Warum das FIA-Urteil in Spielberg so lang gedauert hat

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Calvin
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Re: Warum das FIA-Urteil in Spielberg so lang gedauert hat

Beitrag von Calvin » 01.07.2019, 18:14

harrrys hat geschrieben:Ich versteh beim besten willen nicht was hier manche immer mit der Vettelstrafe wollen, 2 komplett unterschiedliche Szenarien. Das klingt nur noch nach "Vettel hat ne strafe gekriegt, jetzt muss jeder andere auch ne strafe kriegen".
Du verstehst es wirklich nicht.

Es geht den meisten darum wie mit diesen Szenarien umgegangen wird.

Bei Vettel heisst es dass man es bestrafen muss, da es so im Reglement steht. Die Umstände, die zu diesem "Regelverstoss" geführt haben, werden nicht berücksichtigt.

Bei dem Vorfall von Gestern kommt die FIA mit Gründen, warum man hier keine Strafe gibt, obwohl im Reglement steht dass man andere Fahrer nicht von der Strecke schubsen darf. Und diese Gründe sind absolut nicht ernst zu nehmen, da sich die Aussagen der Kommissäre durch die zahlreichen Videos widerlegen lässt und es klar einen Vorsatz seitens Verstappen gab.
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Re: Warum das FIA-Urteil in Spielberg so lang gedauert hat

Beitrag von NiH111 » 01.07.2019, 18:15

harrrys hat geschrieben:Ich versteh beim besten willen nicht was hier manche immer mit der Vettelstrafe wollen, 2 komplett unterschiedliche Szenarien. Das klingt nur noch nach "Vettel hat ne strafe gekriegt, jetzt muss jeder andere auch ne strafe kriegen". Zum Glück lassen sich die Verantwortlichen nicht von solchen Hampelmännern beirren und handel angebracht. Für mich nach wie vor vettel strafe angebracht und ebenso vertretbar dass max keine bekommen hat. Aber die 1000ste erklärung spar ich mir an der stelle, entweder man versteht es oder man will es nicht verstehen.

FIA :thumbs_up:
na Du gehörst eindeutig zu letzteren. Willst nicht verstehen, dass es Regeln gibt, nach denen ja Vettel bestraft wurde und dass es Regeln gibt, die bei Verstappen einfach mal außer Acht gelassen worden sind.

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Re: Warum das FIA-Urteil in Spielberg so lang gedauert hat

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 01.07.2019, 18:19

Onkel Gustav hat geschrieben:@reiskocher-gtr-specv: Für mich lag hier Absicht von Verstappen vor, und dafür hätte er bestraft werden müssen. Bei der Aktion am Fernseher habe ich zuerst auch gesagt Rennunfall. Jedoch schon in der Wiederholung war für mich klar: Das kann nur eine Strafe geben. Als die beiden die Runde zuvor durch diese Kurve gefahren sind, war das ok.
Ist doch ok. Kann man so sehen. Ein Patentrezept habe ich ja auch nicht.
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harrrys
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Re: Warum das FIA-Urteil in Spielberg so lang gedauert hat

Beitrag von harrrys » 01.07.2019, 18:21

Neppi hat geschrieben:
harrrys hat geschrieben:Ich versteh beim besten willen nicht was hier manche immer mit der Vettelstrafe wollen, 2 komplett unterschiedliche Szenarien. Das klingt nur noch nach "Vettel hat ne strafe gekriegt, jetzt muss jeder andere auch ne strafe kriegen". Zum Glück lassen sich die Verantwortlichen nicht von solchen Hampelmännern beirren und handel angebracht. Für mich nach wie vor vettel strafe angebracht und ebenso vertretbar dass max keine bekommen hat. Aber die 1000ste erklärung spar ich mir an der stelle, entweder man versteht es oder man will es nicht verstehen.

FIA :thumbs_up:
Ich sehe hier viele posts die ganz klar argumentativ aufzeigen warum derjenige User eben für oder eben nicht für die Strafe ist. Warum pauschalisierst du hier wieder? Ich bin auf deine Erklärung gespannt warum VErstappen keine Strafe kriegt obwohl er den Scheitelpunkt um mehr als einen Meter verpasst, die Lenkung öffnet und Leclerc, der auf gleicher Höhe ist berührt und von der Strecke schubst. Bitte erkläre mir das, und gehe bite auch auf diese Punkte ein und pauschalisiere nicht wieder.
Leclerc hätte die Kollision genauso verhindern können indem er bei einem solchen manöver einfach neben der strecke beschleunigt. Als beispiel
http://www.youtube.com/watch?v=JunNkMKGv88
hier hat Vettel einmal beim verteidigen und einmal bei einem überholversuch jeweils den anderen von der Strecke gedrückt, gab keine strafe und ist viel eher vergleichbar als die vettel-hamilton geschichte in Canada

