Ferrari meldet gegen Rennergebnis in Kanada Protest an

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pilimen
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Re: Ferrari meldet gegen Rennergebnis in Kanada Protest an

Beitragvon pilimen » 11.06.2019, 00:31

bolfo hat geschrieben:So, und jetzt mal Tacheles, warum die Strafe Bullshit ist. Argument ist, dass Hamilton bremsen musste, um Vettel nicht aufzufahren. Ich erinnere hier nur zu gerne an Hamiltons Aktion gegen Ricciardo in Monaco:

https://www.youtube.com/watch?v=BGzDkb3UW0w

Er verlässt die Strecke, kommt zurück, und Ricciardo darf nicht Vollgas geben, weil er sonst in Hamilton reinfährt. Damals fandens die Mercedes- und Hamilton-Fans, die jetzt gegen Vettel schiessen, seltsamerweise völlig okay. Dabei ists genau dasselbe Vergehen. Hamilton verlässt die Strecke und kommt schlicht vor Ricciardo raus, der Gas rausnehmen MUSS, um nicht hinten aufzufahren. Fakt. Also entscheidet euch für eine Variante.


1. Vergehen können sehr ähnlich aussehen, aber dennoch unterschiedlich bestraft werden. Weil teilweise nur eine Kleinigkeit entscheidet, was bestraft gehört und was nicht.
2. Sind die beiden Situationen nicht 1 zu 1 gleich. Hamiltons Abdrängen war quasi im drauf folgenden Kurve, nachdem er wieder auf die Strecke zurück kam. Er war somit wieder in Rennaction, während Vettel (laut seiner eigenen Angeben) noch dabei war das Auto abzufangen, als er Hamilton verhungern ließ.
3. War es in Monaco nass und somit hätte RIC den Hamilton niemals kassiert, denn er hätte außen auf der nassen Fahrbahn überholen müssen, während Hamilton auf dem Trockenen war.
4. Hatte nicht hamilton genug Platz gelassen damit RIC noch durch passt? Nur konnte er nicht, weil es eben wie oben erwähnt ist nass war und er somit viel vorsichtiger hätte beschleunigen müssen. Sprich: Hamilton hatte eine Wagenbreite Platz gelassen, nur war der Platz nass - Pech für RIC?
Schaut es euch nochmal ganz genau in der Zeitlupe an. Als RIC die Karre verliert, weil er rechts auf der nassen Fahrbahn ist, da lässt Hamilton ihm mehr als genug platz. Auch als er dann zurücksteckt ist genug Platz, nur steckt er nicht zurück, weil nicht genug Platz ist, sondern weil er wegen der nassen Fahrbahn extrem korrigieren muss und somit keine Chance mehr hat neben Hamilton zu bleiben.

Eigentlich hatte ich bisher den Hamilton dafür kritisiert, dass er zu gemacht hatte, aber durch das genauere Betrachten Des Videos muss ich nun zugeben, dass es eine Meisterleistung von Hamilton war. Das ist eben der Unterschied, wieso der eine Rennen gewinnt, während der andere bestraft wird.

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Re: Ferrari meldet gegen Rennergebnis in Kanada Protest an

Beitragvon ScuderiaFerrari#1929 » 11.06.2019, 06:49

bolfo hat geschrieben:Ich verstehe die Diskussionen hier nicht. Sorry, wollt ihr Racing oder eine Juristenveranstaltung???? Die Fahrer fahren mit den SICHERSTEN AUTOS ALLER ZEITEN herum, und ihr heult wegen "unsafe rejoin". Bullshit! Ich mag mich noch daran erinnern, wie Alesi 1994 in Magny Cours vollkommen idiotisch vom Kiesbett auf die Strecke fuhr und dabei Barrichello abschoss. Damals hat es KEINE SAU interessiert. Aber heute muss ja alles bis ins Kleinste reglementiert sein. Bei einigen hier frage ich mich wirklich, ob sie nicht besser schlafen würde, wenn man nicht auch noch reglementiert, wann sie auf die Toillette musste.

Was mich stört ist die Tatsache, dass 90% der Fans nicht objektiv urteilen, sondern ihrer Fanzugehörigkeit nach. Deshalb findens jetzt die meisten Hamilton- und Mercedes-Fans okay, die meisten Ferrari-Fans nicht. Wäre es umgekehrt gewesen, wäre es genau umgekehrt.

