Reifendrama in Silverstone: War Kimi Räikkönen an allem schuld?

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Reifendrama in Silverstone: War Kimi Räikkönen an allem schuld?

Beitrag von Redaktion » 03.08.2020, 07:59

"Silverstone ist brutal", sagt George Russell in Bezug auf die Reifenschäden beim britischen Grand Prix - Verschleiß und Wrackteile gelten als mögliche Ursachen
Lewis Hamilton

Pirelli hat mit der Untersuchung der Reifenschäden von Silverstone begonnen

Es waren Bilder, die bei aufmerksamen Fans Erinnerungen weckten: Als in den letzten drei Runden in Silverstone gleich drei Autos Reifenschäden erlitten (alle links vorne), fiel vielen im Paddock das Pirelli-Massensterben von 2013 ein, als gleich sechs Fahrern die Reifen explodierten, oder auch das Ferrari-Fiasko von 2017.

2013 ortete Pirelli die Ursache für die Reifenschäden zunächst bei den Teams. Diese hätten, hieß es, Parameter wie Luftdruck oder Sturz über das Limit getrieben, und noch dazu die Hinterräder bewusst falsch montiert, um den Verschleiß auszugleichen. Wurde ein Reifen zum Beispiel in Training und Qualifying links hinten verwendet, wurde er im Rennen manchmal rechts hinten aufgesteckt.

Im Nachgang ersuchte Pirelli die FIA, den Teams Einsatzvorschriften machen zu dürfen, was bis dahin nicht gestattet war. Dem wurde stattgegeben. Und Pirelli selbst reagierte, indem man die Karkasse fortan nicht mehr aus Stahl baute, sondern aus Kevlar. Konsequenzen des Rennens vor sieben Jahren, die bis heute Bestand haben.

2017 machte der italienische Hersteller dann die Randsteine als Übeltäter für das Drama der beiden Ferrari-Piloten Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen verantwortlich. Mit den Reifen selbst sei alles in Ordnung gewesen, ergab Pirellis Untersuchung. Aber an den Randsteinen seien diese aufgeschlitzt worden.

Zwei mögliche Ursachen wahrscheinlich

Und 2020? Am Sonntagabend standen zwei Vermutungen im Raum. Erstens: Wrackteile. Räikkönen war in der 47. Runde in Copse brutal über den Randstein gebrettert. Bei Becketts löste sich dann sein Frontflügel. Dabei verteilte der "Iceman" ein paar Kleinteile auf dem Asphalt, und das noch dazu in jener Passage, in der die Reifen am stärksten belastet werden.Zweitens: "Wegen des frühen Safety-Cars war der zweite Stint sehr lang. Viel länger als erwartet", analysiert Pirelli-Sportchef Mario Isola. "Ich glaube nicht, dass die Teams vorhatten, schon in der 13. Runde Reifen zu wechseln und dann bis zum Ende durchzufahren. Unsere Vorhersage war, dass sie ungefähr in Runde 18 reinkommen würden."

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Am Ende des Rennens hatte der Hard bei den meisten Fahrern 39 oder 40 Runden drauf. Nick 'Sky'-Experte Heidfeld hat daher Zweifel an der Wrackteil-Theorie: "Würde mich wundern. Weil es bei allen der linke Vorderreifen war, von dem wir schon vor dem Rennen gesagt haben, dass das der ist, der am meisten beansprucht wird."Tatsächlich erhärtete sich in den ersten Stunden nach dem Rennen der Verdacht, dass es Kleinteile gewesen sein könnten, die den ohnehin schon arg strapazierten Pirellis in den letzten Runden den Rest gegeben haben. "Einer unserer Reifen hatte 50 kleine Schnitte drin. Das waren eindeutig Teile", berichtet etwa Red-Bull-Teamchef Christian Horner.Und Lewis Hamilton ergänzt: "Es lagen viele Teile rum. Kimi hat seinen Flügel verloren, glaube ich. Und nach den Safety-Cars lag bei Maggots und Becketts einiges Zeug. Ich glaube, das wurde nicht ganz saubergemacht. Denn normalerweise fahren wir mit diesem Reifen ja ein komplettes Rennen ohne Probleme durch."Klar ist: "Wenn ein Reifen schon komplett heruntergefahren ist, ist natürlich auch der Schutz der Karkasse durch die Lauffläche geringer", sagt Isola. "Wenn dann auch noch wo ein Teil herumliegt und den Reifen beschädigt, kommt es schneller zu einem Reifenschaden, weil kein schützendes Gummi mehr da ist." Gut möglich also, dass eine Kombination beider Vermutungen die Ursache war."Wir werden jetzt eine 360-Grad-Untersuchung durchführen und dabei keine mögliche Ursache von vornherein ausschließen. Das wäre ein großer Fehler. Wir können aber noch nicht sagen, was die Ursache war", so Isola am Sonntagabend. "Viel Zeit haben wir nicht." Weil schon in einer Woche Silverstone 2 steigt. Pirelli hat sich vorgenommen, am Dienstag ein Ergebnis vorzulegen.

