Helmut Marko kritisiert Hamilton: Nahm das Risiko bewusst in Kauf

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rennratte
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Re: Helmut Marko kritisiert Hamilton: Nahm das Risiko bewusst in Kauf

Beitrag von rennratte » 13.06.2019, 13:51

Herrlich, wie Marko hier Wahrheit und Wunsch mischt.
Natürlich nahm Ham ein Risiko in Kauf und griff mit Recht nach dem Fehler Vettels an. Und natürlich war Ham in der Lage, seinen Angriff abzubrechen und nicht mit Vet zu kollidieren.
Was wirft er ihm jetzt eigentlich vor? Action auf der Rennstrecke? Rennen fahren und siegen zu wollen?

CrAzyPsyCho
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Re: Helmut Marko kritisiert Hamilton: Nahm das Risiko bewusst in Kauf

Beitrag von CrAzyPsyCho » 13.06.2019, 14:00

Verstehe das nicht so ganz. Hamilton hat eine Chance gesehen vorbei zu kommen und versucht diese zu nutzen.
Eine Kollision hat er nicht in Kauf genommen, denn er hat ja seinen Angriff wieder abgebrochen.

Eigentlich eine gewöhnliche Rennsituation. Eine Lücke ist da, Fahrer versucht sie zu nutzen, klappt nicht und Fahrer zieht zurück.

Man kann Hamilton höchsten vorwerfen die rechte und nicht die linke Seite gewählt zu haben. Links vorbei hätte möglicherweise besser geklappt. Aber so genau weiß man das ja auch nicht. Schließlich muss er da die Kurve anders nehmen und kommt langsamer aus der Kurve raus. Und so eine Entscheidung muss er in wenigen Sekunden treffen.

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ItachiU
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Re: Helmut Marko kritisiert Hamilton: Nahm das Risiko bewusst in Kauf

Beitrag von ItachiU » 13.06.2019, 14:02

Spocki hat geschrieben:Hamilton hätte sich unsterblich machen können, indem er absichtlich 5 Sekunden Platz lässt und später etwas erfunden hätte, warum das Auto plötzlich langsamer wurde. Ich weiß, es klingt absurd, aber es wäre die perfekte Gelegenheit gewesen, es all seinen Kritikern zu beweisen.
HAHAHA bs :wall:

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Re: Helmut Marko kritisiert Hamilton: Nahm das Risiko bewusst in Kauf

Beitrag von ItachiU » 13.06.2019, 14:04

Polyphony hat geschrieben:
Spocki hat geschrieben:Hamilton hätte sich unsterblich machen können, indem er absichtlich 5 Sekunden Platz lässt und später etwas erfunden hätte, warum das Auto plötzlich langsamer wurde. Ich weiß, es klingt absurd, aber es wäre die perfekte Gelegenheit gewesen, es all seinen Kritikern zu beweisen.
All seinen Kritikern was beweisen?

Seine "Kritiker" und "hater" kann man es sowieso nicht recht machen. Es zu versuchen ist hoffnungslos. Sah man sogar in der Aktion mit dem Krebskranken Jungen, gabs doch tatsächlich welche, die einfach nur eine nette PR Aktion dahinter vermuteten und ihm dies vorgeworfen haben.

Also, wozu soll er seinen Kritikern überhaupt etwas beweisen? Er ist 5x Weltmeister geworden, hat sich mit diversen anderen Weltmeistern duelliert und genießt als Rennfahrer bereits ein hohes Ansehen. Er muss wirklich gar nichts mehr beweisen.
:thumbs_up: :thumbs_up: :thumbs_up:

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Re: Helmut Marko kritisiert Hamilton: Nahm das Risiko bewusst in Kauf

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 13.06.2019, 14:05

HAM hier rein zu ziehen macht überhaupt keinen Sinn.
Ok, er hat kurz nach dem Vorfall "that was dangerous" gefunkt, geschenkt.

Darum geht es aber nicht. Wenn jetzt noch die Hinterherfahrenden antizipieren sollen, wie sie fahren in Abhängigkeit davon, ob es eine Strafe geben könnte oder nicht, dann wird es langsam eng.

