Spurensuche: Warum bei Sebastian Vettel in Silverstone gar nichts lief!

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Spurensuche: Warum bei Sebastian Vettel in Silverstone gar nichts lief!

Beitrag von Redaktion » 03.08.2020, 13:02

Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel tappt nach dem Formel-1-Rennen in Silverstone im Dunkeln: Eine Spurensuche, weshalb der Deutsche nur hinterherfuhr
Esteban Ocon, Sebastian Vettel, Pierre Gasly

Mittendrin und nur dabei: Sebastian Vettel machte in Silverstone gar keinen Stich

"Dass Seb solche Probleme hat, das ist wirklich traurig zu sehen", sagt Jenson Button. Und er übertreibt nicht: Sebastian Vettel hatte beim Großbritannien-Grand-Prix 2020 in Silverstone ein überaus schwaches Wochenende mit Platz zehn im Qualifying und Platz zehn im Rennen - und sein Ferrari-Teamkollege holte mit Platz drei das zweite Ferrari-Podestergebnis in diesem Jahr.

Was also ist schiefgelaufen bei Vettel, dass er nicht auch nur ansatzweise in die Nähe von Leclerc kam? Er selbst hat keine Antwort auf diese Frage: "Ich weiß es nicht. Wir müssen uns das erst noch ganz genau anschauen", sagt Vettel.

Sein Ferrari SF1000 sei über das komplette Rennwochenende "sehr schwierig" zu fahren gewesen - sofern das Auto überhaupt fuhr. Sowohl im Freitagstraining als auch am Samstag stellten sich technische Probleme ein, die Vettel viel Streckenzeit kosteten. Er beklagte bereits am Freitag, aufgrund dieser Unterbrechungen "keinen Rhythmus" zu finden.

Vettel: Wochenende lief von Anfang an schlecht

Die erste Quittung gab's im Qualifying: nur Platz zehn in Q3, mehr als neun Zehntel hinter Leclerc, satte 2,036 Sekunden hinter Pole-Mann Lewis Hamilton.Im Rennen selbst lief es nicht besser: Vettel fuhr lange auf Platz zehn, wurde dann gleich mehrfach überholt - erst von Esteban Ocon im Renault, dann von Pierre Gasly im AlphaTauri und schließlich von Alexander Albon im Red Bull.

Letzte Nacht in Silverstone: "Pirelli hat immer gewarnt"

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Zum Schluss profitierte Vettel von den Reifenschäden bei Carlos Sainz und Valtteri Bottas, sonst wäre er nicht auf Position zehn eingelaufen, sondern komplett leer ausgegangen. Und Leclerc wurde Dritter.

Auch die Konkurrenz rätselt: Wo ist Vettels Speed?

Red-Bull-Sportchef Helmut Marko sagt dazu bei 'Autobild': "Es ist uns ein Rätsel, wo Leclerc die Geschwindigkeit hergeholt hat. Allerdings scheint das nur bei ihm der Fall gewesen zu sein, nicht bei Vettel."

Vettel selbst hat keine Erklärung für die unterschiedliche Leistung der Ferrari-Fahrzeuge: "Auf dem Papier schauen beide Autos ziemlich ähnlich aus. Es liegt also nicht am Set-up."

Er schließe auch aus, dass es nur an ihm selbst liege und meint bei 'Sky' und 'ORF': "Es gibt nicht die eine Stelle auf der Runde, an der ich schlecht fahren würde. Es scheint ein Problem vorzuliegen, denn ich verliere Zeit über die komplette Runde hinweg."

Vettels erweiterte Testfahrt endet ohne Erkenntnis

Das habe er im Rennen aber nicht einfach hingenommen, erklärt Vettel weiter. "Ich habe alles probiert, was ich kann, aber am Wochenende fanden das Auto und ich einfach nicht zusammen."

"Ich habe versucht, den Fahrstil fast alle zwei, drei Runden zu ändern. Jedes Mal, wenn ich probiert habe, etwas mehr Speed in die Kurve mitzunehmen oder einen Tick später zu bremsen, dann hatte ich Mühe, das Auto auf der Strecke zu halten."


Fotostrecke: "Grazie ragazzi": Sebastian Vettels Ferrari-Momente

101 Rennen hat Sebastian Vettel seit 2015 für die Scuderia Ferrari absolviert. Vor Saisonbeginn 2020 kann er auf 14 Siege, 12 Pole-Positionen und insgesamt 54 Podestplätze in Rot verweisen. Wir blicken zurück auf die vergangenen fünf Jahre!