Isola: Lauffläche "zu 100 Prozent" runtergefahren

"Es könnte der Verschleiß gewesen sein", erklärt Isola. "Nach 38 oder mehr Runden auf dieser Strecke sind die Reifen zu 100 Prozent runter. Ich sage aber nicht, dass das der Grund sein muss. Es könnten auch herumliegende Teile gewesen sein, zum Beispiel von Kimis Flügel. Oder andere Teile. Darum werden wir uns nicht nur die kaputten Reifen genau anschauen, sondern auch die intakten."

Die Vermutung, dass ein Randstein der Übeltäter gewesen sein könnte, lässt sich Stand heute nicht erhärten. Zwar sagt Andrew Shovlin, der leitende Renningenieur von Mercedes: "Pirelli hatte [bereits im Training] einen Randstein gemeldet, in dem sich irgendwelche Teile verfangen hatten. An denen wurden die Reifenoberflächen angeschnitten."

Aber: "Darüber möchte ich im Moment nicht spekulieren", winkt FIA-Rennleiter Michael Masi ab. "Ich glaube das ehrlich gesagt nicht. Wir müssen erstmal abwarten, welche Ursache bei der gemeinsamen Untersuchung von Pirelli und der FIA herauskommt. Aber aus jetziger Sicht glaube ich nicht, dass das der Grund ist."

Davor hatten einige Fahrer berichtet, dass etwas ungewöhnlich war am ersten Silverstone-Wochenende. "Uns sind im Training viele Schnitte aufgefallen. Das sehen wir in der Form normalerweise nie", meint etwa Esteban Ocon. "Ich weiß auch nicht, ob's an den schneller gewordenen Autos liegt, seit ich 2018 hier gefahren bin. Aber irgendwas war anders."

"Ausgangs Becketts haben wir jetzt keinen Randstein mehr", sagt der Renault-Fahrer. "Früher war da einer. Da wirbelst du jetzt öfter mal Staub auf. Vielleicht hat auch das die Reifen beschädigt." Und: "Mit den ganzen Hochgeschwindigkeitskurven und den Randsteinen ist Silverstone wahrscheinlich die Strecke, auf der die Reifen am härtesten rangenommen werden."

George Russell nickt: "Silverstone ist brutal. So schnell. Copse fahren wir fast jede Runde voll. Mit 280 Sachen. Ich glaube, dass das heute am Verschleiß der Reifen lag. Und weil es etwas kühler war als am Freitag und weil wir die härtesten Reifen hatten, dachten wir alle, dass wir bis zum Ende durchfahren können. Dabei ist doch klar, dass die Lauffläche immer dünner wird."

Russell: Nur Glück gehabt?

Der Williams-Fahrer berichtet, dass er selbst womöglich Glück hatte: "Ein paar Runden vor Schluss hatte ich das Gefühl, dass ein Reifenschaden kommt. Ich wollte das Auto nur noch nach Hause bringen. Aber dann dachte ich mir: 'Sicher nicht! Reifenschäden gibt's doch heutzutage nicht mehr.' Im Nachhinein bin ich froh, dass ich die zwei Runden noch geschafft habe."