Das Problem ist die Strafe gegen VET. Und ich bleibe dabei, wie bereits am Montag gesagt, dass man damit einen Präzedenzfall geschaffen hat, der ähnlich weit wirken wird wie "lex VER".

Edit-apropos "lex VER" was war denn mit RIC? Da hat man's laufen lassen, war ja aber auch weiter hinten.
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thegian
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Re: Helmut Marko kritisiert Hamilton: Nahm das Risiko bewusst in Kauf

Beitrag von thegian » 13.06.2019, 14:07

McTom hat geschrieben:
Staind hat geschrieben: Zu einem (Beinahe-) Unfall gehören zwei. Hamilton stand auf dem Pinsel und wollte vorbei.....
Das stimmt natürlich, dass da zwei dazugehören.
Aber ganz ehrlich: Ein Fahrer, der nicht versucht am Vordermann vorbei zu kommen wenn dieser einen Fahrfehler fabriziert, hat in der F1 wohl auch nichts verloren :roll:
Und jemandem eine Strafe zu geben weil er seinen Wagen während einem RENNEN noch so abfangen konnte und darauf leider dem anderen im Weg stand, hat im Motorsport auch nichts zu suchen. Sind wir im Strassenverkehr?
Bald haben wir wirklich noch Blinker, kein rechts überholen usw. die Fahrer könnten sich sonst erschrecken.

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Re: Helmut Marko kritisiert Hamilton: Nahm das Risiko bewusst in Kauf

Beitrag von CrAzyPsyCho » 13.06.2019, 14:19

thegian hat geschrieben:
McTom hat geschrieben:
Staind hat geschrieben: Zu einem (Beinahe-) Unfall gehören zwei. Hamilton stand auf dem Pinsel und wollte vorbei.....
Das stimmt natürlich, dass da zwei dazugehören.
Aber ganz ehrlich: Ein Fahrer, der nicht versucht am Vordermann vorbei zu kommen wenn dieser einen Fahrfehler fabriziert, hat in der F1 wohl auch nichts verloren :roll:
Und jemandem eine Strafe zu geben weil er seinen Wagen während einem RENNEN noch so abfangen konnte und darauf leider dem anderen im Weg stand, hat im Motorsport auch nichts zu suchen. Sind wir im Strassenverkehr?
Bald haben wir wirklich noch Blinker, kein rechts überholen usw. die Fahrer könnten sich sonst erschrecken.
Und bitte Sicherheitsabstand. Wenn der Hintere schnellere Rundenzeiten fährt, soll der Vordere einfach blaue Flaggen bekommen.
Dann braucht sich auch keine genötigt fühlen bremsen zu müssen.

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Re: Helmut Marko kritisiert Hamilton: Nahm das Risiko bewusst in Kauf

Beitrag von Vaastdreiwer » 13.06.2019, 15:01

KIMI-ICEMAN hat geschrieben:Hamilton sagte ja selbst, dass er es genauso gemacht hätte. ...
So gesehen ist Hamilton ja auch deutlich schneller aus der Schikane gekommen, hat die Lücke erkannt und wollte da durch. Insofern kann man ihm da keinen Vorwurf machen.
Damit ist eigentlich alles gesagt. Vettel hat nichts gemacht, was Hamilton nicht auch getan hätte und umgekehrt. Denn ich bin mir sicher, in umgekehrter Reihenfolge hätte Vettel es genauso versucht.

Und wie entscheidet man in einer Situation, in der alle gestandenen Rennfahrer ungefähr gleich agiert hätten, weil es einfach in der Natur des Rennfahrers liegt?
Richtig: Keine Strafe.

Und was wenn es in der Folge doch gescheppert hätte?
Richtig: Das nennt man dann einen Rennunfall. Hätten beide verhindern können, haben es aber nicht getan. Ist aber nicht passiert, braucht man also nicht drüber reden.

