Sebastian Vettel: "Am besten, wenn ich gar nichts sage"

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Re: Sebastian Vettel: "Am besten, wenn ich gar nichts sage"

Beitrag von Lapje » 30.09.2019, 08:44

Ich mag Leclerc, gebe ich offen zu - genauso wie ich die anderen "jungen" Norris oder Albon mag. Aber das hier ist doch wirklich lächerlich. Wenn Vet und Lec 6 Sekunden Vorsprung vor den anderen gehabt hätten und nah bei einander gewesen wären - dann hätte ich das mit dem vorbeilassen noch verstanden, aber soll Vet die Führung für Ferrari wirklich aufgeben? Mal davon abgesehen - bei der Pace wäre er, wenn nicht beim Start, eben ein paar Kurven später an Lec vorbei gezogen. Wieso sollte Ferrari das Risiko eingehen, dass Merc noch näher ran kommt?

Lec sollte sich einfach eingestehen, dass er an dem Tag nicht gut genug war. Auf der anderen Seite: Es ist erst die zweite Saison von Lec...wenn ich mich daran erinnere, wie arroganz Verstappen in seinen Anfängen agiert hatte?

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Re: Sebastian Vettel: "Am besten, wenn ich gar nichts sage"

Beitrag von DeLaGeezy » 30.09.2019, 09:02

Connaisseur hat geschrieben:
zipato hat geschrieben: @Vettel: Hallo Seb,
Ferrari erweist dir keine nötige Respekt als 4- fache Weltmeister, in deinem Team sind fast alle Verräter!
Es wird Zeit zurück zu Red Bull zukommen die stehen hinten einem Fahrer siehe Verstapen.

Gruß

Momo
Und darin liegt auch schon das Problem, welches Du selbst ansprichst, da fährt Verstappen. Dort würde es einem Vettel mind. genauso schlecht gehen wie bei Ferrari (siehe Ricciardo).
Vettel hat gar keine andere Option als bei Ferrari zu bleiben, diese Saison fuhr er einfach wieder zu unkonstant und gegen die Big Players schaut er momentan nicht gerade gut aus. Er kann nur hoffen, dass ihm das Auto nächstes Jahr besser liegt, dann wird man sehen, ob er nochmal zu alter Stärke zurückfindet.
wenn vettel nächstes jahr nicht liefert, dann ist es bei den roten ausgeträumt.
würde es aber cool finden, wenn er dann für williams fährt und aufbauarbeit leistet und dann das team nach vorn bringt :thumbs_up:
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Re: Sebastian Vettel: "Am besten, wenn ich gar nichts sage"

Beitrag von Only_Formel1 » 30.09.2019, 09:20

Es gibt eine Abmachung, dass Leclerc Winschatten spendet?

Das ist doch keine Abmachung, das ergibt sich doch ganz automatisch wenn Vettel direkt hinter ihm startet!!!
Also so einen Blödsinn habe ich selten gehört.

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Re: Sebastian Vettel: "Am besten, wenn ich gar nichts sage"

Beitrag von Ferrari Fan 33 » 30.09.2019, 09:22

Formula_1 hat geschrieben:
Ferrari Fan 33 hat geschrieben:Ja, bei Ferrari hat man eben zwei richtige Kaliber im Team. Auf die neue Saison kann man sich schon freuen wenn alles wieder bei Null anfängt. :mrgreen:
Aus Ferraris Sicht hätte man eigentlich nur hoffen können, dass Vettel sein "Formtief" beibehält. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die nächstes Jahr so dominant sind, wie Mercedes oftmals in den letzten Jahren. Und dann sind zwei Fahrer, die womöglich auch beide gerade gut drauf sind, einfach nur Gift. Ok, theoretisch könnte es dann jedes Rennen im Doppelsieg enden, praktisch denke ich wird es aber auch eher mal im Doppelausfall enden. Und dafür sind mindestens Hamilton und Verstappen zur Zeit viel zu stark, um sich sowas erlauben zu können.
Ja, sehe ich auch so.
Sebastian Vettel scheint aktuell noch im Qualifying ein Problem zu haben, wenn man sich anschaut was Charles Leclerc da aus dem Auto rausholt. Aber im Rennen ist Vettel aktuell wieder voll da. Wenn das alles so bleibt und Ferrari startet die neue Saison direkt auf Bahrain-Niveau von diesem Jahr, dann kann man sich auf was gefasst machen. Es ist denkbar, dass sowas passieren kann wie bei Hamilton und Rosberg beim Spanien GP 2016 in Barcelona, direkt nach dem Start.
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Re: Sebastian Vettel: "Am besten, wenn ich gar nichts sage"

