GP Kanada 2019: Kontroverser Sieg für Hamilton - Vettel tobt!

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Re: GP Kanada 2019: Kontroverser Sieg für Hamilton - Vettel tobt!

Beitragvon GenauDer » 10.06.2019, 00:35

Stulle68 hat geschrieben:Zitat vom Liveticker
Ferrari legt Protest ein!

Das lässt Ferrari nicht einfach so auf sich sitzen: Das italienische Traditionsteam hat offiziell Protest gegen die Entscheidung der Sportkommissare eingelegt. Das hat eine Ferrari-Sprecherin auf Nachfrage bestätigt.

Ja gut, das war klar. Eigentlich wird gegen fast jede Entscheidung schnell mal Protest eingelegt und in dem Fall auch wirklich berechtigt

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Re: GP Kanada 2019: Kontroverser Sieg für Hamilton - Vettel tobt!

Beitragvon evosenator » 10.06.2019, 00:36

mcdaniels hat geschrieben:Monaco 2016 vs Kanada 2019:

https://www.youtube.com/watch?v=Craussd_Ikc

Ziemlich ähnlich / gleich. 2016 keine Strafe...

FIA = inkonsistent!


"inkonsequent" meinst Du oder ?!

Wundert Dich das noch bei der FIA? :rofl:

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Re: GP Kanada 2019: Kontroverser Sieg für Hamilton - Vettel tobt!

Beitragvon CrAzyPsyCho » 10.06.2019, 00:36

Der Protest wird mit Sicherheit keinen Erfolg haben. Die FIA wird sich sicher nicht noch mehr blamieren wollen. Der Schaden ist jetzt schon da.

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Re: GP Kanada 2019: Kontroverser Sieg für Hamilton - Vettel tobt!

Beitragvon T!mmy » 10.06.2019, 00:38

Wenn selbst die englischen Kollegen von SkyUK / F1TV ala Martin Brundle, Karun Chandhok, Jenson Button etc sagen, dass das niemals hätte bestraft werden dürfen, dann heißt das schon was. Gerade bei Ersterem. Die waren sich schon vor Aussprache der Strafe sehr einig... Vettel rutscht mit dreckigen Reifen im Snap-oversteer auf die Strecke zurück und wird bestraft, weil er nicht kontrolliert neben der Ideallinie bleiben konnte... Absolute Farce. Dafür absolut super Comedy im Anschluss.

Achja F1TV, das ist genauso für die Katz, wie die Rennstewards.

Und die, die wieder auf Vettel rumreiten, wegen des einen Fehlers. Wie oft hat sich Hamilton in der Haarnadel verbremst? 5mal? Glaube das reicht noch nicht. Extrem schade, dass dieses spannende Rennen durch eine Fehlentscheidung zerstört wurde.
Zuletzt geändert von T!mmy am 10.06.2019, 00:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Formel 1 Kanada 2019: Hamilton siegt dank umstrittener Vettel-Strafe

Beitragvon evosenator » 10.06.2019, 00:39

F1Schlaumeier hat geschrieben:Du sagst ja selbst, dass er "langsam" Gas gab. Ich fordere selbstverständlich keine Bremsung, nur dass er eben weniger Gas gibt. Du hast Recht: Da war generell nicht mehr viel Platz. Aber doch genug, oder nicht? Aus den Luftaufnahmen erkennt man ungefähr 2 Wagenbreiten. Dieser Abstand hat sich auf weniger als 1 Wagenbreite reduziert, nachdem Vettel aufs Gas gegangen ist. Er überfuhr ja sogar die weiße Linie leicht.



Hamilton hätte eben links an Vettel vorbei gehen sollen. Immerhin hat er kommen sehn, was vor ihm passiert. Wenn er vom Gas gegangen wäre, als er Vettel im Gras sah, hätte er die Zeit gehabt so zu handeln. Suche natürlich den Fehler NICHT bei Hamilton. Wäre nur die bessere Variante gewesen

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Re: GP Kanada 2019: Kontroverser Sieg für Hamilton - Vettel tobt!

Beitragvon evosenator » 10.06.2019, 00:39

T!mmy hat geschrieben:Wenn selbst die englischen Kollegen von SkyUK / F1TV ala Martin Brundle, Karun Chandhok, Jenson Button etc sagen, dass das niemals hätte bestraft werden dürfen, dann heißt das schon was..