Wenn ich überlege, wie viele Rennunfälle ich schon gesehen habe, wo ich eindeutig eine Strafe erwartet hätte und am Ende ist nichts passiert...und dann wegen so einer Szene, in der niemandem ein Schaden entstanden ist eine Strafe... :facepalm:
Wenn die anderen nach Hause gehen und sich das Auto in den Pool hängen, sind wir noch da, arbeiten an unseren Eiern und versuchen, noch mehr herauszuquetschen

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Re: Helmut Marko kritisiert Hamilton: Nahm das Risiko bewusst in Kauf

Beitrag von chrisspeed » 13.06.2019, 15:04

Fire hat geschrieben:
FU Racing Team hat geschrieben:Wow, hier liegt Marko mMn in allen Punkten daneben! Das muss man auch erst mal schaffen :lol:

Seis drum. Ach, Ferrari wird übrigens keinen Protest bei der FIA einlegen, welch Überraschung!




Das große Problem sind einfach ständig wechselnde Personen die diese Entscheidungen treffen. Da kann gar keine
Kontinuität zustande kommen.
In Monaco 2016 und Kanada 2019 war es doch die selbe Person :think:

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Re: Helmut Marko kritisiert Hamilton: Nahm das Risiko bewusst in Kauf

Beitrag von evosenator » 13.06.2019, 15:07

Selbstverständlich hat Hamilton gesehen, was vor ihm passiert und hat trotzdem sein Ding voll durchgezogen.
Ob man ihm deswegen einen Vorwurf machen kann/soll/muss, überlasse ich Anderen zu urteilen.

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Re: Helmut Marko kritisiert Hamilton: Nahm das Risiko bewusst in Kauf

Beitrag von Lichtrot » 13.06.2019, 15:16

FU Racing Team hat geschrieben:
Lichtrot hat geschrieben:Die Mercedes-Fanboys sind hier schon sehr anstrengende Kinder. Die machen sich lieber lächerlich, anstatt mal nur ein bisschen objektiv auf die Dinge zu schauen. Aber naja, wenigstens ein paar weniger die ich hier ernst nehmen "muss". Ist auch was.

Marko sieht die Sache recht ähnlich wie 90% der F1-Fans weltweit. Mehr braucht man dazu auch nicht mehr sagen. Mercedes hat das beste Auto und wird auch noch regelmässig mit albernen Strafen gegen die Konkurrenz unterstützt.

HAM fährt vom Boxeneingang wild über die Wiese zurück auf die Strecke - keine Strafe, HAM lässt andere absichtlich auffahren - keine Strafe, HAM...
Wann hat Mercedes denn für ein Vergehen - in der V6-Ära - mal eine Strafe bekommen? Weiss das jemand? :think:

Ja, Bahrain 2018, Hamilton. Upps, ist ja gar nicht so lange her! ;-)
Das war aber nicht während des Rennens. "Upps". :wink:

Startplatzstrafen wegen eines Defektes meine ich - logischerweise - nicht.

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Re: Helmut Marko kritisiert Hamilton: Nahm das Risiko bewusst in Kauf

Beitrag von Spocki » 13.06.2019, 15:18

ItachiU hat geschrieben:
Polyphony hat geschrieben:
Spocki hat geschrieben:Hamilton hätte sich unsterblich machen können, indem er absichtlich 5 Sekunden Platz lässt und später etwas erfunden hätte, warum das Auto plötzlich langsamer wurde. Ich weiß, es klingt absurd, aber es wäre die perfekte Gelegenheit gewesen, es all seinen Kritikern zu beweisen.
All seinen Kritikern was beweisen?

Seine "Kritiker" und "hater" kann man es sowieso nicht recht machen. Es zu versuchen ist hoffnungslos. Sah man sogar in der Aktion mit dem Krebskranken Jungen, gabs doch tatsächlich welche, die einfach nur eine nette PR Aktion dahinter vermuteten und ihm dies vorgeworfen haben.
:thumbs_up: :thumbs_up: :thumbs_up:
Ach so ist das also. Als Kritiker wird man direkt auf eine Stufe gestellt mit Leuten, die die Aktion des Krebskranken Jungen nicht gutheißen. Und auch hier darf man Bedenken äußern, ganz einfach, weil man es darf.

Ich kann mich noch sehr gut an die Kritik erinnern, als er als einziger Fahrer nicht in England zur Fahrerparade kam, sondern lieber Zeit im Urlaub verbrachte. Das ist das meines Erachtens durchaus berechtigte Kritik, weil auch dort waren Menschen mit Behinderung präsent. Es gibt auch genug Menschen, die anderen gerne etwas gutes tun, ohne es auf Instagram zu posten.

