Sportkommissar: Sogar härtere Sanktionen für Vettel waren möglich

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afa1515
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Re: Sportkommissar: Sogar härtere Sanktionen für Vettel waren möglich

Beitrag von afa1515 » 14.06.2019, 16:01

jacobi22 hat geschrieben:Au, das zeig mir mal bitte....

Im Rasen ist schlecht Bremsen, zumal die Kiste auch noch hoppelt. Als er mit den Hinterrädern auf die Curbs kommt, rutscht das Hinterteil Richtung Fahrbahn, Vettel korrigiert das mit leichtem Gegenlenken, also nach Rechts. Zu diesem Zeitpunkt ist Lewis eine halbe Wagenlänge hinter ihm. Hätte er hier nicht korrigiert oder gar, wie von dir vorgeschlagen, nach links gelenkt, hätte sich das Auto mit Sicherheit gedreht.
Vettel blieb eher drauf um den Platz zu verteidigen, auf dem Rasen und danach. Das ist auch legitim.
Nur wenn ein anderer Wagen dort ist, muss man sich eben auch anpassen. Er hätte weiter vom Gas gehen können, und wäre nicht annähernd so weit nach rechts abgedriftet.

Und im Endeffekt braucht er nicht zu jammern. Hätte Hamilton durchgezogen, hätte wohl keiner das Ziel gesehen.
Skynet hat geschrieben:Schumacher musste 2006 auch über den Rasen ausweichen und er fährt fast ähnlich so zurück auf die Strecke.
https://www.youtube.com/watch?v=c9LQfykobhk
Ähnlich? Der ist nicht mal annähernd so weit rechts. Wirkt aber auch durchaus langsamer.
Zuletzt geändert von afa1515 am 14.06.2019, 16:08, insgesamt 1-mal geändert.

CrAzyPsyCho
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Re: Sportkommissar: Sogar härtere Sanktionen für Vettel waren möglich

Beitrag von CrAzyPsyCho » 14.06.2019, 16:07

Nur wenn ein anderer Wagen dort ist, muss man sich eben auch anpassen. Er hätte weiter vom Gas gehen können, und wäre nicht annähernd so weit nach rechts abgedriftet.
Nur war dort kein anderer Wagen. Vettel war bereits auf der Ideallinie als Hamilton neben ihn gezogen ist.
Nur weil man auf dem Gras war, heißt das nicht, dass man sich nicht verteidigen darf.

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afa1515
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Re: Sportkommissar: Sogar härtere Sanktionen für Vettel waren möglich

Beitrag von afa1515 » 14.06.2019, 16:18

CrAzyPsyCho hat geschrieben:
Nur wenn ein anderer Wagen dort ist, muss man sich eben auch anpassen. Er hätte weiter vom Gas gehen können, und wäre nicht annähernd so weit nach rechts abgedriftet.
Nur war dort kein anderer Wagen. Vettel war bereits auf der Ideallinie als Hamilton neben ihn gezogen ist.
Nur weil man auf dem Gras war, heißt das nicht, dass man sich nicht verteidigen darf.
Das Argument würde ich sogar noch akzeptieren, wenn Vettel sich nicht jedes Mal wegen jeden Scheiß aufregen würde.
Man stelle sich vor, Hamilton wäre von der Strecke gerutscht und vor Vettel reingezogen. Dann wäre bei den Roten wohl ein Feuerwerk am Funk zu hören gewesen...

Vettel's Verhalten gegenüber der FIA und den Stewards wird auch nicht hilfreich für ihm. Dann braucht man sich auch nicht wundern, wenn eine 50-50 Entscheidung nächstes Mal wieder negativ für ihm ausfällt.

