Ein schlechter Verlierer? So reagiert Hamilton auf Albons Kritik

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Neppi
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Re: Ein schlechter Verlierer? So reagiert Hamilton auf Albons Kritik

Beitrag von Neppi » 06.07.2020, 21:01

Arestic hat geschrieben:
06.07.2020, 19:08
Calvin hat geschrieben:
06.07.2020, 18:58
Arestic hat geschrieben:
06.07.2020, 18:52
In meinen Augen so nicht richtig. Man muss sich die Onboard von Hamilton ansehen, dann sieht man, dass Albon sehr spät erst an Hamilton vorbei kommt und Hamilton sieht ihn somit auch sehr spät.
Sorry, aber das ist doch lächerlich. Ein F1-Wagen hat Spiegel und Hamilton hat einen Kopf, den man (beschränkt) nach links und rechts drehen kann.

Von einem 6-fachen Weltmeister, dessen Zweikampfkünste von dessen Fans immer gelobt wird, erwartet man schon dass er weiss, wo der Gegner ist.
Toter Winkel? Ist halt leicht zu sagen aus unserer Sicht. Mich hat eigentlich nur das Standbild, wo Albon vorne war, etwas gestört, da man meinen könnte, er wäre die ganze Kurve vorne gewesen. In Wirklichkeit kam er erst beim Beschleunigen sehr schnell außen vorbei.
Totaer Winkel? Er hat doch die Innenseite geblockt, der weiß ganz genau wo sein Gegner ist...

Wieso ist denn dort kein anderer gecrasht? Hatten die alle ein drittes Auge?
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Re: Ein schlechter Verlierer? So reagiert Hamilton auf Albons Kritik

Beitrag von NR6-KeepFightingMSC » 06.07.2020, 21:15

Technikbegeisterter hat geschrieben:
06.07.2020, 20:52
NR6-KeepFightingMSC hat geschrieben:
06.07.2020, 19:57
Und genau das meine ich eben. Albon hat sich direk so positioniert, dass er aus dieser Kurve in front rauskommen wird. Er steht spät auf der Bremse, bremst später als Hamilton und nimmt ihm somit direkt die Chance, außenrum zu überholen. Und das ist zwar hart, aber legitim, weil er durch sein spätes Bremsen vorne lag. Wenn Hamilton das hier auch macht, absolut kein Problem, dann weiß Albon auch direkt woran er ist und steckt zurück. Hier lässt Hamilton Luft für das Überholmanöver, nur um dann für diese Situation zu früh ans Gas zu gehen und den Kontakt verursacht.

Das Untersteuern kommt eben dadurch, dass er ans Gas geht und dadurch das Auto in Richtung Albon schiebt. Wenn er mit dem Gas die Lenkung noch ehöht, kann es natürlich zu einem Dreher kommen, aber wenn er sich mit dem Gas zurückhält, kann er den Einschlag auch problemlos erhöhen und sicher durch die Kurve fahren. Für ihn gab es nichts mehr zu gewinnen, Albon war vorbei und deutlich schneller. Deswegen geht die Strafe für mich auch definitiv in Ordnung.
Ich kann deinen Standpunkt zwar größtenteils nachvollziehen, aber zwei Punkte sehe ich etwas anders und komme daher auch zu einem anderen Schluss.
1. Ich bin kein Fan von solchen kompromisslosen Aktionen. Dass der eine Fahrer den anderen Fahrer vor die Wahl stellt, steck zurück oder es kommt zur Kollision, während der andere Fahrer zumindest etwas Spielraum offen lässt, um das Rennen nicht vorzeitig beenden zu müssen, falls der andere doch nicht freiwillig mitspielt, bedeutet zwangsläufig, dass ein WM-Kandidat gegen einen Fahrer der nicht um die WM fährt, sondern eher auf herausragende Einzelergebnisse, immer zurückstecken muss. Das entspricht nicht meiner Vorstellung von fairem Racing, aber gut, damit könnte ich noch leben.

2. Ich denke eher nicht dass das Untersteuern durch das Beschleunigen entsteht, sondern schon bei stationärer Kurvenfahrt auftritt. Man hört erst ganz kurz vor der Kollision ein Beschleunigen bei Hamilton, wenn er in dem Moment anfängt die Kurve enger zu fahren, ist es vermutlich schon zu spät um eine Kollision zu verhindern. Ganz sicher bin ich mir da aber nicht, da die Ton-Bild-Synchronität bei den Übertragungen, insbesondere bei den Onboard-Aufnahmen häufig miserabel ist.
Beim ersten Punkt bin ich dabei, ich mag das auch nicht, wenn man diese Variante des Verteidigens wählt. Allerdings muss man eben sagen, dass es eine legitime Taktik ist und man das wirklich häufig sieht und zumindest hat der Fahrer beim Überholversuch die Möglichkeit, zurückzustecken. Und noch besser, wenn er es antizipiert, kann er innen durchschlüpfen.