So, und jetzt mal Tacheles, warum die Strafe Bullshit ist. Argument ist, dass Hamilton bremsen musste, um Vettel nicht aufzufahren. Ich erinnere hier nur zu gerne an Hamiltons Aktion gegen Ricciardo in Monaco:

https://www.youtube.com/watch?v=BGzDkb3UW0w

Er verlässt die Strecke, kommt zurück, und Ricciardo darf nicht Vollgas geben, weil er sonst in Hamilton reinfährt. Damals fandens die Mercedes- und Hamilton-Fans, die jetzt gegen Vettel schiessen, seltsamerweise völlig okay. Dabei ists genau dasselbe Vergehen. Hamilton verlässt die Strecke und kommt schlicht vor Ricciardo raus, der Gas rausnehmen MUSS, um nicht hinten aufzufahren. Fakt. Also entscheidet euch für eine Variante.

Und der Gipfel? Die offizielle Facebook-Seite macht nun genau Werbung mit dem Manöver, verkauft es als Titelbild als ultimatives Manöver. Ja, was denn nun? Ja, es ist genau das, was die Fans sehen wollen.

Ich bin jedoch langsam aber sicher angewiedert, dass die Fans ebenso zu Luschen geworden sind. Früher hätte man das Manöver bejubelt. Heute jedoch sitzen die Fans mit den Reglementsbücher vorm TV und schauen, wo sie dem Feind noch eine Strafe andichten können. Eine Schande. Das hat mit all der Faszination, die ich nun 3 Jahrzehnte lang für die F1 empfand, rein gar nichts mehr zu tun. Denn früher war die Faszination einzig und allein der Speed geschuldet.



:bow: :bow: :bow: :bow: :bow: :bow: :bow: :bow: :bow: :bow: :bow: :bow: :bow: :bow: :bow: :bow: :bow: :bow: :bow: :bow: :bow: :bow: :bow:
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Re: Ferrari meldet gegen Rennergebnis in Kanada Protest an

Beitragvon Tenchi » 11.06.2019, 07:20

ich glaube, ich an Ferraris Stelle würde wirklich langsam diese Farce die sich Formel1 schimpft verlassen und sehen, dass ich zum Rennsport zurückkehre. Ferrari dürfte noch immer ein starkes Zugpferd sein und es sollte nicht allzu schwer sein, eine Rennserie ins Leben zu rufen, die den Begriff "Motorsport" verdient. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich so einige andere Rennställe dem anschließen würden.
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Re: Ferrari meldet gegen Rennergebnis in Kanada Protest an

Beitragvon icke » 11.06.2019, 12:52

pilimen hat geschrieben:
bolfo hat geschrieben:So, und jetzt mal Tacheles, warum die Strafe Bullshit ist. Argument ist, dass Hamilton bremsen musste, um Vettel nicht aufzufahren. Ich erinnere hier nur zu gerne an Hamiltons Aktion gegen Ricciardo in Monaco:

https://www.youtube.com/watch?v=BGzDkb3UW0w

Er verlässt die Strecke, kommt zurück, und Ricciardo darf nicht Vollgas geben, weil er sonst in Hamilton reinfährt. Damals fandens die Mercedes- und Hamilton-Fans, die jetzt gegen Vettel schiessen, seltsamerweise völlig okay. Dabei ists genau dasselbe Vergehen. Hamilton verlässt die Strecke und kommt schlicht vor Ricciardo raus, der Gas rausnehmen MUSS, um nicht hinten aufzufahren. Fakt. Also entscheidet euch für eine Variante.