Ich heiße die Aktion natürlich auch gut, man darf an dieser Stelle aber ebenso Kritik äußern. Lewis Hamilton polarisiert ziemlich. Im einen Moment ist er der größte Samariter, den die F1 jemals sah, im nächsten Moment ist er wieder die größte Heulsuse, die die F1 jemals sah. Er ist außerdem eine Person des öffentlichen Lebens und der wohl populärste F1-Fahrer im aktuellen Fahrerfeld. Und wie mit allen Personen des öffentlichen Leben gilt: Kritik ist allgegenwärtig und legitim.

Jetzt zu sagen, seinen Kritikern könnte man es doch nie Recht machen, halte ich für ziemlichen Unfug. Ein Kritiker kritisiert und das ist auch gut so. Und was ich mit meinem Post sagen wollte: Hier hätte Hamilton mal seine Sportlichkeit zeigen können OHNE dass er vor irgendeinem Mikrofon stand oder irgendetwas bei Instagram postet. Er hätte im Stillen die wohl größte sportliche Geste zeigen können. Das ist alles, was ich damit sagen wollte.

Wenn ich jetzt so etwas hier als Antwort bekomme...
ItachiU hat geschrieben:
HAHAHA bs :wall:
...zeigt mir das doch nur, dass ich wohl irgendeinem Fanboy damit auf die Füße getreten bin, weshalb eine konstruktive Konversation wohl sowieso nicht möglich ist.
Polyphony hat geschrieben: Also, wozu soll er seinen Kritikern überhaupt etwas beweisen? Er ist 5x Weltmeister geworden, hat sich mit diversen anderen Weltmeistern duelliert und genießt als Rennfahrer bereits ein hohes Ansehen. Er muss wirklich gar nichts mehr beweisen.
Auch Vettel wurde 4x Weltmeister, hat sich mit anderen Weltmeistern duelliert und genießt als Rennfahrer, gerade bei Lewis Hamilton, ein hohes Ansehen. Dennoch steht er mehr denn je in der Kritik, was auch völlig legitim ist.
Bei ihm gilt genau so, dass er seinen Kritikern das Gegenteil beweisen kann und auch hoffentlich tut. Und das tut dem Sport auch gut.

Vielleicht versuchst du Kritik bzw. Kritiker von "Hatern" oder Schlechtmachen zu differenzieren.
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Re: Helmut Marko kritisiert Hamilton: Nahm das Risiko bewusst in Kauf

Beitrag von Polyphony » 13.06.2019, 16:06

Spocki hat geschrieben:(...)
Ich stimme dir zu, dass man Kritiker und Hater nicht auf eine Stufe stellen darf.
Jedoch bleibe ich dabei, dass er seinen Kritikern nichts beweisen muss. Wenn er nicht in London auf der Fahrerparade erscheint, ist das schade, kann man kritisieren, ist jedoch seine persönliche Entscheidung.

Am Ende des Tages ist Hamilton auch nur ein Mensch und wird es NIEmals allen recht machen können. Sich mit Kritik auseinanderzusetzen ist eine Sache, sein Verhalten auf der Strecke danach auszurichten, es den Kritikern recht zu machen, eine ganz andere Sache und meiner Meinung nach vollkommen unnötig.

Natürlich schreiben dann manche "Toll von Hamilton, wahrer Sportsmann".

Ich gebe dir Brief und Siegel, es würde aber auch Kommentare geben wie "Mercedes/Hamilton macht den Sport kaputt indem sie künstlich eingreifen" "Wie kann Mercedes/Hamilton den Sieg nur freiwillig hergeben" "Die Dominanz von Mercedes ist noch heftiger als erwartet, Sie haben es nicht mal mehr nötig auf einzelne Siege zu gehen" "Mercedes verschenkt Sieg aus Mitleid "Wie blöd ist denn der Hamilton, hoffentlich fehlen GENAU DIESE Punkte am Ende"

Dann hat er es möglicherweisen einigen Kritikern recht gemacht und von seinen Mechanikern, Teamleuten hinter sich und Fans, sowie von Leuten die sowieso nur am kritisieren sind, hagelt er sich kritik ein.