101 Rennen hat Sebastian Vettel seit 2015 für die Scuderia Ferrari absolviert. Vor Saisonbeginn 2020 kann er auf 14 Siege, 12 Pole-Positionen und insgesamt 54 Podestplätze in Rot verweisen. Wir blicken zurück auf die vergangenen fünf Jahre!

Allein auf den Trainingsrückstand will er dieses Manko ebenfalls nicht reduzieren. "Ich bin schon lange genug dabei", sagt Vettel. "Wenn mir ein paar Runden fehlen, ist das vielleicht nicht ideal, aber trotzdem sollte ich genug Runden auf dem Buckel habe, dass ich wieder in einen Rhythmus komme." Doch eben dieser Rhythmus wollte sich nicht einstellen.

Ernüchternde Grand-Prix-Distanz für Vettel

"Im Rennen hatte ich über viele Runden hinweg Schwierigkeiten, praktisch vom Anfang bis zum Ende. Das bedeutet, irgendwas passt wohl nicht zusammen", meint Vettel.

Es sei für ihn "nicht besonders stressig" gewesen. "Ich hatte nur einfach keine Chance. Die Leute um mich herum waren schneller und ich wurde überholt. Ich hingegen konnte nie attackieren. Es war schwierig genug, das Auto auf der Strecke zu halten. Das Auto hat mir nicht erlaubt, das zu tun, was ich tun wollte."

Positiv an diesem Umstand sei nur, bereits am Wochenende den gleichen Kurs zu befahren und somit die Gelegenheit zu bekommen, eine direkte Fehleranalyse durchführen zu können. Davor werde er versuchen, den Kopf freizukriegen, sagt Vettel. "Wahrscheinlich gehe ich wandern oder so." Und dann direkt zurück nach Silverstone.


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Zuletzt geändert von Redaktion am 03.08.2020, 13:02, insgesamt 10-mal geändert.

ChrisBo
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Re: Sebastian Vettel: Warum in Silverstone überhaupt gar nichts lief

Beitrag von ChrisBo » 03.08.2020, 13:23

Ich weiß, das ist reine Spekulation, doch so wie ich Ferrari mittlerweile einschätze, hat das Fiasko um Vettel was mit Politik zu tun. Schließlich müssen sie Leclerc besser stellen, um den Rauswurf von Vettel weiterhin begründen zu können.
Was nach Ungarn in den Medien los war, vor allem in denen aus Italien, wollte man so wohl nicht mehr haben.
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Re: Sebastian Vettel: Warum in Silverstone überhaupt gar nichts lief

Beitrag von Scorp!on » 03.08.2020, 13:29

ChrisBo hat geschrieben:
03.08.2020, 13:23
Ich weiß, das ist reine Spekulation, doch so wie ich Ferrari mittlerweile einschätze, hat das Fiasko um Vettel was mit Politik zu tun. Schließlich müssen sie Leclerc besser stellen, um den Rauswurf von Vettel weiterhin begründen zu können.
Was nach Ungarn in den Medien los war, vor allem in denen aus Italien, wollte man so wohl nicht mehr haben.
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Re: Sebastian Vettel: Warum in Silverstone überhaupt gar nichts lief

Beitrag von laruso » 03.08.2020, 13:43

also so schlecht war Vettel nicht
bis Runde 40 war der Abstand zu LEC gerade mal 10 Sekunden, entsprach aber dem starken Mittelfeld und hatte halt 5 oder 6 Fahrer vor sich

am Ende muss er entweder komplett abgerissen haben, aber die 25 (bzw. zusätzlichen 15) Sekunden müssen dann ziemlich am Ende passiert sein
ja, wenn natürlich LEC am Podium landet, wirkt sein 10ter Platz schwach.
Bin kein VET Fan aber so schlecht ist er nicht und eigentlich kann er mit LEC mithalten, nur VET ist ein Fahrer wo das Auto passen muss. Das kann man ihm anlasten, aber ich bin mal gespannt nächstes WE ob er da "besser" ist

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Re: Sebastian Vettel: Warum in Silverstone überhaupt gar nichts lief

Beitrag von AktenTaschenAkne » 03.08.2020, 13:48

ChrisBo hat geschrieben:
03.08.2020, 13:23
Ich weiß, das ist reine Spekulation, doch so wie ich Ferrari mittlerweile einschätze, hat das Fiasko um Vettel was mit Politik zu tun. Schließlich müssen sie Leclerc besser stellen, um den Rauswurf von Vettel weiterhin begründen zu können.
Was nach Ungarn in den Medien los war, vor allem in denen aus Italien, wollte man so wohl nicht mehr haben.
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Gerade bei Ferrari wird ständig betont das das Team vorgeht. Mit so einem "Plan" würde man sich aber in erster Linie selbst Schaden. P3 in der KWM ist nämlich durchaus realistisch. Allerdings nicht wenn man einen seiner Fahrer sabotiert.