1. Vergehen können sehr ähnlich aussehen, aber dennoch unterschiedlich bestraft werden. Weil teilweise nur eine Kleinigkeit entscheidet, was bestraft gehört und was nicht.
2. Sind die beiden Situationen nicht 1 zu 1 gleich. Hamiltons Abdrängen war quasi im drauf folgenden Kurve, nachdem er wieder auf die Strecke zurück kam. Er war somit wieder in Rennaction, während Vettel (laut seiner eigenen Angeben) noch dabei war das Auto abzufangen, als er Hamilton verhungern ließ.
3. War es in Monaco nass und somit hätte RIC den Hamilton niemals kassiert, denn er hätte außen auf der nassen Fahrbahn überholen müssen, während Hamilton auf dem Trockenen war.
4. Hatte nicht hamilton genug Platz gelassen damit RIC noch durch passt? Nur konnte er nicht, weil es eben wie oben erwähnt ist nass war und er somit viel vorsichtiger hätte beschleunigen müssen. Sprich: Hamilton hatte eine Wagenbreite Platz gelassen, nur war der Platz nass - Pech für RIC?
Schaut es euch nochmal ganz genau in der Zeitlupe an. Als RIC die Karre verliert, weil er rechts auf der nassen Fahrbahn ist, da lässt Hamilton ihm mehr als genug platz. Auch als er dann zurücksteckt ist genug Platz, nur steckt er nicht zurück, weil nicht genug Platz ist, sondern weil er wegen der nassen Fahrbahn extrem korrigieren muss und somit keine Chance mehr hat neben Hamilton zu bleiben.

Eigentlich hatte ich bisher den Hamilton dafür kritisiert, dass er zu gemacht hatte, aber durch das genauere Betrachten Des Videos muss ich nun zugeben, dass es eine Meisterleistung von Hamilton war. Das ist eben der Unterschied, wieso der eine Rennen gewinnt, während der andere bestraft wird.

RIC hat nicht sein Auto verloren sondern wurde von HAM der Straße beraubt. Wenn das hier ok ist, wäre es vor zwei Tagen auch ok gewesen.
Solange wir es nicht schaffen, einen Apfel herzustellen, können wir noch viel von der Natur lernen.

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Re: Ferrari meldet gegen Rennergebnis in Kanada Protest an

Beitragvon evosenator » 11.06.2019, 13:11

@bolfo:

ganz Deiner Meinung :thumbs_up:

Tenchi hat geschrieben:ich glaube, ich an Ferraris Stelle würde wirklich langsam diese Farce die sich Formel1 schimpft verlassen und sehen, dass ich zum Rennsport zurückkehre. Ferrari dürfte noch immer ein starkes Zugpferd sein und es sollte nicht allzu schwer sein, eine Rennserie ins Leben zu rufen, die den Begriff "Motorsport" verdient. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich so einige andere Rennställe dem anschließen würden.


:thumbs_up:

Hannibal17
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Re: Ferrari meldet gegen Rennergebnis in Kanada Protest an

Beitragvon Hannibal17 » 11.06.2019, 14:14

bolfo hat geschrieben: Ich verstehe die Diskussionen hier nicht. Sorry, wollt ihr Racing oder eine Juristenveranstaltung???? Die Fahrer fahren mit den SICHERSTEN AUTOS ALLER ZEITEN herum, und ihr heult wegen "unsafe rejoin". Bullshit! Ich mag mich noch daran erinnern, wie Alesi 1994 in Magny Cours vollkommen idiotisch vom Kiesbett auf die Strecke fuhr und dabei Barrichello abschoss. Damals hat es KEINE SAU interessiert. Aber heute muss ja alles bis ins Kleinste reglementiert sein. Bei einigen hier frage ich mich wirklich, ob sie nicht besser schlafen würde, wenn man nicht auch noch reglementiert, wann sie auf die Toillette musste.


Du findest es also in Ordnung, wenn Vettel auf die Strecke zurückfährt und Hamilton in die Wand drückt? Das Manöver von Verstappen 2018 in Suzuka gegen Raikkonen war damit eigentlich auch völlig clean??
Du willst, dass die WM wie bei Männern entschieden wird? Wie 1989 oder 1990? Ist es total sauber und fair, wenn Hamilton Vettel im letzten Rennen ins Auto fährt und so die WM gewinnt?? Du hättest da nichts zu meckern??? REALLY? :rofl:

Wenn du auf mehr Action stehst, mehr Blutvergießen, Spa 2012 und 2018 super findest, Poster von Maldonado und Grosjean als deine Helden über deinem Bett hängen hast... Dann geh lieber zum Stockcar und lass die Formel 1 sein. :wave:

Hannibal17
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Re: Ferrari meldet gegen Rennergebnis in Kanada Protest an

Beitragvon Hannibal17 » 11.06.2019, 14:16

Der Protest von Ferrari hat keine Chance. Denn Ferrari müsste beweisen, dass
1. Vettel nicht die Strecke verlassen hat oder
2. Hamilton nicht bremsen musste

Beides kann aber wirklich jeder erkennen und damit bleibt das Ergebnis bestehen.