Das vettel-verstappen beispiel ist sogar noch krasser weil vettel selbst schon neben der strecken war (Hat den bremspunkt also noch viel mehr verpasst als max gestern) aber verstappen hat mitgespielt. sonst hätte das auch gekracht. Übrigens wurde vettel tatsächlich nicht bestraft :shrug:

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Re: Warum das FIA-Urteil in Spielberg so lang gedauert hat

Beitrag von CrAzyPsyCho » 01.07.2019, 18:24

Man hat zwar erklärt, was man alles für die Urteilsfindung gemacht hat, aber man hat nicht erklärt, warum man diesmal 4 Stunden, anstatt wenige Minuten braucht.
Man hätte ja auch in Kanada bis nach dem Rennen warten und sich mehr Zeit lassen können. Warum hat man das nicht getan?
Dann wäre auch das Rennen interessanter gewesen.

Ich hab jedenfalls mit einer Entscheidung noch vor der Siegerehrung gerechnet. Genug Zeit wäre ja gewesen.


Die Regeln muss man aber dringend überdenken. Je nach Auslegungssache, kann man eine Situation bestrafen (wie in Kanada), oder auch nicht (wie gestern).
Es ist einfach alles viel zu schwammig.
Aber generell wäre es wichtig, sich endlich mal an "let them race" zu halten und viel viel weniger zu bestrafen.
Strafe nur bei äußerst mutwilligen (oder absichtlichen) Aktionen oder deutlichem Vorteil (bspw Kurve auslassen und dadurch überholen, leicht neben der Strecke auf ner Geraden natürlich nicht).
Und Strafen fürs "Blockieren" in der Quali nur wenn der Fahrer fahrlässig handelt und der andere einen wirklichen Nachteil hat.

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Re: Warum das FIA-Urteil in Spielberg so lang gedauert hat

Beitrag von Klemsi » 01.07.2019, 18:35

CrAzyPsyCho hat geschrieben:Man hat zwar erklärt, was man alles für die Urteilsfindung gemacht hat, aber man hat nicht erklärt, warum man diesmal 4 Stunden, anstatt wenige Minuten braucht.
Man hätte ja auch in Kanada bis nach dem Rennen warten und sich mehr Zeit lassen können. Warum hat man das nicht getan?
Dann wäre auch das Rennen interessanter gewesen.

Ich hab jedenfalls mit einer Entscheidung noch vor der Siegerehrung gerechnet. Genug Zeit wäre ja gewesen.


Die Regeln muss man aber dringend überdenken. Je nach Auslegungssache, kann man eine Situation bestrafen (wie in Kanada), oder auch nicht (wie gestern).
Es ist einfach alles viel zu schwammig.
Aber generell wäre es wichtig, sich endlich mal an "let them race" zu halten und viel viel weniger zu bestrafen.
Strafe nur bei äußerst mutwilligen (oder absichtlichen) Aktionen oder deutlichem Vorteil (bspw Kurve auslassen und dadurch überholen, leicht neben der Strecke auf ner Geraden natürlich nicht).
Und Strafen fürs "Blockieren" in der Quali nur wenn der Fahrer fahrlässig handelt und der andere einen wirklichen Nachteil hat.
Da bin ich ganz deiner Meinung. Wenn die nämloch zu fest kollidieren, dann gibts ev. bei beiden ein Achsbruch oder Reifenschaden. Ich war und bin zwar auch der Meinung, dass es Absicht von Max war. Im Sinne von "Let them race" passts aber so. Aber warum galt das nicht bei Vettel in Kanada?
Und bitte auch bedenken liebe FIA: Dies ist nun ein Freibrief für kleine Kollisionen und das Rausdrängen. Macht die Sache sicher attraktiver! :evil:
Aber lieber Max, Karma is bitch. Also nicht weinen, wenn du rausgeschupst wirst.
Für Geschriebenes gilt: SOWEIT ICH MICH ERINNERN KANN! Sollte ich mich also falsch erinnern, hast du natürlich Recht! (Danke Turbocharged)
Alles darf man dann aber doch nicht schreiben. Wird von den Mods gelöscht. Auch wenn ich schwören könnte mich daran erinnern zu können!

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Re: Warum das FIA-Urteil in Spielberg so lang gedauert hat

Beitrag von Ukyo » 01.07.2019, 18:46

Warum es keine Strafe gab: Leclerc hatte die Kurve bereits vor dem Scheitelpunkt verloren. Und erst weit nach dem Scheitelpunkt kam es zur Kollision. Der einzige Grund, dass es zur Berührung kam war, dass Leclerc noch dagegen gehalten hat, als es schon lange keinen Sinn mehr gemacht hat.