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Re: Sebastian Vettel: Warum in Silverstone überhaupt gar nichts lief

Beitrag von rik_groove » 03.08.2020, 13:52

Sorry vertan...

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Djizz
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Re: Sebastian Vettel: Warum in Silverstone überhaupt gar nichts lief

Beitrag von Djizz » 03.08.2020, 14:04

ChrisBo hat geschrieben:
03.08.2020, 13:23
Ich weiß, das ist reine Spekulation, doch so wie ich Ferrari mittlerweile einschätze, hat das Fiasko um Vettel was mit Politik zu tun. Schließlich müssen sie Leclerc besser stellen, um den Rauswurf von Vettel weiterhin begründen zu können.
Was nach Ungarn in den Medien los war, vor allem in denen aus Italien, wollte man so wohl nicht mehr haben.
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Nää, sorry also dass ist mir auch zu viel Verschwörung. Denn sollte da was dran sein und es würde publik, wäre das ein vernichtender Imageschaden, besonders auf zukünftige Fahrer bezogen. Ferrari hat sich zwar äußerst dämlich angestellt was die Kommunikation um die Personalie Vettel angeht, aber unterm Strich müssen sie niemandem eine Begründung liefern, weshalb sie mit Vettel nicht weiter machen. Vertrag läuft aus, damit hat es sich. Ganz gleich ob Leclerc dieses Jahr möglicherweise hinter Vettel landet.

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Re: Sebastian Vettel: Warum in Silverstone überhaupt gar nichts lief

Beitrag von besser.is.sicher » 03.08.2020, 14:12

Ich habe mir den Funk von Vettel angehört und das war schon deprimierend. Die Kommunikation wirkt dort so rational und unterkühlt, dass es schon auch vorstellbar wird, dass Resignation sseitens Vettel mitschwingt. Wenn er mehr riskiert, ist die Gefahr eines Fehlers dermaßen hoch, dass es gescheiter ist, konservativ das Tempo des Mittelfeldes zu halten und somit die schmalere Schelte über sich ergehen zu lassen. Er hat dort keinen Blumentopf mehr zu gewinnen und dass er sich bei Ferrari in dieser Saison noch übermäßig wird beweisen können, haben wohl die Meisten bereits vor Beginn bezweifelt.

Ich glaube nicht an Zufall und schon gar nicht daran, dass ein Fahrer wie er auch nur ansatzweise so schlecht ist, wie er hier immer wieder gemacht wird. Man benötigt den angemesssenen Support, um absolute Leistung bringen zu können und einer kontinuierlichen Entwicklung beizutragen. Stattdessen zeigt er sich dermaßen angeschlagen bzgl. seines Selbstvertrauens, wie gestern im Interview, dass es mich beim Zusehen tarurig macht. Nein, auf diese Art wünscht man ihm keinen Abschied und das wird ihm auch absolut nicht gerecht.

Meine Vermutung ist, dass bei der Abstimmung der Fahrzeuge und generellen Entwicklung keine Rücksicht mehr auf ihn genommen wird und die Teaminterne Politik derweil komplett an ihm vorbei geht. Wenn er als Mensch und Fahrer mit diesem Team emotional verbunden ist, dann muss das unvorstellbar schwer und auch verletzend für ihn sein. Sich in der Situation noch voll zu motivieren, evtl ohne eine aussichtsreiche Perspektive im Sport, ist schon eine sehr große Herausforderung.

Vielleicht sollte er noch während der Saison gehen, wenn es so läuft. Er hat niemandem etwas zu beweisen. Es gab ein paar Schlüsselmomente die letzten Jahre und zudem der Umbruch im Team, seitdem es eher für ihn bergab geht. Das ist schon auffällig.
Ich weiß genau was ich will, wenn was ich will, weiß was es will.