CrAzyPsyCho
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Re: Ferrari meldet gegen Rennergebnis in Kanada Protest an

Beitragvon CrAzyPsyCho » 11.06.2019, 18:38

Du findest es also in Ordnung, wenn Vettel auf die Strecke zurückfährt und Hamilton in die Wand drückt?

Jemanden in die Wand drücken ist natürlich nicht in Ordnung. Aber das hat Vettel ja nicht getan. Oder ist Hamilton gegen die Wand gefahren?

Der Protest von Ferrari hat keine Chance. Denn Ferrari müsste beweisen, dass
1. Vettel nicht die Strecke verlassen hat oder
2. Hamilton nicht bremsen musste

Es ist üblich, dass der Gegner bremsen muss, wenn der Vordere die Tür zumacht.

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Re: Ferrari meldet gegen Rennergebnis in Kanada Protest an

Beitragvon Calvin » 11.06.2019, 18:49

Hannibal17 hat geschrieben:Du findest es also in Ordnung, wenn Vettel auf die Strecke zurückfährt und Hamilton in die Wand drückt? Das Manöver von Verstappen 2018 in Suzuka gegen Raikkonen war damit eigentlich auch völlig clean??


Der Vergleich hinkt ziemlich stark, weil:

In Montreal hat es Gras und Kurve ist schneller = Viel weniger Grip und Kontrolle über das Fahrzeug, aber gleichzeitig mehr Momentum. Vettel hatte alle Hände voll zu tun dass die Karre nicht in der Wand landet. Wo und wie Vettel auf die Strecke zurückkomt, lag nicht in Vettel

In Suzuka hatte Verstappen (bis auf den Verbremser) wegen der asphaltieren Auslaufzone stets die Kontrolle über den Wagen und hat selber entschieden dass er auf die Strecke zurückkommt, wo bereits Räikkönen NEBEN ihm war und er ihm auch noch in die Karre fährt.

Jungs, hört mal mit den lächerlichen Vergleiche auf. Das bringt nichts und es ist so einfach zu widerlegen.
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Re: Ferrari meldet gegen Rennergebnis in Kanada Protest an

Beitragvon Simtek » 11.06.2019, 19:08

bolfo hat geschrieben:Ich verstehe die Diskussionen hier nicht. Sorry, wollt ihr Racing oder eine Juristenveranstaltung???? Die Fahrer fahren mit den SICHERSTEN AUTOS ALLER ZEITEN herum, und ihr heult wegen "unsafe rejoin". Bullshit! Ich mag mich noch daran erinnern, wie Alesi 1994 in Magny Cours vollkommen idiotisch vom Kiesbett auf die Strecke fuhr und dabei Barrichello abschoss. Damals hat es KEINE SAU interessiert. Aber heute muss ja alles bis ins Kleinste reglementiert sein. Bei einigen hier frage ich mich wirklich, ob sie nicht besser schlafen würde, wenn man nicht auch noch reglementiert, wann sie auf die Toillette musste.

Was mich stört ist die Tatsache, dass 90% der Fans nicht objektiv urteilen, sondern ihrer Fanzugehörigkeit nach. Deshalb findens jetzt die meisten Hamilton- und Mercedes-Fans okay, die meisten Ferrari-Fans nicht. Wäre es umgekehrt gewesen, wäre es genau umgekehrt.

So, und jetzt mal Tacheles, warum die Strafe Bullshit ist. Argument ist, dass Hamilton bremsen musste, um Vettel nicht aufzufahren. Ich erinnere hier nur zu gerne an Hamiltons Aktion gegen Ricciardo in Monaco:

https://www.youtube.com/watch?v=BGzDkb3UW0w

Er verlässt die Strecke, kommt zurück, und Ricciardo darf nicht Vollgas geben, weil er sonst in Hamilton reinfährt. Damals fandens die Mercedes- und Hamilton-Fans, die jetzt gegen Vettel schiessen, seltsamerweise völlig okay. Dabei ists genau dasselbe Vergehen. Hamilton verlässt die Strecke und kommt schlicht vor Ricciardo raus, der Gas rausnehmen MUSS, um nicht hinten aufzufahren. Fakt. Also entscheidet euch für eine Variante.

Und der Gipfel? Die offizielle Facebook-Seite macht nun genau Werbung mit dem Manöver, verkauft es als Titelbild als ultimatives Manöver. Ja, was denn nun? Ja, es ist genau das, was die Fans sehen wollen.