Eine Strafe für Verstappen hätte es gegeben, wenn:
- Er Leclerc vor der Kurve hinten rein gefahren wäre.
- Er mit erkennbar zu viel Geschwindigkeitsüberschuss Leclerc am Scheitelpunkt in die Seite gefahren wäre.
Das wäre dann Causing a Collision bzw. Forcing other Driver off the Track.
Es ist beides nicht passiert.

Nach dieser Erklärung noch eine Trollfrage: Wie frustriert sind die Ferrarifans hier im Grunde genommen? (auf einer Skala von 1-10)

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Re: Warum das FIA-Urteil in Spielberg so lang gedauert hat

Beitrag von evosenator » 01.07.2019, 19:08

Neppi hat geschrieben:
harrrys hat geschrieben:Ich versteh beim besten willen nicht was hier manche immer mit der Vettelstrafe wollen, 2 komplett unterschiedliche Szenarien. Das klingt nur noch nach "Vettel hat ne strafe gekriegt, jetzt muss jeder andere auch ne strafe kriegen". Zum Glück lassen sich die Verantwortlichen nicht von solchen Hampelmännern beirren und handel angebracht. Für mich nach wie vor vettel strafe angebracht und ebenso vertretbar dass max keine bekommen hat. Aber die 1000ste erklärung spar ich mir an der stelle, entweder man versteht es oder man will es nicht verstehen.

FIA :thumbs_up:
Ich sehe hier viele posts die ganz klar argumentativ aufzeigen warum derjenige User eben für oder eben nicht für die Strafe ist. Warum pauschalisierst du hier wieder? Ich bin auf deine Erklärung gespannt warum VErstappen keine Strafe kriegt obwohl er den Scheitelpunkt um mehr als einen Meter verpasst, die Lenkung öffnet und Leclerc, der auf gleicher Höhe ist berührt und von der Strecke * schubst . Bitte erkläre mir das, und gehe bite auch auf diese Punkte ein und pauschalisiere nicht wieder.

Du bist mittlerweile ein Liebling von mir geworden :heartbeat:

Auch wenn wir nicht immer gleicher Meinung sind, aber User wie Dir könnte es ruhig mehr geben :thumbs_up:

Gut argumentiert


* kickt

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Re: Warum das FIA-Urteil in Spielberg so lang gedauert hat

Beitrag von cih » 01.07.2019, 19:30

Ukyo hat geschrieben:Warum es keine Strafe gab: Leclerc hatte die Kurve bereits vor dem Scheitelpunkt verloren. Und erst weit nach dem Scheitelpunkt kam es zur Kollision. Der einzige Grund, dass es zur Berührung kam war, dass Leclerc noch dagegen gehalten hat, als es schon lange keinen Sinn mehr gemacht hat.

Eine Strafe für Verstappen hätte es gegeben, wenn:
- Er Leclerc vor der Kurve hinten rein gefahren wäre.
- Er mit erkennbar zu viel Geschwindigkeitsüberschuss Leclerc am Scheitelpunkt in die Seite gefahren wäre.
Das wäre dann Causing a Collision bzw. Forcing other Driver off the Track.
Es ist beides nicht passiert.

Nach dieser Erklärung noch eine Trollfrage: Wie frustriert sind die Ferrarifans hier im Grunde genommen? (auf einer Skala von 1-10)
ich diskutiere hier als neutraler Fan. Ich gucke einfach nur Formel1. Ich bin kein Mercedes oder Vettelfan. Nur stösst mir diese 2Klassenbestrafung definitiv auf.

Du versuchst hier wie andere in den anderen Forenbeiträgen nur wieder eine Fan-Diskussion heraufzubeschwören und Hass zu streuen
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Re: Warum das FIA-Urteil in Spielberg so lang gedauert hat

Beitrag von Ukyo » 01.07.2019, 19:39

cih hat geschrieben:
Ukyo hat geschrieben:Warum es keine Strafe gab: Leclerc hatte die Kurve bereits vor dem Scheitelpunkt verloren. Und erst weit nach dem Scheitelpunkt kam es zur Kollision. Der einzige Grund, dass es zur Berührung kam war, dass Leclerc noch dagegen gehalten hat, als es schon lange keinen Sinn mehr gemacht hat.