Beitrag von KIMI-ICEMAN » 30.09.2019, 10:00

Ferrari Fan 33 hat geschrieben:
Formula_1 hat geschrieben:
Ferrari Fan 33 hat geschrieben:Ja, bei Ferrari hat man eben zwei richtige Kaliber im Team. Auf die neue Saison kann man sich schon freuen wenn alles wieder bei Null anfängt. :mrgreen:
Aus Ferraris Sicht hätte man eigentlich nur hoffen können, dass Vettel sein "Formtief" beibehält. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die nächstes Jahr so dominant sind, wie Mercedes oftmals in den letzten Jahren. Und dann sind zwei Fahrer, die womöglich auch beide gerade gut drauf sind, einfach nur Gift. Ok, theoretisch könnte es dann jedes Rennen im Doppelsieg enden, praktisch denke ich wird es aber auch eher mal im Doppelausfall enden. Und dafür sind mindestens Hamilton und Verstappen zur Zeit viel zu stark, um sich sowas erlauben zu können.
Ja, sehe ich auch so.
Sebastian Vettel scheint aktuell noch im Qualifying ein Problem zu haben, wenn man sich anschaut was Charles Leclerc da aus dem Auto rausholt. Aber im Rennen ist Vettel aktuell wieder voll da. Wenn das alles so bleibt und Ferrari startet die neue Saison direkt auf Bahrain-Niveau von diesem Jahr, dann kann man sich auf was gefasst machen. Es ist denkbar, dass sowas passieren kann wie bei Hamilton und Rosberg beim Spanien GP 2016 in Barcelona, direkt nach dem Start.
Vettel liefert derzeit im Rennen richtig ab. Auf der Fahrerstrecke Suzuka sehe ich leider wieder LEC vorne im Q. Im Rennen muss man sehen, dass sie die Reifen nicht fressen. Das könnte Mercedes wieder in die Karten spielen.
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Re: Sebastian Vettel: "Am besten, wenn ich gar nichts sage"

Beitrag von Sieversen » 30.09.2019, 10:04

Ferrari Fan 33 hat geschrieben:Ja, bei Ferrari hat man eben zwei richtige Kaliber im Team. Auf die neue Saison kann man sich schon freuen wenn alles wieder bei Null anfängt. :mrgreen:
Tja, die Geister, die sie riefen, werden sie nun nicht los. Und das tut Ferrari auch mal gut, wenn man mich fragt. Ich habe das Gefühl, dass die erst mal realisieren müssen, was die Entscheidung für Leclerc und gegen Kimi eigentlich bedeutet hat. Ferrari war zu meinen Lebzeiten noch nie in der Situation, 2 Fahrer mit gleichem Anspruch managen zu müssen. Man hat ja zu Beginn der Saison gesehen, dass sie eigentlich ganz gerne so weiter gemacht hätten wie früher mit Vettel als Nummer 1 und Leclerc, der so lange den Wasserträger spielt bis Vettel irgendwann aufhört.
Ja, Pustekuchen. Leclerc will leider jetzt schon bei den großen Jungs mitspielen und nicht erst in 2-3 Jahren.

Wie das jetzt ausgeht, steht in den Sternen. Vielleicht bringt sie der Zoff um die WM, vielleicht ist diese Rivalität aber auch genau das, was sie letztendlich nach vorne bringt. In jedem Fall ist es meiner Meinung nach wirklich gut für Ferrari, dass sie um diese Herausforderung zumindest für ein weiteres Jahr nicht herum kommen werden.
Heute ist die gute alte Zeit von morgen.

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Re: Sebastian Vettel: "Am besten, wenn ich gar nichts sage"

Beitrag von StimmeVomLande » 30.09.2019, 13:47

Jo mei, die Konkurrenzfähigkeit von Vettel ist schon auch ein Thema.
Er ist einfach nicht schnell genug.
Ricciardo fuhr ihm um die Ohren.
Bei Ferrari war er auf dem Level von Raikönnen.
Und der war früher dort ständig ca. vier Zehntel langsamer als Alonso.
Jetzt ist Vettel vier Zehntel langsamer als Leclerc.
Ergo Leclerc fährt auf dem Level von Alonso.
Klar, Ferrari zieht den Leclerc langsam vor.
Vettel muss sich damit abfinden dass er im Moment raus ist.
Seine Rennspeed (Komplettheit) und der rauhe Umgang von Leclerc mit dem Material könnte ihn vieeeeeeleicht noch ein Jahr retten.
Ob er nächstes Jahr noch bei Ferrari ist??
Würde zumindest nicht darauf wetten.
Ausserdem ist die Hymne von Monaco bei einer F1 Siegerehrung für den Fürsten natürlich schon ein Ohrenschmaus. Wenn der denen jetzt noch verspricht dass er das Casino abreisst und einen Ferrariladen dorthin baut, dann ist es vermutlich schnell vorbei mit dem Sebbele aus Hebbehoim und der dann nichts anderes mehr zu tun hat als dem Leclerc Windschatten zu geben.