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Re: Sportkommissar: Sogar härtere Sanktionen für Vettel waren möglich

Beitrag von CrAzyPsyCho » 14.06.2019, 16:23

So ziemlich jeder Fahrer regt sich über jeden Scheiß im Funk auf. Hamilton hat sich bspw auch bei dem Duell am Funk beschwert (und sagte später er hätte es genauso gemacht).
Die Fahrer brauchen das eben zum Druckaufbau. Ein Vettel meckert über Blue-Flags, ein Hamilton über seine Reifen.
Was im Funk gesagt wird, darf man einfach nicht für voll nehmen.

Und bei so vielen Experten die sich für Vettel ausgesprochen haben, würde ich nicht von einer 50:50 Entscheidung ausgehen.

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Re: Sportkommissar: Sogar härtere Sanktionen für Vettel waren möglich

Beitrag von f1fan02 » 14.06.2019, 17:20

CrAzyPsyCho hat geschrieben: Und bei so vielen Experten die sich für Vettel ausgesprochen haben, würde ich nicht von einer 50:50 Entscheidung ausgehen.
die Mehrheit hat nicht immer Recht
"Neu muss nicht immer besser sein"

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Re: Sportkommissar: Sogar härtere Sanktionen für Vettel waren möglich

Beitrag von Simtek » 14.06.2019, 18:24

DeLaGeezy hat geschrieben:
Forza_Ferrari_93 hat geschrieben: Ja ne ist klar. Nigel Mansell, Jenson Button, Mika Häkkinen, Ricciardo. Das sind alles unbelehrbare Ferrari Fans. Vor allem Villeneuve schläft noch mit seiner Schumacher-Ferrari Bettwäsche :nod:

Du als Fan von Mercedes hast einfach ein Problem damit, dass der Sieg in Montreal unverdient war, aber bevor du dir das eingestehst tust du lieber so als wären plötzlich alle Ex-Rennfahrer bei Ferrari angestellt :facepalm:
Ich hab kein Problem mit, ich habe einfach Mitleid mit Leuten wie dir und Ferrari.
Mercedes hat soviel gewonnen, wenn Ferrari 1x gewinnt geht meine Welt nicht unter.
Und selbst wenn euer Sieg noch so regelwidrig sein sollte :wave:
Ziemlich alberner Post. Hier geht es um den Kanada GP und nicht darum war Mercedes schon im laufe der jüngeren Vergangenheit gewonnen hat.
Lieber Schumi, bitte denk daran: "Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft, der hat schon verloren!"

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Re: Sportkommissar: Sogar härtere Sanktionen für Vettel waren möglich

Beitrag von Calvin » 14.06.2019, 19:16

f1fan02 hat geschrieben: die Mehrheit hat nicht immer Recht
Das ist korrekt. Aber in diesem Fall hilft es einfach die Augen aufzumachen und ein wenig Grundverständnis für Physik zu haben.
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Re: Sportkommissar: Sogar härtere Sanktionen für Vettel waren möglich

Beitrag von DeLaGeezy » 14.06.2019, 19:29

Simtek hat geschrieben:
DeLaGeezy hat geschrieben:
Forza_Ferrari_93 hat geschrieben: Ja ne ist klar. Nigel Mansell, Jenson Button, Mika Häkkinen, Ricciardo. Das sind alles unbelehrbare Ferrari Fans. Vor allem Villeneuve schläft noch mit seiner Schumacher-Ferrari Bettwäsche :nod:

Du als Fan von Mercedes hast einfach ein Problem damit, dass der Sieg in Montreal unverdient war, aber bevor du dir das eingestehst tust du lieber so als wären plötzlich alle Ex-Rennfahrer bei Ferrari angestellt :facepalm:
Ich hab kein Problem mit, ich habe einfach Mitleid mit Leuten wie dir und Ferrari.
Mercedes hat soviel gewonnen, wenn Ferrari 1x gewinnt geht meine Welt nicht unter.
Und selbst wenn euer Sieg noch so regelwidrig sein sollte :wave:
Ziemlich alberner Post. Hier geht es um den Kanada GP und nicht darum war Mercedes schon im laufe der jüngeren Vergangenheit gewonnen hat.
Das was Fotza_Ferrari_93 geschrieben hat, war die Antwort auf diesen Post von mir:
Nein das sollte ihn nicht großartig beschäftigen. Er gehört zur Jury und hat das zu tun was ER für richtig hält. Anscheinend hielt man ihn für kompetent genug um diesen Job zu tun.