Natürlich hängt das, zumindest auch, mit dem Beschleunigen zusammen. Ist ja ganz normal, dass wenn man ans Gas geht, das Auto anfängt zu schieben. Sobald Albon komplett neben ihm war, hätte er die Kurve enger fahren sollen, um auf Nummer sicher zu gehen, dass der Platz reicht. Man liest ja häufiger mal, dass Albon zu ungeduldig war und warum riskiert er das Überholmanöver. Genauso kann man sich fragen, warum riskiert Lewis Hamilton hier eine mögliche Kollision, indem er versucht, noch das Maximum aus der Kurve rauszuholen. Wenn Hamilton sich hier dreht, was ja auch möglich gewesen wäre, hat er etliche Punkte im WM-Kampf weggeschmissen.
Edit: Wenn er nicht zuvor am Gas war, da bin ich mir nicht sicher, kann er problemlos den Lenkeinschlag erhöhen.
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Re: Ein schlechter Verlierer? So reagiert Hamilton auf Albons Kritik

Beitrag von f1fan02 » 06.07.2020, 21:27

NR6-KeepFightingMSC hat geschrieben:
06.07.2020, 21:15
kann er problemlos den Lenkeinschlag erhöhen.
Also hier https://www.auto-motor-und-sport.de/for ... se-rennen/

sagt Wolff, dass er voll eingeschlagen hat. Muss ich annehmen dass er lügt?
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Re: Ein schlechter Verlierer? So reagiert Hamilton auf Albons Kritik

Beitrag von Technikbegeisterter » 06.07.2020, 21:33

NR6-KeepFightingMSC hat geschrieben:
06.07.2020, 21:15
Genauso kann man sich fragen, warum riskiert Lewis Hamilton hier eine mögliche Kollision, indem er versucht, noch das Maximum aus der Kurve rauszuholen. Wenn Hamilton sich hier dreht, was ja auch möglich gewesen wäre, hat er etliche Punkte im WM-Kampf weggeschmissen.
Edit: Wenn er nicht zuvor am Gas war, da bin ich mir nicht sicher, kann er problemlos den Lenkeinschlag erhöhen.
Also mittlerweile bin ich mir sehr sicher, dass das Untersteuern nichts mit Beschleunigen, sondern mit der Kurveneintrittsgeschwindigkeit zu hatte. Denn wenn ich mir die Stellung der Räder am Kurvenscheitelpunkt anschaue und mit der weiteren Linie vergleiche, sieht das schon an dem Punkt nach Untersteuern aus und man sollte auch nicht vergessen, dass Albon zu dem Zeitpunkt auf gleicher Höhe bzw. nur ein paar Zentimeter vor Hamilton ist. Also in einer Position, in der Hamilton ihn, auch dank Halo und der hohen Cockpitseitenwände, überhaupt nicht sehen kann und somit auch nicht mehr auf ihn reagieren kann.

Aber hier könnte ein interessanter Punkt liegen, der auch die Frage beantworten könnte, warum sich Vettel bei nahezu jeder Kollision dreht, Hamilton dagegen so gut wie nie. Hamilton war schon nahe am Limit aber der Reifen, aber noch mit ein bisschen Puffer. Dadurch verliert er bei einer leichten Berührung nicht direkt die Hinterachse, sondern das Fahrzeug bleibt noch stabil. Versucht er dagegen mit aller Macht, am Limit den Radius noch enger zu fahren und kommt es dann zu einem leichten Kontakt, dann verliert er möglicherweise die Hinterachse und dreht sich, so wie das bei Vettel in den letzten Jahren häufig zu sehen war.
Das ist letztendlich nur eine Vermutung, ob er tatsächlich bewusst so agiert, kann er uns nur selber beantworten.