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Re: Sebastian Vettel: Warum in Silverstone überhaupt gar nichts lief

Beitrag von TKessel » 03.08.2020, 14:13

Es sollte vielleicht noch erwähnt werden, dass Binotto sich persönlich im Funk bei Vettel am Ende des Rennens gemeldet und mehr oder weniger für das Wochenende entschuldigt hat. Kann man bei F1TV in der Onboard nachhören.

Oder hier auf YT: https://www.youtube.com/watch?v=0hfc713fl9o

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Re: Sebastian Vettel: Warum in Silverstone überhaupt gar nichts lief

Beitrag von Spocki » 03.08.2020, 14:18

TKessel hat geschrieben:
03.08.2020, 14:13
Es sollte vielleicht noch erwähnt werden, dass Binotto sich persönlich im Funk bei Vettel am Ende des Rennens gemeldet und mehr oder weniger für das Wochenende entschuldigt hat. Kann man bei F1TV in der Onboard nachhören.

Oder hier auf YT: https://www.youtube.com/watch?v=0hfc713fl9o
Dieses "Radio Check?" vom Team...Ich glaube Vettel kommt sich auch irgendwie verarscht vor und sagt dann lieber gar nichts mehr...

Aber ja, dass sich Binotto am Ende selber meldet, ist auch irgendwie bezeichnend. Ich weiß nicht, was da im Busch ist. Aber dass es gar nichts ist, kann ich mir auch kaum vorstellen.

In den Youtube-Kommentaren steht es auch: Ferrari zerstört nach Alonso den nächsten Champion.
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Re: Sebastian Vettel: Warum in Silverstone überhaupt gar nichts lief

Beitrag von rot » 03.08.2020, 14:26

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Sebastian Vettel: Warum in Silverstone überhaupt gar nichts lief
Redaktion hat geschrieben:
03.08.2020, 13:02
"Ich weiß es nicht."

:lol: :thumbs_up:


Eigentlich sind die Headlines schon bald legendär hier.

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Re: Sebastian Vettel: Warum in Silverstone überhaupt gar nichts lief

Beitrag von BwoahF1Racing » 03.08.2020, 14:29

ChrisBo hat geschrieben:
03.08.2020, 13:23
Ich weiß, das ist reine Spekulation, doch so wie ich Ferrari mittlerweile einschätze, hat das Fiasko um Vettel was mit Politik zu tun. Schließlich müssen sie Leclerc besser stellen, um den Rauswurf von Vettel weiterhin begründen zu können.
Was nach Ungarn in den Medien los war, vor allem in denen aus Italien, wollte man so wohl nicht mehr haben.
Ferrari schafft sich mehr und mehr selbst ab!
Vielleicht sollte man einfach akzeptieren das Vettel nicht der krasse Fahrer ist wie viele glauben wollen :shrug:
Ferrari wird mindestens Platz3-4 holen wollen, da kann man es sich nicht leisten einen Fahrer zu sabotieren (was ich ziemlich amüsant finde, mimimi Team böse mimimi).
Das alles ist doch ziemlicher schwachsinn und würde nur dem Team schaden und künftige Fahrer abschrecken, das Wochende war bis auf die guten Ergbnisse von Leclerc zum vergessen, Charles zeigt immerhin was mit dem Ferrari möglich ist und das sehe ich bei Vettel trotz probleme nicht.
Zuletzt geändert von BwoahF1Racing am 03.08.2020, 14:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sebastian Vettel: Warum in Silverstone überhaupt gar nichts lief

Beitrag von Formula_1 » 03.08.2020, 14:30

Spocki hat geschrieben:
03.08.2020, 14:18
TKessel hat geschrieben:
03.08.2020, 14:13
Es sollte vielleicht noch erwähnt werden, dass Binotto sich persönlich im Funk bei Vettel am Ende des Rennens gemeldet und mehr oder weniger für das Wochenende entschuldigt hat. Kann man bei F1TV in der Onboard nachhören.

Oder hier auf YT: https://www.youtube.com/watch?v=0hfc713fl9o
Dieses "Radio Check?" vom Team...Ich glaube Vettel kommt sich auch irgendwie verarscht vor und sagt dann lieber gar nichts mehr...

Aber ja, dass sich Binotto am Ende selber meldet, ist auch irgendwie bezeichnend. Ich weiß nicht, was da im Busch ist. Aber dass es gar nichts ist, kann ich mir auch kaum vorstellen.