Je nachdem, was bei der Untersuchung herauskommt, könnte das zu einem echten Problem für Silverstone 2 werden. Falls die Konstruktion der Reifen ein Sicherheitsrisiko darstellen sollte, bleibt für Pirelli nicht genug Zeit, bis Freitag in Mailand neue Reifen zu entwickeln, diese in der Türkei oder in Rumänien zu backen und bis Freitag nach Silverstone zu bringen.

Was aber kurzfristig möglich wäre: "Die Rundenanzahl zu reduzieren. Sobald wir die Ursache kennen, müssen wir das vielleicht mit der FIA diskutieren", zeichnet Isola ein mögliches Worst-Case-Szenario. Den Teams mindestens zwei Reifenwechsel vorzuschreiben, würde nichts bringen. Wenn es zwei frühe Safety-Cars gibt, würde es wohl wieder zu einem extrem langen letzten Stint kommen.

Übrigens: Schon Runden vor dem dramatischen Finish war auf den TV-Bildern bei mehreren Autos sogenanntes "Blistering" zu sehen, also eine Blasenbildung auf den Laufflächen. Alexander Wurz befand im Live-Kommentar des 'ORF', dass das kein Problem sei. Als wenig später die Reifen platzten, schien seine Aussage widerlegt.

Aber: "Mit den Blasen hatte das sicher nichts zu tun", gibt Isola Wurz recht. "Die Blasen waren vor allem vorne rechts. Und die TV-Bilder täuschen. Darauf sieht man eine schwarze Rille, aber das kommt im TV verstärkt rüber. Stimmt, wir hatten Blistering. Aber das ist normalerweise nichts, was uns Sorgen macht."

Wichtig ist jetzt vor allem eins: "Wir dürfen jetzt keine vorschnellen Schlüsse ziehen", warnt McLaren-Teamchef Andreas Seidl, mit Carlos Sainz selbst Betroffener. "Es ist wichtig, dass wir gemeinsam mit Pirelli analysieren, was wirklich passiert ist, und das Ergebnis der Untersuchung abwarten. Erst dann müssen wir die richtigen Schlüsse ziehen."


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Zuletzt geändert von Redaktion am 03.08.2020, 07:59, insgesamt 6-mal geändert.

Osmium
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Re: Reifendrama in Silverstone: War Kimi Räikkönen an allem schuld?

Beitrag von Osmium » 03.08.2020, 08:46

Redaktion hat geschrieben:
03.08.2020, 07:59
Was aber kurzfristig möglich wäre: "Die Rundenanzahl zu reduzieren. Sobald wir die Ursache kennen, müssen wir das vielleicht mit der FIA diskutieren", zeichnet Isola ein mögliches Worst-Case-Szenario. Den Teams mindestens zwei Reifenwechsel vorzuschreiben, würde nichts bringen. Wenn es zwei frühe Safety-Cars gibt, würde es wohl wieder zu einem extrem langen letzten Stint kommen.
Das ist das Risiko der Teams, wenn sie versuchen auch auf der reifenmordendsten Strecke mit einem überlangen Stint eine (für die Zuschauer gähnend langweilige) 1-Stop-Strategie durchzubringen. Es ist beabsichtigt, dass das nicht immer aufgeht. Trotz spektakulär aussehender Schäden waren die Autos immer noch fahrbar (und das schnell genug, dass für Hamilton der Vorsprung ausreichte). Sollen die Teams halt nächstes Wochenende 2-3 Stops machen, war das nicht mal die angestrebte Zahl?

Johnny_Blaze
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Re: Reifendrama in Silverstone: War Kimi Räikkönen an allem schuld?

Beitrag von Johnny_Blaze » 03.08.2020, 08:53

Ich glaube meine Schwein pfeift!
So etwas habe ich ja noch nie gehört, mit Rundenanzahl verkürzen etc. Die sollen gefälligst öfter Reifenwechseln und wer es nicht macht, geht das Risiko bewusst ein und ist selbst schuld. Wenn jemand bei stark Regen auf Inters fährt und dann abfliegt, bekommt von mir auch kein Mitleid. Ich finde es sogar interessant mit mehr Stopps, und weicheren Reifen - da purzelt der Rundenrekord von Max kommende Woche nochmals :checkered:

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Re: Reifendrama in Silverstone: War Kimi Räikkönen an allem schuld?