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Re: Sebastian Vettel: "Am besten, wenn ich gar nichts sage"

Beitrag von Plauze » 30.09.2019, 19:14

StimmeVomLande hat geschrieben:Jo mei, die Konkurrenzfähigkeit von Vettel ist schon auch ein Thema.
Er ist einfach nicht schnell genug.
Das stimmt doch hinten und vorne nicht. Die Fehleranfälligkeit von Vettel ist ein Thema, aber doch nicht seine Schnelligkeit... :eh2:
StimmeVomLande hat geschrieben:Ricciardo fuhr ihm um die Ohren.
Bei Ferrari war er auf dem Level von Raikönnen.
Wie bitte? Da lachen ja die Hühner. Diese Behauptung hat mich jetzt wirklich interessiert und ich habe nachgesehen, denn anscheinend war auf dem Lande der Matheunterricht nicht ganz so dolle, wa? Oder du interessierst dich eigentlich gar nicht so richtig für Formel 1 und willst nur ein paar provokante Landeierstatements raushauen, nomen est omen und so.
Ricciardo konnte Vettel schlagen, soviel stimmt. Für den Deutschen sicherlich unangenehm genug. Über die Aussagekraft dieser einen Saison gleich vielleicht noch mehr.
Aber erstmal zu deiner anderen Behauptung. Bei Ferrari schlug Vettel Raikkönen in vier aufeinanderfolgenden Jahren, davon zweimal mit deutlich über 100 Punkten Differenz! Insgesamt stand es bei Ferrari nach vier Jahren 1127:792 Punkten für Sebastian Vettel. Bei den Qualifying-Duellen entschied Vettel immerhin drei sehr deutlich für sich, mit 15:4 (2015), 15:5 (2017) und 17:4 (2018). Lediglich 2016 hatte er samstags knapp mit 10:11 das Nachsehen, aber eben auch gegen einen Weltmeister, der nicht ganz schlecht Auto fährt.
Das nennst du "auf dem Level von Raikkönen"? Vettel ist Raikkönen die längste Zeit um die Ohren gefahren, dass es quietschte.
Wenn die Dominanz nicht ganz so absolut erdrückend wie bei Alonso gegen Raikkönen ausfällt, hat das mehr damit zu tun, dass Alonso ehrlicherweise vielleicht noch ein bisschen stärker ist als Vettel und außerdem dem Team zuvor vier Jahre lang seinen Stempel aufgedrückt hatte, bevor Raikkönen wieder zu Ferrari wechselte, als damit, dass Vettel die Schnelligkeit oder Konkurrenzfähigkeit fehlen würde. Diese Behauptung ist also völliger Humbug.
StimmeVomLande hat geschrieben:Und der war früher dort ständig ca. vier Zehntel langsamer als Alonso.
Jetzt ist Vettel vier Zehntel langsamer als Leclerc.
Ergo Leclerc fährt auf dem Level von Alonso.
Die Rechnung geht aus den oben beschriebenen Gründen nicht auf (Vettel fuhr deutlich über Raikkönens Level), und weil Vettel nicht durchgängig vier Zehntel langsamer fährt als Leclerc.
Leclerc ist super und ganz bestimmt ein stärkerer Teamkollege als Raikkönen es in irgendeiner Saison war. Zu Alonso fehlt dem jungen Mann aber schon noch ein Stückchen, denn sonst müsste erwartet werden, dass Leclerc Vettel durchgängig im Griff hat.
Das ist, auch wenn hier im Forum allzugern anderes behauptet wird, nicht der Fall. Stand heute hat Leclerc nicht vier Weltmeisterschaften, ja, nicht einmal vier Rennen gewonnen, sondern ganze zwei. Vettel steht sich sehr, sehr oft mit ziemlich dämlichen Fehlern selbst im Weg (Kanada, Monza), aber er ist immer noch ein sehr schneller und sehr ausgefuchster Fahrer mit einer Menge Erfahrung, der in Singapur immerhin seinen vierzehnten Ferrari-Sieg feiern konnte.
Leclerc ist ein Topfahrer im Werden und er weiß seine Fähigkeiten dem Team und den Fans geschickt zu verkaufen. Allerdings ist er noch kein Fahrer, der berechtigt eine Spezialbehandlung einfordern könnte oder der verlangen kann, dass das Team den etablierten Mehrfachweltmeister auf der anderen Garagenseite zu seinen Gunsten zurückpfeift. Sorry, Leclercs Performance ist sehr gut, aber das gibt sie nicht her.
An dieser Stelle jetzt vielleicht nochmal der kleine Exkurs zurück zu Vettel vs. Ricciardo. Dieses von Vettel verlorene Teamduell wird ja immer wieder gern angeführt, aus seinem letzten Red-Bull-Jahr, mit neuen (bei Red Bull desolaten und unzuverlässigen) Motoren, einem ungewohnten Auto, an das Vettel sich nicht so recht gewöhnen wollte, und einem Teamspirit, aus dem nach vier anstrengenden WM-Jahren ein wenig die Luft draußen war. Dann kam Ricciardo daher und gewann plötzlich Rennen (einige davon sehr glücklich) und zog so die Stimmung des Teams auf seine Seite. Das soll alles keine Entschuldigung für Vettels mäßige Performance in jenem Jahr sein, die Situation war aber durchaus eine spezielle. Dass sie sein Standing zwar ein wenig eintrübt, geschenkt. Dass sie auf seine Leistung bei Ferrari nicht übertragen werden kann, sollte aber ebenso klar sein, denn im Folgejahr gewann er in Rot drei Rennen und fuhr eine sehr starke erste Saison für Maranello. Was ist der Ricciardo-Vergleich also heute noch wert? Er wird Erwähnung finden müssen, wenn man Vettels Gesamtstanding analysiert. Ihn für Vettel vs. Leclerc heranzuziehen, ist aber absoluter Blödsinn. Egal ob man auf dem Land oder in der Stadt wohnt übrigens.
StimmeVomLande hat geschrieben:Klar, Ferrari zieht den Leclerc langsam vor.
Vettel muss sich damit abfinden dass er im Moment raus ist.
Es gibt nichts, aber auch gar nichts, was darauf hindeutet. Beide Fahrer werden gleichberechtigt, wobei die gestrige Teamabsprache der verzweifelte Versuch war, das Startgetümmel zu managen, ziemlich unsinnig und unnötig und ohne Aussicht auf Erfolg, aber eben auch ohne dass es auf die klare Bevorzugung eines der beiden Fahrer hindeutete.
StimmeVomLande hat geschrieben:Seine Rennspeed (Komplettheit) und der rauhe Umgang von Leclerc mit dem Material könnte ihn vieeeeeeleicht noch ein Jahr retten.
Ob er nächstes Jahr noch bei Ferrari ist??
Würde zumindest nicht darauf wetten.
Da Vettels Performancekurve derzeit wieder deutlich nach oben zeigt, würde ich darauf wetten, dass er mindestens noch 2020 für Ferrari fährt. Wie es danach aussieht, wird sicherlich vom teaminternen Klima abhängen, wobei sich auch Leclerc garantiert noch den einen oder anderen Rüffel der Teamleitung abholen wird.
StimmeVomLande hat geschrieben:Ausserdem ist die Hymne von Monaco bei einer F1 Siegerehrung für den Fürsten natürlich schon ein Ohrenschmaus. Wenn der denen jetzt noch verspricht dass er das Casino abreisst und einen Ferrariladen dorthin baut, dann ist es vermutlich schnell vorbei mit dem Sebbele aus Hebbehoim und der dann nichts anderes mehr zu tun hat als dem Leclerc Windschatten zu geben.
Das war sicherlich ein ziemlich plumper und konstruierter Scherz, gibt deinem Beitrag aber auch eher den Beigeschmack der reinen Provokation als der sachlichen Meinungsäußerung. Weil ich nett bin und gerne die so dringend notwendige Aufklärungsarbeit über die Jahre 2015-2018 bei Ferrari betreibe, habe ich mich trotzdem zu deinem Post geäußert. Der Sebbele aus Hebbehoim (das im Dialekt übrigens Hebrum heißt - oder Hey-brumm?) hat sich für seine Fahrfehlerchen in den letzten zwei Jahren so einige Facepalms verdient. Er ist aber nicht aus dem Nichts vier Mal Weltmeister geworden, er kam nicht aus dem Nichts zu Ferrari und er wird uns alle auch noch positiv überraschen, vorausgesetzt, man ist für solche positiven Überraschungen aufgeschlossen und hat ihn nicht aus Denkfaulheit und Ignoranz längst schon abgeschrieben.
Alles kann passieren. Und das ist auch gut so.

