent deutsche Piloten im Fahrerfeld und auf dem Podium zu finden wären.

Vergleichbar ist das immer mit Tennis. Becker,Stich,Graf - plötzlich gab es da Deutsche, die dominiert haben. Und plötzlich waren alle Tennisfans. Danach hat sich doch kaum noch einer dafür interessiert. Das ist typisch deutsch und Michael war quasi immer "Nationalangelegenheit". Die anderen sind nur noch "Schumacher-Nachfolger" oder "treten in die Fußstapfen".

Eine ähnlich euphorische Welle geht nun gerade durch Holland - endlich hat man dort auch einen guten,jungen Piloten, der gar als "Jahrhunderttalent" gilt. Sei ihnen gegönnt. Hoffentlich baut man aber nicht auch gleich alles um ihn herum auf, sondern versucht ein generelles Interesse an der Sportart zu schaffen.

Zum Thema Ebel:

Ich denke der gute Herr macht einfach wofür er bezahlt wird. Für "informierte" Fans mag sein gebrabbel ähnlich nervig sein, wie das von Wasser, aber für den Gelegenheitszuschauer sind das eben die interessanten Fragen.
Er selbst wird nach über 20 Jahren wohl deutlich mehr Ahnung von der F1 haben, als die meisten hier ;)
Keep fighting Michael ; RIP Jules!

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Re: Kai Ebel: "Schumania" in Deutschland lässt sich wiederholen

Beitragvon abloo » 23.08.2016, 18:34

Dark Messenger hat geschrieben:
abloo hat geschrieben:
..::Borni::.. hat geschrieben:Aber was wären die alternativen Fragen?


Alternativfragen? naja.

a) Was haben Sie heut vormittag gemacht als WarmUp?
b) Sind Sie zufrieden mit Ihrer Crew?
c) Finden Sie den Wolff auch so unsympathisch?
d) Denken sie nicht auch, diese Interviews dienen nur als Lückenfüller für die Werbung vorm Rennen?
e) Bernie macht doch zuviel Geld, was meinen Sie?
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g) Welches Getränk trinken Sie im Rennen?
h) Pirelli baut doch katastrophale Reifen grad oder?
i) Halten Sie die vordefinierten von Bernie abgesegneten Interviewfragen für zu langweilig?

Hier ein paar Beispiele. Sind doch ganz nette dabei oder nicht?


Bild-Zeitung Niveau.
Weder lustig noch kreativ.
Und dann beschwert sich noch einer über dumme News.



Oh die Einkaufstüte mit dem Sack voll Ironie ist wohl schon leergefressen worden... Traurig...

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Re: Kai Ebel: "Schumania" in Deutschland lässt sich wiederholen

Beitragvon Hoto » 23.08.2016, 23:54

Er stellt eine gute berichtige Frage und kriegt Ironie als Antwort. Das Forum hier ist echt oft genug unter RTL Niveau, beschwert sich dann aber über das RTL Niveau, das finde ich lustig, nicht diese billige versuch lustig zu sein mit 08/15 Ironie Antworten.

Denn sind wir mal ehrlich, die meisten Schreiber hier regen sich über die Ebel Fragen auf, aber wenn man sie fragt was denn bessere wären kommt nur ein "öhhh..." zurück oder eben eine dumme Antwort wie obige. Die paar die hier Sky als Beispiel nennen sind bloß eine Randgruppe innerhalb des Forums, wobei der Verweis auf Sky jetzt auch nicht wirklich hilfreich ist, wenn man kein Sky, NBC oder was auch immer gucken kann und RTL leider die einzige Alternative ist.

Davon ab gibt es zwar gute Fragen, aber bei vielen würde man keine oder nur eine ausweichende PR Antwort erhalten. Und der typische Durchschnitts F1 RTL Gucker ist wohl schon froh wenn er überhaupt seinen Lieblingsfahrer im Interview hört, die Frage ist da Nebensache, Hauptsache im Bild und man hört ihn.

Und das Ebel durchaus Ahnung hat zeigt ja das Interview, durchaus gute Antworten.
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Re: Kai Ebel: "Schumania" in Deutschland lässt sich wiederholen

Beitragvon Finnish Flash » 24.08.2016, 02:07

Hoto hat geschrieben:Er stellt eine gute berichtige Frage und kriegt Ironie als Antwort. Das Forum hier ist echt oft genug unter RTL Niveau, beschwert sich dann aber über das RTL Niveau, das finde ich lustig, nicht diese billige versuch lustig zu sein mit 08/15 Ironie Antworten.


Die Seite hier is ja auch Bild... sollte man nie vergessen.

Hmmm... ne Rennlizenz anner PS? Okay, bis ich es geschafft habe ne Mission in Falcon 4.0 abzuschliessen hat auch eeeewig gedauert. ^^
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Re: Kai Ebel: "Schumania" in Deutschland lässt sich wiederholen

Beitragvon daSilvaRC » 24.08.2016, 09:15

Ein absolut bodenständiges Interview von Ebel- finde ich gut. Er sagt viele Sachen die ich ebenso sehe wie er.
Wenn die Vorberichte bei RTL in einer ähnlichen Qualität wären wie dieses Interview, würde ich dort sogar einschalten.
Früher war alles besser... auch die Zukunft!

„Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung. Ich glaube an das Pferd“


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