In den Youtube-Kommentaren steht es auch: Ferrari zerstört nach Alonso den nächsten Champion.
Die Frage ist ja auch, was will man da noch groß zu sagen. Wie Binotto ja auch sagt, ist Seb prinzipiell gut gefahren. Wie schon im anderen Beitrag erwähnt, er hat diesmal halt die Brechstange weg gelassen und dadurch mit viel Glück noch einen Punkt ergattert. Leclerc hatte prinzipiell eine ähnliche Rennpace, er konnte halt frei fahren, hatte trotzdem einen Rückstand von ca. 10 Sekunden auf Verstappen, und das, obwohl der nochmal in der Box war kurz vor Schluss. Ich denke mal Leclerc wäre auch überholt worden, wenn Grosjean nicht gewesen wäre, hat er selber ja auch so angedeutet (er war ganz glücklich, dass Grosjean dazwischen war).

Bottas trotz frischer, roter Reifen hinter sich zu halten, ist auch nicht ohne, auch wenn es nur ein Angriff war, aber der dürfte mindestens 3 Sekunden schneller gewesen sein in der Runde, das war immerhin positiv.

Vettel hat am Funk zwar erst nichts gesagt, dafür dann aber neutral gesagt, dass es halt nicht gepasst hat, aber hat dann selbst noch dran gedacht seine Crew zu loben, also man kann ihm absolut nicht vorwerfen, dass er sich nun unrühmlich verhalten würde, sondern im Gegenteil.

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Re: Sebastian Vettel: Warum in Silverstone überhaupt gar nichts lief

Beitrag von RedBull_Formula1 » 03.08.2020, 14:34

Und in Ungarn war Leclerc ziemlich schwach unterwegs im Rennen. Ferrari scheint heuer wieder nur ein Auto zum funktionieren zu bekommen.
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Re: Sebastian Vettel: Warum in Silverstone überhaupt gar nichts lief

Beitrag von Formula_1 » 03.08.2020, 14:38

BwoahF1Racing hat geschrieben:
03.08.2020, 14:29
ChrisBo hat geschrieben:
03.08.2020, 13:23
Ich weiß, das ist reine Spekulation, doch so wie ich Ferrari mittlerweile einschätze, hat das Fiasko um Vettel was mit Politik zu tun. Schließlich müssen sie Leclerc besser stellen, um den Rauswurf von Vettel weiterhin begründen zu können.
Was nach Ungarn in den Medien los war, vor allem in denen aus Italien, wollte man so wohl nicht mehr haben.
Ferrari schafft sich mehr und mehr selbst ab!
Vielleicht sollte man einfach akzeptieren das Vettel nicht der krasse Fahrer ist wie viele glauben wollen :shrug:
Ferrari wird mindestens Platz3-4 holen wollen, da kann man es sich nicht leisten einen Fahrer zu sabotieren (was ich ziemlich amüsant finde, mimimi Team böse mimimi).
Das alles ist doch ziemlicher schwachsinn und würde nur dem Team schaden und künftige Fahrer abschrecken, das Wochened war bis auf die guten ergbnisse von Leclerc zum vergessen, Charles zeigt immerhin was mit dem Ferrari möglich ist und das sehe ich bei Vettel trotz probleme nicht.
Dass da jemand absichtlich sabotiert, glaube ich auch eher weniger. Aber dass der Fokus eher auf Leclerc liegt, kann ich mir durchaus vorstellen und macht doch auch Sinn, wenn man mit dem einen noch Jahre lang zusammen arbeiten wird und mit dem anderen nur noch diese Saison.

Zu "Leclerc zeigt was mit dem Auto möglich ist" : Ja, genau so wie Vettel auch, sein Qualifying war halt schlechter, was vielleicht daran liegt, dass er kaum am Setup arbeiten konnte. Leclerc hat gezeigt, dass man so ziemlich genau im Mittelfeld angekommen ist, weit hinter Mercedes und Red Bull (passender Fahrer vorausgesetzt). Die bei Ferrari werden schon wissen, dass der dritte Platz ein reiner Abstauber Platz war. Nächstes Wochenende mit einem Albon auf der Höhe und keinem Haas als "Bremsklotz" kann da ganz schnell bestenfalls Platz 8 für Ferrari stehen (egal welcher Fahrer). Fahrermäßig schätze ich Vettel und Leclerc mehr als zuvor ziemlich ähnlich ein, je nach Umständen und Tagesform.

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