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Re: Sebastian Vettel: "Am besten, wenn ich gar nichts sage"

Beitrag von StimmeVomLande » 30.09.2019, 23:08

Lieber Plauze, danke, aber soviel Mühe habe ich nicht verdient.
Zunächst Mal was mein Interesse an der Formel 1 betrifft. Seit Formel 1 live im Fernsehen kommt (ca. 1972 (Prüller im ORF)) habe ich keine 20 Rennen verpasst. Einfach aus der Luft gegriffen kann ich damit mit Fug und Recht behaupten, dass Du mir hier nichteinmal im Ansatz das Wasser reichen kannst. Also Kollega, dann lass das mal mit Deinen persönlichen Angriffen und bleib sachlich. Und wenn Du das nicht kannst, dann wirf Deine Tastatur weg, weil Menschen mit solchen Eigenschaften in Foren nichts zu suchen haben.
Trotzdem:
Auch ich bin ein Vettelfan. Aber ohne Brille.
Drum habe ich auch neidlos anerkannt, dass Vettel langsamer war als Ricciardo.
Und das hat nicht nur Vettels "Standing ein weinig eingetrübt", sondern seine fehlende Schnelligkeit offengelegt.

Und diese Schwäche hat er für mich bei Ferrari durch die Vergleichbarkeit mit Raikönnen untermauert.
Indem er einfach zu wenig schneller war als Raikönnen. Erst recht auch noch im Vergleich zu Alonso.
Ich war schon sehr überrascht, dass er den Raikönnen nicht wenigsten so im Griff hatte wie Alonso.

Und Du hast recht, Leclerce ist nicht durchgehend 4 Zehntel schneller als Vettel, sondern in den Trainings oft MEHR als 4 Zehntel schneller als weniger.

Und "Vettels Unterlegenheit gegen Ricciardo als Vergleich mit Leclerc heranzuziehen ist absoluter Blödsinn" ???
Wenn ja, dann allenfalls, weil da der Unterschied noch grösser ist. Jedenfalls sieht es für mich bisher so aus.
Auf jeden Fall aber: langsamer bleibt langsamer.