:thumbs_up:

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Re: Formel 1 Kanada 2019: Hamilton siegt dank umstrittener Vettel-Strafe

Beitragvon F1Schlaumeier » 10.06.2019, 00:41

Lsadno hat geschrieben:das darf natürlich auch nicht fehlen: leclerc wurde von ferrari ausgebremst. herrlich. normalerweise hätte der schnellste mann im feld ja gewinnen können, hätte man ihn nicht so spät heriengeholt. und wie darf man das verstehen? :eh:

Gewonnen hätte er nicht, denke ich. Schließlich konnte man ja nicht wirklich gut überholen. Aber dass Leclerc der schnellste Mann im Feld war und ohne den späten Stopp mindestens Zweiter geworden wäre, ist doch nicht abzustreiten, oder?

Ich kann Ferraris Taktik (warten auf das SC) mit Leclerc aber durchaus verstehen. Es nur wieder typisch, dass Leclerc trotz guter Pace vom Team um ein besseres Resultat gebracht wurde.

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Re: Formel 1 Kanada 2019: Hamilton siegt dank umstrittener Vettel-Strafe

Beitragvon GenauDer » 10.06.2019, 00:44

evosenator hat geschrieben:
F1Schlaumeier hat geschrieben:Du sagst ja selbst, dass er "langsam" Gas gab. Ich fordere selbstverständlich keine Bremsung, nur dass er eben weniger Gas gibt. Du hast Recht: Da war generell nicht mehr viel Platz. Aber doch genug, oder nicht? Aus den Luftaufnahmen erkennt man ungefähr 2 Wagenbreiten. Dieser Abstand hat sich auf weniger als 1 Wagenbreite reduziert, nachdem Vettel aufs Gas gegangen ist. Er überfuhr ja sogar die weiße Linie leicht.



Hamilton hätte eben links an Vettel vorbei gehen sollen. Immerhin hat er kommen sehn, was vor ihm passiert. Wenn er vom Gas gegangen wäre, als er Vettel im Gras sah, hätte er die Zeit gehabt so zu handeln. Suche natürlich den Fehler NICHT bei Hamilton. Wäre nur die bessere Variante gewesen

Hmm während ich hier jetzt mehrfach VET verteidigt hab, muss ich auch mal sagen, dass das im Nachhinein sicher richtig gewesen wäre, aber wenn man da mit hoher Geschwindigkeit an ein quer kommendes Auto heranfährt, weiß man sicher noch nicht ab wann es Grip bekommt und wo es am besten ist, vorbei zu kommen. Unter Umständen hätte genau das den Unfall verursachen können

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Re: Formel 1 Kanada 2019: Hamilton siegt dank umstrittener Vettel-Strafe

Beitragvon T!mmy » 10.06.2019, 00:45

David320TE hat geschrieben:

Mir ist sowas ähnliches im 24h Rennen in iRacing auch schon passiert. Und ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich den hinter mir nicht vorbei lassen wollte, allerdings überhaupt heil froh war, die Karre wieder gerade zu haben und beschleunigen zu können. Das ist einfach Racing, niemand ist unter Druck 100% Perfekt, selbst ein Senna, Brundel, Schuhmacher und Co haben unter Druck schon fehler gemacht. Auch Hamilton macht unter Druck den ein oder anderen Verbremser. Der Ferrari ist auf der Hinterachse etwas zickig. Dass sie nicht gecrasht sind ist eben genau das Racing, was ich sehen möchte. Absolut letzte Rille, manchmal ein ganz klein wenig "Unfair" (worüber mach streiten kann...) - aber eben letzte Rille. Und das haben wir eben bis dahin gesehen. Vettel und Ham waren beide am Limit, es hat wahnsinnig Spaß gemacht den beiden zu zu gucken und dann kommt diese scheiß Strafe zwischenrein, die absolut niemandem etwas bringt. Ausser Mercedes - die sich auch sofort beschwert haben.


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Re: Formel 1 Kanada 2019: Hamilton siegt dank umstrittener Vettel-Strafe

Beitragvon Schaberland » 10.06.2019, 00:46

F1Schlaumeier hat geschrieben:
Lsadno hat geschrieben:das darf natürlich auch nicht fehlen: leclerc wurde von ferrari ausgebremst. herrlich. normalerweise hätte der schnellste mann im feld ja gewinnen können, hätte man ihn nicht so spät heriengeholt. und wie darf man das verstehen? :eh:

Gewonnen hätte er nicht, denke ich. Schließlich konnte man ja nicht wirklich gut überholen. Aber dass Leclerc der schnellste Mann im Feld war und ohne den späten Stopp mindestens Zweiter geworden wäre, ist doch nicht abzustreiten, oder?