Von den gefühlten 95% die sich gegen eine Strafe ausgesprochen haben sind 80% Ferrari und Vettel Fans. Soll die Jury sich nun nach der größten Fangruppe richten?

Und natürlich darf sich auch ein Rennkommissar von Kommentaren verletzt fühlen. Oder sind Emotionen nur bei Vettel erlaubt?

Wie schon mehrfach geschrieben, eine Verwarnung hätte aus meiner Sicht gereicht.
und dann kannst du nochmal überlegen wer hier den albernen post geschrieben hat...
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Re: Sportkommissar: Sogar härtere Sanktionen für Vettel waren möglich

Beitrag von msf » 14.06.2019, 19:31

Leute,

ein wenig mehr Fingerspitzengefühl und ein Auge zugedrückt und die Sache wäre gegessen gewesen.

Es geht doch darum dass die Regel quasi von den Stewards selbst schon zum Gummiparagraphen erklärt wurde, durch die Aussage:...."aber wir hätten ja auch schlimmer gekonnt." Warum dann nicht auch weniger?

So hat die ganze Sache eigentlich nur Looser fabriziert, denn weder Mercedes noch Hamilton kann das jetzt als Glanzlicht verbuchen. Und die Fans, zumindest die,die eigentlich nur am Sport interessiert sind?

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Re: Sportkommissar: Sogar härtere Sanktionen für Vettel waren möglich

Beitrag von icke » 14.06.2019, 22:28

f1fan02 hat geschrieben:
CrAzyPsyCho hat geschrieben: Und bei so vielen Experten die sich für Vettel ausgesprochen haben, würde ich nicht von einer 50:50 Entscheidung ausgehen.
die Mehrheit hat nicht immer Recht
By the way - ich schulde Dir noch was zum Thema rejoin: https://www.youtube.com/watch?v=AACbmSCrXbI

Leider nur GROs onboard! Sekunde 55, da musste ein Alfa, wenn ich mich nicht irre, einen schönen Satz machen. Die Reifen waren relativ dicht beieinander und der Alfa voll auf dem Gas.

Aber, wie gesagt, interessierte niemanden (von den verantwortlichen Kommissaren).
Zuletzt geändert von icke am 15.06.2019, 07:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sportkommissar: Sogar härtere Sanktionen für Vettel waren möglich

Beitrag von icke » 14.06.2019, 22:36

Shogun hat geschrieben: Singapur war es der blöde Max der einfach gut startete und auf seiner Linie blieb
Singapur? Ernsthaft? Schon wieder? Was hat VET da falsch gemacht?

Er hat den kaum besser gestarteten VER einfach durch einen völlig ordinären Verteidigungsmove im Zaum gehalten. Gerade im Rennen zuvor in gleicher Weise von HAM praktiziert. Auch hat VET keinen Kontakt mit VER gehabt, denn VET ist knapp vor VER gelegen. Das Dilemma war weder VER noch VET gewesen.
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Re: Sportkommissar: Sogar härtere Sanktionen für Vettel waren möglich

Beitrag von bolfo » 15.06.2019, 00:31

afa1515 hat geschrieben:
bolfo hat geschrieben:Das, was Vettel gemacht hat, war absolut ungefährlich, da Hamilton jederzeit freie Sicht und Zeit zum Bremsen hatte.
Es war vielleicht nicht gefährlich, aber Fakt ist Vettel fuhr in die Rennlinie.
Als er auf die Strecke zurückkam, hätte er auch runterbremsen können um weiter links zu bleiben.
Sonst soll sich auch bitte niemand mehr beschweren, dass Verstappen oder Magnussen mal härter vor einem reinbremsen...