Und "Nichts deutet darauf hin dass Ferrari Leclerce langsam vorzieht"????
Was kann es für einen Fahrer für eine grössere Demütigung geben, als der eindeutig Schnellere im Rennen aufgefordert zu werden, den Langsameren überholen zu lassen und wenn er es nicht tut über den Boxenstop zwangsweise zurückgesetzt zu werden. Und das noch unter dem Umstand dass es um keine Meisterschaft mehr gehen kann. Allein schon dass man sie nicht frei gegeneinander fahren lässt ist eine Zurücksetzung von Vettel. Aber ihn auch noch aufzufordern den Leclerc gewinnen zu lassen....

Tja da steht Vettel nun...und für mich sieht es im Moment LEIDER nicht gut aus für ihn. Und deshalb meine Anmerkung über das "Sebbele aus Hebbehoim". Schade dass Du in Deinem Leben noch nicht dort angekommen bist, wo man lesen kann was darin steht. Vielleicht fängst Du ja mal mit der Erkenntnis an, dass es in der Formel1 ausser den Rädern an den Autos noch viele andere Räder gibt unter die man geraten kann. Und dass das ganz besonders für einen Fahrer gilt, der nicht mehr in die Formel 1 bringen kann als sein fahrerisches Können.

Plauze
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Re: Sebastian Vettel: "Am besten, wenn ich gar nichts sage"