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Re: Ein schlechter Verlierer? So reagiert Hamilton auf Albons Kritik

Beitrag von Technikbegeisterter » 06.07.2020, 21:39

f1fan02 hat geschrieben:
06.07.2020, 21:27
NR6-KeepFightingMSC hat geschrieben:
06.07.2020, 21:15
kann er problemlos den Lenkeinschlag erhöhen.
Also hier https://www.auto-motor-und-sport.de/for ... se-rennen/

sagt Wolff, dass er voll eingeschlagen hat. Muss ich annehmen dass er lügt?
Jein. Kommt drauf an wie man voll eingeschlagen definiert. Voll eingeschlagen bis zum Lenkwinkelbegrenzer hat er definitiv nicht. So weit eingeschlagen, wie es das Haftungslimit der Reifen zu dem Zeitpunkt erlaubt hat, könnte schon sein. Viel Spielraum wird er da nicht mehr gehabt haben, wie viel genau, ließe sich selbst aus den Telemetriedaten nicht exakt folgern, da das Haftungslimit der Reifen in der Situation nur annähernd und nicht exakt bestimmt werden kann.

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Re: Hamilton versteht Albons Kritik nicht: "War ein Rennunfall"

Beitrag von Vasko265 » 06.07.2020, 21:49

speedyeddy22 hat geschrieben:
06.07.2020, 20:57
Calvin hat geschrieben:
06.07.2020, 20:47
speedyeddy22 hat geschrieben:
06.07.2020, 20:44
„Bremsen hilft“ galt auch für Albon
Warum sollte Albon bremsen? Er war vorne und Hamilton hat es versaut weil er seine Linie nicht halten konnte oder wollte.
Er [Hamilton] hat seine Linie sogar sehr gut gehalten, seine Fahrtrichtung war absolut ruhig und vorhersehbar. Er hat das Lenkrad voll nach rechts eingeschlagen, also von Albon weg. Was soll man ihm da noch vorwerfen?

Am Ende spielt die ganze Diskussion auch nur eine untergeordnete Rolle. Der größte Verlierer hierbei war Albon, nicht Hamilton. Der hat schon 6 Titel. Albon dagegen hatte jetzt 2 sehr gute Chancen, sich mal zart aus dem Schatten von Verstappen herauszuwagen und so seine Karriere bei Red Bull zu festigen. So viele wird er nicht kriegen. Ich prophezeie ihm schon jetzt eine blasse Vorstellung gegen Verstappen beim zweiten Österreich-GP. Ich fürchte, er hat noch nicht verstanden, dass für Dr. Marko am Ende allein die Ergebnisse zählen.
ich finde diesen Punkt mit Marko sehr wichtig.
Lewis hat das Potenzial und das Auto die nächste WM zu holen.
Ein Albon wird aber recht schnell ins B-Team abwandern wenn er weiterhin so fährt.
Reporter: Kimi, was sagen Sie zum fünften Platz in der Startaufstellung?" Kimi: "Es ist der fünfte Platz in der Startaufstellung."

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Re: Ein schlechter Verlierer? So reagiert Hamilton auf Albons Kritik

Beitrag von Universal_Racer » 06.07.2020, 21:49

Technikbegeisterter hat geschrieben:
06.07.2020, 21:39
f1fan02 hat geschrieben:
06.07.2020, 21:27
NR6-KeepFightingMSC hat geschrieben:
06.07.2020, 21:15
kann er problemlos den Lenkeinschlag erhöhen.
Also hier https://www.auto-motor-und-sport.de/for ... se-rennen/

sagt Wolff, dass er voll eingeschlagen hat. Muss ich annehmen dass er lügt?
Jein. Kommt drauf an wie man voll eingeschlagen definiert. Voll eingeschlagen bis zum Lenkwinkelbegrenzer hat er definitiv nicht. So weit eingeschlagen, wie es das Haftungslimit der Reifen zu dem Zeitpunkt erlaubt hat, könnte schon sein. Viel Spielraum wird er da nicht mehr gehabt haben, wie viel genau, ließe sich selbst aus den Telemetriedaten nicht exakt folgern, da das Haftungslimit der Reifen in der Situation nur annähernd und nicht exakt bestimmt werden kann.
Genau, den vollen Lenkwinkel hat er auf keinen Fall ausgenutzt, das ist klar. Deine Erklärung fasst das ja gut zusammen.
Habe mir grade nochmal die Wiederholung in Zeitlupe Zeitlupe angeschaut. Direkt nach der Berührung, als Albon schon im Kies ist, sieht man, dass neben Ham nicht mehr genug Platz für ein Auto ist. Also hätte Albon nicht weiter aussen fahren können. Er hätte also, um die Berührung zu vermeiden, nur in den Kies fahren können...das Ergebnis wäre das gleiche gewesen. Das jetzt mal ohne Wertung. Im Prinzip war es in dem Moment vorbei, als er neben ihm war. Ab da konnte Albon nicht sinnvolles mehr machen, um irgendwie aus der Sache wieder rauszukommen.
Ob jetzt Rennunfall oder doch ein bisschen Absicht, schwer zu sagen (siehe deine Erklärung).

