Nachträgliche Strafe: Charles Leclerc verliert Platz sechs in Japan

Kommentiere hier die Berichte rund um die Grands Prix

Moderator: Mods

Antworten
Technikbegeisterter
Rookie
Rookie
Beiträge: 1086
Registriert: 06.02.2014, 12:57

Re: Nachträgliche Strafe: Charles Leclerc verliert Platz sechs in Japan

Beitrag von Technikbegeisterter » 13.10.2019, 23:23

Hannibal17 hat geschrieben:EDIT
EDIT
Aber gut, fangen wir leicht an und kommen gleich zu deiner ersten falschen Annahme. Die CFK-Endplatte des Flügels ist definitiv kein schweres Teil. "Schwer" oder "leicht" ist immer relativ, daher kommen jetzt ein paar Zahlen. Wie du ja schon richtig erkannt hast, wäre ein Zusammenstoß mit 100 kg Federn wesentlich angenehmer als mit 100 kg Stahl. Einen Grund dafür hast du ja schon genannt, Federn absorbieren viel mehr kinetische Energie durch Verformung. Der zweite Grund ist die Aufprallfläche. Federn haben eine viel geringere Dichte als Stahl. Dadurch wirkt der Aufprall auf eine viel größere Fläche.
In unserem konkreten Fall reden wir jetzt von CFK mit einer durchschnittlichen Dichte von 1,5 g/cm³.
Nehmen wir jetzt an unsere Endplatte hat die Maße 10 x 30 cm, für eine Endplatte schon recht groß und gerade noch klein genug um zwischen Halo und Cockpitöffnung zu passen um den Helm des Fahrers treffen zu können. Die Endplatte hat eine Dicke von ca. 1 cm (auch das ist vermutlich viel zu dick, realistischer wären eher 0,5 cm), damit kommen wir auf ein Gesamtvolumen von 300 cm³, multipliziert mit der Dichte erhalten wir ein Gewicht von 450 Gramm.

Wie du siehst, ist das Teil ca. halb so schwer wie die Feder die Massa damals getroffen hat und dazu auch noch wesentlich größer, wodurch der Aufprall auf einer größeren Fläche erfolgt. Wenn du willst kannst du noch die kinetische Energie berechnen und die Kraft, die bei dem Aufprall wirkt, vor allem unter der Berücksichtigung der Verformung des spröden Werkstoffs CFK (in dem Fall also Zersplittern). Wir können die Schlussfolgerung an der Stelle aber schon abkürzen, denn wir wissen, dass die Masse geringer, die Fläche und die absorbierte Energie durch Verformung wesentlich größer ist, als bei Massas Unfall damals. Sprich alle Einflussfaktoren sprechen in diesem Fall für eine deutlich geringere Krafteinwirkung als damals.

Und abschließend kann ich dir auch noch sagen, dass die Kraft, die auf den Kopf des Fahrers wirkt =0 sein wird, da der Helm tatsächlich an der Kopfstütze anliegt und die Kraft, die vorne am Helm eingeleitet wird über den Helm an der Kopfstütze in das Chassis eingeleitet wird. Genau dafür ist die Kopfstütze da und da sie ein sicherheitsrelevantes Bauteil ist, wird dies auch von der FIA bei der Abnahme der Chassis geprüft.
Zuletzt geändert von BT46B am 13.10.2019, 23:33, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Userdiskussion entfernt

Benutzeravatar
Pentar
Mehrfacher Champion
Mehrfacher Champion
Beiträge: 10047
Registriert: 01.02.2015, 20:58
Lieblingsfahrer: MSC|ALO|HAK|RIC
Wohnort: Stuttgart

Re: Nachträgliche Strafe: Charles Leclerc verliert Platz sechs in Japan

Beitrag von Pentar » 13.10.2019, 23:28

Hannibal17 hat geschrieben:...Wenn du dich in Physik auskennst, kannst du mir gerne berechnen, wie viel Newton da auf das Gehirn gewirkt hätten...
Die "Kraft" (aus F = m * a) allein ist nicht das Maß aller Dinge.
Der aus der "Kraft" & den beteiligten Materialien enstehende "Impuls" hingegen hat maßgeblichen Einfluss auf die im Endeffekt tatsächlich entstehenden Schäden.
Einfaches Beispiel:
Ein leichter Schlag mit einem Gummihammer auf die Motorhabe bleibt ohne ernsthafte Folgen.
Mit einem Nagel dazwischen hat die Haube eine Beule, oder gar ein Loch...