Beitrag von Plauze » 01.10.2019, 01:40

StimmeVomLande hat geschrieben:Zunächst Mal was mein Interesse an der Formel 1 betrifft. Seit Formel 1 live im Fernsehen kommt (ca. 1972 (Prüller im ORF)) habe ich keine 20 Rennen verpasst. Einfach aus der Luft gegriffen kann ich damit mit Fug und Recht behaupten, dass Du mir hier nichteinmal im Ansatz das Wasser reichen kannst.
Das liegt nicht an mir, sondern an meinem Alter, das eine so frühe Formel-1-Begeisterung nicht hergibt. Ich habe aber auch nicht dein Formel-1-Interesse in Zweifel gezogen, sondern deine Fähigkeit zu rechnen.
Denn du hast behauptet, Vettel wäre auf Raikkönens Level gefahren, nicht ich.
Wenn jemand länger Formel 1 guckt, als ich überhaupt auf der Welt bin, dann würde ich von diesem auch erwarten, dass er aus Renngeschehen, Analysen und Statistiken ableiten kann, dass er sich mit einer solchen Behauptung auf sehr, sehr dünnes Eis begibt, weil sie durch nichts, aber auch gar nichts zu belegen ist.
Deshalb werde ich nicht meine Tastatur wegwerfen, aber vielleicht solltest du deinen Rechenschieber mal überprüfen. Vielleicht hat der nach 47 Jahren den einen oder anderen Knacks abbekommen.
StimmeVomLande hat geschrieben:Auch ich bin ein Vettelfan. Aber ohne Brille.
Drum habe ich auch neidlos anerkannt, dass Vettel langsamer war als Ricciardo.
Und das hat nicht nur Vettels "Standing ein weinig eingetrübt", sondern seine fehlende Schnelligkeit offengelegt.
Ich bin kein Vettelfan, aber ich messe einer einzelnen Saison im Lichte einer ganzen Rennfahrerkarriere keine so große Bedeutung zu.
Wenn wir Niki Lauda daran messen wollten, dass er 1982 gegen John Watson nach Punkten das Nachsehen hatte, würden wir außer Acht lassen, dass er davor und danach hervorragende Leistungen gebracht hat. Außerdem lassen wir, wenn wir ihn als Rennfahrer deswegen niedriger einstufen wollen würden, außer Acht, dass auch John Watson ein ziemlich guter Rennfahrer war, wenn er auch nicht zu den ganz Großen zu zählen ist. Je nach Umständen kann so jemand auch mal einen großen Rennfahrer besiegen.
Wenn wir also Vettels 2014er Saison gewichten, stellt sich die Frage, wo man Daniel Ricciardo einordnet. Der konnte in seinen letzten Red-Bull-Jahren mit Max Verstappen mithalten, der jetzt gerade einen Red-Bull-Junioren nach dem anderen vernichtet und sich seinen Ruf als Topfahrer längst erarbeitet hat. Jetzt gerade sorgt Ricciardo dafür, dass Renault der Abschied von dem hochgeschätzten Hülkenberg nicht ganz so schwer fällt, denn er bringt in einer für beide äußerst schwierigen Saison vergleichbar gute Leistungen. Ähnlich wie bei John Watson muss man da wohl konstatieren: Ricciardo ist ein ziemlich guter Rennfahrer - mindestens, denn um die WM konnte er mangels Auto noch nicht mitkämpfen und somit noch nicht das maximal Mögliche zeigen. Wenn ein Fahrer wie Vettel in der schwächsten Saison seiner Karriere gegen diesen Ricciardo das Nachsehen hat, ist das sicher nicht toll, aber es ist kein so schwerwiegender Faktor, dass dieser auf Vettels gesamte Karriere ein so negatives Licht wirft, wie du es darzustellen versuchst.
StimmeVomLande hat geschrieben:Und diese Schwäche hat er für mich bei Ferrari durch die Vergleichbarkeit mit Raikönnen untermauert.
Indem er einfach zu wenig schneller war als Raikönnen. Erst recht auch noch im Vergleich zu Alonso.
Ich war schon sehr überrascht, dass er den Raikönnen nicht wenigsten so im Griff hatte wie Alonso.
Erstens ist es interessant, dass du dein erstes Vorpreschen ("er fuhr auf dem gleichen Level wie Raikkönen") hier etwas relativierst. Also ist es jetzt offensichtlich doch so, dass Vettel Raikkönen im Griff hatte, aber nicht so deutlich wie Alonso es gelungen war.
Mögliche Faktoren dafür, dass Alonso im Vergleich zu Raikkönen noch besser aussah als Vettel, habe ich schon genannt. Alonso war seit 2010 im Team, Raikkönen machte da gerade Pause und war dann erstmal zwei Saisons bei Lotus. Als er zu Ferrari wechselte, kam er an die Seite eines im Team komplett integrierten und etablierten Spaniers, zudem in einem für Ferrari sowieso sehr schwierigen Jahr 2014.
Zweitens ist das eine Jahr, in dem Alonso an Raikkönens Seite fuhr, nicht so aussagekräftig wie die vier Saisons, in denen Vettel mit Raikkönen als Teamkollegen antrat. Natürlich wurde Raikkönen von Alonso vernichtet, es bleibt aber völlig spekulativ, ob er in weiteren Jahren genauso schlecht oder schlechter gegen Alonso ausgesehen hätte wie in dieser einen Saison oder ob er sich nicht auch ein Stückweit gesteigert hätte und die Bilanz dann ähnlich ausgesehen hätte wie gegen Vettel.
Und drittens muss man eben auch hier, um deine Aussagen adäquat zu gewichten, einstufen, was Raikkönen eigentlich für ein Fahrer ist. Nach deiner Darstellung bewegt sich, überspitzt paraphrasiert, der Finne ungefähr auf Pedro-Diniz-Niveau und sollte von jedem Topfahrer, der etwas auf sich hält, in jedem einzelnen Rennen in Grund und Boden gefahren werden.
Diese Erwartungshaltung ist, egal bei welchem Fahrer, den man an Raikkönens Seite stellt, einfach völlig vermessen. Raikkönen hat durch die Ferrari-Jahre einiges von seinem Standing eingebüßt, aber er ist und bleibt Weltmeister und er gehört immer noch zu den stärkeren Fahrern im Feld. Dass er nicht mehr zur absoluten Weltspitze gezählt wird, hat sich durch Fahrer wie Alonso und eben Vettel doch überhaupt erst so entwickelt.
StimmeVomLande hat geschrieben:Und Du hast recht, Leclerce ist nicht durchgehend 4 Zehntel schneller als Vettel, sondern in den Trainings oft MEHR als 4 Zehntel schneller als weniger.
In den Trainings? Boah. Wurden dafür 1972 WM-Punkte vergeben?
Ich glaube nicht, oder?
StimmeVomLande hat geschrieben:Und "Vettels Unterlegenheit gegen Ricciardo als Vergleich mit Leclerc heranzuziehen ist absoluter Blödsinn" ???
Wenn ja, dann allenfalls, weil da der Unterschied noch grösser ist. Jedenfalls sieht es für mich bisher so aus.
Auf jeden Fall aber: langsamer bleibt langsamer.
Du versuchst eine Kontinuität in Vettels Entwicklung bzw. in seinen fahrerischen Qualitäten nachzuzeichnen, die sich durch Zahlen, Rennergebnisse und Saisonverläufe nicht aufrechterhalten lassen. Vettel hat in einer Saison gegen Ricciardo das Nachsehen gehabt und droht jetzt weniger Punkte einzufahren als Charles Leclerc. Beides steht zueinander nicht in einem Zusammenhang, es sei denn in dem Zusammenhang der glorreichen Erkenntnis, dass ab und zu auch mal der beste Fahrer den kürzeren gegen einen mindestens sehr guten Fahrer zieht, der in einer Saison eine Topleistung abliefert, zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und das nötige Glück hat. Bei Ricciardo war das 2014 der Fall, bei Leclerc ist es das 2019, womit ich Vettel-Fehler nicht verschweigen will, und selbstverständlich auch nicht, dass es sich bei Leclerc genauso fortsetzen könnte, denn wir brauchen uns ja nicht darüber zu unterhalten, dass er gerade in die Weltspitze vorstößt. Warum wir uns da so sicher sind? Könnte daran liegen, dass Vettel halt doch nicht so langsam und nicht so schlecht ist und dass Leclerc sich gerade an genau dieser Messlatte Vettel abarbeitet und sich dabei sehr geschickt anstellt.
StimmeVomLande hat geschrieben:Und "Nichts deutet darauf hin dass Ferrari Leclerce langsam vorzieht"????
Was kann es für einen Fahrer für eine grössere Demütigung geben, als der eindeutig Schnellere im Rennen aufgefordert zu werden, den Langsameren überholen zu lassen und wenn er es nicht tut über den Boxenstop zwangsweise zurückgesetzt zu werden.
Da Leclerc ja deiner Einschätzung zufolge grundsätzlich mindestens vier Zehntel pro Runde schneller fährt als Vettel, müsste das erste Drittel des Russland-GPs dir doch extreme Schmerzen bereitet haben, weil er dein Raumzeit-Gefüge durcheinanderbrachte...
StimmeVomLande hat geschrieben:Und das noch unter dem Umstand dass es um keine Meisterschaft mehr gehen kann. Allein schon dass man sie nicht frei gegeneinander fahren lässt ist eine Zurücksetzung von Vettel. Aber ihn auch noch aufzufordern den Leclerc gewinnen zu lassen....