Und da reden wir noch nicht mal von den Wettportalen auf denen Leute Wetten auf MAMG gesetzt haben. Wenn die Rennleitung in ein Duell eingreift ist das eine Sache, wenn dann aber noch die Fahrer meinen mit "Selbstjustiz" eingreifen zu müssen, gute Nacht.

Am Ende möchte ich dir nochmals die Frage stellen, was hätte er seinen Kritikern bewiesen, hätte er sich auf 5,1 sek zurückfallen lassen?

Sportlichkeit? Kann mich nicht daran erinnern, dass er als unsportlich gilt.
Gerechtigkeitssinn? Hamilton ist weder Regelhüter, noch Veranstalter, diese Beiden ernten die Kritik der Entscheidung.
Was ist es denn, was er mit dieser Aktion bewiesen hätte?

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Re: Helmut Marko kritisiert Hamilton: Nahm das Risiko bewusst in Kauf

Beitrag von Chris1909 » 13.06.2019, 16:17

Haha geil, Vettel schießt einen seiner Böcke, ein Fahrer sucht eine Lücke um davon Nutzen zu ziehen, zieht aber dann vorausblickend zurück.... und wird dafür dann auch noch kritisiert, es überhaupt versucht zu haben.

Kann man nicht erfinden.... ich hoffe es ist nicht die Alterssenilität beim Doktor.

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Re: Helmut Marko kritisiert Hamilton: Nahm das Risiko bewusst in Kauf

Beitrag von Spocki » 13.06.2019, 16:27

Polyphony hat geschrieben: Sportlichkeit? Kann mich nicht daran erinnern, dass er als unsportlich gilt.
Gerechtigkeitssinn? Hamilton ist weder Regelhüter, noch Veranstalter, diese Beiden ernten die Kritik der Entscheidung.
Was ist es denn, was er mit dieser Aktion bewiesen hätte?
Ob jetzt ein F1-Fahrer als sportlich oder unsportlich gilt, möchte ich gar nicht in Frage stellen oder bewerten. Ich denke jeder, der dort mitfährt, ist auf seine eigene Weise auch sportlich und will mit Sportlichtkeit behandelt werden. Dann gibt es immer wieder so Momente, in denen jeder der dort Fahrenden Momente von Unsportlichkeit zeigt. (Hamilton beim extra langsam Fahren in der Boxengasseneinfahrt, Vettel beim Rammstoß in Baku)
Aber hey, das gehört nunmal dazu. Die Defintion von Unsportlichkeit ist ja auch nochmal sone Sache...Magnussen wird bspw. oft als unsportlich bezeichnet. Ich habe da eine andere Meinung zu: Ich denke er ist einfach auf einem ganz anderen Level, was Zweikämpfe angeht oder deren Zulässigkeit. Ich glaube nicht, dass er sich beschweren würde, wenn man ihm am Kurvenausgang verhungern lassen würde. Aber darum solls ja auch nicht gehen. :)

Für Hamilton ist es ein leichtes, nach der Zieldurchfahrt Sportlichkeit zu zeigen, indem er Vettel auf seinen ersten Platz auf dem Podium holt. Oder später in Interviews sagt, er hätte es genau so gemacht. Insgeheim vertritt er wohl auch Vettels Position und würde ihn als Steward davon kommen lassen.
Allerdings ist es dann noch einmal etwas ganz anderes, diese Sportlichkeit auch auf der Strecke zu zeigen, ungeachtet von allem anderen. (Dazu zähle ich die Punkte die du aufgelistet hast) Ich bezweifle, dass Hamilton ernsthaft daran gedacht hat; kein Fahrer würde das wohl wirklich tun, auch mit einem noch so großen Punktevorsprung.
Aber es wäre einfach ein Moment für Lewis Hamilton gewesen, keine Frage.
Hätte er sich intern Ärger eingehandelt? Vermutlich.
Würde es am Ende einen Unterschied machen? Vermutlich nicht.
Hätte Vettel es so gewollt? Niemals.
Hätte es der Formel 1 alles in allem Gut getan? Auf jeden Fall!
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