Wo auf der anderen Seite der Strecke? Jules Bianchi ist in den Kran in der Kurve 130R gefahren. Die schnelle Kurve vor der Schikane.
Dass dies schlichtweg nicht richtig ist, hast Du ja mittlerweile erkannt...

Benutzeravatar
Pentar
Mehrfacher Champion
Mehrfacher Champion
Beiträge: 10047
Registriert: 01.02.2015, 20:58
Lieblingsfahrer: MSC|ALO|HAK|RIC
Wohnort: Stuttgart

Re: Nachträgliche Strafe: Charles Leclerc verliert Platz sechs in Japan

Beitrag von Pentar » 13.10.2019, 23:31

Technikbegeisterter hat geschrieben: :chat:
:thumbs_up:
Irgendwie habe ich das Gefühl, ich bin heute immer zu spät (also erst nach Dir) dran...

Technikbegeisterter
Rookie
Rookie
Beiträge: 1086
Registriert: 06.02.2014, 12:57

Re: Nachträgliche Strafe: Charles Leclerc verliert Platz sechs in Japan

Beitrag von Technikbegeisterter » 13.10.2019, 23:37

Pentar hat geschrieben: Die "Kraft" (aus F = m * a) allein ist nicht das Maß aller Dinge.
Der aus der "Kraft" & den beteiligten Materialien enstehende "Impuls" hingegen hat maßgeblichen Einfluss auf die im Endeffekt tatsächlich entstehenden Schäden.
Mit F = m * a ist man hier eigentlich schon auf dem richtigen Weg. Der Knackpunkt ist "a", denn da fließt der Impuls ja ein. Je nachdem in welchem Winkel das Objekt getroffen wird erfolgt die Beschleunigung unterschiedlich schnell. Da könnte man jetzt ein paar Annahmen treffen und ein paar beispielhafte Berechnungen machen, EDIT
Zuletzt geändert von BT46B am 13.10.2019, 23:42, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Userdiskussion/Provokation

Technikbegeisterter
Rookie
Rookie
Beiträge: 1086
Registriert: 06.02.2014, 12:57

Re: Nachträgliche Strafe: Charles Leclerc verliert Platz sechs in Japan

Beitrag von Technikbegeisterter » 13.10.2019, 23:38

Pentar hat geschrieben:
Technikbegeisterter hat geschrieben: :chat:
:thumbs_up:
Irgendwie habe ich das Gefühl, ich bin heute immer zu spät (also erst nach Dir) dran...
Ich überlasse dir jetzt das Feld und gehe Schlafen :wink:

Edit: Ist vermutlich auch Zeit, denn ich verstehe die Editierwut des Mods grade nicht
Zuletzt geändert von Technikbegeisterter am 13.10.2019, 23:51, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Pentar
Mehrfacher Champion
Mehrfacher Champion
Beiträge: 10047
Registriert: 01.02.2015, 20:58
Lieblingsfahrer: MSC|ALO|HAK|RIC
Wohnort: Stuttgart

Re: Nachträgliche Strafe: Charles Leclerc verliert Platz sechs in Japan

Beitrag von Pentar » 13.10.2019, 23:50

Technikbegeisterter hat geschrieben:Ich überlasse dir jetzt das Feld und gehe Schlafen :wink:
Ich mache das Gleiche - das war ein sehr langer & unterhaltsamer Sonntag heute.

Gute N8 & LG
Pentar

Benutzeravatar
Vasko265
Nachwuchspilot
Beiträge: 494
Registriert: 13.07.2011, 12:12
Lieblingsfahrer: viele
Lieblingsteam: Ferrari
Wohnort: Bayern

Re: Nachträgliche Strafe: Charles Leclerc verliert Platz sechs in Japan

Beitrag von Vasko265 » 14.10.2019, 08:22

Dadurch habe Leclerc "abrupt untersteuert" und Verstappen getroffen und von der Strecke geräumt. Obwohl die Rennkommissare einräumen, dass es "keine Absicht" gewesen sei, hätte Leclerc laut dem Urteil wissen müssen, dass er hinter einem anderen Auto Grip verliert. Daher sei der Monegasse "überwiegend" für den Unfall verantwortlich gewesen.