Tja da steht Vettel nun...und für mich sieht es im Moment LEIDER nicht gut aus für ihn.
Ferrari hat deswegen nicht auf Leclerc gesetzt, sondern wollte einen Startcrash vermeiden. Man hat ähnlich wie in Singapur versucht, einen Doppelsieg abzusichern, indem man Vettel an Hamilton vorbeizieht und dann die Positionen hält. Das war gut gemeint, aber wir wissen ja vermutlich beide, was mit gut gemeinten Plänen in der Realität passiert. Es war äußerst ungeschickt ausgeführt, und Ferrari versuchte dann den Fehler im System zu korrigieren, dass Vettel, wenn er erstmal den Windschatten hat, sich nicht mit der Position hinter Leclerc zufrieden geben würde.
Daraus lässt sich eine Bevorzugung Leclercs nicht ableiten, hat man doch erst in Singapur auf Vettel gesetzt.
Bei Ferrari zählt das Teamergebnis, und zwar umso mehr, wenn ein einzelner Fahrer nicht mehr Weltmeister werden kann. Denen ist es völlig wurscht, ob Leclerc oder Vettel oben steht. In Sotchi hatten sie halt auf Leclerc gesetzt, vermutlich erstens wegen dessen Pole Position, zweitens um die strategische Flexibilität gegenüber Mercedes zu wahren. Es war einfach nur ein höchst ungeschickt ausgeführter Plan von Anfang bis zum Ende.
StimmeVomLande hat geschrieben:Schade dass Du in Deinem Leben noch nicht dort angekommen bist, wo man lesen kann was darin steht.
Die Zeit, die ich dafür gebraucht hätte, das zu lernen, ist dafür draufgegangen, Formel-1-Rennen nicht nur zu gucken, sondern auch zu verstehen.
Alles kann passieren. Und das ist auch gut so.

Lsadno
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Re: Sebastian Vettel: "Am besten, wenn ich gar nichts sage"

Beitrag von Lsadno » 01.10.2019, 09:27

tolle diskussion, dafür schaue ich hier vorbei. chapeau.

StimmeVomLande
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Re: Sebastian Vettel: "Am besten, wenn ich gar nichts sage"

Beitrag von StimmeVomLande » 01.10.2019, 13:05

Lieber Plauze, nochmals vielen Dank für soviel Mühe.
Und das nachts um 1Uhr40.
Stimmts, Du hast vor lauter Statistiken keinen Platz mehr im Bett.
Ich habe den Eindruck, dass Du vor lauter Statistikstudium zu wenig Zeit hast auf den Bildschirm zu schauen und
so das doch so einfach zu erkennende Wesentliche gar nicht mehr siehst.

Schliesslich geht es um das Hier und Jetzt.
Und da sind die Landeier schnell gegessen:
In allen siegfähigen Autos sitzen mit Ham,Ver und Lec schnellere Fahrer als Vettel.

Seine letzte Hoffnung wäre noch dass er der komplettere Fahrer als Lec ist.
Doch das Team scheint schon umgeswitcht zu haben.
Begründung: lass ihn vor, denn er war schneller in der Quali.
Warum machen die das??
Das könntest Du (wenn Du könntest,lach(lach auch)) erkennen wenn Du meine "Sebbele" Anmerkung verstehen würdest.

Lass uns gespannt sein. Du meinst Vettel hat noch eine Chance irgendwann Weltmeister zu werden?
Wenn Du diese Chance jetzt noch in den Bereich von 1:Milchstrasse legst bist ein wenig näher dran.
Nein nein, ich behaupte mal frei von der frischen Landleber, Vettel hat nicht den Hauch einer Chance, nochmals Weltmeister zu werden.