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Re: Ein schlechter Verlierer? So reagiert Hamilton auf Albons Kritik

Beitrag von Technikbegeisterter » 06.07.2020, 22:00

Universal_Racer hat geschrieben:
06.07.2020, 21:49
Technikbegeisterter hat geschrieben:
06.07.2020, 21:39
f1fan02 hat geschrieben:
06.07.2020, 21:27


Also hier https://www.auto-motor-und-sport.de/for ... se-rennen/

sagt Wolff, dass er voll eingeschlagen hat. Muss ich annehmen dass er lügt?
Jein. Kommt drauf an wie man voll eingeschlagen definiert. Voll eingeschlagen bis zum Lenkwinkelbegrenzer hat er definitiv nicht. So weit eingeschlagen, wie es das Haftungslimit der Reifen zu dem Zeitpunkt erlaubt hat, könnte schon sein. Viel Spielraum wird er da nicht mehr gehabt haben, wie viel genau, ließe sich selbst aus den Telemetriedaten nicht exakt folgern, da das Haftungslimit der Reifen in der Situation nur annähernd und nicht exakt bestimmt werden kann.
Genau, den vollen Lenkwinkel hat er auf keinen Fall ausgenutzt, das ist klar. Deine Erklärung fasst das ja gut zusammen.
Habe mir grade nochmal die Wiederholung in Zeitlupe Zeitlupe angeschaut. Direkt nach der Berührung, als Albon schon im Kies ist, sieht man, dass neben Ham nicht mehr genug Platz für ein Auto ist. Also hätte Albon nicht weiter aussen fahren können. Er hätte also, um die Berührung zu vermeiden, nur in den Kies fahren können...das Ergebnis wäre das gleiche gewesen. Das jetzt mal ohne Wertung. Im Prinzip war es in dem Moment vorbei, als er neben ihm war. Ab da konnte Albon nicht sinnvolles mehr machen, um irgendwie aus der Sache wieder rauszukommen.
Ob jetzt Rennunfall oder doch ein bisschen Absicht, schwer zu sagen (siehe deine Erklärung).
Also wenn man die Randsteine voll mitnutzt sehe ich da schon noch eine Wagenbreite platz. Aber in dem Fall hätte derjenige auf der Außenbahn eine miserable Traktion und würde sicher zurückstecken.
Bild

Also ganz sauber und nach meinem Geschmack war die Aktion nicht, aber gerade weil Albon das gleiche noch kompromissloser in Runde 1 durchgezogen hat, finde ich eine Strafe hier unfair, unabhängig davon ob Hamilton es nicht verhindern konnte oder wollte.

Edit: Hier zeigt uns Bottas, dass die Breite zwischen weißer Linie und Kies, genau für ein Fahrzeug ausreicht. Er zeigt aber auch was passiert, wenn man an der Stelle auf dem Gas stehen bleibt (siehe Q3).
Bild
Zuletzt geändert von Technikbegeisterter am 06.07.2020, 22:17, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Ein schlechter Verlierer? So reagiert Hamilton auf Albons Kritik

Beitrag von Bremspunkt » 06.07.2020, 22:00

Technikbegeisterter hat geschrieben:
06.07.2020, 19:14
Dann schau nochmal auf den ersten Screenshot. Hamilton war zum Zeitpunkt des Einlenkens derjenige der vorne lag. Albon nimmt die Kurve einfach mit so viel Geschwindigkeit, dass er am Scheitelpunkt auf gleicher Höhe und danach vorne ist. Damit nimmt er sich aber auch jeden Spielraum, um Hamilton Platz lassen zu können und zwingt Hamilton zurückzustecken.
Hamilton hat in der Situation zum zweiten Mal hintereinander die Kurve innen dichtgemacht. Er wußte also, dass Albon in dieser Situation eindeutig schneller war und war bereits voll im Verteidigungsmodus. Jeder Versuch, Albons "Auftauchen" neben Hamilton für überraschend zu erklären, ist damit hinfällig. Hamilton wußte, was er tat. Und genau deshalb hat er wohl auch die dennoch recht milde Strafe bekommen. Sonst wäre es sicher ein "normaler Rennunfall" geblieben.

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Re: Ein schlechter Verlierer? So reagiert Hamilton auf Albons Kritik

Beitrag von Hoto » 06.07.2020, 22:01

Hätte man nicht bestrafen müssen, war aber grenzwertig. Die Folge davon war halt auch dumm, Hamilton konnte weiterfahren, Albon fiel ganz nicht hinten.