HaHaHaHa - ich lach mich tod.
Kanada - VET keine Strafe, weil Ham hätte wissen müssen, daß Vet Grip verliert wieder auf die Strecke zurückkommt.
oder oder oder ...
Sorry FIA sechs - setzen
Bild
FERRARI

Benutzeravatar
KIMI-ICEMAN
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 2029
Registriert: 20.04.2009, 08:05
Lieblingsfahrer: VET
Lieblingsteam: Ferrari

Re: Nachträgliche Strafe: Charles Leclerc verliert Platz sechs in Japan

Beitrag von KIMI-ICEMAN » 14.10.2019, 09:34

Strafe für die Kollision mit VER ist ein Witz. Zumal im Rennen selbst keine Strafe ausgesprochen wurde. Damit ist das Thema auch vom Tisch. Einen Straftäter kann man auch nicht erst freisprechen und danach einsperren. Aber das ist halt typisch FIA mit ihrem Würfelspiel. Die Strafe für das Fahren mit defektem Front Wing hingegen geht in Ordnung. Aber auch sowas muss sofort im Rennen bestraft werden und nicht am Ende, wenn das Polster auf den Hintermann groß genug ist. Dann wäre das Rennen mal ganz anders verlaufen für LEC. Jegliche Strafen nach dem Rennen sind völlig indiskutabel. Es mag Ausnahmen geben, wenn es kurz vor Rennende passiert.
Mission Winnow

Benutzeravatar
BruderimHerrn
Vize-Weltmeister
Vize-Weltmeister
Beiträge: 6451
Registriert: 30.06.2011, 16:40
Lieblingsfahrer: W. Röhrl; The Stig; Kimi;
Lieblingsteam: JPS-Lotus; Tyrrell; Sauber

Re: Nachträgliche Strafe: Charles Leclerc verliert Platz sechs in Japan

Beitrag von BruderimHerrn » 14.10.2019, 10:00

Technikbegeisterter hat geschrieben: multipliziert mit der Dichte erhalten wir ein Gewicht von 450 Gramm.

Wie du siehst, ist das Teil ca. halb so schwer wie die Feder die Massa damals getroffen hat und dazu auch noch wesentlich größer, wodurch der Aufprall auf einer größeren Fläche erfolgt. Wenn du willst kannst du noch die kinetische Energie berechnen und die Kraft, die bei dem Aufprall wirkt, vor allem unter der Berücksichtigung der Verformung des spröden Werkstoffs CFK (in dem Fall also Zersplittern). Wir können die Schlussfolgerung an der Stelle aber schon abkürzen, denn wir wissen, dass die Masse geringer, die Fläche und die absorbierte Energie durch Verformung wesentlich größer ist, als bei Massas Unfall damals. Sprich alle Einflussfaktoren sprechen in diesem Fall für eine deutlich geringere Krafteinwirkung als damals.
ich halte das Ding ja auch nicht für so gefährlich, hatte aber immerhin genug Kraft einen Spiegel wegzuschlagen.

Aber echt jetzt :shock: Du willst ein Teil von einem halben Kilo ohne Berechnung der kinetischen Energie einschätzen ? welches man mit über 200km/h trifft.
Deine Schlussfolgerung der größeren Fläche kann ich auch nicht nachvollziehen, schließlich ist es ein Bruchteil, bei welchem man immer davon ausgehen muss, dass es mit einer schmalen Bruchkante trifft.
Danke Legende ***

Hannibal17
Kartfahrer
Beiträge: 103
Registriert: 19.10.2017, 19:02

Re: Nachträgliche Strafe: Charles Leclerc verliert Platz sechs in Japan

Beitrag von Hannibal17 » 14.10.2019, 10:01

Technikbegeisterter hat geschrieben:
Hannibal17 hat geschrieben:EDIT
EDIT
Aber gut, fangen wir leicht an und kommen gleich zu deiner ersten falschen Annahme. Die CFK-Endplatte des Flügels ist definitiv kein schweres Teil. "Schwer" oder "leicht" ist immer relativ, daher kommen jetzt ein paar Zahlen. Wie du ja schon richtig erkannt hast, wäre ein Zusammenstoß mit 100 kg Federn wesentlich angenehmer als mit 100 kg Stahl. Einen Grund dafür hast du ja schon genannt, Federn absorbieren viel mehr kinetische Energie durch Verformung. Der zweite Grund ist die Aufprallfläche. Federn haben eine viel geringere Dichte als Stahl. Dadurch wirkt der Aufprall auf eine viel größere Fläche.
In unserem konkreten Fall reden wir jetzt von CFK mit einer durchschnittlichen Dichte von 1,5 g/cm³.
Nehmen wir jetzt an unsere Endplatte hat die Maße 10 x 30 cm, für eine Endplatte schon recht groß und gerade noch klein genug um zwischen Halo und Cockpitöffnung zu passen um den Helm des Fahrers treffen zu können. Die Endplatte hat eine Dicke von ca. 1 cm (auch das ist vermutlich viel zu dick, realistischer wären eher 0,5 cm), damit kommen wir auf ein Gesamtvolumen von 300 cm³, multipliziert mit der Dichte erhalten wir ein Gewicht von 450 Gramm.