Beitrag von Logi » 03.08.2020, 09:06

So viele Schnitte bei mehreren Autos durch Trümmerteile ist eher unwahrscheinlich, ich würde da mal die Randsteine untersuchen wo jeder Runde für Runde drüberfahrt.

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Re: Reifendrama in Silverstone: War Kimi Räikkönen an allem schuld?

Beitrag von speedyeddy22 » 03.08.2020, 09:14

Johnny_Blaze hat geschrieben:
03.08.2020, 08:53
Ich glaube meine Schwein pfeift!
So etwas habe ich ja noch nie gehört, mit Rundenanzahl verkürzen etc. Die sollen gefälligst öfter Reifenwechseln und wer es nicht macht, geht das Risiko bewusst ein und ist selbst schuld. Wenn jemand bei stark Regen auf Inters fährt und dann abfliegt, bekommt von mir auch kein Mitleid. Ich finde es sogar interessant mit mehr Stopps, und weicheren Reifen - da purzelt der Rundenrekord von Max kommende Woche nochmals :checkered:
Das dachte ich mir auch. Statt 1/2 Pflichtstopp mehr zu machen, wollen die quasi nur 40 statt 53 Runden fahren? Zum Glück fahren wir nicht in Indianapolis.

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rot
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Re: Reifendrama in Silverstone: War Kimi Räikkönen an allem schuld?

Beitrag von rot » 03.08.2020, 09:17

Redaktion hat geschrieben:
03.08.2020, 07:59
Was aber kurzfristig möglich wäre: "Die Rundenanzahl zu reduzieren.
:lol:

Natürlich. Macht ja Sinn, wenn die Teams die Reifen einfach bis zum bitteren Ende fahren. :facepalm:

Und wenn die Reifen strukturell aufgegeben haben, dann kann Pirelli den Mindestluftdruck noch mehr anheben wenn der Müll nicht hält.

Wenn es aber eine Verkettung von abgefahrenen Reifen, einer angeschlagenen Struktur und Trümmerteilen war, dann ist's halt einfach so. Wird ja kein Team gezwungen 40 Runden auf dem gleichen Reifen zu fahren. :roll:
Und wenn sie es doch machen, selbst Schuld...

Diese gekünstelten FIA Reifen nerven. Warum kann die F1 nicht einfach Reifen mit maximaler Performance haben? Die halten dann bis zur Karkasse und fertig. Die Teams sollten fahren dürfen was sie wollen. Mit Hard ohne Stop durchfahren oder mit Supersoft drei Stops. Würde strategisch wieder etwas Pfeffer in das Rennen bringen.

DRS, Pflichtboxenstop, abbauende Reifen, Tokenregelung und ein Mercedes das alles in Grund und Boden fährt. Eigentlich fehlt nur noch das PaceCar, welches das Feld wieder zusammen bringt und Ecclestone's Vorschlag mit der Streckenbewässerung für die "perfekte" F1.... :puke:

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Re: Reifendrama in Silverstone: War Kimi Räikkönen an allem schuld?

Beitrag von Neppi » 03.08.2020, 09:33

rot hat geschrieben:
03.08.2020, 09:17
Redaktion hat geschrieben:
03.08.2020, 07:59
Was aber kurzfristig möglich wäre: "Die Rundenanzahl zu reduzieren.

Diese gekünstelten FIA Reifen nerven. Warum kann die F1 nicht einfach Reifen mit maximaler Performance haben? Die halten dann bis zur Karkasse und fertig. Die Teams sollten fahren dürfen was sie wollen. Mit Hard ohne Stop durchfahren oder mit Supersoft drei Stops. Würde strategisch wieder etwas Pfeffer in das Rennen bringen.