Das passiert halt alles so schnell, dass man von Außen immer kluge Sprüche klopfen kann.

Das Hamilton das natürlich nicht mit Absicht getan hat ist klar, so eine Berührung kann immer mit einem Ausfall auch für ihn enden und das wäre es auf Podiumkurs nicht wert gewesen.

Und für Albon war es wichtig so schnell wie möglich vorbei zu kommen, ehe die harten Reifen auf Temperatur sind, der Vorteil geringer ausfällt und er sich schwerer tut an Hamilton vorbei zu gehen. Außerdem wollte er auch noch Bottas angreifen. Wäre sicherlich interessant geworden, wäre der Unfall nicht passiert.

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Re: Ein schlechter Verlierer? So reagiert Hamilton auf Albons Kritik

Beitrag von Technikbegeisterter » 06.07.2020, 22:14

Bremspunkt hat geschrieben:
06.07.2020, 22:00
Technikbegeisterter hat geschrieben:
06.07.2020, 19:14
Dann schau nochmal auf den ersten Screenshot. Hamilton war zum Zeitpunkt des Einlenkens derjenige der vorne lag. Albon nimmt die Kurve einfach mit so viel Geschwindigkeit, dass er am Scheitelpunkt auf gleicher Höhe und danach vorne ist. Damit nimmt er sich aber auch jeden Spielraum, um Hamilton Platz lassen zu können und zwingt Hamilton zurückzustecken.
Hamilton hat in der Situation zum zweiten Mal hintereinander die Kurve innen dichtgemacht. Er wußte also, dass Albon in dieser Situation eindeutig schneller war und war bereits voll im Verteidigungsmodus. Jeder Versuch, Albons "Auftauchen" neben Hamilton für überraschend zu erklären, ist damit hinfällig. Hamilton wußte, was er tat. Und genau deshalb hat er wohl auch die dennoch recht milde Strafe bekommen. Sonst wäre es sicher ein "normaler Rennunfall" geblieben.
Schwache Argumentation. Klar wusste Hamilton, dass Albon da irgendwo sein muss. Die Strecke ist an der Stelle aber über 12 Meter breit, viel Spielraum für ein Auto das weniger als 2 Meter breit ist. Albon hätte auch eine Linie wie Norris (direkt hinter Albon) wählen können, da wären die beiden sich nicht in die Quere gekommen.
Und letztendlich hängt ein Fahrer mit den Augen auch nicht permanent im Rückspiegel um den Gegner zu beobachten, sondern muss ab und zu auch mal nach vorne schauen.

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Re: Hamilton versteht Albons Kritik nicht: "War ein Rennunfall"

Beitrag von rot » 06.07.2020, 22:29

Dural hat geschrieben:
06.07.2020, 15:04
Hamilton hat ja voll eingeschlagen,
Kaum. :lol:

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Re: Ein schlechter Verlierer? So reagiert Hamilton auf Albons Kritik

Beitrag von wertas » 06.07.2020, 22:36

Dr.owowitz hat geschrieben:
06.07.2020, 17:04
Lewis hat ganz einfach den Sieg fürs Team gerettet ,... das war nicht böse, sondern einfach clever ^^
Vor allem wäre Albion auch an Bottas vorbei gekommen, hätte Hamilton nur 3 Punkte auf Bottas - seinem ärgsten Titel Rivalen - verloren. Hamilton hat sich mit dieser Aktion als echten Teamplayer bewiesen.

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Re: Ein schlechter Verlierer? So reagiert Hamilton auf Albons Kritik

Beitrag von Pentar » 06.07.2020, 23:10

ALB hatte - HAM auf der Außenbahn überholend - seine Nase bereits vorn.
Damit hat HAM schlichtweg nicht gerechnet.
Ich persönlich bin mir sicher: Er würde beim ersten Rennen der Saison - in solch einer Situation - nicht absichtlich das Risiko eingehen, sich & seinen Boliden aus dem Rennen zu werfen...

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Re: Ein schlechter Verlierer? So reagiert Hamilton auf Albons Kritik

Beitrag von pilimen » 07.07.2020, 04:34

NR6-KeepFightingMSC hat geschrieben:
06.07.2020, 17:58
Glock hat noch nicht einmal gehört, das Hamilton aufs Gas geht, also mehr braucht man dazu nicht sagen.
Also ich höre das Gaspedal erst, als sie schon Kontakt hatten.
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