Wie du siehst, ist das Teil ca. halb so schwer wie die Feder die Massa damals getroffen hat und dazu auch noch wesentlich größer, wodurch der Aufprall auf einer größeren Fläche erfolgt. Wenn du willst kannst du noch die kinetische Energie berechnen und die Kraft, die bei dem Aufprall wirkt, vor allem unter der Berücksichtigung der Verformung des spröden Werkstoffs CFK (in dem Fall also Zersplittern). Wir können die Schlussfolgerung an der Stelle aber schon abkürzen, denn wir wissen, dass die Masse geringer, die Fläche und die absorbierte Energie durch Verformung wesentlich größer ist, als bei Massas Unfall damals. Sprich alle Einflussfaktoren sprechen in diesem Fall für eine deutlich geringere Krafteinwirkung als damals.

Und abschließend kann ich dir auch noch sagen, dass die Kraft, die auf den Kopf des Fahrers wirkt =0 sein wird, da der Helm tatsächlich an der Kopfstütze anliegt und die Kraft, die vorne am Helm eingeleitet wird über den Helm an der Kopfstütze in das Chassis eingeleitet wird. Genau dafür ist die Kopfstütze da und da sie ein sicherheitsrelevantes Bauteil ist, wird dies auch von der FIA bei der Abnahme der Chassis geprüft.
Die Kopfstütze in Formel-1-Autos gibt es seit 1975, das HANS seit 2003.
Das alles hat Massa 2009 nicht geholfen. Er wurde von einem Teil am Kopf getroffen und war dadurch sofort bewusstlos. Das der Helm dabei kaputt gegangen ist, spielt nur eine untergeordnete Rolle, weil er weder durch den Blutverlust noch durch Teile im Gehirn bewusstlos geworden ist. Einzig die Krafteinwirkung auf den Helm und damit auf den Kopf und letztendlich auf das Gehirn haben die Bewusstlosigkeit erzeugt. Seit 2009 hat sich nur die Stabilität des Helms verbessert; Kopfstütze etc. sind gleich geblieben. (Seitdem ist nur die Cockpit-Wand höher geworden, was hier nicht geholfen hätte) Das "Anliegen an der Kopfstütze", falls es das überhaupt gibt, hat Massa also nicht sonderlich viel geholfen. :lol: :winky:
Wenn du behaupten willst, dass die Krafteinwirkung "auf den Kopf des Fahrers =0 sein wird", dann freue dich schon mal auf einen deftigen Satz heißer Ohren von Massa :rofl: :rofl: :rofl:

Man kann jetzt diskutieren, ob die wirkende Energie beim Carbon-Teil größer, gleich oder kleiner sei. In den ersten beiden Fällen würde das Ergebnis genauso oder schlimmer ausfallen. Im Letzteren könnte es vielleicht besser ausgehen. Aber selbst, wenn die Energie geringer und wenn er dadurch nicht bewusstlos, sondern nur benommen wäre, fliegt er danach in 130R mit fast 300 Km/h ab. :facepalm:

Benutzeravatar
reiskocher_gtr_specv
Formel1.de-Legende
Formel1.de-Legende
Beiträge: 25971
Registriert: 07.06.2012, 14:19

Re: Nachträgliche Strafe: Charles Leclerc verliert Platz sechs in Japan

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 14.10.2019, 10:02

Als wenn die 130 R noch ein Problem wäre, die fährt man inzwischen einhändig.

https://twitter.com/i/status/1183625733383446528
Bild

Hannibal17
Kartfahrer
Beiträge: 103
Registriert: 19.10.2017, 19:02

Re: Nachträgliche Strafe: Charles Leclerc verliert Platz sechs in Japan

Beitrag von Hannibal17 » 14.10.2019, 10:13

Nur, um Ferrari so lange wie möglich im Rennen um die WM zu halten, hat man dieses Jahr teilweise merkwürdige Präzedenzfälle geschaffen:

- Unsafe Release im Regen bei einigen Autos in der Box gibt nur noch eine Geldstrafe
- Der Gegner darf einmal von der Strecke abgedrängt werden
- Die Toleranz beim Start beträgt ca. 10-20 cm
- Ein Fahrer darf auch nach dem Rennen, wenn die Stewards "No Investigation Necessary" verkündet haben, für das gleiche Vergehen noch eine Zeitstrafe erhalten :facepalm: :facepalm:

("Zum Glück" gabs die Strafe in Kanada gegen Vettel, sonst hätten sie in Monza womöglich noch auf Rennunfall entschieden, weil keiner eindeutig Schuld war :rofl: :rofl: )

Technikbegeisterter
Rookie
Rookie
Beiträge: 1086
Registriert: 06.02.2014, 12:57

Re: Nachträgliche Strafe: Charles Leclerc verliert Platz sechs in Japan

Beitrag von Technikbegeisterter » 14.10.2019, 10:17

BruderimHerrn hat geschrieben:
Technikbegeisterter hat geschrieben: multipliziert mit der Dichte erhalten wir ein Gewicht von 450 Gramm.

Wie du siehst, ist das Teil ca. halb so schwer wie die Feder die Massa damals getroffen hat und dazu auch noch wesentlich größer, wodurch der Aufprall auf einer größeren Fläche erfolgt. Wenn du willst kannst du noch die kinetische Energie berechnen und die Kraft, die bei dem Aufprall wirkt, vor allem unter der Berücksichtigung der Verformung des spröden Werkstoffs CFK (in dem Fall also Zersplittern). Wir können die Schlussfolgerung an der Stelle aber schon abkürzen, denn wir wissen, dass die Masse geringer, die Fläche und die absorbierte Energie durch Verformung wesentlich größer ist, als bei Massas Unfall damals. Sprich alle Einflussfaktoren sprechen in diesem Fall für eine deutlich geringere Krafteinwirkung als damals.
ich halte das Ding ja auch nicht für so gefährlich, hatte aber immerhin genug Kraft einen Spiegel wegzuschlagen.

Aber echt jetzt :shock: Du willst ein Teil von einem halben Kilo ohne Berechnung der kinetischen Energie einschätzen ? welches man mit über 200km/h trifft.
Deine Schlussfolgerung der größeren Fläche kann ich auch nicht nachvollziehen, schließlich ist es ein Bruchteil, bei welchem man immer davon ausgehen muss, dass es mit einer schmalen Bruchkante trifft.
Wir können die kinetische Energie gerne berechnen, sie ist jedoch völlig irrelevant. Und das sollte jedem mit physikalischem Grundlagenwissen klar sein. Ich erkläre es aber gerne nochmal. Wkin = 0,5 * 0,45 kg * 56 m/s = 12,6 Nm. Was sagt dir der Wert jetzt über den Aufprall aus? Rein gar nichts. Denn entscheidend ist die Kraft die auf den Helm wirkt und die Fläche auf die diese Kraft wirkt, also der Druck.
Ich würde jetzt weiter rechnen und erklären, aber da habe ich wirklich wenig Lust drauf wenn von der anderen Seite wirklich nur sinnfreie Kommentare kommen und absolut keine Bereitschaft vorhanden ist, diese physikalischen Grundlagen zu verstehen. Und wie ich schon angemerkt habe (der Mod meinte aus irgendeinem Grund es wäre provokativ und hat es gelöscht), diese Berechnungen lernt man in der 9. Klasse Physik (ich habe extra gestern in den Lehrplan Physik NRW geschaut).
Wer jetzt also ernsthaft weiterrechnen möchte und dazu Fragen hat, bitte, ich helfe gerne weiter. Aber wenn ich mir die Antwort von Hannibal schon anschaue, komme ich zu dem Schluss, wer es damals in der Schule nicht lernen wollte, der wird es auch heute nicht lernen.