Ich bin jedoch langsam aber sicher angewiedert, dass die Fans ebenso zu Luschen geworden sind. Früher hätte man das Manöver bejubelt. Heute jedoch sitzen die Fans mit den Reglementsbücher vorm TV und schauen, wo sie dem Feind noch eine Strafe andichten können. Eine Schande. Das hat mit all der Faszination, die ich nun 3 Jahrzehnte lang für die F1 empfand, rein gar nichts mehr zu tun. Denn früher war die Faszination einzig und allein der Speed geschuldet.


:thumbs_up:
besonders für Dein Video! Wer die 5 sek. Strafe gegen Vettel gerechtfertig findet , müsste hier direkt eine Disqualifikation fordern! Natürlich nur, wenn man gleiche Maßstäbe gelten lassen möchte. ;)
Lieber Schumi, bitte denk daran: "Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft, der hat schon verloren!"

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Re: Ferrari meldet gegen Rennergebnis in Kanada Protest an

Beitragvon bolfo » 11.06.2019, 19:25

pilimen hat geschrieben:
bolfo hat geschrieben:So, und jetzt mal Tacheles, warum die Strafe Bullshit ist. Argument ist, dass Hamilton bremsen musste, um Vettel nicht aufzufahren. Ich erinnere hier nur zu gerne an Hamiltons Aktion gegen Ricciardo in Monaco:

https://www.youtube.com/watch?v=BGzDkb3UW0w

Er verlässt die Strecke, kommt zurück, und Ricciardo darf nicht Vollgas geben, weil er sonst in Hamilton reinfährt. Damals fandens die Mercedes- und Hamilton-Fans, die jetzt gegen Vettel schiessen, seltsamerweise völlig okay. Dabei ists genau dasselbe Vergehen. Hamilton verlässt die Strecke und kommt schlicht vor Ricciardo raus, der Gas rausnehmen MUSS, um nicht hinten aufzufahren. Fakt. Also entscheidet euch für eine Variante.


1. Vergehen können sehr ähnlich aussehen, aber dennoch unterschiedlich bestraft werden. Weil teilweise nur eine Kleinigkeit entscheidet, was bestraft gehört und was nicht.
2. Sind die beiden Situationen nicht 1 zu 1 gleich. Hamiltons Abdrängen war quasi im drauf folgenden Kurve, nachdem er wieder auf die Strecke zurück kam. Er war somit wieder in Rennaction, während Vettel (laut seiner eigenen Angeben) noch dabei war das Auto abzufangen, als er Hamilton verhungern ließ.
3. War es in Monaco nass und somit hätte RIC den Hamilton niemals kassiert, denn er hätte außen auf der nassen Fahrbahn überholen müssen, während Hamilton auf dem Trockenen war.
4. Hatte nicht hamilton genug Platz gelassen damit RIC noch durch passt? Nur konnte er nicht, weil es eben wie oben erwähnt ist nass war und er somit viel vorsichtiger hätte beschleunigen müssen. Sprich: Hamilton hatte eine Wagenbreite Platz gelassen, nur war der Platz nass - Pech für RIC?
Schaut es euch nochmal ganz genau in der Zeitlupe an. Als RIC die Karre verliert, weil er rechts auf der nassen Fahrbahn ist, da lässt Hamilton ihm mehr als genug platz. Auch als er dann zurücksteckt ist genug Platz, nur steckt er nicht zurück, weil nicht genug Platz ist, sondern weil er wegen der nassen Fahrbahn extrem korrigieren muss und somit keine Chance mehr hat neben Hamilton zu bleiben.

Eigentlich hatte ich bisher den Hamilton dafür kritisiert, dass er zu gemacht hatte, aber durch das genauere Betrachten Des Videos muss ich nun zugeben, dass es eine Meisterleistung von Hamilton war. Das ist eben der Unterschied, wieso der eine Rennen gewinnt, während der andere bestraft wird.


1. Ach, dieses "ähnlich aussehen, aber unterschiedlich sein", hört man immer. Seltsamerweise aber nur immer von der Fangruppe, die dann gerade mal für die Strafe sind. Heisst: Wäre es umgekehrt gewesen, würden die überwiegenden Hamilton-Fans die Strafe absurd finden. So einfach. Gleiches gilt für Monaco 2016.