Ich kann Ferraris Taktik (warten auf das SC) mit Leclerc aber durchaus verstehen. Es nur wieder typisch, dass Leclerc trotz guter Pace vom Team um ein besseres Resultat gebracht wurde.


Ernsthaft?

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Re: GP Kanada 2019: Kontroverser Sieg für Hamilton - Vettel tobt!

Beitragvon Plauze » 10.06.2019, 00:49

F1Schlaumeier hat geschrieben:
Plauze hat geschrieben:Wenn er vor Hamilton wieder auf die Strecke kommt (und das ist er nun einmal, er hatte die Nase vorn und bestimmt von da an dann auch wieder die Linie), hat Hamilton keine Vorfahrt eingebaut, denn die Lücke, die er auf der rechten Seite zu sehen vermeinte, war nicht wirklich da.

Sehe ich komplett anders. Hamilton hatte vielleicht keine automatische Vorfahrt, aber die Lücke war da. Vettel ist schließlich links zurück auf die Strecke gekommen, während die Ideallinie rechts ist.
Dieses Bild zeigt die Lücke mMn. sehr gut: Bild

Mit Standbildern lässt sich immer prima argumentieren. Das Dumme ist nur, dass die Autos sich bewegen, und zwar nicht in Frame-für-Frame-Geschwindigkeit, sondern an dieser betreffenden Stelle mit ca. 140-150 km/h.
Vettel ist also vom Gras zurück auf die Strecke eben NICHT in der Lage, den Wagen mal eben an der Innenseite der Strecke gerade auszurichten, um ja Platz für Hamilton zu lassen, sondern bleibt auf seiner Linie, die er schon bei der Rückkehr auf die Strecke hatte, was für Hamilton auch absolut nachvollziehbar und berechenbar gewesen sein dürfte.

F1Schlaumeier hat geschrieben:
Plauze hat geschrieben:Vettels Linienwahl war deutlich zu erkennen, und nur weil der Vordermann aufpassen muss, keinen zu gefährden, kannst du ihm nicht volle Kanne in dessen Linie reinfahren.

Auch hier sind wir unterschiedlicher Meinung. Wenn jemand aus dem Gras auf die Strecke zurückfährt, hat er meiner Ansicht nach keinen Anspruch auf die Ideallinie, welche sich auf der anderen Streckenseite befindet und auf dem Verlauf einer Kurve beruht, die er gar nicht druchfahren hat.

Wir sprechen hier natürlich über Interpretationsspielräume, und letztlich werde ich damit leben müssen, dass sich die Rennkommissare deiner Interpretation eher anschließen als meiner.
Mir ist es wichtig zu betonen, dass wir hier einen Meinungsaustausch pflegen. Meine Ansicht ist nicht richtiger als deine, aber ich bilde mir halt auch meine Rückschlüsse aus rund 25 Jahren, die ich den Sport jetzt beobachtet habe.
Ich habe folglich schon viele Fahrer von der Strecke trudeln und wieder zurückkommen sehen. Es ist die Natur eines Rennfahrers, seine Position mit allen legalen Mitteln halten zu wollen. Für mich ist es völlig logisch, dass Vettel nicht quasi stehenbleibt, nur damit Hamilton außen Platz zum Durchrutschen hat. Ich finde auch nicht, dass dies dies Interpretation von "Gefährlicher Rückkehr auf die Rennstrecke" sein sollte. Dann kann ja, wer rausrutscht, direkt das Rennen beenden - bizarrerweise wurden dann andererseits aber ganze Quadratkilometer an Auslaufzonen asphaltiert, damit die Fahrer eben nicht vom Gas müssen und ohne große Nachteile und Positionsverluste rejoinen können.
Langer Rede, kurzer Sinn, ich sehe das gefährliche Rejoinen eher so, dass eine völlig unberechenbare Linienwahl geahndet werden sollte, nicht aber eine Beibehaltung der eingeschlagenen Lenkrichtung hin zurück zur Ideallinie.

F1Schlaumeier hat geschrieben:
Plauze hat geschrieben:Eine gefährliche Rückkehr auf die Strecke war das nicht, denn Hamilton konnte jederzeit einschätzen, wo Vettel sich befindet und dementsprechend reagieren.

Hamilton war bereits neben Vettel als noch mehrere Wagenbreiten zwischen Vettel und der Mauer lagen. Ich finde es wäre selbst dann glasklar eine gefährliche Rückkehr auf die Strecke, wenn Vettel sich direkt vor Hamiltons Nase gesetzt hätte. Schließlich hat Hamilton nach Vettels Ausritt auch einen gewissen Geschwindkeitsüberschuss. Aber in diesem Fall war Hamilton schon neben Vettel, was Vettels Manöver sogar unabhängig von seinem Ausritt regelwidrig macht.