Das es die F1 mit Strafen übertreibt ist richtig, aber so eine Strafe wäre unabhängig von welchen Fahrer auch immer gerechtfertigt. Die Situation ist ähnlich wie die Verstappen-Strafe in Monaco, als er Bottas in den Weg fuhr.
Nein, konnte er nicht. Wurz hat dies auf dem ORF sehr gut aufgeklärt. Vettel "schlidderte" auf die Strecke zurück auf die Ideallinie, die Korrektur erfolgte solange, bis er auf der Ideallinie war. Nach Wurz gab es für Vettel gar keine andere Möglichkeit, die Karre abzufangen. Insofern ist die Strafe lächerlich, da kein Vorsatz bestand.
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Re: Sportkommissar: Sogar härtere Sanktionen für Vettel waren möglich

Beitrag von bolfo » 15.06.2019, 00:43

JPM_F1 hat geschrieben:
bolfo hat geschrieben:An Peinlichkeit kaum zu überbieten. Und nun fühlt sich Pirro noch verletzt. Der arme.

Zu denken geben sollte uns das Statement, Mansells und Andrettis Kritik sei nicht angebracht, weil sie in Zeiten fuhren, wo die Sicherheit keine Rolle spielte. Absoluter Bullshit. Das, was Vettel gemacht hat, war absolut ungefährlich, da Hamilton jederzeit freie Sicht und Zeit zum Bremsen hatte. Wenn man das heute als "gefährlich" einstuft, dann frage ich mich, wie dieser Herr es zulassen kann, dass die Fahrer überhaupt noch Rennen fahren dürfen. Einfach lächerlich.
gibt aber schon fälle, wo der fahrer mit ach und krach noch vorbeikommen will und es kommt zum unfall.
so total ungefährlich ist es nicht. es geht ja auch ums prinzip. heute war es ungefährlich, morgen kann es anders ausgehen.
wenn sich pirro dann auf das regelement beruft, muß man auch seine lage verstehen.
der denkt dann nicht groß über irgendwelche sitten und standpunkte nach. er sieht in dem moment nur den vorfall auf der strecke und übernimmt verantwortung. hat er etwas überreagiert? womöglich. nicht die erste strittige situation. kann man die strafe verstehen? hart genommen, ja.
es ist ziemlich leicht, kritik von aussen zu üben.
also ich bin mir sicher. hätte es gekracht (und hamilton könnte es drauf anlegen), würde sich keiner mehr aufregen.
Ich nehme jetzt mal ein Extrembeispiel und nehme den Crash zwischen Heidfeld und Sato: https://www.youtube.com/watch?v=aQWY3oTHSXI

Deiner Meinung nach müsste Heidfeld zusätzlich bestraft werden, weil er - definitiv und sichtbar - unsicher auf die Strecke zurückkommt. Ohne Frage, ohne Zweifel. Sprichst du hier eine Strafe aus? Wohl kaum. Warum nicht? Weil Heidfeld keine Kontrolle über das Auto hatte.

Genau dasselbe passierte aber auch bei Vettel. Wie es Wurz erklärte: Vettel muss korrigieren und schliddert zurück auf die Ideallinie. Dies macht er daran fest, dass Vettel so lange korrigiert, bis er auf der Ideallinie ist und erst dann in den Rückspiegel schaut, wo sich Hamilton überhaupt befindet. Insofern kann man hier Vettel keinen Vorwurf machen, da er nicht vorsätzlich handelte.

Und selbst wenn er vorsätzlich handelte, muss man ja sagen, dass er sicher auf die Strecke zurückkehrte, und NACHHER blockierte. Soll in der F1 ja auch darum gehen, vorne zu bleiben. Zudem ist - und da hat Marko auch recht - auch der Hintermann mitverantwortlich, dass es keinen Crash gibt. Dass man hier einmal mehr dem Vordermann die volle Verantwortung zuschiebt, ist lächerlich und für den Rennsport keinesfalls gut. Anscheinend hat man sich aber daran gewöhnt, dass dank DRS eigentlich keine Überholkunst mehr gefordert ist, sodass man eben easy am Vordermann vorbeikommt.