Freue mich auf unsere Kommentare in ein zwei Jahren.
Einer von uns zwei darf dann behaupten wie man Formel1 versteht.
Zuletzt geändert von StimmeVomLande am 01.10.2019, 13:29, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Sebastian Vettel: "Am besten, wenn ich gar nichts sage"

Beitrag von Formula_1 » 01.10.2019, 13:21

StimmeVomLande hat geschrieben: Schliesslich geht es um das Hier und Jetzt.
Und da sind die Landeier schnell gegessen:
In allen siegfähigen Autos sitzen mit Ham,Ver und Lec schnellere Fahrer als Vettel.
Ja, Landeier sind lecker, finde ich auch gut. Woran machst du fest, dass die anderen schneller als Vettel sind? Also ich habe am Sonntag einen Vettel gesehen, der vorne weg schneller als die genannten gefahren ist? Muss ich zum Optiker? Habe ich da was falsch gesehen?
StimmeVomLande hat geschrieben: Begründung: lass ihn vor, denn er war schneller in der Quali.
Warum machen die das??
Das könntest Du (wenn Du könntest,lach(lach auch)) erkennen wenn Du meine "Sebbele" Anmerkung verstehen würdest.
Wer hat denn die Begründung gegeben? Höre ich gerade zum ersten mal, dass Binotto gesagt hätte, Vettel soll Leclerc vorbei lassen, da er schneller im Qualifying war. Ich habe bislang von Ferrari keine offizielle Stellungnahme gehört, warum es überhaupt diese Anweisung gab. Aber munter lustig drauf los raten ist für mich irgendwie nicht zielführend...
StimmeVomLande hat geschrieben: Lass uns gespannt sein. Du meinst Vettel hat noch eine Chance Weltmeister zu werden.
Wenn Du diese Chance jetzt noch in den Bereich von 1:Milchstrasse legst bist ein wenig näher dran.
Nein nein, ich behaupte mal frei von der frischen Landleber, Vettel wird nieeeeeeemals mehr Weltmeister.

Freue mich auf unsere Kommentare in ein zwei Jahren.
Einer von uns zwei darf dann behaupten wie man Formel1 versteht.
Soso, weil du behauptest, dass jemand nicht mehr Weltmeister wird, und dass dann in gerade mal zwei Jahren auch überprüfen möchtest, bist du der Meinung, du würdest dann mehr von der Formel 1 verstehen, als jemand, der sagt, Fahrer X kann noch mal WM werden ( =hat noch eine Chance)?
Wie willst du denn messen, ob jemand nochmal eine Chance hatte, oder nicht? Das wird schonmal schwierig.

Erstaunlich finde ich eigentlich, dass gerade jetzt, da Vettel mal wieder im Rennspeed recht gut war, solche Diskussionen aufkommen. Meiner Meinung nach hat er eine nächstes Jahr nochmal eine Chance, wenn das Auto auf einem ähnlichen Niveau im Vergleich zur Konkurrenz ist wie aktuell und wenn Vettel mit diesem sich dann auch so wohl fühlt, wie aktuell. Leclerc zu knacken wird sicherlich kein Zuckerschlecken, aber wie man aktuell gesehen hat, ist Vettel dazu durchaus noch in der Lage. Ich bin gespannt! :)

StimmeVomLande
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Re: Sebastian Vettel: "Am besten, wenn ich gar nichts sage"

Beitrag von StimmeVomLande » 01.10.2019, 14:41

Lieber Formula_1,
ich messe doch nicht in 2 Jahren, sondern jetzt dass Vettel keine Chance mehr hat Weltmeister zu werden.

Aufgrund meines 50jährigen Formel1 Interesses, welches alle Grossen live kommen und gehen, (und sterben) sehen hat, glaube ich zu erkennen, dass Vettel absolut keine Chance mehr hat, nochmals Weltmeister zu werden. Neben seinen hervorragenden Qualitäten als Komplettfahrer ist er in erster Linie ein hochanständiger rechtschaffener Familienmensch, der absolute Unterstützung vom Team braucht.

Und drum sehe ich einen Vettel nur als Weltmeister, wenn er ein siegfähiges Auto einen nichtangreifenden Teamkollegen und das absolute Vertrauen des Teams hat. Seine Gegner sieht er ausserhalb und nicht in der Familie. Und was hat er... er sitzt in einem Haifischbecken. Was er sich allerdings auch wesentlich durch eigene Fehler geschaffen hat. Und das wars schon.

So sehe ich es für mich und dies u.a. als ein wesentlicher Punkt der ihn langsamer macht. Und in der Tat, er holt aus dem Auto nicht raus was es hergibt. Der Teamkollege steht auf der Pole.

Ein junger Teamkollege, der sauschnell ist und noch dazulernen muss. Eine Restsaison in der es um nichts mehr geht. Die absolut ideale Voraussetzung um den jungen Kerl für das nächste Jahr auf die Nummer 1 und den Weltmeistertitel vorzubereiten.

Wer diese sich bietende Superchance, einen jungen Fahrer zum absoluten Spitzenfahrer heranzuführen nicht nutzt wäre noch dümmer als Ferrari mit ihren bisherigen legendären Fehlentscheidungen. Das ist vielversprechendes und absolut legitimes Geschäftsdenken. Vettel ade. Zu teuer für eine Nr.2. 2020?? 2021 sicher. Zumindest nicht für das Geld.

Tut mir leid, ich könnte viele Varianten vorrechnen, welche für mich gegen Vettel sprechen. Aber nur dann eine die für ihn spräche, nämlich wenn er auch in der Quali schneller wäre als Leclerc. Ferrari sieht die extreme Grundschnelligkeit von Leclerc und glaubt daran, dass er dieses Jahr noch lernt diese auch in die Rennpace umzusetzen. Restrisiko nennt man sowas auf dem Lande.

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