Würde es nicht, da dann alle mit Hard ohne Stop durchfahren. Track Position und so. :wink: Hatten wir doch alles schon.
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Re: Reifendrama in Silverstone: War Kimi Räikkönen an allem schuld?

Beitrag von FU Racing Team » 03.08.2020, 09:34

Also ich kann mich nur anschließen. Die Teams wissen doch jetzt Bescheid und sollten kommenden Sonntag ihre Fahrzeuge so ausstatten, dass sie über "52 Runden" kommen. Sobald ein Fahrer Vibrationen meldet, weiß man, das man das ernst zu nehmen hat. Im Ergebnis sehen wir dann wahrscheinlich zumindest ein 2-Stopp-Rennen und ich denke, dass wird die Fans freuen.

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Re: Reifendrama in Silverstone: War Kimi Räikkönen an allem schuld?

Beitrag von plastikschaufel » 03.08.2020, 09:49

Logi hat geschrieben:
03.08.2020, 09:06
So viele Schnitte bei mehreren Autos durch Trümmerteile ist eher unwahrscheinlich, ich würde da mal die Randsteine untersuchen wo jeder Runde für Runde drüberfahrt.
Denke ich auch eher. Kleine Trümmerteile müssten doch auch irgendwann mal wegfliegen oder aufgesammelt werden..aber so viele Reifenschäden und alle vorne links? Schon komisch.

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Re: Reifendrama in Silverstone: War Kimi Räikkönen an allem schuld?

Beitrag von f1ght3rz » 03.08.2020, 09:52

Niemand verliert ein Wort dazu, dass ein gewisser Herr Grosjean gestern 36 (natürlich mit 2xSC) Runden auf Medium fahren konnte, also der härtesten Mischung des nächsten Wochenendes.

Gut für seine Strategie war es nicht, aber der Reifen hat gehalten.
Hab nicht mehr im Kopf, ob er für die letzten Runden auf Weiß oder Rot gewechselt ist.
Wenn auf rot: Dann ist das doch (umgekehrt) für einige Teams die Strategie für nächste Woche?

Natürlich werden manche Teams auf den Ultrasoft gehen müssen in Q2 und dann wohl Gelb-Gelb im Rennen wechseln bei zwei Stops. Aber das riecht mir sehr nach Jammerei gerade, weil niemand mehr wechseln wollte nach Runde 13. Die Reifen haben die prognostizierte Zeit von Pirelli gehalten, die ja einen späteren Wechsel vorsah.

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Re: Reifendrama in Silverstone: War Kimi Räikkönen an allem schuld?

Beitrag von Garten » 03.08.2020, 09:55

Die werden in den kommenden Tagen die Gründe für die Probleme herausfinden und dann können die Teams / Streckenbetreiber für kommendes Wochenende Lösungen finden. Die Anzahl der Runden zu reduzieren ist absoluter Quatsch.


Logi hat geschrieben:
03.08.2020, 09:06
So viele Schnitte bei mehreren Autos durch Trümmerteile ist eher unwahrscheinlich, ich würde da mal die Randsteine untersuchen wo jeder Runde für Runde drüberfahrt.
Wobei ich mich dann frage, weshalb in den Freien Trainings diese Probleme nicht schon auftraten. Zumindest in einer abgeschwächten Form hätten die Probleme ja dann auch schon auftreten müssen.

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Re: Reifendrama in Silverstone: War Kimi Räikkönen an allem schuld?

Beitrag von Logi » 03.08.2020, 09:56

f1ght3rz hat geschrieben:
03.08.2020, 09:52
Niemand verliert ein Wort dazu, dass ein gewisser Herr Grosjean gestern 36 (natürlich mit 2xSC) Runden auf Medium fahren konnte, also der härtesten Mischung des nächsten Wochenendes.

Gut für seine Strategie war es nicht, aber der Reifen hat gehalten.
Hab nicht mehr im Kopf, ob er für die letzten Runden auf Weiß oder Rot gewechselt ist.
Wenn auf rot: Dann ist das doch (umgekehrt) für einige Teams die Strategie für nächste Woche?