Tja, da sind wir wieder mit der Geschichte mit der Auslegungssache. So riesengroß war der Geschwindigkeitsüberschuss nach meiner Wahrnehmung nicht, dass Hamilton auf jeden Fall vorbeigekommen wäre, wenn Vettel sich nicht breit gemacht hätte. Vettel wurde zu diesem Zeitpunkt auch bereits wieder schneller, sodass dabei meiner Ansicht nach ein sehr enges, aber nicht besonders gefährliches Nebeneinander herfahren herausgekommen wäre. Richtig ist, dass Hamilton auf die Randsteine ausweichen musste und die Situation dadurch grenzwertig war.
Dem könnte man jetzt entgegnen, dass sich andere Fahrer ihrerseits auch schon auf Hamiltons Übersteuern einstellen mussten. Im Zweikampf wird's halt auch mal eng...

F1Schlaumeier hat geschrieben:
Plauze hat geschrieben:Warum sollte man einen der beiden bestrafen, statt die beiden ihr Ding machen und das Rennen unter sich austragen zu lassen?

Weil somit auch Abdrängen, Blocken und alle anderen gefährlichen und unsportlichen Aktionen erlaubt wären. Wenn ein Fahrer eine Kollision provoziert und der andere sie verhindert, indem er zurücksteckt und seinen eigentlich sicheren Platzgewinn aufgibt, kann man nicht mehr davon reden, dass es die Piloten "unter sich ausgemacht" hätten. Da muss von außen eingegriffen werden, weil die Situation unfair abgelaufen ist.

Tatsächlich finde ich, dass die Definitionen von Blocken, Abdrängen etc. einer Revision unterzogen gehören, denn Rennsport und Formel 1 sind nicht Straßenverkehr. In einem Zweikampf sollte auch der Verteidiger die Möglichkeit haben, Kampflinie zu fahren und sich aggressiv zu verteidigen, solange er den Angreifer nicht fahrlässig in eine klare Gefahrensituation bringt.
Ich führe immer ganz gerne das Duell zwischen Arnoux und Villeneuve 1979 in Dijon an, weil immer wieder gern auf dieses als Beispiel eines hervorragenden Zweikampfes verwiesen wird. Tatsächlich ist aber zu sehen, wie beide das gesamte offensive und defensive Arsenal ausschöpfen. Ich will nicht wissen, wie heute auf ein solches Duell reagiert würde, denn es war halt eine beispiellose Aneinanderreihung gegenseitigen Abdrängens, Blockens, Antäuschens, und Kampflinie-Fahrens inklusive Berührungen...

F1Schlaumeier hat geschrieben:
Plauze hat geschrieben: Dieser Sinn wurde aber von den Kommissaren heute in Unsinn verkehrt, denn wenn man nicht mehr seine Position verteidigen darf, hat das ganze Hintereinanderher-im-Kreis-fahren seinen Sinn verloren. Schon seit Jahren ist diese Tendenz zu beobachten, dass dem Verteidiger einer Position immer weniger Spielräume zum Defensivfahren (sprich: Kampflinie) eingeräumt werden, dafür aber der Angreifer mit Hilfsmitteln en masse bedacht wird, zweifach DRS und so weiter. Alles, weil man Action und Überholmanöver sehen will - wahrhaftige Fahrkunst und Mut bleiben auf der Strecke.

Das schockiert mich etwas. Zum einen kann man hier nicht von einer klassischen Angreifer/Verteidiger Situation reden, da Vettel von der Strecke geflogen ist. Zum anderen war das Abdrängen des Angreifers in eine Betonmauer auch vor Jahren schon kein legitimes Vorgehen zum Verteidigen seiner Position.

Erstens sieht Von der Strecke Fliegen für mich anders aus. Es war zu jedem Zeitpunkt absehbar, dass Vettel mit nicht ganz wesentlich verminderter Geschwindigkeit auf die Strecke zurückkehren würde. Hamilton konnte das antizipieren und hat das auch antizipiert. Er hat sich genauso dafür entschieden, draufzuhalten und auf den Positionsgewinn zu spekulieren, wie Vettel darauf spekulierte, ihn hinter sich halten zu können. Es war selbstverständlich eine klassische Zweikampfsituation, und dazu gehören nun einmal beide Fahrer.
Es stimmt, dass Abdrängen nicht erlaubt ist und nie erlaubt war. Ich habe es aber heute auch nicht gesehen :)
Alles kann passieren. Und das ist auch gut so.