Man hat nicht einfach nur überreagiert. Man hat schlicht und einfach eine komplett idiotische Regel aufgestellt. Wie du sagst: Wenn es Hamilton drauf anlegt... Ja, dann ist er wohl oder übel mitschuldig. Denn ein Überholvorgang braucht eben immer noch 2 Fahrer. Und beide tragen eine Verantwortung. Hier schiebt man sie bloss auf einen Fahrer, und das ist falsch. Immerhin ist der Hintermann ebenso schuldig, wenn er mit Ach und Krach durchkommen will und die Brechstange auspackt. Wäre Verstappen in Monaco in Hamilton gedonnert, hätte er wohl kaum sagen können, Hamilton sei schuldig, weil er 2 Sekunden langsamer als die Konkurrenz fuhr und die Strecke blockierte.
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Re: Sportkommissar: Sogar härtere Sanktionen für Vettel waren möglich

Beitrag von doc_joh » 15.06.2019, 13:01

bolfo hat geschrieben:Man hat nicht einfach nur überreagiert. Man hat schlicht und einfach eine komplett idiotische Regel aufgestellt. Wie du sagst: Wenn es Hamilton drauf anlegt... Ja, dann ist er wohl oder übel mitschuldig. Denn ein Überholvorgang braucht eben immer noch 2 Fahrer. Und beide tragen eine Verantwortung. Hier schiebt man sie bloss auf einen Fahrer, und das ist falsch. Immerhin ist der Hintermann ebenso schuldig, wenn er mit Ach und Krach durchkommen will und die Brechstange auspackt. Wäre Verstappen in Monaco in Hamilton gedonnert, hätte er wohl kaum sagen können, Hamilton sei schuldig, weil er 2 Sekunden langsamer als die Konkurrenz fuhr und die Strecke blockierte.
:thumbs_up: Das sehe ich eben ganz genauso. Im Grunde kann man es doch auf einen völlig normalen (natürlich hart geführten) Zweikampf herunterbrechen. Der vordere tut alles, um seine Position zu verteidigen, der hintere probiert's, hat aber den vollen Überblick und muss zurückziehen, sobald er sieht, dass es nicht geht.

Die Experten sagen es eben genau richtig - Hamilton weiß ganz genau, was Vettel machen wird (er hätte es ja selbst genauso gemacht). Sprich, hier liegt keinerlei "dangerous" oder "erratic" Maneuver, sondern ein vorhersehbares vor. Und dadurch führt sich die Regel und vor allem deren Auslegung ad absurdum. Und die Art, wie die Sportkommissare hier reagieren ("Wir hätten ihn sogar härter bestrafen können") sagt mir, dass hier eigentlich nur noch gekränkte Ehre für diesen Stuss verantwortlich sein kann.

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Re: Sportkommissar: Sogar härtere Sanktionen für Vettel waren möglich

Beitrag von theCraptain » 15.06.2019, 13:19

Jeder kennt ja die legendäre "Schlacht" von Gilles Villeneuve vs Rene Arnoux @ Dijon 1979

Nur mal an alle die die Sportkommissare in der Bestarfung von VET unterstützen: Wann wäre damals für beide Fahrer die schwarze Flagge gezeigt worden? Nach heutigen Regeln wäre sowas doch gar nicht mehr möglich. Und Häkkinnen hätte damals beim Move in Spa vermutlich eine Strafe bekommen weil er "rechts überholt" hat.

Diese Aussage "Sogar härtere Sanktionen für Vettel waren möglich" hat soviel Gewicht, dass die Sportkommissare für den Rest ihres Lebens vom Motorsport verbannt werden sollten
https://www.auto-motor-und-sport.de/for ... toren-hat/
Sebastian Vettel Sochi 2019: "Wir brauchen wieder *** V12-Motoren"

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