Eine Strafe für Verstappen hätte es gegeben, wenn:
- Er Leclerc vor der Kurve hinten rein gefahren wäre.
- Er mit erkennbar zu viel Geschwindigkeitsüberschuss Leclerc am Scheitelpunkt in die Seite gefahren wäre.
Das wäre dann Causing a Collision bzw. Forcing other Driver off the Track.
Es ist beides nicht passiert.

Nach dieser Erklärung noch eine Trollfrage: Wie frustriert sind die Ferrarifans hier im Grunde genommen? (auf einer Skala von 1-10)
ich diskutiere hier als neutraler Fan. Ich gucke einfach nur Formel1. Ich bin kein Mercedes oder Vettelfan. Nur stösst mir diese 2Klassenbestrafung definitiv auf.

Du versuchst hier wie andere in den anderen Forenbeiträgen nur wieder eine Fan-Diskussion heraufzubeschwören und Hass zu streuen
Ganz im Gegenteil, ich zeige durch meine Erklärung auf, warum Hass vollkommen unangebracht ist. Eine Zweiklassengesellschaft gibt es nicht.
Ich gebe mich aber auch nicht der Illusion hin, damit die Leute zu erreichen, die von einer gekauften FIA, unfähigen Kommissaren oder Lügen fabulieren.

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Re: Warum das FIA-Urteil in Spielberg so lang gedauert hat

Beitrag von Rundumlicht » 01.07.2019, 20:03

Ukyo hat geschrieben:Warum es keine Strafe gab: Leclerc hatte die Kurve bereits vor dem Scheitelpunkt verloren. Und erst weit nach dem Scheitelpunkt kam es zur Kollision. Der einzige Grund, dass es zur Berührung kam war, dass Leclerc noch dagegen gehalten hat, als es schon lange keinen Sinn mehr gemacht hat.

Eine Strafe für Verstappen hätte es gegeben, wenn:
- Er Leclerc vor der Kurve hinten rein gefahren wäre.
- Er mit erkennbar zu viel Geschwindigkeitsüberschuss Leclerc am Scheitelpunkt in die Seite gefahren wäre.
Das wäre dann Causing a Collision bzw. Forcing other Driver off the Track.
Es ist beides nicht passiert.

Nach dieser Erklärung noch eine Trollfrage: Wie frustriert sind die Ferrarifans hier im Grunde genommen? (auf einer Skala von 1-10)
Unsinn.
- Leclerc wollte die Ideallinie fahren, um kurvenausgangs nicht ausbeschleunigt zu werden.
- Er hatte das Recht, dagegen zu halten, Verstappen war ja nicht vor ihm.
- Bei regelkonformer Fahrt Verstappens wäre links Platz gewesen und LEC hätte mehr Schwung gehabt.
- VER hat die gesamte Strecke für sich beansprucht, indem er aufmachte (auch um voll beschleunigen zu können).
- Dazu war er nicht im Recht, da er nicht "vorne" war.
- Das war ein Standardbeispiel dafür, jemanden von der Strecke zu drängen.

"Forcing another car off the track". Was muss man Deines Erachtens noch tun, um diesen eindeutig strafrelevanten Tatbestand zu erfüllen? Außer zu spät einlenken, die Ideallinie des Anderen zu kreuzen und Rad an Rad bis zur Streckenbegrenzung aufzumachen, bis der Kontakt hergestellt und der Gegner von der Strecke ist?

Mir ist immernoch unklar, wieso das Manöver von einigen als regelkonform angesehen wird.
Max hat Charles von der Strecke gedrängt, obwohl er im Zweikampf nicht vorne war.

Da gibts nichts zu diskutieren, es sei denn, man behauptet plötzlich, dass er stets am Lenkungsvolleinschlag war und deshalb keine Alternative hatte. "Adaptives Untersteuern" sozusagen. Ist klar, aber via onboard widerlegt.

Nebenher: Vom Gas gehen minimiert Untersteuern gewaltig.
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Re: Warum das FIA-Urteil in Spielberg so lang gedauert hat

Beitrag von evosenator » 01.07.2019, 20:11

Ukyo hat geschrieben:
Nach dieser Erklärung noch eine Trollfrage: Wie frustriert sind die Ferrarifans hier im Grunde genommen? (auf einer Skala von 1-10)
Hält sich in Grenzen. Nach Kanada hat es mich eh abgetötet

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Re: Warum das FIA-Urteil in Spielberg so lang gedauert hat

Beitrag von Ukyo » 01.07.2019, 20:21

Rundumlicht hat geschrieben:
Ukyo hat geschrieben:Warum es keine Strafe gab: Leclerc hatte die Kurve bereits vor dem Scheitelpunkt verloren. Und erst weit nach dem Scheitelpunkt kam es zur Kollision. Der einzige Grund, dass es zur Berührung kam war, dass Leclerc noch dagegen gehalten hat, als es schon lange keinen Sinn mehr gemacht hat.