Technikbegeisterter
Rookie
Rookie
Beiträge: 1086
Registriert: 06.02.2014, 12:57

Re: Nachträgliche Strafe: Charles Leclerc verliert Platz sechs in Japan

Beitrag von Technikbegeisterter » 14.10.2019, 10:24

Hannibal17 hat geschrieben: Die Kopfstütze in Formel-1-Autos gibt es seit 1975, das HANS seit 2003.
Das alles hat Massa 2009 nicht geholfen. Er wurde von einem Teil am Kopf getroffen und war dadurch sofort bewusstlos. Das der Helm dabei kaputt gegangen ist, spielt nur eine untergeordnete Rolle, weil er weder durch den Blutverlust noch durch Teile im Gehirn bewusstlos geworden ist. Einzig die Krafteinwirkung auf den Helm und damit auf den Kopf und letztendlich auf das Gehirn haben die Bewusstlosigkeit erzeugt. Seit 2009 hat sich nur die Stabilität des Helms verbessert; Kopfstütze etc. sind gleich geblieben. (Seitdem ist nur die Cockpit-Wand höher geworden, was hier nicht geholfen hätte) Das "Anliegen an der Kopfstütze", falls es das überhaupt gibt, hat Massa also nicht sonderlich viel geholfen. :lol: :winky:
Wenn du behaupten willst, dass die Krafteinwirkung "auf den Kopf des Fahrers =0 sein wird", dann freue dich schon mal auf einen deftigen Satz heißer Ohren von Massa :rofl: :rofl: :rofl:

Man kann jetzt diskutieren, ob die wirkende Energie beim Carbon-Teil größer, gleich oder kleiner sei. In den ersten beiden Fällen würde das Ergebnis genauso oder schlimmer ausfallen. Im Letzteren könnte es vielleicht besser ausgehen. Aber selbst, wenn die Energie geringer und wenn er dadurch nicht bewusstlos, sondern nur benommen wäre, fliegt er danach in 130R mit fast 300 Km/h ab. :facepalm:
Auch wenn du deinen Beitrag mit noch so vielen Facepalm- und sonstigen Emoticons schmückst, macht es das fehlende physikalische Grundlagenwissen nicht wett. Ich habe ja echt versucht es dir zu erklären und wäre auch bereit gewesen Schritt für Schritt durch die Berechnung zu gehen, aber deine Reaktion zeigt mir, dass ich es mir sparen kann.

Schau dir einfach Massas Helm nach seinem Unfall an. Das hatte rein gar nichts mit HANS oder der Kopfstütze zu tun, denn der Helm hat damals nicht standgehalten, sondern hat sich nach innen verformt. Sonst hätte Massa nicht die Verletzung oberhalb des Auges erlitten.

Benutzeravatar
BruderimHerrn
Vize-Weltmeister
Vize-Weltmeister
Beiträge: 6451
Registriert: 30.06.2011, 16:40
Lieblingsfahrer: W. Röhrl; The Stig; Kimi;
Lieblingsteam: JPS-Lotus; Tyrrell; Sauber

Re: Nachträgliche Strafe: Charles Leclerc verliert Platz sechs in Japan

Beitrag von BruderimHerrn » 14.10.2019, 11:25

Technikbegeisterter hat geschrieben: Wir können die kinetische Energie gerne berechnen, sie ist jedoch völlig irrelevant. Und das sollte jedem mit physikalischem Grundlagenwissen klar sein. Ich erkläre es aber gerne nochmal. Wkin = 0,5 * 0,45 kg * 56 m/s = 12,6 Nm. Was sagt dir der Wert jetzt über den Aufprall aus?
sehr witzig, was nimmst Du da für eine Formel? Soll das eine Mischung aus freiem Fall und :??: sein?

so als Tipp, die Geschwindigkeit geht im Quadrat ein, dann hat man annähernd die richtige Formel.

Technikbegeisterter hat geschrieben: Ich würde jetzt weiter rechnen und erklären, aber da habe ich wirklich wenig Lust drauf wenn von der anderen Seite wirklich nur sinnfreie Kommentare kommen und absolut keine Bereitschaft vorhanden ist, diese physikalischen Grundlagen zu verstehen. Und wie ich schon angemerkt habe (der Mod meinte aus irgendeinem Grund es wäre provokativ und hat es gelöscht), diese Berechnungen lernt man in der 9. Klasse Physik (ich habe extra gestern in den Lehrplan Physik NRW geschaut).
ja dann reicht halt 9. Klasse nicht, kann ja sein. Da braucht es halt eine Stoßberechnung.
Technikbegeisterter hat geschrieben: Wer jetzt also ernsthaft weiterrechnen möchte und dazu Fragen hat, bitte, ich helfe gerne weiter. Aber wenn ich mir die Antwort von Hannibal schon anschaue, komme ich zu dem Schluss, wer es damals in der Schule nicht lernen wollte, der wird es auch heute nicht lernen.
:winky:
Danke Legende ***

Antworten