2. Was hier anders ist, ist, dass Vettel erst nach dem Zurückkehren auf der Strecke in den Rückspiegel sieht. Weil er bis dahin damit beschäftigt ist, das Auto nicht zu verlieren. Es besteht somit kein Vorsatz. Und damit eben auch kein Grund zur Strafe. In Monaco handelt es sich zudem nicht um eine andere Kurve. Sondern das ist eine Schikane, die Hamilton zuerst abkürzt, dann aber auf der Ideallinie danach ganz durchfährt, damit Ricciardo nicht vorbei kommt. Im Gegensatz zu Vettel agiert Hamilton sogar noch vorsätzlich.

3. Eben. Weil Hamilton die Ideallinie für sich beanspruchte. Und damit blockierte. Nichts anderes passierte bei Vettel.

4. Definitiv nicht.
Never argue with an idiot. They bring you down to their level and beat you with experience.

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Re: Ferrari meldet gegen Rennergebnis in Kanada Protest an

Beitragvon evosenator » 11.06.2019, 19:28

bolfo hat geschrieben:
1. Ach, dieses "ähnlich aussehen, aber unterschiedlich sein", hört man immer. Seltsamerweise aber nur immer von der Fangruppe, die dann gerade mal für die Strafe sind. Heisst: Wäre es umgekehrt gewesen, würden die überwiegenden Hamilton-Fans die Strafe absurd finden. So einfach. Gleiches gilt für Monaco 2016.

2. Was hier anders ist, ist, dass Vettel erst nach dem Zurückkehren auf der Strecke in den Rückspiegel sieht. Weil er bis dahin damit beschäftigt ist, das Auto nicht zu verlieren. Es besteht somit kein Vorsatz. Und damit eben auch kein Grund zur Strafe. In Monaco handelt es sich zudem nicht um eine andere Kurve. Sondern das ist eine Schikane, die Hamilton zuerst abkürzt, dann aber auf der Ideallinie danach ganz durchfährt, damit Ricciardo nicht vorbei kommt. Im Gegensatz zu Vettel agiert Hamilton sogar noch vorsätzlich.

3. Eben. Weil Hamilton die Ideallinie für sich beanspruchte. Und damit blockierte. Nichts anderes passierte bei Vettel.

4. Definitiv nicht.


:thumbs_up:
Mit diesem Monaco 2016 Video soll Ferrari in die Berufung

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Re: Ferrari meldet gegen Rennergebnis in Kanada Protest an

Beitragvon bolfo » 11.06.2019, 19:32

Simtek hat geschrieben: :thumbs_up:
besonders für Dein Video! Wer die 5 sek. Strafe gegen Vettel gerechtfertig findet , müsste hier direkt eine Disqualifikation fordern! Natürlich nur, wenn man gleiche Maßstäbe gelten lassen möchte. ;)


Korrekt. Weil Hamilton im Gegensatz zu Vettel sogar noch vorsätzlich handelt.


Hannibal17 hat geschrieben:
bolfo hat geschrieben: Ich verstehe die Diskussionen hier nicht. Sorry, wollt ihr Racing oder eine Juristenveranstaltung???? Die Fahrer fahren mit den SICHERSTEN AUTOS ALLER ZEITEN herum, und ihr heult wegen "unsafe rejoin". Bullshit! Ich mag mich noch daran erinnern, wie Alesi 1994 in Magny Cours vollkommen idiotisch vom Kiesbett auf die Strecke fuhr und dabei Barrichello abschoss. Damals hat es KEINE SAU interessiert. Aber heute muss ja alles bis ins Kleinste reglementiert sein. Bei einigen hier frage ich mich wirklich, ob sie nicht besser schlafen würde, wenn man nicht auch noch reglementiert, wann sie auf die Toillette musste.


Du findest es also in Ordnung, wenn Vettel auf die Strecke zurückfährt und Hamilton in die Wand drückt? Das Manöver von Verstappen 2018 in Suzuka gegen Raikkonen war damit eigentlich auch völlig clean??
Du willst, dass die WM wie bei Männern entschieden wird? Wie 1989 oder 1990? Ist es total sauber und fair, wenn Hamilton Vettel im letzten Rennen ins Auto fährt und so die WM gewinnt?? Du hättest da nichts zu meckern??? REALLY? :rofl:

Wenn du auf mehr Action stehst, mehr Blutvergießen, Spa 2012 und 2018 super findest, Poster von Maldonado und Grosjean als deine Helden über deinem Bett hängen hast... Dann geh lieber zum Stockcar und lass die Formel 1 sein. :wave:


Uhuuu, nur, weil ich Action sehen will, sehe ich natürlich auch gerne Blut. Nein, viel besser noch: Tote will ich sehen!