Eine Strafe für Verstappen hätte es gegeben, wenn:
- Er Leclerc vor der Kurve hinten rein gefahren wäre.
- Er mit erkennbar zu viel Geschwindigkeitsüberschuss Leclerc am Scheitelpunkt in die Seite gefahren wäre.
Das wäre dann Causing a Collision bzw. Forcing other Driver off the Track.
Es ist beides nicht passiert.

Nach dieser Erklärung noch eine Trollfrage: Wie frustriert sind die Ferrarifans hier im Grunde genommen? (auf einer Skala von 1-10)
Unsinn.
- Leclerc wollte die Ideallinie fahren, um kurvenausgangs nicht ausbeschleunigt zu werden.
- Er hatte das Recht, dagegen zu halten, Verstappen war ja nicht vor ihm.
- Bei regelkonformer Fahrt Verstappens wäre links Platz gewesen und LEC hätte mehr Schwung gehabt.
- VER hat die gesamte Strecke für sich beansprucht, indem er aufmachte (auch um voll beschleunigen zu können).
- Dazu war er nicht im Recht, da er nicht "vorne" war.
- Das war ein Standardbeispiel dafür, jemanden von der Strecke zu drängen.

"Forcing another car off the track". Was muss man Deines Erachtens noch tun, um diesen eindeutig strafrelevanten Tatbestand zu erfüllen? Außer zu spät einlenken, die Ideallinie des Anderen zu kreuzen und Rad an Rad bis zur Streckenbegrenzung aufzumachen, bis der Kontakt hergestellt und der Gegner von der Strecke ist?

Mir ist immernoch unklar, wieso das Manöver von einigen als regelkonform angesehen wird.
Max hat Charles von der Strecke gedrängt, obwohl er im Zweikampf nicht vorne war.

Da gibts nichts zu diskutieren, es sei denn, man behauptet plötzlich, dass er stets am Lenkungsvolleinschlag war und deshalb keine Alternative hatte. "Adaptives Untersteuern" sozusagen. Ist klar, aber via onboard widerlegt.

Nebenher: Vom Gas gehen minimiert Untersteuern gewaltig.
Was Leclerc wollte, ist mir schon klar. Um das zu erreichen, muss er auch bestimmte Schritte einleiten. Darum geht es hier aber nicht bzw. ist noch ein Grund mehr dafür, nicht zu bestrafen.
Du tust so, als wäre es den Regeln nach illegal, einen anderen Fahrer auszumanövrieren, ihm den Weg abzuschneiden und auszubremsen. Meines Wissens ist das aber nicht der Fall. Sollten die Regeln besagen, dass man dem Führenden die Ideallinie freihalten muss, ziehe ich meine Aussage zurück.
Nein, im Ernst: Leclerc hatte noch noch die Möglichkeit, einen Unfall oder sogar das Verlassen der Strecke zu vermeiden. Darauf kommt es m.E. an, wenn es um die Frage geht, ob jemand von der Strecke gezwungen wurde. Er hatte nicht mehr die Möglichkeit, das Überholmanöver zu verhindern, aber darum geht es ja auch nicht.
Wird hier der Unterschied zwischen beidem nicht erkannt, oder werden hier Regeln eingefordert, die sich ganz gezielt gegen Überholmanöver richten?

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Re: Warum das FIA-Urteil in Spielberg so lang gedauert hat

Beitrag von Calvin » 01.07.2019, 20:26

Ukyo hat geschrieben: Du tust so, als wäre es den Regeln nach illegal, einen anderen Fahrer auszumanövrieren, ihm den Weg abzuschneiden und auszubremsen. Meines Wissens ist das aber nicht der Fall. Sollten die Regeln besagen, dass man dem Führenden die Ideallinie freihalten muss, ziehe ich meine Aussage zurück.?
Wenn man absichtlich gar nicht oder erst sehr spät einlenkt, im Verlauf der Kurve die Lenkung öffnet um die ganze Breite nutzen zu können obwohl jemand neben einem ist, dann finde ich schon dass man das Ganze als "forcing another driver off the track" bestrafen kann.

Immerhin hat Verstappen die ganze Aktion komplett mit Absicht gemacht und hat es auf einen Crash ankommen lassen.
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Re: Warum das FIA-Urteil in Spielberg so lang gedauert hat

Beitrag von Number2 » 01.07.2019, 20:44

Ich hoffe ja, dass Leclerc daraus gelernt hat und beim nächsten Mal auch alle anderen außen verhungern lässt.

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