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Re: Formel 1 Kanada 2019: Hamilton siegt dank umstrittener Vettel-Strafe

Beitragvon evosenator » 10.06.2019, 00:49

GenauDer hat geschrieben:Hmm während ich hier jetzt mehrfach VET verteidigt hab, muss ich auch mal sagen, dass das im Nachhinein sicher richtig gewesen wäre, aber wenn man da mit hoher Geschwindigkeit an ein quer kommendes Auto heranfährt, weiß man sicher noch nicht ab wann es Grip bekommt und wo es am besten ist, vorbei zu kommen. Unter Umständen hätte genau das den Unfall verursachen können



Hat natürlich auch was.

@Plauze: :thumbs_up: :thumbs_up: :thumbs_up:

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Re: Formel 1 Kanada 2019: Hamilton siegt dank umstrittener Vettel-Strafe

Beitragvon NR6-KeepFightingMSC » 10.06.2019, 00:51

RacingForEver hat geschrieben:
Alonso und Kimi Fan hat geschrieben:
NR6-KeepFightingMSC hat geschrieben:Übrigens muss ich mich aber trotzdem über mangelnde Konstanz bei der Rennleitung beschweren.
Ich glaube es war im vergangenen Jahr (vllt auch 2017), dort hat sich Verstappen in der Schikane verbremst und ist auf die Strecke zurückgekommen, als Kimi außen herum überholen wollte. Seine Reaktion: “Er hat sich die äußere Linie ausgesucht, selbst Schuld.“ und hat keine Strafe erhalten. Hier genau das gleiche und es gibt eine Strafe, das gehört sich nicht für die “Königsklasse“, da braucht es Konstanz und klare Regeln.

Ich finde leider gerade kein Strafenregister für 2018, bin mir aber ziemlich sicher, dass es so war.



.

Das war 2018, und das ist falsch.

Verstappen bekam eine 5-Sekunden-Strafe. Die zeigt sich deshalb nicht im Rennergebnis, weil er sie während des Rennens absolvierte.

https://www.formula1.com/en/latest/arti ... oCUOA.html


Hat mich meine Erinnerung im Stich gelassen, danke :wall:

Ich hätte allerdings auch noch Monaco 2016 im Angebot, was jetzt nicht so krass war, aber auch hier verlässt Hamilton die Strecke und drückt nach dem zurückkommen auf die Strecke Ricciardo fast in die Wand. Damals gab es sicher keine Strafe, allerdings auch nicht perfekt 1-zu-1 zu vergleichen, dennoch vom Prinzip die gleiche Geschichte.
KeepFightingSchumi!! NR6 - 2016 World Champion

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Re: GP Kanada 2019: Kontroverser Sieg für Hamilton - Vettel tobt!

Beitragvon F1Schlaumeier » 10.06.2019, 00:52

Vlieger hat geschrieben:
F1Schlaumeier hat geschrieben:Dieses Bild zeigt die Lücke mMn. sehr gut: Bild


Vielen Dank für das Bild. Jedoch kann ich nicht erkennen dass Hamilton von Strecke gedrängt wurde. Hier noch mal der Regelverstoss: "Auto #5 hat die Strecke in Kurve 3 verlassen und ist in Kurve 4 unsicher auf die Strecke zurückgekehrt. Dabei hat es Auto #44 von der Strecke gezwungen. Auto #44 musste ausweichende Maßnahmen einleiten, um eine Kollision zu vermeiden."

Wie gesagt: Das Bild diente dem Zweck die vorhandene Lücke zu zeigen.

Hier das Abdrängen: Bild |Bild

Lsadno
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Re: GP Kanada 2019: Kontroverser Sieg für Hamilton - Vettel tobt!

Beitragvon Lsadno » 10.06.2019, 00:52

Stulle68 hat geschrieben:Zitat vom Liveticker
Ferrari legt Protest ein!

Das lässt Ferrari nicht einfach so auf sich sitzen: Das italienische Traditionsteam hat offiziell Protest gegen die Entscheidung der Sportkommissare eingelegt. Das hat eine Ferrari-Sprecherin auf Nachfrage bestätigt.


so sehr ich diese entscheidung missachte - und das habe ich in dem forum zur genüge kundgetan - aber diese büchse der pandora dürfen sie nicht öffnen. es ist schon genug schaden entstanden. ich hoffe also im sinne der F1, dass die entscheidung der stewards *nicht* overruled wird.


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