Sorry, aber genau solches Weicheigequatsche nervt mich. "Blut vergiessen". Bullshit! Du gehörst offenbar auch zu den Leuten, die schon vorsätzlichen Mordversuch riechen, nur weil sich irgendwo einer die Finger einklemmt, und jetzt brauchts halt irgend einen Schuldigen. Vettels Aktion war absolut harmlos. Die Aktion von Vettel hatte nichts, aber auch gar nichts mit Grosjeans Aktion 2012 zu tun, die zudem nicht mal vorsätzlich war. Grosjean wurde ja nicht mal wegen der Aktion an sich bestraft, sondern, weil er bereits vorher in die Kritik kam. Vettel hat zudem Hamilton nicht vorsätzlich gegen die Mauer gedrückt. Wurz hat dies exakt erklärt. Somit: Kein Vorsatz, also auch keine Strafe. Das ist der Unterschied zu den Saisonfinalen 1989/90. Da war Absicht und somit Unsportlichkeit im Spiel. Wenn mich aber meine Augen nicht täuschen, sind Vettel und Hamilton nicht kollidiert.

Was mich nervt ist dieses Weicheigequatsche von Fans wie dir, die sich über ein Manöver bei Tempo 100 mit den sichersten Boliden der Welt entrüsten und die sich lieber deshalb Schach oder Golf anschauen sollten. Natürlich nur, wenn ihr euch nicht fürchtet, dass jemand vom Ball oder von einem umstürzenden König erschlagen wird. Nimm dich vor allem vor den Schachspielern in acht. Die wollen nur Blut sein. Besonders, wenn das Pferd geschlachtet wird.
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Re: Ferrari meldet gegen Rennergebnis in Kanada Protest an

Beitragvon evosenator » 11.06.2019, 19:34

:lol:

lustiger Post :thumbs_up:


bolfo hat geschrieben: Wurz hat dies exakt erklärt. Somit: Kein Vorsatz, also auch keine Strafe..


Dort liegt bei der Auslegung eindeutig der Hund begraben; aus diesem Grund hätte man kein Strafe geben sollen

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Re: Ferrari meldet gegen Rennergebnis in Kanada Protest an

Beitragvon f1fan02 » 11.06.2019, 20:25

Plauze hat geschrieben:
Neppi hat geschrieben:Wie gesagt, sogar User wie Plauze lassen sich bei so einem Thema zu solchen Aussagen hinreissen.

Das stimmt nicht so ganz, ich habe im Gegenteil sogar gesagt, dass es bei diesem Thema töricht ist, von seiner Position so überzeugt zu sein, dass man sie für die einzig mögliche ausgibt. Denn, wer Vettels Strafe durch die Stewards verteidigt, muss doch sehen, dass er nicht nur große Teile der Fans, sondern auch eine ganz erkleckliche Menge an Ex-Fahrern hat, die eine andere Sichtweise vertreten. Wer die Strafe verdammt, muss damit leben, dass die Stewards zu einer anderen Ansicht gelangt sind und diese auch begründen konnten.
Meine Polemik richtete sich also vor allem gegen die hundertprozentigen Leute, die es ganz genau wissen und keine andere Meinung zulassen wollen.
Ich bleibe aber auch bei der Aussage, dass es ziemlich doof ist, Ferrari dafür kritisieren zu wollen, dass sie Protest einlegen.
Denken wir doch mal scharf nach: Welches Team hätte das in dieser Situation nicht gemacht?


Diese Entscheidungen sind Tatsachenentscheidungen und können nicht angefochten werden. Das weiß eigentlich auch Ferrari. Dieser "Protest" ist also eine reine Marketingangelegenheit um die eigenen Fans zu beruhigen. Von der FIA wird der freundliche Hinweis auf Art. 38.3 (?) zurückkommen, dass dieser Entscheidungen dieser Art nicht anfechtbar sind (und das ist auch gut so, dass diese Entscheidungen nicht anfechtbar sind).
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