Natürlich werden manche Teams auf den Ultrasoft gehen müssen in Q2 und dann wohl Gelb-Gelb im Rennen wechseln bei zwei Stops. Aber das riecht mir sehr nach Jammerei gerade, weil niemand mehr wechseln wollte nach Runde 13. Die Reifen haben die prognostizierte Zeit von Pirelli gehalten, die ja einen späteren Wechsel vorsah.
Grosjean ist auf Weiß gewechselt

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Re: Reifendrama in Silverstone: War Kimi Räikkönen an allem schuld?

Beitrag von rot » 03.08.2020, 09:59

Neppi hat geschrieben:
03.08.2020, 09:33
rot hat geschrieben:
03.08.2020, 09:17
Redaktion hat geschrieben:
03.08.2020, 07:59
Was aber kurzfristig möglich wäre: "Die Rundenanzahl zu reduzieren.

Diese gekünstelten FIA Reifen nerven. Warum kann die F1 nicht einfach Reifen mit maximaler Performance haben? Die halten dann bis zur Karkasse und fertig. Die Teams sollten fahren dürfen was sie wollen. Mit Hard ohne Stop durchfahren oder mit Supersoft drei Stops. Würde strategisch wieder etwas Pfeffer in das Rennen bringen.

Würde es nicht, da dann alle mit Hard ohne Stop durchfahren. Track Position und so. :wink: Hatten wir doch alles schon.
Sehe ich anders.

1. könnte Pirelli schlicht eine weniger dicke Lauffläche machen, welche in ~35-40 Runden abgefahren ist

2. mit der aktuellen Regelung Q2 und Startreifen wäre die Vermischung gegeben, zumal plötzlich Hinterbänkler vor den Topteams stehen wollen würden.

3. Mit einer intelligenten Abstufung der Compounds mit linearer Nutzung wäre die Lotterie Geschichte und die Teams könnten ihre maximale Leistung abrufen.

4. Die Teams würden bei der Entwicklung im Winter weniger im Trüben fischen. Denn was nützt das beste Auto, wenn die Reifen nicht mitspielen.

5. Wenn die Reifen überfahren werden, dann ist es schlicht in der Verantwortung vom Team.

6. Die F1 könnte wieder Gummi geben. Zumindest soweit es der Spritverbrauch zulässt.

Also ich sehe nur Vorteile. Überholmanöver würde es nach wie vor geben. Rad an Rad Duelle auch. Aber auch konträre Strategien. Hat man ja alles über den Haufen geworfen, da man den Zuschauer für blöd hält. Soll für den Durchschnittszuschauer ja zu kompliziert sein das Renngeschehen zu verfolgen....

Dafür haben wir jetzt gekünstelte "Rennen". Also das gestern, das war langweiliger als jede Prozessionsfahrt in den 90er und 00er....

Wofür hätte man gestern noch die Daumen drücken, bangen oder hoffen sollen?

Ja, als Mercedes Fan vielleicht, dass sich das Auto nicht auflöst. Aber sonst?

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Re: Reifendrama in Silverstone: War Kimi Räikkönen an allem schuld?

Beitrag von toddquinlan » 03.08.2020, 10:15

Pirelli baut einfach beschissen-unsichere Reifen. Wer hat sich nochmal in den Trainings gedreht und dadurch vier flat spots bekommen? Auf dem Weg zurück zur Box lösten sich die Reifen auf, und zerschlugen teilweise den Unterboden? Das kann, das darf, das muss nicht sein!

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Re: Reifendrama in Silverstone: War Kimi Räikkönen an allem schuld?

Beitrag von turbocharged » 03.08.2020, 10:22

Die Reifenschäden von Bottas, Sainz und Hamilton waren jetzt nicht wirklich gefährlich, da der Reifen nicht plötzlich explodiert ist, sondern einfach nur seine Luft verloren hat (schön zu sehen in der Onboard von Bottas). Die Reifen waren einfach uralt und es hat immer den am stärksten belasteten Reifen erwischt.

Man sollte sich viel mehr die Frage stellen was mit Kvyats Reifen passiert ist.

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